Mi372 – "Moosgraffiti"

Shownotes

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Inhalt
00:00:00 Intro
00:04:59 Verbrechen von Nebenan (live)
00:18:34 PubMed Abhängigkeit
00:34:15 Thema 1: "Space Moss: Resistance was not futile"
00:59:47 Science Snack
01:09:03 Thema 2: "The big five"
01:35:01 Schwurbel der Woche
01:42:27 Hausmeisterei
01:45:26 Outro

Podcast-Empfehlung: Nächste Woche erscheint Folge 163 des Podcasts "Verbrechen von nebenan" und Reini ist dann zu Gast :)

Wissenschaftliche Resilienz: Die Nutzung US-amerikanischer Datenbanken wie PubMed ist mit Risiken für die medizinische Forschung in Europa verbunden.

Thema 1: "Space Moss: Resistance was not futile" – Moossporen haben neun Monate im freien Weltraum überlebt – geschützt durch eine extrem robuste Sporenhülle. Über 80 % keimten nach der Rückkehr wieder, ein Hinweis darauf, dass Moose sogar jahrelang im All überdauern könnten.

Science Snack: Batman-Effekt

Thema 2: "The big Five" – etwa mit 9, 32, 66 und 83 Jahren erleben wir Wendepunkte im Leben: Und die markieren fünf klar unterscheidbare Phasen der Gehirnentwicklung über die Lebensspanne.

Schwurbel der Woche: "Stein der Harmonie" – Danke Pablo für den Schwurbel!

Hausmeisterei:

Tour: Unser letzter Termin in Bielefeld im Januar ist ausverkauft! Danke an alle, die bei der aktuellen Tour dabei waren und beim letzten Termin dabei sein werden :)

eMpirie: Wenn ihr eine größere Menge bestellen möchtet, dann schreibt uns gerne eine E-Mail an kontakt[at]empirie.de

Outro: Intro aus Folge 102 – "Pumuckl"

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Transkript anzeigen

00:00:01: Ist dir eigentlich aufgefallen, dass immer öfter Kinder und Jugendliche zu unseren Shows mitgebracht werden?

00:00:06: Äh, ja.

00:00:07: Und?

00:00:08: Vielleicht wird es langsamer Zeit, dass wir eine eigene Jugendorganisation gründen.

00:00:13: Ja.

00:00:13: Aber unser Angebot richtet sich ja jetzt nicht explizit an Kinder und Jugendliche.

00:00:18: und außerdem... Die Sägenjugend!

00:00:22: Was?

00:00:23: Ja, bist du bescheuert?

00:00:24: Nennen sie doch gleich direkt Satanjugend.

00:00:28: Na ja, immer noch besser als Mincorrect-Jugend.

00:00:31: Das hätte für eine deutsche Jugendorganisation eindeutig zu viele gerollte Errs.

00:00:36: Das ist auch wieder wahr.

00:01:19: Das war auch wieder eine skurrile Nummer, oder?

00:01:22: Er war hallo.

00:01:23: Für diejenigen, die nicht wissen, worum es geht, es geht um die Gründung der Jugendorganisation unserer Lieblingsfaschistenpartei.

00:01:29: Genau, die D-Generation Deutschland.

00:01:31: Halten die sich, glaub ich, ne?

00:01:32: Ja,

00:01:33: irgendwie sowas, genau.

00:01:34: Ich hab mir das im Livestream nachher noch angeguckt und hab da mal so durchgesäbt.

00:01:39: Und da ist ja dieser eine Typ bei gewesen, ich weiß nicht mehr, wie er hieß, der ganz am Ende geredet hat, der so in Hitlerstil eine Rede gehalten hat.

00:01:48: Hast du den mitbekommen?

00:01:49: Ja, natürlich.

00:01:50: Ja, okay.

00:01:52: Der ist ja ganz offensichtlich da entweder von irgendwem eingeschleust oder selber Aktionskünstler oder

00:01:59: so haben die.

00:01:59: Ich habe heute was rausgeschmissen.

00:02:00: Da sitzt doch irgendwo in... Fahre.

00:02:02: habe ich vergessen, in welchem...

00:02:04: Ja, die wollen den außer Partei ausschließen und so.

00:02:07: Ja, das war ja relativ offensichtlich irgendwie ganz witzig, aber sehr offensichtlich.

00:02:12: Das Schlimme finde ich oder das... was ich daran ein bisschen tragisch finde ist durch diese über diese überspitzte rede

00:02:20: die er da

00:02:20: gehalten hat wird der ganze andere scheiß gar nicht mehr gezeigt oder berichtet.

00:02:24: und das schlimme ist das was der so satirisch übertrieben hat.

00:02:27: haben die anderen genauso gemacht?

00:02:29: was hast du satirisch übertrieben?

00:02:31: wir wissen noch gar nicht ob der dort ernst meinte oder ob das satire war.

00:02:35: ich ja ok ok ist noch offen aber ich tippe sehr hart auf satire.

00:02:39: aber der ist auch parteimitglied und war da auch irgendwo in irgendeiner stadt seit

00:02:43: seit diesem

00:02:44: jahr.

00:02:44: okay

00:02:45: Und der war vorher, der hat glaube ich ein Praktikum als in der Gleichstellungstelle gemacht und so weiter.

00:02:53: Also ich weiß es nicht, aber ich gehe immer davon aus, dass es in Richtung Aktionskunst oder ähnliches geht.

00:03:00: Aber das ist mal vollkommen ausgeklemmert, wenn man sich die ganzen anderen Menschen, ich sag das mal im Wert Neutral, dort anguckt, die dort Reden gehalten haben oder irgendwelche Anträge gestellt haben, das ist, also das war an Absurdität kaum zu überbieten, wirklich.

00:03:18: Also da sind Leute nach vorne ins Mikro getreten, eine Gruppe, die den Antrag gestellt hat, dass man die neue Jugendorganisation das über den Namen doch nochmal abgestimmt werden muss, weil es wäre ja viel, viel besser, die, wie wollten die sich nochmal nennen, was mal, irgendwie, irgendwie Generation Germania oder so, also irgendwas mit Germania und die meinten das ernst, wirklich.

00:03:41: Das finde ich tragisch an dieser ganzen Veranstaltung, die man die Ausschnitte, die ich gesehen habe, dass du bei allem denkst, also auch bei diesem Typen, der diese Hitler-Parodie war oder was auch immer, oder ob der einfach zu viel trainiert hat vom Spiegel oder wie auch immer, dass du das alles für möglich hältst.

00:04:00: Das ist mir mittlerweile, das ist das Erschreckende daran.

00:04:04: für möglich hält.

00:04:05: Also, dass wir so weit gekommen sind, dass du den alles zutraust.

00:04:09: Also,

00:04:10: ich sag ja, die anderen waren nicht besser, die da irgendwie Reden gehalten haben oder Anträge gestellt haben.

00:04:15: Also, da tun

00:04:16: das mich ja immer.

00:04:17: Also, wenn ich Anhänger von irgendeinem Verein bin, dann will ich mich doch nicht schämen für diesen Verein.

00:04:23: Und ich hab da nur Sachen gesehen, wo ich mich wirklich schämen würde.

00:04:29: Na ja, schauen wir mal, was daraus wird.

00:04:35: Ich habe diverse Berichte dazu gelesen und auch eine Menge.

00:04:39: also wahrscheinlich habe ich zu viel davon gesehen und mich damit zu viel beschäftigt.

00:04:45: Ich glaube die werden noch radikaler als die junge Alternative war.

00:04:50: Schauen wir mal

00:04:51: mal gucken genau.

00:04:52: kommen wir zu den freudigeren Sachen.

00:04:54: ich war gestern.

00:04:57: Ich war gestern bei einem live Podcast.

00:04:59: Das funktioniert im Leben nicht.

00:05:01: Nee, da geht doch keiner hin.

00:05:03: War auch eine ganz kleine Location in der Stadt gefunden hat.

00:05:06: Die Krugerhalle.

00:05:07: Das

00:05:08: ist wirklich krass.

00:05:10: Fünftausend Fünfhundert Leute passen da rein und das Ding war voll.

00:05:15: Ja, wie muss ich mir das vorstellen?

00:05:16: Also ich kenne nicht mal den Podcast.

00:05:18: Ich bin nicht so ein True Crime Fan.

00:05:21: Also man redet über...

00:05:25: Es ist bei mir ehrlich gesagt doch der einzige True Crime Podcast, den ich höre.

00:05:28: Es ist Verbrechen von nebenan.

00:05:31: von philip leidner und philip macht das auch schon relativ lange also auch schon sieben jahre oder so.

00:05:38: Und hat vorher ähnliches im radio gemacht.

00:05:43: Der podcast funktioniert so dass philip immer einen fall aufarbeitet und den halt erzählt und dazu immer entweder leute als gestern hat die.

00:05:58: eine gewisse Expertise haben oder die oder häufig die eine gewisse Expertise haben oder mit dem Fall zu tun gehabt haben.

00:06:05: Mit denen er redet.

00:06:06: und ich finde also ich man kann bei true crime Podcast ja sehr viel Kritik auch üben, gerade dass das ja auch was mit den Hinterbliebenen und so weiter macht.

00:06:15: und was ich bei dem Podcast von Philipp sehr schätze ist, dass der damit sehr bewusst umgeht.

00:06:20: Also der hat zum Beispiel jetzt bei der bei dem live Podcast stellt er zwei Fälle vor.

00:06:27: Also jeweils in der ersten Hälfte Einfall in der zweiten Hälfte der Show Einfall.

00:06:31: Und der erste Fall den er jetzt bei der Live Tour übrigens finde ich großartiger Titel die Ohrenzeugentour.

00:06:39: Sehr schön ja.

00:06:41: Bei dem ersten Fall.

00:06:43: Den er vorgestellt hat geht's um den also geht's auch um den Tod eines jungen Mannes und der hat für die Aufarbeitung diesesfalls auch mit den Eltern gesprochen und so weiter und bei einer der Shows von ihm waren die Eltern sogar da.

00:06:57: Und der hat das wirklich sehr sehr respektvoll gemacht und ich also ich finde es sehr gut.

00:07:05: Also wenn nicht die Eltern da sind dann sitzt er da und erzählt den kompletten Fall alleine oder hat der einspieler.

00:07:11: Ja also ist im Grunde wie eine Podcastfolge also erzählt den Fall und zeigt dazu Videomaterial Bilder und so weiter.

00:07:20: also im Grunde ist es ein bisschen wie ein Vortrag.

00:07:24: Aber durchaus kurzweilig.

00:07:27: Also der erste Fall von den zwei hier erzählt hat, hat ein bisschen ein bisschen so ein Klos im Hals und mal ein bisschen bitter und hat einen mitgenommen.

00:07:35: Und der zweite in der zweiten Hälfte, den konnte man dann doch eher mit einem Lachen, also mit einem Lachen den Abend abschließen, weil in dem zweiten Fall ging es irgendwie um vier oder fünf Leute waren es, glaube ich, die sich alle gegenseitig einfach nur beschissen haben.

00:07:49: Okay, das ist natürlich lustig.

00:07:51: Also, wo der eine den anderen abgezogen hat, so im Kreis quasi.

00:07:55: Ging es um Erbschaften und Betrug und weiß ich nicht was.

00:07:59: Das war dann ganz nett.

00:08:00: Also irgendwie, ich fand den Abend durchaus sehr gelungen.

00:08:04: Würde jetzt empfehlen, geht da mal hin, aber es war die letzte Show von der Tour.

00:08:09: Gibt es erst, ich glaube, übernächstes Jahr macht Philipp weiter.

00:08:13: War aber ganz gut und ich war wirklich begeistert und überrascht.

00:08:17: Wie groß das war, also wie viele Leute sich dafür begeistern konnten, also wie gesagt, der fünf und ein halb tausend Leute.

00:08:24: Die da in der Grugehalle gesessen haben und gespannt sich diese Fälle angehört haben.

00:08:28: Und was ich feststellen musste, das Publikum ist ein komplett anderes als bei uns.

00:08:34: Okay, was heißt das?

00:08:36: Es ist bei uns richtig genau und das sehr, sehr deutlich.

00:08:42: Das hat mich am meisten überrascht.

00:08:43: Also ich hätte jetzt gesagt so.

00:08:45: irgendwas zwischen siebzig und achtzig Prozent weiblich.

00:08:48: Aber ich hätte so bei True Crime hätte ich gedacht, das ist weiblicher.

00:08:51: Aber gut, achtzig Prozent ist natürlich krass.

00:08:54: Aber ich hätte schon gedacht, das hatte er in die weibliche Richtung schlägt.

00:08:59: Männer hören sich halt Computerspiele und Dudes an, die über irgendwelche ... Über

00:09:03: irgendwas reden.

00:09:03: Über

00:09:04: irgendwas reden, genau.

00:09:05: Traum, Mord

00:09:06: und Todschlag.

00:09:07: Ja, vielleicht, ja.

00:09:09: Nee, ich fand es aber ganz gut.

00:09:11: Also ... war man also?

00:09:14: ich war ja noch nicht bei so vielen live podcast außer unseren eigenen.

00:09:18: ich

00:09:18: weiß nicht reinig ob du da jetzt nicht kann ich das sagen.

00:09:21: also wie viel wir waren beim bob cast ne drei fragezeichen

00:09:26: die ja und bei geschichten aus der geschichte

00:09:28: aus der geschichte.

00:09:30: ich war schon bei sternen geschichten beziehungsweise

00:09:32: nicht.

00:09:37: das war alles.

00:09:37: ich hätte jetzt gedacht wird noch vielleicht auch nicht

00:09:40: ja also

00:09:43: Also ich war noch bei Alliteration am Arsch.

00:09:46: Ach ja, guck mal, da war ich auch.

00:09:46: Du warst

00:09:47: noch bei Bratwurst und Backlauer.

00:09:50: warst du noch?

00:09:51: Nee, da war ich noch nie.

00:09:52: Ah,

00:09:53: ich dachte, da wärst du

00:09:53: schon mal gewesen.

00:09:54: Nee, da war ich noch nie, da hab ich mir nur nie angetan.

00:09:57: Okay, dann ist es... Ja, okay, es sind doch weniger... Also, wir waren noch bei Dings, Logbuch, Netzpolitik.

00:10:03: Ah, stimmt, ja.

00:10:07: Ja ok aber also der auf jeden fall also dieses zu creme format hat sich auf jeden fall für ein live podcast ganz gut geeignet weil da.

00:10:15: Also ist jetzt nicht der riesige mehr wert in die live show hat.

00:10:18: Aber den kannst du auch im Form von Kapitelbildern oder so haben, aber du nimmst dein Handy ja selten in die Hand, also ich zumindest, wenn ich irgendwie ein Podcast höre.

00:10:27: Da hat irgendwie, weiß ich nicht, Bildmaterial dazu zu sehen von den Orten, wo das Ganze gespielt hat und so weiter und von den Personen.

00:10:33: Das ist doch irgendwie noch eine Spur lebendiger gemacht und ich fand es ... fand es sehr spannend.

00:10:39: Ganz davon abgesehen wollte ich Philipp mal besuchen und mal lo sagen.

00:10:43: Ich hab mit dem nämlich auch mal eine Folge aufgenommen.

00:10:47: Die erscheint ... Nächste Woche.

00:10:50: Ich dachte, ihr wär schon draußen.

00:10:51: Ja, ist ja auf RTL Plus, weil die Folgen da zwei Wochen früher erscheinen.

00:10:55: Aber so für alle, also kann man auch da schon hören, wenn man sich RTL Plus die App irgendwie runterladen will oder so.

00:11:01: Man kann mal einfach noch bis nächste Woche warten, da kommt die überall, wo sonst

00:11:06: auch.

00:11:08: Ja, und in der Folge, die ich mit Philipp gemacht habe, geht es tatsächlich nicht um Mord und Hotschlag, sondern ... um einen Rechtsmediziner, Matthias Graf und Plagiatsjäger.

00:11:19: Hast du hier, glaub ich, schon erzählt.

00:11:21: Genau, dem vorgeworfen haben seine Doktorarbeit gefälscht zu haben.

00:11:25: Ja, das war mein Erlebnis der Woche, sonst hab ich nix erlebt.

00:11:29: Ich find ja, also, ich find ja mittlerweile gar nicht mehr so erstaunlich, dass man auch irgendwo hingeht und dann sieht man, wie ein Podcast aufgezeichnet wird.

00:11:37: Weil manchmal, also, ich mein, so Live-Performances, Musik, ne?

00:11:44: Also ich gehe ja super gerne zu Live-Konzerten, frag mich dann aber warum eigentlich.

00:11:49: Also gerade die Musikerinnen, die ich so höre, die sind halt live sehr gut.

00:11:55: Das heißt, die Musik ist eigentlich so gut wie von CD.

00:11:58: Also bis hin zu Situationen, wo ich wirklich bei, sagen wir mal, Dream Theater war, die sind wirklich erstklassige Musiker, die dann auch nicht besonders viel Show machen, sag ich jetzt mal.

00:12:10: Wo ich dann wirklich am Ende gedacht habe, wo gehst du eigentlich hin?

00:12:13: Da kannst du ja auch eine CD laut anmachen.

00:12:15: Also da passiert halt nichts so überraschendes, sag ich jetzt mal.

00:12:21: Aber trotzdem hat dann natürlich irgendwie noch einen besonderen Reiz, Live-Musik oder Live-Performances, Menschen wirklich auf der Bühne zu sehen.

00:12:30: Deswegen selbst ein Podcast, wo nicht viel passiert.

00:12:34: Aber wir waren übrigens auch noch bei der Lage der Nation, stelle ich gerade fest.

00:12:38: Ach ja, stimmt, da war

00:12:39: mein Stimmt.

00:12:40: Ja, okay, vielleicht war ich doch bei ein paar Live-Podcasts.

00:12:43: Ich glaub, beim bundesdeutschen Durchschnitt bist

00:12:45: du

00:12:45: schon weit vorne.

00:12:47: Ja,

00:12:47: ja.

00:12:49: Also selbst bei Podcasts, wo wenig auf der Bühne passiert, außer ein Gespräch, ist man doch irgendwie gerne da, weil da irgendwie was Lebendiges.

00:12:58: Und du bist halt bei der Aufnahme irgendwie dabei und das könnte jederzeit irgendwie was passieren.

00:13:02: Ich weiß gar nicht, wo der Neu reizt.

00:13:04: Er wird nix rausgeschnitten.

00:13:07: Manchmal wird

00:13:08: ja auch aufs Publikum eingegangen.

00:13:10: Genau.

00:13:13: Ich meine, wir sind ja speziell, weil wir wirklich eine Show konzipieren, die sehr bildlastig ist, viele Experimente.

00:13:20: Das ist halt was Besonderes.

00:13:21: Und

00:13:21: auch kein Podcast.

00:13:22: Ich würde sagen,

00:13:23: unsere Show ist kein Podcast.

00:13:24: Hat nichts mit dem Podcast zu tun, außer dass es auch irgendwie um Wissenschaft geht.

00:13:29: Aber sonst ist halt was völlig anderes.

00:13:32: könnte man nicht mal als Podcast zweit verwerten.

00:13:34: Also

00:13:35: nur die Audiospur von der Show macht überhaupt gar keinen Sinn, weil die audio also die visuelle Komponente

00:13:41: fehlt.

00:13:43: Und das ist auch okay und ich würde auch nicht anders machen wollen.

00:13:46: Aber Leute mögen auch diese Live-Situation.

00:13:49: Ich weiß gar nicht, was psychologisch da so hinter steht.

00:13:53: Also wenn er jetzt sagen würde, Also ich war ja gestern nicht da, aber wenn du sagen würdest, Verbrechen von nebenan ist im Prinzip der der Podcast auf einer großen Bühne und da kommen fünftausend Leute, da kann man sich ja fragen, warum gehen da fünftausend Leute hin?

00:14:05: Die wollen halt ihren Held da sehen.

00:14:09: Vielleicht auch so ein Gemeinschaftsding.

00:14:11: Ja, wahrscheinlich

00:14:11: auch.

00:14:12: So ein bisschen wie irgendwie, weiß ich nicht, ja genau so.

00:14:15: Theater, Kino, irgendwie sowas, sowas, was als Gruppe machen.

00:14:17: Ja, da ist ein guter Punkt.

00:14:19: Dieses Fußball gemeinsam gucken ist halt auch nochmal dieses Rudel gucken.

00:14:24: Stimmt, ja, das ist irgendwie.

00:14:27: Also, ich hab das gestern ja nur so am Rande mitbekommen.

00:14:32: So die ganzen Menschen, die da waren, aber da sind halt Leute auch immer in Gruppen hingegangen.

00:14:36: Aber

00:14:37: ist ja trotzdem irgendwie interessant.

00:14:39: Also die gehen dann da hin und bezahlen ja nicht wesentlich auch Geld und du musst da hin und alles dafür, dass dann dieses Erlebnis hat.

00:14:46: Und das ist dir dann wert mit deinen Freunden da zu sein oder mit einer großen Gruppe.

00:14:51: Also psychologisch finde ich das ganz interessant.

00:14:56: Diese Gruppendynamik zeigt wahrscheinlich im Prinzip genau das, was du sagst, dass wir so Hudeltiere sind als Menschen.

00:15:02: Wir sind einfach gerne auch in der Gemeinschaft.

00:15:04: Wir können in Glühwein ja auch zu Hause trinken, aber wir gehen auf dem Weihnachtsmarkt.

00:15:07: Und das sind auch andere Menschen.

00:15:09: Und eigentlich mögen wir ja Menschen.

00:15:12: Man kriegt manchmal den Eindruck, dass das nicht so der Fall ist.

00:15:17: Die einen mehr, die anderen weniger, aber eigentlich mögen wir Menschen.

00:15:22: Weil ich glaube, was dann auch ultimativ ... Ich habe jetzt wieder eine Lage der Nationen auch darüber gesprochen über dieses KI-generierte Buch in der letzten Folge und ich wusste gar nicht mehr, ich hätte noch über KI-generierte Musik nachgedacht, das ich auch gedacht habe.

00:15:38: Also klar, KI als Werkzeug wären wir nicht mehr los, aber der Wunsch von Menschen, Dinge von Menschen zu konsumieren, also Bücher, Kunst, Musik, das wird ja immer bleiben.

00:15:52: Wir müssen uns halt überlegen, wie wir das... klassifizieren und wir klar machen, das kommt wirklich von einem Menschen.

00:15:57: Aber das ist halt wirklich eine ganz wichtige Komponente, glaube ich, in der zwischenmenschlichen Beziehung oder im gesellschaftlichen Zusammenleben, dass du Interaktion mit Menschen hast.

00:16:11: Und die Interaktion kann halt auch sein, ich lese etwas von einem anderen Menschen.

00:16:14: Das ist die wichtigste, dass das von einem Menschen kommt.

00:16:18: Ja, ich würde auch sagen, ein Text, der aus einer KI fällt, ist nicht zwingend schlechter als von einem Menschen.

00:16:24: Also, da ist ja die Frage, wie misst man denn nach Qualität?

00:16:29: Aber trotzdem ist er weniger wert.

00:16:32: Ja, ja, die Fakten können die gleichen sein.

00:16:34: Also, bei der Lage der Nation war das ja irgendwie so ein Buch, was eine, also Pseude, also eine angebliche Frau geschrieben hat, die mit der Erziehung ihrer Kinder zu tun hatte.

00:16:45: Und jetzt könnten die Fakten alle gut sein, was da in diesem KI-generierten Buch steht und alles eigentlich gute Tipps sein.

00:16:52: Aber wenn du Wenn man mir dann sagt, da steht gar keine Frau hinter, die mal irgendwann Kinder erzogen hat, sondern da ist KI generiert und da hat sich das im Internet zusammengesucht, verliert das plötzlich an Wert.

00:17:05: Weil du vertraust eben Menschen, die Kinder erzogen haben, erfolgreich Kinder erzogen haben.

00:17:11: Menschen mögen Menschen, glaube ich, ganz allgemein.

00:17:15: Also deswegen ist der Wissenschaftskommunikation durch Menschen auch so wichtig und so Pressemitteilungen völlig sehllos hingerotzt.

00:17:24: Dann macht halt nix.

00:17:25: Dann erhöht jetzt nicht die Vertrauen oder die Faszination für Wissenschaft.

00:17:30: Dann müssen so Internet-Tulis wie wir bald machen.

00:17:33: Ich

00:17:34: glaube, das ist generell der Faktor in der Kommunikation dieses Menschen.

00:17:39: Also, dass der Faktor Mensch dann noch irgendwie mit eine Rolle spielt.

00:17:42: Dass ja auch so, wenn du irgendwelche Anfragen per E-Mail bekommst.

00:17:47: Jetzt bekommen wir auch gelingt ich mal für den Podcast.

00:17:49: Und du merkst der Mail schon an, das ist so ein Nullachtfünfzehn Vorlage, wo irgendwie drei Namen ausgetauscht sind oder so.

00:17:58: Die liest du ja nicht mal mehr.

00:17:59: Schmeißt dann einfach weg.

00:18:01: Oder lässt Chatchi Pity darauf antworten.

00:18:07: Das war nicht mal mein Name.

00:18:10: Die Anrede war nicht mal ausgetauscht.

00:18:12: Ich fahr mal her, Werner.

00:18:15: Da hab ich das schon keine Lust mehr.

00:18:17: Hallo, Herr Werner.

00:18:18: Das kann natürlich passieren.

00:18:20: Aber das wär mir schon wahnsinnig unangenehm.

00:18:23: Das darf nicht passieren.

00:18:24: Nein, das darf nicht passieren.

00:18:27: Egal.

00:18:28: Ich hab auch noch eine Kleinigkeit mitgebracht, weil uns das zugeworfen wurde.

00:18:31: Ich fand das eigentlich ganz interessant.

00:18:34: Da wollte ich dir noch kurz ... davon erzählen.

00:18:39: Das ist ein Artikel aus dem deutschen Ärzteblatt.

00:18:41: Der Artikel hieß auf dem Weg aus der PubMed-Abhängigkeit.

00:18:47: Es geht darum, dass wir als europäische Wissenschaft stark von US-Datenbanken abhängen.

00:18:54: Vor allem auch PubMed, wenn es jetzt um biomedizinische Literatur geht.

00:18:59: Und das ist natürlich immer ein Problem, wenn man von irgendwelchen

00:19:04: Wenn eine Plattform größer ist, als alle anderen, ist das immer ein Problem.

00:19:08: Monopole sind grundsätzlich schwierig zu sehen.

00:19:12: Und hier erleben wir es eigentlich live.

00:19:15: Wir haben eine hohe Abhängigkeit von einer amerikanischen Datenbank und wir sehen jetzt die Entwicklung der USA und wir sehen auch auf einmal, wie riskant diese Abhängigkeit ist, weil unser Wissenssystem verletzlich ist.

00:19:28: Wenn man sich das anguckt.

00:19:32: Da entnehme ich jetzt diesem Artikel, dann war es wohl so, dass Forscher in Deutschland jetzt schon teilweise und zeitweise keinen Zugriff mehr auf PubMed hatten.

00:19:41: Warum?

00:19:42: Weil die US-Regierung ja massive Mittelkürzungen durchgeführt hat.

00:19:48: Unter anderem auch fürs National Institutes of Health und die National Library of Medicine.

00:19:53: Und die beide sind dafür verantwortlich, dass sie PubMed-Horwisten sage ich jetzt mal.

00:19:59: Wenn da Mittelkürzung sind, kann natürlich sein, dass das Ding einfach mal dicht ist oder nicht zu erreichen ist.

00:20:05: Und das ist natürlich ein Problem, weil dann können wir nicht drauf zugreifen.

00:20:10: Ich

00:20:10: glaube, wir müssen dazu noch einmal ganz kurz, ganz grob zu mir sagen, was PubMed überhaupt

00:20:15: ist.

00:20:15: Ja, gerne.

00:20:17: Also ich weiß nicht genau, weil ich es nicht registriert habe, aber PubMed ist soweit.

00:20:21: Ich verstehe einfach nur eine Datenbank von Veröffentlichungen.

00:20:25: Also da wird nichts veröffentlicht oder so.

00:20:26: Das ist ein Grunde-Nachschlagewerk für Veröffentlichungen, sowas wie Google Scholar oder so.

00:20:31: Also wo du Veröffentlichungen aus dem Bereich Medizin vor allem drin suchen kannst.

00:20:37: Genau, also würde ich jetzt auch so sagen, es ist, wie du gerade schon gesagt hast, es ist nicht so unsere Datenbank, weil wir ja nicht so in dem biomedizinischen Bereich tätig sind.

00:20:46: Deswegen, so hätte ich das jetzt auch klassifiziert, aber ja, wir beide ist jetzt nicht so, oder die Datenbank, auf die wir hauptsächlich zugreifen, aber auch immer mal wieder.

00:20:58: natürlich Materialien können ja auch mal biokompatibel sein und dann fällt auch schon mal für mich vertraut.

00:21:03: Genau, aber wenn man da was findet, findet man da auch nur den Link zu dem, also zu dem Paper hin, also so da, wo es veröffentlicht wurde.

00:21:11: Man kann bei PubMed jetzt keine PDF runterladen oder so, oder?

00:21:16: Das ist eine gute Frage.

00:21:19: Mal

00:21:19: gucken, was passiert.

00:21:20: Immer wenn ich mal irgendwo auf ein Pubmitartikel gestoßen bin, dann hatte ich da eigentlich nur einen Link zu dem Paper, also wo ich es finde.

00:21:28: Also quasi die Deu oder so, dann der Link zu Science, Nature oder ähnlich.

00:21:33: Also einen wesentlichen, wirklichen Nachschlagdatenbank mit Abstracts, aber mit nicht mehr.

00:21:38: Ja, weil das nicht mehr, ne?

00:21:40: Ja, genau.

00:21:40: Ich wollte grad sagen, was nicht bedeutet, dass das nutzlos ist oder so, sondern das ist im Grunde immer noch, also ist im Grunde super wichtig.

00:21:50: Wir haben sowas für die Physik nur nicht, oder?

00:21:54: Also in der Größe nicht, ne?

00:21:56: Ne, genau, das ist schon was sehr spezielles.

00:21:59: Und jetzt hast du natürlich, also du gehst einfach über solche Plattformen, über solche Datenbanken, wenn du etwas zu einem Thema suchst.

00:22:05: Und die Abstracts sind da ja hinterlegt, das heißt du kannst auch sehr schnell Verknüpfung finden und du kannst dich in ein Thema, sag ich jetzt mal, reinlesen und von da dann auch die Paper finden.

00:22:18: Deswegen ist das einfach für so Meter suchen, ist das total wichtig, so was zu tun.

00:22:25: Und Assistenten, die dir helfen bei der Literaturrecherche, greifen natürlich auch auf diese Materialien zu, auf diese Datenbank.

00:22:37: Genau, ich habe gerade schon gesagt, kam jetzt zur massive Mittelkürzung.

00:22:40: Das ist schon mal ein Problem.

00:22:42: Diese Datenbank war eben nicht mehr zu erreichen.

00:22:44: Man kann sich auch vorstellen, wenn die Mittelkürzung jetzt dazu führen, dass die sagen, wir können, weiß ich nicht, das Volumen an Anfragen nicht mehr stemmen, dass sie dann sagen, okay, dann machen wir das halt für Menschen außerhalb der Vereinigten Staaten dicht oder keine Ahnung, ich spinne jetzt, aber das könnte man sich auch vorstellen.

00:23:02: Und vor allem natürlich bei der Regierung haben wir natürlich auch Sorgen, dass wissenschaftliche Neutralität angegriffen wird.

00:23:10: Du wirst die

00:23:11: Themen nicht mehr so gerne gesehen sind, nimmst

00:23:12: du einfach raus.

00:23:14: Gen d'Auster ist alles raus.

00:23:16: Genau, birth control, brauchen wir alles, nehmen wir alles raus.

00:23:18: Könnte passieren.

00:23:19: Und dann können europäische Forschende, die ja möglicherweise unter anderem primisten arbeiten dürfen, können da nicht mehr drauf zugreifen und kriegen die Informationen halt auch nicht mehr.

00:23:31: Das heißt, da könnte wirklich Einflussnahme stattfinden.

00:23:36: ganze Themen können verschwinden, genau wie du gerade gesagt hast.

00:23:40: Und damit beeinflusst uns so ein US-Politikwechsel mehr als ein, das eigentlich lieb ist.

00:23:48: Und jetzt können wir sich fragen, wann macht Europa da?

00:23:53: Und ich würde sagen, Europa tut was, aber eigentlich ein bisschen zu spät, das überrascht uns ja jetzt nicht, dass so eine Abhängigkeit keine gute Geschichte ist.

00:24:03: Die deutsche Zentralbibliothek für Medizin arbeitet an einer offenen europäischen Infrastruktur genannt OLS PAP.

00:24:11: Das steht für Open Life Science Publication Database.

00:24:17: Und die macht im Prinzip genau das, was du gerade gesagt hast, die baut ihre eigene Datenbank mit einem eigenen Index.

00:24:23: ist also nicht nur eine Kopie von PubMed, aber greift da natürlich drauf zu und speichert seit über zehn Jahren Tagesaktuell PubMed Daten weg sozusagen, um die auch zur Verfügung zu haben.

00:24:35: Aber wie gesagt, nicht nur einfach ist nicht eine Kopie von PubMed, sondern hat einen eigenen Index, eigene Metadaten, Pipelines, Maschine, Schlagwortung, eigene damit, ja, damit das da... Den eigenen Ansprüchen oder europäischen Ansprüchen dann genügt und Open Source Software und weltweit nutzbar soll also.

00:24:58: Unsere Unabhängigkeit ermöglichen.

00:25:00: das Problem und das ist jetzt tragisch das hat mich dann so irgendwie wieder.

00:25:06: Naja ich weiß nicht fastungslos war jetzt ein bisschen viel dafür bin ich zu lange im Geschäft aber.

00:25:12: Das Problem, man könnte sagen, ist ja super, gut, dass wir das machen.

00:25:15: Problem ist, sagen einige Expertinnen hier in diesem Artikel, es ist zu langsam, zu wenig Geld.

00:25:23: Politisch wird gezögert, zu viel Bürokratie, dauert alles viel zu lange.

00:25:28: Und die Finanzierung ist auch noch unsicher, hängt wohl aktuell.

00:25:30: im Moment, so habe ich dem Artikel entnommen, an einem DFG-Antrag, wo man so denkt, mein Gott, das kann doch jetzt auch nicht sein.

00:25:37: Winkt die Scheiße durch, wir brauchen das.

00:25:39: Also ist immer leichter gesagt, Geld ist immer knapp, weiß ich.

00:25:44: Aber wenn, ich meine, wir brauchen so, wenn wir dermaßen abhängig sind.

00:25:52: Also wenn die wissenschaftliche Landschaft Europas abhängig ist von einem... zentralen System, was wir nicht kontrollieren.

00:25:58: Dann ist das so, als würde unsere Energieversorgung abhängen von einem einzigen Kraftwerk, was im Ausland steht.

00:26:04: Da würde es dann auch relativ schnell tätig werden, würde ich sagen.

00:26:12: Das ist das eigentlich, was ich diesem Artikel entnommen habe.

00:26:14: Also, dass das mal wieder irgendwie ein bisschen tragisch ist oder traurig ist, dass das so langsam ist, dass man jetzt nichts sagen kann.

00:26:20: Also, da müsste man wirklich aus dieser Abhängigkeit raus.

00:26:23: Also, eine Abhängigkeit im Wissen ist halt ein Riesenproblem, würde ich sagen.

00:26:27: Ja, und dass sowas dann irgendwie an so Anträgen und Bürokratie und so weiter irgendwie scheitert, ist tragisch, oder?

00:26:34: Ich weiß gar nicht, also... Finanzie, also ich aus dem Artikel habe ich jetzt hängt an einem DFG-Antrag.

00:26:40: Wie groß kann der sein?

00:26:42: Also,

00:26:44: das werden jetzt keine Milliarden sein.

00:26:47: Wahrscheinlich nicht Millionen sein, aber wenn überhaupt hätte ich jetzt gesagt, ich weiß es nicht.

00:26:53: Bei dem, was wir für ein paar Euro Rente raushauen, sollte das über sein, hätte ich jetzt gesagt.

00:26:59: Ja, aber ist schon interessant, also wie zunehmend wahrscheinlich, Geostrategisch das Management von Wissen sein wird.

00:27:11: Ich bin gespannt, wo wir darauf zulaufen, also ob unser großer Traum des offenen Wissens und so wie lange.

00:27:20: Ich glaube, wir werden das in Europa relativ gut verpennen, so wie wir das auch bei Datenstrukturen generell relativ lange verpennt haben und so langsam merken, dass es gar nicht so geil ist, wenn wir von irgendwie großen amerikanischen Konzernen abhängig sind.

00:27:38: In der letzten Woche gab es auch diesen Interview von Merz und Söder zum Verbrennermotor.

00:27:46: Die Zukunft der deutschen Automobilindustrie.

00:27:49: Dadurch sichern, dass wir weiter die Verbrenner sichern.

00:27:54: Ich habe dieses Interview gehört und habe nur dieses Pock, Pock gehört den Sargnagel für die deutsche Automobilindustrie.

00:28:01: Ich glaube ja, die deutsche Automobilindustrie ist viel, viel schlauer und hört sich das an und denkt, was wollt ihr von uns?

00:28:07: Wir brauchen doch jetzt keine Verbrenner.

00:28:09: Da sind wir doch.

00:28:10: Sieben Dreißig ist der Zug

00:28:12: lange

00:28:12: abgefahren.

00:28:13: Was wollt ihr überhaupt von uns?

00:28:16: Ja.

00:28:17: Ich weiß auch nicht.

00:28:19: Welche Lobbygruppen darfst du noch vorantreiben?

00:28:22: Also die Automobilindustrie ist schon zum Teil ins Ausland abgewandert mit der Fertigung und so.

00:28:27: Und jetzt sind ja nur noch die Werke, die hier irgendwie am Leben erhalten werden, denen es aber auch nicht gut geht.

00:28:35: Ich

00:28:36: kann jetzt wieder mit dem Verbrenner aufwärts.

00:28:39: Ja, genau.

00:28:40: Moment, ich möchte da unterstreichen.

00:28:42: Hocheffiziente Verbrenner.

00:28:44: Ich habe heute noch einen Short von hier Tilo Jung gesehen, von Jung und Naiv bei der Bundespressekonferenz, wo es genau darum geht, irgendwie um das Verbrenner außen so weiter und wo dann irgendwie Ausnahmen gemacht werden für hocheffiziente Verbrenner.

00:28:57: und dann fragt er, was genau bedeutet denn hocheffizient?

00:29:01: Können Sie das ein bisschen näher definieren?

00:29:03: Und er fragt bestimmt fünf oder sechs Mal nach und die kriegen es nicht hin, entweder ehrlich zu sagen, ist uns scheiß egal.

00:29:13: oder dafür mal Zahlen auf den Tisch zu legen.

00:29:16: Am Ende kommen so Zirkelschlüsse, so wie ein hocheffizienter Verbrenner ist ein Verbrenner, der den Kraftstoff optimal nutzt und dementsprechend hocheffizient

00:29:25: ist.

00:29:26: Schön.

00:29:27: Ja, und was ist das jetzt?

00:29:30: Wieder, da

00:29:31: war eine aktuelle Pressekonferenz.

00:29:32: Ja,

00:29:33: das war eine aktuelle Pressekonferenz von heute oder gestern oder so.

00:29:38: Na gut, das ist gut, das ist reinig.

00:29:43: Wird nix mehr, können wir nicht

00:29:46: mehr gewuppt hier.

00:29:48: Ich bitte bitte ein bisschen mehr Aufbruch.

00:29:50: Wir haben jetzt die Sagen Jugend.

00:29:52: Wir möchten mehr.

00:29:58: Wir brauchen ja eigentlich auch, was die Politik angeht, ein bisschen mehr Optimismus.

00:30:02: Auch wenn es schwer fällt, aber wir brauchen doch eigentlich Optimismus zu sagen, wir wollen irgendwie was tun und wir müssen irgendwie doch auch positive Sachen sehen.

00:30:10: Wenn wir die ganze Zeit nur sagen, ist alles kacke, dann ja, weil

00:30:14: wir da narrativ der Rechten, das ist richtig.

00:30:16: Eigentlich geht es, also vielen geht es natürlich gut.

00:30:20: Das stimmt schon.

00:30:22: Also mir geht es gut.

00:30:25: Ich kann mich auch nicht beklagen.

00:30:27: Also...

00:30:28: Mir ging es, also ich sag mal so, mir ging es wirtschaftlich mit allem drum und dran und so weiter.

00:30:33: Und Sicherheit und was weiß ich nicht, was schon deutlich schlechter in meinem Leben als aktuell.

00:30:38: Daher eigentlich ist alles gut.

00:30:40: Okay, das ist jetzt aber nicht überraschend.

00:30:42: Als wir studiert haben, hatten wir kaum Geld.

00:30:45: Ich erinnere mich an Monate, wo ich dann mit meiner Frau an den letzten Tagen des Monats... noch einmal in den Aldi bin und mir den Texas Feuertopf gekauft habe für fünf Tage, den wir da gegessen haben.

00:30:59: Den konnten wir irgendwann nicht mehr sehen oder so.

00:31:01: Wir haben ihn so nudisch halt.

00:31:02: ...

00:31:03: in der WG, da erinnere ich mich auch noch daran, bevor man am Ende des Monats einkaufen gegangen ist, ... ... ist man erstmal in den Keller und hat Lehrguts zusammengesucht, ... ... damit man überhaupt noch irgendwie ein paar Nudeln und Pesto einkaufen konnte.

00:31:14: Also, nee, da ist ja immer so, ne?

00:31:16: Also, dir geht's finanziell ja meistens später in deinem Leben ... ... ein bisschen besser als in jungen Jahren.

00:31:22: Also, gerade so, wenn du zu Hause ausgezogen bist ... ... und versuchst auf eigenen Beinen zu stehen, ... ... da geht's den wenigsten von uns ja irgendwie finanziell gut und so.

00:31:28: Aber auch so generell ... Also, es ist doch eigentlich, also ja, ich find's schlimm, die rechten Ideologen irgendwie aus einem aufsteigenden Ast gerade zu sehen.

00:31:40: Aber so insgesamt, ja, es wird alles teurer und so weiter, aber so richtig schlimm geht's uns nicht, oder?

00:31:48: Oder fehlt mir nur die Perspektive.

00:31:49: Das könnte

00:31:50: sein, dass wir einfach nicht diejenigen sind, denen es so schlecht geht.

00:31:54: Das könnte schon sein.

00:31:56: Wahrscheinlich, ne?

00:31:58: Also,

00:32:00: ja.

00:32:01: Gut, wissen wir nicht.

00:32:02: Machen wir ein bisschen Wissenschaft.

00:32:05: Ja, bitte, bitte.

00:32:07: Jetzt hast du, da hab ich dich runtergezogen.

00:32:09: Du hast ja grad von ausbruch

00:32:10: gesprochen.

00:32:11: Ich hab da grade drüber nachgedacht.

00:32:14: Wenn man das jetzt so hört, denkt man, ja, die Akademiker da.

00:32:17: Aber ich hab ja auch durchaus die Sicht auch... Also, nee, ich... Ich komme ja aus einem Umfeld, das nicht nicht reich ist und auch nicht reich war.

00:32:26: und wenn ich mir den Rest meiner Familie zum Teil angucke geht es den finanziell auch nicht gut und so.

00:32:32: Ich habe das durchaus nicht aus den Augen verloren, aber dieses alles Schwarzmalen und so, was die AfD ja zum Beispiel macht, die jeden Tag den Untergang des Abendlandes runterbietet, das ist ja nicht produktiv.

00:32:51: Das ist ja auch das, was wir immer sagen, die haben ja nicht mal eine Idee, was man besser machen könnte.

00:32:57: Das ist richtig.

00:32:59: Deren Ideen sind scheiß Ideen.

00:33:01: Alle rausschmeißen ist halt keine besonders gute Idee.

00:33:04: Ja, das

00:33:04: ist dumm.

00:33:05: Das ist einfach nur dumm.

00:33:06: Das macht ja auch nichts besser.

00:33:07: Das wird ja nichts ändern.

00:33:08: Das wird ja nicht plötzlich...

00:33:09: Also vieles schlechter machen.

00:33:11: Ja, genau.

00:33:12: Also wenn es dir schlecht geht, geht es dir nicht besser, nur weil es jemand anderem dann noch schlechter

00:33:16: geht.

00:33:18: So funktioniert das nicht.

00:33:20: Und ich würde mir wünschen, dass du irgendwie... Dass wir auch den den politischen Diskurs irgendwie eher auf produktive Sachen lenken könnten, was wir denn tun wollen, wo wir hinwollen, was wir erreichen wollen, weil ich das für mein Leben gerade auch versuche zu machen und weniger davon was denn repariert werden muss, was denn kacke läuft, was denn irgendwie doof ist und so.

00:33:43: Klar muss man darüber auch hin, aber wenn man sich darauf nur noch konzentriert, dann versagt man da doch irgendwann drin.

00:33:50: Reini, das ist ja eine Aufbruchsstimmung hier bei dir.

00:33:53: Du bist auf zwei Wochen davon entfernt, bei der Degeneration Deutschland in der Rede zu halten, habe ich das Gefühl.

00:34:00: Nee, das

00:34:01: würde

00:34:02: nie passieren.

00:34:06: Nee, gut, finde ich gut.

00:34:08: Mhm.

00:34:10: Gut, zur Wissenschaft.

00:34:12: To Space.

00:34:14: Wenn

00:34:14: hier Scheiß ist, gehen wir woanders

00:34:16: hin.

00:34:16: Genau, wir gehen in den Wildraum.

00:34:18: Ich habe ein Thema vorbereitet mit dem Namen Space Moss.

00:34:21: Resistance was not futile.

00:34:25: Ich fürchte, ich werde hier in diesem Thema etwas mehr an dann und die ein oder anderen abzweig nehmen.

00:34:31: Aber wir schauen mal.

00:34:32: Ich bin ja ein großer Pflanzenfreund.

00:34:37: Das ist eine Frechheit, dass hier so gelacht wird.

00:34:39: Aber Pflanzen sind nicht dein Freund, oder?

00:34:42: Nein, ich bin ein großer Pflanzenfreund und Pflanzen lieben auch mich.

00:34:45: Vielleicht an dieser Stelle ein kleines Update aus meinem Büro.

00:34:48: Fast alle meine Büropflanzen leben noch.

00:34:53: Könntest du bitte morgen ein Foto mit einer aktuellen Tageszeitung neben deinen Pflanzen machen?

00:34:58: Ich hatte ein bisschen gehofft, du machst jetzt den Tilo Move und fragst, was bedeutet denn fast?

00:35:06: Das ist auch eine gute Frage.

00:35:09: Können

00:35:10: Sie mal definieren, was fast bedeutet?

00:35:12: Also fast alle meine Büropflanzen leben noch, ich definiere das auch mal.

00:35:16: Netto habe ich gewonnen an Pflanzen, denn es sind zwei weitere dazugekommen.

00:35:20: Ich habe zum Geburtstag ein Bonsai geschenkt bekommen und der steht da jetzt auch noch und ist mein ganzer Stolz.

00:35:26: Und ein Arbeitskollege hat mir, hat eine Wette verloren, nämlich die Wette in einem Jahr ist mindestens einer von deinen Pflanzen gestorben.

00:35:35: Das ist nicht passiert und da musste er mir eine weitere Pflanze schenken.

00:35:38: Also zwei sind dazugekommen.

00:35:40: Und eine Pflanze, das muss ich zugeben, die hat mich verlassen.

00:35:46: Die hat mich enttäuscht.

00:35:47: Aber innerhalb des Jahres

00:35:48: nicht?

00:35:49: Nee, nee, die ist bestimmt zwei Jahre bei mir gewesen.

00:35:52: Und dann hab ich mich von ihr getrennt.

00:35:54: Warum?

00:35:55: Die hatte Schädlinge.

00:35:58: Und ich hab alles drauf geworfen, was ging.

00:36:00: Also ich hab so Chemiezeug, die Pflanze mal eingesprüht.

00:36:05: Und dann hatte mal einer unserer Hörer, hatte uns so ein rumiopathisches Düngemittel oder Pflanzenschutzmittel mitgebracht.

00:36:15: Was auch gegen schädlinge helfen sollte.

00:36:17: das habe ich auch noch darauf geworfen weil ich dachte okay jetzt ist egal jetzt schmeiß ich ein ball ist drauf hat natürlich auch nix gebracht.

00:36:23: und dann war ich als pflanzen boss.

00:36:28: irgendwie sah ich mich im Zugzwang.

00:36:30: Ich musste ein Zeichen setzen für die anderen Pflanzen und dann habe ich mich von dieser Pflanze getrennt.

00:36:35: Eine Kollegin hat ihr dann in ihr Büro übernommen.

00:36:39: Ein Zeichen setzen für die anderen Pflanzen, wenn ihr krank und schwach seid, werdet ihr aussortiert.

00:36:47: Ja,

00:36:47: so ist es.

00:36:48: Mit Leid gibt es hier nicht, dann müsst ihr woanders hin.

00:36:51: Ich hatte mir ja mal Hühner, ne?

00:36:53: Also ich habe mal mit... mit befreundeten Menschen zusammen gewohnt in einem Haus und wir hatten Hühner, wir hatten einen Hühnerstall gehalten.

00:37:03: Und da hatte ich auch vorgeschlagen, dass wir an die Wand des Hühnerstalls eine Liste machen, wo die Hühner sehen können, wer wo hinterher hinkt mit den Eiern.

00:37:14: Und dann klart sie mal in der Tatruin, mit den wenigsten Eiern irgendwann verschwinden, rausfliegt.

00:37:22: Nein, nein, die hatten es schon gut.

00:37:23: Ich musste mal zu einer... Vogelspezialklinik nach Düsseldorf fahren, weil die Mitbewohnerin wollte, also eins unserer Hühner war krank, hatte irgendwas am Kopf und da mussten wir da mit zur Vogelspezialklinik.

00:37:39: Ich glaube, wer war dann der erste Huhn, was da aufgelaufen ist?

00:37:41: Die Vogelspezialklinik.

00:37:43: Da waren nur so Aras und so richtig teure Vögel waren da.

00:37:48: Das habt ihr den anderen Hühnern doch nur erzählt, oder ihr seid doch zur heißen Kiste gefahren, oder?

00:37:54: Nein, wer war wirklich in dieser Klinik?

00:37:55: Wir sind fünf Euro Hohen, was wir mal gekauft haben.

00:37:58: Wir hatten da eine Behandlung.

00:38:00: Die hat den Wert des Hohens vor zwanzig Facht, würde ich sagen.

00:38:04: Ich würde da kein Preischild dranhängen.

00:38:07: Sehr gut.

00:38:10: Na gut, okay.

00:38:11: Also, ich bin ein großer Pflanzenfreund.

00:38:12: Das haben wir jetzt noch mal gehört.

00:38:16: Hier soll es um Mose gehen.

00:38:17: Das sind Landpflanzen.

00:38:21: Etwas spezielle Pflanzen, würde ich sagen, die haben keine echten Wurzeln, keine Leitgefäße, also wo das Wasser von der Wurzel nach oben fließt, haben auch keine Blüten oder so.

00:38:33: Die haben keine Wurzeln und sind damit nicht verankert auf dem Boden.

00:38:36: Die haben Rizoide, da sind so fartenförmige Strukturen.

00:38:40: Jetzt mal gibt es bei Mosenfiel, aber auch bei Algen und Pilzen.

00:38:45: Die funktionieren ein bisschen wie Wurzeln, aber nur mechanisch, aber nicht physiologisch.

00:38:49: Also Wasser wird dadurch nicht hochgesogen in den Mosen.

00:38:56: Das ist der Grund, warum man mit Moos wunderbar Moos Graffiti machen kann, oder?

00:39:01: Was ist denn Moos Graffiti?

00:39:03: Du nimmst dir ein geeignetes Moos, machst das klein, sodass du das in Wasser häckselst, füllst das in eine Sprühflasche, nimmst eine Schablone und sprüßt das an der Wand.

00:39:15: Wow.

00:39:16: Geil.

00:39:18: Ich weiß nicht, ob das jetzt der Grund ist oder ob der Grund ist, dass du die Sporen der Mose zerkleinert und dann darauf spürst.

00:39:27: Aber das ist eigentlich eine geile Idee.

00:39:30: Habe ich noch nie gemacht.

00:39:31: Schick.

00:39:32: Wenn ich jetzt Moos Graffiti Google, dann finde ich da was.

00:39:37: Ja, da findest du, da findest du auch Rezepte, dass man das irgendwie noch mit Weisen nicht Milch oder Joghurt oder mit irgendwas vermengt.

00:39:44: Da hätte ich ja mal geil, also da kann ich ja gar nicht glauben, dass das funktioniert.

00:39:48: Richtig cool.

00:39:49: Es kommt wahrscheinlich

00:39:49: auf die Moos-Art und auch an und so und auf den Untergrund, aber

00:39:54: da habe ich ja richtig Bock hier an meine, an meine Mauer hier so

00:39:58: Moos Graffiti zu machen.

00:39:59: Das

00:39:59: ist auch richtig geil.

00:40:00: Okay, damit, da muss ich bei.

00:40:02: Dann muss ich vielleicht mal machen.

00:40:08: Ja, also ... Wurzeln brauchen die Dinger auch nicht, weil Wasser und Nährstoffe direkt über die Oberfläche aufgenommen werden können.

00:40:14: Deswegen müssen die sich nur festhalten.

00:40:16: Mose sind uralt.

00:40:18: Also, wundert einen jetzt nicht.

00:40:20: Man hat irgendwie schon das Gefühl, wenig komplex gibt das schon für Dinger, ne?

00:40:24: Ja, also sehr evolutionsbedingt würde man ja häufig sagen.

00:40:29: Die wenig komplexen Organismen sind die, die es schon lange gibt.

00:40:32: Wahrscheinlich ist das die Regel, ja, würde ich auch so sagen.

00:40:36: Auf jeden Fall sind die Moser eine der ältesten Landpflanzen überhaupt.

00:40:40: Älteste fossile Funde, vierhundert bis vierhundertsiebzig Millionen Jahre alt.

00:40:46: Wow.

00:40:46: Und damit natürlich älter als zum Beispiel Bäume oder Blütenpflanzen oder Dinosaurier, wenn man sich dazu anguckt, wann die gelebt haben.

00:40:54: Erste Bäume, dreihundertfünf, achtzig Millionen Jahre her.

00:40:58: Und die Dinosaurier hat zweihundertfünf, dreißig bis sechsensechzig Millionen Jahre.

00:41:03: Also wenn ... Da sind ja auch noch Zeiträume.

00:41:06: Wenn du dir überlegst, also Mose sagen wir mal, vierhundert Millionen Jahre.

00:41:09: Vierhundert Millionen Jahre leben die hier schon so rum.

00:41:14: Wenn du dir so überlegst, wie lange ist der Mensch unterwegs?

00:41:19: Also ...

00:41:21: Und was hat der in der Zeit alles kaputt gemacht?

00:41:22: Ja,

00:41:23: das ist wirklich krass.

00:41:27: Ja, was macht das Moos so besonders?

00:41:28: Und warum rede ich jetzt darüber?

00:41:30: Moose sind extreme Überlebenskünstler, die halten Extremsbedingungen aus.

00:41:36: Also die können austrocknen über Monate oder Jahre und das stört die nicht so besonders.

00:41:41: Extreme Kälte halten die aus.

00:41:43: UV-Strahlung macht den relativ wenig aus.

00:41:46: Nährstoffarmut macht den wenig aus.

00:41:48: Radioaktive Belastung macht den wenig aus.

00:41:51: Und weil die so robust sind, findet man sie auf der Erde halt auch überall.

00:41:56: höchste Berge, Himalaya oder irgendwo in arktischen Tundra-Regionen oder die andere extrem Sandwüsten, Death Valley oder Lavafelder.

00:42:09: Da

00:42:09: findet man auch Mose.

00:42:11: Ich hätte gedacht, dass sie immer so in feuchten Umgebungen.

00:42:13: Ich glaube, die mögen feuchte Umgebung lieber, aber auch da gibt es ja schon Situationen, wo dann auch mal heftig rechnet oder wo dann sich so Tümpel füllen.

00:42:22: Das Besondere an den Mosen ist erhalten, das hält dann auch durch, wenn das dann halt lange mal trocken ist.

00:42:27: Aber es gibt ja auch diese Trockenmose, die, glaube ich, wirklich mit wenig Wasser auch auskommen.

00:42:38: Genau.

00:42:39: Und weil die so Lebenskünstler sind, würde ich jetzt mal sagen, lag irgendwie dann auch die Frage, nahe zu sagen, was ist denn so das ... Extremste, was wir den anbieten können und das extremste findet man natürlich nicht auf der Erde selbst.

00:42:55: Möglicherweise, sondern eher weiter außerhalb, also den Weltraum.

00:43:01: Die wenigsten Lebewesen können ja im Weltraum überleben.

00:43:06: Also man hat da ja so wie wieder hat diese Bärchen-Tiro oder so hat man da glaube ich auch mal erleben.

00:43:13: Aber im Prinzip kann man sich schon vorstellen, das ist schon eine brutale eine brutale Umgebung für Leben.

00:43:21: Und deswegen ist das natürlich eine interessante Frage.

00:43:24: überhaupt mehr zu sagen.

00:43:25: Wie werden wir die mit Mosemada oben hinsetzen?

00:43:28: Würden die die Bedingungen des Weltalls der nahen Umlaufbahn um die Erde, würden sie die aushalten?

00:43:35: Ich habe dann auch gleich weitergesponnen und habe so gedacht, also da habe ich jetzt nicht aus dem Paper, aber es gibt ja auch diese Panspermie-Theorie.

00:43:43: Also die Frage, wo kann man eigentlich Grundbaustein des Lebens her?

00:43:47: über irgendeinen Asteroiden

00:43:49: oder so.

00:43:49: Genau.

00:43:50: Also die Frage gab es mit Theoriten oder kosmischer Staub, der das irgendwie so transportiert hat.

00:43:56: Und da gibt es bei dieser Panspermie Theorie gibt es dann noch verschiedene Varianten.

00:44:00: Die Lithopanspermie, also Leben reiste auf Gesteinsbrocken zwischen Planeten.

00:44:07: Oder die Radiopanschbämie, Mikroorganismen werden durch Strahlendruck durchs All getragen und kommt dann hier irgendwie an.

00:44:15: Oder jetzt kommen wir so im Bereich der Science Fiction so gezielte Panschbämie, irgendwelche Aliens sagen so, wir machen jetzt mal hier Terraforming und werfen da mal Leben ab auf dem Planeten,

00:44:25: damit

00:44:26: sich da was entwickeln kann.

00:44:27: Aber da gibt es natürlich überhaupt keine Hinweise für.

00:44:34: Aber bei der Lithosch... Pansch.

00:44:36: bei mir, weil mich das interessiert hat, habe ich das mal ganz kurz nachgeguckt.

00:44:41: Wie häufig passiert das, sagen wir mal, vom Mars, uns ein Meteroid trifft?

00:44:49: Und im Moment schätzt man so, dass einmal pro Jahr auf der Erde ein Meteroid landet, sehr klein, häufig unbemerkt, der vom Mars kommt.

00:44:59: Jedes Jahr, einmal, immerhin.

00:45:02: Wir haben insgesamt, gibt's wohl in internationalen Sammlungen so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, kommt das schon ganz gut hin.

00:45:27: Also wenn dann einmal pro Jahr einer landet, dann ist man schon erstaunt, dass man überhaupt vierhundert gefunden hat.

00:45:35: Also ist das eigentlich nicht so unwahrscheinlich, dass uns irgendetwas vom Mars trifft.

00:45:43: Und dann können wir ja sagen, wenn da früher mal Leben war, dann hätte er auch Leben durchaus hier hin reisen können.

00:45:50: Aber das ist eigentlich nur der Exkurs, warum mich dieses Thema so interessiert hat.

00:45:56: Die Frage, gibt es denn Leben, was da draußen im Weltraum ist, überhaupt aushält?

00:46:00: Und das Paper hier, was ich vorstellen möchte, heißt Extreme Environmental Tolerance in Space Survivalability of the Moss Physicometrium Patents.

00:46:13: Veröffentlich am zwanzigsten November, zwanzig, fünfundzwanzig in Ice Science.

00:46:19: Die haben nämlich zunächst einmal simuliert... Wie sich Weltall für das Moos anfühlt.

00:46:27: Denn die haben als erstes also dieses Physkometrium Patents genommen.

00:46:32: Das heißt im deutschen kleines Blasenmützen Moos.

00:46:37: Heißt so, weil es so aussieht.

00:46:39: Offensichtlich hat so eine runde blasige Kapsel und einen mützenartigen Deckel, wo die Spuren drin sind.

00:46:45: Deswegen heißt das so.

00:46:48: Und da haben sie dann dreißig Tage einer wildraumähnlichen Laborumgebung ausgesetzt, heißt Vakuum, hohe UV-Strahlung, Schwankung zwischen hohen und niedrigen Temperaturen.

00:47:02: Und dann haben sie sich angeguckt, wie das MOSO performt und wie so die Überlebungschancen des MOSOs sind.

00:47:08: Und insbesondere haben sie sich drei Entwicklungsstadien des MOSOs angeguckt.

00:47:12: Einmal ein Fursentwicklungsstadium namens Protenemata.

00:47:18: Dann haben sie sogenannte Brutzellen genommen oder spezialisierte Stammzellen, das ist noch mal früher in dem Lebenszyklus, die haben sie untersucht.

00:47:29: und dann haben sie die Fortpflanzungsstrukturen, die heißen Sporophyten untersucht, die behinhalten die Sporen dieser Mose quasi.

00:47:44: Dann haben sie ja angeguckt, wie diese Stressfaktoren, also Hitze, Kälte, UV-Strahlung, Vakuum, wie sich das auswirkt auf diese unterschiedlichen Entwicklungs- und

00:47:55: Stress-Tests.

00:47:56: Genau, Stress-Tests, klassische Stress-Tests, genau.

00:47:58: Und also allererst ist, überrascht natürlich jetzt nicht, haben sie gesehen, dass die kombinierten Stressfaktoren des Weltraums natürlich schlimmer sind als die Einzelfaktoren.

00:48:06: Also sie haben aber trotzdem auch noch die Einzelfaktoren angeguckt, haben dann gesagt, okay, UV-Strahlung ist das Schlimmste für die Mose, das schadet die am allermeisten.

00:48:14: Und wenn sie sich jetzt diese unterschiedlichen Moos Strukturen oder Entwicklungsstadien angeguckt haben, dann haben sie gesehen, dass diese jungen Mose am empfindlichsten waren.

00:48:24: Die haben weder hohe UV-Werte noch extreme Bedingungen.

00:48:29: Gut überstanden und sind irgendwie nach vier Tagen eingegangen.

00:48:32: Aber die Brutzellen und vor allem die Sporophyten, also diese Kapseln mit den Sporen drin, die kamen deutlich besser zurecht mit den Weltallbedingungen und haben auch viel länger überlebt und hatten ja eine höhere Überlebensrate.

00:48:49: Am besten war tatsächlich bei diesen Sporofüten, also bei den eingeschlossenen Sporen, die zeigten eine tausendfach höhere UV-Toleranz als die Brutzellen und überlebten auch diese Kälte und Hitze viel, viel besser.

00:49:04: Und dann haben sie nachher ausprobiert, ob die auch noch keimen können, nachdem die eine Woche lang bei minus hundertsechsenneunzig Grad Celsius gelagert worden sind oder einem Monat bei fünffünfzig Grad Celsius.

00:49:15: Und das hat auch noch geklappt.

00:49:17: Also die sind noch wieder angegangen.

00:49:20: Also haben noch mal wieder gekeimt.

00:49:24: Genau, also diese Sporofüten.

00:49:26: Kapseln.

00:49:27: Ich habe eine kurze Zwischenfrage.

00:49:28: Wie viele der Pflanzen in deinem Büro sind Mose?

00:49:31: Gar keine, aber ich werde jetzt

00:49:33: in letzter

00:49:33: Zeit... Also man kann noch... Sie bestimmt Mose sich halten, oder?

00:49:37: Ja, es gibt so Wand-Elemente, so Akustik und Raum-Dings.

00:49:45: Ja, die sind unglaublich teuer.

00:49:46: Scheiße, ja, das hatte ich schon mir befürchtet.

00:49:49: Aber da frage ich mich, ob man die nicht auch selber machen kann.

00:49:52: Ja, da denke ich jetzt auch, ja.

00:49:54: Kann

00:49:54: man sich so eine Mooswand nicht selber?

00:49:56: Also

00:49:57: billig sehe ich jetzt gerade, gibt es das mit Island Moos, aber das lebt nicht so richtig.

00:50:01: Das ist das, was ich beim Modellbau auch benutzt habe, oder?

00:50:07: Ah, das weiß ich nicht.

00:50:09: Ist das so?

00:50:10: Ich glaube ja.

00:50:13: Moos Türschild personalisiert.

00:50:16: Fünfzig Euro.

00:50:18: Also, ich sehe sobald Weihnachten, möchtest du mir einen Moos?

00:50:22: Ich sehe hier eine Mooswand, dreimal zwei Meter für drei tausend

00:50:26: acht hundert Euro.

00:50:27: Aber so groß darf das auch nicht sein.

00:50:29: Ich will ja keine hohe Luftwäuchtigkeit in meinem Büro haben.

00:50:34: Aber so, hier so ein Pi oder so.

00:50:37: Pi wo ein Moos drin wächst.

00:50:41: Oder ein M-Ausrufezeichen mit Moos, da solltest du doch...

00:50:46: Das soll es doch hinbekommen.

00:50:50: Finde ich schon schön, ehrlich gesagt.

00:50:52: Ich finde so eine Mooswand.

00:50:54: Ich habe ja nichts Grünes bei mir im Büro.

00:50:56: Vielleicht wäre das was.

00:50:57: Ich könnte so eine ganze Wand einfach grün

00:50:59: machen.

00:50:59: Und ich glaube bei diesen, der hat jetzt gerade gesagt hast, dreimal zwei Meter und viertausend Euro.

00:51:07: Da läuft, da ist doch bestimmt mit Wässerung.

00:51:09: Da läuft doch bestimmt irgendwie so Wasser runter, oder?

00:51:11: Das weiß ich nicht.

00:51:12: Ich weiß nicht, ob die Luftfeuchtigkeit nicht ausreicht.

00:51:15: Vielleicht, ja.

00:51:16: Vielleicht musste das nur manchmal ansprühen mit so einer ... mit so einer Wasserpistole.

00:51:22: Ich kann einmal die Woche Basti einladen.

00:51:24: So.

00:51:26: Wow.

00:51:29: Also, mein Weihnachtswunsch steht, Reini.

00:51:33: Und ich mach's dir einfach.

00:51:35: Der Moos muss nicht ... Das Moos muss nicht unbedingt im Weltall gewesen sein.

00:51:40: Ah, dann, dann ist es ja geschenkt.

00:51:45: Genau, okay.

00:51:48: Ja, jetzt kann man sich natürlich fragen, was hinter dieser Widerstandsfähigkeit der Spure Füten steckt.

00:51:53: und die Forscher dann vermuten, dass diese Hüllstruktur halt eine chemisch-physikalische Barriere ist und dass diese Schutzhülle... dann diese UV-Strahlung teilweise absorbiert und für Austrocknung schützt und deswegen Schäden an den Sporen verhindert.

00:52:12: Und dass das natürlich im Prinzip auch der Grund ist, warum die einfach so erfolgreich auch waren auf der Erde, weil sie einfach überall auf der Erde zu finden sind und sich eben auch so erfolgreich vor fünfhundert Millionen Jahren entwickelt haben, weil sie so widerstandsfähig waren.

00:52:29: Genau.

00:52:31: Jetzt ist aber natürlich die Frage, das war natürlich simulierte Bedingungen.

00:52:34: Deswegen hat das Team sich gedacht, okay, lass mal ein zweites Experiment machen.

00:52:38: Wir schicken jetzt mal hunderte von Moos-Sporophyten in den realen Weltraum.

00:52:45: Also haben sie tatsächlich diese Moos-Sporophyten mitgenommen, mitfliegen lassen zur ISS.

00:52:51: Und dort haben die Astronauten die bei einem Außenbord-Einsatz mit nach draußen genommen und an die Außenseite der Raumstation dran geheftet, wo sie dem Weltraum ausgesetzt waren.

00:53:01: Finde ich ja eigentlich auch schön, macht deine ISS schöner, also von außen.

00:53:05: Ja, da ist

00:53:05: dein Moos Wand außen dran an die ISS.

00:53:09: Ist ja im Prinzip dein Moos Graffiti, von dem du gerade sprachst.

00:53:12: Im Grunde ja.

00:53:13: Ist halt geil.

00:53:16: Da haben sie dann draußen dran gehiftet und mitfliegen lassen.

00:53:20: Und zwar ziemlich genau neun Monate, zweihundertdreienundachtzig Tage.

00:53:24: Und dann haben die Astronaut das wieder reingeholt, die Mose und dann mit dem Versorgungsraumschiff wieder zurück zur Erde gebracht, um dann wieder untersuchen zu lassen.

00:53:36: Forscher haben gedacht, okay, da wird man jetzt nicht mehr so viel überlebendes Moos finden, aber das Ergebnis war eher das Gegenteil und war überraschend.

00:53:47: Über achtzig Prozent der Sporen, die diesen Weltraumausflug gemacht haben, waren noch lebendig.

00:53:54: Neun-achtzig Prozent dieser überlebenden Spuren waren noch fortpflanzungsfähig und keimten im Labor aus.

00:54:03: Also, achtzig Prozent haben überlebt und von diesen achtzig Prozent waren neun-achtzig Prozent noch fortpflanzungsfähig.

00:54:09: Also, das ist ja eine enorme Quote, muss man sagen, dafür, dass die neun Monate lang im Weltall Vakuum, UV-Strahlung, Hitze, Kälte, alles Mögliche gewesen waren.

00:54:20: Das ist schon erstaunlich, ja?

00:54:23: Also, Die haben dann irgendwie verschiedene Untersuchungen gemacht, haben dann irgendwelche Chlorophyll A-Werte waren, um Fünftel reduziert, aber da beeinträchtigt ganz offensichtlich die Gesundheit und nicht für Fortverlandsungsfähigkeit.

00:54:35: Das heißt, selbst längere Exposition der Mose mit dem Weltraum haben die überstanden.

00:54:43: haben sie dann in den paper noch klassischer extrapolation gemacht haben sich überlegt okay würden die bose dann auch noch länger als neun Monate überlegen überleben?

00:54:52: und dann haben sie das mit.

00:54:53: ja mit den daten diese da hatten sind jetzt nicht so viele datenpunkte.

00:54:58: haben sie dann noch mal extrapoliert würde ich sagen mit so einem mathematischen modell und da kam sie da drauf dass sporen unter weltraumbedingungen bis zu fünf tausend sechshundert tage überleben können könnten.

00:55:12: Das wären ungefähr fünfzehn Jahre, aber wie gesagt, grobe Schätzungen müsste man überprüfen, da braucht mehr Experimente und mehr da.

00:55:21: Genau, das war das Paper und ich bin irgendwie total begeistert, zu sehen, dass es halt Leben gibt, was dem Weltraum trotzen kann.

00:55:30: Zum einen.

00:55:31: weil ich diese Punch-Per-Me-Theorie natürlich irgendwie ganz spannend finde und mich immer fragt, kann das Leben aus dem Weltraum auch gekommen sein?

00:55:39: Und da würde man ja sagen, okay, das Leben scheint mal wieder robust dazu sein, als man so denkt.

00:55:44: Und gleichzeitig, und das sprechen Sie dann auch hier in dem Paper noch an, ist natürlich auch noch die Überlegung, wenn man mal irgendwann... auf außerirdischen Böden was anbauen möchte.

00:55:57: Also sagen wir mal jetzt, du fängst auf dem Mond an irgendwie ein Gewächshaus zu bauen oder auf dem Mars natürlich irgendwann Terraforming und so.

00:56:06: Dann ist natürlich die Frage, was wären gute landwirtschaftliche Pioniertepflanzen, wo du anfängst.

00:56:13: Die kannst du da aussetzen und die finden schon ihren Weg.

00:56:16: Und da würde ich sagen, haben sich Mose weiter qualifiziert, da in einer engeren Auswahl zu sein.

00:56:22: Das war schon beeindruckend.

00:56:25: Moossalat.

00:56:26: Es gibt jeden Tag Moossalat.

00:56:30: Ist Moos eigentlich in irgendeiner Form eine Nutzpflanze?

00:56:32: Also kann man mit Moos was machen?

00:56:34: Also kann man Moos essen?

00:56:36: Weiß ich nicht.

00:56:36: Also irgendwas meinst du außer Wände?

00:56:38: Genau, ja.

00:56:40: Ich guck mal.

00:56:41: Weil wenn da eine Pflanze überall gibt.

00:56:45: Ja, Moos ist grundsätzlich essbar, aber nicht alle Arten sind schmackhaft oder leicht verdaulich.

00:56:49: Islandische Mose kannst du essen.

00:56:51: Das ist die bekannteste essbare Art.

00:56:53: Ah, es gibt doch so Halsschmerz-Rutschtabletten, irgendwie Islamos oder so.

00:56:58: Echt?

00:56:59: Ja.

00:56:59: Ich glaube, ich bin... Ich war als ein

00:57:02: Stimmbeschwerden Islamos.

00:57:04: Ich glaube, ich bin ein Fan von Mos jetzt geworden.

00:57:07: Ich glaube, ich brauche in meinem Büro einen Mos.

00:57:09: Wer ist so schön?

00:57:10: Ohne Mos, nix los.

00:57:16: Scheiße.

00:57:18: Ja, aber geil, kannst du das verstehen?

00:57:19: Ich bin irgendwie total begeistert von Moos.

00:57:21: Ja, also erstens finde ich die auch wirklich schön, wenn ich durch so ein Wald laufe und ich sehe so ein Moos-Teppich, das ist ja auch schon irgendwie toll.

00:57:31: Aber ich finde die auch irgendwie als Pflanzen schön.

00:57:33: Vielleicht bin ich jetzt in so einem Alter, wo ich so Moose mit so einem plätschernen Bürospringenbrunnen brauche, weißte?

00:57:43: Wurde so plätschert.

00:57:44: Also wo die ganze Zeit am Pinkel gehen muss.

00:57:47: Stimmt, das ist vielleicht nicht das Richtige für mich.

00:57:50: Also ich habe mal nebenbei gerade mal ganz kurz Google angeworfen bei diesen Moos-Dingern, also bei diesen Moos-Bildern.

00:57:57: Das sind konservierte Mose, die durch eine Glözerinlösung halt frisch gehalten werden, aber ich glaube die leben nicht mehr so wirklich.

00:58:08: So was möchte ich nicht, dann will ich lieber nicht an der Wand haben, sondern dann will ich es im Topf haben.

00:58:17: So ein kleines Diorama, wo auch ein Stein überwachsen wird und so stelle ich mir das vor.

00:58:23: Oder so eine große, so eine Glasblase, wo du dein eigenes Biotop

00:58:29: drin hast.

00:58:29: Das hätte ich auch gerne.

00:58:30: Wie

00:58:31: heißen die Dinger nochmal?

00:58:32: Biosphäre?

00:58:33: Ja, das wäre auch geil.

00:58:37: Das ist auch geil, ja.

00:58:39: Aber ich, einer unserer Doktoranden hatte mal so ein Ding und hat mir davon erzählt und das war irgendwie, der war nicht so, also der war jetzt nicht so wahnsinnig angetan davon.

00:58:49: Weil es halt doch mehr Arbeit ist, als man denkt.

00:58:51: Nee, machen kann es ja nix, ne, ist ja wirklich geschlossen, aber irgendwie, ich weiß gar nicht, der sagt, das wär nicht so spannend gewesen irgendwie.

00:59:03: Aber die, wahrscheinlich gibt es auch Biosphären in unterschiedlichen Komplexitäten, also du könntest ja auch... Ist ja wahrscheinlich

00:59:10: viel Leben

00:59:11: du da drin hast.

00:59:12: Genau, ob

00:59:12: du da noch ein Tier drin haben willst oder so.

00:59:14: Du kannst alternativ einfach mal in einen der Rucksäcke deiner Kinder gucken, wenn die von der Schule kommen und da noch ein Pausenbrot drin ist.

00:59:21: Ja, nach jedem Scheiß Ferien schmeiß ich hier Brotdosen weg, weil sich Leben entwickelt hat.

00:59:28: Weil

00:59:29: sich eine Biosphäre darin entwickelt hat.

00:59:33: Diese Biosphären sehen aber nicht aus, als wären sie im Gleichgewicht, sondern die sehen schon noch so aus, als wären sie Raumgreifen.

00:59:40: Die wollen noch mehr erobern.

00:59:44: Na gut, das war Thema Nummer eins.

00:59:46: Schön.

00:59:48: Genau, Thema Nummer zwei machen wir jetzt noch nicht.

00:59:51: Wir machen noch einen kleinen Snack, den wir noch aufgetan haben.

00:59:55: Der ist auch schön, nämlich der Batman-Effekt.

00:59:59: Was

00:59:59: ist der Batman Effekt?

01:00:00: Hast

01:00:00: du davon gehört?

01:00:01: Nein, ich habe es nicht mitgekommen.

01:00:03: Ich habe mitgekommen, dass es irgendwie so ein bisschen rumgegangen ist in der letzten Woche hier und da.

01:00:07: Aber ich habe es, als ich gesehen habe, dass es im Sendungsplan stand, mit Absicht nicht gelesen.

01:00:11: Das finde ich gut von dir.

01:00:12: Geht zurück auf eine Studie, die trägt den Titel Unexpected Events and Pro-Social Behavior, The Batman Effekt.

01:00:20: Die haben sich angeguckt, übrigens ignobbelpreisverdächtig, ohne Zweifel.

01:00:25: Die haben sich mal angeguckt, ob ein ungewöhnliches Ereignis, das war hier eine Person, die verkleidet war als Batman, dazu führt, dass Menschen in Alltagssituationen altruistischer handeln.

01:00:40: Hilfsbereiter, würde ich jetzt mal so sagen.

01:00:42: Ich

01:00:42: würde sagen, weiß ich nicht, helf ich der Oma über die Straße, wenn Batman zuguckt?

01:00:47: Ja,

01:00:47: absolut so, ja.

01:00:48: Es ging nicht um Straßen und rüberführen, sondern es war eine andere sehr klassische Situation, nämlich die haben sich eine U-Bahn angeguckt und haben eine schwangere, oder scheinbar schwangere, die waren nicht schwanger, aber die sah so aus, die hatte einen dicken Bauch, eine schwangere Frau.

01:01:06: einsteigen lassen und haben sich angeguckt, ob Menschen dieser Frau einen Sitzplatz anbieten.

01:01:13: Mal ohne Batman, der mit eingestiegen ist und mal ohne Batman.

01:01:20: Also einmal mit, einmal ohne Batman.

01:01:23: Wie haben Sie die Studie gemacht?

01:01:26: Also die Studie hat stattgefunden in Mailand, in der Metro von Mailand und die Kontrollbedingungen war das, was ich gerade gesagt habe, eine Frau mit Schwangerschaftsbauch, keinem echten, ist in den Waggon eingetreten und ein Beobachter war dabei, der sollte halt notieren, was passiert.

01:01:41: Aber sonst keine Auffälligkeit.

01:01:43: Das war die Kontrollbedingung.

01:01:44: Die Experimentalbedingung war, wieder die Frau steigt ein mit dem Schwangerschaftsbauch und zusätzlich ein als Batman verkleideter Mann in den gleichen Waggons, aber ohne Bezug zu Frau.

01:01:56: Also die haben nicht miteinander interagiert.

01:01:59: Und das haben sie beobachtet.

01:02:01: Und zwar haben sie insgesamt hundertdreißig Fahrten gemacht, siebzig Kontrollfahrten und achtensechzig Experimentalfahrten, wo Batman dann dabei war.

01:02:09: Und dann haben sie geguckt, wie viele Leute steigen auf, bieten den Platz an.

01:02:13: Und wenn möglich haben sie danach noch mit dem Sitzspender, den haben sie dann noch interviewt und gefragt, ob diese Person Batman denn wahrgenommen hat.

01:02:25: Ja, und das Ergebnis ist echt krass, denn ohne Batman, was glaubst du, wie viele Leute bieten der schwangeren Frau einen Sitzplatz an?

01:02:33: Was würdest du so sagen?

01:02:35: Boah, ich hätte gesagt so, weiß ich nicht.

01:02:38: Irgendwas zwischen siebzig und achtzig Prozent.

01:02:40: Oh wow, okay, ne, ist zu viel.

01:02:42: Echt?

01:02:42: Echt?

01:02:42: Ja, sieben, dreißig, sieben Prozent, ja.

01:02:46: Was?

01:02:46: Was ist aus der Jugend von heute geworden?

01:02:50: Ja, aber du bist nah dran, aber nicht für den Fall, wo kein Batman eintritt, kann ich dir schon mal sagen.

01:02:57: Normalerweise stehen siebendreißig, sieben Prozent auf und bieten der schwangeren Frau einen Sitzplatz an.

01:03:02: Es sei denn, Batman ist dabei, dann stieg dieser Wert auf siebensechzig, zwei Prozent.

01:03:10: Also von siebendreißig auf siebensechzig.

01:03:14: Interessanterweise, die haben sie dann noch interviewt, haben von diesen sieben, sechzig, zwei Prozent, haben vierzig Prozent gesagt, dass die Batman gar nicht wahrgenommen hätten.

01:03:25: So, und jetzt haben wir einfach mal die Beobachtung.

01:03:29: Also wenn Batman mit einsteigt, der nichts mit der schwangeren Frau zu tun hat, werden mehr Sitzplätze freigegeben.

01:03:37: Und jetzt ist die Frage, was ist die Interpretation?

01:03:40: und die Forschenden sagen hier, möglicherweise gibt es hier so ein Effekt, dass man gedanklich durch das unerwartete Ereignis, nämlich da steht ein Batman auf einmal, dass die gedanklich so aus ihren Gewohnheiten gerissen werden und dann aufmerksamer sind und dass damit dann auch die Empathie steigt.

01:04:01: Also Ist jetzt nicht so, dass die Leute Batman sehen und sagen, Batman ist mein Held, ich muss jetzt auch was Gutes tun, sondern sie fühlen es eher so darauf hinaus, hier passiert irgendwas Ungewöhnliches und du bist einfach aufmerksamer dann auf dein Umfeld und dann sagst du so, okay, da ist eine schwangere Frau, ich biete ihr mal den Platz an.

01:04:22: Das ist wie ein bisschen wie in der Werbepsychologie, dass Leute in irgendeiner Form aktiviert werden durch ein Ereignis oder ähnliches.

01:04:29: Das muss nicht mal positiv sein, also irgendwie zum Kauf anregen oder ähnliches, sondern einfach nur aktiviert werden, also in irgendeiner Form.

01:04:38: Genau, da sind wir so ein bisschen ja schon fast an der Grenze von dem Paper, weil das haben sie ja nicht hier untersucht in dem Fall.

01:04:44: Aber du hast natürlich völlig recht, dass es aus anderen Situationen natürlich bekannt, also zum Beispiel in der Werbung, also dass man Leute irgendwie erstmal catchen muss mit irgendwas Ungewöhnlichem, irgendwas muss passieren, damit du die Aufmerksamkeit hast.

01:04:58: Aber hier wurde das genau jetzt nicht untersucht, weil genau das könnte man jetzt fragen.

01:05:03: Was lernen wir denn da jetzt raus?

01:05:05: Also Städte könnten sich jetzt sagen oder Organisationen könnten sich erst sagen, okay, vielleicht können wir diese ich sage jetzt mal positiven Überraschungen

01:05:14: nutzen,

01:05:15: um Gemeinschaft zu fördern oder Hilfsbereitschaft zu fördern oder so was.

01:05:22: Aber da sind wir im Prinzip an der Grenze dieses Papers, weil man weiß jetzt nicht.

01:05:31: Zum Beispiel wird hier noch nicht ein kultureller Bezug zu Batman untersucht.

01:05:36: Würde das jetzt auch funktionieren, wenn du in irgendeiner Stadt wärst, wo Batman gar nicht so bekannt ist.

01:05:41: Oder irgendein anderes Ereignis, dass das nicht Batman ist.

01:05:44: Irgendwie weiß ich nicht.

01:05:47: Genau.

01:05:48: Dass das Licht für fünf Sekunden ausfällt

01:05:50: oder so.

01:05:51: Genau.

01:05:52: Oder jemand telefoniert sehr laut, irgendwas was dich nervt.

01:05:55: Oder da kommt ein Clown rein.

01:05:57: Weil das wär natürlich so ähnlich wie Batman.

01:06:00: Genau, würde sowas auch reichen.

01:06:03: Was auch komisch war, war ja irgendwie, dass die Leute gesagt haben, sie haben zum Groß, oder ja, vierundvierzig Prozent, haben gesagt, sie haben Batman gar nicht wahrgenommen.

01:06:13: Also, das ist ja dann auch irgendwie ein bisschen komisch.

01:06:15: Wirkt dieser Effekt unbewusst, das muss man halt auch noch mal näher untersuchen.

01:06:23: Genau.

01:06:24: Und die Frage ist auch gar nicht so klar, ob ... Verhalten, was hier beobachtet wird, ob das wirklich prosozialer ist.

01:06:33: Also willst du wirklich was altruistisch Gutes tun für deine Mitmenschen?

01:06:38: Oder machst du etwas, was sozialer Wünschter ist?

01:06:43: Also ist ja auch nochmal eine interessante Unterscheidung, was die Leute eigentlich dazu veranlasst.

01:06:52: Genau, aber... Da muss man noch mal weiter untersuchen, aber das war irgendwie schon überraschend, sag ich mal, dieser Batman-Effekt, dass er so deutlich ist.

01:07:01: Ja, hätte

01:07:01: ich auch nicht gedacht.

01:07:02: Ich hätte es gesagt, ein paar Prozent vielleicht, wenn der Toch kommt.

01:07:04: Aber von sieben, dreißig auf sieben, sechzig Prozent ist er schon krass.

01:07:10: Ich nehme mal an, dass die Studie ansonsten andere Effekte ausgeblendet hat und so.

01:07:14: Also das wird die gleiche Linie, gleiche Tag, gleiche ... Zeit und so gewesen sein.

01:07:19: Ist ja bei so echten Exponenten immer schwierig.

01:07:25: Nach Möglichkeit wahrscheinlich schon, aber ich weiß es nicht.

01:07:30: Aber ein witziger Effekt.

01:07:32: Ein witziger Effekt, ja der Batman Effekt.

01:07:34: So

01:07:35: kommt der in anderen Studien bestätigt werden kann.

01:07:37: Ansonsten müsste man halt so durch Städte mal Batman schicken oder andere.

01:07:44: Also noch Clowns, einfach nur Clowns, mehr Clowns überall.

01:07:48: Ich meine, bei Indiesener Land sind die Leute auch freundlicher wahrscheinlich.

01:07:51: Na gut, die haben auch Urlaub und wollen einen guten Tag haben.

01:07:53: Deswegen sind es wahrscheinlich schon weniger aggressiv.

01:07:56: Aber da laufen ja auch die ganze Zeit diese ganzen Kartonfiguren rum.

01:08:00: Stimmt.

01:08:02: Du warst noch nie bei Indiesener Land, oder?

01:08:05: Nee, ich war noch nie in Indiesener Land.

01:08:06: Ich war zwar mal in Orlando tatsächlich, aber in Indiesener Land haben wir ausgelassen.

01:08:12: Wir waren nur bei der NASA.

01:08:16: Aus dem Grund, wir hatten überlegt, ob wir uns Disneyland auch angucken wollen, haben dann in unserer Reisekasse geguckt und haben dann auf der Homepage von Disney World gesehen, was Disney World kostet und haben dann gesagt, ne, kommen wir wieder, holen uns ein Mietwagen und fahren nur runter Richtung Miami und machen Abstecher bei der NASA.

01:08:34: Ja, genau.

01:08:35: Wenn man die Abwägung macht, kann man das glaube ich nachvollziehen.

01:08:38: Ja.

01:08:40: Also ich bin vom Glauben abgefallen, als ich gesehen hab, was das kostet.

01:08:45: Mir war bis dahin auch gar nicht so richtig bewusst, dass Disney World nicht ein Park ist, sondern mehreren.

01:08:50: Ja, ja.

01:08:51: Und du für jeden einzelnen bezahlst im Grunde.

01:08:57: Na ja.

01:08:58: Gut, was hast du uns schönes mitgebracht?

01:09:02: Ich habe uns The Big Five mitgebracht.

01:09:04: The Big Five?

01:09:06: The Big Five.

01:09:07: Jetzt bin ich mal gespannt.

01:09:09: Wo ist mir Big Five schon mal begegnet?

01:09:12: Wahrscheinlich

01:09:13: gibt es in verschiedenen Bereichen.

01:09:18: Die Big Five sind die großen Wildtiere in Afrika, glaube ich.

01:09:21: Ja, zum

01:09:22: Beispiel.

01:09:22: Löwe, Elefant, Nassorn, Büffel und Leopard.

01:09:26: Geht es da drum in deinem Thema?

01:09:27: Nein,

01:09:28: das geht es nicht.

01:09:29: Da muss

01:09:29: ich noch was anderes an Big Five.

01:09:32: Der hat es dir noch mal begegnet, weil du garantiert ein Buch in die Richtung gelesen hast.

01:09:35: Da bin ich mir relativ sicher.

01:09:37: Dann geht es um hohe berge oder?

01:09:40: Ja bestimmt da gibt es bestimmt auch die big five aber die meine ich auch nicht.

01:09:47: Ich glaube aber schon weil ich glaube dass du dass du bücher in diese richtung dich interessieren zumindest.

01:09:54: Kannst du eigentlich nur um sport gehen?

01:09:57: Sport oder was sonst

01:10:01: noch?

01:10:02: Ich interessiere doch gar nichts außer Sport.

01:10:05: Nein, überhaupt nicht.

01:10:06: Ich interessiere nur Sport.

01:10:07: Und

01:10:07: Wissenschaft natürlich auch eigentlich auch.

01:10:08: Ja, genau.

01:10:09: Aber so ein bisschen auch optimiere ... Nee, ich will jetzt nicht sagen Selbstoptimierung, aber so ... Es geht um Persönlichkeitspsychologen.

01:10:16: Ah,

01:10:17: ja, da sind so Charaktertrades.

01:10:19: Genau, ja, ja.

01:10:20: Ja, natürlich,

01:10:21: ja.

01:10:21: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus, mein Gott.

01:10:29: Ja, das sind auch noch die Big Five.

01:10:31: Aber auch um die geht es hier nicht.

01:10:32: Es geht um andere Big Five.

01:10:36: Und zwar welche, die erst in dieser Studie gefunden wurden quasi.

01:10:42: Also die bekannten Big Five, also Big Five bezieht sich auf alles möglich.

01:10:45: Ich fand das nur sehr schön als Thema, als Titel für das Thema.

01:10:49: Denn es passt hier wirklich, wirklich gut.

01:10:50: Denn hier ist gemeint die Entwicklung unseres Gehirns.

01:10:55: Denn, ich nehme das als Spoiler direkt vorweg, eine Studie hat herausgefunden, dass sich die Entwicklung unseres Gehirns nicht kontinuierlich abspielt, sondern in fünf Stufen einteilen lässt.

01:11:08: Im Laufe unseres Lebens.

01:11:12: Man weiß ja z.B.

01:11:13: schon, dass sich im Laufe unseres Lebens das Gehirn verändert.

01:11:16: Also gerade in jungen Jahren lernt man schneller.

01:11:21: Man sagt ja, was Hänzchen nicht lernt, lernt Hans nie mehr.

01:11:25: Also Kinder können viel schneller und besser lernen, als wir jetzt in unserem Alter.

01:11:30: Außerdem merken wir auch selbst, dass wenn wir älter werden, unsere Leistungsfähigkeit vom Gehirn zum Beispiel nachlässt auch.

01:11:40: Würdest du sagen, dass du davon in deinem Alter was merkst, dass du früher in irgendwas besser oder schneller warst?

01:11:51: Also abgesehen von der Lernfähigkeit jetzt, da würde ich glaube ich sagen, sind alle, die das Kind oder Jugendlichen Alter verlassen haben, merken, dass sie es ihnen heute schwerer fällt, Sachen zu lernen als Kind oder Jugendlicher.

01:12:02: Aber sonst?

01:12:04: Ja, also das merkst du, insbesondere wenn du Kinder hast.

01:12:07: Wenn du den Kindern eine Gitarre in der Hand gibst, dann wirst du erstaunt, wie schnell die Gitarre lernen oder so.

01:12:12: Und du selbst brauchst da ewig noch um irgendetwas.

01:12:15: Oder ich hab ja dann irgendwann versucht, kraulen zu lernen und konnte dann auch kraulen.

01:12:19: Aber das hat einfach ein Jahr gedauert oder so.

01:12:22: Ja.

01:12:22: Man sieht diese Bewegung.

01:12:23: Es ist ja keine, du würdest ja nicht sagen, die wahnsinnig komplexe Bewegung, aber... Schlimm, als Kind schmeißt du die Kinder rein und die können dann zwei Wochen spüchen.

01:12:32: Ja, ja, genau.

01:12:33: Also in jungen Jahren ist unser Gehirn noch sehr wandelungsfähig und sehr plastisch, wenn man das so sagen möchte, was aber auch dazu führt, dass gerade die Zeit unglaublich wichtig ist für die Entwicklung und Störungen in der Zeit, also dann in der Gehirnentwicklung weitreichende Folgen haben können.

01:12:48: Also wenn du jetzt von Big Five sprichst, dann meinst du fünf große Umbrüche in der Gehirnentwicklung?

01:12:55: Ja.

01:12:58: Das ist interessant.

01:13:00: Ich habe über eine, also auf fünf komme ich auf gar keinen Fall, aber gut.

01:13:06: Bin ja auch noch in der Mitte meines Lebens, vielleicht kommen ja auch noch welche.

01:13:09: Aber ich könnte jetzt nicht irgendwie sagen, also die wird ja irgendwo in der Kindheit und Jugend wird ja irgendwo wahrscheinlich einer der Big Five-Umbrüche sein, vermutlich.

01:13:19: Aber

01:13:20: richtig, genau.

01:13:21: Da kommt man ja schon, wenn man ein bisschen drüber nachdenkt, selber sehr schnell drauf, dass sich irgendwie Jugendpuppetät oder Kindheit schnell, also da irgendwas verändert, dass es kein Linearer verlauft, die Entwicklungen unseres Gehirns und dann macht Sprünge.

01:13:35: Da könnte ich dir jetzt gar nicht so ein Punkt sagen, wo ich sagen würde, ja hier mit zwölf da ist irgendwas passiert.

01:13:40: Ja, mit sechs oder mit drei oder so.

01:13:43: Da würde mich jetzt schwer tun.

01:13:44: Aber ich habe in letzter Zeit immer mal darüber nachgedacht, was ich sagen würde, wann

01:13:49: ich

01:13:50: sagen würde, da war ich.

01:13:53: Die Person, die ich jetzt bin, so, ne?

01:13:55: Also irgendwie so, weil ich war mit achtzehn oder neunzehn oder zwanzig war ich nicht diese Person.

01:14:00: Als ich Abitur gemacht habe, beobachte bei meinem Sohn halt gerade, der ist gerade in der Oberstufe und da denkt man ja so als in der Oberstufe, oh, ich bin jetzt schon so erwachsen und so.

01:14:09: Erzähl das

01:14:10: Studium an.

01:14:11: Genau.

01:14:11: Aber wart ja einfach nicht.

01:14:13: Da war ich einfach immer noch dieser jugendliche ... spring ins feld so

01:14:19: mit anfangen zwanzig und so

01:14:21: lange und deswegen habe ich genau darüber nachgedacht und hab so gedacht.

01:14:25: Wann war denn so und ich?

01:14:27: dann habe ich so überlegt vielleicht mit dreißig oder so.

01:14:31: da bin ich irgendwie so die person geworden und die bin ich auch geblieben.

01:14:34: Also ich würde vermuten einer dieser big five brüche.

01:14:38: Könnte irgendwo da liegen, wo man so sagt.

01:14:41: Das ist

01:14:41: gut.

01:14:42: Das ist echt gut.

01:14:43: Weil da habe ich wirklich drüber nachgedacht und wenn du jetzt noch da Evidenz hinlegst, freue ich mich da sehr drüber.

01:14:50: Ja, das ist sehr gut.

01:14:52: Diese Sache, die du schon gesagt hast, mit achtzehn ist man eigentlich noch ein anderer Mensch, auch mit Anfang zwanzig und so weiter noch.

01:14:59: Das macht sich ja sogar in unserem Rechtssystem bemerkbar.

01:15:02: Nur weil du volljährig bist, gerade so in jungen Jahren mit zwanzig, einzwanzig oder so heißt das nicht, dass du zwingend nach erwachsene Maßstaben auch verurteilt wirst.

01:15:12: Du kannst auch mit über zwanzig noch nach Jugendstrafrecht

01:15:16: verurteilt

01:15:16: werden, wenn du zum Beispiel gesagt dass du die entsprechende Reife noch nicht

01:15:21: hast.

01:15:22: Also dass du, weiß ich nicht, Entwicklungsgestört oder ähnliches bist oder halt nicht weit genug entwickelt, kannst du auch, wenn du volljährig bist, noch nach Jugendstrafrecht.

01:15:31: Aber

01:15:34: ich bin selber kein Jurist, aber ich glaube bis ein zwanzig oder dann macht sogar irgendwann noch halt ein Gutachten.

01:15:41: halt fällig aber du kannst durchaus auch und ich glaube das nicht nur in unserem rechtssystem ich glaube das relativ verbreitet dass du auch als junger erwachsener immer noch nach jugendstrafenrecht verurteilt werden kannst.

01:15:53: Das paper also genau die forscher hier haben sich mal angeguckt wo denn diese sprünge liegen und das jetzt nicht mit wir gucken mal also jetzt nicht irgendwie umfragen gemacht oder so sondern wirklich.

01:16:06: Versucht physiologisch herauszufinden, ob es Änderungen im Gehirn gibt in gewissen Abschnitten unseres Lebens, die man wirklich messen kann.

01:16:15: Und das Ganze haben die Forscher gemacht mit Diffusion Imaging und einem Datensatz von viertausend zweihundertsechzehn Personen oder beziehungsweise Datensätzen im Alter von null bis neunzig Jahren.

01:16:28: Aber erklärst du uns noch, was Diffusion

01:16:31: Imaging

01:16:31: ist oder müssen wir das wissen?

01:16:34: Nee, das mache ich gleich, aber der Name ist schon sehr sprechend.

01:16:37: Da komme ich aber gleich zu.

01:16:39: Das Paper hat den Titel Topological Turning Points Across the Human Lifespan.

01:16:44: Erschien ist das Nature Communications am fünfundzwanzigelften von Forschern aus UK und den USA.

01:16:51: Kommen wir auf die Frage zurück.

01:16:52: Was ist diffusion imaging und was kann das?

01:16:55: Was macht man damit?

01:16:57: Genauer ist das Diffusion MRI, also Diffusions MRI.

01:17:03: oder MRI und MRT ist das gleiche, oder?

01:17:08: Weil ich gerade immer das eine ist die Magnetresonanz, Tumografie und das andere ist Magnetresonanz, Imaging.

01:17:17: Sagen wir so, Sie haben MRI benutzt.

01:17:20: Also wird am Ende in die gleiche Richtung gehen.

01:17:24: Denn was misst man damit?

01:17:25: Mit den Fusion MRI misst man, wie sich Wassermoleküle im Gewebe fortbewegen.

01:17:35: Man erfasst die Diffusionsrichtung und die Diffusionsgeschwindigkeit vom Wasser im Gewebe.

01:17:41: Und das Wasser folgt dabei halt den biologischen Strukturen, also jetzt nicht nur Venen, Adern oder sonstigen, sondern wirklich auch kleinen Strukturen, zum Beispiel Nervenbahnen und so, weil es wirklich um einzelne Wassermoleküle geht.

01:17:54: Und das macht man dann mit irgendwelchen Kontrasten mitteln oder weißt du wahrscheinlich nicht.

01:17:59: Das weiß ich leider nicht.

01:18:00: Ich glaube, man macht es wirklich mit Wasser einfach.

01:18:03: Ich weiß es aber nicht,

01:18:04: da bin ich raus.

01:18:05: Der Körper besteht da immer aus Wasser.

01:18:06: Ja,

01:18:08: ja, schon, aber wahrscheinlich kannst du, ja wahrscheinlich machen wir, ja höchstwahrscheinlich machen wir es mit einem Kontrastmittel.

01:18:14: Ich weiß es leider nicht.

01:18:15: Egal.

01:18:16: So genau habe ich es nicht angeguckt, weil darum geht es in der Studie auch nicht.

01:18:20: Also das Wichtige an der Geschichte ist mit dieser Technik, also mit diesem Diffusion Imaging, kann man sich die Diffusionsrichtung und Geschwindigkeit von Wasser angucken und dadurch sehr hoch aufgelöst gerade Hirnsubstanz abbilden.

01:18:38: Denn in grauer Hirnsubstanz diffundiert Wasser relativ frei in alle Richtungen, in weißer Hirnsubstanz, verläuft das vor allem entlang der Nervenfasern.

01:18:48: Weil es sich entlang der Nervenfasern bewegen kann, aber senkrecht dazu quasi ausgebremst wird.

01:18:55: Das heißt, man kann damit im Gehirn sehen, wie die Nervenfasern verlaufen und wie die sich bündeln und wie die einzelne Areale miteinander verbinden.

01:19:06: Also man kann damit vom Gehirn die Struktur, den Zustand, die Organisation, die Vernetzung lokaler und globaler Bereiche sichtbar machen.

01:19:18: Ja.

01:19:20: Und wenn man sich vorstellen kann, das ist ein riesiger Haufen Daten, also man kann wirklich die einzelne Nervenfasern und Bündelungen sich damit angucken und Vernetzung.

01:19:28: Und genau das wird in dem Paper hier genutzt.

01:19:31: Man guckt sich die Scans, also diese strukturellen Scans von den Personen an und versucht die zu messen und die einzelnen Gebiete und Vernetzungen halt zu kategorisieren bzw.

01:19:43: zu charakterisieren.

01:19:45: Das Ganze mit einem Datensatz von viertausend zweihundertsechzehn Messungen.

01:19:49: wobei man sagen muss, dass dieser große Datensatz, das ist wie häufig in der Medizin, da gibt es ja große Datensätze, deren von mehreren Studien ausgewertet werden.

01:19:57: Also die, man greift so darauf zurück, man sagt, das ist der So-und-So-Datensatz und der wurde in unserer Studie ausgewertet für X-Y-Zykon.

01:20:06: Ja.

01:20:07: Und hierbei wurden aus dem Datensatz alle Scans rausgeschmissen, die zum Beispiel doppelt waren.

01:20:14: Also wenn eine Person zweimal gescannt wurde, in verschiedenen ... Also in verschiedenen Tagen oder ähnliches, also Doppelungen wurden rausgeworfen, Scans mit nicht ausreichender Qualität wurden rausgeworfen, also wenn man nicht genug gesehen hat von den Strukturen, Leute, die an irgendwelchen Krankheiten, also Krankheiten, die das Gehirn betreffen leiden, wurden rausgeworfen, atypische Entwicklungen wurden rausgeworfen.

01:20:40: verblieb am Ende aber immer noch ein Datensatz von in Summe, ... ... drei tausend achthundert und zwei Personen.

01:20:48: Okay, was ist

01:20:49: ... ... mit eins drauf nimmt?

01:20:50: Das ordentlich, würde ich sagen.

01:20:52: Ja, auch wenn es sich über halt die gesamte Lebensspanne von null bis neunzig Jahren ... ... ähm ...

01:20:58: Gut, aber du willst ja auch so richtig, ne?

01:20:59: Du willst ja unterschiede

01:21:02: in den Alters.

01:21:03: Genau, das will es halt haben.

01:21:04: und da sind drei tausend acht hundert Messungen vor allem weil sie relativ aufwendige Messungen sind doch ordentlich würde ich sagen.

01:21:12: Was wurde mit den Daten gemacht?

01:21:13: also wie wurden die ausgewertet?

01:21:15: mit den also mit verschiedenen Methoden wurde aus diesem Datensatz die Struktur des Gehirns im Grunde rekonstruiert.

01:21:28: und in fünf achtzig Regionen eingeteilt.

01:21:31: Also ein bisschen kartografiert, kann man sagen und verschiedene Bereiche benannt oder definiert für den späteren Verlauf der Studie.

01:21:40: Dann wurden die Daten normiert und gewichtet, damit die verschiedenen Personen vergleichbar sind.

01:21:48: Also, man kann sich vorstellen, eine große, schwere Person oder eine groß gewachsenen Person hat ja mehr Gehirnmasse als eine kleine Person, was nicht bedeutet, dass die weniger vernetzt ist oder ähnlich ist.

01:22:00: Also, man will die irgendwie vergleichbar haben und dafür wurden die Daten normiert und gewichtet, so dass die verschiedenen Personen in ihrer Entwicklung vergleichbar sind.

01:22:12: Für jede der Personen wurden dann aus diesen Daten, damit das irgendwie greifbar ist, zwölf Stande, also wurden zwölf standardisierte Kennwerte dieser Vernetzung berechnet und zwar sowas wie Effizienz, also lokale und globale Vernetzung, Clustering, Modularität und noch ein paar andere.

01:22:30: Ich habe jetzt nicht alle rausgeschrieben.

01:22:32: Aber also man kann sich vorstellen, man hat diese Masse an Daten.

01:22:37: und reduziert die auf zwölf Kennwerte, die diese Daten charakterisieren.

01:22:42: Da das immer noch relativ viel ist, um das ein bisschen handlicher zu machen, um darin ein Muster zu erkennen, wurde das Ganze noch ein bisschen mathematisch bearbeitet, und zwar mit einer Methode, die heißt UMAP.

01:22:58: Das steht für Uniform Manifold Approximation and Projection.

01:23:03: Das ist ein mathematischer Faltungsalgorithmus, der die Dimension der Datenmenge verringert.

01:23:09: Also der analysiert im Grunde die große Datenmenge und machte darin liegende Strukturen sichtbar.

01:23:19: Kann man sich ein bisschen, also der vereinfachte die Daten, dass man nicht mehr so eine riesige Datenmenge hat, aber die wesentliche Struktur noch erkennbar ist oder drin bleibt.

01:23:28: Man kann sich das, also ich hätte gesagt, man kann sich das ein bisschen vorstellen wie eine SIP Datei, wobei bei einer SIP-Datei keine Daten verloren gehen, also eine SIP-Datei ist ja eine verlustfreie Komprimierung während dieser Faltungsalgorithmus halt durchaus Daten wegschmeißt und die aber auf die wesentliche Struktur reduziert.

01:23:47: Ich habe mal nach Beispiel dafür gesucht, wie man das vergleichen kann.

01:23:52: Ein Beispiel, das ich gefunden habe, war, dass es so, als ob man ein zerknültes Blatt Papier hat.

01:24:00: und aus den Messpunkten des knüllten Blattpapiers die Form des ursprünglichen Blattes raus extrahieren möchte.

01:24:11: Also ohne das Blatt dabei kaputt zu machen.

01:24:14: heißen gibt das ein besserer vergleicht.

01:24:15: Ich finde den mit der sieb Datei auch nicht.

01:24:17: Ja, das

01:24:17: ist gut.

01:24:20: Aus den dann reduzierten Daten wurde geguckt, ob man, also mit verschiedenen statistischen Modellen, ob man vereinfachte Daten, Blöcke beziehungsweise Abschnitte identifizieren kann.

01:24:31: Also gibt es Entwicklungsschritte.

01:24:34: Ich habe das ja schon vorweggenommen, dass es welche gibt, aber Ergebnis offen war ja hier erstmal die Frage, ob es welche gibt.

01:24:42: Also sie sind ja nicht davon ausgegangen, dass es welche gibt, sondern erstmal geguckt, ob es Entwicklungsschritte gibt und ob man in den Daten solche Entwicklungsabschnitte finden kann.

01:24:55: Und das kann man, und zwar fünf Stück, die relativ deutlich sind.

01:25:00: Und zwar einmal in der Kindheit von null bis neun Jahren.

01:25:05: Dann junge Erwachsene, wenn man das so nennen möchte, von neun bis zweiunddreißig.

01:25:11: Oh, okay, da ist es mal.

01:25:13: Ja,

01:25:13: alte Erwachsene von zweiunddreißig bis sechsundsechzig, dann die Senioren von sechsundsechzig.

01:25:19: Da passiert gar nichts mehr dazwischen.

01:25:21: Ja, gar nichts nicht.

01:25:22: Okay.

01:25:22: Also

01:25:23: es ist nur, das sind jetzt Abschnitte, in denen sich, das heißt nicht, dass sich das Gehirn dann nicht entwickelt, aber die Art der Entwicklung ändert sich von Abschnitt zu Abschnitt.

01:25:34: Senioren von sechsensechzig bis dreieinachtzig und sehr alte Leute von dreieinachtzig an aufwärts.

01:25:41: Wir können uns die einzelnen Bereiche mal ein bisschen genauer angucken.

01:25:44: das haben die hier mich auch gemacht.

01:25:45: also wodurch zeichnen sich die Bereiche aus?

01:25:48: und wie charakterieren charakterisieren die sich?

01:25:50: und da kommen wir zu dem was du gerade gesagt hast.

01:25:54: Du hast schon recht da passiert nicht viel.

01:25:56: das ist eine Charakteristik dieses Abschnenzen.

01:26:00: Aber fangen wir mal vorne an, null bis neun Jahre.

01:26:02: Ganz am Anfang hat unser Gehirn direkt nach der Geburt einen Überschuss, kann man sagen, an Synapsen, also unglaublich viele, um mit den ganzen neuen Eindrücken zurechtzukommen und den irgendeiner Weise zu bearbeiten.

01:26:14: Und direkt nach der Geburt beginnt ein kompetitiver Abbau und eine Strukturierung des Gehirns.

01:26:22: Also die Sachen, die gebraucht werden, werden ausgebaut und alles andere an Synapsen wird abgebaut.

01:26:28: Also es bilden sich erste

01:26:29: Strukturen,

01:26:31: kann man so sagen.

01:26:31: Also die Konsolidierung, wenn man so möchte.

01:26:34: Du hast am Anfang halt wie so ein Templat, da ist alles möglich und dann schreibst du halt Dinge drauf und was du da nicht brauchst, geht weg.

01:26:41: Okay.

01:26:42: Genau.

01:26:43: Dann, das ist null bis neun.

01:26:46: Also die kindliche Entwicklung.

01:26:47: Deswegen lernen die halt auch unfassbar schnell in dem Alter.

01:26:52: Dann ab neun Jahren mit den Anfängen der Pubertät, wo sich der Hormonhaushalt ändert, das hat halt auch massive Auswirkungen aus Gehirn.

01:27:01: Da werden die Kommunikationsnetzwerke des Gehirns optimiert.

01:27:04: Das heißt, wichtige Gehirnbereich oder wichtige Gehirnzentren werden durch effektive, schnelle Leitungen mehr miteinander verbunden.

01:27:16: Und parallel dazu nimmt auch die Vernetzung innerhalb dieser Gebiete, also dieser Zentren zu.

01:27:23: Das heißt, wir, unser Gehirn ist dann an einem Punkt angekommen, wo einzelne Bereiche sich schon ausgebildet haben, die für verschiedene Sachen zuständig sind.

01:27:34: Die werden in sich besser vernetzt, aber auch vor allem die globale Vernetzung untereinander wird effizienter und stärker.

01:27:43: Und einer der Forscher hat hier, das ist ein Zitat aus dem Artikel, den ich gelesen habe, hat gesagt, die Jugendzeit ist der einzige Prozess des Lebens, also neun bis dreißig, in der diese Effizienz der Vernetzung zunimmt.

01:27:56: Das neutrale Netzwerk verknüpft sich nun immer stärker global, entwickelt aber auch mehr lokale spezialisierte Zentren.

01:28:04: Also man kann sagen, im Alter von neun bis dreißig ist das ist die Zeit.

01:28:09: ... die uns prägt auch.

01:28:11: Also unsere Persönlichkeit prägt.

01:28:16: Danach, ab zweiunddreißig, haben

01:28:19: wir

01:28:20: sozusagen die höchste ... ... Ausbaustufe unseres Gehirn erreicht.

01:28:24: Also mit zweiunddreißig.

01:28:26: Danach geht es bergab.

01:28:29: Und zwar ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab

01:28:31: ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab ab

01:28:51: ab ab ab ab ab ab ab ab

01:28:53: ab Genau, mit leichten Gefällen.

01:28:54: Es gibt wenige, langsame, komplexe Veränderungen.

01:28:58: Aber es kommen keine mehr dazu.

01:29:00: Also die ersten lobalen

01:29:02: Vernetzung werden langsamer gebaut.

01:29:03: Aber Hochplato gefällt

01:29:03: mir besser als Abbau.

01:29:05: Ja, aber trotzdem, ja, aber es beginnt ein leichter Abbau.

01:29:07: Also es ist ein Hochplato mit leichten Gefällen.

01:29:11: Ich hab

01:29:11: nur bis Hochplato gehört.

01:29:15: Ab sechsundsechzig,

01:29:20: also das beruhigt ja, dann habe ich ja ein paar gute Jahre vor mir.

01:29:23: Also bis sechsundsechzig hält es sich noch in Grenzen.

01:29:27: Okay, und ab sechsundsechzig?

01:29:29: Ab sechsundsechzig nimmt die globale Vernetzung deutlich ab, also nimmt weiter ab.

01:29:34: Die Regionen, die einzelnen spezialisierten Zentren, also gerade diese globale Vernetzung nimmt ab und diese spezialisierten Zentren arbeiten nicht mehr so gut zusammen.

01:29:45: Also die Modularität, also dass wir einzelne Gebiete haben, die nicht mehr miteinander reden, wenn man so möchte.

01:29:49: Die nehmen zu und das Netzwerk wird langsam nach und nach ausgedünnt.

01:29:56: Also die Vernetzung im Kopf.

01:29:57: Und ab drei in achtzig, kann man sagen, haben wir einen richtig deutlichen Abbau der Hirnstruktur.

01:30:02: Da sind einzelne Regionen, die dann ausfallen, auch nicht mehr ausgleichbar durch andere Regionen.

01:30:09: Also sonst ist das Gehirn ja ganz gut da drin.

01:30:12: Wenn irgendein Bereich nicht mehr so gut funktioniert, neue Verbindungen zu machen, um die auszugleichen und so.

01:30:19: Das ist ab dreiundachtzig nicht mehr der Fall.

01:30:22: Okay.

01:30:23: Aber das heißt dem Podcast kommen wir bis sechsundsechzig bis ich sechsundsechzig genau eigentlich noch machen.

01:30:27: Da wird man noch keine großen Ausfälle bei mir.

01:30:29: Ein leichten

01:30:30: Abfall.

01:30:31: Den kompensierst du aber.

01:30:35: Ja, also man kann tatsächlich an der Gehirnstruktur relativ gut festmachen, dass wir nicht linear uns entwickeln, sondern verschiedene Stadien durchlaufen, in denen unser Gehirn kontinuiert, also dann nicht kontinuierlich, sondern fasenweise verschiedenen Arten des Ausbaus oder Abbaus durchmacht.

01:30:57: Interessant eigentlich.

01:30:58: Also auch

01:30:59: diese späten

01:31:00: Phasen finde ich ja irgendwie interessant, weil irgendwie... Also lange sind ja Menschen gar nicht groß älter geworden als sechsundsechzig.

01:31:07: Dass da irgendwie nochmal so eine Phase ist, wo du noch einigermaßen zusammenhältst.

01:31:12: Bis, was hast du gesagt, achtundachtzig oder?

01:31:14: Nee, bis

01:31:15: bis dreieinachtzig.

01:31:15: Man muss jetzt aber sich auch überlegen, dass die Leute, die untersucht wurden, ja schon unser aktuelles medizinisch, also dem ja schon unser aktuelles medizinisches System zugutekommen.

01:31:25: Das heißt.

01:31:27: Leute früher haben wahrscheinlich mit sechsundsechzig haben die Gehirne wahrscheinlich, also würde ich jetzt sagen anders ausgesehen, weil die halt anders medizinisch versorgt waren als Leute, die heute sechsundsechzig sind.

01:31:37: Ja ja, auch nicht nur anders medizinisch versorgt, sondern auch stimuliert.

01:31:41: Erlebensumstände.

01:31:41: Ja, und stimuliert

01:31:42: also genau.

01:31:42: Erlebensumstände,

01:31:42: also genau.

01:31:43: Erlebensumstände, also genau.

01:31:43: Erlebensumstände, also genau.

01:31:44: Erlebensumstände, also

01:31:45: genau.

01:31:45: Erlebensumstände,

01:31:45: also genau.

01:31:45: Erlebensumstände, also genau.

01:31:46: Erlebensumstände, also genau.

01:31:47: Erlebensumstände, also genau.

01:31:48: Erlebensumstände, also

01:31:49: genau.

01:31:49: Erlebensumstände, also genau.

01:31:50: Erlebensumstände, also genau.

01:31:50: Erlebensumstände, also genau.

01:31:51: Erlebensumstände, also genau.

01:31:52: Erlebensumstände, also

01:31:53: genau.

01:31:53: Erleb.

01:31:53: Ich finde in der Studie am interessantesten tatsächlich, dass es diesen ist.

01:31:55: Wo war die Studie?

01:31:56: in Amerika oder in Europa oder was?

01:31:59: Also die Forscher waren zum Großteil aus UK und einer aus den USA.

01:32:04: Ich habe jetzt nicht gesehen, wo der Datensatz herkam.

01:32:07: Weil ihr jetzt gerade so überrascht war, ist ein großer Umbuch.

01:32:12: Da ist natürlich auch so ziemlich rentene Eintrittsalter, hätte ich jetzt gesagt.

01:32:16: Also dass man da vielleicht auch irgendwie so... sich selbst überlassen wird und da sich dann auch vielleicht was widerspiegelt.

01:32:24: also du wirst nicht mehr gefordert irgendwie oder wenig weniger gefordert, dass man da auch eine Korrelation in die Richtung sieht vielleicht.

01:32:34: Kann auch sein.

01:32:35: Aber das weiß ich natürlich jetzt nicht.

01:32:40: Du guckst jetzt ins Paper.

01:32:42: Ich wollte gerade gucken, aber irgendwie lädt mein Rechner gerade nicht.

01:32:45: Ja gut, ist ja auch nicht so wichtig.

01:32:46: Also, die Renteneintrittsalter sind ja wahrscheinlich in allen Ländern ähnlich, sag ich jetzt mal.

01:32:51: Ich kann mal nachgucken, aber du willst noch jemand anderes dazu?

01:32:56: Ja, genau.

01:32:57: Für mich ist, also ich finde am Interessanten an der Studie diesen Sprung bei Zwei und Dreißig, dass so bei Anfang Dreißig noch mal so ein Wechsel ist, finde ich, finde ich sehr, sehr spannend, weil das ja genau das ist, was wir vorher schon ... gesagt haben, dass das so, na der Punkt ist, wo wir sagen, da merkt man doch noch mal einen deutlichen, also auch bei sich selbst, also hätte ich auch gesagt, dass man dann noch mal einen, ähm, also einen Sprung oder eine Änderung gemerkt hat.

01:33:28: Ja, ich würde nicht sagen, da kommt ein Sprung, aber da ändert sich auch eine Entwicklung.

01:33:35: Ja, man ist ein

01:33:35: anderer Mensch.

01:33:36: Genau,

01:33:38: ja.

01:33:41: Ja, ja, das ist schon interessant, dass man das so selber auch rückschauend so auf sein Leben.

01:33:46: Und da sind ja riesige Fehlerbalken wahrscheinlich drin bei dem einen, der würde sagen fünf Jahre früher und die andere fünf Jahre später.

01:33:53: Das ist auch alles okay.

01:33:54: Aber bei mir hätte ich jetzt so gesagt irgendwo da, würde ich schon sagen, da wurde anders so ernsthafter.

01:34:03: Ja, da sind die Lebensumstände auch andere.

01:34:05: Ja, genau.

01:34:06: Also das ist man in anderen Phasen des Lebens, aber ich würde auch sagen, man ist irgendwie Erwachsener klingt jetzt auch bescheuert.

01:34:15: Aber dann merkst du, in diesem Jugendlichen zu erleichtern, machst du halt alles.

01:34:21: Also du probierst Dinge einfach aus.

01:34:23: Und da sind dann so ganz gefestigte Werte oder Ansichten, wo du sagst, ne, da will ich nicht, mache ich nicht.

01:34:31: Oder ja, ganz komisch.

01:34:37: Ich find's tatsächlich im Paper leider nicht.

01:34:39: Ja, ich auch nicht.

01:34:40: Ich scroll auch gerade so ein bisschen durch, aber ist auch nicht ganz so wichtig.

01:34:46: Ich nehme an, die werden aus Großbritannien kommen, die...

01:34:50: Ja.

01:34:55: Okay.

01:34:56: Sind wir damit durch?

01:34:58: Ja.

01:34:58: Oder das noch?

01:34:59: Naja, das nicht.

01:35:00: Nö.

01:35:00: Dann haben wir noch einen kleinen Schwurbel, der uns zugeschickt wurde, glaube ich, von Pablo, glaube ich, habe ich mir notiert.

01:35:08: Nicht.

01:35:09: Nicht der Pablo, den wir etwas genauer

01:35:11: kennen,

01:35:12: ein anderer Pablo.

01:35:14: Ein schönes kleines Ding, muss ich sagen.

01:35:16: Es geht um einen Quantenkraftstein, den du kaufen kannst.

01:35:21: Ich hätte da so drüber gelesen und hab so gedacht, ja okay, same-same irgendwie so oder da irgendwelche Quantenschwurbel, den wir schon immer gesehen haben.

01:35:32: Und dann hab ich gesehen, auch der Quantenkraftstein kostet achthundert Euro.

01:35:35: Da guck ich nochmal etwas genauer hin.

01:35:38: Es ist ein ganz tolles Ding, muss man wirklich sagen.

01:35:40: Der Quantenkraftstein in der Edition zwanzigdreinzwanzig.

01:35:44: Der Quantenkraftstein.

01:35:45: Bekannt als Stein der Harmonie.

01:35:49: Kann man sich jetzt fragen, wo kommt er her?

01:35:51: Der ist aus der intensiven Forschung von Dr.

01:35:55: Wolfgang Fick entstanden.

01:35:59: Und der ist in der Lage natürlich mal wieder Wasser zu strukturieren und elektromagnetische Filter zu harmonisieren.

01:36:06: Herr Fick hat sich da viel Mühe gegeben.

01:36:10: Dieser Stein, der kann normales Wasser in hexagonales Wasser verwandeln.

01:36:15: Und das beeinflusst ja, das wissen wir ja alle, die Gesundheit positiv.

01:36:20: Und geopathische Störfelder, Elektrosmog, alles eliminieren, damit sich eure Lebensenergie massiv verbessert.

01:36:28: Und es gibt in den verschiedenen Farben, je nachdem, wie ihr den haben wollt.

01:36:33: kein Steinstein, sondern, der wird nur so bezeichnet, der ist so eine verpresste Mischung, und das entnehm ich jetzt der Webseite, eine verpresste Mischung aus faserigen Holz, zellulose und kristallinen Mineralien, die in einem, so steht es auf der Webseite, aufwendigen Verfahren über zweieinhalb Tage hinweg unter hohem Druck verdichtet werden.

01:36:54: Ist der auch wieder radioaktiv?

01:36:57: Ich glaube nicht, nee.

01:37:03: Ich hab mal ChatGBT gefragt, was ist das für ein Material, was man aus faserigem Holz, Zellulose und kristallinem Materialien verpresst.

01:37:11: Warum muss man da zwo hundert Tage pressen, damit, also hier auf der Webseite steht dann noch, dass nach diesem mehrmonatigen Versteinerungsprozess so verdichtet wird, dass sowohl die Struktur von Wasser harmonisiert wird, als auch mal elektromagnetische Strahlung neutralisiert werden.

01:37:25: Aber ich habe Chatty Bidzino gesagt, das sind die Zutaten.

01:37:29: Das will ich zwo hundert Tage verpressen.

01:37:31: Gibt's da Materialien, die so hergestellt werden?

01:37:34: Da hat man schön spätig gesagt.

01:37:36: Die Komponenten gibt's schon irgendwie so, die werden verpresst, aber die sind üblicherweise nach ein paar Tagen oder maximal ein, zwei Wochen fettig.

01:37:45: Da zwar einer Tage zu pressen, macht eigentlich überhaupt keinen Sinn.

01:37:48: Kann es sein, dass es da um etwas esoterisch

01:37:51: ist?

01:37:51: Ich

01:37:52: fühlte, Chachibiti kennt mich mittlerweile zu gut, wenn ich einmal die Woche nach irgendwelchen völlig absurden Scheiß such.

01:38:01: Ja genau, also darum gehst du, hängst du dir an diesen Stein, um diesen... Also sie nennt es Stein, aber wie gesagt, das ist einfach verpresstes Material und dann könnt ihr damit hexagonales Wasser erzeugen, was ja bekanntlich überhaupt keine Wirkung hat und es auch gar nicht überhaupt gar nicht gibt.

01:38:19: Speisen oder Getränke könnt ihr verbessern, ja solche Sachen.

01:38:25: Wirkt übrigens weit.

01:38:26: Also, falls ihr so ein Stein der Dummheit um euren Hals tracht, es erzeugt ein strukturiertes Feld mit einem Radius von eins Komma fünf bis drei Metern, also auch Menschen, die bei euch in eurem Umfeld sind, profitieren auch von eurem achthundert Euro Stein, muss man aussagen.

01:38:45: Auch schön.

01:38:46: Ich muss von der Webseite noch eben diesen Satz vorlesen.

01:38:48: Der Stein der Harmonie imitiert die heilige Geometrie, die überall in der Natur vorkommt.

01:38:53: Von Schneckenhäusern bis hin zu Galaxien.

01:38:57: Was soll das sein?

01:38:57: Was ist die heilige Geometrie?

01:39:00: Der goldene Schnitt.

01:39:01: Ja, die sehlichen Galaxien und Schneckenhäusern.

01:39:05: Ich weiß

01:39:05: es doch nicht.

01:39:09: Ich weiß nicht.

01:39:09: Also die heilige Geometrie.

01:39:11: Dann muss jetzt mal ganz kurz nachgucken, was die heilige Geometrie ist.

01:39:16: Aber wie schön stein.

01:39:17: der sieht total aus der

01:39:19: der super.

01:39:19: ja ich habe einen gewissen einen gewissen roll auf diesen herren wenn ich da die fünf sterne bewertung lesen.

01:39:27: Ja

01:39:28: warum

01:39:28: also ne warte warte mal.

01:39:30: ist es nicht der.

01:39:32: Enrico Endinger

01:39:34: also der verkauft wahrscheinlich der Herr Fick hat nur wissenschaftlich sich ausgedacht ja.

01:39:40: Weil in dem Namen habe ich doch gerade irgendwo gelesen.

01:39:42: Genau hier, der ist nämlich, der ist vom Enki-Institut der Stein der Harmonie.

01:39:47: Und das ist von Professor Dr.

01:39:50: Dr.

01:39:51: Enrico Edinger.

01:39:53: Und hier schreibt einer, als meine Schwiegermutter sieben-achtzig war, wurde Krebs festgestellt und sie sollte zu Chemo und Bestrahlung.

01:40:02: Was wir abgelehnt haben.

01:40:03: Daraufhin habe ich ihr den Quantenkraftstein geschenkt.

01:40:06: Jetzt ist sie vierundneunzig.

01:40:09: Ja, guck.

01:40:10: Ja super ne das ist.

01:40:12: ich habe jemand anders schreibt.

01:40:15: ich hatte über viele jahre professor dr.

01:40:17: dr enrico.

01:40:18: Edinger zugehört.

01:40:19: bei dem preis war ich sehr misstrauisch.

01:40:21: ich habe stattdessen andere diverse herstellenprodukte gekauft die sehr viel versprochen haben.

01:40:25: jedoch bei dem.

01:40:26: Kolganov-Kugeln wurde ich sehr neugierig, da diese schon viel mehr erreicht haben, als die Konkurrenz bla bla bla.

01:40:35: und dann hat sich das Ding hier bestellt.

01:40:36: Ja, ich bin gedacht, wer ist denn der Professor Doktor Doktor Enrico Edinger?

01:40:40: Wo hat er denn seinen Doktor gemacht und in was?

01:40:42: und so weiter?

01:40:43: Da habe ich kurz Professor Doktor Doktor Enrico Edinger, das fast wie Professor Doktor Doktor Van Dusen, in die Suchmaschine meines Vertrauens geworfen.

01:40:52: Und was finde ich da?

01:40:54: einen Artikel aus Apotheker ad hoc, Arzt mit Online-Shop und falschen Titeln.

01:41:00: Der Arzt Enrico Edinger ist sehr umtriebig im Netz, er befasst sich mit Weltraummedizin, Verhöhungskuren und anderen pseudo-wissenschaftlichen Mentoren.

01:41:09: Dafür ist er in der Szene bekannt, ebenso bei ihren Kritikern.

01:41:12: Allerdings bald nicht mehr unter dem Titel Professor Dr.

01:41:15: Naug.

01:41:16: den.

01:41:16: Oberlandesgerichtskoblenz sieht in der Verwendung des Titels ein Verstoß gegen das Hochschulgesetz.

01:41:22: Das Oberlandesgericht bestätigt nun die ärztinstanzliche Entscheidung des Landesgericht Koblenz.

01:41:27: Demnach ist es edinger verboten, sich weiter als Prof.

01:41:31: Dr.

01:41:32: Dr.

01:41:32: Met oder Prof.

01:41:33: Dr.

01:41:34: Nauk Dr.

01:41:34: Met, V.E.

01:41:36: K.K.

01:41:37: Moskau zu bezeichnen.

01:41:38: Unfassbar unangenehm.

01:41:40: Ja.

01:41:42: Das ist ein Paradebeispiel für einen Ezoschwurbler, der sich irgendwo irgendwelche komischen Titel kauft, um seinen Schwachsinn zu ver... zu verkaufen.

01:41:53: Ganz schlimm.

01:41:54: Und hier haben wir ja offensichtlich auch Leute, die krank sind und waren.

01:41:59: Und wenn man auf dieses Enki-Institut mal klickt in dem Shop, den du verlinkst hast, der macht übrigens auch Wandbilder.

01:42:04: Habe

01:42:04: ich gesehen, ja.

01:42:05: Er braucht schon Moos.

01:42:10: Ja, der verkaufte allerhand, muss man feststellen.

01:42:14: Umtriebig trifft es sehr

01:42:15: gut.

01:42:18: Na gut, sind wir durch, würde ich sagen.

01:42:21: Ja,

01:42:21: das... sind war

01:42:23: du hast noch ein wenig hausmeister.

01:42:25: Wir haben noch ein ganz klein bisschen hausmeister.

01:42:27: Und zwar Bielefeld unsere deniere den wir auch immer das heißt der letzte termin den wir haben der nachholtermin am sechzehn ersten mit vier hund ich glaube vierhundert vierzig plätze hat.

01:42:38: der ding ist tatsächlich ausverkauft und bleibt auch ausverkauft.

01:42:42: es gibt aus organisatorischen gründen keine möglichkeit auch wenn die halle prinzipiell größer wäre das ding größer zu machen.

01:42:49: Das heißt, das bleibt leider ausverkauft, aber schaut euch trotzdem mal, wenn der Termin näher kommt, ein bisschen auf Social Media und so oben, erfahrungsgemäß, ist immer irgendjemand, der doch nicht kann, weil der Babysitter abgesagt hat oder irgendjemand erkältet ist oder so und vielleicht bekommt ihr da hier oder da noch eine Karte.

01:43:05: Ansonsten noch eine kleine Randbemerkung zu unserem kleinen lieben Shop Empirie.

01:43:12: Weil wir in den letzten Tagen ein zwei Mails diesbezüglich bekommen haben von Leuten die irgendwie in größeren Firmen arbeiten oder in der Uni oder so.

01:43:19: Wenn ihr für weiß ich nicht angestellte oder andere irgendwie im Umfeld eine größere Menge von irgendwas bestellen möchtet.

01:43:29: Sagen wir für weiß ich nicht für die ganze Abteilung oder so dann schreibt uns gerne eine Mail an Kontakt empirie dann können wir euch da direkt an Angebot machen.

01:43:36: dann müsst ihr das nicht über den online shop

01:43:38: tun.

01:43:40: Übrigens auch eine gute Anlaufstelle für Weihnachtsgeschenk würde ich sagen.

01:43:43: Ja, sehr gut.

01:43:43: Schenkt Wissenschaft.

01:43:45: Das ist auch eigentlich ein schönes Symbol zu diesem christlichen Fest, dann Wissenschaft zu schenken.

01:43:51: Zum Beispiel, so sind wir übrigens darauf gekommen, jemand wollte eine größere Menge von den Weihnachtskarten haben, die meine Liebe

01:43:57: schon gestaltet hat.

01:43:59: Dieser

01:44:00: geometisch konstruierte Zimtstern mit dem Fros fest aus Mathe-Symbolen darunter.

01:44:06: Ja, die ist ja schön.

01:44:07: Die ist echt schön gelungen.

01:44:10: So, okay, dann war es das.

01:44:12: Wir

01:44:13: haben

01:44:14: noch, wenn ich richtig auf den Kalender gucke, haben wir noch zwei Folgen dieses Jahr.

01:44:18: Dann gehen wir ja in eine kleine Weihnachtspause.

01:44:21: Also die letzte Folge erscheint am fünftzehnten.

01:44:23: oder nehmen wir am fünftzehnten auf.

01:44:25: Am fünftzehnten

01:44:25: nehmen wir auf, die erscheint am sechzehnten.

01:44:26: Genau, ja.

01:44:27: Und das ist die letzte, dann wäre die nächste am dreinzwanzigsten.

01:44:32: Aber dafür eröffnen wir nicht mehr.

01:44:34: Da gehen wir die Weihnachtspause mit euch und wir kommen dann wieder ab.

01:44:40: am sechsten am

01:44:40: sechsten genau.

01:44:41: wir versuchen jetzt noch in diesen in den verbliebenen zwei folgen zunächst einmal in der nächsten die Nobelpreisfolge zu machen.

01:44:51: freut euch da schon mal drauf.

01:44:53: und dann versuchen wir auch noch ignoble zu machen.

01:44:56: ja ich hoffe das kriegen wir hin.

01:44:58: ja

01:44:58: wenn nicht dann machen wir eine normale folge.

01:45:00: aber wir versuchen mal genau wer probieren es genau genau dann sind wir durch.

01:45:06: Wir haben noch ein schönes Outro, nämlich den Pumuckel aus Folge hundertzwei.

01:45:12: Sehr schön.

01:45:13: Und dann

01:45:13: war das methodisch incorrect.

01:45:15: Folge hundert, äh Quatsch, Folge dreihundert zwanzig vom Zboten zwölften zweitausendfünfundzwanzig.

01:45:22: Macht's gut, ihr Lieben, bleibt gesund.

01:45:27: Minkorrekt ist Deins, Minkorrekt ist Science, aber niemals in Saal Eins.

01:45:32: Oh, das reinste ich ja und was sich reimt, ist gut.

01:45:34: Hurra, Hurra, Minkorrekt ist wieder da.

01:45:38: Hurra, Hurra, Minkorrekt ist da.

01:45:42: Hurra, Hurra, Minkorrekt ist wieder da.

01:45:46: Hurra, Hurra, Minkorrekt ist da.

01:45:50: Am liebsten treiben sie

01:45:51: Schabernack.

01:45:52: Paper lesen nicht zu knapp.

01:45:54: Schrupster ist das Gadget weg.

01:45:56: Wer hat es wohl weggeschleppt?

01:45:58: Hurra!

01:45:59: Hurra!

01:46:00: Ninkorrekt ist wieder da.

01:46:02: Hurra!

01:46:03: Hurra!

01:46:04: Ninkorrekt ist da.