Mi373 – "Nobelpreissonderfolge 2025"

Shownotes

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Inhalt
00:00:00 Intro
00:05:41 EDC Tasche
00:20:11 Ampelschaltung
00:25:59 Reini und Banken
00:36:09 Vlog Nicolas
00:36:52 Nobelpreis für Physik
01:02:08 Nobelpreis für Chemie
01:28:26 Medizin Nobelpreis
01:42:53 Literatur Nobelpreis
01:48:00 Friedensnobelpreis
01:56:09 Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften
02:09:36 Hausmeisterei
02:14:14 Outro
02:15:15 Audiokommentar Georg zu pubmed

EDC-Tasche: Nicolas hat u.a. für seinen Leatherman ein Zuhause gefunden!

Nicolas' VLOG: Nicolas nimmt uns in seinem VLOG in seinen Laboralltag an der Uni mit! Den VLOG auf YouTube findet ihr hier.

Podcast-Empfehlung: Reini war bei "Verbrechen von nebenan" zu Gast! Die Folge 163 "Monsterjäger" könnt ihr hier hören.

Physiknobelpreis: John Clarke, Michel H. Devoret, John M. Martinis – Für Experimente zur makroskopischen Quanteneffekten in elektrischen Schaltkreisen, einschließlich Quanten-Tunneling und Energiequantisierung.

Chemienobelpreis: Susumu Kitagawa, Richard Robson, Omar M. Yaghi – Für die Entwicklung von metal-organic frameworks (MOFs), porösen Kristallstrukturen aus Metallionen und organischen Liganden.

Medizinnobelpreis: Mary E. Brunkow, Fred Ramsdel, Shimon Sakaguchi – Für die Entdeckung der sogenannten peripheren Immuntoleranz und der Funktion regulatorischer T-Zellen, die verhindern, dass das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift.

Literaturnobelpreis: László Krasznahorkai – Für sein Gesamtwerk, das durch visionäre und komplexe Erzählstrukturen geprägt ist und existenzielle Fragen des menschlichen Daseins thematisiert.

Friedensnobelpreis: Maria Corina Machado – Für ihren Einsatz für demokratische Rechte in Venezuela und für friedliche politische Lösungen unter schwierigen Bedingungen.

Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften: Joel Mokyr, Philipp Aghion, Peter Howitt – Für ihre Forschung zur Rolle von Innovation und „creative destruction“ in wirtschaftlichem Wachstum.

Audiokommentar: Danke Georg für deinen Kommentar zu Pubmed!

Hausmeisterei:

eMpirie: Bei eMpirie werden am 18.12. um 16:00 Uhr die letzten Pakete gepackt. Der Shop bleibt offen, aber die Bestellungen werden erst wieder ab dem 05.01 bearbeitet!

Der Sterlingmotor und Tippe Top sind wahrscheinlich nicht mehr vor Weihnachten da.

Outro: Intro aus Folge 103 – "Ducktales"

Wichtige Adressen:

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Transkript anzeigen

00:00:01: Ja, und die Reihenfolge machen wir wie jedes Jahr.

00:00:03: Ich fange mit Physik an.

00:00:05: Ja, und dann mache ich Chemie, du Medizin, ich Literatur, du

00:00:08: Frieden.

00:00:09: Ja, hier Frieden wollte ich mir diesmal ein klein bisschen mehr Zeit nehmen.

00:00:13: Der ging ja in diesem Jahr an den Pazifisten Friedensstifter und Menschenfreund Donald Trump.

00:00:22: Moment mal, Moment mal.

00:00:23: Äh, die, die nicht naturwissenschaftlichen Preise haben wir doch immer nur kurz der Vollständigkeit halber gemacht.

00:00:31: Und ganz ehrlich, soweit ich weiß hat Donald Trump den Preis zum Glück

00:00:34: nicht bekommen.

00:00:35: Äh, äh, äh, äh, Reini, wer sagt das denn, dass er das nicht bekommen hat?

00:00:40: Fake News?

00:00:41: Ich sage, er hat den bekommen.

00:00:43: Zu Recht.

00:00:44: Er hätte ihn auf jeden Fall bekommen können und erst rechnen sollen.

00:00:49: Fake News?

00:00:51: Hier ist der Link zu Nobelpreiskommission, da steht eindeutig.

00:00:54: Fake!

00:00:56: Nicolas, mach mal was anderes.

00:00:59: Was ist das da für ein Köfferchen neben deinem Schreibtisch?

00:01:02: Der hier?

00:01:03: Da ist nur mein Pausenbrot und ein Kaffee, hier so ein Ding.

00:01:09: Und warum gucken an der Seite Dollarnoten raus?

00:01:11: Fake!

00:01:33: Methodisch in Korrektfolge, dreihundertdrehen, siebzig, vom neunten zwölften, zweitausendfünfundzwanzig, direkt vom Nobelpreis der Wissenschaft.

00:01:39: Mit mir heute wieder mein investigativer Journalist Reiner Trimford.

00:01:44: Baggelt ist richtig und wichtig.

00:01:47: Und ich bin die Korruption der Wissenschaft Nikolas Förn.

00:01:49: Glück auf.

00:01:50: Ja, wir leben ja in einer Zeit, wo man sich Preise kauft.

00:01:54: Ach, und wenn man sie nicht kaufen kann, dann lässt man welche erschaffen, ne?

00:01:59: Ich bin ja dafür, wir bewerben uns jetzt für den FIFA Physikpreis.

00:02:05: Ich finde, das haben wir schon verdient.

00:02:07: Der FIFA Physikpreis.

00:02:09: Das finde ich super, ja.

00:02:11: Wenn wir nicht schon einen... Ein Sendungstitel hätten, weil es ja heute die Nobelpreis-Hunderfolge wird.

00:02:17: Dann wäre es der FIFA-Physikpreis.

00:02:19: Wobei, FIFA kriegt man, glaub ich, schnell Ärger, wenn man da irgendwo einbaut.

00:02:22: Ja,

00:02:24: die sind da sehr, sehr unentspannt.

00:02:25: Ich hab heute noch irgendwo, doch heute Morgen, war das ein kurzes YouTube-Video von Marvin Wildhage gesehen.

00:02:31: Der hat sich ja als Maskottchen bei der FIFA, bei der EM eingeschlichen und so.

00:02:36: Und er hat halt, also er hat ja niemandem wehgetan und so weiter.

00:02:39: Er hat damit im Wesentlichen aufgedeckt, wie schlecht die Sicherheitsvorkehrungen sind.

00:02:44: Das

00:02:44: mag der internationale Fußball wahrscheinlich nicht so sehr, ne?

00:02:47: Überhaupt

00:02:48: nicht.

00:02:49: Die haben den angezeigt.

00:02:51: Mehrfach.

00:02:52: Wegen Urheberrechtsverletzungen, bei dem Maskottchen und so weiter und so weiter.

00:02:57: Also, denn, na ja, wobei er in dem Video noch gesagt hat, er hat von anderen Leuten erfahren, dass in einer DFB-Schulung das Video wohl gezeigt wurde.

00:03:09: ... um zu zeigen, was man halt nicht tun sollte und worauf zu achten ist und so weiter.

00:03:13: Okay, dann hab ich ja zunächst seinen Zweck erfüllt, offensichtlich.

00:03:16: Ich glaube auch, die FIFA ist sehr unentspannt, wenn man kein Diktator ist.

00:03:22: Aber das war wieder eine unangenehme Veranstaltung.

00:03:26: Ein absoluter Aim ohne Scheiß.

00:03:28: Der FIFA Friedenspreis.

00:03:29: Und das kriegt zufällig Donald Trump, der eben ... Nächsten Jahr seinen Markt öffnet für den internationalen Fußball.

00:03:40: Ganz ehrlich, also wenn du Korruption im Duden nachschlägst, irgendwo nennst du dann ein Bild vom FIFA-Logo daneben.

00:03:48: Aber keiner ist und sagt so, da können wir nicht machen, das ist wirklich peinlich.

00:03:54: Da haben wir zusammen und haben gedacht, das wird ganz gut ankommen, denke ich.

00:04:00: Nee,

00:04:01: wir sind da, glaube ich, in der Zeit angekommen.

00:04:03: Und gerade, wobei ich jetzt nicht auf die USA schiebe, aber bei Donald Trump zumindest sind wir an einem Punkt angekommen, wo es vollkommen egal ist.

00:04:11: Ist alles vollkommen egal.

00:04:13: Der hat auch selber mal irgendwann irgendwo gesagt, er könnte auf einer Straße jemanden erschießen und ihm würde nichts passieren.

00:04:18: Und ich glaube das mittlerweile nicht.

00:04:20: Ich glaube, der könnte auf einer Straße jemanden erschießen und es würde nichts passieren.

00:04:24: Ja, da kannst du recht haben.

00:04:25: Es ist komplett absurd.

00:04:27: Ich glaube sogar Heidi Klum war da, um den Preis zu bereichen, wenn ich das richtig gesehen habe.

00:04:33: Also, finde ich wirklich schlimm.

00:04:34: Also, meine Veranstaltungen werden ja groß geplant.

00:04:39: Und da gibt es ja eine Choreografie.

00:04:41: Und da sind Leute daran beteiligt, die ein ästhetisches Verständnis haben, würde ich sagen.

00:04:46: Und dann da nicht irgendwie einzuschreiten und zu sagen, das können wir nicht machen.

00:04:50: Das ist einfach... Macht uns diese ganzen Veranstaltung kaputt.

00:04:55: Aber ja, wahrscheinlich hast du recht.

00:04:56: Es ist dann irgendwann egal, wenn die Münze springt.

00:05:04: Wie gesagt, ich glaube, wir haben da eine andere Realität.

00:05:11: Ich glaube, er hätte mal vor fünf Jahren oder vor zehn Jahren niemandem erzählt, hätte man gesagt, du spinnst.

00:05:16: Das selbst für einen Sci-Fi-Satire-Film ist dazu drüber.

00:05:21: Aber offensichtlich nicht.

00:05:23: Ja.

00:05:24: Die Realität

00:05:24: ist an Idiocracy vorbeigezogen.

00:05:27: Ja.

00:05:28: Links vorbeigezogen.

00:05:30: Ja, leider eher rechts vorbeigezogen.

00:05:32: Stimmt,

00:05:32: ja.

00:05:32: Politisch rechts.

00:05:34: Na ja.

00:05:35: Na gut.

00:05:36: Egal.

00:05:36: Kommen wir zu freudigeren Sachen.

00:05:38: Genau.

00:05:38: Ich bin in ein weiteres Rabbit Hole reingefallen.

00:05:42: Oh.

00:05:43: Weißt du, was EDC-Content ist oder etwas näher an ... einem Hinweis, eine EDC-Tasche, EDC-Tasche.

00:05:56: Nee, ich habe gerade EDC bei Google eingetippt und da sehe ich es, aber ich hätte es im Leben nicht gewusst.

00:06:01: Okay, EDC-EDC steht für Everyday Carry.

00:06:06: Und dann hast du halt irgendeine Pouchtasche, wo du Zeug reinpackst, von dem du glaubst, dass du das immer dabei haben willst sozusagen.

00:06:20: Ist es die Rückkehr der Herrenhantasche?

00:06:23: Ja, nur natürlich ... Also, ich glaube,

00:06:27: das kommt so ... Ein Detlef, wie ist meine Eltern dann?

00:06:30: Ein

00:06:30: Detlef?

00:06:31: Ja, Ungangssprache war ... Ein Detlef war die Herrenhantasche.

00:06:35: Also so ein kleines ... Lederding, so groß wie zwei Bücher, die man nebeneinander hält.

00:06:41: Und da war alles drin, was der Mann von Welt brauchte.

00:06:46: Nee, dieses ist keine Herren-Handtasche, die du so in der Tasche dabei hast, würde ich sagen, oder also in der Hand dabei hast, sondern das ist eher so was, also kann durchaus was sein, was du irgendwie umhängen kannst auch so.

00:06:57: Aber ist eher so eine vorgepackte Tasche, die du dann beispielsweise ins Auto legst oder in deinen Rucksack packst.

00:07:03: Aber da ist immer alles drin, was du dringend brauchst sozusagen.

00:07:08: Also dringend brauchst du für den Tag.

00:07:10: Das ist jetzt nicht irgendwie so prepper der Notfallrucksack, oder?

00:07:13: Es gibt

00:07:13: eine Schnittmenge, würde ich sagen.

00:07:15: Und deswegen bin ich das Ganze interessant, das an mir zu beobachten, wenn ich da auf einmal reingefallen bin.

00:07:20: Es fing ganz harmlos an und ich überlege gerade, wie das bei mir anfing.

00:07:24: Genau, das fing damit an.

00:07:26: Also ich schleppe ganz, ganz häufig einen riesen Rucksack mit mir rum, weil ich häufig denke, so, ich nehme mal mein Notebook noch mit.

00:07:34: Und dann denke ich auch manchmal, ach meine große Kamera, nämlich auch mit, falls mir mal irgendwas begegnet an der Uni oder so oder Sonne geht, spannend auf oder so, dann will ich die eigentlich dabei haben.

00:07:44: Also häufiger als nicht habe ich sogar meine große Kamera dabei.

00:07:48: Führt dazu, dass ich immer einen riesen Rucksack dabei habe.

00:07:51: Jetzt habe ich schon seit einiger Zeit so immer mal... diesen ganz Krämpel zu Hause gelassen und dann nur mein Notizbuch mitgenommen und so eine kleine Tasche sag ich jetzt mal, die um mein Notizbuch drum ist.

00:08:06: Da sind ein, zwei Stifte noch drin, nicht viel Kram, das ist eigentlich alles.

00:08:11: Und das fand ich eigentlich ganz schön.

00:08:13: Dann bin ich irgendwie reingefallen, da ich gedacht habe, ich brauch eine kleinere Tasche, wo das Notizbuch noch reinpasst, aber auch noch so ein paar andere Dinge, die ich brauch.

00:08:21: Und da war das Rabbit Hole geöffnet.

00:08:23: Dann habe ich nämlich angefangen, was wäre denn?

00:08:27: Dinge, die du dabei haben willst einfach.

00:08:29: Und dann habe ich gedacht, so ein kleiner Akkulader wird auch schön fürs Handy.

00:08:33: Passiert ja einfach schon mal, dass du irgendwo stehst.

00:08:35: Und auf einmal hast du keinen ...

00:08:37: ...

00:08:38: Tod der Akku leer zu werden.

00:08:39: Aber ich habe nur so die geklötzt.

00:08:41: Leider

00:08:41: viel zu oft.

00:08:42: Leider viel zu oft.

00:08:43: Vor allem wenn man mit der Bahn unterwegs ist und das im Auto nicht lädt.

00:08:48: So als Beifahrer oder so.

00:08:50: Oder dein Telefon auch älter wird.

00:08:52: Dann leiden ja auch manchmal die Akkus.

00:08:53: Bei mir ist das der Fall.

00:08:54: Also jetzt wird es schon mal ... knapp am ende des tages also habe ich gedacht okay so ein ganz kleiner akku der für eine ladung reicht nicht so die monster dinger die ich sonst immer habe sondern eine ladung reicht und der ist immer für notfall dabei.

00:09:08: Dann brauche ich natürlich auch ein Kabel.

00:09:10: Jetzt habe ich dummerweise noch so ein altes iPhone mit so einem Lightning Anschluss.

00:09:14: Das heißt dann brauchte ich den und ich brauchte noch Mini USB, wollte ich dann auch haben und so.

00:09:21: Dann habe ich mir also so einen winzig kleinen Stecker gekauft, der so modular ist, der dann von allem auf alles adaptert sozusagen.

00:09:30: Der war dann auch schon mal in meiner ... In meiner Tasche.

00:09:33: und jetzt fing es so langsam an, dass ich den Begriff EDC, Everyday Carry gelernt habe, weil dann habe ich natürlich gemerkt, da gibt es ganze Communities, die sich damit beschäftigen.

00:09:41: Was tut man in so eine Tasche rein, wenn man sagt so, da soll das nötigste drin sein und dann geht es natürlich jetzt los.

00:09:46: Mein Leatherman ist da natürlich auch drin.

00:09:47: Vor grad

00:09:48: sagen Taschenmesser.

00:09:48: Natürlich, ja.

00:09:49: Messer muss man einfach dabei

00:09:50: haben.

00:09:53: Ja, und dann ging es so weiter.

00:09:55: Dann habe ich gedacht, so die notwendigsten Medizin, so eine Allergie-Tablette und eine Kopfschmerz-Tablette zum Beispiel.

00:10:04: Einfach nur besser dabei haben, als nicht dabei haben.

00:10:07: Dann fiel mir ein neulich, weil ich mal bei einer Konferenz auf so einer Poster-Session und stellte fest, ich hatte nichts mehr, um einen Atem zu erfrischen.

00:10:17: Also habe ich gedacht, okay, so ein paar Fisherments packst du auch noch

00:10:19: rein.

00:10:21: Dann

00:10:21: habe ich gedacht, als wir jetzt ein paar Mal unterwegs waren, ist mir aufgefallen, wir standen irgendwo auf so einem Rastplatz und hatten kein Kleingeld fürs Klo.

00:10:30: Und Kartenzahler war auch nicht wirklich.

00:10:32: Also ein bisschen Kleingeld da rein.

00:10:33: Bisschen Geld habe ich auch mal rein getan, also Geldscheine.

00:10:38: Das wurde immer mehr.

00:10:41: Also ich hab so drüber nachgedacht, dann hab ich auch gedacht, ein paar Pflaster kannst du auch reinpacken.

00:10:44: Und jetzt war ich mitten in dieser EDC-Szene drin.

00:10:48: Da gibt's halt Leute, die machen halt ein Riesen, also die haben ein komplettes Survival-Kitter drin, das hab ich jetzt nicht.

00:10:55: Aber es ist schon mehr geworden, da ist jetzt noch ein kleines Notizbuch drin, da ist noch mal ein Stift drin.

00:11:01: Aber dieses Notizbuch und der Stift hast du das jemals gebraucht bis jetzt?

00:11:07: Das ist was, das klingt praktisch, aber hast du es jemals benutzt?

00:11:12: Genau, das wird passieren.

00:11:13: Da dich da jetzt Zeug reinsteck, weil dich wahrscheinlich niemals benutzen werde unterwegs.

00:11:20: Dennoch bin ich vielleicht froh, das dabei zu haben.

00:11:27: Die Gefahr

00:11:27: ist, dass das kein Ende

00:11:28: nimmt.

00:11:28: Kleine Taschenlampe hab ich auch gekauft.

00:11:33: Weil irgendwas ...

00:11:36: Handschuhe, kleine Handschuhe, Gummihandschuhe, Taschentüren.

00:11:40: Also als

00:11:40: noch ganz wichtig, ganz oft als wir jetzt unterwegs waren oder wenn ich so unterwegs

00:11:43: bin,

00:11:44: waren wir ja, sind wir ja gehetzt von einem Moment zum nächsten und dann war ich, dann sind wir ja zum, zum, zum, zum Schnellrestaurant unserer Wahl gegangen.

00:11:54: Und das passiert mir schon mal, da ich im Auto sitze und mir was am Treifen gekauft habe und dann stehe ich da und denk so, Scheiße, dreckige Hände.

00:12:02: Und jetzt habe ich mir noch Desinfektion und so feuchte Tücher gekauft, die da auch dabei sind.

00:12:11: Also ich kann jederzeit meine Hände sauber machen.

00:12:14: Ihr seht, ich bin völlig irre geworden.

00:12:19: Ich kenne das gleiche Phänomen bei Technik.

00:12:23: Und das ist, glaube ich, das gleiche Phänomen, dass man ganz viele Sachen sieht, wo man sich denkt.

00:12:29: Es wäre ja schon praktisch.

00:12:33: Wenn die Situation eintritt, wäre es ja schon gut, wenn ich das hätte.

00:12:39: Die Frage ist nur, tritt diese Situation ein.

00:12:42: Kommt es im Alltag vor, dass du einen kleinen Notizblock mit einem Stift benötigst?

00:12:48: Ich muss zugeben, dass ich wahrscheinlich all das, was ich jetzt gerade genannt habe, selten gebraucht habe in den letzten Jahren.

00:12:54: Ich habe es selten vermisst.

00:12:55: Wobei, wie gesagt, diese Desinfektions- oder Hände mal sauber machen schon.

00:13:00: Also meine Kopfschmerztablette dabei schon.

00:13:02: Mein Fischermann dabei schon.

00:13:05: Da hab ich immer in meinem Rucksack den Kram.

00:13:07: Kleine Intasche in meinem Rucksack sind immer irgendwie zwei Aspirin, ne Packung Taschentücher, ein bisschen Kleingeld.

00:13:15: Also das hab ich da halt immer drin, weil ich den eh immer dabei hab.

00:13:18: Ja, ich auch.

00:13:19: Aber mein Problem war jetzt, dass ich gesagt hab, ich will den nicht mehr dabei haben.

00:13:22: Und ich möchte jetzt ein modulares Element haben, was ich dann greife.

00:13:26: Und in einen kleineren Rucksack werfe.

00:13:28: Oder einfach nur so auf dem ... auf dem Beifahrersitz oder so.

00:13:32: Also, da ich nicht alles in den großen Rucksack hab und dann sagen muss, der muss dabei sein.

00:13:42: Sonst müsste ich halt anfangen, aus diesen ganzen vielen kleinen Taschen aus dem großen Rucksack die Sachen rauszukramen.

00:13:47: Ich will dieses Element haben, was ich greifen muss und dann weiß ich, ich hab im Prinzip alles dabei, was ich brauche.

00:13:55: Ich bin mal sehr

00:13:57: gespannt.

00:13:57: Ich bin dann in die Welt gefallen, der Tactical ... Bags.

00:14:01: Also die heißen überall Tactical.

00:14:03: Hectical Bags.

00:14:03: Weil wir sind natürlich, wie erst was gerade genannt, hier Herren-Handtasche.

00:14:06: Detlef.

00:14:08: Ja, der Detlef.

00:14:08: Der Detlef.

00:14:11: Diese Welt ist ganz anders als die Detlef-Feld mit Herren-Handtaschen.

00:14:15: Das sind vor allem so, also die EDC-Szene sind glaube ich eher so Leute, die so aus dem Militärischen kommen.

00:14:22: Also zumindest diesen Stil mögen und dann eben so militärische Taschen packen.

00:14:29: Und die nennen die halt Tactical Pouch, Tactical Pen, Tactical Geldbörse.

00:14:35: Wofür ich denn immer ... Die Tactical Geldbörse, die Einsatzgeldbörse.

00:14:42: Wenn du mal schnell im Krieg an einem Cola-Automaten, die du Cola ziehen willst, dann muss das die Tactical Geldbörse sein.

00:14:49: Also ein Tactical Pen ist doch eine Waffe, oder?

00:14:52: Häufig sind die so kombiniert, dass die noch irgendwo eine sehr spitze Ecke haben, ja.

00:14:59: Oder ein Tactical Flaschenöffner ist häufig so geformt, dass er eigentlich auch gleichzeitig ein Schlagring ist.

00:15:06: Und dann werden halt irgendwie, sind die Leute mal in ihren YouTube-Videos ganz überrascht, wenn jemand sagt, den kann man auch noch anders einsetzen.

00:15:16: Was?

00:15:16: Wirklich?

00:15:17: Nein, in den öffentlichen.

00:15:18: Das ist für mich nur ein Kapselheber.

00:15:21: Ja, ich bin ja Pazifist, darum geht's mir ja nicht.

00:15:23: Aber

00:15:26: ich verstehe, dass man da drin, also dass man da sich sehr schnell, ich will nicht verlieren sagen, aber dass man da sehr schnell eintauchen kann.

00:15:37: Ich habe echt diese Liste, ich habe dann so eine Liste angefangen von Dingen, die ich sinnvoll finde, wenn sie in meiner Tactical Pouch wären.

00:15:47: Und die ist länger und länger geworden.

00:15:48: Jetzt bin ich mal gespannt, ob ich da alles da reingepackt kriege, weil die soll halt auch noch klein sein.

00:15:54: Und dann specke ich wahrscheinlich irgendwann wieder ab, weil ich jetzt viel zu viel reingetan habe.

00:15:57: Aber ich bin immer gespannt, ob ich die dann irgendwann mal nutze.

00:16:02: Und dann wirst du dich freuen, wenn wir gemeinsam unterwegs sind.

00:16:05: Und dann bist du in großer Note und dann hole ich meine Tactical Pouch raus und rette dich.

00:16:09: Mit einem Kabelbinden da, der da immer

00:16:12: drin ist.

00:16:12: Du weißt nur genau, wenn meine Frau dabei ist, wird sie alles, was du in deinem Tactical Back hast, auch in ihrem Rucksack haben.

00:16:19: Mit Sicherheit.

00:16:20: Weil, egal, wenn ich unter mir in einer Frau unterwegs bin und irgendetwas, irgendwie weiß ich nicht, von Hand, Schmaddel, Tücher, irgendwas, bis hin zu einem Pflaster oder sonst, was meine Frau hat, alles in ihrem Rucksack.

00:16:30: Das ist ein magischer Rucksack.

00:16:32: Ich weiß nicht, wie das da alles reinpasst, aber die hat immer alles dabei.

00:16:36: Ja, wahrscheinlich ist das gar nicht so... Fern von einer von einer Frauen Handtasche oder Frauen Rucksack, die ja eigentlich immer besser vorbereitet sind.

00:16:48: Und der Psychologie steckt da wahrscheinlich ähnliches hinter.

00:16:51: Ich habe mich auch schon gefragt, warum ich auch immer so Bock habe, so was dabei zu haben.

00:16:54: Dann habe ich dort mal recherchiert, ob es dazu Arbeiten gibt und da gibt es Studien zu denen zeigen, dann ja, ich bin.

00:16:59: Also, das sind dann eher Leute, die Kontrolle haben wollen über ihr Leben.

00:17:03: Also, die wollen

00:17:05: keine

00:17:05: Planung.

00:17:06: Genau.

00:17:07: Selbst, wie sagen wir, Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit sind da so Schlagwörter, die da fallen.

00:17:17: Und das beschreibt mir eigentlich schon ganz gut.

00:17:18: Also, von daher musste wahrscheinlich, dass irgendwann über mich hineinbrechen.

00:17:22: Aber ja, das ist ein klassischer Hypezyklus wahrscheinlich.

00:17:26: Jetzt mal tut er, weil man dafür Geld ausgeben kann.

00:17:29: Ich

00:17:30: wollte gerade Frank, schreibst du in die Show notes ein Link zu der taktischen Tasche, die du hast.

00:17:34: damit, weil die Frage wird hundert pro in den Kommentaren kommen.

00:17:38: Ich

00:17:38: wundere mich jetzt gerade, dass du im Singular sprichst.

00:17:41: Wieso eine taktische Tasche?

00:17:43: So tief.

00:17:44: Okay, so tief.

00:17:45: Das war mir nicht bewusst.

00:17:49: Ich teste gerade noch zwischen zwei, drei Modellen.

00:17:52: Ich gucke mal, ob ich was reinschreib.

00:17:54: Weiß ich noch nicht.

00:17:56: Ja.

00:17:57: Es ist zu

00:17:59: individuell, möchte ich sagen.

00:18:01: Also was für den einpasst, das passt.

00:18:03: Aber ihr könnt gerne mal schreiben irgendwie, oder vielleicht spreche ich ja in zwei Wochen noch mal drüber, wenn das sehr erfolgreich war.

00:18:11: Dann kann ich mein Set abzeigen.

00:18:12: Im Idealfall

00:18:13: hast du ja etwas sehr Anpassbares.

00:18:16: Ja, natürlich.

00:18:16: Ich

00:18:16: habe ja angefangen dieses Bullet Journal Buch zu lesen.

00:18:19: Ich habe noch nicht angefangen ein Bullet Journal zu führen, aber ich habe mal angefangen dazu ein bisschen zu lesen.

00:18:24: Und da ist ja auch die Philosophie, dass da gar nicht viel drin ist, sondern dass du das anpasst auf deine Bedürfnisse.

00:18:30: Ja,

00:18:30: das glaube ich.

00:18:32: Also das glaube ich für so ein Notizbuch ist, hat es sinnvoll, aber für diese... Tactical.

00:18:40: Ich gebe dir noch drei Wochen und du sitzt an der Nähmaschine.

00:18:47: Ja, ich glaube, der ist sehr individuell.

00:18:48: Also ich meine, du findest im Internet halt auch so Leute, die haben so ein Überlebenspaket dabei.

00:18:53: Ja, okay, kann man natürlich machen.

00:18:55: Aber erstens geht das so in so eine Prepping-Ecke, glaube ich.

00:18:58: Also wenn ich ein Feuerstahl dabei habe, wenn ich durch die Gelsenkirchener Innenstadt lauf, weiß ich nicht, finde ich jetzt ein bisschen drüber.

00:19:05: Also ...

00:19:07: Dann noch so ein Strohhalm, der Wasser filtert?

00:19:10: Genau, also so was hab ich natürlich nicht.

00:19:11: Meinst du, es ist wirklich für den Urban Warrior.

00:19:16: Oh Gott.

00:19:19: Nein, nein, da hab ich mir jetzt ausgedacht.

00:19:22: Also für den Betrieb in der Stadt.

00:19:26: Also ich hab halt auch ein Ladekabel dabei oder irgendwie so was.

00:19:30: Also ich will jetzt nicht überleben im Wald.

00:19:34: Aber auch da kann ich natürlich schon verstehen, dass Leute sich da vorzubereiten.

00:19:38: Ich glaube, nicht mehr lange bin ich unter den Preppern.

00:19:43: Nein, das werde ich zu verhindern wissen.

00:19:46: Wahrscheinlich ja.

00:19:48: Apropos Überleben in der Stadt, ich bin letztens mal wieder fast gestorben in der Stadt, weil mich mal wieder fast ein Auto überfahren hat.

00:19:57: Und zwar am Büro.

00:20:01: hab ich ja schon mal von erzählt, diese Ampel, diese Fußgänger-Ampel, die tatsächlich relativ gefährlich ist, wie ich finde.

00:20:07: Und ich habe mittlerweile gelernt, davon gibt's in Essen wohl mehrere, es gibt ein eigenes Subreddit dazu.

00:20:11: Oh, echt?

00:20:12: Ja,

00:20:12: meine Frau hat es gesagt.

00:20:12: Beschissene Ampel in Essen?

00:20:13: Ja, es gibt

00:20:13: irgendwie so eine Digitalisierung weiß ich nicht

00:20:14: was.

00:20:14: Und im Rahmen davon wurden verschiedene Ampelschaltungen irgendwie ausprobiert.

00:20:16: Und ... Äääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääää.

00:20:36: Es wurde verschiedene Ampelschaltungen ausprobiert und da kommt es wohl häufiger dazu, dass bei rechtsabbiegenden Fahrzeugen die Fußgängerampeln für die rechtsabbiegenden Fahrzeuge rot sind und die Fußgänger diese rote Ampel im Rücken haben auf die Ampel, auf die sie zugehen, aber noch ein grünes Lichtsignal sehen.

00:20:53: Okay, aber das kann ja nicht gewollt sein, oder?

00:20:56: Doch,

00:20:56: das ist gewollt.

00:20:57: Das ist gewollt, also nicht, dass die Autofahrer das sehen, aber das ist gewollt.

00:21:00: Da hat ich ja schon mal drüber gemäckert und da hat mir das auch jemand erklärt, damit nicht noch Leute auf die Fahrbahn gehen und auf dieser Mittelinsel stranden,

00:21:07: sondern

00:21:08: quasi die Straße geräumt wird.

00:21:10: Ist aber natürlich super kacke, weil die Autofahrer sehen natürlich nur die Ampel, die im Rücken des Fußgängers ist und die ist

00:21:18: rot.

00:21:18: Das heißt, der Autofahrer sieht nicht, dass der Fußgänger noch grün hat und zwar noch eine ganze Zeit.

00:21:24: Und an der Ampel hier bei mir im Büro ist das so beschissen gemacht und so beschissen geschaltet, dass die Ampel aus Sicht des Autofahrers schon, also die, die der Autofahrer sieht, schon rot ist, bevor ich von der anderen Seite überhaupt diese Mittelinsel überhaupt erreicht habe.

00:21:39: Das heißt,

00:21:40: in dem Moment, wo ich auf der Mittelinsel ankomme, ist die Ampel aus Sicht des Autofahrers schon ungefähr ein bis zwei Sekunden rot.

00:21:47: Für mich als Fußgänger, der diese rote Ampel nur im Rücken hat, ist sie aber grün.

00:21:51: Und ich gehe natürlich auf die Straße und das führt immer wieder dazu.

00:21:54: Also es ist mir schon etliche Male passiert hier an der Kreuzung, dass Autofahrer, die halt recht zügig um die Kurve fahren, dann anfangen zu hupen, sich aufzuregen, weil man ja bei Rot über die Straße geht.

00:22:06: Und manche erwarten auch gar nicht, dass man noch weiterläuft und ziehen halt durch.

00:22:10: Und ich hatte letztens ein Autofahrer, der wirklich mit fast quitschenden Reifen da stehen geblieben ist und sich tierisch aufgeregt hat.

00:22:16: wie ich denn noch über die Ampel gehen kann.

00:22:18: Und ich bin nicht der Einzige, den das passiert ist.

00:22:21: Ich bin da letztens gewesen, dass es das anderen Leuten auch passiert, die auch von einem Auto fast überfahren wurden, weil halt die Autofahrer die rechtsabbiegen denken, die Ampel wäre rot.

00:22:29: Was sie aber nicht ist.

00:22:30: Aber

00:22:30: könnte man dann nicht wenigstens die Sicht ändern, der Autofahrer auf die Ampel?

00:22:35: Ja,

00:22:35: das ist eine Möglichkeit.

00:22:37: Das hatte uns ja damals auch jemand geschrieben.

00:22:38: Es gibt da verschiedene Varianten, so orangene Warnleuchten, die dann noch blinken oder so.

00:22:44: Oder halt einfach, also schlicht und einfach eine Platte, also einen Sichtschutz für die rechtsabbiegenden Autofahrer, dass die diese eine Ampel auf dem Mittelsteh gar nicht sehen können.

00:22:54: Ich habe deshalb mich mal an den Mängelmelder der Stadt Essen gewandt, mal wieder.

00:22:59: Die Stadt Essen hat einen Mängelmelder, wo man so Müllablagerungen, defekte Ampeln oder irgendwas eintragen kann.

00:23:04: Und ich habe die Ampel einfach mal als Defekt eingetragen, weil ich gesagt habe, da ist der Sichtschutz wohl abgefallen.

00:23:13: Irgendwie einen halben Tag später habe ich eine Mail bekommen von dem Mängelmelder, dass das Problem gelöst ist und erledigt.

00:23:18: Und der Kommentar, der da drunter stand, war, ne, ist nicht.

00:23:21: Dann hab ich das nochmal gemeldet.

00:23:23: Hast

00:23:23: du nur gemeldet, die ist kaputt oder kann man da auch im Freitext schreiben?

00:23:27: Du kannst auch einen Freitext schreiben.

00:23:29: Und die Antwort war, nee, da ist nix kaputt, da war nie einer.

00:23:32: Und dann hab ich das nochmal gemeldet mit dem Kommentar.

00:23:35: Dann sollte da mal ganz dringend einer hin.

00:23:39: Weil hier ist auch ein Kindergarten direkt um die Ecke.

00:23:41: Also wirklich.

00:23:41: Fünfzig Meter von der Ampel entfernt ist ein Kindergarten.

00:23:45: Zugegebenerweise, die Kinder werden meist von ihren Eltern hingebracht und abgeholt, weil die halt noch so klein sind, aber nichts ist so.

00:23:50: trotz, ist das halt eine gefährliche Ampel.

00:23:52: Wurde sofort beim Mängelmelder einfach wieder markiert, als ist erledigt, wurde bearbeitet, Problem ist gelöst, da ist keiner und da ist auch keiner vorgesehen.

00:24:00: So, das war die Antwort für Mängelberg, fand ich super.

00:24:03: Habe ich mich letzte Woche, hatte ich im Bassi das erzählt und mich da ein bisschen drüber aufgeregt.

00:24:09: Was jetzt im Ende dazu geführt hat, dass das ein anderer Hörer, der in der Nähe des Büros wohnt, tatsächlich gehört hat und gesagt hat, er hat das auch schon mal gemeldet, weil er sich darüber auch schon aufgeregt hat.

00:24:21: Und mittlerweile hat es wohl jemand auch bei der Stadt mitbekommen, weil wir haben hier einen Hörer ... der nicht bei der Stadt arbeitet, aber in dem Umfeld zumindest unterwegs ist und der damals nachgefragt hatte und meinte, ja, das ist schon bekannt, das wird jetzt wohl gelöst.

00:24:38: Okay, dann, wir haben gespannt.

00:24:40: Ich

00:24:40: bin auch gespannt, kann jetzt noch ein halbes Jahr dauern, bis die Büro Mühlen der Bürokratie malen.

00:24:45: Ich find's nur so traurig, dass bei diesen Mängelmelder einfach das als, ne, mag der falsche Kanal sein.

00:24:51: Wahrscheinlich muss man direkt irgendwie die entsprechende Amt anschreiben oder so.

00:24:55: Aber ne, in einer digitalisierten Welt hätte ich mir gewünscht, dass es irgendwie gesagt wird, so ja, wir haben das Problem erkannt gesehen, ne.

00:25:02: Ist hier der falsche Kanal, wende dich an XY oder noch besser wäre, ist hier der falsche Kanal, wir haben's aber weitergeleitet.

00:25:10: an die zuständige Stelle.

00:25:12: Ist jetzt über den einen oder anderen Umweg wohl passiert mit viel Meckerei.

00:25:17: Ich weiß nicht, ob es daran liegt oder ob denen vielleicht selber aufgefallen ist.

00:25:21: Ist eine scheiß gefährliche Kreuzung.

00:25:23: Da sollte mal was passieren.

00:25:25: Ist natürlich blöd, wenn du da mit deinem Promi-Bonus das erst schärfst.

00:25:28: Ja, das will ich ja auch nicht.

00:25:31: Also

00:25:32: am Ende sind mir egal, solange diese Kreuzung irgendwann mal für Fuß ging, aber sicherer geworden ist.

00:25:38: Aber ich find's irgendwie schade, dass da ... Wahrscheinlich wurde's intern weitergeleitet, aber das Feedback ist nie bei mir angekommen.

00:25:47: Ich habe nur als Antwort bekommen, ist gelöst, da ist kein Problem.

00:25:51: Und das war wirklich nicht schön.

00:25:53: Wo ich gerade beim Meckern bin ... Du änderst dich dran, dass ich einen gewissen Track-Record mit Banken habe.

00:26:03: Was?

00:26:03: Nein, wirklich.

00:26:06: Ich nenne den Namen der Bank jetzt nicht, aber wir haben mit unserer kleinen Firma ja unseren Turbus, mit dem wir zu den Terminen fahren und so, das Auto mit dem du auch im Alltag so rumfährst.

00:26:17: Unser Bully.

00:26:19: Dieses Ding, also das ist ja ein Firmenwagen, der finanziert ist, bla bla bla und so weiter und das bedeutet die... Fahrzeugpapiere dieses Autos liegen bei der Bank, die ihn finanziert.

00:26:31: Jetzt ist unsere Firma ja umgezogen mal, also unser Büro hat sich geändert.

00:26:35: Das heißt, der Wagen muss umgemeldet werden.

00:26:38: Dafür braucht man unter anderem diese Papiere.

00:26:41: Ist noch ein bisschen länger die Geschichte, ich kürze das mal hart ein.

00:26:43: Wir brauchen auf jeden Fall diese Papiere.

00:26:45: Ich habe der Bank, ich glaube, in Summe acht E-Mails geschrieben an verschiedenste Adressen an den Gewerbekunden-Account, also Gewerbekundenbetreuung, normale Kundenbetreuung.

00:26:57: an die Service-Email-Adresse, die auf dem letzten Kontoauszug stand und so weiter und so weiter.

00:27:01: Und ich habe nie eine Antwort bekommen.

00:27:04: Das ist ja wirklich übel, ne?

00:27:05: Weil irgendwann droht ihr die Stadt ja auch den Wagen stillzulegen, wenn er nicht unermeldet wird.

00:27:09: Ja, genau

00:27:09: genommen letzte Woche.

00:27:14: Auf jeden Fall, man gibt sich ja Mühe, man will das hermachen, weil es gibt ja eine Deadline und so weiter und es gab nie eine Antwort von dieser Bank zurück.

00:27:20: Habe ich gedacht, okay, habe ich null Bock drauf, aber ... Dann wühle oder dann kämpfe ich mich jetzt mal durch die Hölle der Hotlines.

00:27:29: Und habe die Service Nummer der Bank angerufen und es war genauso wie es erwartet habe.

00:27:35: Ich habe mich durch, ich glaube, es waren acht Hotlines durchstellen lassen.

00:27:40: Von Hotline zu Hotline zu Hotline zu Hotline.

00:27:43: Nicht einmal mit Menschen geredet, sondern alles nur Automaten.

00:27:46: Also Sprechbindern, drücken sie die eins, wenn sie bieb.

00:27:50: Und wie gesagt, durch durch acht Stufen glaube ich durch mit noch nennen sie ihren Namen, ihr Geburtsdatum.

00:27:55: Wie ist denn die Nummer des Finanzierungsplans?

00:27:57: bla bla bla.

00:27:59: Irgendwann bin ich dann bei einem Menschen gelandet und habe den Menschen gesagt Schönen guten Tag hier.

00:28:05: Ich habe folgendes Problem.

00:28:06: Ich würde gerne ein Auto ummelden und die Fahrzeugpapiere liegen bei ihnen.

00:28:08: Die bräuchte ich mal.

00:28:09: Würden sie die Bitte an die Zulassungstelle schicken.

00:28:11: Hat die gesagt, ja,

00:28:12: ich sehe hier, Sie haben schon diverse E-Mails geschrieben.

00:28:14: Und da dachte ich, ach echt?

00:28:16: Warum krieg ich keine Antwort darauf?

00:28:18: Ja, das Problem ist, wir bräuchten einen Handelsregisterauszug von Ihnen.

00:28:23: Sonst werden die Mails nicht bearbeitet.

00:28:25: Aber woher soll ich das denn wissen?

00:28:27: Soll ich das schauen?

00:28:29: Oder?

00:28:32: Mir wurde nie mitgeteilt, was fehlt.

00:28:34: Die Mails werden nicht beantwortet, weil der Handelsregister aus fehlt.

00:28:37: Ich kann aber nicht wissen, dass er fehlt, weil es mir nie gesagt wurde.

00:28:40: Dann wurde es mir an der Hotline gesagt, hier fehlt ein Handelsregister aus.

00:28:43: Dann habe ich mir meine Mails gegründet und gesagt, den habe ich Ihnen doch geschickt.

00:28:46: Dann guckte sie, ja, waren die falsche E-Mail-Adresse.

00:28:49: Das muss an E-Mail-Adresse XY.

00:28:51: Ist doch ein Witz, oder?

00:28:53: Nee, das kann ich intern auch nicht weiterleiten.

00:28:54: Das müssten Sie ihn doch mal schicken.

00:28:57: Entschuldigen Sie bitte, das Handelsregister ist für jeden frei zugänglich kostenlos.

00:29:01: Sie können mal in Ihren Browser tippen www.handelsregister.de, dann tippen Sie den Namen unserer Firma ein und dann laden Sie sich dem bitte selber runter.

00:29:09: Den Aussuch.

00:29:10: Nee, das machen wir nicht.

00:29:12: Das müssten sie dann noch mal per post oder jetzt an diese email adresse schicken.

00:29:15: ist so ja ok moment dann mache ich das kurz während sie dabei sind runter geladen.

00:29:19: ich mache dann mal betreute klickarbeit für sie.

00:29:21: schick ihnen das an.

00:29:22: welche email adresse hat die mediktiert?

00:29:23: habe ich hingeschickt gesagt so könnte jetzt bitte können wir jetzt bitte weiter machen mit den papieren?

00:29:28: nie das geht leider nicht.

00:29:29: die email muss erst durch die service also durch die internen sicherheitskontrollen.

00:29:32: das dauern mindestens dreißig minuten wahrscheinlich er morgen und an der stelle.

00:29:37: wie aufgelegt

00:29:41: Du hast wirklich aufgelegt.

00:29:42: Ich habe aufgelegt, ja.

00:29:44: Ich konnte das nicht mehr.

00:29:46: Sie hat gesagt, ich kann da nichts für Sie tun, aber ich habe gesagt, ja, es ist sehr schade.

00:29:49: Schönen Dank, ich sage der Stadt dann, dass Ihre Bank es verkackt hat.

00:29:53: Ich habe dann aufgelegt und ich werde da jetzt morgen oder so wahrscheinlich nochmal anrufen müssen, weil jetzt dürfte die E-Mail eventuell durch die internen Sicherheitskontrollen.

00:30:00: Ich hoffe, sie ist an die richtige E-Mail-Adresse gegangen.

00:30:03: Das ist Digitalisierung, wo die nur an Kopfhacks, oder?

00:30:06: Dann ist also wirklich ein absoluter Graus.

00:30:10: Naja,

00:30:10: ist ja auch interessant, dass leider die nicht auf eine E-Mail antworten können, weil der aktuelle Handelsregisterauszug nicht vorliegt.

00:30:18: Die Radenzahlung nehmen sie aber an, ne?

00:30:20: Ja, ja, die nehmen sie.

00:30:21: Die

00:30:21: nehmen sie gar nicht, dass das auf einmal von einem anderen Account kommt.

00:30:26: Nee, ist gar nicht vollkommen egal.

00:30:29: Ja, es ist, ich hab mich wirklich, also ich glaube, also was ich eigentlich erzählen wollte, dass es beides an einem Tag passiert, sowohl das mit dem Mängelmeld als auch das mit der Bank.

00:30:37: Oh Gott.

00:30:38: Da hast du schon wieder am Ende oder bist du an Deutschland schon wieder verzweifelt, oder?

00:30:42: Ja, ich habe tatsächlich hier im Büro gesessen.

00:30:45: Gefeind.

00:30:47: Ja, nah dran.

00:30:48: Ich war richtig, richtig sauer und habe dann drüber nachgedacht.

00:30:53: Ich bin jetzt sauer, aber am Ende kann ich nichts daran ändern.

00:30:57: Sehr weile.

00:30:59: Nee, ich kann es nicht beeinflussen, weder dass diese Ampel sicherer wird, noch dass diese verfickte Bank die Papiere an an das Straßenverkehrsamt schickt.

00:31:09: Ich kann beides nicht beeinflussen und eigentlich könnte ich an dem Tag jetzt sagen, ist egal.

00:31:16: Ich atme jetzt einmal tief durch und der Rest des Tags wird super.

00:31:20: Also habe ich versucht, ist mir schwer gefallen, aber mir ist an dem Tag bewusst geworden, dass ich mich... den ganzen Tag über und auch in letzter Zeit häufiger über Kleinigkeiten aufgeregt habe oder geärgert habe, die ich persönlich nicht beeinflussen kann.

00:31:35: Und hab darüber nachgedacht, wie sehr das mein Gefühlsleben und meinen Tag beeinflusst oder beeinflussen kann.

00:31:43: Und dass ich eigentlich versuchen sollte, mich bewusst davon zu distanzieren, dass so etwas nicht so einen Einfluss auf mich hat.

00:31:51: Ja, ist clever.

00:31:53: Das ist leicht ist leicht gesagt aber ich glaube das geht uns häufig so.

00:31:58: oder also ich meine jetzt nicht du und ich sondern wir als Gesellschaft dass wir uns.

00:32:03: Wenn wir nicht aufpassen über Sachen aufregen die wir nicht ändern können.

00:32:07: Also wirklich objektiv in dem Moment nicht erinnern können und es uns besser tun würde wenn wir einfach mal.

00:32:13: Ein Schritt zurückgehen.

00:32:16: Ja, mir fällt das beim Straßenverkehr immer auf.

00:32:18: Wenn ich mit anderen fahre, da gibt's ja, also du weißt ja, wie ich fahre.

00:32:22: Ich rieche mich ja nie über irgendwelchen auf.

00:32:24: Jeder macht Fehler im Straßenverkehr.

00:32:26: Ich kann mich da nicht aufregen.

00:32:28: Mein erster Gedanke, wenn jemand Fehler macht, ist, der hat einen Fehler gemacht und tut ihm leid.

00:32:32: Es gibt ja andere Leute, die glauben dann sofort, der will mir die Vorwaffe absichtlich nehmen, weil er persönlich was gegen mich hat.

00:32:40: Das kann ich, also ich, da sage ich auch schon immer zu Leuten in meinem Umfeld, es ist nicht meine Frau, sondern andere im Umfeld.

00:32:49: Sag ich, ich hab gar keine Lust, anderen Kontrolle über meine Gefühle zu geben, so.

00:32:56: Lass ich gar nicht erst zu, auch in einer Situation, versuche ich das.

00:32:59: Aber du hast natürlich völlig recht.

00:33:01: Ganz, ganz häufig sind es Kleinigkeiten, die einen dann die Laune verhageln oder wo man dann so drüber nachdenkt, weiter drüber nachdenkt, so.

00:33:08: Man landet auch ganz schnell in so einer Spirale, wo alles nur noch kacke ist.

00:33:13: Also geht mir zumindest so.

00:33:15: Wo was mit so einer Kleinigkeit anfängt und ich dann irgendwann, wenn ich nicht aufpasst, den Tag über immer nur Sachen sehe, über die ich mich ärger und insgesamt in der Stimmung dann doch deutlich abrutsche.

00:33:27: Ja, ich glaube deswegen ist mein Morgen, also ich habe keinen Morgenritual, aber die Art und Weise, wie ich versuche, meinen Morgen zu gestalten, ist halt so dass ich sag so ich will selbst wirksam sein ich will was tun für mich so ich mache ja sehr früh sport so damit ich das schon mal weg hab und dann so denkern ja also dann ärger nicht die kleinigkeit.

00:33:50: nicht weil du sagst so

00:33:52: ich

00:33:52: habe ja ich bin ja selbst wirksam ich kann ja mein leben gestalten.

00:33:56: ich war heute laufen und mir geht es heute gut.

00:33:58: ich habe was gutes für mich getan.

00:34:00: genauso plan ich dann auch die ersten.

00:34:02: Dinge die ich tun will auf der arbeit oder für mich.

00:34:06: für meine Arbeit, dass ich nicht hinfahre und E-Mails beantworte, die gerade reinkommen, wo ich also nur reagiere und dann mich ärger, dass Leute was Blödes von mir wollen, sondern ich habe mir was vorgenommen, was ich machen will und das mache ich dann.

00:34:21: Und das ist total gut.

00:34:22: Und wenn dann am Ende des Tages Dinge kommen, wo du so sagst, so kann ich nicht beeinflussen, warum bin ich hier Spielball von allem, das ist dann relativ egal, wenn du schon mal in den Tag gekommen bist.

00:34:32: Und das Gefühl, ich habe bestimmt, ich bin am Steuer, ich kann Dinge tun.

00:34:39: Dieses Beifahrer in seinem eigenen Leben zu sein, Gefühl, das ist scheiße, glaube ich.

00:34:43: Das ist

00:34:45: bitter.

00:34:46: Ja, ich wollte das eigentlich nur teilen, dass ich an dem Tag wirklich sehr gemerkt habe, dass ich mich über Kleinigkeiten sehr aufgeregt habe, die am Ende nichts an meinem Tag ändern, die mir aber den Tag doch deutlich versauen, obwohl ich eigentlich, obwohl mir bewusst ist, dass ich nichts daran ändern kann und...

00:35:03: Aber das ist auch der Punkt,

00:35:04: ist ja wirklich so eine willst

00:35:05: du ein Problem lösen und du kriegst es nicht gelöst, weil der... Das ist ein Wochen

00:35:08: auf meinem Schreibtisch liegt, ne?

00:35:10: Also, das ist ja wirklich Wahnsinn.

00:35:12: Also, das ist ja absolut Wahnsinn.

00:35:16: eine Absurdität sondergleichen also.

00:35:20: Na ja.

00:35:21: Also sie wollte nicht schämen für so eine Firma zu arbeiten.

00:35:25: Die

00:35:25: Frau die Frau.

00:35:25: im Telefon hast du gemerkt, dass die da also der Tat das wirklich leid und die hat schon so leicht zegnirscht geklungen aber.

00:35:35: solche Abläufe sind ja auch absurd, dann habe ich die auch, ich hatte dir auch gefragt, in welchen E-Mail-Adress soll ich das hinschicken?

00:35:41: Die, die hier auf dem letzten Kontorauszug schickt, da steht dann oben irgendwie Service, dahinter eine Nummer und dann add Name der Bankpunkt in die.

00:35:48: Dann sagt ihr sie, nee, das ist eine E-Mail, die ist nur für den internen gebrauchen.

00:35:52: Dann fragt ihr mich, warum steht die dann auf meinem Kontorauszug und warum heißt sie Service?

00:35:57: Wahnsinn.

00:35:59: Na ja, na ja.

00:36:01: Gut.

00:36:02: Gut, okay.

00:36:04: Ganz klein nicht.

00:36:06: Ich hab mal wieder ein Vlog aus dem Labor gedreht.

00:36:10: Da hab ich auch bei Instagram gepostet und bei YouTube, wenn ihr da mal reingucken wollt, mal in zwei Minuten versucht zu erklären, was wir in unserem Labor machen.

00:36:19: Also Link in den Show Notes, falls ihr Lust habt.

00:36:23: Hat mir Spaß gemacht.

00:36:23: Ich mach jetzt demnächst noch ein paar mal gucken.

00:36:27: Wo wir dabei gerade sind bei kleiner Werbung, die Folge von Philipp dich zuletzt erwähnt habe, verbrechen von dem Andes seit gestern online.

00:36:33: Na

00:36:34: ja.

00:36:35: Den kannst du auch noch mal in die Shownots ballern, oder?

00:36:37: Ja, stimmt, das könnte ich tatsächlich machen.

00:36:41: Genau.

00:36:42: Okay, dann können wir eigentlich zu den Preisen übergehen, oder?

00:36:46: Ja, das sind ja nobelig.

00:36:49: Nobelig, genau.

00:36:51: Dann fangen wir tatsächlich wie angekündigt mit Physik an.

00:36:55: Ich habe traditionell Physik vorbereitet.

00:36:59: Genau.

00:37:00: Ich bin nochmal auf die Website gegangen vom Komitee, um nochmal zu gucken, genauer wie die Begründung ist.

00:37:07: Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an John Clark, Michelle de Vauré und John Martinis.

00:37:15: For the discovery of macroscopic quantum mechanical tunneling and energy quantization in an electric circuit.

00:37:22: Also für die Entdeckung des macroscopischen quantenmechanischen Tunnels.

00:37:27: und der Quantisierung von Energie in einem elektrischen Stromkreis.

00:37:32: Okay.

00:37:33: Genau, ist nicht so ganz handlich, aber

00:37:35: nicht so richtig.

00:37:37: Aber ich muss sagen, das ist ein ganz toller Preis, weil er Grundlagenforschung verbindet mit dem Ausblick auf technische Realisierung, möchte ich sagen.

00:37:50: Also da wurden auch schon Sachen realisiert auf Basis des Nobelpreises.

00:37:55: Und da ist unheimlich viel Potenzial drin und deswegen finde ich mal wieder einen ganz, ganz tollen Preis, muss ich sagen.

00:38:02: Das ist immer schon, wenn man wirklich so eine Anwendung auch sieht da drin, oder?

00:38:07: Ja, würde ich auch so sagen, ja.

00:38:09: Oder sieht man,

00:38:10: was ein Impact das

00:38:11: hat?

00:38:11: Genau, ja.

00:38:12: Das fasziniert uns ja.

00:38:13: Ich glaube, das versucht die Nobelpreis, das Nobelpreiskomitee ja auch immer zu tun.

00:38:18: Also so eine rein theoretische Arbeit wird es, glaube ich, schwer haben, weil wir dann im Endeffekt auch... Warten die schon auch auf den experimentellen Beweis, deswegen würde so was wahrscheinlich auch nicht passieren.

00:38:31: Aber ja, du hast völlig recht, da ist ja auch immer das, was uns beide fasziniert, wenn so ein Preis für das Konzept, aber eben auch für den Nachweis oder die Umsetzung vergeben wird.

00:38:43: Das hat irgendwie was sehr Faszinierendes, muss ich sagen.

00:38:46: Und auch was erwürdiges, weil es halt zeigt, wie... Grundlagenforschung, naturwissenschaftliche Forschung dazu führen kann, dass Welt revolutioniert wird.

00:38:56: Und das hat hier dieser Preis, hat zumindest auch Potenzial dafür.

00:39:03: Also, worum geht's?

00:39:05: Im Titel war ja auch schon irgendwie, klang die Quantenmechanik schon wieder an.

00:39:09: Eine der großen Fragen ist immer, und das ist natürlich diese ganz klassische Beispiel von Schrödinger mit seiner Katze.

00:39:17: Du hattest das ja auch in deinem Slime.

00:39:19: Ist immer die Frage, was ist so das maximal große System, in dem noch quantenmechanische Effekte auftreten können.

00:39:27: Wo ist der Übergang?

00:39:29: Ja, und Übergang finde ich mal interessant.

00:39:32: Also, weil der ist ja fließend.

00:39:33: Also, wo willst du den Übergang legen?

00:39:36: Also,

00:39:37: kommt halt oft die Umstände auch an.

00:39:39: Und wie genau du messen kannst, beispielsweise.

00:39:41: Oder wie sehr dich das interessiert im Prinzip.

00:39:44: Irgendwann bist du halt messtechnisch einfach limitiert.

00:39:48: Also was kann jetzt Quantenmechanik sein oder was sind quantenmechanische Effekte?

00:39:54: also wir kommen gleich noch auf welche.

00:39:55: aber etwas was ihr sicherlich alle in der Schule auch mal gesehen habt ist Beugung zum Beispiel, also Beugung vom Licht bzw.

00:40:03: Interferenz von Licht.

00:40:04: Licht ist ja eine Welle, wenn man natürlich einen Spalt schickt oder einen Doppelspalt oder ein ganzes Gitter, dann sieht man so Interferenzmuster und da weiß man okay, da sind Wellen, Wellen, die miteinander interferieren und deswegen gibt es hinter dem Muster, hinter dem Beugungskitter sieht man an helle und dunkle Stellen.

00:40:20: Und jetzt ist ja Licht relativ klein, aber man kann jetzt weitergehen.

00:40:28: Bevor uns Leute in die Kommentare schreiben, natürlich kann man das auch mit reiner Wellenmechanik erklären, aber das ist das klassische Experiment der Quantenmechanik.

00:40:38: In dem Fall geht es mir jetzt nur darum, zu sagen, so was passiert, wenn wir eine Systeme größer werden.

00:40:41: Jetzt gucken wir uns Elektronen beispielsweise an, wobei die auch punktförmig sind.

00:40:45: Aber sagen wir mal Atome, kann man auch mit Atom-Interferenz machen.

00:40:51: Und ja, das geht auch.

00:40:52: Und dann nimmt man, ich komme mit C-Sechtsich, also die Fußballmobilik, man hat auch gemacht.

00:40:58: Und ich habe ja, glaube ich, neulich schon davon erzählt, von diesem Paper, was zwanzig, zwanzig, glaube ich, sogar rauskam, wo die da mit metallischen... Nanopartikeln gemacht haben, die, glaube ich, so sieben Tausend Atome hatten.

00:41:11: Und da sehen die eben auch diese Interferenz.

00:41:14: Also auch ein Cluster, ein Nanopartikel mit sieben Tausend Atomen hat eine Welle oder hat Welleneigenschaften.

00:41:21: Und diese Welleneigenschaften zeigen sich dann eben in der Interferenz, wenn man die auf ein Gitter schickt.

00:41:27: Ist noch nicht die Kurschrödinger als Katz, aber trotzdem schon Glockloss.

00:41:33: Ja, ja, genau.

00:41:34: Also für ein Physiker ist das nah dran.

00:41:38: Genau.

00:41:39: Und jetzt, weil du es gerade schon gesagt hast, wo ist die Grenze?

00:41:43: Ja, das ist eine gute Frage.

00:41:45: Das ist vielleicht eine akademische Frage, weil im Prinzip haben natürlich auch Autos quantmechanische Effekte, wenn du mit denen rumfährst, nur die sind so winzig, dass sie völlig irrelevant sind oder auch nicht messbar sind.

00:42:01: Das heißt, irgendwo dazwischen liegt diese Grenze.

00:42:03: Warum stellt man sich dann diese Frage überhaupt?

00:42:06: Und diese Frage wird gestellt in dieser Auszeichnung, in diesem Nobelpreis.

00:42:11: Wo liegt die Grenze?

00:42:12: Wie groß können Objekte sein, um quantenmechanische Eigenschaften zu zeigen?

00:42:17: Weil es technologisch nicht uninteressant ist.

00:42:20: Denn man könnte sich überlegen, dass man quantenmechanische Effekte zum Beispiel in der Elektronik nutzen will.

00:42:25: Und dann stellt sich natürlich schon die Frage, können wir das überhaupt in unserer makroskopischen Welt sehen und können wir es nutzen?

00:42:34: in unserer makroskopischen Welt.

00:42:37: Und genau diese Frage haben sich auch die Nobelpreisträger gestellt, für die sie jetzt ausgezeichnet worden sind.

00:42:45: Und genau die haben, das ist marketingmäßig nicht schlecht, sie haben halt elektrische Stromkreise gebaut, die groß genug waren, dass man sie in der Hand halten kann.

00:42:56: Und wir kommen gleich nochmal zu diesem in der Hand halten.

00:43:00: Das möchte ich in Anführungsstrichen sehen.

00:43:05: Aber der Marketing ist gut.

00:43:06: Also die sind halt makroskopisch tatsächlich so, dass man sie in der Hand haben könnte.

00:43:12: Und deswegen sind es halt wirklich große Objekte.

00:43:15: Objekte.

00:43:15: Und in diesen Objekten haben sie quantenmechanische Phänomene beobachtet.

00:43:23: Unter anderem quantenmechanisches Tunneln, aber auch quantisierte Energieniveaus.

00:43:27: Und das ist wirklich, wirklich spannend.

00:43:30: Also fangen wir mal mit dem Tunnel Effekt an, der ist eigentlich recht handlich.

00:43:34: zu erklären, wir haben schon so oft über den Tunneleffekt gesprochen, kennt ihr ja alle, der besagt zum Beispiel, dass ein Elektron durch eine Energiebarriere fliegen kann, tunneln kann, auch wenn die Energie des Elektrons dafür eigentlich nicht groß genug ist.

00:43:51: Also...

00:43:53: Es kann durch den Berg durch, obwohl es nicht drüber konnte.

00:43:56: Genau.

00:43:57: Das ist sehr schön erklärt, weil so würde man das jetzt sagen.

00:44:01: Wir gehen jetzt auf die Mechanik, also wir gehen weg vom Elektron und sagen, wir haben so eine Mulde irgendwie und in der Mulde liegt eine Murmel.

00:44:09: Oder du bist beim Minigolfen und du bist zwischen zwei Hügeln mit deinem Minigolfball.

00:44:15: Aber du hast nicht genug Energie, um über so ein Hügel drüber zu spielen.

00:44:20: Das heißt, eigentlich ist dein Minigolf-Ball gefangen zwischen den beiden Hügeln.

00:44:26: Und die Quantenmechanik sagt jetzt, ja, du hast zwar zu wenig Energie, der Ball kann nicht über den Hügel drüber laufen, aber vielleicht, wenn wir ein bisschen Glück, tunnelt der Ball durch den Hügel und taucht dann auf der anderen Seite auf, obwohl die Energie, wie gesagt, nicht ausreicht, um über den Hügel drüberzukommen.

00:44:47: Das wirkt natürlich völlig absurd für uns in der realen Welt, weil sowas nie beobachten würden.

00:44:54: In der Quantenwelt, in der Welt der kleinsten Teilchen passiert aber das ständig.

00:45:02: Und man muss dazu sagen, wenn man sich dann, wenn man wirklich physisch studiert hat, ist das auch nicht mehr ganz so erstaunlich.

00:45:08: Also wir haben dann ja berechnen dürfen, müssen, wie die Wellengleichung von Teilchen sind.

00:45:14: Und da sieht man dann auch aus diesen Wellengleichungen fallen dann auch Aufenthaltswahrscheinlichkeiten der Teilchen raus und dann sieht man, dass es halt eine gewisse Wahrscheinlichkeit gibt, wo das Teilchen ist.

00:45:27: Und diese Wahrscheinlichkeit lappt eben über die Barriere drüber auf die andere Seite und es gibt also eine Restwahrscheinlichkeit, dass das Teilchen auch jenseits der Barriere ist.

00:45:36: Und das definiert dann einfach, weil die Welt wirklich so ist.

00:45:41: Dass das Teilchen da tatsächlich auftauchen kann.

00:45:43: Wenn man die Formel dann erstmal verinnerlicht hat, ist das irgendwie gar nicht mehr so ganz erstaunlich, damit rechnet jeder Studierende in der Physik halt rum und kann das dann auch in Praktikumsversuchen messen.

00:45:58: Aber natürlich für die Alterserfahrungen ist das erstmal komisch.

00:46:01: Ja, das Erstaunliche ist, dass diese Gleichungen, die wir da als abstraktes Konstrukt haben, tatsächlich die Realität adäquat beschreiben.

00:46:08: Genau.

00:46:09: Das ist das Erstaunlichste, ja.

00:46:11: Der da aus dem Gleichung rausfällt und dann kannst du auf einmal Dinge beschreiben.

00:46:15: Auch Dinge übrigens beschreiben, die mit der klassischen Physik eigentlich nie mehr zu verstehen waren.

00:46:21: Und da muss man eben, das muss man auch verstehen, wenn man sich den Siegeszug der Quantenmechanik anguckt, um die Jahrhundertwende, also die Ecke, da gab es halt Dinge, die schwer zu verstehen waren.

00:46:34: Zum Beispiel in der Kernphysik.

00:46:36: Also radioaktiver Zerfall eines Atomkerns.

00:46:41: Im Prinzip konnte man sich fragen, warum zerfallene Kerne plötzlich und spontan?

00:46:48: Und mit der Formulierung der Quantenmechanik und des Tunneleffekts insbesondere, könnte man auf einmal feststellen, dass der radioaktive Zerfall des Atomkerns eigentlich nur ein Tunneleffekt ist.

00:47:01: Ein Teil des Atomkerns tunnelt einfach nach außen, obwohl es eigentlich gebunden ist an den Atomkern.

00:47:10: Eigentlich kann es da nicht raus aus diesem Potenzialtop, aber es gibt diese Wahrscheinlichkeit des Tunnels und da fällt auf einmal das Alphateilchen raus und damit sieht man radioaktive Strahlung.

00:47:24: Deswegen war das auch so revolutionär, weil man auf einmal Dinge verstehen konnte, die man eben ohne die Quantenmechanik nicht verstehen konnte.

00:47:31: Das ist halt ein sehr, sehr realer Effekt der Quantenmechanik und im Speziellen des Tunnelns, ohne die unsere Welt gar nicht so zu verstehen wäre.

00:47:40: Man muss dabei auch immer berücksichtigen, dass so Theorie, Entdeckungen und Messungen und so weiter immer so ein bisschen Hand in Hand gehen.

00:47:48: Es ist nicht so, dass sich da jemand hingesetzt hat und sich einfach irgendwelche abstrusen Gleichungen überlegt hat und plötzlich sieht man auch, das passt ja, sondern man hat... Effekte gab, die man nicht erklären konnte, hat dafür Mathematik gemacht, hat sich die Mathematik angeguckt, konnte den Effekt erklären, hat dann gesehen, ha, wenn das aber stimmt, dann müsste auch noch x, y passieren.

00:48:05: Da hat man das probiert und gesehen, ah ja, das passiert dann auch.

00:48:09: Also das ist immer so ein Hand in Hand zwischen Theorie und Experiment.

00:48:16: Das finde ich ist was sehr, sehr schönes in der Physik oder generell in der Naturwissenschaft.

00:48:21: Genau.

00:48:24: Ja genau, ich will jetzt keinen Abstecher in die Esoterik machen, weil da werden halt teilweise Theorien aufgestellt, die gar nix erklären.

00:48:30: Also, da auch keine experimentelle Beweise gibt und da ist halt ein Riesenproblem.

00:48:34: Also, du kannst Gedankenexperimente machen, du kannst dir irgendwas ausdenken.

00:48:38: Aber am Ende müssen deine Überlegung zu irgendwas, zu Erklärung führen, am besten Prognosen machen, die dann bestätigt werden.

00:48:46: Ja.

00:48:47: Genau, gibt noch andere Effekte, z.B.

00:48:49: die Fusion in der Sonne funktioniert auch nur durch den Tunnel-Effekt.

00:48:53: Da sind Protonen, die eigentlich zu weit voneinander entfernt sind und durch den Tunnel-Effekt kommen die sich so nahe, dass die miteinander verschmelzen.

00:48:59: Also auch die Sonne funktioniert eigentlich nur, weil wir Tunnel-Effekte haben.

00:49:05: Genau und dann gab es natürlich dann auch in den sechziger-sebzigerjahren erste versuche dann in der halbleiter technik auch tunnel und andere quanten effekter einzusetzen für bauteile und dann wird dann auch gemacht.

00:49:16: also josephen kontakte da kommen wir gleich nochmal drauf.

00:49:19: aber flashspeicher auch sind dinge oder mosfets mit mit so heterostrukturen mit dünnen schichten waren dann alles entwicklung die oder auch erfolgreich versucht haben, die Quantenmechanik in der Elektronik einzusetzen.

00:49:39: Zu den ganz großen Durchbrüchen und jetzt kommen wir auch zu einem Nobelpreis, kommen dann Effekte wie die Supra-Leitung, die wurden dann eingesetzt.

00:49:47: Du hast mal in einer Sendung relativ ausführlich über die Supra-Leitung gesprochen, kurze Erinnerung.

00:49:52: Schon ein bisschen her.

00:49:53: Ja, ist ein bisschen her, bestimmt hundert Folgen oder so, aber wir haben auch immer mal wieder über Supra-Leitung gesprochen, weil natürlich auch technologisch hochinteressant ist.

00:50:01: und so Traum natürlich auch.

00:50:04: Supra-Leitung bei Raumtemperatur zu haben.

00:50:06: Der heilige Gral der Festkörper für

00:50:09: sich.

00:50:12: Genau, weil in einem normalen Supra-Leiter fließen halt Elektronen ohne elektrischen Widerstand.

00:50:18: Also verlustfreie Stromleitung, wenn natürlich traumhaft.

00:50:22: Du hast dann auch erklärt, woran er liegt.

00:50:24: Zwei Elektronen bilden ein Paar, ein sogenanntes Cooperpaar und das ist ein gemeinsamer Quantenzustand und die Elektronen oder das Elektronenpaar wird dann nicht mehr an Hindernissen wie Fehlstellen im Kristallgitter oder so gestreut und kann an störenden Hindernissen Leitermaterial vorbeifliegen und deswegen sieht man eben keine, kein Widerstand mehr und kann Verlustfreistromleiten leiten.

00:50:51: Dafür gab es übrigens auch schon Nobelpreis neunzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzeh.

00:51:13: Die haben sich nämlich so, da sind so speziell präparierte Supraleiter, wo du ein Draht hast, also ein Supraleitener Draht, der an einer Stelle durchgeschnitten wird und an dieser Stelle wird dann ein dünnes, aber nicht leitenes Material eingesetzt.

00:51:29: Damit hast du einen sogenannten Josephson Kontakt und der ist im Prinzip eine Unterbrechung des Stromkreises oder deines Leiters sozusagen.

00:51:42: Man würde natürlich jetzt erwarten, dass der Stromkreis unterbrochen ist.

00:51:45: Da kann kein Hydratis gebrochen.

00:51:47: Da kann kein Strom durch.

00:51:48: Da ist ein Isolator drüber.

00:51:50: Da kann eigentlich kein Strom her laut klassischer Physik mehr fließen.

00:51:54: Aber man hat dann beobachtet, dass die Elektronen oder Elektronpaare doch durch diese Unterbrechung durchtunneln.

00:52:05: Und jetzt kommt die Forschung der diesjährigen Preisträger.

00:52:10: Sie wollten nämlich Zentimeter große Systeme bauen und dann diesen Tunnel Effekt nachweisen, um eben zu zeigen, dass dieser Tunnel Effekt nicht nur in Atomarnsystemen stattfinden, sondern dass die eben auch in diesen Zentimeter großen elektrischen Leiterstrukturen auftreten.

00:52:29: Genau, das haben die drei dann gemacht.

00:52:32: John Clark war der Professor, glaub ich, und dann hat John Martinis und Michel de Vore waren seine Doktoranden.

00:52:40: Das muss ja auch irgendwie eine gute Stimmung sein, wenn du so eine Gruppe hast, wo du irgendwie so zu dritt an so was dann Arbeit ist.

00:52:49: Ja, und das ist ihnen gelungen.

00:52:51: Also, die haben dann, genau, die messen können, dass eben ein, also war wahnsinnig experimentell anspruchsvoll.

00:53:01: Musste es erst mal dieses Quantensystem ... isolieren von störenden Einflüssen.

00:53:07: Also du brauchst eine ordentliche Abschirmung und du musst es, also du brauchst keine Wärmestrahlung haben, kein elektromagnetisches Rauschen, du musst das ganze System natürlich runterkühlen, so viel übrigens kannst du in der Hand halten.

00:53:23: Ja, da ist dann vorbei mit der Temperatur.

00:53:25: Das heißt, wenige Kelvin oder?

00:53:27: Genau, ganz nah am absoluten Nullpunkt.

00:53:32: Ja, wahrscheinlich Helium gekühlt und dann noch weiter, dass du wirklich knapp über dem absoluten Nullpunkt bist.

00:53:40: Genau, und dann haben sie einen schwachen Strom in diesen Supraliter eingespeist, der eben auch mit so einem Josephson Kontakt ausgestattet war und dank des Tunnel-Effekts konnten sie dann eben den fließenden Strom sehen und konnten damit sehen, dass trotz der Unterbrechung Strom geflossen ist.

00:53:59: Das war natürlich schon in gewisser Weise ein quantenmechanischer Effekt, den sie jetzt in einem großen System sehen, weil du hattest halt diese größeren makroskopischen Leiterbahn, einige Zentimeter, glaube ich, groß.

00:54:11: Und da hast du schon diesen quantenmechanischen Effekt gesehen.

00:54:14: Ich finde eigentlich den zweiten Teil, der steht auch im Titel oder in der Begründung, den habe ich gerade schon vorgelesen, den finde ich eigentlich fast noch ein bisschen geiler, weil sie... noch etwas gezeigt haben, was auch eine Eigenschaft der Quantenmechanik ist.

00:54:29: Nämlich, dass Energie ... ... eine Energiezustände auch gequantelt sind.

00:54:37: Also, wenn man sich jetzt zum Beispiel ein Atom anguckt, dann schwören da ja Elektronendrom und die halten sich auch in sogenannten Elektronschalen auf und die repräsentieren Energieniveaus.

00:54:51: Und die können nicht, die sind diskret.

00:54:53: Also wenn man von einem Energieniveau zum nächsten springt, dann ist da eine Lücke drüber.

00:54:58: Also man muss ein gewisses Paket an Energien hinzufügen.

00:55:01: Und dann springen die Elektronen auf ein anderes Niveau, auf ein anderes Energieniveau.

00:55:06: Und dazwischen ist nichts.

00:55:07: Da sind keine Zwischenzustände.

00:55:10: Da kommen übrigens auch diese sprichwörtlichen Quantensprünge.

00:55:14: Ja, die eigentlich winzig sind.

00:55:17: Genau.

00:55:18: Und bei Elektronen im Atom kennt man das schon.

00:55:21: Man weiß auch, wie man die anregen muss.

00:55:23: Die liegen irgendwo so im sichtbaren Lichtbereich, sag ich jetzt mal, ein paar Elektronenvolt.

00:55:27: Da schießt du mit dem Laser drauf.

00:55:29: Wir hatten ja jetzt bei unserer letzten Tour, hatten wir ein schönes Experiment, wo wir im Prinzip das gemacht haben mit Fluorescence.

00:55:38: Da haben wir Systeme, Farben auch angeregt auf ein höheres Energieniveau und die Energiewut haben wir da abgegeben.

00:55:44: Und das hat es genauso gemacht.

00:55:46: indem du einfach mit Lasern drauf geschossen hast auf der Bühne.

00:55:50: Also typischerweise auf diesem Energieniveau in der Höhe arbeitet man bei Elektron.

00:55:57: Jetzt ist das hier bei dem Strom, bei den Nobelpreisträgern ist das ein bisschen anders.

00:56:01: Die wollten sich auch diese Energieniveaus im Stromfluss angucken.

00:56:06: Das Problem ist hier, die Niveaus sind viel, viel dichter beieinander und man braucht viel, viel weniger Energie, um die von einem Niveau zum nächsten zu heben.

00:56:14: Deshalb konnten die nicht mit Licht arbeiten, sondern die haben mit viel energieärmerer Mikrowellenstrahlung gearbeitet, haben also dat auch experimentell gemacht, haben Strom fließen lassen und dann eben da quantisierte Energiezustände sichtbar gemacht, indem sie da mit Mikrowellenstrahlung drauf geleuchtet haben.

00:56:32: Und das finde ich eigentlich fast noch interessanter als das reine Tunnel, dass man da dann auch diese diskreten Energienivost zeigen konnten.

00:56:40: Also du hast jetzt ein makroskopisches System, ein Stromleiter, den du in Anführungsstrichen in die Hand nehmen kannst.

00:56:46: Und der zeigt auch diese diskreten Energienivost dir, die du da einstellen kannst.

00:56:51: Das finde ich irgendwie sehr spannend, muss ich sagen, als Physiker.

00:57:02: Ich finde, diese ganzen Quantensachen sind immer so abstrakt.

00:57:08: Also wenn man da was hat, was man wirklich sehen kann, ist das schön.

00:57:12: Genau, ja.

00:57:13: Und hier ist es halt wirklich, und das ist eigentlich auch der letzte Kommentar sozusagen zu diesem Thema, was ich noch sagen will.

00:57:24: eben auch diese technologie das was man jetzt sehen kann das was die gebaut haben das ist etwas was auch nicht nur akademisch mal gebaut wurde wird da irgendwas dran gemessen und jetzt packen wir die schublade, sondern es ist etwas was wirklich technologisch genutzt wird.

00:57:41: Und vor allem in zukunft wahrscheinlich eine hohe relevanz haben wird und da kann man wahrscheinlich wirklich von einer möglichen revolution sprechen.

00:57:49: Nämlich diese Josephson Kontakte beispielsweise spielen im Quanten Computing eine ganz, ganz große eine ganz, ganz große Rolle.

00:58:00: Kannst du sagen warum?

00:58:01: Ja, also es gibt verschiedene Realisierungen davon, wie du versuchst Cubits aufzubauen.

00:58:08: Also diese Quanten Computer, die ihr seht, üblicherweise diese großen Fotos von diesen Hängenden, die fast so ein bisschen aussehen wie so.

00:58:18: Wieso?

00:58:18: Wie so aus einem Groß-Tat rausgezogen

00:58:20: sind.

00:58:20: Genau.

00:58:20: Ja, genau.

00:58:21: Ich habe jetzt gerade überlegt, ob ich aus einem echten Leben ein Beispiel habe.

00:58:24: So ein bisschen wie so ein Kronleuchter fast, oder?

00:58:26: Ja,

00:58:26: ja, das kommt glaube ich

00:58:28: ganz gut drin.

00:58:29: Also diese klassischen Fotos von Quantencomputern.

00:58:37: Da muss man sich ja die Frage stellen.

00:58:38: Also die Idee von einem Quantencomputer ist ja so, wir wollen nicht mehr mit Bits arbeiten, also an und aus, sondern wir wollen mit Q-Bits arbeiten, also Überlagerungen von Zuständen.

00:58:48: Und die werden halt mit genau solchen supra leitenden, stromdurchflossenen Drähten mit Josephson Kontakt realisiert.

00:58:58: Also es gibt verschiedene Realisierungsmöglichkeiten.

00:59:01: Circuit Quantum Electrodynamics.

00:59:06: sind so Cubitschaltkreise, wo dann auch mit einem Mikrowellenresonator, also genau das, was wir gerade gesagt haben, diese Energienniveaus, wenn da, glaube ich, ausgenutzt, um eben Zustände zu erzeugen, die du nachher dann auch wieder auslesen kannst und die du dann, mit denen du dann im Prinzip rechnest.

00:59:25: Also genau das, was die hier experimentiert haben vor, wie lange ist das her dann, zwanzig, dreißig Jahre, ne?

00:59:32: wird jetzt als Bauteil in den Quantencomputern genutzt, um Cubits aufzubauen, Cubits zu nutzen, also diese Supraleiten in Ströme, die da fließen.

00:59:42: Da gibt es unterschiedliche Realisierung, glaube ich, so tief bin ich dann wiederum nicht drin, aber im Prinzip sind es diese Schaltkreise oder diese Stromdurchflossen in Supraleiter, die dann da genutzt werden als Speichereinheiten.

01:00:04: Die werden genutzt und da wird eben versucht die Korrektionszeit, also die Frage, wie lange kannst du so einen Zustand eines Cubits stabil halten?

01:00:14: Die werden gerade versucht, damit zu realisieren.

01:00:17: Also stabile Zustände, Quantenzustände, die dann zum Rechnen benutzt werden.

01:00:24: Und da muss man gucken, ob da dann wirklich die Realisierung ist in Zukunft für die Quantencomputer.

01:00:29: Denn wir wissen natürlich auch, es gibt auch andere Quantenbausteine.

01:00:35: Wir selbst haben ja an diesen Defekten im Diamant beispielsweise ein bisschen gearbeitet.

01:00:39: Das ist auch so ein Material, wo darüber nachgedacht wird.

01:00:43: Denn das ist nicht ganz unproblematisch.

01:00:45: Das Supra leitenden Bausteine, die sind halt so hochempfindlich.

01:00:50: Die musst du anordnen.

01:00:51: Also der technologische Satin.

01:00:56: Also, ich weiß nicht, wie weit die Quanten Computer gerade sind, aber ich hätte jetzt gesagt, dass, also zumindest in meinem Leinenkenntnisstand nach, hätte ich jetzt gesagt, es hat sich noch kein System endgültig durchgesetzt, oder?

01:01:09: Ja, würde ich auch sagen, ja.

01:01:10: Also, ich glaube, da drinnen ist noch nicht entschieden, würde ich auch sagen.

01:01:14: Wobei aber die Fortschritte halt wirklich beeindruckend sind.

01:01:17: Ja,

01:01:17: ja, also, ich weiß gar nicht, IBM hat doch mittlerweile hundert Cubels oder ein paar hundert

01:01:22: oder so.

01:01:23: Und das sind alles diese, weiß ich, sind das Ionenfallen oder sind das die, sind das so Jefferson-Kontakte?

01:01:29: Ich weiß es nicht.

01:01:30: Ja, also meiner Meinung nach ist genau das, sind genau diese Supra Leitenden Cubits, von denen ich jetzt gerade gesprochen habe.

01:01:37: Das ist das, was im Moment benutzt wird, ja.

01:01:40: Ich glaube, diese Ionenfallen, da kannst du das so fissellig zu präparieren.

01:01:46: Da raus nix.

01:01:47: Ja, ja, das wird nix, glaube ich, kann ich mir nicht vorstellen.

01:01:50: Da sind so Leiterschleifen, die für die es auch den Nobelpreis gab.

01:01:55: Und deswegen finde ich es irgendwie einen guten Zeitpunkt, um das auch auszuzeichnen.

01:02:02: Genau, das war Physik.

01:02:05: Dann kommen wir zum nächsten großen Nobelpreis, der Chemie.

01:02:12: Und ich möchte wie immer beim Chemie-Dobelpreis vorher einmal kurz sagen, wenn Chemiker zu hat, steinigt uns nicht, es tut uns leid.

01:02:23: Wir tun unser bestes also.

01:02:25: Der Chemie, der fängt schon an, Chemie Nobelpreis.

01:02:30: Ging an, ich kann die Namen, also die Namen sind Susumu Kitagawa, Richard Robson und Omar M Yagi.

01:02:41: Die haben den Nobelpreis bekommen für ihre grundlegenden Arbeiten in der Entwicklung von Moffs.

01:02:47: M.O.F.S Also M.O.F.S.

01:02:50: steht für Metallorganic Frameworks.

01:02:54: Also Metallorganische, wie kann man Framework am besten übersetzen?

01:02:59: Gerüste?

01:03:00: Gerüste, ja, Gerüste vielleicht oder Gittermodelle oder so.

01:03:04: Drahtmodelle, nee, Rahmen.

01:03:08: Ich habe mir nie darüber nachgedacht, wenn man Framework übersetzt.

01:03:12: Egal.

01:03:14: Was ist das, könnte man jetzt fragen.

01:03:15: Was sind denn diese Metallorganischen Frameworks?

01:03:20: Da fangen wir am besten vorne an bei dem, der die grundlegende Idee, könnte man sagen, dazu hatte.

01:03:24: Und das war Richard Robson, also einer von den drei.

01:03:27: Der hatte die erste Idee und hat die absoluten Grundlagen für die Arbeiten an diesen Metallorganischen Frameworks geliefert.

01:03:36: Hat die aber noch nicht so genannt.

01:03:39: Also der Name kam später, da kommen wir gleich noch zu.

01:03:41: Diese Metall, also Metal Organic Frameworks sind sehr stark vereinfacht ausgedrückt.

01:03:47: Große Molekül-Kristalle könnte man sagen, mit Hohlräumen.

01:03:52: Also schon eine Form von, also aus Physikasicht hätte ich jetzt gesagt, schon eine Form von Kristall.

01:03:59: Und wir als Physiker bezeichnen als Kristalljahr zum Beispiel eine Anordnung von Atomen mit einer gewissen Fernordnung, also ein sich periodisch fortsetzendes Gitter.

01:04:10: Und diese metallorganischen Frameworks sind jetzt im Grunde was ähnliches wie so eine Kristallgitterstruktur nur aus größeren Molekülen.

01:04:21: Also wir reden schon noch von einzelnen Molekülen oder sind dazu richtige, also wie sind große Erschiess.

01:04:28: Nee, so groß sind die gar nicht.

01:04:30: Zumindest nicht die, mit denen hier Richard Robson angefangen hat.

01:04:33: Das, ich muss mal gucken.

01:04:35: Irgendwann hatte ich mir in einem der nächsten Punkte aufgeschrieben, wie das hieß, was der genutzt hat.

01:04:38: Das war, äh, vier, vier,

01:04:41: vier,

01:04:41: Tetra, Zynothetra, Phenylmethan.

01:04:47: Wenn man das sich anguckt, sieht das aus wie so ein Ring, also so ein Kohlenstoffring mit zwei so Endnupsies dran und ein bisschen Stickstoff.

01:04:56: Also nicht jetzt nicht riesen.

01:05:01: Aber diese dinge also das als man könnte sagen als als einzelnes element zusammengebaut zu einem großen kost zu einem großen kristallgitter dann also.

01:05:18: Ich mache einfach mal weiter willkommen gleich dazu haben eine bessere Vorstellung davon.

01:05:22: Ganz witzig ist eine Anekdote nach.

01:05:24: also zumindest stand das so in den Popular Informations vom Nobelpreiskomitee.

01:05:30: Deshalb denke ich es ist eine Anekdote aber man erzählt solche Geschichten ja auch immer.

01:05:33: gerne hatte Robson die Idee für diese Metall Organic Frameworks.

01:05:39: Aufgrund einer Geschichte, die sich in den Siebzigern abgespielt hat, in den frühen Siebzigern, der hat in der Universität in Melbourne unterrichtet und hat dort so Molekülmodelle für seine Studenten gebraucht.

01:05:58: Um den Chemiestudenten so Molekülmodelle zu erklären.

01:06:02: Die kann man heutzutage ja weiß ich nicht irgendwo billig in China kaufen, kennt man ja, wo man so weiß ich nicht kleine Kohlenstoffatome hat, die man aneinander steckt mit so Verbindern und so.

01:06:11: Also

01:06:11: du meinst jetzt so richtig große Modelle, also für die

01:06:14: Hand.

01:06:15: Die handnimmst so für die Lehre quasi, der wurde für die Lehre, die irgendwie so ein weiß ich nicht, so ein Wassermolekül zusammenbaus oder so.

01:06:22: Also diese Molekülbauchkästen kennt man heute, aber das war in den Siebzigern, da konnte man die nicht mal eben so aus China bestellen, sondern da ist man noch in die Werkstatt der Universität.

01:06:31: und hat sich die Dinger aus Holz machen lassen.

01:06:34: Okay.

01:06:35: Und ihm ist dann aufgefallen, also in der Werkstatt arbeiten ja keine Chemiker, sondern das sind halt in den Werkstätten der Universitäten, arbeiten halt Techniker bzw.

01:06:49: in der Holzwerkstatt halt Schreiner, wenn man so möchte, in der Metallwerkstatt halt Metallbauer und so weiter.

01:06:54: Das heißt, der musste denen relativ deutlich sagen, was er haben wollte.

01:06:59: Und das heißt er hat gesagt hier sind Holzkugeln und diese Holzkugeln müssten genau da und da ein Loch haben.

01:07:06: Also er musste genau angeben.

01:07:08: Genau

01:07:08: welcher Winkel welches Loch.

01:07:11: Und ihm ist dann bewusst geworden oder ihm ist aufgefallen, dass in dieser Positionierung der Löcher in den Holzkugeln die Kugeln stehen dann für ein jeweiliges Atom.

01:07:20: Ja unglaublich viel Information über die Bindungseigenschaft und die Struktur steckt die.

01:07:27: diese Atome halt durch ihre Bindung aufbauen und die Moleküle, die sie dadurch aufbauen.

01:07:34: Und die Idee von ihm war es dann, dass diese, den Atom innewohnende Struktur, wenn man so möchte, dass er die nutzt, um größere Moleküle gezielt miteinander zu vernetzen und daraus kristalline Strukturen zu bauen.

01:07:50: Also im Grunde das, was wir als Physiker ja auch kennen, dass wir zum Beispiel das Kohlenstoffatom haben und wissen.

01:07:57: das Kohlenstoffatom ist je nach Hybridisierung geht es halt verschiedene Artenverbindungen einen bestimmten Winkel und bildet dann so wie wir es kennen verschiedene Arten von Kohlenstoff von Grafit bis Diamant und genau diese.

01:08:11: diese Strukturbildung wollte er nutzen um nicht einzelne Atome miteinander zu verbinden sondern Moleküle so zu manipulieren dass die an ihren Enden quasi eine gewisse Struktur automatisch bilden.

01:08:28: Also die Moleküle so an ihren Bindungsstellen zu manipulieren, dass sie eine bestimmte Art von Struktur bilden, wenn man genug davon zusammenkippt quasi.

01:08:38: Und das Witzige ist, er hat sich tatsächlich dabei von der Diamantstruktur inspirieren lassen.

01:08:46: Die halt damals ja auch schon bekannt war zu der Zeit, also ist ja ganz klassisch Kristallografie.

01:08:51: Wie sieht ein Diamant aus?

01:08:52: oder was ist Diamantstruktur?

01:08:54: Wir haben Kohlenstoff, jedes Kohlenstoff im Diamant hat vier nächste Nachbarn, die in so einer Tetraeda Struktur angeordnet sind.

01:09:01: Und wenn man von diesem Tetraeda, also wenn man die Kohlenstoffatome so anordnet, dass jedes Kohlenstoffatom vier nächste Nachbarn hat, dann bekommt man die Diamantstruktur.

01:09:13: Genau diese Struktur wollte Robson dann halt aus anderen Molekülen nachbauen.

01:09:18: Und dafür hat er Kupferionen genommen, also als Strukturgebendes Ion, weil Kupferionen wohl auch vier Bindungsnachbarn in Tetraedervorm ermöglichen.

01:09:33: Der hat dafür dann das eben genannte Molekül genutzt, und zwar dieses Tetrazyno-Tetrafenylmetan.

01:09:43: Denn dieses Molekül hat, wie ich ja schon sagte, diesen Ring mit diesen Nupsistran als einen Arm und dieser Arm geht in vier Raumrichtungen.

01:09:58: Also es gibt diesen Ring mit den Nupsistran viermal.

01:10:03: Der hat auch schon eine tetraedrische Struktur.

01:10:06: Jeder dieser Arme, einer zeigt nach oben, drei so nach unten im gleichen Winkel.

01:10:10: Ein Grunde genau wie die Einheitszelle oder wie eine Einheitszelle von einem Diamant geht da.

01:10:14: Nur

01:10:14: ein bisschen größer, wenn ich das jetzt

01:10:16: rieche.

01:10:16: Genau, nur deutlich größer.

01:10:18: Dieses vieratomige organische Molekül.

01:10:22: hat an seinen Enden jeweils Nitrilgruppen, also eine bestimmte Stickstoffgruppe am Ende des Abends sitzen.

01:10:30: Und diese Stickstoffgruppe, die bindet sehr gerne mit dem Kupferjonen.

01:10:36: Das bedeutet, wenn man an die Enden, an diese Nitrilgruppen quasi Kupferjonen setzt oder dort Kupferjonen als Verbindungsion benutzt, dann kann man aus diesem vierarmigen Molekül, das ja schon so eine Tetraedaform hat, eine Diamantgeterstruktur nachbauen, deren Verbindungen am Molekül halt immer dieses Kupferjonen ist.

01:11:03: Das klingt jetzt im ersten Moment, finde ich, zumindest wenn man sich das als Physiker anguckt, denkt man so, ja klar, natürlich.

01:11:09: Also wie ich das zusammen kippe, das baut sich so auf.

01:11:13: Also, weil wir das halt von einzelnen Atomen ja so gewohnt sind, dass die halt unter gewissen Bedingungen Kristalle ausbilden.

01:11:20: Man muss aber sagen, zu der Zeit, als Robson das hier gemacht hat, war man sich da gar nicht so sicher und die meisten Chemiker oder generell Naturwissenschaftler zu der Zeit hätten er angenommen, dass die Kombination solcher Moleküle, also dieses tetraedischen Moleküls mit Kupferjonen kein stabiles Gebilde gibt, sondern Kraut und Rüben.

01:11:42: Wild irgendwie, weiß ich nicht, zusammenklappt und sich irgendwie bindet.

01:11:46: Aber Robson sollte am Ende mit seiner Idee recht behalten.

01:11:50: Er hat nämlich versucht, das zu synthesisieren und hat das auch geschafft.

01:11:59: eine Veröffentlichung gemacht, wo er genau dieses Gitter gebaut hat.

01:12:03: Also dieses Molekül, dessen habe ich jetzt nicht nochmal ausspreche, dieses tetraedische Mitkupferjonen kombiniert und hat da raus am Ende im Grunde so was wie ein riesiges Diamant-Gitter gebaut.

01:12:16: Was natürlich kein Diamant-Gitter ist, aber es ist die gleiche Struktur, die man abstrakt darüber legen kann.

01:12:22: Man hat diese Tetraeda, nur sind die Tetraeda halt nicht, in dem Fall hier nicht, Fünf Atome, sondern es sind drei, also es ist jeweils immer eins dieser Moleküle mit den entsprechenden Kupferionen an den Enden der Arme, die dann zu den nächsten Molekülen wiederbilden.

01:12:43: Ja,

01:12:44: vermutlich ist das aber auch jetzt nicht eine akademische Entdeckung, weil das ist natürlich schon irgendwie ganz cool,

01:12:53: sich

01:12:54: bauen kann, aber wahrscheinlich kann man damit auch noch was anfangen, oder?

01:12:58: Ja?

01:12:59: Aber zu der Zeit nein.

01:13:01: Als er es gemacht hat, tatsächlich nicht.

01:13:03: Da war das eher wirklich so ein bisschen zu hart ausgerückt, aber eher so eine akademische

01:13:08: Spielerei tatsächlich.

01:13:11: Das Besondere an diesen Gittern ist, dass die... Die sind im Grunde wie ein Atomgitter, aber im Gegensatz zum Diamantgitter sind die Atome nicht dicht gepackt, sondern dadurch, dass diese Moleküle ja länglich sind und diese Plastikstruktur haben, sind da riesig, also in Anführungszeichen riesige Hohlräume in diesem Gitter.

01:13:34: Und ähm, also Robson hat das erste Mal diese Gitter überhaupt gezeigt, dass es möglich ist, mit Molekülen solche Gitter zu bauen.

01:13:43: Also poröse Gerüste sich rational zu überlegen.

01:13:48: Also die sich überlegen, ist das möglich?

01:13:50: und die dann synthetisieren und das auch in einem selbst organisierenden Prozess so etwas bauen lassen.

01:13:57: Und die Struktur, die dann rauskommt, die wirklich periodisch wie ein Kristall ist.

01:14:03: Abgesehen davon konnte Ropsen tatsächlich noch zeigen, dass diese Kavitäten, also diese Löcher, also Löcher ist das falsche Wort, das sind halt Hohlräume im Gitter oder der ist viel Platz im Gitter, dass die füllbar sind, also man kann.

01:14:17: gewisse Substanzen oder andere Ionen in diese Kavitäten gezielt reinsetzen und in chemischen Prozessen auch austauschen, ohne dass das Gitter dabei kaputt geht.

01:14:29: Mhm, aber dann kommen wir doch jetzt schon langsam in Richtung Anwendung, oder?

01:14:33: Zu der Zeit aber immer noch nicht.

01:14:34: Also man, ne, dass das hatte,

01:14:37: der hat ja selber schon irgendwie rausgefunden hat, oder erkannt

01:14:39: hat.

01:14:40: Und er hat auch erkannt, dass das potenziell riesige Anwendungsmöglichkeiten hat, aber das ... Also den großen Durchbruch, die Anwendungsmöglichkeiten hat man damals so noch nicht gesehen, weil es halt immer noch Strukturen waren, die nicht super stabil waren und für dies keine direkte Anwendung gab, wofür man sie benutzen wollen würde oder könnte.

01:15:03: Da kommen die anderen beiden Nobelpreisträger langsam ins Spiel, denn es haben dann natürlich auch andere Leute angefangen, später an diesen Strukturen zu arbeiten.

01:15:14: Also muss ich mal überlegen, der hatte die ersten Ideen dazu Anfang der Siebziger und hat in den Neunzeiten neunundachtzig das erste Mal sowas synthetisiert.

01:15:24: Kommen wir zum zweiten Preisträger, Zumu Kitagawa, der hat in den Neunzeiten zweiundneinzig Auch an solchen Strukturen gearbeitet, natürlich aufgebaut auf den Erkenntnissen und hat eine zweidimensionale Struktur gebaut, die Aceton aufnehmen konnte.

01:15:41: Zweidimensionale Struktur, die Aceton.

01:15:44: Eine zweidimensionale Struktur, also zweidimensional klingt jetzt falsch.

01:15:48: Es ist eine zweidimensionale Struktur, die aber doppelt ineinander geschachtelt ist und dadurch eine dreidimensionale Struktur ergibt.

01:15:54: Also es ergeben sich dadurch in dem resultierenden Material nicht so Kavitäten, sondern eher so Kanäle.

01:16:05: sich ergeben und hier der hat erzählt, dass er eigentlich weiterforschen wollte, aber es unglaublich schwierig war, Anträge dafür genehmigt zu bekommen.

01:16:20: Der hat keine Grants, also der hat kein Geld für die Forschung bekommen.

01:16:24: Der hat mehrere Anträge geschrieben, dass er gerne an diesen Strukturen weiterforschen möchte, weil er da große Anwendungsmöglichkeiten sieht und so und die wurden fast alle abgelehnt.

01:16:32: Warum?

01:16:33: weil man keinen weil man keinen sinn gesehen hat da drin also keine anwendung.

01:16:36: so ja weiß man nicht.

01:16:37: ne sieht jetzt nicht so aus als ob es vielversprechend wäre.

01:16:40: wie das halt so ist war nicht on vogue wenn man sie möchte.

01:16:46: trotzdem hat die gruppe an diesen metallorganischen grüsten weiter geforscht und hatte dann nineteen sieben neunzig ein durchbruch mit einer kombination von einem heißt vier vier bipyridin kombiniert mit Kobald, Nickel und Zinkion und das führte zu einem dreidimensionalen metallorganischen Framework mit den gerade schon genannten offenen Kanälen im Material.

01:17:15: Das Besondere an dem Zeug war, dass es so stabil war, dass sie das trocknen konnten, also das Wasser aus der Struktur rausziehen und dann tatsächlich einen festen Kristall hatten, der Gase aufnehmen konnte.

01:17:28: ohne dabei irgendwie zu reagieren oder sich zu ändern, sondern in den Kanälen tatsächlich Gase aufnehmen konnte.

01:17:36: Klingt erst mal gut, hat aber die anderen Forscher zu der Zeit auch nicht so vom Hocker gehauen, also die Forschungsgemeinschaft.

01:17:42: Und die haben immer noch nicht so richtig das Potenzial erkannt damals.

01:17:49: Man muss sagen, auch da, also wir sehen jetzt, also wir haben ja die Brille der Vergangenheit.

01:17:53: Wir sehen ja, welche Anwendungen diese Dinge haben und du weißt ja auch grob, was da noch kommt.

01:17:57: Aber zu der Zeit hat man gesagt, so ja toll, jetzt haben wir ein Kristall, der kann Gase binden.

01:18:01: Also ja, es ist schön und gut, aber wir haben auch Zeolite schon seit Ewigkeiten, also aus so Silizium-Strukturen, die wir auch in großen Mengen synthetisieren können und die sind deutlich effektiver noch und besser.

01:18:14: Also was sollen wir mit dem Zeug?

01:18:18: Trotzdem, Kitagawa hat weiter daran geforscht mit seiner Gruppe und hat erkannt, dass man diese Materialien, die er da gebaut hat, also die Gase absolvieren kann, aus verschiedensten Molekülen am Ende designen kann.

01:18:35: und im Gegensatz zu Zeoliten, kann man sogar solche Frameworks bauen in Materialien, die flexibel sind, also weich.

01:18:46: Weil sie am Ende nur organische, also organische Moleküle sind.

01:18:50: Und da sehen wir schon was, was ein bisschen, also was wirklich neu war, weil Zeolite sind ja immer so Silizium-Kristallstrukturen, die sind immer fest.

01:19:00: Und der hat jetzt quasi Materialien gebaut mit diesen metallorganischen Frameworks, die flexibel sind, aber ähnlich wie Zeolite Gase binden können.

01:19:12: Und im weiteren Verlauf hat Kitagawa dann noch flexible Frameworks entwickelt, die Methan und Wasser aufnehmen können und dabei ihre Form ändern.

01:19:24: Dieses Wasser und das Methan aber auch wieder abgeben können und in ihre ursprüngliche Form zurückwandeln.

01:19:30: Also in den Informationen hier vom Nobelpreiskommentier wird das als Atmend beschrieben.

01:19:36: Also atmende metallorganische Frameworks.

01:19:43: Man könnte sagen, das ist also.

01:19:48: Das ist eine Weiterentwicklung von dem, was Robson am Anfang gemacht hat.

01:19:51: Der hatte die grobe Idee, da Gava hat das weiterentwickelt und erste Anwendungen dafür gebaut, wenn man so möchte, oder erste Sachen, die Anwendungs, also die, mit denen man Anwendung bauen konnte.

01:20:03: Und dann kam der letzte ins Spiel, der letzte Preisträger Oma M. Yagi.

01:20:10: der hat am ende das ganze systematisch gemacht und der hat vor allem diesen begriff auch geprägt diese metallorganischen frameworks.

01:20:21: also der hat im grunde die diese ergebnisse die man vorher hatte hat der systematisch aufgearbeitet und hat.

01:20:31: Am Ende diesen Zweig der Chemie quasi begründet, könnte man sagen.

01:20:36: Der hat die Grundlagen systematisch erforscht von diesen Ideen, die von den anderen beiden kamen und das aufgebaut.

01:20:44: Der hat, wie gesagt, diesen Begriff geprägt in einer Veröffentlichung von nineteen fünf neunzig.

01:20:49: Ist krass wie.

01:20:49: Also ich habe die ganzen Sachen gelesen und dachte mir, krass, da habe ich schon gelebt.

01:20:54: Was habe ich in der Zeit gemacht, wahrscheinlich Gameboy gespielt.

01:20:58: Also in der Veröffentlichung in Naturen, das hat fünfundneunzig zwei, zwei solcher Frameworks gebaut.

01:21:05: Und die waren, wenn sie voll besetzt waren, also wenn die Kavitäten gefüllt waren, waren die so stabil, dass die über dreihundertfünfzig Grad heizbar waren.

01:21:15: Also im Gegensatz zu den Frameworks, die Robson am Anfang noch gebaut hat, sind wir mittlerweile an der Stelle angekommen, wo Frameworks gebaut werden, die unglaublich stabil

01:21:26: sind.

01:21:28: Man muss aber sagen, bis Yagi halt das Ganze systematisch aufgearbeitet hat und auch wirklich regeln und ja, also das Ganze berechenbar, skalierbar und stabil gemacht hat, hat man die Anwendung noch nicht gesehen.

01:21:42: Das hat sich dann mit Yagi

01:21:46: geändert,

01:21:47: kann man sagen.

01:21:48: Denn der hatte, neun, neun, neunzig, einen richtigen Durchbruch mit einem MOF, das er MOF V genannt hat.

01:21:57: MOF-Fünf und das Ding ist wohl in dem Feld dieser metallorganischen Frameworks so ein Klassiker in dem Feld.

01:22:05: Also sowas wie die Drisophila in der Biologie ist dieses MOF-Fünf wohl ein Standardgitter in diesem Zweig der Chemie geworden.

01:22:17: Das ist sehr stabil, hat große Kavitäten und selbst ungefüllt.

01:22:21: Also wenn es diese Löcher im Gitter hat, ist es bis zu drei Hundert Grad ohne Probleme stabil.

01:22:31: Und dieses Mof V hat dann auch andere Zweigedechemie oder andere, also er hat sehr viel Beachtung bekommen, denn hier wurde richtig, richtig klar, was für Anwendungsmöglichkeiten in diesen Metallorganischen Frameworks drinstecken.

01:22:47: Da kommen wir nachher noch zu, wofür die Dinger überhaupt gut sind.

01:22:51: Denn durch diese poröse Struktur, die im Material drinsteckt, also man muss sich diese poröse Struktur nicht vorstellen wie irgendwie ein Schwamm oder so, oder irgendwas sehr poröses wie Kreide oder so, sondern wir haben hier wirklich auf atomarer Ebene eine poröse Struktur.

01:23:11: Das bedeutet, das Zeug hat eine unglaublich große Oberfläche.

01:23:17: Innen drin.

01:23:19: Und zwar so groß, bei dem Molf V ist es so groß, dass ein paar Gramm davon ungefähr die Oberfläche eines Football-Feldes haben.

01:23:27: Das heißt, wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, wo die Dinger Gase effektiver und deutlich potenter absorbieren können, als es Zeolite je konnten.

01:23:40: Jage hat dann Anfang der zweitausender noch diverse Veröffentlichungen in Nature & Science gehabt, wo er insgesamt sechzehn Versionen von diesem MOF V gezeigt hat, die je nach Modifikation halt kleine oder größere Kavitäten hatten und verschiedene Mengen Methan zum Beispiel speichern konnten und zwar im Umfang, dass er das schon ins Spiel gebracht hat als Speicher für Fahrzeuge.

01:24:03: Ja, da hab ich auch dran gedacht jetzt schon, ja.

01:24:06: Also wirklich wirklich große Menge.

01:24:07: also da sind wir an dem punkt wo jagi das wirklich so systematisch erfasst hat dass man.

01:24:14: Die netzwerke wirklich nach bedarf anpassen konnte.

01:24:18: und generell kann man sagen jagi hat das ganze systematisch gemacht und hat ein konzept eingeführt das sich secondary building units nennt.

01:24:27: Das heißt, man fängt nicht an das Gitter von Grund auf zu designen, sondern das ist so ein bisschen wie Lego-Steine.

01:24:34: Man bedient sich aus einem Kasten an fertigen bekannten Molekülen, die halt gewisse Strukturen bilden und kann sich dann wie aus dem Lego-Bau-Kasten diese Metallorganischen Frameworks so zusammenbauen, wie man sie braucht.

01:24:49: Und das Ganze macht es halt einfacher Modular und halt auch gut vorhersagbar, wie dieses Gitter am Ende aussehen wird.

01:24:56: Also im Grunde hat der am Ende, wie gesagt, diesen Zweig gegründet, die Technik, wie man solche Gitter gezielt erzeugt.

01:25:08: Der hat auch noch eins gemacht, das geht so ein bisschen Richtung Science-Stunt, finde ich zumindest, und zwar das metallorganische Framework MOF-Dreinohrei.

01:25:17: Das war in der Lage, aus der Wüstenluft in der Nacht Wasser zu gewinnen.

01:25:24: Also das Zeug hat eine große Oberfläche und eine hohe Anziehungskraft, wenn man so möchte, für Wassermoleküle, die in der kühlen Nacht da quasi drin gebunden werden und dann am Tag, wenn es wärmer wird, als Wasser tatsächlich extrahiert werden können.

01:25:43: Also Yagi machte am Ende diese Frameworks berechenbar und systematisch.

01:25:49: Und dann halt auch anwendbar, also dadurch sind am Ende halt Anwendungen rausgefallen.

01:25:56: Also wenn man den Chemie Nobelpreis sehr halt auf die drei Leute aufgeteilt wurde, nochmal zusammenfassen möchte, kann man sagen, Robson hat als erster die Idee überhaupt gehabt solche Frameworks zu bauen, also so Kristalle aus Molekülen, wenn man möchte.

01:26:11: Systematisch aufzubauen, Kitagawa hat das Ganze weiterentwickelt und erste Anwendungen davon gemacht und Yagi hat am Ende das ganze systematisch designbar gemacht und den Begriff geprägt und halt dieses Lego-Baukasten-Prinzip für diese Familie von Strukturen eingeführt.

01:26:29: Ich mag ja, eigentlich haben wir schon mal darüber gesprochen, dieses... Aufbauende bei den Preisträgern, also der erste Gedanke, der weiterentwickelt und er hat es in die Anwendung gebracht, finde ich irgendwie eine sehr schöne Geschichte.

01:26:45: Ja, finde ich auch.

01:26:47: Ich weiß nicht, irgendwo hatte ich auch noch diverse, ich weiß nicht, ob das in dem Advanced oder in dem Popular-Ding war.

01:26:56: Wofür diese Metallogonic Frameworks genutzt werden?

01:26:59: Also, ich hab ja schon gesagt, dieses eine MOV-Drein-O-Drei, was halt Wasser aus der Luft gewinnen konnte, was ja krass ist.

01:27:08: Es kann aber auch benutzt werden, also solche Netzwerke können aber auch dafür benutzt werden, zum Beispiel mit großen Kavitäten Wasser zu reinigen, weil sie gewisse Moleküle dann binden können und so.

01:27:23: oder die können auch genutzt werden, um aus verschiedenen Mischungen gewisse Moleküle, also zum Beispiel Rohstoffgewinnung, rauszufiltern.

01:27:37: Oder um Kohlendioxid zu binden.

01:27:41: Also Treibhausgase.

01:27:42: Und also die Anwendungen dieser Metallorganic Frameworks sind... grenzenlos jetzt so übertrieben, aber die sind unglaublich groß.

01:27:54: und wie gesagt, es hat in den neunzigern angefangen.

01:27:57: Wir stehen da im Grunde noch am Anfang von dem, was man mit den Dingern machen kann.

01:28:03: Ja, krass.

01:28:04: Okay, sehe ich ein, dass das preiswürdig ist.

01:28:08: Wasserstoffspeicher.

01:28:09: Ja, da hab ich natürlich auch schon drin gedacht.

01:28:13: Ja, das war der Chemie Nobelpreis.

01:28:15: Ja, sehr cool.

01:28:18: Keine Frage.

01:28:19: Verdient.

01:28:20: Ja, würde ich auch sagen, kann man geben.

01:28:24: Dann können wir auch mal gehen.

01:28:26: Genau, dann machen wir weiter mit der Medizin, beziehungsweise es ist ja Physiologie und Medizin, zwanzig, fünfundzwanzig.

01:28:35: Geht an Mary Bronco, Fred Remstel und Simon Saka Gucci.

01:28:43: Und gewürdigt wird hier ihre bahnbrechenden Entdeckungen über die perifäre Immuntoleranz, die verhindert, dass das Immunsystem den Körper schädigt.

01:28:56: Das habe ich mich häufig schon gefragt.

01:28:58: Es gibt ja auch die Krankheit, dass dein Immunsystem sich gegen die Autoimmunerkrankung, dass dein Immunsystem sich gegen die selber richtet.

01:29:05: Aber warum tut es das im Allgemeinen nicht?

01:29:08: Ja, die Antwort wirst du jetzt bekommen.

01:29:12: Das vermute ich eine der Antworten, aber genau das haben die sich angeguckt oder das haben sie verstanden, was ein Mechanismus ist, dass der Körper sich nicht selber angreift.

01:29:24: Genau.

01:29:26: Ich glaube, wenn wir, ich habe neulich angefangen oder wir haben angefangen mit Marie, es war einmal das Leben zu schauen, diesen Zeichentrick.

01:29:34: Oh, sehr schön.

01:29:35: Ja, mag ich sehr.

01:29:36: Aber in der ... Das

01:29:37: ist schon sehr ... Wann hast du das letzte mal geguckt?

01:29:41: Hast du in den letzten zehn Jahren mal eine Folge geguckt?

01:29:44: Nein, eine ganze nicht.

01:29:45: Ich habe nur immer Ausschänden davon gesehen und ich habe sehr, sehr schöne Kindheitserinnerungen daran, weil ich mich unglaublich gefreut habe, wenn ich das gesehen habe oder am liebsten habe ich noch gesehen.

01:29:55: Es war einmal Entdecker und Erfinder.

01:29:58: Ich glaube, es war einmal das... Warte mal, wie ist... Die andere Entdecker der Finnau, das gab doch noch was.

01:30:06: Es war einmal der Mensch, glaube ich.

01:30:09: Ja,

01:30:09: wo so Geschichte.

01:30:10: Genau, Geschichte,

01:30:11: ja.

01:30:13: Da habe ich auch alles etwas besser in Erinnerung, die Daktisch jetzt gesehen, als es war einmal das Leben.

01:30:21: Da ist unfassbar komplexes vor einmal das Leben.

01:30:25: Echt?

01:30:26: Da spielen so viele Charaktere, was dann ja irgendwelche, sagen wir mal, Bestandteile des Körpers sind spielen damit.

01:30:37: Das ist so

01:30:39: komplex erzählt, muss ich sagen.

01:30:41: Also ich war völlig irritiert.

01:30:44: Ich weiß nicht, ob das wirklich gut gemacht ist für die Zielgruppe.

01:30:50: Aber ich weiß noch, dass wir dann mal drüber gesprochen haben in der Folge von... von

01:30:55: optischem

01:30:56: Projekt, genau.

01:30:58: Dass es da auch irgendwie die ein oder andere Szene gab, die leicht antisemitisch

01:31:03: war.

01:31:03: Ja, genau, das kam noch dazu.

01:31:05: Aber ich kenne natürlich diese sentimentale Erinnerung daran auch, wenn ich schon die Stimme höre von diesem alten Typen.

01:31:13: Da geht mir auch das Herz auf.

01:31:16: Also gut, wenn wir eins gelernt haben, von des Weimaldern, das Leben, dann, dass sich unser Körper ständig im Krieg befindet eigentlich, weil ständig irgendwas angreift und der Körper muss sich die ganze Zeit verteidigen.

01:31:31: Und unser Immunsystem schützt uns vor diesen krankmachenden Mikroben, die versuchen, in unseren Körper einzudringen.

01:31:41: Diese Eindringlinge, und das habe ich auch dann ... was mich aus dieser Zeichen drückt, Serie, die haben alle ein unterschiedliches Aussehen, manche ähneln äußerlich menschlichen Zellen, manche sehen anders aus und das Immunsystem muss dann zufällig unterscheiden, nicht zufällig, natürlich nicht zuverlässig unterscheiden können, welche Strukturen es angreifen soll und welche Strukturen es verschont soll und nicht angreifen soll.

01:32:08: Kann man sich so ein bisschen vorstellen wie eine Alarmanlage, du willst halt, dass deine Alarmanlage von deinem Haus den Einbrecher zuverlässig erkennt, aber eben nicht die Katze, die durch den Karten rennt oder deine Frau, wenn die abends nach Hause kommt.

01:32:22: Das ist die feine Justierung unseres Immunsystems.

01:32:28: Die Preisträger, ich sage jetzt schon mal, was sie entdeckt haben, die haben sogenannte regulatorische T-Zellen identifiziert, regulatorische T-Zellen, die zählen zu den weißen Blutzellen und die sind sozusagen die Wächter des Immunsystems, die verhindern, dass die unsere Körperabwehr auf unseren eigenen Organismus losgeht.

01:32:52: Denn das ist genau, also dieser Vergleich mit der Alarmanlage nochmal.

01:32:57: Also wir haben dieses Immunsystem, wir haben diese Spezialeinheit, die sich kümmert, eindringlich zu erkennen, die Viren abwirkt, Werte, Bakterien, Krebszellen.

01:33:06: Aber das Problem ist halt, diese Armee könnte auch über das Ziel hinaus schießen und dann plötzlich nicht mehr nur die Krankheitserreger angreifen, sondern auch den eigenen Körper.

01:33:17: Und das ist der Kern von Autoimmunerkrankungen, den den du gerade schon erwähnt hast, wo du gesagt hast, okay.

01:33:25: Und damit das nicht passiert, dass der eigene Körper angegriffen wird, dafür braucht es diese regulatorischen T-Zellen, die hier in einem Artikel, den ich gelesen habe, auch Tracks genannt werden, also kurz, die Kurzform, regulatorische T-Zellen Tracks.

01:33:41: Diese Tracks sind nämlich eine spezielle Untergruppe der T-Zellen.

01:33:45: Gucken wir uns mal in die T-Zellen an, das sind T-Lymphozyten.

01:33:49: Die sind eine zentrale Zellart des Immunsystems, die gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind dafür zuständig Virus- und Tumorzellen zu erkennen und sich die auch zu merken, damit sie eben zuverlässig auch bei weiteren Angriffen reagieren können.

01:34:05: Warum heißen die überhaupt T-Zellen?

01:34:06: Weil die im Tümus reifen, also in einem Organ, Aber jetzt kommen wir zu den regulatorischen T-Zellen.

01:34:14: Das ist ja eine Untergruppe, also dafür, wo es jetzt den Preis gab.

01:34:17: Was macht die so besonders?

01:34:19: Die sehen nämlich erstmal wie ganz normale T-Helferzellen aus, aber die tragen am unter anderem einen Transkriptionsfaktor, der heißt Fox P-III.

01:34:33: Ich nenne den jetzt so, ich weiß nicht, ob man den anders nennen sollte, also FOX P-III.

01:34:39: Die sehen genauso aus wie andere T-Hilfer-Zellen, aber haben diesen Transkriptionsfaktor FOX-P-III als, sagen wir mal, molekulares Erkennungszeichen.

01:34:48: Was heißt Transkriptionsfaktor?

01:34:51: Das sind Protein, das im Zellkern an der DNA bindet und steuert, welche Gene an und abgeschaltet werden.

01:35:00: Also wie so ein molekulare Schalter, der bestimmt, welche Baupläne der Zelle abgelesen werden.

01:35:09: Und Fox P-III ist dabei was ganz Besonderes.

01:35:11: Der ist sozusagen der Master Regulator für diese regularischen T-Zellen, für die Tracks.

01:35:17: Nur wenn dieser Fox P-III vorhanden und aktiv ist, entwickelt sich eine T-Zelle überhaupt zu einer regulatorischen T-Zelle, also zu einer Zelle, die das Immunsystem im Zweifelsfall bremst, wenn es über seine Aufgabe hinaus schießt und dann Autoimmunreaktionen verhindert.

01:35:39: Genau.

01:35:42: Also im Prinzip machen diese Tracks ständig die Frage, müssen wir hier wirklich angreifen oder können wir uns in dem Fall besser zurückhalten?

01:35:52: Sind also nochmal so ein Sicherheitsmechanismus im Prinzip des Körpers?

01:35:57: Und ohne diese Zellen würde unser Immunsystem viel häufiger am Morg laufen und zu schweren Autoimmunkrankheiten führen.

01:36:06: Genau.

01:36:07: Die Geschichte, jetzt mal zu diesen Preisträgern, gucken wir uns mal an, wie die da drauf gekommen sind.

01:36:13: Das ist auch ganz interessant.

01:36:14: Shimon Sakaguchi hat Mitte der Ninzehundneinziger Jahren mit Mausmodellen gearbeitet und hat da eine besondere Gruppe von T-Zellen entdeckt, die trotz aktiven Erscheinungsbilder, sie sahen aktiv aus, eigentlich bremsend wirkend.

01:36:35: Also er konnte zeigen, dass wenn diese besonderen, diese besondere Gruppe von T-Zellen nicht da war, dass dann es zu massiven Autoimmunreaktionen kam.

01:36:49: Damit war klar, das muss hier eine ganz besondere eigene Klasse von T-Zellen sein, obwohl die ähnlich aussehen, die im Prinzip den Körper vor der eigenen Immunarmee schützt.

01:37:02: Und damit hat er im Prinzip die regulatorischen T-Zellen entdeckt.

01:37:06: Er hatte aber natürlich noch nicht verstanden, was die so besonders macht.

01:37:09: Das konnte er in der Jahrhundert neunzig da noch gar nicht mit den Mitteln vermutlich noch gar nicht sehen oder messen.

01:37:18: Das haben die andern beiden gemacht.

01:37:19: Mary Brunco und Fred Ramstell, die haben dann nämlich Anfang der zweitausender Jahre dieses fehlende Puzzleteil sozusagen gefunden.

01:37:30: Die haben sich nämlich Mauslinien angeguckt, die schwere Autoimmunprobleme hatten und haben dann eine Mutation im Gen identifiziert, das später Fox-P-III genannt wurde.

01:37:41: Also die haben im Prinzip diesen Master-Schalter entdeckt, der T-Zellen zu regulatorischen T-Zellen macht.

01:37:54: Und sie haben natürlich auch dann gezeigt, dass wenn dieses Gen nicht funktioniert, wenn es nicht da ist, dass dann das Immunsystem seine Bremse verliert und dann halt übersteuert, wenn es so ist.

01:38:07: Genau, und Sakagushi, dann kommen wir nochmal auf den zurück, der am Anfang beobachtet hat, der hat dann die Ergebnisse zusammengeführt und gezeigt, dass, was ich damals beobachtet habe, deckt sich hier mit dem, was er jetzt gefunden hat, das lässt sich alles auf diese Fox-P-III zurückführen.

01:38:20: Und damit hatten wir das Puzzle gelöst oder sehen jetzt, dass es diese spezifischen regulatorischen TZL sind.

01:38:27: die eben die Immunreaktion kontrollieren oder im Zaum halten.

01:38:34: Genau, das ist natürlich schon an sich toll, dass das herausgefunden wurde.

01:38:40: Jetzt könnte man natürlich, wir haben es heute schon zweimal gemacht und über die Frage gestellt, bringt uns das auch was?

01:38:45: Oder haben wir jetzt nur irgendwas gefunden und verstanden, was im Körper passiert?

01:38:50: Aber tatsächlich ist das natürlich erst mal Erkenntnis, aber führt auch zu Zuanwendungen sicherlich.

01:39:00: Also gerade im Bereich von so Autoimmunerkrankungen wahrscheinlich

01:39:04: auch, oder?

01:39:05: Ja, genau.

01:39:06: Das ist medizinisch hochrelevant, genau.

01:39:08: Also er erklärt erstmal, warum bestimmte genetische Defekte zu schweren Autoimmunkrankheiten führen.

01:39:14: Er öffnet aber natürlich auch neue Ansätze, Autoimmunerkrankungen und chronische Entzündungen zu behandeln und liefert unter anderem auch Ideen, wie man das Immunsystem in der Krebstherapie zum Beispiel modulieren kann.

01:39:29: Wenn du zum Beispiel sagst, diese Tracks, die ja eigentlich sagen, okay, wir halten unser Immunsystem so ein bisschen zurück, damit dann nicht zu viel kaputt gemacht wird, die könntest du natürlich hemmen im Tumor-Milieu in der Nähe des Tumors oder im Tumor, damit die Immunantwort gegen den Krebs verstärkt wird, also maximal verstärkt wird und vor allem nicht reguliert wird durch diese Tracks, weil in dem Fall willst du natürlich eigentlich nicht, da willst du mit voller Macht zuschlagen.

01:40:01: Man könnte jetzt nochmal zusammenfassen, wenn man jetzt um Nobelpreismedizin geht, dann hat man diese Sicherheitswächter.

01:40:08: in unserem Körper entdeckt, die regulatorischen T-Zellen, die dafür sorgen, dass unsere Abwehr eben nicht über die Stringe schlägt und alles zerstört, was halt auch gutartig in unserem Körper ist.

01:40:23: Ich bin immer wieder fasziniert, wie komplex so Biologie ist oder wie komplex unser Körper ist, dass ich irgendwie denk, so krass, das hat man erst in den Zweitausenden erkannt.

01:40:33: Also

01:40:35: ja, auch wie... Also Leben ist ja so komplex, dann auch sagst du, du willst auch so, das müssen ja robuste Systeme sein eigentlich.

01:40:49: Also diese T-Zellen, das ist ganz spannend.

01:40:51: Also wenn ich das richtig verstanden habe, jetzt wird es so ein bisschen dünn eisig hier.

01:40:55: Also die T-Zellen werden im Knochenmark erzeugt und im Prinzip werden da permanent Varianten von T-Zellen gebaut.

01:41:08: Das Immunsystem wirfelt sozusagen Rezeptoren aus und manche von diesen Strukturen, die dann gebildet werden, sind

01:41:17: gut

01:41:19: und manche sind nicht so gut für den Körper.

01:41:21: Und im Tymus gibt es dann erstmal diese erste Prüfung, wo man sich dann anguckt, okay, das, was wir jetzt hier relativ zufällig gebildet haben, erkennen die Strukturen, die wir gebildet haben, erkennen die überhaupt Fremdes, Körperfremdes.

01:41:36: Wenn nicht, sind sie nutzlos und werden sofort wieder eliminiert.

01:41:40: Wenn sie aber nützlich sind, dann wird nochmal im Tümus überprüft, greifen sie denn eigenes, also körpereignis Gutes zu stark an, dann werden die auch aussortiert.

01:41:50: Und jetzt ging man lange davon aus, das ist die Kontrolle des Körpers.

01:41:54: Das findet im Tümus statt.

01:41:56: Da kontrollieren wir, ob diese Strukturen, die gebildet worden sind, gut sind und einsatzfähig sind und dann werden sie eingesetzt.

01:42:04: Und man dachte, das wäre es so.

01:42:06: Aber jetzt stellt man fest, es gibt noch eine weitere Instanz, nämlich diese regulativen T-Zellen oder regulatorischen T-Zellen.

01:42:16: Das finde ich so faszinierend, dass man dann lernt, nee, wir haben noch ein Sicherheitsfaktor, der sich gebildet hat, um dieses System des Menschen noch robuster zu machen.

01:42:28: Sehen wir krass, oder?

01:42:30: Ja, finde ich bio.

01:42:33: Also super komplexe Systeme und wir lernen immer und immer mehr.

01:42:36: Also das ist total spannend, muss man

01:42:38: sagen.

01:42:41: Ja, genau.

01:42:42: Das von Medizin, so gut wie wir es erklären können.

01:42:46: Kommen wir zu den schönen Künsten zur Literatur.

01:42:52: Weich bezeichnen würde.

01:42:54: Ja, auf jeden Fall.

01:42:56: Ja, es ist was.

01:42:57: Kommen wir jetzt zu den Preisen, die weniger naturwissenschaftlich

01:43:00: sind.

01:43:01: Genau.

01:43:01: Und auch da natürlich ein Fettendisclaimer.

01:43:04: Wir haben ab jetzt überhaupt keine Ahnung sowieso

01:43:07: nicht.

01:43:09: Und können es auch nicht einordnen.

01:43:12: Keine Ahnung zu viel Meinung.

01:43:14: Ja, der Literatur Nobelpreis, zweitausendfünfzwanzig, ging an Laszlo Graznarokai.

01:43:20: Graznarokai, er kommt aus Ungarn, der Herr.

01:43:25: Geborgenen, im Osten von Ungarn, hat viel Zeit in Japan und China verbracht, was wohl seine Erzählweise auch sehr geprägt hat.

01:43:36: Denn er hat den Nobelpreis bekommen für sein überzeugendes und visionäres Werke, das in mitten apokalyptischer Schrecken die Kraft der Kunst bekräftigt.

01:43:45: Wie es so schön heißt.

01:43:46: Ein paar Werke von ihm sind Satan Tango.

01:43:52: Es ist ein Wort, also es ist nicht Satan-Tango, sondern Satan-Tango.

01:43:57: Die Melancholie, nee, die Melancholie der Renaissance, nee, der Resistance, glaube ich, oder the Melancholie of Resistance.

01:44:06: War and War.

01:44:06: War and War.

01:44:06: War and War.

01:44:06: War and War.

01:44:07: War and War.

01:44:07: War and War.

01:44:07: War and War.

01:44:07: War and

01:44:07: War.

01:44:08: War and War.

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01:44:08: War and War.

01:44:08: War and War.

01:44:09: War and War.

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01:44:10: War and War.

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01:44:10: War and War.

01:44:10: War and War.

01:44:11: War and War.

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01:44:11: War and War.

01:44:11: War and War.

01:44:12: War and War.

01:44:12: War and War.

01:44:12: War and War.

01:44:13: War and War.

01:44:13: War and War.

01:44:13: War and War.

01:44:14: War and War.

01:44:14: War and War.

01:44:14: War and War.

01:44:14: War and War.

01:44:15: War and War.

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01:44:15: War and War.

01:44:16: War and War.

01:44:16: War and War.

01:44:16: War and War.

01:44:16: War and War.

01:44:17: War and War.

01:44:17: War and War.

01:44:17: War and und noch diverse andere.

01:44:19: also der hat viele bücher geschrieben in denen es häufig um irgendeine form von apokalypse geht beziehungsweise nicht also nicht unbedingt ein weltuntergang sondern.

01:44:31: Groteske Szenen des Zusammenbruchs von Ordnung, wie man so schön schreibt.

01:44:36: Also Stilo und Markenzeichen von ihm sind endlos fließende Satzzeichen, arme Satzströme.

01:44:44: Kurz gesagt, der kann sehr, sehr lange Sekt zerschreiben.

01:44:48: Ist gerade, wo du gesagt hast, Untergang von geordneten Systemen.

01:44:51: Ja, hab ich

01:44:52: auch gedacht.

01:44:55: Das hab ich dann auch abschrecken lassen.

01:44:57: Satzzeichen, arme Satzströme.

01:45:00: apokalyptische Spannung, groteske Sehnen und den Zusammenbruch von Ordnung erzeugen, während eine zweite meditativ-östliche Linie kunstvolle Ruhe entfaltet und das Geheimnis schöpferischer Schönheit erkundet.

01:45:12: Kann ich mal fragen, warum dat nie unter meinen Deutschklausuren stand?

01:45:16: Warum

01:45:16: wurde

01:45:17: da nur das fehlende Satzzeichen angemarkert und diese Poesie von Bewertung darunter geschrieben?

01:45:25: Das hätte mich mal gefreut.

01:45:26: Bei meinem Bruder stand mal unter einer Physik, so grober unfug.

01:45:32: Ja, dass ich dann entschieden, in die Religionswissenschaften zu gehen.

01:45:35: Ja, macht dann doch eher was anderes.

01:45:39: Der gute Herr, also der gute Laszlo hat in seinem Leben mit einem Regisseur viel Zeitverbrachung zusammengearbeitet, was dazu führte, dass viele seiner Bücher auch verfilmt wurden.

01:45:54: Also man kann sich diverse Filme angucken, dieses Satantango oder da sind auch diverse Zeichen drüber.

01:46:01: spricht.

01:46:02: Oder diverse andere Sachen wie The Turin Horse wurden als Filme verarbeitet und man kann sich die auch gerne

01:46:09: als

01:46:09: Film wohl geben.

01:46:11: Also die sind nicht einfach nur verfilmt worden, sondern er hat an den Verfilmungen mitgewirkt.

01:46:18: Ja, so viel zum Literaturnobelpreis.

01:46:21: Viel mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

01:46:23: Ist halt Literatur.

01:46:25: Ich habe nichts davon gelesen.

01:46:27: Ja, ja, das geht uns doch häufig so, dass wir da nichts lesen.

01:46:33: Wobei, ich denke halt immer wieder, vielleicht könnte man auch mal in... Jedes Jahr in so ein Buch reingucken von so einem Nobelpreisträger.

01:46:46: Das weiß ich nicht, ob man das muss oder soll.

01:46:49: Und ich weiß auch nicht, ob einem das viel bringt, weil häufig wird hier ja, also gerade beim Nobelpreis in Literaturen, so weiter, wird ja auch nicht irgendwie ausgezeichnet, also wird ja selten ein einzelnes Werk ausgezeichnet, das in irgendeiner Form heraussticht oder besonders gut ist oder so, sondern es geht ja immer irgendwie ums Lehmenswerk.

01:47:07: Und das sind dann ja häufig Bücher, die nicht irgendwie, die du liest, weil sie irgendwie unter.

01:47:11: sind, gut sind oder irgendwas lernt, sondern die einen häufig auch einen historischen Kontext bezogen unter den Umständen, in denen sie geschrieben wurden, im politischen Widerstand oder was auch immer, halt daraus, also aus ihren Umständen heraus ihre tragende Rolle haben.

01:47:31: Und die du, glaub ich, also gar nicht als das wahrnehmen kannst, wofür sie ausgezeichnet werden, wenn du nicht das Gesamtwerk irgendwie einordnest und so.

01:47:40: Und ich weiß nicht, ob er dat unbedingt machen muss.

01:47:42: Ja, nee, davon wird mir dann wiederum auch die Zeit fehlen, wahrscheinlich.

01:47:47: Und auch die Lust.

01:47:49: Ja, ja, das ist halt ein anderes Feld.

01:47:52: Da sind wir halt raus.

01:47:56: Okay, dann gucken wir uns Frieden an.

01:47:59: Bitte.

01:48:00: Und es ist

01:48:01: nicht Donald Trump.

01:48:02: Genau, es ist nicht so, wie wir es gerade schon angekündigt haben im Intro, dass Donald Trump das gewonnen hat.

01:48:07: Aber Donald Trump wird hier trotzdem nicht unerwähnt bleiben.

01:48:11: Also, der Preis geht in diesem Jahr an die venezolanische Oppositionspolitikerin Maria Corina Machado und sie wird ausgezeichnet für, also formuliert ist das Nobelpreiskomitee, für ihre unermüdliche Arbeit zur Förderung demokratischer Rechte für die Menschen in Venezuela und für ihren Einsatz für einen gerechten und friedlichen Übergang von Diktatur zu Demokratie.

01:48:39: Manchado ist viele Jahre einer der wichtigsten Figuren der demokratischen Opposition gegen das autoritäre Regime von Nicolás Maduro.

01:48:51: Und die hat dann NGOs gegründet, Wahlbeobachtung organisiert und hat natürlich Repressionen bekommen, Drohungen, war fast gar nicht ob sie im Gefängnis war, aber sie wurde zumindest illegalisiert.

01:49:07: Also das wurde zum Beispiel gesagt, dass sie illegal handelt.

01:49:14: Genau, hat sich immer öffentlich gegen Wahlfälschungen unter den Wald gestellt.

01:49:18: So weit könnte man also sagen klassischer Friedensnobelpreis, gewaltfreie Opposition, Demokratie, Menschenrechte, Klasse.

01:49:26: Ich hatte irgendwo am Rande aber auch mitbekommen, dass die auch nicht ganz so unproblematisch ist, oder?

01:49:31: Ja, also ich,

01:49:32: oder dass es da, dass es da Stimmen zumindest gab, die gesagt haben, dass die, dass dieser Preis dieses Jahr nicht ganz so unproblematisch.

01:49:40: Ja, also was mich irritiert hat, war, dass direkt nach der Bekanntgabe, dass Die Preisträgerin Maria Kröner Machado öffentlich erklärt hat, dass sie den Nobelpreis, dass den Nobelpreis sowohl dem leidenden Volk Venezuela widmet als auch Donald Trump.

01:49:58: Und da ihr da schließt sich jetzt der Kreis zu unserem Intro.

01:50:03: Also sie hat dann auf Twitter oder jetzt ex geschrieben, dass.

01:50:12: dass Donald Trump ein entscheidenden, also ich glaube der Wortlaut war, decisive Support, also eine entscheidende Unterstützung war für die pro-demokratische Bewegung in Venezuela.

01:50:23: Ist Trump nicht gerade so halb dabei einen Krieg mit Venezuela von Zaun zu brechen?

01:50:28: Weil er gegen jede, also die Lage der Nation hat das ganz nett beschrieben in der letzten Folge, gegen, also ohne jegliche rechtliche Grundlage Leute wegbompt.

01:50:41: Ja, da kommen wir gleich nochmal drauf.

01:50:43: Genau, also lass mich denn dieses, weil mich das so irritiert hat, dass die Trump erwähnt hat, dann habe ich mir das dann auch geguckt und dann hat sie Interviews gegeben, Fox News natürlich, aber auch in anderen US-Medien.

01:50:55: Da ist sie sogar noch weitergegangen und hat dann gesagt, Trump verdient den Friedensnobelpreis eigentlich selbst.

01:51:02: Also das hat sie gesagt.

01:51:03: Trump verdient die Friedensdumperpreis eigentlich selbst unter anderem für seine Rolle in Venezuela und für verschiedene diplomatische Initiativen in anderen Konflikten.

01:51:11: Also sie hat das wirklich extrem hervorgehoben.

01:51:15: Und Trump?

01:51:16: Bescheiden, wie er ist.

01:51:18: Ahnen wir ja schon.

01:51:19: Er hat dann natürlich aufgegriffen und hat dann gesagt, Machado hat ihn angerufen und gesagt, sie nimmt den Preis an, aber in seinen Namen.

01:51:30: Was er dann natürlich auch sehr medienwirksam ausgeschlachtet hat.

01:51:33: Also kurz gesagt, sie hat sich bei ihm bedankt und sie hat ihm den Preis auch explizit gewidmet.

01:51:40: Und das wurde natürlich sehr unterschiedlich aufgenommen.

01:51:43: Zum einen gab es natürlich die republikanische Seite, die das natürlich sehr gefeiert hat und Machado auch sehr gefeiert hat.

01:51:53: Genau, also da wird natürlich das Narrativ befördert, zu sagen Trump war der Einzige, der wirklich so richtig Druck auf Maduro ausgeübt hat und Machado erkennt das an und das wird gelobt.

01:52:07: Aber es gibt eben auch die kritische Reaktion und du hast sie gerade schon so ein klein bisschen vorweggenommen.

01:52:15: Was macht das eigentlich mit dem Friedensnobelpreis?

01:52:17: Also diese Kombination aus einer Preisträgerin, die einen militärisch und außenpolitisch sehr umstrittenen US-Präsidenten lobt, der ja nicht nur Sanktionen oder diplomatischen Druck ausübt auf andere Länder, sondern hier wird hier, also der Verwurf wird halt gemacht, dass Militarisierung im Prinzip als Friedenspolitik umetikettiert wird.

01:52:47: Also der wird jetzt als Friedensstiften dargestellt, aber der führt ja auch militärische Aktionen durch so.

01:52:59: Ja, also Trump mit seinem ganzen.

01:53:01: Und das ist halt ein Problem, möglicherweise auch für den Friedensnobelpreis.

01:53:05: Also das sieht komisch aus.

01:53:07: Zumindest sieht es sehr, sehr komisch aus.

01:53:12: Wir hatten das ja beim Nobelpreis auch schon mal bei dem Literatur Nobelpreis damals, der wird ja mal nicht vergeben, weil es da einen riesen Skandal gab, das hatten wir glaube ich auch damals in der Folge.

01:53:21: Also generell schwingt beim Nobelpreis, das ist kein Luftlehreraum, das schwingt immer auch Politik mit, sieht man ja auch daran, dass der erstaunlich oft an die USA zum Beispiel geht oder an Forschern aus den USA.

01:53:36: Also da spielt auch immer ganz ganz viel Politik mit.

01:53:39: gerade, glaube ich, dann noch bei den Preisen, die jetzt nicht irgendwie, wo man jetzt sich schwer objektiv hinstellen kann und sagen kann, das ist eine wissenschaftliche Errungenschaft, die in den letzten zwanzig Jahren maßgeblich Sachen verändert hat, ist es da, glaube ich, also da schwingt noch mehr Politik mit.

01:53:59: Also, ja, das ist wirklich schwierig, also weiß ich auch nicht, was ich dazu sagen soll.

01:54:06: Also, ich finde ja, an sich finde ich es irgendwie auch... Wenn man jetzt an Nobel selbst als Person denkt, finde ich es eigentlich ganz schön, dass es einen Friedensnobelpreis gibt.

01:54:17: Aber gibt es keine Preisträgerinnen, die irgendwie zweifelsfreier... ausgezeichnet werden.

01:54:29: Ich weiß nicht.

01:54:29: Ja,

01:54:30: wahrscheinlich.

01:54:32: Hätte es vielleicht gegeben.

01:54:33: Aber

01:54:33: gut, aber viele Leute sind ihre Leistung auch wirklich ohne Zweifel.

01:54:36: Und dann sagt, ist es halt ein bisschen unglücklich, dass sie Trump lohnt.

01:54:40: Aber aus ihrer Sicht kann man es dann wieder verstehen, wenn er dann wirklich unterstützt hat und Druck ausgeübt hat und dann der Opposition geholfen hat.

01:54:49: Aber da verschwimmen hier halt schon die Grenzen zwischen Frieden und Machtpolitik irgendwie.

01:54:56: Das hängt ja immer stark von der Lesart an oder von der Richtung, aus der du jetzt gerade drauf blickst.

01:55:03: Das finde ich dann schon schwierig.

01:55:05: Aber da können vielleicht auch jetzt die, die den Preis ausgelobt haben auch nichts dafür, aber ich wusste ja nicht, dass sie dann als erstes losläuft und ausgerechnet Trump lobt.

01:55:16: Der Friedensnobelpreis hat ja eh an Bedeutung verloren, seitdem es den FIFA-Friedenspreis

01:55:20: lobt.

01:55:22: Das

01:55:23: ist ein Witz, oder?

01:55:26: Das macht mich fertig.

01:55:27: Grutesk.

01:55:29: Wir können ja auch mal einen Preis ausgeben.

01:55:31: Wir haben zwar keine Millionen, aber wobei wir könnten den so ähnlich wie den IG Nobelpreis nehmen, irgendeine abstrose Währung und machen daraus eine Million.

01:55:40: Wir könnten ja irgendwie alle drei Jahre oder so den Ming-Correct-Preis für Wissenschaft oder so.

01:55:47: Ja, ich weiß.

01:55:47: Irgendwann

01:55:47: wird das ein großes Ding.

01:55:49: Bestimmt, bestimmt.

01:55:53: Ja, nee.

01:55:54: Preise Preise sind ja eher so ein Thema man weiß nicht genau.

01:55:59: Ja dann kommen wir zu einem weiteren schönen

01:56:01: aber

01:56:01: dann kommen wir zu einem weiteren umstrittenen preis.

01:56:04: Dann kommen wir zu einem warum umstritten.

01:56:09: Wie ist es nochmal der Sonderpreis oder wie wie ist die

01:56:12: Lesart.

01:56:13: Warte mal das ist was mach.

01:56:15: ich muss mal kurz auf die Nobelpreis Seite gehen weil da steht es.

01:56:19: Da steht es dann nochmal.

01:56:21: Ist ja nicht der

01:56:22: Nobelpreis.

01:56:23: Genau.

01:56:24: Das ist der Sweden Central Bank.

01:56:28: Das ist der Sveriges Riksbank Price in Economics Science in Memory of Alfred Nobel.

01:56:38: Also es ist der schwedische Reichsbankpreis oder so der Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel.

01:56:50: Ja bevor uns das jemand schreibt das haben wir ich glaube in der allerersten Nobelpreisfolge die wir je gemacht haben sehr ausführlich nochmal dargelegt warum dieser preis eine Sonderstellung hat warum der eigentlich nicht zu den eigentlich Nobelpreisen gehört?

01:57:03: und so weiter und so weiter.

01:57:04: Der wurde in den sechzigern ins Leben gerufen.

01:57:07: das müsst ihr uns nicht noch mal schreiben wir wissen.

01:57:12: Dieser besagte preis ist.

01:57:18: Ich will nicht sagen schwierig der ist.

01:57:22: Der fällt ein bisschen außer Reihe, weil der von Wirtschaftswissenschaften redet.

01:57:27: Aber ich, also das ist mir jetzt nur meine persönliche Meinung.

01:57:31: Ich finde es schwierig bei, also in dem Falle von Wissenschaft.

01:57:37: Also nee, doch, man kann von Wissenschaft reden, aber ... Ich weiß nicht, wie ich das formulieren soll, ohne dass mir direkt Leute böse E-Mails schreiben.

01:57:45: Ich meine das auch nicht abwertend oder so, sondern das ist halt ... Also auch beim Wirtschafts- und Weltpreis ist immer ganz viel Politik mit drin.

01:57:58: Wir fangen mal an, dieses Jahr wird er vergeben.

01:58:00: An Joel Mücker, ich weiß nicht, wie man es ausspricht, ist ein Niederländer, Philipp Argyon, ein Franzose und Peter Hovert, ein Kanadier für ihre Erläuterung des innovationsgetriebenen Wirtschaftswachstums.

01:58:16: für ihre erläutern des was getriebenen wirtschafts

01:58:18: innovations getriebenen wirtschaftswachstums also die erklärung warum wirtschaftswachstum innovations getrieben ist.

01:58:30: Ja, so ein bisschen.

01:58:31: Also, die erklären... Also, es ist schon was Mathematisches, ne?

01:58:37: Also, hier wird schon was Mathematisches modelliert und so weiter, aber es ist halt ein komplett menschengemachtes System, von dem man hier redet, ne?

01:58:44: Also, da spielt auch Psychologie mit rein, der Glaube an irgendetwas und so weiter und so weiter.

01:58:49: Die eine Hälfte ging an den Niederländer Drill Mokir.

01:58:55: oder wie auch immer man ausspricht, für die Ermittlung der Voraussetzung für ein nachhaltiges Wachstum durch technologischen Fortschritt.

01:59:02: Und dieser Glaube vom ewigen Wachstum ist ja schon mal was, was man finde ich sehr kritisch sehen kann.

01:59:10: Aber das ist ein anderes Thema.

01:59:12: Die andere Hälfte ging an die anderen beiden für die Theorie des nachhaltigen Wachstums durch kreative Zerstörung.

01:59:22: Fangen wir bei Joel Mukia an.

01:59:26: Der hat formuliert oder herausgefunden, warum wir erst seit dem späten achtzehnten Anfang des neunzehnten Jahrhunderts oder sagen wir spätestens achtzehnten Jahrhundert, warum es da eine Revolution gab im Sinne von Wohlstand.

01:59:48: Also warum ist der Wohlstand und sieht man ja auch im Wachstum der Weltbevölkerung.

01:59:53: Warum ist der erst seit dem achtzehnten Jahrhundert oder späten achtzehnten Anfang neunzehntes Jahrhundert so gewachsen und so groß geworden wie er heute ist und nicht in den Jahrhunderten davor?

02:00:06: Ich hätte gedacht, das hängt mit der Industrialisierung zusammen.

02:00:09: Richtig, ja, tut es auch.

02:00:10: Aber warum gab es die?

02:00:12: Warum gab es die Industrialisierung?

02:00:14: Also was ist der Grund dafür?

02:00:16: Weil es gab ja auch.

02:00:18: Ja, so ein bisschen schon, die Idee, das ist schön.

02:00:21: Das lernt meine Grundstelle, die Dampfmaschine war das.

02:00:23: Ja, aber die Antwort ist, die reicht nicht, weil das wäre ja eine einzelne Erfindung gewesen.

02:00:30: Und so einzelne Erfindungen, die Sachen besser gemacht haben, gab es vorher auch schon.

02:00:35: Also das dunkle Mittelalter, wie wir es so nennen, da kannte man ja durchaus auch schon irgendwie, man hat Mühlen, also Mühlen gebaut, indem man sich die Wasserkraft zu Nutze gemacht hat, mit Mühlsteinen und so weiter und so weiter.

02:00:47: ja auch da schon technische Entwicklungen, die drei Felderwirtschaft, irgendwie Flüge, die verbessert wurden und so weiter.

02:00:54: Warum ist es aber mit der Industrialisierung, wie kam es dazu, dass so ein, dass es so einen Schub gab, also dass sich das da geändert hat?

02:01:02: Was hat sich gesellschaftlich geändert oder was hat sich generell geändert?

02:01:07: Ja, interessant.

02:01:08: Die Antwort

02:01:09: darauf ist Wissenschaft am Ende.

02:01:12: Also die wissenschaftliche Aufklärung.

02:01:15: Also Mokir sieht den Schlüssel in dem Wachstum des Wohlstandes in der wissenschaftlichen Revolution.

02:01:27: Also präzise Messungen reproduzierbarer Experimente, systematische Erkenntnisgewinn.

02:01:33: Das sind die Sachen, die eine kontinuierliche Innovation ermöglicht haben, also nicht einzelne zufällige Entdeckungen oder die Weitergabe von irgendwelchen Rezepten haben wir schon immer so gemacht und funktioniert super, sondern die systematische, herangehensweise an den Erkenntnisgewinn durch wissenschaftliche Methodik.

02:01:49: Und wir waren

02:01:50: so kritisch hier dem Preis gegenüber, da klingt doch alles super.

02:01:52: Nein, der Teil klingt auch doch, also die Erklärung, warum ist dann so ein Schubrepp, den finde ich auch noch vollkommen, also kann ich vollkommen nachvollziehen.

02:02:01: Also Mukir sagt erst als das, der nennt es Propostional Knowledge.

02:02:08: warum etwas funktioniert und prescriptive knowledge wie man etwas baut also wie man etwas macht.

02:02:15: erst als das miteinander verknüpft wurde konnten innovationen systematisch verbessert und weiterentwickelt werden also quasi die wissenschaftliche revolution.

02:02:24: eine große rolle spielte dabei aber auch nur offene gesellschaft die diese wissenschaftliche revolution erlaubt hat also die neuen idee in raum gegeben hat und die genutzt hat statt sie zu blockieren.

02:02:37: Looking at you, katholische Kirche.

02:02:41: Also, damit ist halt das Wachstum am Ende möglich geworden.

02:02:48: Bin mir aber nicht sicher, ob ich sagen möchte, dass wir, also etwas, dass ich persönlich schon, also auch immer absurd finde, wenn man im Fernsehen irgendwie sieht, unsere Wirtschaft ist in diesem Jahr nur um ein Prozent gewachsen.

02:03:01: Oder es ist ganz schlimm, es könnte sein, dass die Wirtschaft in eine Rezession rutscht und schrumpft oder so.

02:03:07: Also, dass ein ewiges Wachstum nicht möglich ist, sollte doch eigentlich jedem klar sein, oder?

02:03:13: Zumindest in einem geschlossenen System, da kann ich mir das nicht vorstellen.

02:03:18: Oder habe ich da ein grundlegendes falsches Verständnis, weil ich das aus einer wissenschaftlich deterministischen Sicht sehe.

02:03:27: Und dass damit eigentlich was anderes gemeint ist.

02:03:30: Wahrscheinlich ist damit was anderes gemeint, aber trotzdem gibt es ja wirklich, also das Schlagwort der Grenzen des Wachstums, also Ressourcen gehen zu Ende

02:03:40: oder...

02:03:42: oder Lebensraum oder Möglichkeiten CO-Zwei loszuwerden.

02:03:46: Klar, da können wir auf andere Technologien gehen, aber auch die werden ja irgendwann Grenzen haben, Rohstoffe gehen zu Ende.

02:03:52: Also ich persönlich kann mir das auch nicht vorstellen.

02:03:54: Es wächst lange immer weiter, also überraschend lange muss man ja sagen.

02:04:02: Aber grenzenlos kann ich mir das auch nicht vorstellen, hätte ich gesagt.

02:04:08: Ich kann es wie gesagt auch nicht, aber dieses Wachstum wurde auch noch mal mathematisch gefasst von den anderen beiden Preisträgern und zwar in ihrem Modell, das ich gerade schon genannt habe, der kreativen Zerstörung.

02:04:23: Das ist tatsächlich eine mathematische Modulation, also ein mathematisches Modell.

02:04:27: Das wurde in einem Paper von den beiden formuliert, das PAPER heißt A Model of Growth Through Creative Destruction.

02:04:35: Und die konstruierenden Makro ökonomisches Modell das zeigt das oder.

02:04:42: das zeigt nicht das sondern wie neue Innovationen alte Technologien verdrängen und dadurch langfristiges Wachstum entsteht.

02:04:51: Denn in diesem Modell, wenn man sich das vorstellt, das innovative Techniken, alte Techniken verdrängen, in diesem Modell gehen natürlich Firmen pleite, aber in dem Modell verbessert eine Firma ihr Produkt halt durch Innovationen, weil sie dazu gezwungen ist, verbessert das Produkt und Produktionsprozesse und verdrängt damit Konkurrenten, was wiederum dazu führt, dass andere Firmen dann, die eventuell neu entstehen oder andere Firmen, die sie umruhentieren, auch wiederum durch Innovationen versuchen ihre Produkte verbessern.

02:05:21: Also man hat im Grunde so einen Wettlauf.

02:05:25: Und genau dieser Wettlauf, also das Unternehmen in Forschung und Entwicklung investieren, weil sie dadurch durch die Innovation temporär Monopolgewinne erzielen können.

02:05:37: Genau das ist der Motor des Wachstums.

02:05:40: Also dass es immer Firmen gibt, die temporär Monopolgewinne haben durch innovative Entwicklungen.

02:05:47: die aber dann immer wieder von anderen Unternehmen überholt werden.

02:05:51: Also wie gesagt so einen Wettrennen um eine kurzzeitige Temporäre, um ein kurzzeitiges temporäres Monopol durch Innovation.

02:06:01: Und das haben die in diesem

02:06:03: Modell.

02:06:03: Also wenn dann so die Türke, also so eine Firma wie Nokia, die auf einmal ein Telefon hat, was einfach überlegen ist und dann aber wieder verschwindet, weil sie wieder irgendwo anders überholt werden.

02:06:14: Genau, dann entstehen halt andere Firmen, die halt andere Innovationen, also diese Innovationen wieder obsolet machen, der anderen Firmen.

02:06:22: Und dann wird wieder darauf eine kommen, die das wiederum obsoleten macht.

02:06:25: Und das ist dieser ständige Wettbewerb, um diese kurzen Monopole, also um diese temporären Monopole, das ist im Grunde der Motor des Wirtschaftswachstums.

02:06:36: Und das nennen die das Modell der kreativen Zerstörung.

02:06:41: dass dann am Ende ein gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht darstellt.

02:06:44: Also es gehen Firmen pleite, aber andere Firmen wachsen dadurch.

02:06:48: Okay, also... Ja.

02:06:51: Also ist jetzt nicht die Wahnsinnserkenntnis.

02:06:55: Das habe ich jedes Mal.

02:06:57: Also das liegt wahrscheinlich daran, dass wir einfach in dem Thema nicht drin sind.

02:07:05: Am Ende ist der Wirtschaftsnobelpreis ja immer irgendwas, wo mathematisch versucht wird, menschliches Verhalten zu beschreiben in großen Gruppen.

02:07:15: Also das System, also Wirtschaft ist ja am Ende ein Abbild von menschlichem Verhalten.

02:07:21: Oder viel

02:07:22: Psychologie würde ich sagen ja

02:07:24: genau.

02:07:24: also ich meine man man sieht ja alleine an so Währungen.

02:07:28: also früher waren Währungen irgendwie dadurch gedeckt dass irgendwie jemand gold in großen mengen in einem Tresor liegen hatte.

02:07:35: Das ist ja heute schon lange nicht mehr der Fall oder zumindest nicht in dem Maße wie es das mal war.

02:07:41: Ganz ganz viele Währungen und so oder Geld ist ja nur etwas wert weil wir daran glauben dass es einen Gegenwert hat.

02:07:48: Man sieht Bitcoin.

02:07:50: Also ich denke auch, dass Wirtschaft jetzt kein Naturgesetz ist.

02:07:53: Also das hängt halt...

02:07:57: Was nicht bedeutet, dass da nicht mathematische Strukturen, das kannst du abbilden oder beschreiben können.

02:08:01: Natürlich kannst du das beschreiben und in bestimmten Grenzen funktioniert das auch, aber du siehst ja auch das unterschiedliche Ideologien.

02:08:11: Genau, das spielt halt Psychologie und Gedankenkonstrukte, die der Mensch geschaffen hat mit rein.

02:08:19: Ja, denke ich mal, kein Naturgesetz.

02:08:23: Aber muss es ja auch nicht sein.

02:08:24: Trotzdem hat er natürlich trotzdem Wert.

02:08:26: Also menschliche Geist zu erforschen oder gesellschaftliche Dynamiken sind natürlich trotzdem wichtig, gerade wahrscheinlich sogar noch wichtiger für unser Zusammenleben als, weiß ich nicht, die Erkenntnis um Supraleitung, tunnelne Supraleitung.

02:08:47: Oder oder hier damals hier den film den viele vielleicht keine beautiful mind hier mit mit nash also john nash der ja auch Nobelpreis bekommen hat für seine spieletheorie.

02:09:00: Das war ja auch der wirtschaftswissenschaften Nobelpreis in der bekommen hat als matematiker.

02:09:06: Und das ist ja auch was was sehr beschreibt was sehr viel anwendung hat oder zumindest viel viel verhalten erklären kann.

02:09:20: Ja gut, dann sind wir am ende würde ich sagen.

02:09:24: Ja.

02:09:27: Ich weiß gar nicht, wir haben diesmal

02:09:28: keinen,

02:09:30: haben wir Hausmeisterrei?

02:09:31: Ach doch, du wolltest...

02:09:32: Doch, wir haben ein bisschen Hausmeisterrei und zwar, weil es ja Dezember ist und auf Weihnachten zugeht.

02:09:39: Unser kleiner Shop Empirie wird von uns barcat.

02:09:42: Vielen Dank für alle Leute, die da Weihnachtsgeschenke eingekauft haben, bestellt haben.

02:09:45: Das haben wir in den letzten Tagen auch gemerkt.

02:09:48: Wir arbeiten viel.

02:09:49: Und wir werden ja eine kleine Pause machen.

02:09:54: Ich weiß gar nicht, haben wir schon gesagt mit dem Podcast, ja, ne?

02:09:57: Genau, wir machen ja mit dem Podcast eine kleine Pause und zwar... Kommt nächste Woche noch mal eine Folge, dann machen wir zwei Wochen Pause und dann kommt erst wieder eine.

02:10:07: Und genau diese zwei Wochen werden wir auch mit dem Shoppause machen, damit wir tatsächlich ein frohes Weihnachtsfest im Rahmen der Familie haben und alle mal ein bisschen durchatmen können.

02:10:16: Das bedeutet, dass wir am achtzehnten zwölften um sechzehn Uhr die letzten Pakete packen werden.

02:10:26: Ja, man muss halt eine feste Uhrzeit, irgendwann.

02:10:28: Also einen festen Termin und wir, also Sonka und ich haben uns den Kalender angeguckt und haben gesagt, komm, acht Center, das ist nächste Woche Donnerstag um sechzehn Uhr.

02:10:38: Was da noch an Bestellungen da ist, das wird noch abgearbeitet, dann an dem Tag und vielleicht auch noch am nächsten.

02:10:44: Aber alles, was an Bestellungen danach kommt, wird nicht mehr angefasst, weil das kriegen wir einfach nicht mehr hin.

02:10:50: Wir müssen irgendwo einen Stichtag setzen.

02:10:52: Wir hatten überlegt, an dem Tag den Shop zuzumachen einfach und zu sagen, der ist einfach in der Zeit dicht.

02:10:58: Da haben wir uns aber auch gedacht, aber auch blöd, wenn irgendwann zu Weihnachten, weiß ich nicht, irgendwie so ein Periodensystem geschenkt bekommt und irgendwie nochmal gucken möchte, von wo ist er denn oder was ist er denn.

02:11:07: Ist das auch blöd, wenn er nicht erreichbar ist?

02:11:09: Wir lassen den Shop einfach auf, aber... Es werden, ihr könnt auch was bestellen, wenn ihr möchtet, aber die ersten Bestellungen werden dann erst wieder ab dem fünften ersten bearbeitet.

02:11:20: Das schreiben wir dann auch noch mal auf die Shop Homepage.

02:11:22: Ich guck mal, ob ich so ein Pop-up mache oder so, wo dann steht irgendwie.

02:11:25: Wir machen kurz Pause.

02:11:27: Ihr könnt gerne was einkaufen, aber es wird erst wieder ab dem fünften ersten.

02:11:31: bearbeitet.

02:11:33: Und weil die Frage auch häufiger aufkam, der Stirling-Motor und auch unser kleiner Tipi-Top-Kreisel werden wahrscheinlich nicht mehr bis zum achtzehnten wieder im Stock sein.

02:11:46: Die sind noch ein bisschen unterwegs.

02:11:47: Sie kommen wahrscheinlich Anfang Januar.

02:11:49: Also das wird leider vor Weihnachten nichts mehr werden.

02:11:54: Wir haben uns Mühe gegeben, aber es geht nicht.

02:11:56: Auf jeden Fall, ja.

02:11:58: Im Hintergrund haben wir noch etwas an einem neuen Produkt auch getüftelt.

02:12:05: An diversen.

02:12:05: Was

02:12:06: leider auch nicht zu Weihnachten kommt.

02:12:08: Ja,

02:12:08: leider auch nicht gepasst hat.

02:12:11: Man macht das ja.

02:12:13: Das ist ja eine Sache, die ich in der Selbstständigkeit generell, aber in dem Shop jetzt noch mehr lernen musste als vorher, loslassen.

02:12:19: Man kann nicht alles selber machen.

02:12:22: Die ein oder andere Produkte, die habe ich gesessen, dachte mir so.

02:12:25: Ja, komm, wenn die nicht hinkriegen, das können wir auch selber machen.

02:12:28: Dann machen wir hier eine Fertigungsstrasse und dann gucken wir, dann bestellen wir die Grund, also die Sachen, die man dafür braucht.

02:12:34: Und so schwierig ist das ja eigentlich.

02:12:35: Das werden wir schon selber hinkriegen.

02:12:37: Und da überlegst du kurz, aber eigentlich musst du dir dann irgendwann eingestehen.

02:12:40: Nein, das kannst du nicht.

02:12:42: Ja, du kannst halt nicht alles machen.

02:12:44: Du kannst nicht alles machen.

02:12:45: Irgendwo muss man mal sowohl für die eigene psychische Gesundheit als auch für irgendwann mal Feierabend haben.

02:12:52: Und man hat ja nur einen begrenzten... Raum an Zeit, um Sachen zu tun.

02:12:56: Man kann nicht alles machen.

02:12:57: Man muss Sachen auslagern.

02:12:58: Und wenn ausgelagerte Sachen dann bis zum gewissen Zeitpunkt nicht funktionieren, dann ist das halt so.

02:13:03: Man muss halt sich damit abfinden.

02:13:05: Ja.

02:13:08: Genau.

02:13:08: Ja.

02:13:09: Gut.

02:13:10: Dann machen wir jetzt noch, beglücken wir euch noch mit einem Outro, nämlich das Intro von Folge hundert drei Duck Tales.

02:13:19: Und hintendran kommt dann noch ein schöner Audio-Kommentar von Georg zu PubMed.

02:13:26: Genau.

02:13:27: Und dann war das die Nobelpreis Sonderfolge, zwanzig, zwanzig.

02:13:32: Nächste Folge versuchen wir noch die Ignoble-Preise abzuräumen für dieses Jahr.

02:13:38: Genau.

02:13:39: Das war methodisch in Korrektfolge, dreihundert, dreihundsebzig vom neunten, zwölften, zweitausend, zwanzig.

02:13:45: Macht's gut.

02:13:47: Ich wünsche euch einen schönen, zweiten und dritten Advent.

02:13:53: Was ist denn los mit dir heute?

02:13:54: Du bist so senden, du regst sie über nichts mehr auf.

02:13:58: Jetzt wünschst du unsere Hörer ihnen noch.

02:14:00: Nein, nein, nein, Moment.

02:14:01: Ich würde mich gerne über nichts mehr aufregen.

02:14:04: Ich habe mich wie sonst was aufgeregt über diese Scheißbank.

02:14:08: Gott sei Dank, wir haben uns halt Alten rein wieder.

02:14:11: Macht's gut.

02:14:12: Tschüss.

02:14:12: Wer erhebt Podcast zur Kunst?

02:14:18: Hier kommen unsere Science-Jungs.

02:14:21: Wissenschaft mit

02:14:22: Ironie.

02:14:23: Das sind Nicky

02:14:25: und Reini.

02:14:27: Nicht jeder

02:14:28: nimmt sie für voll

02:14:29: Doch sie sind supertoll!

02:14:32: Minkorrekt!

02:14:33: Woohoo!

02:14:35: Neue Paper, wir sind tag!

02:14:37: Minkorrekt!

02:14:38: Woohoo!

02:14:41: Gibt's der sie nicht macht?

02:14:42: Die Minkorrekt!

02:14:46: Vorsicht, es geht ab hier, trinken auch schon mal ein Bier.

02:14:50: Die Welt weist der Herzen für Minkorrekt.

02:14:56: Spaß und

02:14:57: Action, Schlag auf Schlag, Minkorrekt.

02:15:02: Es gibt keine, die sie nicht mag, die Minkorrekt.

02:15:07: Alles ist klar, ganz wunderbar, es

02:15:10: ist Minkorrekt.

02:15:16: Hallo Reini, Hallo Nikolas, ich habe eine kleine Ergänzung zum Thema, was ist PubMed?

02:15:21: Und zwar ist es so, dass PubMed nicht nur eine große Datenbank mit nur den Abstracts ist, was viele Leute nicht wissen, ist, dass PubMed auch den Bereich PubMed Central anbietet.

02:15:32: Im Gegensatz zu der Abstract-Datenbank ist PubMed Central ein komplettes Fulltext-Archiv.

02:15:39: Dort müssen alle arbeiten, die durch öffentliche NIH-Geller finanziert wurden im Fulltext und mit allen Abbildungen hinterlegt werden.

02:15:47: Und das auch dann, wenn die Artikel selbst nicht Open Access produziert wurden.

02:15:52: Damit wird sichergestellt, dass alle NIH finanzierten Forschungsergebnisse frei im Volltext zugänglich sind, ohne dass die Autoren zusätzliche hohe Open Access Gebühren zahlen müssen.

02:16:03: Ich finde, es wäre doch schön, wenn wir in Europa eine ähnliche Regelung und ähnliche Infrastruktur hätten.

02:16:09: Viele Grüße aus Löwen im Belgien, bitte macht weiter so Georg.