Mi374 – "Ig-Nobelpreis-Sonderfolge 2025"

Shownotes

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Inhalt

00:00:00 Intro
00:02:02 Lokalpolitik Essen
00:25:10 eMpirie Shop Jahresabschluss
00:26:15 Minkorrekt Sportklamotten
00:27:57 Nicolas EDC bag Vs1
00:43:32 Ignobel-Europe Tour 2026
00:50:33 Literatur
01:01:58 Psychologie
01:13:09 Ernährung
01:20:22 Pädiatrie
01:25:53 Biologie
01:33:41 Chemie
01:42:57 Frieden
01:56:14 Engineering Design
02:08:54 Luftfahrt
02:16:14 Physik
02:25:21 Hausmeisterei
02:31:16 Outro "Glücksrad"


Letzte Folge 2025: Mit der Ig-Nobelpreis-Folge verabschieden wir uns dann für dieses Jahr :) Am 06.01.2025 sind wir dann wieder mit dem Podcast am Start!

eMpirie: Bei eMpirie werden am 18.12. um 16:00 Uhr die letzten Pakete gepackt. Der Shop bleibt offen, aber die Bestellungen werden erst wieder ab dem 05.01.2026 bearbeitet!

Minkorrekt-Sportklamotten: Alle Jahre wieder!! Auch dieses Jahr gibt es wieder die beliebten M!-Sportklamotten! Hinweis: Es handelt sich um ein reines Community-Projekt rund um den lieben Markus Brandstätter! Wir haben damit nichts zu tun, sind aber sehr überzeugt von den Klamotten und machen sehr sehr gerne Werbung dafür :)
Bioracer Shop (mit Anmeldung): Zum Shop geht es hier!
Übersicht der Produkte (ohne Anmeldung): Die Produkte könnt ihr euch hier anschauen!

Ignobel Europa Tour: Am 17.4.2026 hat die Tour einen Stopp bei uns im Audimax Essen der Universität Duisburg-Essen!! Infos gibt es hier!

Und hier nun die Ignobel-Preise:

Literatur: Der verstorbene Dr. William B. Bean, für die beharrliche Aufzeichnung und Analyse der Wachstumsrate eines seiner Fingernägel über einen Zeitraum von 35 Jahren.

Psychologie: Marcin Zajenkowski und Gilles Gignac für die Untersuchung der Frage, was passiert, wenn man einem Narzissten oder einem anderen Menschen sagt, dass er intelligent ist.

Ernährung: Daniele Dendi, Gabriel Segniagbeto, Roger Meek und Luca Luiselli für die Untersuchung der Frage, inwieweit eine bestimmte Eidechsenart bestimmte Pizzasorten isst.

Pädiatrie: Julie Mennella und Gary Beauchamp für die Untersuchung, was ein gestilltes Baby erlebt, wenn seine Mutter Knoblauch isst.

Biologie: Tomoki Kojima, Kazato Oishi, Yasushi Matsubara, Yuki Uchiyama, Yoshihiko Fukushima, Naoto Aoki, Say Sato, Tatsuaki Masuda, Junichi Ueda, Hiroyuki Hirooka und Katsutoshi Kino für ihre Experimente, mit denen sie herausfinden wollten, ob Kühe, die mit zebraähnlichen Streifen bemalt sind, seltener von Fliegen gestochen werden.

Chemie: Rotem Naftalovich, Daniel Naftalovich und Frank Greenway für ihre Experimente, mit denen sie herausfinden wollten, ob der Verzehr von Teflon (eine Form von Kunststoff, die offiziell als "Polytetrafluorethylen" bezeichnet wird) eine gute Möglichkeit ist, das Nahrungsvolumen und damit die Sättigung zu erhöhen, ohne den Kaloriengehalt zu steigern.

Frieden: Fritz Renner, Inge Kersbergen, Matt Field und Jessica Werthmann für den Nachweis, dass Alkoholkonsum manchmal die Fähigkeit, in einer Fremdsprache zu sprechen, verbessert.

Ingenieursdesign: Vikash Kumar und Sarthak Mittal für die Analyse der Frage, wie übel riechende Schuhe das gute Gefühl bei der Benutzung eines Schuhregals aus der Perspektive des technischen Designs beeinträchtigen.

Luftfahrt: Francisco Sánchez, Mariana Melcón, Carmi Korine und Berry Pinshow für die Untersuchung, ob die Einnahme von Alkohol die Flug- und Echolotfähigkeit von Fledermäusen beeinträchtigen kann.

Physik: Giacomo Bartolucci, Daniel Maria Busiello, Matteo Ciarchi, Alberto Corticelli, Ivan Di Terlizzi, Fabrizio Olmeda, Davide Revignas und Vincenzo Maria Schimmenti für die Entdeckung der physikalischen Eigenschaften von Nudelsauce, insbesondere des Phasenübergangs, der zur Verklumpung führen kann, was ein unappetitliches Gericht ergibt.

Hausmeisterei:

Outro: Intro aus Folge 104 – "Glücksrad"

Wichtige Adressen:

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Transkript anzeigen

00:00:01: Ah, endlich Weihnachten.

00:00:03: Nur noch kurz den Kram hier aus dem Bulli ausladen und dann ist erst mal ein paar Wochen Pause.

00:00:09: Also sei bloß vorsichtig mit der Kiste.

00:00:12: Nicht, dass sich hier noch jemand verletzt.

00:00:14: Nein, hey, keine Sorge.

00:00:15: Da sind auch die Bremsen drin.

00:00:16: Moment, ich mach die kurz lose.

00:00:19: Oh, verdammt

00:00:20: noch

00:00:21: mal!

00:00:21: Oh Gott, oh Gott!

00:00:22: Nico, hast du dir irgendwas passiert?

00:00:24: Nein, alles okay.

00:00:25: Geht schon.

00:00:27: Du weißt doch, diese Bremsen hier unten an der Kiste, die schnappen immer so, wenn man sie aufmacht.

00:00:33: Oh, Alter.

00:00:35: Boah, ich dachte schon, es wäre das Ernst.

00:00:38: Warte, ich hole die Handschuhe zum Rausheben.

00:00:40: Handschuhe?

00:00:42: Ja, nicht, dass du dir noch einen Splitter einfängst oder so.

00:00:44: Hast du deine Sicherheitsschuhe an?

00:00:45: Was?

00:00:46: Sicherheitsschuhe?

00:00:48: Vergiss nicht den Helm und die Schutzbrille.

00:00:50: Nicht, dass hier noch was passiert.

00:00:52: Reini, was ist los mit dir?

00:00:55: Hast du die Betriebshaftpflicht nicht bezahlt?

00:00:58: Junge, wir sind in Essen.

00:00:59: Den Krankenwagen können wir uns hier nicht mehr leisten.

00:01:02: Was?

00:01:09: Methodisch inkorrekt, Folge dreihundert, vierhundert, vorm sechzehnten, zwölften, zwartausend, zwanzundzwanzig, direkt vom E-Gnoble-Preis der Wissenschaft, mit ihr heute wieder mein Sicherheitsbeauftragter Rainer Trämpfort.

00:01:34: Nicht aus dem Rücken herrausheben.

00:01:38: Und ich bin das Betriebsvermögen der Wissenschaft Nikolas Wörner.

00:01:41: Glück auf.

00:01:43: Nicht aus dem Rücken rausheben.

00:01:46: Ja, ein Intro, das wahrscheinlich sehr, sehr viele fragende Gesichter zurücklässt.

00:01:50: Es leitet hin auf eine Kleinigkeit, die ich am Anfang erzählen wollte.

00:01:54: Ich habe beschlossen, mich weniger mit Kommentaren und Ähnlichem im Internet auseinanderzusetzen.

00:01:59: Ich halte nämlich alles nicht mehr aus.

00:02:01: Was?

00:02:02: Ich mach mich wahnsinnig.

00:02:03: Ich folge auf Instagram ja unter anderem dem Kanal Essen-Diese, sowie du auch.

00:02:09: Das sind Jungs aus dem Norden von Essen, also aus dem Stadtteil, der eher nicht so zu den Wohlhaberen gehört, die ein bisschen was ... Das ist halt so ein Meme-Account der Stadt Essen, kann man sagen, die was zu Jugendkulturen zu machen und sich auch politisch engagieren und einsetzen und so.

00:02:23: Aber wenn du sagst, der Stadt Essen dann natürlich nicht geführt von der Stadt Essen,

00:02:27: sondern frei.

00:02:28: Nein, nein, nein, nein.

00:02:28: Nicht nicht geführt.

00:02:29: Genau, also unabhängig von der Stadt Essen.

00:02:31: Es ist nicht der Account der Stadt Essen, der fest in politischer Hand ist.

00:02:36: Es ist so ein bisschen, also seitdem habe ich angefangen, seitdem ich diesem Account folge, mich auch ein bisschen mehr mit der Kommunalpolitik hier auseinanderzusetzen.

00:02:43: Oder ich bekomme zumindest mal mehr davon mit, Hier und da und unter anderem habe ich dadurch mitbekommen, die letzte also es waren ja auch gerade wahlen in Essen der CDU Bürgermeister wurde wieder gewählt und so und ich habe durch Zufall mir auch also teilweise die letzte Ratssitzung live gegeben, als ich Pakete im Shop gepackt habe.

00:03:05: Ich habe so ein paar Sachen, ich wollte halt irgendwas nebenbei laufen lassen, aber ich dachte, komm guckst du dir so eine Ratssitzung mal an, wo so Sachen beschlossen werden, Tagesordnungspunkte, da waren ein, zwei Sachen drauf, die mich... interessiert haben.

00:03:16: Und es war exakt so, wie ich es erwartet habe.

00:03:19: Also es ist im Grunde so ein bisschen wie Bundestag nur in klein.

00:03:22: Also auch, man bekommt von den politischen Parteien genau das, was man von ihnen erwartet.

00:03:28: Also sowas wie, was beschlossen wurde von, ich glaube CDU, SPD und AfD gemeinsam, war eine Senkung der Gewerbesteuer in Essen.

00:03:40: Natürlich, ich hab ja ein Unternehmen in Essen.

00:03:42: Du ja auch.

00:03:43: Ich hab sogar zwei Unternehmen in Essen.

00:03:45: Das heißt, ich zahl jetzt weniger Steuer.

00:03:47: Also die Gewerbesteuersenkung wurde beschlossen von vierhundert-achtzig Prozent, glaub ich, auf vierhundertneunzig.

00:03:54: Und sukzessive in den nächsten fünf Jahren jeweils ein Prozentpunkt weniger.

00:03:59: Jemand, der sich damit noch nie beschäftigt, sagt da nix, das ist am Ende ein Faktor im Grunde, mit dem ausgerechnet wird, wie hoch deine Gewerbesteuer ist, die du zu zahlen hast.

00:04:07: Ergo, die sinkt.

00:04:08: Als Unternehmen zahlt sie jetzt in Essen weniger Steuern ab dem nächsten Jahr und ab dem Jahr danach noch weniger, noch weniger, noch weniger.

00:04:14: Dazu muss man wissen, die Gewerbesteuer ist so ziemlich das Hauptmittel, womit sich Kommunen finanzieren.

00:04:19: Wenn die sagen, sie senken die Gewerbesteuer, nehmen sie sich selber Geld weg.

00:04:23: Im Rahmen von Essen sind das mit diesem ein Prozentpunkt ungefähr, ich glaube, achthundertachzigtausend Euro so über einen Daumen gepeilt, die die Stadt im nächsten Jahr dadurch weniger hat.

00:04:34: Und im Folgejahr nochmal den Betrag und nochmal den Betrag.

00:04:36: Also über fünf Jahre.

00:04:37: Am Ende sind es halt um knapp fünf Millionen Ärmer, diese im Jahr zu verteilen haben oder um Sachen zu finanzieren.

00:04:43: Da kann man sich jetzt fragen, warum macht eine Stadt denn sowas?

00:04:45: Das ist ja voll dumm.

00:04:47: Warum wollen die weniger Geld haben?

00:04:49: Die begründen das damit, dass sie die Region attraktiver machen wollen für Unternehmen.

00:04:55: ist in meinen Augen ein absolut dummes Argument, weil wenn ich mit meinem Unternehmen irgendwohin gehe, um Steuern zu sparen, dann bestimmt nicht in die Stadtessen die ein Prozentpunkt, die Steuer gesenkt hat, sondern gehe ich direkt nach Leverkusen oder, was weiß ich, diverse andere Steuerparadiese, die es noch in Deutschland gibt, also so kleine Kommunen.

00:05:14: Da ist die Gewerbesteuer nicht bei vierhundert-achtzig Prozent, sondern irgendwie bei zweihundert-fünfzig oder zweihundert-achtzig oder so, also knapp die Hälfte.

00:05:21: Da geht man hin.

00:05:22: Das sieht man auch in diesen Regionen sitzen an heute... große Unternehmen, die da aber eigentlich nicht viel zu suchen haben.

00:05:28: Also da gibt es eine Menge Briefkastenfirmen.

00:05:30: Ist jetzt auch wieder böse übertrieben, aber... Naja, auf jeden Fall, die Stadt Essen hat die Gewerbesteuer gesendet.

00:05:35: Man könnte sagen, ich könnte jetzt die Husch rein.

00:05:36: Ich finde es aber ehrlich gesagt richtig, richtig kacke, weil der Stadt Essen fehlt an allen Ecken und Enden Geld.

00:05:41: Das Einzige, was das ist, ist Steuergeschenke an große Unternehmen, weil bei denen macht sich dieser eine Prozentpunkt eher bemerkbar, also die, die eh schon in Essen sitzen.

00:05:50: Das heißt, man könnte sagen, der, also mit bösen Zungen könnte man sagen, der Bürgermeister hat die Steuergeschenke eingelöst, die er wahrscheinlich vor der Wahl versprochen hat.

00:06:02: Ich sag jetzt nicht auch persönlicher eben, ich sag der Wirtschaft in Summe.

00:06:08: Ich find's problematisch, weil halt wie gesagt an allen anderen Ecken und Enden Geld fehlt.

00:06:12: In der gleichen Sitzung wurde nämlich auch noch was anderes verhandelt.

00:06:15: Das ist jetzt ein komplett anderer Topf und kann man auch nicht zusammenwerfen, aber es hat trotzdem einen bitteren Beigeschmack.

00:06:21: Die Stadt Essen ist sich mit den Krankenkassen nicht einig geworden, was diverse Dienstleistungen und so angeht.

00:06:27: Weil die Krankenkassen teilweise, wie die Stadt sagt, ihre Rechtsauffassung geändert haben.

00:06:31: Man muss ganz klar sagen, die Krankenkassen sind daran nicht unschuld oder es ist wahrscheinlich hier auch der Hauptverantwortliche.

00:06:36: Aber es führt dazu, dass ab ersten Januar, wenn du in Essen einen Krankenwagen rufst, egal ob bei einem Notfall, egal ob berechtigt oder nicht berechtigt, selbst vom Herzinfarkt oder so, scheißegal, du zahlst einen Eigenanteil in Zukunft.

00:06:49: Und zwar knapp drei Hundert Euro.

00:06:53: Und zwar jeder.

00:06:55: Es ist natürlich

00:06:56: weswegen, weil sie sich mit wem nicht geeinigt haben.

00:06:59: Die Krankenkassen.

00:07:00: Die Kommune ist sich mit den Krankenkassen nicht einig geworden.

00:07:02: Die Krankenkassen wollen gewisse Teile nicht mehr zahlen?

00:07:05: die sie vorher gezahlt haben.

00:07:06: Also irgendwie Anteile an Lehrfahrten oder beziehungsweise Anteile an Fehlfahrten und so weiter und so weiter.

00:07:11: Das Fehlfahrten ist auch ein großes Problem.

00:07:14: Da ist Leute einen Krankenwagen für jeden Scheiß rufen.

00:07:16: Aber ich sag, also ich denke an der Stelle, das müssen wir als Gesellschaft in Kauf nehmen, dass man halt also das Krankenwagen auch gerufen werden, wenn es nicht wirklich nötig ist.

00:07:24: Da muss man die Awareness auf andere Arten schaffen.

00:07:27: Da muss man die Leute besser unterrichten, wann denn wirklich ein Krankenwagen nötig ist und wann nicht.

00:07:31: und Leute vielleicht auch belangen, wenn es wirklich so als Taxi zum Krankenhaus missbraucht wird.

00:07:39: Aber die Lösung, also die Kosten an die Bürger weiterzugeben, ist ein fatales Signal.

00:07:44: Vor allem in der Größenordnung.

00:07:46: Ja,

00:07:47: jetzt hast du Leute, gerade in ärmeren Stadtteilen oder ärmere Leute, Rentner, junge Leute oder so, die ernsthaft darüber nachdenken müssen, dann rufe ich jetzt einen Krankenwagen oder rufe ich den nicht?

00:07:57: Natürlich wird jetzt noch über eine Härtefallregelung abgestimmt bla bla bla und da wird überlegt was zu beschließen.

00:08:04: Aber erst mal ist das jetzt so.

00:08:06: ab ersten ersten muss überlegen ob ihr leisten kannst die Hand mit dem Böller weg zu sprengen.

00:08:11: Also

00:08:12: ich habe so schöne Memes gesehen, wo dann angedeutet wurde, dass der Opa mit einem Herzenfakt noch schnell über die Stadtgrenze nach Gelsenkirchen geschleppt wird.

00:08:27: Es ist ein absoluter Skandal.

00:08:29: Natürlich kann man jetzt sagen, die Stadt kann da nichts für, weil die Krankenkassen irgendwie ihre Gebühren erhöht haben oder irgendwas nicht mehr zahlen wollen.

00:08:37: Klar kann man sagen, ich finde trotzdem hat die Stadt eine gewisse Verantwortung, selbst wenn sie sich nicht einig geworden ist, zumindest für ein Übergangszeitraum zu sagen, okay, wir federn das ab, wir reichen das erst mal nicht weiter, sondern wir müssen jetzt eine Lösung finden und für, weiß ich nicht, zwei, drei Monate übernimmt die Stadt halt diese Kosten.

00:08:56: Ja, die Stadt hat kein Geld.

00:08:57: Die hat offensichtlich genug Geld, um die Gewerbesteuer zu senken.

00:09:01: Ja, für Firmen attraktiver geworden, für Kranke und Menschen mit wenig Geld jetzt nicht so sauer.

00:09:06: Ja, was ich daran auch so mies finde ist, von den Leuten höchstwahrscheinlich, ohne sie persönlich zu kennen, die jetzt in diesem Stadtrat zum Beispiel sitzen.

00:09:15: für die existiert das problem nicht weil das ist ähnlich wie also ähnlich wie wie strafen die nur finanziell geahndet werden so wo weiß ich nicht blitzen ohne punkt oder so.

00:09:25: für jemanden mit genug geld existiert das problem einfach nicht.

00:09:29: es halt ärger.

00:09:29: die amist muss da auch bezahlen ist aber blöd.

00:09:32: So, das ist aber kein Problem.

00:09:34: Die können sich das leisten.

00:09:35: Andere Leute, die sich das nicht leisten können, für die ist das ein richtiges Problem.

00:09:39: Und vor allem, alleine diese Hürde im Kopf aufzubauen, kann ich mir das leistenden Krankenwagen zu rufen, finde ich einen absoluten Skandal.

00:09:48: Also, wie gesagt, die Schuld liegt bei den Krankenkassen wahrscheinlich.

00:09:54: Aber selbst wenn ... finde ich, hat die Stadt hier eine humanitäre Verantwortung ihren Bürgern gegenüber, da in die Bresche zu springen.

00:10:03: Und das offensichtlich nicht passiert, man hat beschlossen, die Kosten halt durchzureichen.

00:10:08: Na ja, so, genug raufgeregt.

00:10:10: Mein Gott, das ist ja schon wieder eine abenteuerliche Woche gehabt.

00:10:15: Ich schäme mich für meine Heimatstadt, das ist echt traurig.

00:10:20: Und dieses Problem wird wahrscheinlich in Zukunft mehrere Kommunen in Deutschland so treffen.

00:10:25: Essen ist da wahrscheinlich nur irgendwie der Vorreiter.

00:10:27: Aber überhaupt, also ich weiß nicht, also müssen wir wirklich am Sozialsystem und an der Grundversorgung sparen?

00:10:37: Ist das der richtige Weg?

00:10:38: Ich denke nein.

00:10:40: Aber naja.

00:10:42: Ja, im Rahmen davon, weil ich mich zu viel über Sachen aufrege und so weiter.

00:10:46: Wir haben auch ein paar Leute geschrieben wegen diesem Mängelmelder, über den ich mich so aufgeregt habe.

00:10:50: Ja, ich weiß, das war der falsche Kanal, um das zu melden oder um da eine Änderung zu erreichen.

00:10:54: Ich weiß, ich kann mich an andere Stellen wenden und so weiter und so weiter.

00:10:58: Hab ich verstanden, ist der falsche Kanal.

00:11:00: Trotzdem bleibt meine...

00:11:02: Ein Hauchkritik

00:11:03: trotzdem von mir noch stehen.

00:11:04: Warum kann das nicht intern weitergeleitet werden?

00:11:07: Aber da gibt es Gründe für geben, geschenkt.

00:11:11: Ich habe heute bei dem anderen Podcast, den ich mache, du erinnerst dich.

00:11:17: Mit dem Herrn Bielendorfer.

00:11:19: Ich habe mich heute dazu entschieden, oder wir haben uns heute dazu entschieden, die Kommentare auszuschalten.

00:11:24: Oh, wow.

00:11:24: Bei Spotify.

00:11:25: Echt?

00:11:26: Ja, wir haben die ausgemacht.

00:11:27: Bei Spotify

00:11:28: nur oder habt ihr gar keine Ahnung?

00:11:30: Wir haben keine Ahnung.

00:11:31: Es gibt noch einen Blog, der von Podigy generiert wird, so ein Automatischer.

00:11:35: Aber das schreibt so gut wie nie irgendjemand irgendwas hin.

00:11:37: Die meisten Kommentare gibt es einfach bei Spotify.

00:11:39: Da sind noch die meisten höherer.

00:11:40: Und wir haben die Kommentarfunktion heute ausgemacht, weil wir beide gesagt haben, ich aber auch vor allem gesagt habe, ich muss mir das nicht mehr geben, ich will mir das auch nicht mehr geben, ich habe keinen Bock mehr darauf.

00:11:50: Also da ist hin und wieder natürlich auch mal nützlicher Kommentar bei, um den tut es mir leid, da sind auch nette Kommentare bei, um die tut es mir auch wirklich leid.

00:11:58: Aber da sind halt auch wirklich blanke, dumme Hasskommentare bei, die wir übrigens beim Inkorrekt auch schon hatten im Blog.

00:12:06: Einfach nur stumpfe, dumme Hasskommentare, Sachen aus dem Zusammenhang gerissen, irgendwelche Vorwürfe.

00:12:11: Der moralisch erhobene Zeigefinger schwingt auch gerne mal mit.

00:12:15: Und der Mehrwert ist für mich komplett verloren gegangen.

00:12:22: Also, als ich dann heute diesen Button umgelegt hab quasi, diesen Schieberegler, Kommentare gibt's jetzt nicht mehr.

00:12:27: Und alle Kommentare, die es gab, werden auch ausgeblendet.

00:12:29: Also, einfach weg.

00:12:30: Gibt keine Kommentarfunktion mehr.

00:12:33: War das für mich so ein Moment von Durchatmung, wo ich dachte so, ja, gibber dir jetzt halt nicht mehr.

00:12:38: Gut.

00:12:39: Also, wird hier beim Inkorrekt natürlich nicht passieren, weil hier ist die Community, glaub ich, eine andere.

00:12:44: Wobei, wie gesagt, hier haben wir auch schon so ... Näh, hast Kommentare bekommen, und zwar auch welche, die tatsächlich ... schon in den Bereich der Strafbarkeit gehen, würde ich sagen, und zwar deutlich.

00:12:55: Aber hier sind doch, also hier überwiegen doch deutlich die Kommentare von Leuten, die konstruktiv irgendwo noch was zu ergänzen oder beizutragen haben und so.

00:13:07: Ja, aber ich habe für meine seelische oder für meine psychische Gesundheit beschlossen, dass es keine Kommentare mehr gibt.

00:13:15: Bei dem anderen Podcast, also aus Prinzip nicht mehr.

00:13:18: Und wobei die meisten Kommentare nicht mal mich angegriffen haben.

00:13:21: Aber mir ging's auch schon auf die Nerven.

00:13:24: Und ich werde weniger Kommentare lesen und mich weniger bei Social Media auffallen.

00:13:29: Das hatte ich mir auch mal vorgenommen.

00:13:31: Ich habe so als ersten Schritt tatsächlich gestern bei meinem Handy auch was komplett banales.

00:13:37: Mein Handy ist jetzt schwarz-weiß.

00:13:39: Um weniger attraktiv zu sein

00:13:41: für mich.

00:13:42: Und bisher funktioniert es.

00:13:43: Es ist deutlich

00:13:44: weniger attraktiv.

00:13:45: Das heißt schwarz-weiß monochrom, oder?

00:13:47: Also da wirklich schwarz-weiß.

00:13:49: Nee, monochrom.

00:13:50: Also graue Stufen.

00:13:51: Es ist einfach nicht mehr bunt.

00:13:54: Und zumindest jetzt, wo es gerade neu ist, hat es bei mir tatsächlich den Effekt, dass es weniger attraktiv ist, irgendwie sich Sachen bei TikTok, Instagram oder sonst was anzutun.

00:14:03: Also... ist wahrscheinlich auch was was nur kurze zeit funktioniert.

00:14:07: ich habe schon mal drüber nachgedacht ob ich mein händi in der software so weit beschneide dass es gewisse sachen einfach nicht mehr kann oder nicht mehr tut.

00:14:14: so dump phone mäßig weil ich glaube alleine reine willenskraft das schaffe ich nicht da bin ich zu zu schlecht.

00:14:22: ich hatte mir auch mal so so screen time für verschiedene apps eingestellt und am ende habe ich die auch immer gerissen.

00:14:29: ja gut ein bisschen Ja, man muss das eigentlich muss man selbst hinkriegen, weil zum Teil brauchst du ja auch für Recherche Zwecke, sagen wir mal, YouTube oder.

00:14:44: Genau, natürlich, natürlich brauche ich das.

00:14:45: Das mache ich ja am Rechner und so weiter dann auch.

00:14:48: Aber diesen, diesen Impuls, ich stehe an der Bushaltestelle, hab zehn Minuten, warte auf den Bus und nimm das Handy in die Hand und guck mir irgendeine Scheiße an oder lese irgendwelche Kommentare.

00:14:58: Denen schraubt das deutlich runter.

00:15:00: Ja, das können wir vorstellen.

00:15:03: Ja, dort mit den Kommentaren ist echt...

00:15:07: Das nagt an einem.

00:15:08: Selbst wenn er sagt, lass das doch nicht an dich ran oder löscht die doch einfach.

00:15:11: Ein bisschen was bleibt immer hängen.

00:15:14: Manche Kommentare sind nicht mal böse gemeint, aber trotzdem sind die so, also manchmal sind Kommentare einfach distanzlos, so komplett.

00:15:21: Und also ich habe in den letzten Monaten gemerkt, dass das eine der Sachen ist, die mir nicht gut tun.

00:15:28: Und daher dann heute beschlossen, nachdem ich mit dem Bass, die da drüber noch unterhalten hatte, mit ihm beschlossen, kommen wir machen das aus.

00:15:35: Gebt jetzt nicht mehr.

00:15:37: Ja, ja, wenn es sich gut anfühlt, ist das, glaube ich, auf... Jetzt

00:15:41: gerade

00:15:41: ja, mal gucken.

00:15:42: Ja, du wirst ja jetzt nicht auf die Idee kommen, irgendwann zu sagen, mir fehlen die Kommentare, ich mach das wieder an.

00:15:47: Wahrscheinlich nicht, ne?

00:15:48: Also, in die Richtung geht das auf gar keinen Fall.

00:15:51: Also, das tolerierst so lange, wie du das kannst, aber zurückmachst das auf gar keinen Fall.

00:15:57: Also... Passiert glaube ich nicht.

00:15:59: Ich finde ja jetzt hier so in der Wissenschaft bei uns finde ich ja prinzipiell den Austausch ganz wertvoll irgendwie.

00:16:08: Also da auch mal Kommentare kommen jetzt nicht bei Instagram oder bei im Blog oder wo auch immer wir irgendwas veröffentlichen.

00:16:15: Also das finde ich, das kann halt irgendwie ein ganz interessanter Kanal sein irgendwie.

00:16:23: Ja, das ist auch... Es ist ein bisschen abhängig davon, welche Art von Kommentaren schlagen den da auf.

00:16:30: Ja, ja.

00:16:30: Und

00:16:31: welche... Also,

00:16:34: ich meine, eins ist klar, ne?

00:16:36: Das kostet alles Energie.

00:16:38: Erstmal schon psychische Energie, das irgendwie zu prozessieren und darauf zu reagieren.

00:16:43: Und aber natürlich auch einfach zeitliche Ressourcen so.

00:16:47: Und wenn ich die Wahl hab, eigentlich will ich kreieren und was Neues machen, den Podcast vorbereiten oder ein Vlog-Film oder was auch immer, worauf ich Bock hab.

00:16:59: oder ich investiere Zeit zu reagieren.

00:17:02: Also auf Leute, die mich irgendwo beschimpfen.

00:17:05: Ist ja natürlich schon irgendwie Zeit, die nicht gut investiert ist, darauf zu reagieren.

00:17:10: Das kann man eigentlich nicht machen, das sollte man nicht machen.

00:17:12: Aber wie gesagt, bei mir jetzt persönlich ist das relativ wenig.

00:17:20: Wo ich sage, okay, das ist noch in einem Rahmen, wo ich das sinnvoll noch finde.

00:17:25: Also, das ist einfach, wenn du eine gewisse Reichweite erreicht hast, hast natürlich auch ein paar Arschlöcher dabei.

00:17:29: Und das ist ja immer so.

00:17:30: Also, das kannst du ja nicht vermeiden.

00:17:32: Mhm.

00:17:34: Aber wenn das jemand belastet und wenn er gesagt hat, also wenn er das Gefühl hast, du musst immer reagieren und über die Stöckchen springen, dann auf jeden Fall ausmachen, würde ich auch sagen.

00:17:42: Also, das ist ja im Sinne aller dann, dass du dann noch ...

00:17:47: Ja.

00:17:47: ...

00:17:47: et schaffst deinen, den Content zu kreieren.

00:17:50: Ja.

00:17:51: Wofür du eigentlich, wofür die Leute dich eigentlich mögen.

00:17:55: Also ich hab halt auch zunehmend gemerkt im letzten Jahr, dass mir Energie fehlt für viele Sachen.

00:18:00: Und ich da auch mit zu kämpfen hab und so weiter.

00:18:04: Und das ist so eine der Sachen, wo ich sag so, kann ich drauf verzichten, kann ja einfach streichen.

00:18:09: Also da gibt noch einen ganzen Haufen andere Dinge und auch ganz viele Sachen, an denen ich an mir selbst arbeiten muss, um da Sachen zu ändern, damit es besser wird und so.

00:18:18: Aber das war so eine Sache, ich find's schade ein bisschen.

00:18:22: Andererseits denke ich mir aber auch so, halt nicht.

00:18:26: Ich muss ja jetzt zum Beispiel auch nicht mehr auf Twitter sein.

00:18:28: Kann ich mir geben, wenn ich will, muss aber nicht.

00:18:31: Ja, ja klar.

00:18:35: Ich muss gerade daran denken, der letzten Vlog, den ich auf YouTube veröffentlicht habe und auf Instagram.

00:18:42: Auf beiden Kanälen kam ein Kommentar, und zwar sehr absehbar.

00:18:47: Und ich wusste natürlich, ich habe die Szene auch extra eingebaut, so ein kurzer Drohnenflug, wo vor unserem Institut, also vom Netzgebäude, wo du ja auch drin gearbeitet hast, hängen Regenbogenflaggen.

00:18:58: Und ich wusste, da wird einer drüber springen.

00:19:00: Da kommt ein

00:19:00: Kommentar zu.

00:19:01: Da wird

00:19:01: ein Kommentar kommen.

00:19:02: Auf jeden Fall ein Mann, Klar.

00:19:06: Und auf beiden Plattformen ist das passiert.

00:19:08: Beides Mal würde ich sagen, ein Mann, der sich darüber aufgeregt hat.

00:19:13: Und in einem Einfall war dann halt so, die Bottom Line war ... Wer diese Fahnen vor dem Institut hat, dessen Forschung kann man nicht ernst nehmen.

00:19:24: Wo ich so denke, wow, okay, das ist mal eine Aussage, da du glaubst, dass die Wissenschaftlerinnen, die drinnen arbeiten, die eine wissenschaftliche Ausbildung haben und gelernt haben, wie man wissenschaftlich arbeitet, dass die plötzlich anders arbeiten, wenn die falsche Flagge vor dem Gebäude steht.

00:19:41: Das finde ich wirklich eine bemerkenswerte Annahme.

00:19:47: Also das ging so zwei, drei mal hin und her.

00:19:50: Das fand ich ganz interessant.

00:19:51: Also was heißt jetzt mit ihm zu diskutieren?

00:19:53: Da war ja nicht viel zu diskutieren.

00:19:54: Er hatte halt fundamental eine andere Meinung.

00:19:57: Er meinte halt, meine Forschung ist nicht mehr glaubwürdig.

00:20:00: weil eine Regenbogenflugge davor steht.

00:20:02: Ich hab da geschrieben, kannst du mal gucken, meine Forschung ist ja öffentlich, kannst du ja mal angucken, ob der Geist der Regenbogenflugge in meiner Auswertung von Rasta-Elektronen-Mikroskop-Aufnahme eingeflossen ist.

00:20:13: Das ist ja völlig absurd, sich das vorzustellen.

00:20:16: Da hat ich irgendwelchen Gender-Bias auf einmal in, ich weiß nicht, was die Leute sich vorstellen, was dann passiert mit mir und meiner Forschung.

00:20:24: Aber genau wegen sowas, genau solche Kommentare ertrage ich nicht mehr.

00:20:29: Das saugt mir so viel Energie aus.

00:20:31: Ich hab auch keinen Bock mehr, solchen Leuten zu antworten.

00:20:34: Also nicht nur denen aus allen möglichen Ecken, Leute, die irgendwas besser wissen, Leute, die, weiß ich nicht, die Umstände nicht kennen und mir vorwerfen, dass ich mit dem Auto nach München gefahren bin und nicht mit dem Zug oder so.

00:20:47: Ich ertrag das nicht mehr.

00:20:49: Oder ich will das nicht mehr tragen.

00:20:50: Ich will meine Energie dafür nicht aufwenden.

00:20:54: Und ja.

00:20:57: Vielleicht bin ich dazu dünn heute geworden.

00:20:59: Da ist mir zu viel geworden oder so.

00:21:00: Und vielleicht muss man für manche Dinge auch kämpfen.

00:21:02: Aber ich bin an der Stelle angekommen, wo ich sage, ich kann das nicht mehr.

00:21:07: Ja, du musstet ja auch nicht.

00:21:08: Aber ich meine, das ist auch klar, dass passiert, wenn du im Internet moralisiert und deine Meinung ja auch sehr fundamental raus raus.

00:21:19: Ja,

00:21:20: dann fühlen sich natürlich Leute auch irgendwie ermutigt.

00:21:25: Und zu sagen, ich seh das anders.

00:21:30: Der Ton macht natürlich immer noch die Musik.

00:21:32: Die ist die Frage, wie du darauf aufmerksam gemacht wirst.

00:21:35: Ich hab jetzt bei Alliteration am Arsch beobachtet, oder hab ich ja so ein bisschen auch beobachtet.

00:21:42: Das fand ich halt auch immer sehr übergriffig.

00:21:44: Ihr beide pflapst euch ja auch an.

00:21:47: Ihr seid ja Kumpel und ihr bieft euch auch so ein bisschen.

00:21:51: Was Daniel häufig dazu führt, dass die Leute, die euch permanent hören, glauben, sie sind in einer ähnlichen Beziehung zu euch, wie ihr untereinander.

00:22:00: Was dazu führt, dass wir E-Mails kriegen.

00:22:01: Manche gehen ja an Mincorrect, dann lese ich die halt auch.

00:22:04: Dass ihr dann auch als Arschloch beschimpft werdet.

00:22:07: Aber freundlich.

00:22:08: Ist eigentlich freundlich

00:22:10: gemeint.

00:22:11: Aber ich find's halt super übergriffig.

00:22:13: Also ich würd halt nie in fremden Anschreiben, auch wenn ich das Gefühl hab, ich hab diese... Ähm Pseudo Beziehung zu der Person, dass ich dann auch, sagt dem Arschloch mal, er soll das und das machen, ne?

00:22:26: Äh, bitte, das ist ein Dat für den Umgang, so.

00:22:27: Aber alles super nett gemeint eigentlich.

00:22:30: Ich find's schwierig, ja.

00:22:32: Genau, das trifft den Ton halt nicht, ne?

00:22:34: Und ähm, also ich hab diese Entscheidung jetzt für mich getroffen und ich hab auch, ich versuche auch mich weniger, und eigentlich ist das schade, aber ich versuche auch mich weniger zu äußern.

00:22:47: Weil ich keinen Bock mehr auf Diskussionen habe und so.

00:22:50: Ja, das ist ein bisschen schwierig, weil da dein Geschäftsmodell ist.

00:22:54: Ja, aber ich muss im Podcast, ja.

00:22:57: Aber

00:22:58: hier muss ich mehr nicht anhören, was mehr andere.

00:23:01: Hier hab ich ja ein Meinungsmonopol.

00:23:04: Hier kann ich ja machen, was ich will.

00:23:06: Aber ich muss mehr nicht mehr anhören, was andere Leute mir dazu sagen wollen.

00:23:09: Klar, man könnte jetzt sagen, wie du entziehst dich dem Diskurs und so.

00:23:14: Aber vielleicht ändert sich das irgendwann mal wieder.

00:23:17: Jetzt gerade für den Moment habe ich gemerkt, meiner psychischen Verfassung würde es ganz gut tun, von allem ein bisschen Abstand zurückkommen.

00:23:24: Ja, das ist ultimativ.

00:23:26: Sollte das deine Richtschnur sein, würde ich sagen.

00:23:30: Also wenn das dir nicht gut tut, dann ist ja überhaupt keine Frage, dass du das nicht machen solltest.

00:23:35: Ja, aber dahin zu kommen und sich dazu zu entscheiden.

00:23:39: Also bei mir hat das gebraucht.

00:23:41: Ich habe immer gedacht, ach komm, gehört doch zum Job dazu.

00:23:45: Und tut es vielleicht auch.

00:23:46: Aber ich versuche mich mal an die erste Stelle zu stellen für eine Zeit.

00:23:54: Ja, das glaube ich, das ist auf jeden Fall eine gute Prämisse.

00:23:58: Also ich glaube, sich wahrzunehmen und sich ernst zu nehmen ist, glaube ich, sehr, sehr wichtig.

00:24:03: Was dahinter kommt, du kannst ja trotzdem auch noch andere Menschen wahrnehmen und ernst nehmen.

00:24:08: Aber als Allererstes solltest du das wie beim Flugzeug.

00:24:11: Im Notfall rettest du erstmal dich und dann kümmerst du dich um das Kind daneben.

00:24:19: Der Kind kann sich nicht um dich kümmern.

00:24:20: Du musst.

00:24:21: als erstes musst du dir auch Sauerstoffmaske anlegen und dann kümmerst du dich um alle anderen.

00:24:26: Vielleicht ist es auch so ein Ding irgendwie, wenn die Batterien mal wieder aufgeladen sind.

00:24:31: Wenn ich nicht irgendwie das Gefühl habe, gerade immer im Strom-Spar-Modus noch die letzten Prozent heraus zu quetschen.

00:24:36: Vielleicht habe ich dann ja auch irgendwann mal wieder Bock darauf.

00:24:40: Aber jetzt gerade halt nicht.

00:24:42: Jetzt gerade geht es nicht.

00:24:44: Da ist doch ein guter Ausblick für.

00:24:47: Wir achten alle besser auf uns selbst.

00:24:49: Wir behandeln uns.

00:24:50: Fände

00:24:50: ich schön.

00:24:52: Und wenn ihr das Jahr noch mit einem schönen Geschenk abschließen möchtet...

00:24:55: Wo hauch?

00:24:58: Ist das so?

00:24:59: Nein, ich wollte das so zum

00:25:00: Anfang... Erst mit dem Kommentar schreiben.

00:25:02: Der Kapitalist remt fort.

00:25:03: Er kocht ja uns emotional runter.

00:25:07: Linke, der Linke.

00:25:08: Ja, das nennt man im, in der Werbepsychologie nennt man das Aktivierung.

00:25:11: Und dies egal, ob die positiv oder negativ ist.

00:25:14: Ich kann auch irgendeine Kontroverse These in den Raum stellen.

00:25:16: Hauptsache, die Leute sind in irgendeiner Form aufgeregt oder aktiviert.

00:25:19: Nein, es geht um Folgendes.

00:25:20: Wir haben das in der letzten Folge schnammt.

00:25:22: Ende gesagt.

00:25:23: Nur da ich weiß, dank Statistiken, dass nicht alle die Sachen zu Ende hören, habe ich gedacht, ich bring das mal ganz kurz am Anfang runter, damit Leute nicht enttäuscht sind.

00:25:30: Wir haben ja unseren kleinen Shop Empirie und auch wir machen irgendwie für Weihnachten mal irgendwann Schluss und sagen ab jetzt nicht mehr.

00:25:38: Am achtzenden, also die Bestellungen, die bis zum achtzenden noch reinkommen, die bearbeiten wir noch, die verpacken wir noch und schicken die weg.

00:25:46: Das heißt nicht, dass die bis Heiligabend oder Weihnachten da sind.

00:25:49: Das kann nur Gott und die Post entscheiden.

00:25:54: In erster Linie wahrscheinlich Gott.

00:25:58: Also die Bestellungen, die bis zum achtzehnten noch reingehen, die werden noch verpackt und weggeschickt.

00:26:03: Alles, was danach kommt, packen wir erst wieder am fünften an, weil wir auch eine Pause machen.

00:26:09: Ja, das wollte ich einmal am Anfang erwähnen, damit es am Ende nicht untergeht.

00:26:12: Super.

00:26:14: Gut, wenn wir schon bei...

00:26:17: Werbung

00:26:18: bei Werbung ist jetzt nicht so richtig.

00:26:21: Aber wir sind Informationen

00:26:23: sind ja Sachen die aus der Community kommen.

00:26:26: Die Community macht mal wieder eine Bestellrunde Runde für Sportklamotten.

00:26:31: Ihr erinnert euch unsere schönen Rad und Lauf Klamotten unter anderem.

00:26:38: mit denen wir nichts zu tun haben, mit

00:26:39: dem wir nichts zu tun haben, designt von der Community, vertrieben quasi von der Community bzw.

00:26:45: Sie haben halt ein Partner Bio Racer, die die Dinger herstellen und da bleibt weder bei der Community, was liegen noch bei uns als methodisch inkorrekt.

00:26:53: Das ist sind halt die Kosten, wenn halt durchgereicht.

00:26:56: Falls ihr irgendwie an sowas Interesse habt, der liebe Markus Brandstetter hat sich wieder darum gekümmert, da eine neue Bestellrunde zu machen.

00:27:05: Der Shop ist geöffnet.

00:27:07: jetzt glaube ich also der bestellt schropp sozusagen da wird erst noch sammel bestellt und dann wird es produziert.

00:27:12: bis ersten februar also den gesamten januar könnt ihr da euch die sachen angucken.

00:27:16: wir haben zwei links in die show notes gepackt einmal auf der.

00:27:20: Webseite von Markus Brandstedt, da könnt ihr euch angucken, welche Produkte gibt's denn überhaupt?

00:27:24: und wenn das was für euch ist, könnt ihr dann in den offiziellen Shop gehen, da muss man sich anmelden und das wollte Markus euch ersparen, deswegen könnt ihr erstmal so unverbindlich gucken und dann könnt ihr euch anmelden bei BioRacer und dann die Bestellung aufgeben und dann wird das irgendwann gesammelt verschickt.

00:27:40: Genau, bis zum ersten Zboten, wer die Klamotten schon mal gesehen hat, da hören wir dann ganz, ganz häufig, hätte ich auch gerne, kann man aber immer nur so Phasenbeise bestellen.

00:27:51: Genau, dann sind wir das auch durch.

00:27:54: Jetzt würde ich dir gerne noch erzählen.

00:27:56: Ich habe die erste Version von meiner EDC-Pouch in dieser Tasche.

00:28:03: Da gab es viel Feedback zu.

00:28:04: Ja,

00:28:05: natürlich.

00:28:06: Auch viel Gutes, natürlich viele Tipps gekriegt.

00:28:09: Teure Tipps, muss ich sagen.

00:28:11: Da lohnen sich Kommentare.

00:28:12: Wie teuer

00:28:13: ist teuer?

00:28:15: Nein, nicht so.

00:28:17: Die einzelnen Produkte waren jetzt nicht so teuer, wie man es jetzt glaubt.

00:28:22: Mir hat jetzt keiner einen Messer für drei Hundert Euro vorgeschlagen oder so.

00:28:26: Aber es war tatsächlich eine Sache, die musste ich, da konnte ich nicht widerstehen.

00:28:30: Was ich auch drin haben wollte in meiner, also EDC Everyday Carry Tasche so.

00:28:38: Was will man unbedingt dabei haben, damit man auf alle Situationen vorbereitet ist?

00:28:45: Da gab es übrigens auch Leute, die gesagt haben, das ist ja nur die moderne Variante eines Fahrtfindersets, was man damals ja schon immer dabei hatte.

00:28:53: Stimmt, völlig richtig.

00:28:56: Lustigerweise hat derjenige, der mich darauf aufmerksam gemacht hat, dann auch einen Link geschickt zu einem Vorschlag, also ich glaube ein semi-offizieller Vorschlag von der Fahrtfinder, was in diesem Fahrtfinder-Set drin sein soll.

00:29:12: Und unter anderem war da eine Telefonkarte drin als Vorschlag.

00:29:17: Der habe ich gedacht, okay, was soll ich damit machen?

00:29:21: Also bis ich die Telefonzelle mit Telefonkarte gefunden habe, bin ich in der Zwischenzeit durch einige Zivilisationen gelaufen, wo ich ein anderes Telefon gefunden habe wahrscheinlich.

00:29:33: Für mich hat dieses EDC ein bisschen was, habe ich letztmal glaube ich auch schon gesagt, vom Survival Deadlift.

00:29:38: Der

00:29:40: Detlef, diese Herrenantage.

00:29:42: In Europa

00:29:42: hat man die Detlef genannt.

00:29:47: Ich bin ein bisschen darüber nachgedacht, ich glaube, das kommt auch so aus diesem Wunsch.

00:29:52: Fahrtfinder fand ich auch immer schon faszinierend und draußen sein und vorbereitet sein und überleben zu können.

00:29:57: Und Übs mit Gimmick hatte auch immer ein Überlebens.

00:30:03: Buchset, irgendwas.

00:30:06: Auch die Mickey Mouse, das Fan-Line-Fiesel-Schweifel.

00:30:08: Ja, genau.

00:30:10: Und da habe ich auch schon immer voll mitgesammelt und war auch schon immer quasi, ich hätte jederzeit draußen überleben können.

00:30:18: Und deswegen, da kommt das von mir noch her.

00:30:20: Aber jetzt geht es um mal ein EDC, wo ich ... eigentlich darauf angelegt hatte, dass das eher so ein Urban-Ding ist.

00:30:27: Also für meinen ... Ich bin ja so ein Urban Warrior, möchte ich sagen.

00:30:31: Ich bin ja so in den Städten unterwegs.

00:30:34: Und da will ich vorbereitet sein.

00:30:35: Aber ihr werdet gleich merken, ich bin ein oder zweimal hart abgeboben, bogen und kann dann doch auf irgendeiner Einkaufsstraße Feuer machen mit meinem Feuerstein.

00:30:47: Nein, den hab ich nicht dabei.

00:30:48: Das

00:30:48: brauchst du in Essen und Gelsenkirchen.

00:30:50: Da brennt eh immer irgendeine Mülltonne.

00:30:54: Das stimmt ja.

00:30:55: So, ich lese euch jetzt vor, was ich in meiner IDC habe, in der ersten Variante meiner Tasche.

00:31:02: Ich habe natürlich versucht, noch mehr reinzukriegen, aber dann war es so voll.

00:31:04: und dann habe ich gedacht, damit versuche ich jetzt mal klarzukommen.

00:31:07: Natürlich ist da ein Letterman-Messer drin.

00:31:10: Natürlich sind da Desinfektionstücher drin, denn damit war ich ja mal gestartet.

00:31:14: Also ich sagte so, wir sind viel unterwegs, wir müssen dann schnell irgendwo was essen und ich fühle mich nicht wohl, weil ich dreckige Hände habe.

00:31:21: Deswegen Desinfektions.

00:31:23: Tücher gleichzeitig auch Starter zum Feuer machen.

00:31:26: Oh, gute Idee.

00:31:28: Ja, guck, das ist immer gut.

00:31:30: Multifunktionsgegestände.

00:31:34: Ein Handylader habe ich dabei, also ein Netzteil, so ein ganz flaches kleines Ding.

00:31:40: Eine kleine Powerbank, da bin ich mir noch nicht ganz so sicher, ob das sinnvoll ist, beides dabei zu haben oder ob ich eins davon wieder rausschmeiß.

00:31:47: Aber mir ist es halt auch schon mal passiert, dass wir beide in einem Hotel ankamen für einen Auftritt und ich feststellen musste, ich habe mein Netzteil fürs Handy nicht dabei.

00:31:57: Da dachte ich, wäre schon schön, da auch in die Tasche zu packen.

00:32:00: Deswegen habe ich jetzt erstmal beides.

00:32:01: Wie

00:32:01: klein ist das denn?

00:32:03: Ja, so ganz flach, also weiß ich nicht.

00:32:06: Wieso?

00:32:06: Hast du was?

00:32:07: Nein,

00:32:08: ich hätte da wieder so ein Multi-Purpose-Ding.

00:32:11: Wie viel Watt hat das?

00:32:13: Weiß ich jetzt aus.

00:32:14: Wie viel Wattleistung?

00:32:15: Weil ich habe mittlerweile meine ganzen Netzteile und so, die ich hatte, so das Apple-Netzteil vom MacBook und so weiter, als da noch Netzteile beigelegt waren.

00:32:24: Ich weiß nicht, machen die das noch oder sind da... Egal.

00:32:27: Auf jeden Fall, die habe ich alle ausrotiert.

00:32:28: Ich habe jetzt nur noch einen so einen Anker-Netzteil dabei.

00:32:32: Das ist so ein relativ kompaktes Passt in Faust.

00:32:37: Und damit lade ich alles.

00:32:39: Also das habe ich immer dabei, damit lade ich sowohl mein Handy als auch mein Laptop.

00:32:43: Also meinst du es auch von Enker und relativ klein, aber ich weiß nicht, also es musste schon sehr klein sein, damit hat überhaupt diese Tasche passt.

00:32:52: Du kannst mir das mal zeigen, weil meine Tasche ist vielleicht, ich weiß nicht, sieben mal zehn Zentimeter oder so und dann fünf, sechs, sieben Zentimeter auch hoch jetzt mittlerweile gepackt.

00:33:03: Ja,

00:33:03: da passt rein.

00:33:05: Ja, da ist ja noch was an.

00:33:05: Warte ab, da komm ich jetzt los.

00:33:10: Genau, Kugelschreiber ist drin.

00:33:11: Übrigens der, den du mir mal geschenkt hast, der Weltraumkugelschreiber.

00:33:14: Der Space

00:33:15: Pen.

00:33:15: Genau, ja.

00:33:16: Ist nicht irgendein, das ist der Space Pen.

00:33:20: Zwei Karabiner sind da drin.

00:33:22: Dann ist so ein sechs in eins USB-Adapter, wo dann Mikro, Lightning und USB-C und USB-A ist, denn ich hab ja dummerweise noch ein altes iPhone.

00:33:33: Ich brauch diese...

00:33:34: Ja, das muss irgendwann aufhören.

00:33:36: Das muss irgendwann aufhören.

00:33:37: Irgendwann will ich nur noch USB-C haben, da freu ich mich schon drauf, aber so lange brauche ich das noch.

00:33:42: Ich habe einen Kopfhörer dabei mit Kabel, also nichts, was man aufladen muss, aber manchmal war ich ohne Kopfhörer auf einmal.

00:33:49: Aber wo willst du den denn dranstecken?

00:33:51: An mein Telefon.

00:33:53: Das hat doch kein Dings mehr, kein Kopfhörer aus.

00:33:55: Hat ein Lightning Anschluss, der Kopfhörer.

00:33:58: Das

00:33:58: heißt, der ist nur für dein Telefon nutzbar?

00:34:00: Der ist im Prinzip nur für mein Telefon nutzbar, ja.

00:34:02: Weil damit höre ich eigentlich die Musik, ähm, wenn ich, äh, und, ja, ja, eigentlich schon, ja.

00:34:09: Okay.

00:34:09: Aber das brauche ich, wenn ich so unterwegs bin, hab mein Kopfhörer vergessen und ich muss so Stunde laufen, dann drehe ich

00:34:13: durch.

00:34:13: Ja, das ist, ja, verstehe ich.

00:34:14: Da

00:34:15: haben wir ein paar Tabletten dabei, Blutdruck, Kopfschmerztabletten, ähm, Allergiemittel für alle Fälle.

00:34:22: Fischermenn oder Kaugummi habe ich dabei.

00:34:25: Kann man immer mal gebrauchen, wenn man in einer Gesprächssituation ist.

00:34:30: Wir sieht ein Karten, weil wir oft irgendwo standen und mussten unsere Adresse wieder mühsam irgendwo eingeben.

00:34:38: Oder im Hotel diktieren.

00:34:41: Min korrekt GmbH.

00:34:43: Min korrekt GmbH.

00:34:47: In der Campenstraße.

00:34:49: Und das passiert

00:34:49: halt, wenn wir vom Auftritt kommen um vierundzwanzig Uhr und da ist einfach gar kein Bock mehr.

00:34:54: Also das war auch einer der Gründe, warum ich überhaupt in dieser Pouch angefangen habe.

00:34:58: Das muss immer dabei sein.

00:35:00: Münzen und Geldscheine, denn wir beide waren auf Rastplätzen, kam nicht aufs Klo, weil der Scheiß kein Dings angenommen hat, genau.

00:35:10: Der Pinkeleuro, auch mal gut, wenn man mit der Bahn unterwegs ist.

00:35:13: Stimmt, ja.

00:35:14: Gefrierbeutel hab ich dabei, weil die kann man immer gebrauchen.

00:35:17: Im Zweifelsfall sogar als Handschuhe anziehen.

00:35:19: Ich wollte ja erst so Gummihandschuhe noch mitnehmen, hat aber nicht gut reingepasst.

00:35:22: Dann hab ich gedacht, Gefrierbeutel ist multi-purpose und da kannst du halt auch deine Hand reinstecken, wenn das sein muss.

00:35:27: Pflaster, Ducktape, die ich um Pillendosen gewickelt hab, damit die keinen Platz ... Das ist so jetzt, jetzt wird's so richtig preppermäßig.

00:35:38: Eine Haagummi, damit ich meinen Zopf machen kann.

00:35:40: Einer meiner größten Ängste ist, dass mir meine Haagummi kaputt geht und ich stehe ungepflegt.

00:35:46: Irgendwo muss ein Vortrag halten.

00:35:47: Und dafür

00:35:48: hast du doch das Gaffertape.

00:35:51: Das sind aber meine letzten Haare danach aufwärgen.

00:35:56: Telefonnummern auf Papier finde ich gut, weil ich kenne keine mehr auswendig, außer die Telefonnummern meiner Eltern.

00:36:05: Und stimmt, da wollte ich welche dabei haben, deswegen habe ich mir die auf Papier geschrieben, damit ich die dabei habe, falls man nötig sein sollte.

00:36:11: Stimmt, ich wäre auch komplett aufgeschmissen.

00:36:13: Ich kenne von niemanden die Telefonnummer.

00:36:14: Die einzige, die ich noch kenne ist die von meinen Eltern, aber die leben nicht mehr.

00:36:17: Und im Anschluss gibt es nicht mehr.

00:36:19: Also, ja, guter Punkt.

00:36:21: Ich habe jetzt, glaube ich, drei aufgeschrieben, die ich dabei habe.

00:36:27: Die Handynummer meines Vaters, die meiner Frau.

00:36:31: Und deine, mein lieber Partner.

00:36:33: Du bist meine Notfallnummer.

00:36:38: Eine Maske, weil ich neulich mal wieder irgendwo im Theater saß und von hinten hat mir eine Frau anderthalb Stunden in den Nacken gehustet.

00:36:47: Ja, und schön.

00:36:48: Dann habe ich eine kleine Ratsche mit einem Letterman Bitset, damit ich alles reparieren kann.

00:36:54: Und

00:36:55: ist die nicht ein bisschen drüber?

00:36:56: Die

00:36:58: Verbindung ist grad schlecht.

00:37:01: Und, und da, das ist wirklich toll.

00:37:03: Das war dann auch das, was eine Hörer mir noch empfohlen hat und wo ich einfach nicht nein sagen konnte.

00:37:10: Paracord.

00:37:11: Paracord ist ja so, also ursprünglich, das kommt, glaube ich, von, genau, Parachutecord.

00:37:19: Also die, das waren die Seile, mit denen die Fallschirme quasi bei dem, bei den Soldaten festgemacht waren, an den Soldaten.

00:37:27: Und die Soldaten haben dann festgestellt, diese Schnur ist nicht nur unheimlich gut für den Fallschirm, sondern wenn die erst mal abgesprungen sind, können sie das für alles Mögliche Andrauch noch benutzen, um irgendwas fest zu knoten.

00:37:40: Naja, da ist auf jeden Fall so eine etwas romantisierte Vorstellung rausgekommen, dass Parakord einfach für alles gut ist.

00:37:48: Ja

00:37:49: deswegen wollte ich Parakord dabei haben aber dann hat mir einer gesagt hier du musst das hier nehmen.

00:37:52: jetzt habe ich mit der dummerweise habe ich das noch hier aufgeschrieben ist leider nicht.

00:37:58: Der heißt auch schon so geil was du.

00:38:00: da musst du mir jetzt eine Sekunde lassen.

00:38:01: ich muss ganz kurz gucken wie das heißt weil das besondere daran ist der Parakord der heißt auch schon super.

00:38:10: Moment, jetzt hab ich's da.

00:38:12: Parapokalypse.

00:38:14: Ultimate Survival Paracord.

00:38:17: Du bist verloren.

00:38:20: Und das Besondere an dieser Paracord ist, so ein Paracord besteht ja aus mehreren Strängen.

00:38:26: Also da sind ja einfach so mehrere strenge Faden, sag ich jetzt mal, Seile drin.

00:38:30: Und das Besondere an dem ist, dass da, dass der aus unterschiedlichen besteht.

00:38:36: Da ist zum Beispiel ein, eine ... eine Angelschnur mit einen gebacken, eine Kefflerschnur, gewachstes Jutesaal, weil das kannst du dann zum Feuer machen benutzen.

00:38:52: Ich brauche das nicht, aber ich will es besitzen.

00:38:56: Ich will es besitzen.

00:38:59: Ich lese es hier gerade auch, ich habe es mal, ich habe es ge-googelt.

00:39:02: Einstrang, hitzebeständige Nanoaramidschnur, bis zu vierhundertfünfzig Grad.

00:39:07: Haste irgendwelche Fragen.

00:39:11: Genau, damit kannst du irgendwas ins Feuer halten und schmoren oder du kannst was sägen damit, weil es halt hitzebeständig ist.

00:39:18: Das ist das, was ich jetzt gekauft habe.

00:39:20: Also, ich kann dir nur empfehlen, Bei der Zombie Apokalypse, bei mir in der Nähe zu sein.

00:39:27: Es ist Quatsch, ich geb's zu, aber ich wollte's haben.

00:39:29: Aber das

00:39:30: ist schon irgendwie schön, ja.

00:39:32: Ich kann's verstehen.

00:39:34: Eine Frage habe ich, die kam auch in den Kommentaren hier und da mal.

00:39:37: Was ist mit hier, mit dem Leatherman und so weiter?

00:39:41: Es gibt ja diese Waffenverbotszonen.

00:39:43: Ja.

00:39:44: Gerade jetzt auch auf Weihnachtsmerken und so.

00:39:46: Da ist im Zweifelsfall der Leatherman weg, ne?

00:39:50: Habe ich mich noch nicht mit beschäftigt, ehrlich gesagt.

00:39:55: Ich wollte am Freitag um Weihnachtsmarkt, meinst du, muss ich rausnehmen?

00:39:58: Nee, würd ich rausnehmen.

00:39:59: Sag mal so, du wirst wahrscheinlich keine Taschenkontrolle haben oder irgendwie kontrolliert, weil du es nicht so aussiehst, als müsste man nicht kontrollieren.

00:40:07: Das lass ich jetzt komplett ohne Wertung mal so stehen.

00:40:12: Aber

00:40:12: ich hatte neulich einen Vortrag in Essen.

00:40:16: Wie heißt der große Platz, wo der Weihnachtsmarkt in Essen ist?

00:40:20: Kenne die Platz.

00:40:21: Da war ich ... weil da ein Restaurant war, wo ich eingeladen war.

00:40:27: Und da war ich ja mal erstaunt, wie viel Polizeipräsenz und Straßensperren und alles Mögliche da ist.

00:40:34: Also, ich muss dazu sagen, ich bin selten auf Weihnachtsmärkten, auch in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen.

00:40:42: Und wenn du noch die Alten in der Ähnung hast und jetzt auf dem Weihnachtsmarkt gehst, da fällt dir das schon krass auf, was da patrouilliert.

00:40:53: Also ich war dieses Jahr in Essenum Weihnachtsmarkt und ich war mit meiner Frau letzte Woche in Bremen auf dem Weihnachtsmarkt.

00:41:01: Und den Bremen ist sehr zu empfehlen, wenn man in der Nähe von Bremen, um die Weihnachtszeit rum geht, mal auf den Weihnachtsmarkt, da ist es nämlich mitten im Stadtkern um das historische Rathaus und so, das ist ganz hübsch, weil es nicht einen zentralen Platz gibt, sondern der, der, der verteilt sich so ein bisschen der Weihnachtsmarkt in verschiedene Bereiche und ist halt in schöner Kulisse.

00:41:19: Also.

00:41:20: Kann man sich ganz also kann man sich tatsächlich gut geben.

00:41:23: Aber ja auch da bei beiden Weihnachtsmerken halt überall diese Sperren damit keiner reinfährt, relativ viel Polizeipräsenz.

00:41:31: Habe ich mich mittlerweile ehrlich gesagt traurigerweise schon dran gewöhnt, wo mir das das erste mal richtig aufgefallen ist, war, als ich noch mit Sonke einerfalls gewohnt habe.

00:41:40: Da sind wir ja relativ nah in der französischen Grenze.

00:41:42: Da waren wir in Frankreich auf dem einen oder anderen Weihnachtsmarkt unter einem Straßburg und da rennt halt.

00:41:49: also das sind halt Leute mit Maschinengewehren, die da an den Weihnachtsmerken stehen und so.

00:41:54: Also das fand ich auch so hui.

00:41:56: Das fand ich damals schon befremdlich.

00:41:58: Ich glaube mittlerweile ist es fast normal, aber ja, es ist traurig, dass es in irgendeiner Form wohl nötig ist.

00:42:08: Ja, genau.

00:42:09: Kabelbinder habe ich auch noch, das war dann in meiner ersten, also ersten Version.

00:42:14: Ich würde sagen, der Parapolypse oder wie auch immer er heißt, der ist ein Ticken drüber, vielleicht.

00:42:24: Und die Mini-Ratsche ist auch ein bisschen drüber.

00:42:30: Bei den Leatherman hätte ich gesagt, da ist ja auch ne Zange dran.

00:42:32: Da kannst du im Notfall auch Sachen mit... Also

00:42:38: nehm mir nicht meine Mini-Ratsche weg.

00:42:41: Von welcher Marke ist sie denn?

00:42:43: V.a.

00:42:43: von Letterman.

00:42:45: Komplett.

00:42:49: Ja, ja.

00:42:51: Damals schon gekauft, als ich diese Letterman-Phase hatte und seitdem nie mal Einsatz gewesen.

00:42:59: Aber, das kann jederzeit passieren eigentlich.

00:43:02: Ja,

00:43:02: jederzeit.

00:43:04: Jetzt, wo ich das weiß, werde ich drauf achten, bei der nächsten Tour, ob irgendwo eine Schraube locker ist

00:43:08: oder

00:43:09: so.

00:43:09: Das wäre

00:43:09: so schön.

00:43:10: Aber wir haben immer ein Werkzeugkoffer dabei.

00:43:11: Ich

00:43:11: wollte gerade sagen, nicht, dass wir noch ein Werkzeugkoffer dabei hätten.

00:43:15: Ja.

00:43:17: Okay, jetzt haben wir uns aber schon ganz schön verquatscht.

00:43:19: Aber ist egal, es wird eine längere... Ich sehe

00:43:22: die letzte

00:43:22: Folge für dieses Jahr.

00:43:23: Es wird eine längere Folge, aber dann haben wir ja zwei Wochen Pause.

00:43:26: Also von daher genießt diese Folge hoffentlich.

00:43:30: Ja, eine unserer absoluten Lieblingsfolgen, denn es geht um den Ignobelpreis.

00:43:36: Um die oder die Ignobelpreise muss man ja sagen, zwanzig, fünfundzwanzig.

00:43:44: Aber bevor wir damit starten, können wir noch ein kleines Highlight verkünden.

00:43:50: Nein.

00:43:50: Eine Ankündigung.

00:43:51: Eine Ankündigung.

00:43:53: Und ich glaube, es ist ein Highlight.

00:43:55: Da bin ich mir ziemlich sicher.

00:43:56: Also, wir auf jeden Fall freuen uns sehr.

00:43:59: Und ich habe mir heute so gedacht, dass ich das noch so in die Sendungsnotizen geschrieben habe.

00:44:04: Das wäre schon ganz geil gewesen, wenn man dem Vergangenheits Raini und dem Vergangenheits Nikolas gesagt hätte, so vor zehn Jahren.

00:44:12: Ja, hör mal hier rein, was so in zehn Jahren passiert.

00:44:16: Ja, das stimmt.

00:44:17: Weil wir ... wurden angefragt für eine Veranstaltung.

00:44:21: und warum erzähle ich euch das jetzt gerade, weil es

00:44:23: passt

00:44:24: zu dieser Folge hier, zu der Knoppel Sonderfolge, die wir jährlich machen.

00:44:29: Denn es wird eine Live Show geben und zwar eine Live Show, die veranstaltet wird von Marc Abrams selbst.

00:44:38: Also Marc Abrams ist ja der Zeremonienmeister, würde man sagen, der IG Nobelpreis Verleihung.

00:44:45: ... die hat er selber, ... ... in das Leben gerufen, ... ... hat davor aber auch schon ... ... ist Herausgeber zum Beispiel ... ... und mitbegründer von ... ... Anals of Improbable Research.

00:44:56: Daraus ... ... würde ich sagen, ... ... ist der Ignoble-Preis entstanden, ... ... vorher hat er einen Journal ... ... of Irreproducible Results gemacht.

00:45:04: Also ist schon lange in diesem Feld ... ... der ... ... Wissenschaftspopularisierung unterwegs ... ... und für uns natürlich irgendwie auch ein ... Ja, ein Idiot Idol oder so.

00:45:15: Wir haben immer gesagt, wir würden gerne mal zum Ignoble Preis

00:45:18: angucken.

00:45:18: Ja,

00:45:19: nur

00:45:19: so weit weg.

00:45:20: Genau.

00:45:21: Das wird jetzt insofern nicht nötig sein, weil Marc Abrams seit einigen Jahren

00:45:25: auch

00:45:27: eine Ignoble Europe Tour macht, wo er an verschiedenen Hochschulen fährt in Europa und die dann nutzt oder die Besuche nutzt, um dort eine kleine Show zu machen und zwar mit.

00:45:41: in der regel örtlichen Gewinnerinnen des Ignoble-Preises.

00:45:46: Und so kommt er, auch an unsere Uni, also Uni Duisburg Essen.

00:45:53: Das war auch schon zweimal vorher geplant.

00:45:56: Einmal kam Corona dazwischen und im letzten Jahr hat es leider aus anderen Gründen nicht geklappt.

00:46:01: Aber diesmal soll es klappen, der Termin steht auch schon.

00:46:05: Es wird der siebzehnte, vierte, zwanzig, sechsundzwanzig sein.

00:46:09: Siebzehnte, April zwanzig, sechsundzwanzig.

00:46:12: Es findet im Audimax in Essenstadt.

00:46:17: Und es wird kostenfrei sein.

00:46:19: Also die Tickets werden nix kosten.

00:46:22: Was?

00:46:22: Was nix kostet, ist auch nix.

00:46:26: Das wird sich rausstellen, ob das nix ist.

00:46:31: Es wird... Also wir sind tatsächlich auch dabei, also wir beide.

00:46:38: Also erstmal ist das natürlich alles auf Englisch, weil Marc Abrams natürlich Amerikaner ist.

00:46:44: Und weil viele der Gäste auch international sind, Sabine Begal, die ihr noch aus Methodisch-Ingorekts-Bauhundert-Fünfundzwanzig kennt, da war sie in der Ignoble-Preis-Sonderfolge-Zwanzig-Zwei-Zwanzig zu Gast.

00:47:01: Die hat uns damals unter anderem erzählt von ihrem eigenen Ignoble-Preis, den sie gewonnen hat.

00:47:07: Das war diese Studie nach dem Hunde sich beim Verrichten ihres Geschäfts am Magnetfeld der Erde orientieren, weil Sabine eben mal gewonnen hat.

00:47:16: kommt mark überhaupt erst mal an unsere uni.

00:47:19: aber dann wollte er noch so ein paar bisschen typen haben die clowns die so ein bisschen experiment machen und

00:47:26: bring in the clowns genau das.

00:47:28: ich glaube sabine hat dann gesagt nehmen die zwei die können das.

00:47:32: das heißt wir werden auch auftauchen aber kommt auf gar kein fall für uns.

00:47:37: Wir haben jetzt auch keine riesigen Anteil da, sondern so eine kleine Nummer zwischendurch in ein paar Minuten.

00:47:43: Also

00:47:45: der aktuelle Plan ist, dass es drei Sprecher innen geben wird, also Sabine wird natürlich sprechen.

00:47:51: Und es gibt noch zwei weitere Ignobelpreisträger wahrscheinlich, die auch da sind und brichten werden.

00:47:58: Und dazwischen werden wir kurze Ecks haben, wo wir schnell mal ein Experiment zeigen, aber wirklich kurz.

00:48:04: Eine ganz kleine Nummer.

00:48:06: Aber die Veranstaltung, ich meine, ich würde da ja auch hingehen, wenn ich nie auf der Bühne stehen würde, weil der einfach geil ist.

00:48:12: Siebzehnter vierter in Essen.

00:48:14: Es gibt noch nicht die Webseite, wo man die Tickets lösen kann.

00:48:17: Das werden wir hier dann bekannt geben im nächsten Jahr.

00:48:22: Genau.

00:48:22: Aber ihr könnt es euch schon mal vormerken.

00:48:24: Das wird auf jeden Fall richtig geil.

00:48:26: Und ich freue mich, Mark kennenlernen zu dürfen und natürlich Sabine wiederzusehen und ja, den einen oder anderen von euch auch natürlich.

00:48:35: Ja, ich freue mich auch drauf.

00:48:36: Wir rein uns damit ein in andere Locations oder andere Städte wie London, Berlin.

00:48:43: Wo das sonst noch so stattfindet, Tokyo und Essen.

00:48:48: Für Essen müsst ihr eins wissen, also wenn ihr da hinkommt, naja, es ist kostenlos, aber packt knapp drei Hundert Euro ein, falls euch was passiert und ihren Krankenwagen gerufen müsst.

00:48:57: Stimmt, wir müssen jetzt eigentlich auch unsere Experimente entschärfen eigentlich.

00:49:02: Im Grunde

00:49:03: ist das jetzt

00:49:04: riesig.

00:49:04: Ja, hab ich ja gesagt, das Risiko ist jetzt deutlich höher.

00:49:07: Das ist im nächsten Jahr drehundert Euro.

00:49:09: Boah, da müssen wir aufpassen.

00:49:12: Vielleicht können wir uns einen Krankenwagen teilen.

00:49:16: Sammelverletzung.

00:49:17: Besuchst du die mal einen, der auch noch verletzt ist.

00:49:20: Gute Idee eigentlich, ja.

00:49:22: Ja, genau.

00:49:24: Genau.

00:49:25: Und wird der erste Auftritt sein, wo wir Englisch sprechen werden, Raini?

00:49:29: Stimmt.

00:49:30: Der erste, wo wir zusammen Englisch auf der Bühne reden dürfen.

00:49:32: Wir können es natürlich auch so schweigend machen.

00:49:35: Wir können mal gucken, ob wir auch so... Oh,

00:49:36: so pantomimmäßig.

00:49:38: Das

00:49:38: finde ich auch schön.

00:49:39: Du kannst auch die Gesichterweiß anmalen mit zum Lächeln und so gestreifte Oberteile anziehen.

00:49:46: Finde ich auch sehr schön.

00:49:49: Fände ich sehr schön, wenn man da noch als Podcast vorgestellt wird.

00:49:51: Oh ja, stimmt.

00:49:53: Die schweigenden Podcast.

00:49:54: Oh Gott.

00:49:55: Ja.

00:49:57: Gut, okay.

00:49:58: Also, wir erwähnen es auf jeden Fall noch mal, sobald es Ticket gibt, erwähnen wir das noch mal hier.

00:50:03: Da wird ja ein gewisser Run wahrscheinlich drauf sein.

00:50:07: Genau.

00:50:08: Das hoffe

00:50:09: ich doch.

00:50:09: Ich möchte mich nicht schämen müssen vor dem Herr Abrams.

00:50:12: Nein, ich glaube nicht.

00:50:12: Also, ich glaube, bei Tickets, die so günstig sind, werden wir, glaube ich, so ein Audimax voll kriegen.

00:50:20: Wahrscheinlich.

00:50:21: Da haben wir nichts zu befürchten.

00:50:22: Genau, okay.

00:50:24: Dann können wir eigentlich loslegen, ne?

00:50:27: Mit zwanzig, fünfundzwanzig.

00:50:28: Oder haben wir noch was?

00:50:32: Ich habe nichts mehr.

00:50:33: Gut.

00:50:33: Dann legen wir los.

00:50:35: Ich habe den ersten Preis zu verkünden.

00:50:39: Und zwar geht es um Literatur.

00:50:45: Der Preis geht an den späten Dr.

00:50:47: William B. Bean.

00:50:50: Ich lese mal aus der Preisverleihung vor, persistently recording and analyzing the rate of growth of one of his fingernails over a period of thirty-five years.

00:50:59: Also,

00:50:59: der

00:51:03: Preis geht an den verstorbenen Dr.

00:51:04: Williams B. Bean, weil er fünfunddreißig jahrelang die Wachstumsrate seiner Fingernägel aufgezeichnet und analysiert hat.

00:51:13: Oh, ich bewahr mir gerade gar nichts zu sehen.

00:51:15: Der IG Nobelpreis wird auch Postum verliehen?

00:51:17: Ja, also interessant, das geht ja beim Nobelpreis nicht.

00:51:21: Nee, genau.

00:51:23: Hier geht es aber, er war nicht da, er war bereits verstorben, aber sein Sohn hat ihn in Empfang genommen.

00:51:31: Dr.

00:51:31: Bean hat nämlich schon mit seinen Messungen in nineteen hundert und vierzig angefangen im Alter von zweiunddreißig Jahren.

00:51:39: Und hat sich eben genau diese Frage gestellt, wie schnell wachsen Nägel überhaupt?

00:51:44: Und das wurde für ihn zu einer lebenslangen und also erst mal jahrelang und dann eigentlich auch lebenslangen Forschungsaufgabe.

00:51:54: Er hat dann so Vakierungen an seinen Fingernägeln angebracht und hat dann regelmäßig gemessen und und vor allem dann auch natürlich penibel festgehalten, wie sich, wie die Fingernäge gewachsen sind und.

00:52:09: Da wird es dann wirklich eigentlich auch interessant, wie sich dieses Wachstum über Jahrzehnte verändert hat.

00:52:14: Ah, okay.

00:52:15: Weißt du, man, welcher Finger?

00:52:17: Das war ja nur einer, ne?

00:52:18: War so der kleine Finger?

00:52:20: Nee, tatsächlich nicht nur einer.

00:52:23: Einer hat er, glaube ich, besonders behaulich und genau gemacht, aber er hat im Prinzip Daumen, Mittelfinger und auch andere Finger, glaube ich, gemäxt.

00:52:29: Ich dachte, der hätte

00:52:30: jetzt so ein Berliner Koksnagel gehabt, so einen ganz langen.

00:52:34: Okay.

00:52:36: Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, den linken Daumen-Nagel, den hat er am behaulichsten gemessen.

00:52:43: Da gibt es nämlich mehrere Paper, die dann auch untersuchen, wie sich die Wachstumsrate geändert hat.

00:52:50: Weil das ist wirklich das Erstaunliche.

00:52:51: Das war nicht so eine Einzelmessung, wo er dann gesagt hat, okay, jetzt ist er halt.

00:52:57: Null, ein Millimeter pro Tag gewachsen, sondern er hat halt die Entwicklung dieser Wachstumsrate über seine Lebenszeit.

00:53:05: Aufgezeichnet also deutlich mehr als drei Jahrzehnte hinweg.

00:53:11: Insgesamt glaube ich, ich dachte also, der hat nämlich dann publiziert dazu mehrere Arbeiten, deswegen, wir haben das mal in die Shownotes geworfen, das haben wir einfach kopiert von der Webseite des Ignorble-Preises.

00:53:24: Er hat halt viele Publikationen rausgehauen dazu.

00:53:27: Die erste, nach fünf Jahren, dann nach zehn Jahren, dann weiß ich gar nicht, ich glaube nach fünfzehn.

00:53:33: nochmal, ich glaube die letzte ist auf jeden Fall nach fünfunddreißig Jahren.

00:53:37: Fünfdreißig Jahre hat er... Ja,

00:53:38: thirty-five

00:53:39: years of observation.

00:53:40: Ja, genau.

00:53:41: Die kamen in den Neunzwald-Achzig raus.

00:53:44: Und

00:53:44: wobei ich, ich finde der schönste Titel ist Some Notes of an Aging Nail Watcher.

00:53:52: Ja, die wissen wohl auch.

00:53:54: Ich muss zugeben, ich hatte nicht die Zeit, jetzt da wirklich in diese Paper reinzugehen.

00:53:57: Aber ich habe verschiedenste Kommentare gelesen, die gesagt haben, die Paper sind auch ein Genuss, da mal reinzugucken.

00:54:04: Also da muss ich auf jeden Fall noch mal machen.

00:54:07: Das habe ich jetzt aber in dem Detail nicht gemacht.

00:54:09: Aber die müssen sehr schön geschrieben sein.

00:54:11: Also muss voll Spaß machen.

00:54:14: Und das Besondere ist, also jetzt können wir mal sagen, okay, das ist irgendwie ein bisschen strange.

00:54:19: Also warum, wo ist jetzt die große Wissenschaft?

00:54:22: Dann kann sich jetzt schon feststellen, weil du natürlich, wenn du über eine lange Zeit misst, auch Muster erkennst, beziehungsweise Veränderungen.

00:54:30: Also das muss man sich auch

00:54:32: eventuell auch eventz.

00:54:34: Oder?

00:54:35: Meinst du, so Stress oder so, ne?

00:54:37: Ja,

00:54:38: zum Beispiel, man hat das ja auch, war das nicht auch bei einer Chemo oder so, dass du dann auch das an den Fingernägeln siehst und so?

00:54:45: Ja, ja.

00:54:46: Also so harte Eingriffen in den Körpeln.

00:54:48: Ich kann mir vorstellen, dass man auch weniger harte Sachen sehen kann.

00:54:51: Weiß ich nicht.

00:54:52: Mangelernährung.

00:54:53: Auf jeden Fall, ja.

00:54:54: Größere Krankheit, Unfall, Bettlegigkeit, was weiß ich nicht.

00:54:57: Und was du schon gesagt hast, was ich auch super interessant eigentlich finde, ist, dass er sich die Wachstumsrate angeguckt hat, wie die sich, ob und wie die sich im Alter verändert.

00:55:05: Weil

00:55:06: das ist ja kaum anders möglich als jemand, der wirklich boharlich misst.

00:55:11: Und das sind, glaube ich, wirklich relevante medizinische Daten, die jetzt so vorher nicht gab.

00:55:16: Weil er hat diesen linken Daumennage sich halt angeguckt und am Anfang seines Beobachtungszeitraums, also diese... Fünfdreißig Jahre lag die Wachstumsrate bei Null Komma Eins Zwo Drei Millimeter pro Tag und später als Mr.

00:55:33: Bienen dann sieben Sechzig war.

00:55:35: Er lag die nur noch bei Null Komma Null Neun Fünf.

00:55:38: Also die ist signifikant weniger geworden.

00:55:41: Und das wirkt natürlich jetzt erst mal unscheinbar.

00:55:44: Aber das sind halt Daten, die es nicht gab.

00:55:47: Also diese diese langen langsam natürlichen Prozesse, die Dafür gibt es keine Langzeitdaten in der Wissenschaft.

00:55:56: Und deswegen ist das natürlich ein wertvoller Schatz, muss man schon sagen.

00:56:01: Ist jetzt natürlich auch nur eine Testgruppe von einer Person, aber überhaupt mal eine

00:56:05: Messung über die

00:56:06: Länge zu machen.

00:56:07: Das ist übrigens auch ein sehr interessanter Hinweis.

00:56:11: Er hat sich selber vermessen.

00:56:16: Der Sohn war da bei der Preisverleihung.

00:56:19: Bennett Bean, der hat den Preis dann stellvertretend angenommen.

00:56:23: Und er hat dann erzählt, dass der Vater über die Jahre auch mal andere Familienmitglieder in die Untersuchungsgruppe mit aufgenommen hat.

00:56:34: Aber am Ende kam er dann immer wieder eigentlich auf seine Fingernegel zurück.

00:56:39: Und das ist auch irgendwie nachvollziehbar, weil er Vorteile hat.

00:56:45: Du bist immer bei dir, du kannst dich immer untersuchen so, aber andere sind halt auch mal weg.

00:56:51: Und wenn das jetzt über die Familie hinausgeht, dann gibt es halt auch rechtliche oder ethische Hürden.

00:56:55: Das ist halt alles nicht so einfach, wenn du

00:56:58: noch einfach Machbarkeit, keine Kontrolle und so.

00:57:02: Genau.

00:57:03: Und dann kannst du halt mit dir, kannst du halt experimentieren, wie du willst oder oder Dinge aufzeichnen.

00:57:09: Und deswegen finde ich das auch irgendwie ein schönes.

00:57:14: Ja, ich weiß, die Lehrstücke ist ein bisschen viel gesattet, aber so, dass man sieht, das macht schon Sinn, den Patienten zu nehmen, den du immer zur Verfügung hast, nämlich dich selber.

00:57:25: Und dass er dadurch mit dieser Neugierde und diesem sich selbst vermessen einen wertvollen Datenschatz geschaffen hat, finde ich irgendwie total faszinierend und schön einfach.

00:57:37: Das hat irgendwie so einen Sinn hatte, so über über über thirty-fünf Jahre.

00:57:42: So Selbsexperimente haben in der Medizin ja auch eine gewisse Tradition.

00:57:46: Ja, das stimmt.

00:57:48: Ja, und ich glaube, da liegt auch, also ich weiß jetzt nicht, welchen Rückschluss ich auf mein Leben ziehen würde, wenn ich jetzt mein Fingernagel vermessen würde.

00:57:55: Aber grundsätzlich verstehe ich ja auch, den Reiz seiner eigenen Daten aufzuzeichnen.

00:58:01: Also meine Garmin Uhr zeichnet ja verschiedenste körperliche Daten auf, wo ich gerne mal reinguck und dann auch schon so Trends erkennen.

00:58:09: Zu viel, zu wenig trainiert, wo ich dann Reaktion des Körperssee oder Nahhandekrankheiten, wo dann sie es, oh, heute Nacht war die Körpertemperatur ein bisschen zu hoch oder Herzfrequenzvariabilität war im Keller oder so.

00:58:24: Ich finde das wahnsinnig faszinierend.

00:58:25: Deswegen kann ich schon irgendwie verstehen, dass man sich so vermisst, auch in gewisser Weise.

00:58:30: Oder weil ich jetzt mit meinem Bullet-Channel angefangen habe, es so aufzuzeichnen, wie es mir geht und da dann Pattern zu sehen.

00:58:41: Da ging es mit meiner Laune oder mit meiner Psyche so in den Keller.

00:58:46: Und dann guckst du mal und dann siehst du, ja, du hast auch irgendwie jedes Wochenende gearbeitet und keinen freien Tag gehabt.

00:58:53: Und da sich das mal bewusst zu machen, da sind Muster.

00:58:57: Und das kehrt dann wieder.

00:58:59: Also du verfällst immer, dann hast du so viel Stress, dass du keinen Sport mehr machst und dann geht es... psychisch bei mir einfach ein Keller.

00:59:06: Ich muss mich bewegen, ich muss mich gesund fühlen.

00:59:08: Und solche Muster zu erkennen, ist nicht schwer, aber du musst halt diese Methodik anwenden, dich zu vermessen und halt aufzuzeichnen.

00:59:16: Das finde ich irgendwie ganz, ganz toll, das hier dann auch auf dieser Bühne zu sehen.

00:59:20: Also hat mir super gefallen der Preis.

00:59:23: Ich glaube, dieses selber vermessen ist nicht nur bei so negativen Sachen, dass man irgendwie sieht, oh, mir geht schlechter, weil x, y, ich glaube, das kann in die andere Richtung auch sehr, sehr nützlich sein.

00:59:34: Also, ich wollte ja auch mit so einem Bullet Journal anfangen und ich glaube, oder ich hoffe, dass, dass ich da dann quasi Musste in die andere Richtung erkenne.

00:59:41: So, mir ging es dann und dann sehr, sehr gut und dann sehe ich halt, ja, guck mal, da habe ich gesund gegessene Woche Langsport gemacht und hab nicht auch Social Media rumgehangen, sondern irgendwie die Playstation angeworfen stattdessen.

00:59:53: Ja, ja, genau.

00:59:54: Also ich glaube, das ist natürlich absolut in die Richtung, kannst du natürlich auch gehen.

00:59:58: Aber ich glaube, dass festhalten, verschriftlichen, wirklich methodisch sich das angucken, da liegt schon viel... eine große Stärke, weil ansonsten versendet sich das in gewisser Weise, also dein Leben.

01:00:13: Also wenn ich das nicht verschriftliche, wüsste ich gar nicht mehr, was ich vor zwei Wochen getan habe.

01:00:18: Aber ich kann halt in mein Buch gucken und kann sehen, das ist noch gar nicht so lange her.

01:00:22: Ja, da warst du, weiß ich nicht, krank oder da warst du topfit oder da sind hier verschiedene Dinger auf den Nerven gegangen und das ist wirklich gut, da nochmal zurück zu

01:00:32: gucken.

01:00:33: Oder wo ist das Jahr hin?

01:00:35: Ja, genau.

01:00:37: Ja, ja, das ist auch so eine Sache.

01:00:39: Ja, jetzt sind wir fast beim Jahresrückblick, aber das habe ich neulich auch gedacht.

01:00:43: Ich habe ja die Gewohnheit, eigentlich jeden Tag Fotos zu machen und dann bin ich mir mal so ein bisschen zurückgescrollt.

01:00:49: Oh mein Gott, da war auch wirklich viel in dem Jahr.

01:00:54: Das muss ich wirklich sagen.

01:00:55: Ich war wieder mal überrascht.

01:00:56: Also, ich meine, wir hatten diese ganzen Auftritte, aber auch so ist ... weil mir wirklich viel passiert.

01:01:03: Da war viel drin im Jahr und da vergisst du so ein bisschen, wenn du nicht in deine Photoroll guckst oder in dein Tagebuch oder was auch immer.

01:01:11: Da liegt schon in dieses Festhalten von Momenten.

01:01:14: Da liegt viel, viel Stärke.

01:01:19: Genau, das war der erste Preis.

01:01:21: Literatur, das finde ich irgendwie.

01:01:24: Also diese Zuordnung ist immer goldig.

01:01:28: Also Literatur.

01:01:29: Naja, okay.

01:01:30: Es ist ja wie alles beim IG Nobelpreis.

01:01:33: Das ist alles nicht so tot ernst gemeint, alles mit einem Augenzwinkern.

01:01:38: Und irgendwie, man lernt was.

01:01:40: aber, also nennt man Schmunzelt, aber man lernt trotzdem eine Kleinigkeit.

01:01:45: Ich freue mich auf den nächsten, weil das vielleicht noch, ich habe deine mir gar nicht angeguckt und du hast dir wahrscheinlich meine auch nicht angeguckt.

01:01:52: Sonst habe ich immer einmal komplett über alles drüber gelesen, aber diesmal habe ich es tatsächlich so gemacht, dass ich mir nur die angeguckt habe, die mir zugeordnet waren und den ganzen Rest weggelassen habe.

01:02:03: Deshalb bin ich sehr gespannt und ich habe bewusst vorher wenig dazu konsumiert.

01:02:08: Kommen wir zum nächsten, das ist der Egen Nobelpreis im Psychologie, der geht in diesem Jahr nach Kanada an.

01:02:14: Ich lasse die Namen mal weg an zwei Leute, weil ich kann es eh nicht aussprechen und klingt für alle nur komisch.

01:02:19: Und zwar für die unter, also for investigating what happens when you tell Nazi'sists or anyone else, that they are intelligent.

01:02:29: Also zu Deutsch ist so viel wie... Was passiert, wenn du Nazisten oder irgendjemandem sonst erzählst, dass er intelligent ist.

01:02:40: Ich bin ja diese Nazisten oder irgendjemandem anders.

01:02:44: Ich finde die auch sehr schön.

01:02:48: Das Ganze ist aus einem Paper von zwanzig ein zwanzig.

01:02:51: Das Paper hat den Titel Telling People Their Intelligent Correlates with a Feeling of Nazistic Uniqueness.

01:02:59: Die Forscher wollten hier wissen, was passiert, also speziell jetzt im Bereich des Nazismus, aber generell, was passiert mit unserem Ego, wenn man uns sagt, wir seien besonders intelligent oder wir seien nicht besonders intelligent, vollkommen unabhängig davon, ob das stimmt oder nicht.

01:03:16: Was macht das mit uns?

01:03:17: und um das zu testen haben sie drei hundert und sechzig Personen ein IQ test machen lassen.

01:03:22: über IQ test kann man sich auch streiten.

01:03:25: Was die Aussagen also genau?

01:03:27: also es gibt diese schöne Zitat ich weiß mir leider nicht mehr von wem es ist.

01:03:30: ein IQ test sagt nicht aus wie schlau da also wie schlau da dumm du bist sondern er sagt wie gut du in IQ test bist mehr nicht.

01:03:40: Also drei hundert und sechzig Personen haben sie einen IQ test machen lassen und haben den dann.

01:03:44: Vollkommen unabhängig vom Ergebnis einfach per Zufall die Rückmeldung gegeben.

01:03:48: Du liegst über dem Durchschnitt oder unter dem Durchschnitt.

01:03:52: Und das Ergebnis dabei ist, wem gesagt wurde er sei überdurchschnittlich intelligent, der hat sich in einer anschließenden Befragung so kurzfristig klüger, einzigartiger und wichtiger gefühlt.

01:04:05: Kann man sich vorstellen,

01:04:07: ja.

01:04:07: Also die Personen haben ihre eigene kognitive Leistungsfähigkeit, also was sie leisten können, bei positiven Feedback deutlich höher eingestuft.

01:04:18: Und das auch vollkommen unabhängig davon, wie das Testergebnis denn in Realität ausgesehen hat.

01:04:23: Also allein dieses Feedback, also dieses positive Feedback hat das Gefühl gesteigert, bei den Leuten besonders einzigartig zu sein und irgendwie herausgehoben, also besser zu sein.

01:04:35: Also die Forscher haben den Begriff State Narzissism.

01:04:42: Das ist ein schwieriges Wort.

01:04:43: Also draufgeklatscht als Label quasi.

01:04:46: Also die fühlen sich, narzistisch ist zu viel gesagt, aber sie haben so ein bisschen die Eigenschaften eines Narzisten.

01:04:51: Sie fühlen sich besonderer hervorgehoben.

01:04:54: Sie fühlen sich halt gut und besser als andere so ein bisschen.

01:04:57: Jetzt können Sie sich vorstellen, was passiert bei den anderen, denen gesagt wird, sie sind unterdurchschnittlich.

01:05:04: Würde man erwarten, dass es in die andere Richtung geht, dass die auch sagen.

01:05:07: Exakt.

01:05:09: Genau, da geht es genau in die andere Richtung.

01:05:10: Diejenigen, denen gesagt wurde, sind unterm Durchschnitt.

01:05:13: Die haben Selbstvertrauen verloren und fühlten sich halt weniger gut oder weniger herausragend, natürlich.

01:05:20: Das jetzt soweit so erwartbar, was jetzt interessant ist, was ist mit Leuten, die vorher in halt entsprechenden Fragebögen oder Beurteilung schon deutlich nazistische Züge hatten?

01:05:33: Was passiert bei denen, wenn man denen sagt, Design halt

01:05:37: klüger

01:05:38: oder weniger klug?

01:05:40: Das Interessante ist bei dem Klüger passiert genau das Gleiche.

01:05:43: Es bestätigt halt die nazistischen Züge, die sie eh schon haben.

01:05:46: Bei negativen Rückmeldungen.

01:05:49: ist der Effekt aber kleiner, also viel kleiner, teilweise auch gar nicht da.

01:05:54: Bei der Rückmeldung, die seinen unterm Durchschnitt lassen die nazistisch verlagten Personen sich dadurch nicht verunsichern.

01:06:00: Die sind in ihrem Selbstbild deutlich stabiler als die Leute, die nicht diese nazistischen Züge in ihrer Persönlichkeit haben.

01:06:08: Ja krass.

01:06:10: Also das ist jetzt, das blanke Ergebnis, jetzt kannst du dich mal überlegen, was bedeutet das denn?

01:06:17: Das bedeutet, dass so im ersten Moment harmlos wirkende Sätze, die man vielleicht mal irgendwie einem Kind gegenüber sagt oder die man in irgendeiner Beurteilung oder sonst was fallen lässt.

01:06:28: Du bist sehr intelligent oder du bist aber nicht besonders schlau oder das ist nicht besonders schlau oder so, dass das den Selbstwert und Motivation und ähnliches von einer Person massiv beeinflussen kann.

01:06:41: Unabhängig davon, wie intelligent oder wenig intelligent die Person denn wirklich ist.

01:06:48: Also das heißt der Glaube an die eigene Intelligenz, also die Selbsteinschätzung der eigenen Intelligenz und der Leistungsfähigkeit, also der kognitiven Leistungsfähigkeit.

01:06:57: Die ist niemals oder die ist nur in ganz kleinem Rahmen objektiv und hängt nicht mit unseren realen Fähigkeiten zusammen oder ist nicht von unseren realen Fähigkeiten abhängig, sondern viel mehr oder massiv vom sozialen Feedback, das wir bekommen.

01:07:16: Also.

01:07:17: Es ist es ist erstaunlich wie einfach also das Ergebnis der studie sagt.

01:07:22: auch es ist erstaunlich wie einfach sich unser ego also unsere selbst wahrnehmung an der stelle beeinflussen lässt.

01:07:28: Und jetzt können wir fragen sagen ja mein gott wie oft passiert einem denn das einem gesagt wird du beschlau oder nicht schlau oder sonst was?

01:07:36: dazu sage ich nur social media.

01:07:40: Gerade bei jungen menschen.

01:07:41: was das anrichten kann ist.

01:07:44: Also ist, glaube ich, was wir heute noch massiv unterschätzen.

01:07:50: Also es ist im Grunde die komplette Studie, also der Preis für die Erkenntnis, dass dieses Feedback alleine jemandem zu sagen, du bist intelligent oder nicht intelligent, vollkommen unabhängig davon, ob der Person intelligent ist oder nicht, etwas... oder nicht etwas sondern sehr massiven Einfluss auf die Selbstwahrnehmung hat.

01:08:17: Also habe ich

01:08:18: also und das Intelligenz also die eigene Beurteilung der eigenen Intelligenz nicht objektiv ist sondern halt vom sozialen Feedback abhängig ist von unserer Umgebung.

01:08:31: Also wundert mich natürlich überhaupt nicht.

01:08:34: Man hat wahrscheinlich ja im eigenen Leben auch erlebt hat menschen gibt die einen völlig neue.

01:08:42: Wege zeigen die einem flügel geben so weil weil du auf einmal.

01:08:48: Wenn sie dich bestärken in irgendwas, oder das kann Intelligenz sein, kann aber auch irgendwas anderes sein, aber auch den gegenteiligen Effekt.

01:08:56: Mir fällt ein, dass ich als kleiner Hivi oder studentische Hilfskraft bei einer Firma gearbeitet habe und dann hat mich ein promivierter Ingenieur zum ersten Mal gefragt, was machst du eigentlich, wenn du fertig bist mit deinem Diplom, machst du dann noch eine Doktorarbeit?

01:09:12: Und ich habe so gedacht, also das war nie in meinem... ... in meinem Plan drin, ne?

01:09:19: Weil halt einfach ... ... weiß ich nicht, ich komme aus einer Familie, wo ich schon studieren ... ... was Besonderes war, so und ... ... dann überhaupt noch den nächsten Schritt zu machen, ... ... wär mir nie in den Sinn gekommen.

01:09:30: Aber da kommen dann Menschen, die zum ersten Mal ... ... ein Wert in dir sehen und da dann sagen ... ... und auf einmal gehen dann Türen offen, weil du dann denkst so ... ... okay, vielleicht kann ich das wirklich schaffen.

01:09:39: Also da, dann mal im Positiven ... ... im Negativen hatte ich gerade an einem Beispiel gedacht.

01:09:45: Ich hab ja den Weg über die Realschule gemacht.

01:09:47: Ich war auf der Realschule und bin dann aufs Gymnasium gewechselt.

01:09:50: Und alle Realschüler und Schülerinnen wurden dann in ... Ich weiß gar nicht mehr, wie der damals hieß.

01:09:57: Wird wahrscheinlich Nachhilfe oder so geheißen.

01:10:00: Angleichungskurs oder so in der Elfenklasse.

01:10:03: Was eigentlich ja eine super Idee ist und du da auch brauchst, weil da unser Niveau war einfach niedriger.

01:10:09: Aber alle schlecht ... Also, da saßen alle Realschüler drin und ... die schlechten aus dem Gymnasium.

01:10:16: Also, bevor überhaupt irgendwann mal getestet wurde, ob ich vielleicht ein mathematischer Überflieger bin oder in Deutsch gut bin oder so, war der Stempel drauf.

01:10:26: Und ich war kein Überflieger, etwa gut, dass ich in diesen Kursen saß.

01:10:29: Aber du wurdest einfach am Start dieser Oberstufenzeit, wo du eh gucken musst, wie etabliere ich mich jetzt und mein Stand zwischen den anderen Gymnasiasten.

01:10:42: Wurdest du separiert in einen anderen Raum gesetzt und gesagt so jetzt versuchen wir euch mal auf dat Niveau zu bringen.

01:10:48: Das ist doch kein gutes Zeichen eigentlich.

01:10:51: Nee, das ist schwierig.

01:10:52: Also das ist eine Zwickmühle.

01:10:54: Einerseits, wie du ja schon gesagt hast, man muss irgendeine Form von Angleichung machen, wenn das Niveau nicht das Gleiche ist, wenn da halt irgendwie Sachen fehlen.

01:11:03: Aber das mit so einem... Also ich frage, ich glaube, da muss man mit dem Wording sehr aufpassen, wie man das macht und so.

01:11:10: Also, ich erinnere mich übrigens dran, dass der ... ein Klassenlehrer in der achten Klasse zu meiner Mutter gesagt hat, ich weiß nicht, ob das Gymnasium das Richtige für den Reinhard ist.

01:11:21: Ja.

01:11:24: Der hatte empfohlen, mich vom Gymnasium runterzunehmen.

01:11:27: Ja, schön.

01:11:28: Ja, da sieht man mal, ne?

01:11:30: Hatten meine Mutter zum Glück nicht gemacht?

01:11:32: Also, wer weiß, was heißt zum Glück?

01:11:35: Vielleicht hätte er auch nix geändert an meinem Lebensweg, aber wahrscheinlich schon.

01:11:39: Also, weiß ich nicht.

01:11:41: Aber man sollte vorsichtig mit solchen Äußerungen sein.

01:11:44: Ist übrigens in der Pädagogik und Kindererziehung so, da ist dir das eigentlich bewusst, dass du dein Kind jetzt nicht sagst, du bist schön oder du bist schlau oder so.

01:11:56: Also ich bin schuldig, ich mach da trotzdem, weil ich meine Kinder sowohl schlau als auch schön finde.

01:12:02: Aber eigentlich sollte man das nicht machen.

01:12:04: Man sollte die bestärken in Dingen, die sie beeinflussen können, also sowas sagen.

01:12:09: Du warst sehr fleißig, du hast viel Mühe gegeben oder so.

01:12:14: Und nicht irgendwas, was nicht beeinflusst.

01:12:16: Ob du intelligent bist oder nicht, kannst du nicht beeinflussen.

01:12:18: Das ist halt so.

01:12:20: Also was ist das für eine Zuschreibung?

01:12:22: Also wie du gerade schon gesagt hast, kann das auch problematisch sein.

01:12:26: Auf der anderen Seite, was du jetzt gerade gesagt hast.

01:12:29: Wenn ich sie halt immer sagt, du bist schlau, kann das ja nicht schadenoffensichtlich.

01:12:33: Aber der ist halt ein Wert, den sie nicht beeinflussen können.

01:12:36: Im schlimmsten

01:12:36: Fall siehst du dir einen kleinen Narziss näher.

01:12:39: Das stimmt ja.

01:12:40: Das stimmt ja.

01:12:42: Aber das können sie halt nicht beeinflussen.

01:12:44: Das könnte dann auch so eine gewisse Hilflosigkeit sein.

01:12:46: Also was ist das für ein Kompliment, wenn ihr eh nix dafür kannst?

01:12:51: Kannst du sie lieber darin bestärken?

01:12:54: Du hast den Mühe gegeben.

01:12:55: Da warst du fleißig, weil das ist etwas, was sie wirklich geleistet haben.

01:12:58: Da war viel

01:12:58: Schönes dabei.

01:13:02: Genau.

01:13:04: Na gut.

01:13:06: Machen wir weiter, oder?

01:13:08: Ja, bitte.

01:13:09: Dann kommen wir jetzt zu Ernährung.

01:13:14: Der Preis

01:13:14: oder bin ich sehr gespannt.

01:13:15: Für Ernährung geht an Daniela Dendi, Gabriel, Sanying, Beto, Roger Meck und Luca Luiselli.

01:13:24: For studying the extent to which a certain kind of lizard chooses to eat certain kinds of pizza.

01:13:30: Also zu den, also es geht im Prinzip um die Fragestellungen, welche Pizzasorten bevorzugen Eidechsen.

01:13:38: Und es geht um eine Eidechse oder eine Art der Eidechse, nämlich die Mauer.

01:13:43: Eidechse Podakis Muralis.

01:13:47: Warum zur Hölle sollte man gucken?

01:13:50: Also ich bin sehr gespannt, was wir lernen daraus.

01:13:52: Das

01:13:52: ist ja häufig so.

01:13:54: Man erst mal denkt, was für eine Scheiße.

01:13:58: Diese Mauereidechse ist ein sehr anpassungsfähiges Reptil und wohnt in vielen südeuropäischen Städten auf Mauern, Terrassen, Gärten.

01:14:06: Also häufig auch da, wo Pizza konsumiert wird.

01:14:10: Und da kommt die Forschungsfrage her, denn die leitende Forscherin, die kommt von der Universität von Bologna, die interessiert sich ursprünglich für den Einfluss menschlicher Ernährung auf die Tierwelt in urbahnen Gebieten.

01:14:30: Denn da gibt es ja eine gewisse Wechselwirkung.

01:14:32: Essen wird fallen gelassen und so.

01:14:34: Ja,

01:14:34: Mülltonnen.

01:14:35: Also ich sage mal Rekons und Mülltonnen.

01:14:37: Genau, das stimmt ja, genau.

01:14:39: Und da adaptieren und passen sich ja Tiere zum Teil auch an.

01:14:46: Genau, und da kam es dann auch zu, die hatten einen Mittagspause im Campusgarten und haben da Pizza gegessen und haben sich dann eben genau gefragt, wenn wir jetzt Pizza den Eidechsen geben würden, was passiert dann?

01:15:00: Also gibt es eine Pizza, die die bevorzugen würden zum Beispiel?

01:15:05: Ich dachte, die sitzen jetzt zusammen und die haben beobachtet, dass eine Pizza besonders oft angefallen wird, was man nicht bestellen sollte.

01:15:13: Sehr schön, ja.

01:15:14: Geht in die Richtung, du wirst gleich lernen, welche Pizza du nicht bestellen solltest.

01:15:19: Weil es hat sich tatsächlich rausgestellt, dass die Mauer-Eidechsen eine Art von Pizza bevorzugen.

01:15:26: Nämlich

01:15:27: über mehrere Wochen lang ... auf einem kontrollierten Außenareal, zweinvierzig Mauereidexen angeschaut, die da gehalten worden sind.

01:15:38: Und denen haben sie winzige Stücke von Pizzen angeboten, also ein Angebot gehabt von verschiedenen Pizzasorten.

01:15:46: Und zwar Margarita, Quadro Formaggi, die im Haus Wörl übrigens vier Käsezeiten heißt.

01:15:55: Vier Käsezeit.

01:15:56: Vier Käsezeiten.

01:15:57: Vier Käsezeiten ist sehr schön.

01:15:59: Also Margarita, Quadrofomage, Tonno.

01:16:02: Das ist Tunfisch, glaube ich, ne?

01:16:04: Ja, das ist Tunfisch.

01:16:05: Und eine Hawaii-Variante mit Ananas.

01:16:09: Was meinst du, war von den vier Pizzen,

01:16:14: oder?

01:16:14: Die beliebteste.

01:16:15: Die beliebteste

01:16:15: von den vier Pizzaharten, ja.

01:16:18: Also, ja, gute Frage.

01:16:20: Ich hätte jetzt gesagt, irgendwie... Also einerseits könnte ich mir Thunfisch vorstellen, wobei ich nicht weiß, ob diese Echsen, die essen ja eigentlich eigentlich keine Fleischfress, aber die essen Insekten oder so sonst, ne?

01:16:31: Genau, so Maden und solche Sachen.

01:16:33: Ja, guter Punkt.

01:16:37: Was war das letzte?

01:16:38: Hawaii mit Ananas.

01:16:41: Dann tippe ich auf Hawaii mit Ananas, weil das süß

01:16:43: ist.

01:16:45: Genau, ja.

01:16:45: Und weil es keine italienischen Eidechsen sind.

01:16:50: Alle Stücke waren, noch als der kleine Disclaimer, alle Stücke waren natürlich gleich groß und enthielten vergleichbare Mengen an Fett, Zucker und Protein.

01:16:57: Also da haben sie irgendwie versucht drauf zu achten.

01:17:00: Aber trotzdem, geschmacklich ist natürlich das genau richtig, was du gesagt hast.

01:17:03: Die Ananas ist halt eher ein bisschen süßer.

01:17:05: Genau.

01:17:06: Und dann haben die Forschen...

01:17:07: Warst du die Ananas?

01:17:08: Bitte?

01:17:09: Warst du am Ende die Ananas oder welche haben so... Komme ich jetzt

01:17:11: noch?

01:17:12: Sie haben natürlich protokolliert, welches S-Verhalten die Eidechsen... an den Tag gelegt haben und die haben sich auch angeguckt, wie sind die Ernährungszeiten und wie verhält sich die Geruchserkundung bis zu tatsächlichen Nahrungsaufnahmen.

01:17:28: Sie haben sich nicht nur angeguckt, was wird am meisten gegessen, sondern wo stürzen sie sich auch drauf oder wovon?

01:17:35: lassen sie sich geruchlich besonders beeinflussen.

01:17:38: Und Ergebnis?

01:17:40: Es gab einen klaren Sieger, nämlich siebzig Prozent der Eidechsen zeigten eine klare Bevorzugung.

01:17:47: Und zwar

01:17:48: für

01:17:49: die vier Käsezeiten.

01:17:50: Quadrophomagie.

01:17:51: Echt?

01:17:52: Für die

01:17:52: viel, okay.

01:17:53: Wurde deutlich am häufigsten aufgesucht und komplett aufgefressen auch.

01:18:00: Also

01:18:00: Eidechsen mit Geschmack, wunderbar.

01:18:03: Aber wäre die Quadrophomagie auch deine Wahl gewesen?

01:18:08: Von denen die dort angeboten wären, wären wären mein Rangfolge, Quadrophomagy, Margarita, Hawaii und am Ende Tonno.

01:18:20: Fisch und Obst schnitten deutlich schlechter ab, insbesondere die Ananas-Version wurde fast vollständig ignoriert.

01:18:28: Jetzt haben die Forscher natürlich noch ein bisschen spekuliert und gesagt, okay, woran liegt das?

01:18:32: Warum Quadrophomagy so beliebt?

01:18:35: Und die Forscher spekulieren.

01:18:38: Das ist daran liegen könnte, dass diese fetthaltigen und stark riechenden Käsesorten chemische Signale freisetzen,

01:18:47: die

01:18:47: eine gewisse Ähnlichkeit zu den Duftmolekülen haben, die auch die natürliche Nahrung der Tiere haben.

01:18:55: Nämlich und deswegen war das ganz gut.

01:18:58: Am Anfang direkt gefragt, was essen die normalerweise Insektenlarven?

01:19:02: Die sind halt auch sehr eiweißreich, fetthaltig.

01:19:07: Und die Forscher glauben, das könnte der Grund sein, dass die sich da drauf stürzen.

01:19:13: Jetzt sehe ich Quadrofamagipizza mit ganz anderen Augen.

01:19:17: Ich wollte sie nicht kaputt machen.

01:19:21: Genau, zeigt also so ein bisschen, wie sich möglicherweise dann Tiere auch anpassen und Vorlieben im U-Bahn-Bereich ausbilden.

01:19:33: Ja, und sie schreibe in dem ... Artikel dann natürlich auch noch über langfristige Veränderungen im Fressverhalten, die die auftreten können, aber die sind natürlich jetzt nicht in dieser Studie dargestellt.

01:19:43: Aber das kann ökologisch evolutionär relevant haben und deswegen haben sie es da nochmal angesprochen.

01:19:51: Ja, also wir wissen jetzt, welche Pizza-Eidexen bevorzugen.

01:19:55: Schön.

01:19:56: Das Schlimme ist, ich hab jetzt Hunger.

01:19:58: Ich hätte

01:19:58: gerne eine Rigatoni-Farbo-Maggie.

01:20:02: Ich hätte jetzt tatsächlich richtig Bock auf Nudeln mit Vier Käse.

01:20:05: Also mit Vier Käse, so, so, so.

01:20:09: Ja.

01:20:11: Schon so spät, wenn ich nach Hause komme, kann ich nichts mehr zu essen bestellen.

01:20:16: Na ja.

01:20:17: Ich mach mal weiter.

01:20:19: Es geht mit Ernährung tatsächlich weiter.

01:20:22: Der nächste Preis ist der Pedriettics Price.

01:20:26: Also Pedri, ne, wie heißt das auf Deutsch?

01:20:30: Pediatrie?

01:20:31: Ah.

01:20:34: Pediatrie oder Kinder?

01:20:38: Ja, Pedriethics, Pedriethics-Preis, der geht in die USA an...

01:20:43: Moment, aber Joel, hat das schon jetzt was mit Essen zu tun?

01:20:46: Wo siehst du den Zusammenhang zum Essen?

01:20:48: Ach so!

01:20:49: Ich dachte, die

01:20:50: Kinder sind schon das, was dich an

01:20:51: Essen... Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein,

01:20:59: nein, nein,

01:21:00: nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, Also für die Studie, was ein gestilltes Baby erfährt, wenn oder wie es einem ein Baby geht, das gestillt wird, wenn die Mutter Knoblauch ist.

01:21:21: Dazu wurde auch nineteen Nineteen Papers veröffentlicht, dass genau das untersucht hat.

01:21:28: Wie wurde das untersucht?

01:21:29: Die Forscher, also die Forscherinnen sind hingegangen und haben stillende Mütter entweder Knoblauch essen lassen vor dem Stillen.

01:21:37: oder eine geschmacklose Kontrollsubstanz und haben dann geguckt, ob sich dieser unmittelbare Konsum auf die Muttermilch in irgendeiner Form auswirkt.

01:21:49: Also, ja, genau, könnte man sagen mit Sicherheit.

01:21:53: Ist ja, wie gesagt, ist jetzt auch schon über dreißig Jahre alt, das Baby.

01:21:57: Erstmal haben sie das ganze chemisch analysiert und haben gesehen, klar, man kann ganz eindeutig chemisch eine Veränderung sehen, also eine Veränderung, die sich wahrscheinlich auch einen Geschmack niederschlägt, denn der Knoblauch ist in der Muttermilch eindeutig nachweisbar.

01:22:11: Deshalb ist es ja auch, wenn ein Kind gestillt wird, dass die Mutter hier und da auch kein Alkohol und so ist ja fast schon selbstverständlich, aber wohl auch generell bei der Ernährung darauf achten sollte, denn man gibt es über die Muttermilch an das Kind weiter.

01:22:26: Die sensorische Qualität der Mutter Milch hat sich wohl auch messbar verändert und das beides also wohl diese chemische Änderung als auch die sensorische Änderung oder Qualität schlägt sich auch im Trinkverhalten der Babys nieder.

01:22:43: Das wäre jetzt meine Frage gewesen, wie findet man jetzt heraus, dass Geschmack dich was geändert hat, aber einfach über die Menge, die getrunken wurde?

01:22:52: dann?

01:22:53: Ja, und die Geschwindigkeit und ähnliches.

01:22:55: Also die Babys saugen langsamer und weniger enthousiastisch, wenn man so möchte.

01:23:02: Moment, aber das könnte für die Frauen zum Teil ganz angenehm sein.

01:23:05: Weil er tut, glaub ich, manchmal saumäßig weh.

01:23:08: Das glaub ich auch.

01:23:09: Also die Babys saugen langsamer bei der Knoblauchhaltigen Milch.

01:23:14: Also gar nicht Milch.

01:23:16: Ich seh jetzt, Stühlenmütter, die uns hören, sich ... aufatmen und alle Strategie haben.

01:23:23: Das kann aber soweit gehen, dass die Trinkbereitschaft der Kinder darunter leidet und die gar keinen Bock mehr haben, also dass die sich zum Teil die Kinder sich sogar abwenden und unbehagen zeigen.

01:23:36: Das wird sie natürlich nicht.

01:23:38: Das wäre dann zu viel.

01:23:43: Das bedeutet aber, dass die Säuglinge tatsächlich auf diese geschmackliche Änderung reagieren.

01:23:51: und das bedeutet auch, dass selbst Kinder, die nur gestillt werden, also die sonst gar nicht irgendwie groß Nahrung zu sich nehmen, schon durch die Ernährung der Mutter geschmackliche Prägung erfahren.

01:24:06: Ja,

01:24:08: also schon mit der Muttermilch erfahren Kinder schon verschiedene Geschmacksrichtungen, wenn man so möchte, wenn auch nur in sehr kleinem Maß.

01:24:17: Also es ist ja eh so, dass man bei Kindern, wenn man mit fester Nahrung und so weiter anfängt mit Gewürzen und so sehr sehr vorsichtig ist.

01:24:24: Aber es fängt eigentlich schon vorher an.

01:24:27: Also man könnte, also man kann sagen, die, also die Essgewohnheiten der Mutter während der Stillzeit beeinflussen.

01:24:36: Wahrscheinlich schon langfristig bei dem Kind am Ende vorlieben oder auch Allergien und Essgewohnheiten.

01:24:44: Also das bedeutet, dass man seinem Kind im Grunde, wenn man das ja, also wenn man das weiß und auch nutzen möchte, seinem Kind schon sehr früh verschiedene Geschmackserlebnisse beibringen kann, weil Geschmack ist ja etwas, das man lernt.

01:25:02: Ich weiß nicht, ob das sogar noch früher anfängt, da gibt es vielleicht auch schon Studien, ich meine in einem Frucht, also in einer...

01:25:11: So während der Schwangerschaft meinste, dass das da schon, das kann gut sein, dass das da schon irgendwie Relevanz hat, aber mit der Aufnahme der Muttermilch ist es natürlich tatsächliche Aufnahme von Nahrung und wirklich ein Reiz der Geschmacksknospen und das, was sich entwickelt.

01:25:28: Da geht es ja nochmal ganz anders über die Zunge, das stimmt.

01:25:31: Genau, da

01:25:31: geht es halt tatsächlich über den kompletten Apparat, über den man auch in Zukunft Nahrung aufnimmt und Geschmack erlebt.

01:25:39: Ja, stimmt.

01:25:40: als Sinn.

01:25:43: Ja, dafür haben Wissenschaftler Frauen Knoblauch essen lassen.

01:25:48: Interessant, ja.

01:25:51: Machen wir weiter mit Biologie,

01:25:53: bitte.

01:25:56: In der Biologie ging der Preis an sehr viele Namen, die japanisch klingen, die erspare ich uns.

01:26:04: Ja.

01:26:04: For the experiments to learn whether cows painted with zebra-like striping can avoid being bitten by flies.

01:26:11: Hatten

01:26:13: wir das nicht so kalt in der Sendung?

01:26:14: Das habe ich mich

01:26:15: auch gefragt.

01:26:15: Das kam mir so bekannt vor, dass ich gedacht habe, das müssen wir schon mal in der normalen Sendung gehabt haben.

01:26:22: Ihr werdet euch vermutlich jetzt gleich erinnern.

01:26:25: Du glaube ich auch.

01:26:29: Japanisches Team, Pinsel, Sprühdosen.

01:26:32: Und Neugier, wenn man so will, haben sie sich angeguckt, ob sie eine Methode finden gegen stechende Fliegen.

01:26:40: Die haben sich nämlich japanische Schwarzrinder angeschaut.

01:26:44: Wagyu heißt die wohl.

01:26:46: Wagyu, ja.

01:26:48: Die kennst du?

01:26:51: Das ist diese Schweine teure Steak.

01:26:53: Ist das

01:26:53: Wagyu Steak?

01:26:54: Ja,

01:26:55: ja.

01:26:55: Das ist

01:26:55: Wagyu Steak.

01:26:57: quasi das, was so richtig schön komplett mit Fett durchgezogen ist, also so durchmarmuriert ist und so.

01:27:02: Wagyu Fleisch ist scheiße teuer.

01:27:03: Okay, ja.

01:27:05: Also da macht es wahrscheinlich auch Sinn, dass man da ein bisschen Forschungsgelder drauf wirft.

01:27:10: Um die ging es um diese Schwarzrinder.

01:27:12: Die sind eben besonders empfindlich auf Stechene fliegen.

01:27:16: Also die reagieren dann mit Stress, mit Unruhe, Leistungseinbußen.

01:27:22: Und deswegen gab es... Immer mal wieder oder gibt's dauerhaft Probleme mit stechenden Fliegen.

01:27:28: und dann hat sich ein Landwirt.

01:27:31: An die Forscher gewandt.

01:27:34: Und haben halt gesagt so gibt's irgendeine Möglichkeit, dass wir da was machen können.

01:27:39: und dann haben die Forscher vom Aichi Agriculture Research Center gesagt.

01:27:44: Okay, das gucken wir uns mal an und wir machen mal ein paar Experimente, denn sie kannten natürlich nach Literatur, Recherche oder wahrscheinlich weiß man doch so, wenn man in dem Bereich ist.

01:27:55: kannten sie die Arbeiten zu Zebras Streifen, also nicht das, was auf der Straße ist, sondern tatsächlich die Streifen, die Zebras haben, wo es die Vermutung gab, dass man, dass die Zebras gerade dieses Muster haben, um fliegende Insekten zu irritieren und damit eben Bisse zu reduzieren.

01:28:14: Und deswegen entstand die zentrale Frage von dieser Studie jetzt.

01:28:19: kann man diesen Effekt auch künstlich nachhaben?

01:28:21: denn ich meine man kann ja weiße streifen auf kühl malen also so zehbrei ähnliche streifen und gucken ob die dann vor fliegen schützen.

01:28:30: und das haben sie dann getan.

01:28:32: die haben als allererstes mal mit drei schwarzen kühen angefangen und diese drei schwarzen kühe haben sie nacheinander in drei zustände versetzt wenn du so willst als allererstes mal unverändert schwarz und dann haben sie sie beobachtet.

01:28:48: Dann haben sie diesen drei schwarzen Kühen weiße Streifen verpasst, wie Zebra Streifen, wenn du so willst, haben die beobachtet, wie sie dann von den Insekten geplagt werden.

01:28:59: Und der dritte Zustand war die schwarzen Kühe mit zusätzlichen schwarzen Streifen.

01:29:07: Weil man natürlich gucken wollte, ob möglicherweise einfach die Farbe ist.

01:29:11: Vielleicht riecht ja die Farbe oder so oder das ein Grund wäre, dass die Insekten nicht mehr stechen oder nicht ganz so hartnäckig stechen.

01:29:21: deswegen gab es noch diese kontroll gruppe sozusagen.

01:29:26: Ja also ich bin auch davon überzeugt dass wir ich habe tatsächlich gleich noch ein thema was mir das bekannt vorkam da bin ich gespannt ob der aussaß hat eine sendung.

01:29:36: Wir streifen übrigens, um das gleich mal wegzuräumen.

01:29:39: Wasserbasierte Farbe.

01:29:40: Nach wenigen Tagen war die wieder weg.

01:29:42: Schadet nicht den Tieren.

01:29:44: Das Anmalen selbst dauerte auch pro Kuh nur ganz wenige Minuten.

01:29:48: Also alles im Rahmen des harmlosen, würde ich jetzt mal sagen.

01:29:53: Und dann haben sie über mehrere Tage hinweg die Tiere beobachtet, jeweils zu festen Zeiten am Morgen und Abend.

01:30:00: Und insbesondere zwei Dinge erfasst.

01:30:04: nämlich die Anzahl der auf dem Körper und den beiden Sitzenden fliegen, sowie typische Abwehrreaktionen, die die Kürzeigen, sowas wie Kopfschütteln oder Stampfen oder mit dem Schweif schlagen oder so.

01:30:19: Wir hatten ja gerade darüber gesprochen, wann da nur drei Kühe, um nachher noch statistisch robustere Daten zu erhalten, haben sie dieses Design später mit drei weiteren Kühen nochmal wiederholt.

01:30:28: Insgesamt gab es also sechs Tiere, die in allen Zuständen beobachtet wurden.

01:30:33: Ist immer jetzt noch keine riesige Statistik, aber immerhin Massex-Kür.

01:30:39: Und die Auswertung hat dann gezeigt, dass die Kür mit den weißen zebra-ähnlichen Streifen deutlich weniger stechende Fliegen aufgewiesen haben als die unbemalten Tiere.

01:30:48: Und zwar laut deren Aufzeichnung ungefähr halb so viele Fliegen bzw.

01:30:54: doppelt so viele Fliegen, wenn die Kür nicht gestreift waren.

01:30:59: Das ist die reine Zählungen der Fliegen, die auf den Kühen saßen.

01:31:05: Aber auch die Verhaltensweisen der Kühe haben sich angepasst.

01:31:08: Also die gestreiften Kühe zeigten viel seltener diese Kopfschlagenden Bewegungen oder Stampfen oder diese Schweifwedeln.

01:31:17: Also insgesamt deutet das auf weniger Stress und mehr Ruhe beim Weiden hin.

01:31:23: Zwischen den komplett schwarzen Tieren und solchen mit zusätzlichen schwarzen Streifen hat sich kein Unterschied gezeigt.

01:31:30: Es war also wirklich der Effekt dieser Zebra Streifen, der hell-dunkel Kontraste.

01:31:38: Diese Studie hat jetzt nicht geklärt, warum das Muster wirklich wirkt.

01:31:42: Da gibt es sehr, sehr viele, sehr verbreitete Hypothesen, dass diese schwarz-weiß-Muster die visuelle Wahrnehmung von Fliegen stört, insbesondere beim Anflug bzw.

01:31:52: bei der Landung.

01:31:53: Fliegen orientieren sich am Kontrast und an Bewegungen und auch an polarisierten Licht.

01:31:59: Und da könnten diese scharf abgeränzten Streifen eben diese Fähigkeiten beeinträchtigen.

01:32:05: Aber da muss es offensichtlich noch mehr Studien geben.

01:32:08: Das ist wohl noch nicht vollständig verstanden.

01:32:12: Aber da gibt es eben auch frühere Studien bei Zebras schon, die das gezeigt haben.

01:32:19: Jetzt kann man sich vorstellen, aus landwirtschaftlicher Sicht ist das natürlich Relevant.

01:32:23: was wir gefunden wurden dann also klar zum einen.

01:32:29: Kann sind die Kühe entspannter und können dadurch mehr Leistung ist ein bisschen unschönes Wort wenn es darum geht.

01:32:36: hat man Fleisch produzieren will aber können können die können die Kühe mehr Leistung bringen.

01:32:45: Insbesondere auch ohne Einsatz von chemischen Insektiziden.

01:32:49: Da was zum einen Geld kostet und natürlich auch irgendwie gesund

01:32:52: ist, will man vermeiden.

01:32:54: Genau, wirft Gesundheitsfragen auf, kann auch zu Resistenzproblemen führen und so.

01:32:59: Das will man eigentlich nicht haben.

01:33:00: Und wenn das dann jetzt wirklich so ist, dass ein paar Streifen einen ähnlichen Effekt haben kann, ist es dann natürlich super.

01:33:07: Scheint wohl jetzt auch... Also, werden andere Betriebe jetzt auch darauf aufmerksam, insbesondere für kleinere Betriebe, kann das lukrativ sein.

01:33:17: Und gucken wir mal, ob das jetzt mehr angewindet wird.

01:33:25: Vielleicht haben wir irgendwann den Beruf des Kuhanmalers.

01:33:29: Ich bin Kuhstreicher.

01:33:31: Wow, könnte sein.

01:33:35: Sehr schön, dann ich mache mal direkt weiter.

01:33:38: Wir kommen von der Biologie zu Chemie und auch dieses mal ein sehr ernährungslastiger Egenobelpreis, denn es geht also im Grunde ging es ja gerade auch um Ernährung.

01:33:52: Vielleicht bin ich auch hungrig.

01:33:55: Der Chemie Egenobelpreis geht in die USA nach Israel an drei Leute.

01:34:01: Für Experimente zu testen, ob Tepflon zu essen ist ein guter Weg, um Foodvolumen zu erhöhen, und der Taiti zu erhöhen ohne zu erhöhen.

01:34:11: Also auf Deutsch für Experimente, die testen, ob das Essen von Teflon das Sättigungsgefühl steigert, ohne zusätzliche Kalorien hinzuzufügen.

01:34:20: Warte

01:34:20: mal, sollten wir nicht Teflon vermeiden eigentlich?

01:34:24: Ja, das ist diese Ewigkeitschemikalien.

01:34:26: Also diese PTFE, also ich weiß nicht mehr, wofür das steht.

01:34:30: Ich hab's ja jetzt auch nicht aufgeschrieben.

01:34:31: Warte mal, ich google mal schnell, damit wir alle Spaß haben, wenn ich versuche, irgendwas Chemisches auszusprechen.

01:34:39: Polytetrafluorethylen.

01:34:42: Okay.

01:34:45: Oder allgemein eher bekannt als Teflon.

01:34:48: Warum kennen wir das alle?

01:34:49: Da bleibt nix dranhaften oder wenig und wir haben es deshalb in Pfannen als Antihaftbeschichtung drin.

01:34:56: Und auch da hat man ja gelegentlich die, hat man ja das Problem, dass sich das löst.

01:35:01: Ja, ja.

01:35:02: Na denkt man immer, ah, sollte ich das mitessen?

01:35:05: Das Klammer vorweg ist nicht schlimm, kannst du ruhig mitessen.

01:35:08: Teflon ist chemisch, zumindest bei Körpertemperatur, wenn die Pfanne nicht so heiß ist.

01:35:16: Also bei Körpertemperatur und dem, was so an Chemie im Körper abgeht, ist Teflon chemisch quasi innert.

01:35:24: Also da passiert nicht viel mit.

01:35:25: Das wird einfach wieder ausgeschieden.

01:35:27: Darf nun nicht super heiß geworden sein und dann gegessen werden.

01:35:31: Genau, das ist schwieriger.

01:35:33: Genau, das zersetzt sich halt dann irgendwann.

01:35:37: Aber insgesamt ist Teflon erstmal prinzipiell zumindest in Essen.

01:35:41: jetzt nicht so problematisch, dass Teflon oder diese Polytetrafluorithyläne generell ein Problem sind, dass es wieder was anderes.

01:35:50: Das Zeug ist halt chemisch so stabil, dass es halt von im Grunde nix abgebaut wird und deshalb auf Ewigkeit in unserem Ökosystem zirkuliert.

01:36:02: Ist nicht

01:36:02: so schön.

01:36:03: Ja, aber hier die Idee ist die Erhöhung des Volumens vom Essen durch das Hinzufügen von Teflon-Partikeln.

01:36:14: Kann man da nicht irgendwelche Wassergele oder so muss das unbedingt?

01:36:18: Kann man nicht Glaswasser trinken?

01:36:20: Ja,

01:36:21: mein Gott.

01:36:22: Es ging hier halt um ein neues Design von Lebensmitteln quasi.

01:36:30: Weißt du, wer hinter der Studie steht?

01:36:31: Ist das die Teflon-Industrie, oder?

01:36:34: Nee, das sind tatsächlich nur diese drei Forscher.

01:36:39: Die haben sich, also inspiriert wurden die durch eine Studie aus den Sechzigern.

01:36:43: Da hat man das nämlich schon mal mit Ratten probiert.

01:36:46: Also man hat bei Ratten Teflonpartikel in das Essen mit eingemischt und zwar bis zu twenty-fünf Prozent Teflonpartikel im Essen.

01:36:56: und hatte die neunzig Tage lang beobachtet und hat keinerlei biologisch Veränderungen feststellen können, also keinen Schaden.

01:37:03: Was man aber hat feststellen können, ist, dass die Ratten abgenommen haben.

01:37:09: Ja,

01:37:10: weil sich halt durch bis zu twenty-fünf Prozent Volumen an Teflon das Volumen Kalorienverhältnis vom Gesamtessen natürlich ändert.

01:37:20: Also du nimmst etwas zu dir, was keine Kalorien hat, was vom Körper nicht verdaut werden kann, nicht abgebaut wird und einfach nur wieder ausgeschieden wird, aber also zumindest in dem Temperatur- und Chemiebereich, der sich in deinem Körper abspielt.

01:37:35: Aber... Dein Magen wird trotzdem gedehnt und Sättigung passiert halt mechanisch über die Dehnung deines Magens.

01:37:43: Deshalb würde ich schon sagen, ein Glas Wasser trinken hilft auch.

01:37:46: Also müsst ihr auch ein schnelleres Sättigungsgefühl hervorrufen.

01:37:50: Wahrscheinlich

01:37:51: nicht ganz so dauerhaft.

01:37:52: Teflon wird ja wahrscheinlich ein bisschen länger noch im Magen bleiben.

01:37:57: Die Forscher haben sich das Ganze angeguckt und haben ein bisschen rummodelliert, wie hoch man in so einen Teflon-Partikelanteil schraubt und was das mit dem Kalorienvolumenverhältnis und so weiter macht.

01:38:08: Und haben dann gedacht, das wäre doch, also bei Ratten funktioniert es, wäre doch eigentlich eine nette Idee, das auch für Menschen nutzbar zu machen.

01:38:17: Und

01:38:18: deshalb haben sie eine kleine Mini-Studie gemacht mit drei Personen und zwar mit sich selbst.

01:38:23: Also die drei Forscher, also endgleich drei und haben Schoko-Riegel produziert, die einen gewissen Anteil Teflon enthalten, also Teflon-Pattikel.

01:38:36: Schoko-Riegel mit, ich glaube sogar, ich glaube sogar, bis zu fünfzehnzig Prozent Teflon enthalten, also Schoko-Teflon, wenn man so möchte.

01:38:49: Daher

01:38:51: haben sie Milka Teflon.

01:38:53: Daher haben sie rausgefunden, dass eine Partikel Dichte von Null, fünf bis einem Gramm pro Kubik Zentimeter optimal ist für eine mögliche Magenfüllung.

01:39:05: Also die die Zunahme, also sie haben bei hundert Gramm Essen, fünf, zwanzig Gramm PTFE hinzugezogen.

01:39:13: Da muss ja schrecklich schmecken.

01:39:16: Das merkst du wahrscheinlich gar nicht.

01:39:18: Weil ... Nee, weil du hast jetzt Teflon-Partikel im Sinne von ... von Flocken oder so, von der Pfanne oder so im Kopf.

01:39:27: Aber du kannst das Zeug ja so fein malen, dass das wie Mehl ist.

01:39:30: Also ... Am Ende halt so wegschmilzt, wenn du möchtest.

01:39:34: Dann merkst du davon gar nicht.

01:39:35: Also, ich hab's jetzt nicht probiert, aber ich glaube, man kann das so machen, dass man davon nicht viel, also nicht viel ... Ich dachte bei twenty fünf

01:39:43: Prozent, ne.

01:39:46: Das hat ja auch so einen.

01:39:48: Hydrophoben Charakter.

01:39:50: Ja, richtig.

01:39:50: Also ich hätte gedacht, das muss doch irgendein Mundgefühl geben.

01:39:55: Wie gesagt, kommt halt

01:39:56: drauf auf, wie klein

01:39:57: man es macht und so.

01:39:58: Also je nachdem was, wenn Essen man hier hat, also es geht ja um das Kalorien zu Volumenverhältnis, kriegt man wohl mit, also mit diesen PTFE-Volumenänderungen oder Erhöhung von dreißig bis fünfzig Prozent hin.

01:40:15: Die Forscher haben das ausprobiert mit den Schokoriegeln und haben auch eine Sättigungsbeurteilung vorgenommen, also eine Selbseinschätzung.

01:40:25: Und haben auch geguckt, ob sie das natürlich alles nachher wieder ausscheiden.

01:40:28: Und ja, die Ausscheidungsrate lag bei über ninety-fünf Prozent.

01:40:32: Da können wir jetzt sagen, ja, aber da fehlt ja was.

01:40:35: Das ist im Rahmen der Messgenauigkeit, die hier durchgeführt werden kann, wohl annähernd alles.

01:40:42: Also es konnte jetzt nicht irgendwie nachgewiesen werden, dass Teflonpartikel in irgendeiner Form von Organen aufgenommen wurden oder irgendwie im Körper verblieben sind.

01:40:51: Die Forscher fanden das so gut und faszinierend, dass sie darauf basierend ein Patent eingereicht haben, aus Schokoriegel mit Teflonzusatz.

01:41:03: Die haben aber aufgrund fehlender Langzeitstudien und weil es hier natürlich auch keine ordentliche Studie gab, im Sinne von Kontrollgruppe, Placebo-Gruppe und so weiter und so weiter, keine Zulassung dafür bekommen.

01:41:13: Aber sie haben Patent angemeldet.

01:41:17: Ja, also ich würde mich

01:41:18: ja tatsächlich gerne mal probieren.

01:41:19: Ich würde mich auch.

01:41:21: Ob

01:41:21: man, ob man irgendwas davon schmeckt oder irgendwas davon mitbekommt.

01:41:26: Also... Wahrscheinlich hatten ganz viele von euch auch schon mal ein Stück Teflon in der Hand.

01:41:34: Das ist zum einen diese Beschichtung in Pfannen, kommt aber auch als Kunststoff so relativ häufig vor, dass man den mal in der Hand hat.

01:41:42: Also im Labor sowieso.

01:41:45: Aber auch so Teflon-Band zum, weiß ich nicht, Abdichtung von irgendwelchen Gasleitungen, da haben wir das ja unter anderem benutzt, also auch für der Labor.

01:41:55: Es gibt Zahnseide aus Teflon-Band von Oral-B, die benutze ich tatsächlich sogar sehr gerne.

01:42:05: Also viele hatten wahrscheinlich Teflon in meiner Hand, ohne es überhaupt zu merken oder zu wissen.

01:42:09: Das ist so ein weißer Kunststoff, der ... irgendwie relativ weich wirkt.

01:42:17: Ich mochte immer Bauteile, die wir im Labor haben anfertigen lassen, mochte ich immer super, wenn die aus Teflon kamen.

01:42:24: Dann

01:42:24: war die so glatt und so geschmiert und auch so, also wie geschmiert oft tatsächlich ein bisschen.

01:42:31: Also da haftet wenig dran.

01:42:33: Wenn ihr Zahnseider aus Teflon bandt, frage ich mich jetzt, warum in meinem Apokalypse-Paracord kein weiterer Strang Zahnseider aus Teflon ist.

01:42:43: Ja, und jetzt, ich warte auf den ersten Kommentar.

01:42:45: Du Umweltschwein, wie kannst du nur?

01:42:53: Ja, so viel zum Chemiepreis.

01:42:56: Dann gehen wir gleich weiter in Richtung Frieden.

01:43:00: Oh, oh, oh, der hat ja immer mehr an Bedeutung gewonnen.

01:43:04: Also ist ja jetzt im Grunde der dritte internationale Friedenspreis.

01:43:09: Eigentlich der Viertes gibt ja noch den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

01:43:13: Oh, weiß der Herr Trump das?

01:43:15: und weiß er, dass er den noch nicht gewonnen hat.

01:43:17: Das wird ihm nicht gefallen.

01:43:19: Da bin ich mir nicht so ganz sicher, es könnte sogar sein, dass er den kennt, weil der international relativ renommiert ist.

01:43:25: Dann haben wir ein Problem.

01:43:26: Dann marschiert er hier demnächst einen, wenn er ihn nicht mal langsam gewinnt.

01:43:30: Wir haben kein Öl.

01:43:32: Aber Friedenspreis.

01:43:34: Da ist ein wenigstens genau so scharf drauf.

01:43:37: Also hier geht es um Frieden.

01:43:39: Und das ist auch ein Preis, wo ich glaube, da haben wir schon mal drüber gesprochen.

01:43:41: Nämlich geht an eine, an Forscher aus den Niederlanden, UK und Germany.

01:43:49: For showing that drinking alcohol sometimes improves a person's ability to speak in a foreign language.

01:43:56: Also es geht da drum, dass sie heraus... Herr Ninkusoffners

01:43:59: kann zu besser sprechen.

01:44:00: Genau.

01:44:00: Ein Moderator, das ist ganz wichtig, Alkoholpegel kann dabei helfen, eine Fremdsprache flüssiger zu sprechen.

01:44:07: Aber das wussten wir doch, oder?

01:44:09: Von wann ist das?

01:44:10: Von wann ist das?

01:44:11: Das ist eine gute Frage.

01:44:12: Müsstest du mal eben in den Shownots gucken, von wann das Paper war, dann moderiere ich das hier.

01:44:18: Routine.

01:44:18: Routine wird weiterfrieden,

01:44:21: genau.

01:44:24: Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass wir schon mal das in der Sendung hatten, in irgendeiner Art und Weise.

01:44:28: Entweder von denen jetzt oder vielleicht gab es auch andere Studien mit anderen Studiendesign.

01:44:33: Das weiß ich nicht.

01:44:34: Aber das kommt mir auch alles sehr, sehr bekannt vor.

01:44:36: Ich

01:44:36: hätte jetzt auch gesagt, dass das so kommen Knowledge oder so.

01:44:40: Also ich hätte jetzt gesagt so erstmal scherzhaft nach drei vier Bier kann ich viel besser Englisch aber auch mit der Begründung dass du weniger Hemmschwelle hast.

01:44:52: Da ich auch gesagt habe ich hätte auch gesagt.

01:44:58: Die Hemmung fällt einfach und da würde ich auch sagen gab es halt verschiedene Situationen in meinem Leben wo ich das an mir beobachtet habe.

01:45:06: Auf Konferenzen, das ist ja so ganz typisch, ne?

01:45:09: Der Icebreaker, du stehst an deinem Poster, relativ früh in deiner Karriere, bist aufgeregt, irgendwo international, irgendwo auf der Welt.

01:45:16: Und dann gibts zum Glück bei den Poster-Sessions ja immer ein Freibier und nach dem ersten Bier geht es schon alles ein bisschen besser.

01:45:22: So, dann denkst du auch, mein Gott, das läuft ja richtig, ich kann mich hier richtig super unterhalten.

01:45:28: Und meine Vermutung war dann auch immer, weil ich mein... Man kann ja nicht davon ausgehen, dass Alkohol wirklich die sprachliche Leistung verbessert eigentlich.

01:45:37: Wo sollen auf einmal mehr Vokabel herkommen.

01:45:39: Aber es könnte natürlich sein, dass Alkohol dir hilft, irgendwie vergessene Vokabeln irgendwo herzukramen.

01:45:45: Könnte ja sein.

01:45:47: Aber mit der Hypothese sind die Forscher in den Jarroren gegangen.

01:45:53: Ist es, dass wirklich Spracheleistung verbessert wird oder reduziert Alkohol einfach nur die Hemmung und die Selbstzweifel?

01:46:00: Und ja, wie gesagt, meine Vermutung wäre von vornherein gewesen, da hat was mit der Hemmung zu tun.

01:46:05: Ich hatte dann auch irgendwie in meiner Schulzeit hatte ich immer das Gefühl, also ich war immer schlecht in Sprache, sowohl Englisch als auch Französisch, aber besonders schlecht in Französisch.

01:46:17: Und ich muss auch sagen, ich war auch so schlecht in Französisch, weil meine Aussprache schlecht war.

01:46:22: Und ich erinnere mich auch, dass ich irgendwie das Gefühl hatte, manchmal hätte ich jetzt schon besser aussprechen können, das Französische.

01:46:31: Aber ich habe mir auch wirklich keine Mühe gegeben, weil ich diese musikalische Sprache, ich weiß nicht... Ich hatte Hemmung, ordentlich zu sprechen, muss ich sagen, und mir da Mühe zu geben mit.

01:46:45: Man

01:46:45: will halt auch nicht albern klingen.

01:46:46: Genau,

01:46:47: also irgendwie so eine Nummer war das.

01:46:48: Ich weiß jetzt nicht, ob meine Mitschüler wirklich gelacht hätten, wenn ich mir da Mühe gegeben hätte.

01:46:53: Aber ich hab's eher deutscher ausgesprochen, um da gar keine Angriffsfläche erst mal zu bieten.

01:46:59: Mir war das einfach peinlich gut.

01:47:01: Also, ich wär auch nie wirklich gut geworden, dann muss ich dazu sagen, ich hab auch kein Talent.

01:47:06: Aber irgendwie war mir das in der Klasse einfach auch zu unangenehm.

01:47:11: Ich sag dazu nur, stell mir schon mal zwei Bierkalt für den IG Nobelpreis in Essen.

01:47:18: Ja, das stimmt.

01:47:21: Genau, ja.

01:47:23: Also, ähm... Genau, wen haben sie hier untersucht in dieser Studie?

01:47:29: Die haben sich Personen gegriffen, die eine Fremdsprache bereits gelernt hatten, also nicht totale Anfänger, sondern Menschen mit solider, aber alltagsunsicherer Sprachkenntnis.

01:47:47: Genau.

01:47:47: Sie haben so Personen rekrutiert, deren Muttersprache niederländisch war und die Deutsch oder Englisch als Fremdsprache gelernt hatten.

01:47:57: Und dann wurden die Teilnehmenden in zufällige Gruppen eingeteilt.

01:48:00: Ein Teil erhielten Getränk mit einer moderaten Menge Alkohol.

01:48:04: Ich sagte gleich, was das heißt.

01:48:06: Und der andere Teil, ein alkoholfreies Placebo Getränk.

01:48:10: Das geschmacklich möglichst ähnlich war natürlich.

01:48:16: Was heißt jetzt moderater Alkoholmenge?

01:48:18: Die Teilnehmenden haben ... ... null Komma vier bis null Komma fünf Gramm reinen Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht bekommen, was in etwa ... ... ein Standardgetränk ist, also zum Beispiel ein Bier.

01:48:32: Und dann halt zu einem geringen Blutalkoholspiegel führt.

01:48:36: Wichtig war natürlich, dass weder die Versuchsperson noch die ... Beurteilenden Personen, weil die mussten ja sprechen und dann waren da Leute, die haben dann beurteilt, wie gut die Sprache sprechen.

01:48:50: Keiner von den Beteiligten wusste, wer Alkohol bekommen hatte und wer nicht.

01:48:53: Also ein klassisch doppelverblindetes Studiendesign.

01:48:59: Ein bisschen gewartet natürlich, Alkohol muss erwirken und dann haben die teilnehmenden Gespräche in der Fremdsprache geführt, entweder ein kurzes Alltags... nahe Dialog geführt oder ein Interview Setting gehabt, was aufgezeichnet wurde und dann später auch bewertet wurde.

01:49:20: Denn die Forschenden haben diese Sprachproben dann an unabhängige Gutachterinnen und Gutachter gegeben und die sollten dann beurteilen, wie gut die Sprache war.

01:49:31: die kannten die Teilnehmenden auch nicht und beurteilt wurde dann Aussprache, Flüssigkeit des Sprechens, grammatikalische Korrektheit, allgemeine Verständlichkeit und solche Sachen.

01:49:45: Und es waren nicht nur dieser externen Gutachter, sondern auch die Teilnehmenden selbst sollten sich einschätzen nach dem Gespräch, wie gut sie fanden, dass sie gesprochen hatten.

01:49:56: Ich habe ja gerade schon von meiner Poster-Session erzählt, wo ich das Gefühl nachher hatte, super.

01:50:00: Also ich war aber sowas von Englisch gut drauf diesmal.

01:50:04: Das war dann halt so meine Einschätzung.

01:50:06: Und da ist natürlich mein Interessant zu sehen, ob das eine generelle Einschätzung ist, wenn man Alkohol getrunken hat.

01:50:12: Also, zwei Dinge konnten betrachtet werden.

01:50:14: Objektive sprachliche Leistung durch die Gutachterinnen beurteilt und die subjektive Selbseinschätzung.

01:50:24: Das ist ganz wichtig, diese Trennung zu haben, weil du dann klären kannst, ob der Alkohol nur das Gefühl gibt.

01:50:30: Ich kann jetzt super englisch sprechen oder ob es wirklich messbare Unterschiede in der Sprachqualität gibt.

01:50:38: Und die Auswertung hat dann ergeben, dass bei moderaten Alkoholpegel, dass die extern Gutachterinnen im Schnitt die Sprache als etwas flüssiger und natürlicher sprechend eingeschätzt haben.

01:50:55: Insbesondere Aussprache und weniger Stockenes reden wurde positiv verfolge

01:51:06: hoch.

01:51:07: Das würde unsere These ja bestärken, oder?

01:51:10: Genau, ja.

01:51:13: Genau.

01:51:14: also vielleicht noch ein Hinweis vorher.

01:51:15: die teilnehmen selbst in ihrer selbste Einschätzung haben gesagt, kamen eigentlich nicht zu dem Ergebnis, dass sie sich besser gefühlt haben.

01:51:22: die haben gesagt, ja ist genau so scheiße wie immer.

01:51:28: Das deutet darauf hin, dass leichte Alkoholmengen vor allem so eine Anspannung wegnehmen, also genau das war du gerade schon gesagt hast.

01:51:38: Enthemmung.

01:51:39: Genau, Enthemmung, aber ohne, dass die sprechende Person selbst das schon als Leistungsschub wahrnimmt.

01:51:44: Also, dass die Person selbst schon sagt, ich bin völlig enthemmt und wird dann so unangenehm oder so.

01:51:51: Das war hier dann zumindest nicht der Fall.

01:51:53: Also, die Forscher glauben, da nimmt so ein bisschen die innere Anspannung weg, aber eben nicht so, dass die Person schon merkt.

01:52:00: Allerdings mit dem Disclaimer.

01:52:01: natürlich haben wir gerade schon gesagt, niedrige Mengen, also die waren nicht betrunken.

01:52:07: Bei höherem Konsum kannst du vorausgehen, wäre alles schlechter geworden.

01:52:10: Also Gnoppelpreis, Verleihung und du aus dir zwei Bier rein.

01:52:16: Weiß ich nicht.

01:52:19: Du musst meinen Körpergewicht berücksichtigen.

01:52:21: Wenn ich bis dahin nicht deutlich abgenommen habe, sind zwei Bier noch komplett okay.

01:52:26: Bis April, hast du ja noch Zeit.

01:52:31: Genau.

01:52:33: Also die Vorstellungen diskutieren an dem Paper, dass moderater Alkoholkonsum kurzfristig Angst und Selbsthemmung senken kann.

01:52:40: Und da sind natürlich Eigenschaften, die beim Sprechen von der Fremdsprache häufig im Weg stehen.

01:52:46: Wer Angst hat, Fehler zu machen, traut sich.

01:52:49: Beziehungsweise wer weniger Angst hat, Fehler zu machen, der traut sich eher, ganze Sätze auszuprobieren, auszusprechen, spontaner zu reagieren und nicht bei jedem Wort zu stoppen und zu überlegen, okay, was sage ich jetzt als nächstes?

01:53:03: So wie ich am Anfang halt Englisch gesprochen habe, da habe ich halt jeden Satz eigentlich vorformuliert und dann rausgehauen.

01:53:09: Und jetzt bist du halt irgendwie so in Diskussion, kannst du halt einfach mal spontan sprechen.

01:53:14: Ich musste meinen Science Lamp mal auf Englisch machen.

01:53:17: Oh

01:53:17: echt?

01:53:17: Ach so, in Mexiko wahrscheinlich, ne?

01:53:20: Nee, in Mexiko sollten wir die Explizit auf Deutsch machen, da gab es Simultandol-Matcher.

01:53:24: Ah, wo hast du denn mal auf Englisch gemacht?

01:53:27: In der Tubewalk-Brauerei beim europäischen Science Lamp quasi, da hab ich den Martin Modor kennengelernt.

01:53:34: Das war für mich auch richtig schwierig, also da hab ich auch mir so Sachen vorge, also vorge... Also vorbereitet, so einzelne Sätze und so weiter, das war wirklich, also im Nachhinein habe ich da auch noch mal draufgeguckt und dann gedacht so, boah, war das kacke.

01:53:51: Also gerade beim Science Slam ist das ja auch so.

01:53:53: die Frage, also ich meine, du lebst ja wirklich auch von der Spontanität und wenn man dir die nimmt, dann...

01:54:00: Ja, schwierig.

01:54:01: Das ist nicht das Format dann für dich wahrscheinlich.

01:54:04: Nee, das war tatsächlich schwierig, aber war trotzdem eine gute Erfahrung, dass wir das mal gemacht haben.

01:54:08: Ja, ja, ja.

01:54:10: Hier nochmal ganz kurz zurück.

01:54:12: Die Gutachter oder die Auswertung hat dann natürlich auch ergeben, dass der Alkohol das Sprache Wissen an sich nicht verbessert hat.

01:54:19: Grammatik und Wortschatz sind Werden, das wäre auch sehr überraschend.

01:54:26: Natürlich, aber ja.

01:54:30: Es könnte ja sein, dass ihr irgendetwas rauskrams, was du ganz tief in dir drin noch hasst, aber dafür konnte man heute nichts von sehen.

01:54:41: Genau, also ich gucke mal gerade auf meine Aufzeichnungen.

01:54:45: Das

01:54:45: ist ein schöner Werbekleben.

01:54:46: Warsteiner erweitert den Wortschatz.

01:54:49: Genau, also das ist vielleicht noch ein ganz guter Hinweis und das schreiben Sie dann auch selbst in dem Paper, die Autoren, die warnen natürlich von der simplen Lösung.

01:54:58: Also Alkohol ist kein sinnvolles Lernwerkzeug.

01:55:05: Was man hier raus lernen sollte, ist natürlich nicht sichtbar.

01:55:10: zuzuschütten oder Bier zu trinken, wenn du so in einer Situation bist, wo du nervös bist oder wo du eine Fremdsprache sprechen sollst.

01:55:20: Die Forscher weisen hier drauf, eher darauf hin, wie wichtig es ist, dass du angstfreie, tolerante Kommunikationsräume schaffst.

01:55:30: Also diese Situation, dass ich gehemmt bin, in einer Schulklasse französisch zu sprechen.

01:55:36: Zu dieser Situation sollte es gar nicht erst kommen.

01:55:40: keine ahnung wie einem das dann gelingt aber

01:55:43: ich glaube da wären tatsächlich so sprachlabore wo jeder kopfhörer auf hat mit dem leerer redet und die anderen das nicht hören

01:55:49: kann.

01:55:50: ja das ist natürlich gut.

01:55:53: ja ja das wäre wahrscheinlich.

01:55:55: aber was

01:55:55: wünsche ich mir in einer stadt in der man sein notarzt selber bezahlen muss?

01:56:02: okay genau

01:56:03: das war dann.

01:56:05: Genau, was war das?

01:56:06: Ich habe schon vergessen, was habe ich jetzt?

01:56:07: Frieden war das, genau.

01:56:08: Frieden,

01:56:09: das war Frieden.

01:56:10: Wir kommen zu etwas, das mindestens genauso wichtig ist, der Engineering Design Price.

01:56:15: Engineering Design Price?

01:56:17: Engineering

01:56:18: Design, ja.

01:56:19: Der geht nach Indien.

01:56:21: Und zwar, for analyzing from an engineering design perspective, how foul-smelling shoe effect.

01:56:31: Ne shoes effect the good experience of using a shoe rack.

01:56:37: Also auf Deutsch, für Randalöse wie stinkende Schuhe die Nutzerfahrung von Schuhregalen aus Ingenieurdesign, aus Ingenieurdesign-Sicht beeinträchtigen.

01:56:48: Alter, okay.

01:56:50: Schön, oder?

01:56:51: Das Paper dazu ist gerade mal drei Jahre alt, ist von zwanzig zwanzig.

01:56:55: Smelly Shoes.

01:56:56: An Opportunity für Schuhreg redesign.

01:57:01: Schön.

01:57:02: Chancen sehen.

01:57:03: Genau.

01:57:04: Es gibt keine Probleme, sondern nur stinkende Chancen.

01:57:07: war so ähnlich.

01:57:09: Die Ingenieure haben sich hier ein Problem angenommen, dass vielen wahrscheinlich gar nicht so bewusst ist.

01:57:15: Und zwar ein grundlegender Designfehler oder ein Ding, das nicht berücksichtigt wurde im Design und hier eine Chance bietet, etwas zu verbessern.

01:57:26: Ein Designfehler in gewöhnlichen Schuhregalen, vor allem im Bereich, also ein Fehler im Bereich der User Experience.

01:57:35: Die Forscher haben mir einen Aspekt identifiziert, dem bisher wahrscheinlich viel zu wenig Aufmerksamkeit gewippt mit wurde.

01:57:43: Es gibt, was mich auch schon verwundert hat, es gibt tatsächlich Paper über Schuhregale, über das Design von Schuhregalen.

01:57:50: Aber ein Punkt, der hier nicht oder zu wenig Beachtung gefunden hat, ist der olfaktorische Faktor bei der Nutzung eines Schuhregals.

01:58:00: Die Forscher haben hier tatsächlich Literaturrecherche betrieben und herausgefunden, dass dieser Aspekt wenig Beachtung findet, obwohl er die Nutzererfahrung eines Schuhregals massiv beeinflusst.

01:58:14: Ja, du lachst.

01:58:16: Die Forscher haben dieses Problem hier identifiziert, indem sie, also wir sind sehr darauf gekommen, sie haben eine Umfrage gemacht und da sind hundertneinundvierzig Studenten, die ihre Nutzererfahrung mit Schuhregalen dokumentieren sollten.

01:58:28: Und ... Und dabei haben sie festgestellt, empirisch tatsächlich, dass der Geruch von stinkenden Schuhen dazu führt, dass man zögert beim Einräumen der eigenen Schuhe in das Schuhregal und generell zu einer leichten Abneigung führen kann.

01:58:46: Man kann es sich vorstellen, ehrlich gesagt.

01:58:48: Ja, natürlich.

01:58:50: Wie kann es zu dieser olfaktorischen Belästigung kommen?

01:58:55: Gerade in Schuhen, vor allem im Bereich der Zähnen vorne, in schwitzigen Schuhen, gedeiht das Bakterium Kyto Kokus Sedentarius.

01:59:06: Das wiederum mit seinem Stoffwechsel oder den Stoffwechsel Produkten, die es produziert, halt diese stinkigen Käsefußgeruch produziert.

01:59:18: Und man kann sich jetzt vorstellen, das gewöhnliche Schuhregal, ist leidet da sehr drunter, weil dort natürlich auch stinkende Schuhe stehen von anderen Leuten oder im Zweifelsfall deiner eigenen stinkenden Schuhe, wo du andere Schuhe einräumst in der Schuhe, egal.

01:59:35: Da gibt es natürlich möglichst Verbesserungspotenzial und etliche, also von irgendwelchen Sprays oder Zonengeräte, also jede Menge Produkte, die sich prinzipiell eigentlich immer diesen Problem der stinkenden Schuhe annehmen.

01:59:51: Da gibt es etliche.

01:59:52: Aber die Umfrage unter den Studenten hat ergeben, dass achtundachtzig Prozent der Leute diese Lösungen nicht kennen oder die nicht nennen können.

02:00:02: Wir müssen ja sozusagen reden hier von Schuhregalen in Indien.

02:00:08: Das ist nicht verwunderlich, weil das sind ja alles separate Produkte, die man zusätzlich zum Schuhregal oder zu seinen Schuhen nutzen müsste.

02:00:16: Das müssen wir ja dabei haben.

02:00:17: Es ist nicht inherent oder es ist nicht implizit im Schuhregal eingebaut.

02:00:23: Es besprüht eine Schuhe ja nicht automatisch.

02:00:28: Und jetzt können wir uns überlegen, wie wird man dieses Problemes her?

02:00:33: Es ist so, man muss nicht unbedingt einen Spray benutzen, denn man kann Bakterien auch relativ erfolgreich und relativ schnell mit UV-Licht töten.

02:00:43: Und das haben sie hier in einem Versuch auch durchgeführt.

02:00:48: Und zwar haben sie stark riechende Sportschuhe von Athleten genommen und die im Zähnbereich mit UV-Licht bestrahlt, genauer genommen in der UV-C Lichtröhre im Zähnbereich.

02:01:03: Und dort haben sie dann verschiedene Messereien durchgeführt, also die Schuhe verschieden lang.

02:01:09: mit UV-Licht behandelt, also eine bis fünf Minuten und die dann von Leuten halt testen lassen, also riechen lassen, riecht man noch etwas oder riecht man nichts mehr.

02:01:21: Und das Ergebnis ist, schon nach drei Minuten ist der Geruch quasi verschwunden.

02:01:29: Also schon nach drei Minuten UV-Bestrahlung der Schuhe gibt es keinen wahrnehmbaren schlechten Geruch mehr, weil die Bakterien dann tatsächlich alle abgetötet sind.

02:01:39: Du weißt nicht zufällig, was ich da für eine UV-Lampe brauche.

02:01:44: Da müsste ich jetzt mal nachgucken.

02:01:45: Ich hatte es mir, warte mal, das krieg ich raus.

02:01:49: Das müsste auch im Paper stehen.

02:01:51: Ich hatte es mir tatsächlich nicht aufgeschrieben, aber ich weiß, dass es vorhin ... Vor Tagen, als ich das vorbereitet habe, weiß ich, dass es an mir vorbeigeflogen ist.

02:02:03: Das ist irgendwie interessant.

02:02:05: Also, ich meine, dass irgendwie UV-Lichtbakterien töten kann, ist ja jetzt irgendwie keine wahnsinnig neue Erkenntnis.

02:02:15: Nee, tatsächlich nicht.

02:02:16: Da hätte man wirklich irgendwie erwartet.

02:02:18: Weil ich meine, das ist ja ein Problem.

02:02:20: Leute haben ja teures Schuhwerk und ärgern sich dann, wenn die Dinger irgendwann anfangen zu stinken.

02:02:26: Und dann sprüht man damit irgendetwas rein und so.

02:02:29: Da gibt es ja auch Leute, die packen die Schuhe dann in den Eisfach oder so.

02:02:34: Ich erinnere mich insbesondere in der Kletter- und Boulder-Szene war dazu.

02:02:38: Bei insbesondere natürlich bei Leuten, die da ohne Socken reingegangen sind in die Boulder Schule, die stinken wirklich bestialisch irgendwann die Schuhe.

02:02:47: Und dann gab es auch Leute, die gesagt haben, dann musst du in den Eisfach packen oder in Backofen oder so.

02:02:52: Aber nix hat so richtig geholfen.

02:02:55: Und also damit könntest du viel Geld machen wahrscheinlich.

02:02:59: Wenn du so zwei Lampen anbietest, wurde deine Schuhe drüber Stülps für fünf Minuten.

02:03:06: Ja.

02:03:09: Ich hab's mir leider in

02:03:10: meine Schuhe

02:03:11: aufgeschrieben, ich find's gerade auf die Schnelle.

02:03:13: Aber

02:03:13: er ist ja jetzt kein UV-Laser oder so, sondern irgendeine Art von Lampe.

02:03:18: Es ist kein Voodoo.

02:03:19: Es ist eine UV-Lampe.

02:03:21: Also,

02:03:23: warte mal.

02:03:24: Wahrscheinlich sagt uns die jetzt sowieso nix, oder?

02:03:26: Da steht da drin, vierzig Watt UV-Lampe.

02:03:28: Ja, genau

02:03:29: das stand da drin.

02:03:30: Ich weiß nur, ich find's nur gerade auf die Schnelle nicht mehr.

02:03:35: Es waren irgendwie drei Minuten und, äh, ich weiß nicht, also es war schon nicht wenig, war ein paar, ich glaub, zweihundert Watt oder so.

02:03:45: Ja gut, aber ist ja nix.

02:03:47: Du kannst ja gleich nochmal gucken, wenn ich den letzte Thema mach, kannst du ja nochmal gucken, ob du was findest.

02:03:52: Ja, kann ich machen.

02:03:53: Ähm, es, äh... Also genau da ist was gerade das.

02:04:00: also die die Erkenntnis hier oder das was halt warum es auch der Designpreis also der Engineering Designpreis ist.

02:04:07: Das ist eine Lösung also diese Röhre die man einfach in Schuhregale integrieren könnte.

02:04:14: Die müsst ihr jetzt auch nicht durchgehend leuchten, also die muss ja nicht durchgehend irgendwie da Bakterien töten oder so.

02:04:21: Es würde ja reichen, wenn die irgendwie mit einem Bewegungssensor oder sonst was alle, also immer wenn irgendjemand was reinstellt oder so, dass das Ding dann für fünf Minuten angeht.

02:04:32: Mhm.

02:04:35: Aber das, also du musst, aber schon in die Zehenbox auch kommen, ne?

02:04:38: Also das wäre was, wo du die Schuhe so drauf stülps irgendwie.

02:04:43: Ja, oder so reinleuchtet.

02:04:45: Da ist jetzt aber auch wieder die Frage, wir reden hier wieder von Indien.

02:04:49: Und du und ich, du weißt, wir waren in Indien.

02:04:53: Und Schuhregale, hätte ich jetzt gesagt, sind ja auch eher offene Schuhe häufig.

02:04:59: Oder?

02:05:02: Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr so genau.

02:05:04: Aber ja, ich denke aber, das ist eher das kleinste Problem.

02:05:06: Und wenn du am Ende irgendwelche Lampen in die Schuhe reinleuchten lässt.

02:05:15: Wäre ja am Ende auch nicht so wichtig.

02:05:19: Ich hab's gefunden, die haben die Schuhe in Kartons gepackt.

02:05:25: Also einfach in Kartons.

02:05:26: Und die dann dort beleuchtet mit einer Röhre im Bereich, zwohundertsebzig bis zwohundert achtzig Nanometer, elf Watt.

02:05:34: Okay.

02:05:35: Das klingt wie nix, also ist nix fancy.

02:05:40: Also das kann man zuhause

02:05:42: sehen.

02:05:43: Das ist nichts.

02:05:45: Ja, interessant, ja.

02:05:48: Bevor ihr das jetzt zu Hause macht, ihr müsst ein bisschen aufpassen, dass ihr da nicht reinguckt in so eine UV-Lampe.

02:05:55: Also seid vorsichtig damit, aber wer damit experimentieren will, interessant.

02:06:00: Ja, also die die haben auch tatsächlich noch mehrere Sachen in den paper ausprobiert also irgendwie schutrockner.

02:06:08: Teebaumöle und so weiter und so weiter.

02:06:10: aber die uv-Lampen waren wohl das was tatsächlich mit am besten gewirkt hat.

02:06:19: Ja, das war schon.

02:06:23: Ja, ja, das war's schon.

02:06:25: Das tut mir leid.

02:06:26: Da gab's jetzt nicht so viel.

02:06:29: Damit ist ja die Botschaft angekommen.

02:06:30: Also, es gibt Hoffnung, seine Schuhe zu retten, finde ich

02:06:33: gut.

02:06:33: Also, ich hab gerade noch mal auf das Paper draufgelegt.

02:06:36: Da sind sogar Bilder drin von diesem Schuhe-Rack.

02:06:38: dann, wo so halt tatsächlich so eine ... Das ist einfach so eine

02:06:42: UV-Lampe,

02:06:43: also so eine Röhre.

02:06:46: Ich glaube, das sieht sehr hart danach aus.

02:06:49: Die hatten wir noch rumliegen.

02:06:52: Läuft auf auf auf auf auf

02:06:56: auf auf auf auf auf auf auf auf auf

02:07:01: auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf

02:07:13: auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf auf.

02:07:19: mit UV zu

02:07:20: arbeiten.

02:07:20: Ja, also es ist eigentlich voll naheliegend.

02:07:22: Ja, und es ist also...

02:07:25: Es gab doch auch während Corona, gab es diese Überlegung Fahrstühle mit UV auszurüsten, um die schnell wieder zu dekontaminieren und solche Sachen oder Schulklassen auch.

02:07:38: Also interessant, dass man das auf Schuhe jetzt erst werfen würde.

02:07:44: Ja, aber wenn ich das hier richtig sehe, es gibt bei Amazon schon den Schuheaufbewahrung mit Stereolisationsfunktionen.

02:07:55: Okay.

02:07:56: Aber für neunhundert Euro.

02:07:59: Das ist doch was für unseren Schub.

02:08:02: Eigentlich ja, ne?

02:08:03: Lass uns so kleine UV-Röhren kaufen und die an so'n Billi-Regal.

02:08:07: Ja, also am besten so'n... oder wir verkaufen gar nicht das Schuhregal, das viel zu schlimm zum Verschicken und so weiter.

02:08:13: Wir besorgen uns nur so kleine UV-Röhren, die man am besten in ein IKEA-Schuhregal reinpacken kann.

02:08:19: Ja,

02:08:20: Bausatz.

02:08:21: Sehr gut.

02:08:23: Also, ist echt eine gute Frage.

02:08:25: Warum ist so was?

02:08:25: Also, wenn der Schuhdruckner findet man ja ohne Ende, aber das ist sowas noch nicht

02:08:29: so geht.

02:08:29: Und den neunhundert Euro ist so eine Frechheit, oder?

02:08:31: Ja klar, kannst du

02:08:32: für einen Zehner?

02:08:33: Also, für einen Zehner, dann machst du noch einen guten Gewinn dabei, oder?

02:08:38: Im Moment rück jetzt nicht den Preis für unseren Shop hier.

02:08:41: Ja, für so ein billig Import.

02:08:42: Natürlich nicht für irgendwas qualitativ hochwertig nachgewiesen Funktionelles.

02:08:48: Genau.

02:08:50: Okay, machen wir weiter.

02:08:51: Es wird spät.

02:08:53: Wir machen Luftfahrt.

02:08:57: Ich muss noch einmal kurz einhaken.

02:08:59: Ich habe gerade einmal kurz UV-Lampen und Schuhe bei Aliexpress reingeworfen.

02:09:02: Und natürlich gibt es tragbare elektrische Schuhe desinfiziert Dinger, die deine Schuhe trocknen und mit UV gleichzeitig noch desinfizieren.

02:09:13: Aber dann fragt

02:09:13: man sich ein bisschen, warum da jetzt ein Paper ausgezeichnet wurde, oder?

02:09:17: Ja, ich glaube, es ging einfach oben.

02:09:19: Also das hier sind ja keine Schuhregale.

02:09:21: Das sind so einzelne Schuhtrockner, wo maximal zwei

02:09:24: Zwieelschuh drauf fangen

02:09:25: kann.

02:09:26: Aber es geht ja um Engineering.

02:09:28: Genau, es geht

02:09:28: um Engineering

02:09:29: Design.

02:09:33: Nächster Preis, Luftfahrt.

02:09:35: Und ich bleibe meinem vorherigen Thema treu.

02:09:38: Es geht wieder um Alkohol, diesmal for studying whether ingesting Alkohol can impair bats ability to fly and also their ability to echolocate.

02:09:48: Also die haben sich die Frage gestellt, was passiert, wenn man Fledermäuse sich anguckt und den Alkohol gibt, ob dann die Flugleistung und ihre Echo-Orton darunter leidet.

02:10:06: Das war wieder so ein Thema, wo ich als Allererstes gesagt habe, was ist das denn für ein Schwachsinn?

02:10:09: Also jetzt gibt man Fledermäusen, Alkohol und guckt, ob ihre Flugfähigkeit darunter leidet.

02:10:14: Was soll das?

02:10:15: Fressen die nicht auch vergorene Früchte?

02:10:17: Sehr gut, exakt ja.

02:10:19: Da bin ich tatsächlich nicht drauf gekommen, aber das ist genau der sinnvolle Grund, der dahinter steht.

02:10:24: Es geht hier um fruchtfressene Fledermäuse, also die sich tatsächlich an Früchten oder von Früchten ernähren und die die halt über Gerprozesse auch geringe Mengen von Alkohol entwickeln können.

02:10:42: und dann essen diese Fledermäuse halt diese durchgegorenen Früchte und sind dann halt alkoholisiert.

02:10:49: in gewisser Weise und da wollten die Forscher dann halt genau wissen hat das einen Einfluss auf ihre Koordination oder auf die Sinnesleistung.

02:11:01: Und insbesondere fand die natürlich die Frage interessant, ob die Echo-Ortung darunter leidet.

02:11:06: Weil wenn man sich dann mal überlegt, also Fledermäuse orientieren sich ja im Flug mit diesen Ultraschallrufen, die dann ja zurückreflektiert werden und die müssen sie auswerten.

02:11:17: Und da kommt es halt auf Millisekunden an.

02:11:20: Und da kann man sie natürlich vorstellen, dass schon so kleine Störungen im Nervensystem schon dazu führen können, Nicht sehr

02:11:28: förderlich.

02:11:28: Genau, dass die Echo-Ortung nicht mehr so gut funktioniert und dass sie dann Fehlentscheidung treffen und dann möglicherweise im günstigsten Fall, sagen wir mal, ihr Beutet hier nicht erwischen oder halt mit einem Baum kollidieren oder so, weil sie halt langsamer sind oder Orientierung verlieren.

02:11:46: Deswegen haben sie, also die Forscher haben in Fledermäuse dann in kontrollierten Labor-Situationen kleine Mengen von Alkohol gegeben, zuckerhaltige Flüssigkeit, die Entweder eine definitierte Menge Alkohol hatte oder eben nicht.

02:12:02: Und dann konnten sie genau zwei Arten von Fledermäusen miteinander vergleichen.

02:12:06: Einmal die, die einen Alkoholpegel hatten und die, die keinen Alkoholpegel hatten.

02:12:13: Und dann haben sie da Flug, also da gab es Flughefige, wo sie dann so spezielle Versuchsaufbauten hatten.

02:12:19: Also da mussten die Fledermäuse beispielsweise Hindernissen ausweichen oder bestimmte Zielpunkte anfliegen oder sich in einer unbekannten Umgebung orientieren.

02:12:30: Und die Forscher haben dann parallel aufgezeichnet, also zum einen beobachtet, wie ist die Flugbahn, wie ist die Flugstabilität.

02:12:40: Wie viel Ausweichmanöver müssen die Tiere machen?

02:12:43: Kommt es zu Kollisionen und werden ja zu wie vielen?

02:12:46: Gibt es abrupte Kurskorrekturen?

02:12:50: Wie sieht es mit der Reaktionszeit auf Hindernissen aus?

02:12:52: Und sie haben auch diese Ultraschallrufe aufgezeichnet.

02:12:58: Um da nach Merkmale zu suchen, ändert sich die Frequenzbereich oder die Ruflänge tatsächlich.

02:13:09: So ein bisschen wie Lallen, dann gibt es andere Intervalle zwischen den Rufen.

02:13:16: Damit konnten sie halt diese Verhalten oder die Fähigkeiten untersuchen.

02:13:22: Ergebnis.

02:13:24: Moderate Konzentration.

02:13:27: Von Alkohol zeigt bei den untersuchten Fledermäusen keine dramatischen Katastrophen im Flugverhalten, aber messbare Veränderungen, einige Tiere flogen weniger präzise, brauchten mehr Korrekturbewegungen beispielsweise oder reagierten.

02:13:41: Aber

02:13:42: haben besser Englisch

02:13:43: gesprochen.

02:13:46: Ja, genau.

02:13:47: Reagierten etwas später auf Hindernisse, also das war tatsächlich zu messen.

02:13:52: Gleichzeitig blieb aber diese grundlegende Fähigkeit zur Echo-Ortung funktionsfähig.

02:13:57: Was zeigt, dass dieses Sinnessystem recht robust ist, zumindest bei diesen moderaten Alkoholpegeln, die hier verabreicht worden sind.

02:14:11: Aber auch wenn sie sich Ultraschallrufe angeguckt haben, haben sie gemerkt, dass es Timing und der Muster der Rufe sich auch geringfügig verändert hat, allerdings ohne die völlig die Orientierung verloren haben.

02:14:24: Deswegen dein Vergleich gerade zu lallen oder leicht angeheitert sein, passt eigentlich ganz gut.

02:14:29: Du bist im Prinzip noch voll funktionstüchtig als System.

02:14:34: Hast noch keinen vollständigen Ausfall, aber man beobachtet natürlich schon so einen gewissen Unterschied beim Menschen wie bei bei der Fledermaus.

02:14:44: Genau, also zeig die Arbeit auch Grund.

02:14:47: Also es ist nicht schädlich, wenn die mal vergorene Früchte aufnehmen, funktionieren trotzdem noch.

02:14:55: Aber zeich natürlich auch, dass geringe Mengen Alkohol auch schon hier Konsequenzen haben.

02:14:59: Also den Einfluss auf den Flug und die Echo-Ortung sieht man ja schon.

02:15:04: Das heißt

02:15:05: Fahrradfahren ist noch okay, schon fliegen ist aber nicht mehr.

02:15:12: Ja, aber

02:15:12: auch ein schönes Experiment.

02:15:14: Man fragt sich ein bisschen, also die sind eher okay, die Sinnhaftigkeit, weil es in der Natur vorkommt und halt in der Untersuchung der Biologie einfach ist.

02:15:22: Aber schon ein bisschen schräg, oder?

02:15:24: Ist

02:15:24: schon ein bisschen schräg, aber also mit der Begründung so, dass die halt vergohrene Früchte essen, finde ich schon ganz interessant, muss ich sagen.

02:15:30: Weil dann könnte man ja wirklich die Frage stellen, ist das gefährlich für die?

02:15:34: Also wenn ihr jetzt Rheinweise gesehen hättest, die schlagen in Mauern ein und kreppieren.

02:15:39: Windräder.

02:15:41: Genau, ja.

02:15:42: Dann hätte man, ich meine, dann ändert es natürlich, du kannst ja auch nichts machen, dann ist das halt so.

02:15:49: Aber ja, es ist halt schon mal interessant zu untersuchen, wie robust dieser Echo-Orton ist.

02:15:54: Also ich finde es tatsächlich ganz interessant.

02:15:57: Ja, ja, auf jeden Fall.

02:16:01: Und was machst du beruflich?

02:16:02: Ich mache Fledermäuse betrunken.

02:16:04: Ist schon ein bisschen schräg, da muss man schon sagen.

02:16:09: Okay, einen Preis haben wir, glaube ich, noch, ne?

02:16:10: Genau, komm mit zum letzten.

02:16:12: Den Physics-Igenobelpreis.

02:16:15: Und auch dieser Preis ist wirklich viel mit Essen.

02:16:18: Diesmal ist ein... Preis kulinarischer Völkerverständigung.

02:16:23: Der geht nämlich nach Italien, Spanien, Deutschland und Österreich.

02:16:26: An einen großen Haufen von Menschen.

02:16:29: For discoveries about the physics of pasta sauce, especially the face transition that can lead to clumping, which can be caused of unpleasantness.

02:16:42: Also für ihre Entdeckung zur Physik von Pasta-Sosen, insbesondere den Phasenübergang, der zu Klumpenbildung führt.

02:16:49: Okay.

02:16:50: Es ist ein Paper aus diesem Jahr und ich wundere mich fast ein bisschen, dass wir es nicht in der Sendung

02:16:55: hatten.

02:16:56: Das Paper trägt den Titel Face Behavior of Caccio e Pepe Sauce.

02:17:03: Okay.

02:17:04: Okay, dann ist es irgendeine Sauce oder?

02:17:06: Caccio e Pepe

02:17:07: ist... Irgendwann mit Pfeffer offensichtlich, ne?

02:17:09: Genau.

02:17:09: Pfeffer ist eine ganz, ganz, ganz klassische italienische Sauce für Nudeln.

02:17:15: Das ist Pecorino.

02:17:17: Käse, also ähnlich wie Parmesan.

02:17:19: Pecorino, also so ein Hardkäse und schwarzer Pfeffer und Pasta Wasser.

02:17:24: Mehr ist da nicht drin.

02:17:25: Also die macht man klassischerweise so, dass man die Pasta nach dem Kochen in eine Pfanne wirft, eine Kelle oder zwei von dem Pasta Wasser hinzu pfügt, weil das ist stärkerhaltig von den Nudeln.

02:17:42: Und dann nach und nach den Pecorino zugibt und rührt, dass sich das Ganze halt zu einer Soße entwickelt, also cremig wird.

02:17:51: Und dann fügt man noch frisch geschmalen gemahlenen schwarzen Pfeffer hinzu.

02:17:56: Und am Ende hat man dann eine Soße, die im Grunde nur aus diesem Käse, dem stärkhaltigen Wasser und dem Pfeffer besteht.

02:18:03: Und das bildet, wenn man es richtig oder gut macht.

02:18:06: So eine Immulsion, also so eine ganz cremige Soße.

02:18:10: Wenn man es nicht gut macht oder wenn man... ... an den falschen Parametern dreht, dann wird's klumpig.

02:18:15: Aha,

02:18:16: das hab ich mal gelesen.

02:18:17: Ja, das ist eine echte Kunst, da zu machen, glaube ich.

02:18:19: Ja, ist es, genau.

02:18:21: Und genau diese Kunst wurde hier systematisch untersucht.

02:18:25: Denn das Problem, das ganz nüchtern betrachtete wissenschaftliche Phänomen, das wir hier beobachten kann, ist, der Pecorino besteht aus Proteinen.

02:18:37: Ja auch, eine Fette und Proteine ist halt Käse und der wird vermengt mit heißem Wasser und das führt bei Abkühlung zu Aggregationen von halt so Klumpen.

02:18:51: Also ohne Stabilisator entstehen so Klumpenphasen.

02:18:57: Und die sind temperaturabhängig unter anderem.

02:19:00: Die entstehen so bei sixty-fünf Grad.

02:19:03: Also wenn das Ganze unter sixty-fünf Grad abkühlt, dann entstehen im schlimmsten Fall Klumpen.

02:19:10: Das Ganze haben die Forscher hier erstmal simuliert, also durchgerechnet mit Käseprotein als kolidiale Suspension, Pfeffer als Hydrophobepartikel und Wasser, also stärkhaltiges Wasser mit einem Salzgradienten noch drin.

02:19:28: In der Simulation haben sie sich die thermodynamischen Bereiche zu den Phasenübergängen angeguckt, vor allem bei der Abkühlung von neunzig auf sechzig Grad, weil das Wasser, also das gerade noch kochende Pastawasser, das man dafür ja benutzt, kennenweise, hat so um die neunzig Grad und während man den Käse darin schmilzt und das auf eine essfähige Temperatur bringt, kühlt das Ganze so auf sechzig Grad ab.

02:19:57: Für die theoretischen Modulationen, die sie gemacht haben, haben sie noch eine experimentelle Validierung gemacht, mit so einem Standardrezept.

02:20:05: Fünfzig Gramm Käse, einen Gramm Pfeffer, pro hundert Gramm Pasta.

02:20:10: So, über einen Daumen.

02:20:12: Hierbei haben sie kontrollierte Rahmenbedingungen geschaffen und eine Temperaturkurve abgefahren, also in so einem Sovigara quasi.

02:20:20: um reproduzierbare Bedingungen zu haben und quasi so ein Parameterraum abzufahren.

02:20:26: Um mal zu gucken, was passiert denn, wenn wir das Käse-Wasser-Verhältnis ändern, wenn wir die Rührdauer ändern, wenn wir die Pfeffermenge ändern, wenn wir die Temperatur ändern oder die Temperatur gradient anders fahren.

02:20:38: Und um das genauer zu untersuchen, haben die kleine Schälchen mit Käse und Pastawasser gefüllt, langsam erhitzt in so fünf Grad Schritten.

02:20:47: von fünfzig bis fünf neunzig Grad beziehungsweise langsam abkühlen lassen und dann bei jeder Stufe ein Foto gemacht und das halt analysiert.

02:20:57: mit dem Computer gemessen, wie dick und groß darin die Klumpen sind im Durchschnitt, die dort entstehen.

02:21:03: In den Test wurde dann, wie gesagt, mehr variiert.

02:21:06: Also zum Beispiel der Stärkeanteil im Pastawasser wurde variiert.

02:21:11: Das kann man sich vorstellen, wenn man Pastawasser noch ein bisschen einkochen lässt, dann erhöht das natürlich prozentual den Stärkeanteil in dem Wasser, das hinzugegeben wird.

02:21:20: Und das führte zum Beispiel auch zu weniger Klümpchen, wenn man halt einen höheren Stärkeanteil.

02:21:27: im Wasser hat.

02:21:28: Also die haben so einen Phasendiagramm dann für die Soße am Ende gemacht und in der kann man ganz gut ablesen.

02:21:34: Bei wenig Stärke, also wenn wenig Stärke im Wasser, im Pastawasser enthalten ist, dann kommt es bei sixty-fünf Grad zu Klumpenbildung.

02:21:43: Wenn viel Stärke in der Pasta, also im Pastawasser drin ist, dann kommt es erst später dazu.

02:21:49: Also wenn man Klumpenbildung vermeiden möchte, ist schon mal gut besser.

02:21:54: Eingekochtes Pasterwasser nehmen also Pasterwasser mit hohem hohen Stärkeanteil.

02:21:59: Also man könnte sagen hohe Stärkeanteil im Pasterwasser rettet die Soße und macht die cremig.

02:22:05: Das liegt daran, dass die Stärke die Proteine wohl in Anführungszeichen umabend also die Klumpenbildung der Proteine verhindert, weil die einzelnen Proteine davon wohl isoliert werden.

02:22:19: Der weitere Erkenntnis ist natürlich, diese sixty-fünf Grad sind ja jetzt mehrfach gefallen.

02:22:23: Das ist eine kritische Temperatur, denn bei der Temperatur zerfallen in den Proteinen gewisse Teile und Kleben zusammen.

02:22:33: Also das führt dann hier zu einem Phasenübergang, der aus der flüssigen Phase dann so Klumpen bildet.

02:22:40: Und der Pfeffer, also gerade grob gemahlener Pfeffer, macht es dabei noch schlimmer, denn die groben Hydrophoben, Pfefferkörner bieten hier Ecken und Kanten für Nukleationskeime für diese Klümmchenbildung.

02:22:58: Den idealen Punkt hat man erreicht oder erreicht man, wenn man den Käse, also den Pecorino, zugibt im Bereich von siebzig bis fünfundsiebzig Grad.

02:23:09: Dazu braucht man, wie gesagt, genug Stärke und vor allem auch genug Pastawasser.

02:23:13: Also wenn es mehr Wasser ist, kommt es auch seltener zu Klumpenbildung.

02:23:18: Allerdings wird die Sauce dann auch dünner und man sollte den Pfeffer am besten fein malen.

02:23:26: zusammengefasst die pasta al dente kochen das wasser mit einem mit zwei bis drei prozent stärke halt am besten noch mal ein bisschen einkochen den kese portionsweise bei ungefähr seventy bis seventy grad einrühren.

02:23:40: und jetzt kommt noch ein tipp aus der profiküche der auch in dem paper noch getestet wurde eine kleine prise zitrat zu geben.

02:23:48: das bildet nämlich das kalzium und dadurch kann es nicht mehr zu Klumpenbildung kommen.

02:23:54: Also, wenn man eine kleine Prise Zitrat rein gibt in die Katju-EP, da rotiert pro Milligramm ein Italiener in seinem Grab.

02:24:04: Aber Klumpenbildung wird komplett vermieden dabei.

02:24:08: Ändert aber ein bisschen, was im Geschmack der Käse ist dann wohl nicht mehr ganz so würzig.

02:24:16: Also, man kann den Parameterraum... Hier entsprechend der abgefahrenen Parameter einschränken und kann sagen, für die ideale Soße, für glatte homogene Soße brauchen wir siebzig bis fünfzig Grad heißt das Wasser, während wir den Käse einrühren.

02:24:33: Das Wasser sollte genug Stärke enthalten und es sollte nicht zu wenig Wasser sein.

02:24:38: Ja,

02:24:40: jetzt habe ich wieder Hunger.

02:24:42: Ja,

02:24:42: ich habe auch gerade gedacht, ich bin zum Glück am Ende.

02:24:46: Vielleicht

02:24:47: fahre ich gleich noch schnell beim Rewe vorbei und kaufe noch Pfeffer und Pecorino.

02:24:51: Er hat ja auch nur über heißen Käse sprechen.

02:24:54: Ja,

02:24:54: schlimm.

02:24:54: Ich gehe kaputt.

02:24:56: Ja, gut.

02:24:58: Ja, wir sind aber, damit sind wir durch mit den Igen Nobelpreisen für dieses Jahr.

02:25:02: Genau.

02:25:03: Weil wir da eine schöne Folge, ich finde die Studien ja immer super, aber ich muss dazu sagen, dieses Package auch mit Nobelpreis letzte Woche, fand ich richtig schön.

02:25:13: Das war ein schöner Moment.

02:25:14: Ja,

02:25:14: das funktioniert ganz gut.

02:25:15: Das können wir gerne nochmal so machen.

02:25:16: Zum Jahresende ist das auch mal ganz schön.

02:25:19: Genau, wir haben es Jahresende erreicht damit.

02:25:23: Wir blicken zurück auf ein schönes Jahr mit euch.

02:25:27: Können wir nochmal Danke sagen.

02:25:29: Danke, dass ihr wieder ein Jahr für uns, also mit uns über Wissenschaft euch informiert habt.

02:25:36: Danke für eure Träume.

02:25:37: Und vor allem auch besucht

02:25:38: habt.

02:25:39: Genau, das war natürlich auch ein spezielles Jahr, weil wir mal wieder auf Tour waren und ganz, ganz viele von euch.

02:25:46: haben uns dort besucht.

02:25:47: Das war auch wieder ganz toll, viele von euch zum ersten Mal kennenzulernen, aber viele von euch auch zum wiederholten Mal zu sehen.

02:25:55: Also viele begleiten uns ja schon so viele Jahre.

02:25:58: Das ist wirklich toll.

02:25:59: Also man verbindet mit manchen Städten verbindet man mittlerweile auch schon euch, also spezifisch Personen, auf die man sich dann wirklich schon freut.

02:26:10: Dann sieht man den Ort und freut sich dann schon, dass man euch dann dort wieder sieht.

02:26:17: Ja, also das war wieder ein ganz ganz tolles Jahr.

02:26:20: Wir können immer nur Danke sagen, denn dass ihr uns hört, das hilft uns ja.

02:26:26: Ihr wisst ja, verkaufen Werbung in diesen, in den Folgen.

02:26:31: Da hilft es natürlich, wenn viele uns hören.

02:26:32: Also von daher vielen vielen Dank, dass ihr das mit uns mitmacht und dass ihr uns dadurch ermöglicht, das hier zu machen.

02:26:42: dafür auch noch entlohnt zu werden.

02:26:46: Das wissen wir sehr zu schätzen.

02:26:49: Und auch danke dafür, dass ganz ganz viele von euch unserem kleinen Nebenprojekt, das wir gerade in den letzten Monaten bekommen haben, also unserem kleinen Shop-Emperee, irgendwie genug Vertrauen geschenkt haben.

02:26:58: Und bis jetzt haben wir, ich glaube, gar keine negative Kritik bekommen.

02:27:02: Obwohl wir immer ein Zettel beilegen, meldet euch, wenn irgendwas kacke ist.

02:27:06: Da waren mal hier und da, ein, zwei Sachen waren glaube ich, haben den Transport nicht überlebt oder war ein Defekt, aber das konnten wir dann regeln und austauschen.

02:27:15: Aber mich freut es, dass überhaupt so viele Leute das ausprobiert haben und diesen Projekt so viel Vertrauen geschenkt haben.

02:27:21: Genau, das habt uns auch wahnsinnig Spaß gemacht jetzt.

02:27:24: Ja, fangen wir auf weiter.

02:27:25: Natürlich ja.

02:27:26: Und bauen wir aus.

02:27:29: auf Spur zu setzen und so viele kleine Details dann wirklich auch auszuleben.

02:27:34: Wir hatten ja schon drüber gesprochen, dass Paketband zum Beispiel speziell designt haben und viele kleine Gimmicks, die ihr dann seht.

02:27:42: Und auch die Toleranz, dass wir was lernen können dabei, dass uns niemand was übeln, wenn es man Tag länger dauert oder wenn man irgendwas nicht so ist wie erwartet oder irgendwie auf unkomplizierter Weg mal kurz eine Mail schreiben und irgendwas nachfragen und so.

02:27:55: Das hat es uns dann doch sehr also leichter gemacht und irgendwie auch ein schönes Erlebnis mit sowas mal zu starten und zu gucken wie es funktioniert.

02:28:05: Ich bin gespannt wie es im nächsten Jahr weitergeht, weil wir da ja auch nennenswert jetzt nächstes Jahr Arbeit reinstecken.

02:28:10: Wir haben ja keine Tour im nächsten Jahr und.

02:28:11: so und haben ein bisschen Zeit daran zu arbeiten und wollen da ja auch ein bisschen noch was erweitern und so.

02:28:16: Aber ich freue mich, also ich bin schon sehr dankbar für den Start, der gut geglückt

02:28:20: ist.

02:28:20: Ja, kann man wirklich sagen.

02:28:23: Dann jetzt abgesehen vom Podcast oder Auftritten oder so, haben wir viele von euch auch getroffen.

02:28:29: Wir freuen uns immer, wenn ihr uns irgendwo seht, wenn wir bei Konzerten oder Auftritten von anderen sind und ihr sagt, kurz hallo, freut uns immer.

02:28:36: Das ist auch in diesem Jahr wieder viel passiert.

02:28:38: Und ich war unter anderem mit der Fahrrad-Community ja dann bei Rad am Ring, wo ich mit vielen von euch war.

02:28:44: Das ist einfach total toll, dass wir so eine Community gebildet haben.

02:28:47: Und das vor allem natürlich euer Verdienst, denn wir machen halt ja einfach nur den Podcast.

02:28:53: Aber um diesen Podcast haben sich so viele tolle Menschen gefunden, dass es einfach toll ist, dass wir Teil dieser Community sein dürfen.

02:29:02: Also viel, viel Dank.

02:29:04: Der Dank geht raus nach so einem Jahr.

02:29:05: Auf jeden Fall an euch.

02:29:06: Ohne euch wäre das alles nicht möglich.

02:29:10: Genau.

02:29:11: Jetzt haben wir uns zwei Wochen Pause verdient.

02:29:13: Sind doch zwei Wochen, ne?

02:29:14: Das war so die Idee.

02:29:14: Ja, sind nur zwei Wochen.

02:29:17: Aber ein bisschen, oder sind nicht ein bisschen länger, ne?

02:29:18: Zwei Wochen sind ... Am fünften kommen wir wieder, das sind fast drei Wochen.

02:29:22: Ach so, ja klar, weil wir jetzt zwei fallen raus.

02:29:25: Merkst du selbst?

02:29:26: Richtig, ja, es macht Sinn, ja.

02:29:29: Genau, zwei Wolken fallen aus.

02:29:31: Am fünften sind wir, glaube ich, wieder da, war der Plan.

02:29:33: Am sechsten.

02:29:34: Am sechsten, ja.

02:29:35: Am fünften immer auf.

02:29:36: Genau, ja.

02:29:38: Genau, dann mit einer regulären Folge.

02:29:41: Genau.

02:29:42: Dann sind wir durch.

02:29:44: Wir haben natürlich noch ein Outro, Intro-Folge, einhundert vier, eins deiner Lieblingsintros.

02:29:49: Das Glücksradintro.

02:29:53: Das ist ja hoch produziert mit all diesen Sounds und so.

02:29:58: Ich

02:29:58: frag mich manchmal ob wir das zu sehr haben schleifen lassen.

02:30:01: Aber irgendwie ist da steckt auch unglaublich viel Arbeit drin

02:30:04: damals.

02:30:07: Also wenn es sich mal wieder anbietet, könnten wir dann auch durchaus nochmal was machen.

02:30:11: Aber das war schon, da war viel Arbeit drin.

02:30:13: Ja, da

02:30:13: war viel Arbeit drin.

02:30:14: Wir können mal gucken, vielleicht kriegen wir das ein oder andere nächstes Jahr wieder hin.

02:30:17: Vielleicht schaffen wir auch mal wieder hier und da ein kleines Experiment zu haben in der, in der Sendung.

02:30:21: Das haben wir auch schon länger nicht mehr gehabt.

02:30:23: Hattest du nicht sogar schon eine Idee?

02:30:24: Du hattest mir doch schon was gesagt.

02:30:25: Ja, ich hatte irgendwo, hatte ich mir was aufgeschrieben.

02:30:28: Irgendwo?

02:30:30: Ja, ich bin nicht so organisiert.

02:30:32: Das ändert sich im nächsten Jahr hoffentlich.

02:30:36: Irgendwo hatte ich, ah doch, ja, ich erinnere mich wieder.

02:30:39: Ich war ja bei... Nicht verraten

02:30:41: jetzt,

02:30:41: ne?

02:30:42: Nee, ja, ich erinnere mich wieder und ja, habe ich.

02:30:45: Gut.

02:30:47: Jetzt hast du drei Wochen Zeit, da zu vergessen.

02:30:49: Gut.

02:30:51: Dann war das Methodisch-Inkorrekt-Folge, dreihundertvierundsiebzig.

02:30:55: Und das Jahr zweitausendfünfundzwanzig mit Methodisch-Inkorrekt.

02:30:58: Vom sechzehnten Zwölften, zweitausendfünfundzwanzig.

02:31:01: Frohes Fest, was auch immer ihr feiert und kommt gut.

02:31:05: Nach zwanzig, sechsundzwanzig, wir sehen uns und hören uns.

02:31:09: Bis dann.

02:31:10: Guten Rutsch und verletzt euch nicht vor allem nicht, wenn ihr in Essen wohnt.

02:31:13: Bis dann.

02:31:41: Abends.

02:31:42: Guten Abend und herzlich willkommen zur erfolgreichsten Game Show der Welt.

02:31:46: Ihrem Glücksrat.

02:31:48: Heute geht es um Wissenschaft.

02:31:50: Und wir beginnen mit einem Begriff aus der Kategorie Wegelagerer und Beutelschneider.

02:31:59: Der gesuchte Begriff hat nur ein Wort.

02:32:03: Los, Herr Remscheid, drehen Sie mal an Ihrem persönlichen Glücksrad.

02:32:07: Sehr gern.

02:32:14: Ah,

02:32:15: knapp vorbei am Bagot.

02:32:16: Es sind nun aber doch immerhin zweihundertfünfzig Euro geworden.

02:32:20: Ich nehme ein SV-Strauchtiebe.

02:32:25: Ja, ist dabei und weiter geht's.

02:32:32: Oh, zweitausend Euro.

02:32:34: Was nehmen Sie, Herr Remscheid?

02:32:36: Ein LW-Lumpenpack.

02:32:40: Ja, das kommt auch vor.

02:32:41: Wie soll es weitergehen?

02:32:42: Wollen Sie noch einmal drehen oder vielleicht ein Vokalkaufen?

02:32:45: Ich habe schon so grob eine Idee, was sein könnte, aber zur Sicherheit kaufe ich noch mal ein E. E wie elendige Abzocker.

02:32:56: Okay, ich möchte lösen.

02:32:59: Elsevier.