Mi379 - "Faule Elektronen"
Shownotes
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Inhalt 00:00:00 Intro 00:13:52 Unterstützer 00:15:52 Gebastelt 00:28:49 Kommentare 00:34:41 Thema 1: “The Walking Caterpillar” 00:59:25 Science Snack 01:11:52 Thema 2: “Jeder sagt das!” 01:47:33 Schwurbel der Woche 02:04:15 Hausmeisterei 02:05:37 Outro 02:06:38 Kommentar Gerrymandering 02:08:41 Kommentar Sevilla Statement
Methodisch inkorrekt Folge 379 vom 03.02.2026 direkt von der work-work balance der Wissenschaft. Mit mir heute wieder mein Gewerkschaftler "Reinhard Remfort" und ich bin der Leistungsträger der Wissenschaft: „Nicolas Wöhrl.“ Glück auf!
Einleitung & Privates
In der heutigen Folge diskutieren Nicolas und Reinhard über die richtige Einstellung zur Arbeit im Labor und strategische Verantwortung im Aufsichtsrat. Außerdem gibt es Updates zu:
- Nicolas hat seinen Urlaub gebucht.
- Reinhard berichtet über Bunq Spenden zum Jahreswechsel sowie die Nutzung von Onleihe und Calibre.
Thema 1: “The Walking Caterpillar”
Nicolas stellt eine Untersuchung vor, die im PNAS veröffentlicht wurde und sich mit der Fortbewegung von Raupen beschäftigt.
Science Snack: Die Doomsday Clock – wie nah stehen wir vor dem Weltuntergang? Infos dazu beim Bulletin of the Atomic Scientists.
Thema 2: “Jeder sagt das!”
Reinhard präsentiert ein Paper aus Science über gesellschaftliche Übereinkünfte und Kommunikation.
Schwurbel & Hausmeisterei
Schwurbel der Woche: Ein mysteriöses Produkt von Amazon. Um dem Schwurbel auf den Grund zu gehen, wurde zudem ein Messgerät bestellt, um in Zukunft fundierte Daten liefern zu können.
In der Hausmeisterei geht es unter anderem um Tipps zur Entrümpelung via AWO. Das Outro stammt aus Folge 109: “Besser unvorbereitet als gar nicht senden!”.
Zusätzlich gibt es Audiokommentare von Florian zu Gerrymandering in Deutschland sowie von Sebastian zum Zivilen Friedensdienst (ziviler-friedensdienst.org) und dem Sevilla Statement zu Gewalt (Wikipedia).
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Transkript anzeigen
00:00:01: Okay Nikolas, der ganze Aufnahmekrempel ist jetzt hier und angeschlossen.
00:00:05: Aber ich verstehe irgendwie immer noch nicht, warum wir die Aufnahme unbedingt hier im Labor machen müssen.
00:00:10: Ist doch schön hier.
00:00:12: Du hast es doch auch vermisst.
00:00:13: Und während wir aufnehmen, kannst du noch hier schon mal ein paar Proben für mich präparieren.
00:00:19: Ich?
00:00:20: Ich
00:00:20: arbeite hier doch nicht mal mehr.
00:00:22: Ja, aber die Skills hast du ja noch.
00:00:24: Schau mal hier.
00:00:25: Die reflektierte Mikrowellenleistung kannst du bei der Aufnahme auch im Auge behalten, oder?
00:00:29: Regulierst du bei Bedarf halt ein bisschen nach, wenn nötig.
00:00:33: Nix, gar nichts mache ich hier.
00:00:35: Ich war hier lange genug auf fünfzig Prozent Stellen prekär beschäftigt,
00:00:38: wenn ich Glück
00:00:39: hatte unter hundert Prozent Leistung gebracht.
00:00:42: Ich mach das nicht mehr.
00:00:44: Reinig!
00:00:45: Mit Work, Live Balance und vier Tage Woche können wir unsere Exzellenz nicht halten.
00:00:49: Wir brauchen wieder mehr Spass an Leistung.
00:00:52: Exzellenz, Exzellenz, welche Exzellenz.
00:00:54: Vielleicht bezahlt man die jungen Wissenschaftler in, dann ja auch mal besser.
00:00:58: Vielleicht schafft man ein System, in dem man gerne arbeitet.
00:01:01: Ah, Pappalapapp.
00:01:03: Diese Lifestyle Teilzeit können wir uns nicht mehr leisten.
00:01:06: Nach der Aufnahme reinigst du bitte noch die Anlage.
00:01:09: Der was?
00:01:10: Ich bin schon acht Stunden hier.
00:01:11: Ich darf gar nicht länger arbeiten im Labor.
00:01:14: Paragraf drei des Arbeitszeitgesetzes.
00:01:16: Abgeschafft.
00:01:19: Moment mal, Nikolas, warte mal.
00:01:21: Du arbeitest doch selbst gar nicht mehr richtig, oder?
00:01:24: Wie bitte?
00:01:26: Du sitzt doch um Aufsichtsrat der Mincorrect GmbH.
00:01:29: Und das doch noch alleine.
00:01:30: Also in deinem Büro, was machst du eigentlich den ganzen Tag?
00:01:33: Ist das Anwesenheit mit Meinungsoption?
00:01:36: Das ist strategische Verantwortung.
00:01:39: Aha, dann strategisiere ich mich jetzt mein Feierabend.
00:02:09: Von der Work-Work-Balance der Wissenschaft mit mir heute wieder, mein Gewerkschaftler Reiner Trämpfort.
00:02:14: Hier, wo selbst der Arbeitskampf Arbeit ist.
00:02:20: Was ist das denn?
00:02:23: Und ich bin der Leistungsträger der Wissenschaft, Nikolas Wörer.
00:02:26: Glück auf.
00:02:26: Ja.
00:02:30: Ist ja an sich kein Spaß, ne?
00:02:32: Nee, das stimmt ja.
00:02:33: Dieser
00:02:34: Teilzeit-Lifestyle.
00:02:35: Wahnsinn, ne?
00:02:36: Ja, immer schön.
00:02:37: immer schön drauf hauen auf die Arbeitnehmer.
00:02:40: Das ist wichtig.
00:02:41: Es ist eigentlich schade, dass man keine Arbeitnehmer nahe SPD so in der Regierung hat.
00:02:47: Das wäre jetzt eigentlich ganz schlecht.
00:02:49: Also, ich meine, wer könnte damit rechnen, wäre schon schön, wenn dem so wäre.
00:02:54: Aber naja.
00:02:58: Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, was ich daran alles kacke finde oder wie schlimm ich das finde.
00:03:03: Weil selbst wenn solche Leute dann kommen mit, ich arbeite auch immer über sechzig Stunden die Woche und so.
00:03:08: Den Leuten möchte ich mal sehr, sehr hart nahe legen.
00:03:11: Es ist ein Unterschied, ob man in der Woche sechzig Stunden arbeitet, weil man muss oder weil man möchte.
00:03:18: Ja und ich erlebe das einfach leider viel zu oft.
00:03:21: Also ich bin einfach in einem Alter, wo... Menschen, Kinder haben und gleichzeitig arbeiten und zwar, also Mann und Frau oder die beiden Partner in der Partnerschaft arbeiten, aber dennoch auch Kinder haben wollen.
00:03:40: und ich erlebe einfach tagtäglich nicht so sehr bei uns, weil wir haben das Großglück, dass wir noch Großeltern haben, also viele haben viele Großeltern und die können sich halt auch mal drum kümmern, wenn das mal nötig ist.
00:03:53: Aber ich sehe halt andere Kolleginnen und Kollegen, die Kinder haben, wo das wirklich ein Problem ist.
00:03:59: Das ist halt nicht so einfach, sagen wir mal, in Köln einen Kindergartenplatz zu bekommen oder in, weiß ich nicht, wo auch immer.
00:04:07: Oder
00:04:08: dann ist das Kind mal krank oder
00:04:10: irgendwas anderes.
00:04:11: Oder noch schlimmer die Kita ist zu wegen irgendwas.
00:04:15: Also weil da irgendeine Krankheit ist oder die Betreuerin, die Erzieherin, der jetzt hier krank sind.
00:04:21: Und das ist halt sofort ein Riesenproblem so.
00:04:24: Und das ist immer einfach dann zu sagen, ja jetzt habt doch mal wieder Spaß an Leistung.
00:04:30: Geht doch mal alle hundert Prozent arbeiten.
00:04:32: Ja, aber gleichzeitig noch eine Familie zu managen ist halt super schwierig.
00:04:36: Also.
00:04:37: Ich bin sehr froh, dass ich eine Frau hab, die auch Karriere macht und die auch voll arbeitet.
00:04:42: Aber da ist halt eine wahnsinnige Belastung, weil wir irgendwie dann noch versuchen müssen, diese Familie zu managen und halt auch Kinder zu betreuen bei Bedarf.
00:04:52: Ich weiß nicht, also schafft doch erst mal Bedingungen, wo Leute Bock und Möglichkeiten haben zu arbeiten, weil alles etwas flexibler ist, weil alles ... Weil du Betreuung kriegst, wenn du haben willst für die Kinder.
00:05:08: Also ich meine, die Uni versucht hat ja schon irgendwie Kindertagesstätten aufzubauen.
00:05:11: Zu wenig, zu kurz, weil natürlich kein Geld da ist.
00:05:14: Klar, da kann die Uni nichts für.
00:05:15: Da musst du halt Geld rein, ne?
00:05:17: Das der Kinder, das wär ja mal was.
00:05:18: Du bringst Kinder einfach mit zur Uni.
00:05:20: Aber schwierig.
00:05:21: Also gut, ihm geht es ja gar nicht um die Uni.
00:05:24: Da verbrennt ja nur Geld.
00:05:25: Der will
00:05:26: das grundlegende Narrativ dabei.
00:05:30: Und das ist das, was mich dabei am meisten ankotzt, dieses grundlegende Narrativ.
00:05:35: Jemand, der nicht vierzig Stunden die Woche arbeitet, arbeitet nicht hart.
00:05:39: Was ist das denn für ein Quatsch?
00:05:41: Du kannst auch wieder dieser Irrglaube, dieses Bescheuerte, nur weil du anwesend bist, heißt das ja nicht, dass du arbeitest oder hart arbeitest oder sonst was.
00:05:50: So jemand, der in Teilzeit arbeitet, kann genauso viel und hart arbeiten wie jemand, der in Vollzeit arbeitet.
00:05:55: Ja, insbesondere wenn du zu Hause noch Kinder hast.
00:06:00: Und da sind häufig halt immer noch die Frauen, die diese Mehrarbeit leisten.
00:06:05: Dann hören die, ja, arbeitet doch mal ein paar Stunden mehr und so, Teilzeit, ganz schwierig.
00:06:10: eigentlich gar nicht.
00:06:12: Und gleichzeitig fahren die nach...fünf, siebzig Prozent oder hundert Prozent nach Hause und müssen noch ein Haus managen und eine Familie.
00:06:21: Das ist der blank Corona eigentlich.
00:06:22: Und zwar unentgeltlich.
00:06:24: Ich hab das in meinem Umfeld zuletzt auch gesehen bei mehreren Freunden, die halt gerade Kinder haben und so.
00:06:30: Noch relativ jung.
00:06:31: Es ist nicht mal nur ein Problem, wenn das Kind krank ist oder so.
00:06:34: Richtig problematisch wird es, wenn der Partner krank wird.
00:06:37: Der gerade zu Hause ist und sich eigentlich um das Kind kümmern sollte, was dann im Zweifel... falls nicht geht.
00:06:43: Also, abgesehen davon, dass die Arbeitsstrukturen absolut unflexibel sind in vielen Unternehmen, leider immer noch die mangelnde Betreuung fehlt.
00:06:51: Und wie gesagt, am meisten kotzt mich dieses Narrativ an von irgendwelchen Leuten, die glauben, sie wären die Mittelschicht und anderen Leuten erzählen wollen, was denn hart arbeiten ist.
00:07:03: Also, wie gesagt, ich sehe einen ganz, ganz prekären, harten Unterschied zwischen jemandem, der vierzig Stunden oder länger, meinetwegen, sechszig Stunden die die Woche kloppt, weil er Karriere machen will, weil er Erfolg haben will, weil er reich sein will und jemandem, der vierzig Stunden die Woche kloppt, um über die Runden zu kommen.
00:07:22: Also das mag auf dem Papier mögen beide irgendwie die gleiche Zeit arbeiten oder so, aber allein im Mental ist das eine komplett andere Nummer, ob man muss oder ob man kann.
00:07:34: Und der der sechzigstunden Typ wird dann dem wird.
00:07:39: Zuhause dann auch noch der Rücken freigehalten oder der hat halt überhaupt gar keine Familie, der hat
00:07:43: von der Gesellschaft auf die Schulter geklopft, weil er so hart arbeitet.
00:07:47: Hat halt keine Betreuungsaufgaben, weder alte Leute noch junge.
00:07:51: Er ist also narrativ, ist ganz übel.
00:07:53: Also, da ich da jetzt wirklich seit einem Jahr höre, wie faul wir alle sind, finde ich wirklich.
00:07:57: Das
00:08:01: finde ich wirklich nicht gut.
00:08:02: Also.
00:08:03: Ich meine, wir können ja darüber diskutieren, wie wir die Wirtschaft wieder ankurbeln.
00:08:08: Da habe ich ja prinzipiell nichts gegen.
00:08:10: Aber ich finde das Worten ganz schwierig.
00:08:12: Ganz schwierig.
00:08:13: Ja,
00:08:14: finde ich auch.
00:08:16: Also auch wenn man sich irgendwie, also wenn man mit Politik durch, aber auch wenn man sich anguckt, dass diese Regierung in der, man merkt es nicht, aber die SPD ja mitbeteiligt ist.
00:08:27: Nach und nach, allein schon wieder diese Grenze des Sackbarn verschieben.
00:08:34: Arbeitnehmerrechte, für die lange hart gekämpft wurde, die einfach mal zur Diskussion zu stellen.
00:08:41: Teilzeit?
00:08:42: Nee, recht auf Teilzeit?
00:08:44: Nee, in Zukunft eher nicht mehr.
00:08:46: Überhaupt das zur Diskussion zu stellen, für dich eine Frechheit.
00:08:50: Das ist schon sehr, sehr hart.
00:08:53: Ihr könnt euch nicht aussuchen, wieviel ihr arbeiten wollt.
00:08:56: Ihr müsst eine Vollstelle nehmen, wenn das geht.
00:08:59: Also, was ist das denn?
00:09:00: Das ist ja Sklaverei, eigentlich.
00:09:02: Ich kann noch entscheiden, wieviel ihr arbeiten will.
00:09:06: Ja, naja.
00:09:08: Na gut.
00:09:09: Okay, bitte.
00:09:12: Weg von der Politik zur Wissenschaft.
00:09:14: Nein, zu anderem.
00:09:15: Wie ist es die Ergang in der letzten Woche?
00:09:17: Ach, ich weiß gar nicht, ich hab gar nicht so viel zu erzählen.
00:09:19: Das Einzige, was mich jetzt gefreut hat am Wochenende, haben wir so zwei große Urlaube endlich gebucht fürs nächste Jahr.
00:09:27: Und da ist mir mal wieder bewusst geworden, wie wichtig, da hatten wir ja mal diese Studie, wie wichtig die Vorfreude ist.
00:09:34: Das Metalle, ne?
00:09:35: So Wissen, dann und dann.
00:09:37: Genau,
00:09:37: ja.
00:09:37: Wir hatten bisher aus verschiedenen Gründen nix.
00:09:43: Also meine... Ja, also wir haben es nicht geschafft, irgendwas zu buchen aus verschiedenen Gründen.
00:09:49: Einwärtig gleich nennen.
00:09:51: Jetzt haben wir bei den Osterurlaub wieder ein Belgien gebucht.
00:09:54: Da freue ich mich schon sehr drauf.
00:09:55: Und den Sommerurlaub in Spanien.
00:09:57: Warum in Spanien?
00:09:59: Weil dort die Sonnenfinsternisse sein wird zur gleichen Zeit.
00:10:02: Also die totale Sonnenfinsternisse ist ja ein Ereignis, das man nicht ganz so häufig sieht.
00:10:07: Die Sonnenfinsternisse-Pazielle sind ja ein bisschen langweilig, sag ich mal.
00:10:13: Weil ich habe mich dabei gehabt, nicht mehr aus dem Witzer zu gucken, als der Mondfinsternis hatte.
00:10:19: Das war dann schon ein bisschen eichfaule von mir.
00:10:25: Langweilig gesehen.
00:10:27: Ach mein Gott, der Grand Canyon.
00:10:30: Hab ich im Video gesehen?
00:10:32: Nee,
00:10:32: aber totales Sonnenfinsternis ist ja wirklich ein Ding.
00:10:36: Das hab ich ja auch erst einmal in meinem Leben gesehen.
00:10:38: Da hat sie damals viel Glück vor die, der ist so, so fünf, zwanzig Jahre her oder so weiter.
00:10:43: Ist so viel.
00:10:43: War das nicht neun, neun, neun, neunzig?
00:10:45: Könnte
00:10:45: sein, ja.
00:10:46: Dann kommt das ganz gut hin mit fünf, zwanzig Jahren.
00:10:48: Da sind wir nach Süddeutschland gefahren, irgendwo nach Baden-Württemberg auf irgendein Gott verlassenen Acker.
00:10:54: Haben da Zelte aufgebaut und morgens war dann die Sonnenfinsternis oder... Ja, für uns fühlte es sich viel morgens an, weil ich fürchte, wir haben ein bisschen was Alkoholisches getrunken auf dieser Wiese und am nächsten Morgen standen wir dann da und das war ein super Erlebnis und wir hatten Glück, da waren Wolken, also viele waren da ja viele Wolken, aber da war für mich
00:11:13: zum Beispiel,
00:11:14: ja ätzend, da war eine Lücke und das war total Wahnsinn, also wirklich gut.
00:11:19: Naja und jetzt wollten wir dann in den, wollten wir ein Ferienhaus suchen in dem Bereich, wo die totale Sonnenfinsternis auch ist und dann haben wir ein bisschen geguckt.
00:11:28: läuft halt durch Spanien unter anderem.
00:11:31: Und dann war es schon sehr spannend zu sehen, der Markt an Ferienwohnungen, dass der eben genau um diesen Tag der Sonnenfinstern ist.
00:11:41: Ist das der zwölfte August, glaube ich, wenn ich mich jetzt nicht täusche, also da so in der Ecke.
00:11:47: Um den Tag, also zwei Tage vorher, zwei Tage nachher, war einfach alles weg so und du musst es ewig gucken, bis wir dann was gefunden haben.
00:11:55: Was jetzt nicht mitten im Kernschatten ist, muss man noch mal ein bisschen mit dem Auto fahren oder mit dem Zug, aber ist okay.
00:12:03: Dafür sind wir, glaube ich, in einer ganz guten Region in Spanien, auf dem Festland in der Nähe von Barcelona.
00:12:09: Und dann machen wir da drei Wochen Urlaub und nehmen so in der Mitte.
00:12:13: Die Sonnenfinsternis mit sicherlich wieder ganz toll wird, weil also in Spanien hat man ja die Hoffnung, dass das Wetter auch einigermaßen ist.
00:12:20: Das wäre natürlich jetzt der Knaller, wenn das Wetter an dem Talschreis ist.
00:12:23: Könnte sein, ich bin auch da.
00:12:27: Ja, der Festland von Spanien ist ja groß.
00:12:29: Sag mir noch mal, wo du bist und dann fahre ich auf.
00:12:31: In der
00:12:31: Nähe von Barcelona.
00:12:34: Barcelona
00:12:35: ist aber nicht im Kärtschad, da wirst du da noch mal ein bisschen ... Das
00:12:37: weiß ich, deshalb.
00:12:38: Von da aus fahren wir auch noch ein Stückchen.
00:12:40: Gut, dann fahre ich in die andere Richtung, so nach ... nach Nord.
00:12:45: Kannst
00:12:45: du mir nachher mal schicken, wie der Ort heißt, wo du bist?
00:12:48: Weil meine Frau hat auch schon was gebucht.
00:12:50: Aber ihr habt irgendwie ein Hotel, ne?
00:12:51: Und seid da irgendwie ... Ja, ich glaube,
00:12:56: wir wissen nicht so unglaublich lange da.
00:12:58: Ich glaube auch eine knappe Woche oder so.
00:13:00: Wir sind sogar noch nördlich von Barcelona, müssen ein paar Stunden fahren nochmal nach Süden.
00:13:06: Aber das war für uns, wie gesagt, die Auswahl war nicht so groß.
00:13:10: Wir fahren ja immer mit der erweiterten Familie und dann bist halt mit vielen Leuten unterwegs.
00:13:14: Da musst du gut gucken, dass du dann ein bezahlbares Ferienhaus findest, was deinen Ansprüchen genügt.
00:13:19: Also nicht, dass wir hohe Ansprüche hätten, aber ... Ich kann auch nicht mehr auf dem Sakrais schlafen.
00:13:29: Ja, auf dem Urlaub freue ich mich auch ein bisschen.
00:13:32: Also wie gesagt Sonnenfinsternis habe ich noch nicht so richtig mitbekommen, weil damals war halt in Essen bewölkt.
00:13:39: Da hat man nicht so viel davon gesehen.
00:13:42: Aber vielleicht diesmal.
00:13:45: Ja.
00:13:48: Ich wollte die Gelegenheit mal kurz nutzen, da wir jetzt schon wieder Februar haben, mich einmal in unser Beidarnamen ganz herzlich für die Leute, also bei den Leuten zu bedanken, die uns für das Gesamtprojekt Mincorrect hin und wieder ein paar Euro auf unser Konto werfen, unser Bunkkonto.
00:14:05: Das haben nämlich zum Jahreswechsel relativ viele getan und da waren auch ein paar Leute bei, die uns wirklich so ein Batzen-Jahresbeitrag.
00:14:14: ... überwiesen habe.
00:14:15: Ich möchte jetzt da nicht einzelne rauspicken, weil ich das unfair finde.
00:14:18: Ich würde mich gerne in Summe da mal wieder für bedanken, weil ... ... das erwähnen wir ja gar nicht mehr so oft und ... ... gerade zum Jahreswechsel ist es mir halt sehr aufgefallen, ... ... dass da doch noch viele von euch sind und an der Stelle ein großes Dankeschön.
00:14:34: Ja, das muss man wirklich sagen.
00:14:35: Also das ist eine tolle Geste, wenn ihr etwas unterstützt, ... ... was ihr ja eigentlich auch völlig umsonst haben könnt ... ... oder eben auch ... andere gute Argumente habt und anderweitig unterstützen zu können.
00:14:46: Da könnt ihr auch zur Tour kommen oder in unserem Empireshop was kaufen?
00:14:49: oder ihr sagt und das ist auch völlig legitim.
00:14:52: Ich ertrage euch mit Werbung da muss ich nichts mehr muss ich euch nichts mit nichts mehr zukommen lassen.
00:14:58: Völlig legitim aber dennoch auch Menschen gibt die sagen okay das Projekt macht mir so viel Spaß und ihr begleitet mich so lange da kann ich auch mal eine Gleichkeit hin überweisen.
00:15:07: ganz ganz toll also.
00:15:11: Das wissen wir wirklich sehr zu schätzen, dass viele hinter diesem Projekt stehen.
00:15:14: Also wir kriegen ja auch viele tolle Emails von euch.
00:15:17: Wir machen halt jetzt so lange, zwölf Jahre.
00:15:19: Man denkt schon mal manchmal, sagen wir, wiederholen wir uns eigentlich nur noch oder haben wir eigentlich noch diesen, diesen Esprit, dieses chaotische, der Anfangsjahre.
00:15:33: Sicherlich nicht, aber dadurch, dass ihr immer noch da seid, bestätigt uns, dass wir hier immer noch was produzieren, was irgendwie ein Wert hat, was uns allen Spaß macht und dann ist es einfach ganz, ganz toll.
00:15:42: Also danke für jeglicher Art der Unterstützung.
00:15:45: Ja, genau.
00:15:47: Abgesehen davon habe ich sonst nur noch eine, eine Kleinigkeit.
00:15:50: Ich habe, nein, zwei Kleinigkeiten.
00:15:52: Ich habe in der letzten Woche das Mental hinbekommen.
00:15:55: Wir haben mal irgendwie eine halbe Stunde zwischendurch.
00:15:58: ohne schlechtes Gewissen freizunehmen und habe ein bisschen gebastelt mal wieder.
00:16:02: Das mit dem Kindl hatte ich ja erzählt, dass ich dann USB-C-Port dran gebastelt habe.
00:16:06: Ist ja eigentlich wasserdicht da noch?
00:16:09: Nee, aber das war auch vorher auch nicht.
00:16:10: Der Kindl
00:16:11: ist wasserdicht eigentlich.
00:16:12: Also den kannst du in der Badewanne fallen lassen.
00:16:15: Kommt drauf an von wann, oder?
00:16:17: Wie von wann?
00:16:18: Also wie alt
00:16:18: er ist.
00:16:19: Ja, ja, wie alt er ist.
00:16:20: Also ich habe dir jetzt auseinandergebaut.
00:16:21: Ich habe jetzt keine Dichtglippen oder so gesehen.
00:16:26: Also mein Alter von vor, ja so alt ist der nicht, fünf Jahren vielleicht, der war schon wasserdicht jedenfalls.
00:16:33: Also so wasserdicht weiß jetzt nicht welcher Grad der Wasserdichtigkeit, aber
00:16:37: ja
00:16:38: auch Badewanne kann reinfallen.
00:16:41: Aber gut, das ist jetzt nach deinem Umbau, aber gut, du hast recht, vielleicht ist da einer auch älter und war nie wasserdicht, das kann natürlich sein.
00:16:47: Also
00:16:47: der der USB-C, der Micro USB-Port, den er unten dran hatte, der war definitiv nicht wasserdicht.
00:16:56: Oder ich hab's hart übersehen, aber ich hab da tatsächlich keinerlei Dichtung, gerade um den Port gesehen.
00:17:01: Also der Rest ist halt verklebt und so, aber um den Port, gerade da drum hab ich keine Dichtung gesehen.
00:17:07: Aber naja, benutz ich eh nicht nach Badewanne.
00:17:10: Was?
00:17:12: Wenn ich nach Badewanne sitze, lese ich meistens ein haptisches Buch tatsächlich.
00:17:16: Also
00:17:18: ein richtiges Buch.
00:17:18: Ich lese ja
00:17:19: gar keine haptischen Bücher mehr.
00:17:21: Ich lese ja nur noch.
00:17:24: Digital und natürlich nehme ich das Ding mit in die Badewanne.
00:17:28: Das mache ich gelinkt.
00:17:29: Ich habe ja noch, also ich habe, der Kindle ist ja relativ alt, wie gesagt.
00:17:33: Und ich habe irgendwann von meiner lieben Frau zum Geburtstag mal ein Tulino geschenkt bekommen.
00:17:39: Weil man auf dem Tulino im Gegensatz zum Kindle die On-Lie benutzen kann.
00:17:45: Das heißt, man kann Bücher aus der Stadtbibliothek ausleihen.
00:17:49: Was wir
00:17:50: sehr viel machen hier bei uns zu Hause.
00:17:52: Also wir haben auch ein Tulino und meine Frau und meine Tochter, die leihen sich sehr, sehr viel in der On-Lie aus.
00:17:58: Genau, das mache ich auch.
00:17:59: Das ist eine Sache, die ich neben der Bass-Lie erwähnen wollte.
00:18:03: Ich habe meinen Büchereiausweis verlängert, der lag rum und hab gedacht, eigentlich könntest du mal wieder hier unter einem Buch leihen, gehst mal zur Bibliothek, verlängerst den, habt den verlängert und da ist mir wieder bewusst geworden, was für ein unglaublich gutes Angebot die Stadtbibliothek ist.
00:18:17: Also zumindest in Essen, die, was die an Medien alleine haben.
00:18:24: Ganz ehrlich, das kostet irgendwie, ich weiß gar nicht, was der Jahresbeitrag war, zwölf Euro, zwanzig Euro, ich weiß es gerade nicht mehr, aber auf jeden Fall etwa unter dreißig Euro.
00:18:33: der Jahresbeitrag dafür und alleine, was du dir an Filmen ausleihen kannst, an Computerspielen, PS-Filmen, Verhör-Spiele, alles Mögliche und dann halt, was Bücher angeht, zusätzlich noch die On-Liehe, dass du halt online relativ viel leihen kannst.
00:18:51: Da bin ich ein bisschen nie, weil du kannst dann ein Buch leihen und maximal ein, zwanzig Tage, dann ist es weg.
00:18:58: Also da muss es wieder zurückgeben und solange kann es halt niemand anders leihen.
00:19:04: Beziehungsweise nur so viele Lizenzen wie die Bücherei hat.
00:19:07: Ich mache das dann häufig so, dass ich das Buch leihe und ich benutze um meine Bücher zu also meine Bücher die ich so habe auf dem Tulino oder jetzt auch auf dem Kind.
00:19:18: Um die zu verwalten benutze ich ein Programm das heißt Kalibre.
00:19:22: Das im Grunde so ein bisschen wie iTunes für Bücher.
00:19:25: Also kannst du deine Bücher mit verwalten und dann mit den Geräten synchronisieren.
00:19:29: Und weil mich das ein bisschen genervt hat mit diesen Ausleihen, habe ich mal geguckt, es gibt ein nettes Plug-in für Kalibre DDRM.
00:19:38: Das wird ja jetzt hier grau zu, oder?
00:19:40: Nee,
00:19:41: nee, also man sollte das natürlich nicht benutzen.
00:19:43: Ich möchte da verwahren, das sollte man auf gar keinen Fall nutzen, weil das entfernt nämlich in dem Moment, wo man Buch in Kalibre reinzieht, das DRM und damit läuft es nicht mehr ab.
00:19:54: Das ist mir ein zweimal aus versehen passiert ärgerlicherweise und das einzig gut daran ist man kann die bücher direkt wieder zurückgeben in der bibliothek dass sie jemand anders leihen kann.
00:20:07: Also.
00:20:09: Ich bin großer großer fan von der Stadtbibliothek an sich und möchte dafür an dieser Stelle nochmal Werbung machen.
00:20:16: wenn ihr gerne lest oder wenn ihr Kinder habt oder nicht neffen schenkt den doch mal ein Ausweis für die Stadtbibliothek.
00:20:23: Also bei Kindern ist das ganz großer Schatz, weil die Kinderbücher ziehst du ja auch wirklich durch wie sonst.
00:20:29: Du kannst ja gar nicht so viele Kinderbücher kaufen, wie wir gelesen haben.
00:20:33: Im Kinderbuch hast du da halt auch einem Arm durch.
00:20:37: Wenn du jeden Tag ein neues Buch kaufen willst, bist du ja arm und da ist die Stadtbücherei einfach super.
00:20:43: Ja, auch Hörspiele oder ältere Filme oder weiß ich nicht, PS-Fünf-Spiele, alles Mögliche.
00:20:49: Es gibt in Essen sogar eine Bibliothek der Dinge.
00:20:52: Wow, also der Ding ist gut.
00:20:55: Was kannst du ausleihen?
00:20:57: Von irgendwie John Leerbellen bis hin zu einem Laminiergerät.
00:21:00: Also
00:21:01: quer ruhig,
00:21:02: also wirklich alles Mögliche.
00:21:04: Eine Boombox oder jede Menge Kram, den man halt in dieser Bibliothek der Dinge leihen kann, auch Musikinstrumente, wenn man mal ein Musikinstrument ausprobieren möchte.
00:21:14: Also wirklich, ich hör da keinerlei Produktivität in der Tätigkeit da, ne?
00:21:19: Also Bildung brauchen wir sowieso nicht und Leute verschwenden da nur ihre Zeit.
00:21:24: Wofür brauchen wir das?
00:21:25: Kostet alles nur Geld?
00:21:26: Ja, ist
00:21:26: alles Quatsch, brauchen wir nicht.
00:21:28: Also das ist
00:21:28: Zeit, die da auch arbeiten verbringen könnt, das
00:21:31: finde ich.
00:21:32: Ja, ja, ja, das ist aber so.
00:21:34: Wenn ihr nicht Teilzeit arbeitet, hast ihr eh keine Chance zu in Öffnungszeiten hinzugehen.
00:21:38: Ich meine, wenn ihr so langweilig ist, dass ihr ein Buch lesen willst, dann kannst du auch arbeiten.
00:21:44: Ja, das stimmt.
00:21:46: Ja, wie gesagt, meine andere Freizeitbeschäftigung war noch ein bisschen basteln.
00:21:50: Ich habe von einem lieben Hörer einen defekten Receiver zugeschickt bekommen, also so ein hier Dolby's Rounding-Sea.
00:22:00: Ja, er sagte, funktioniert nicht mehr, er hat E-neuen und er weiß, ich habe Spaß am Basteln, wenn ich möchte, kann ich mir ihn angucken.
00:22:07: Er hat zwei kleine Probleme gehabt.
00:22:09: Problem Nummer eins konnte ich tatsächlich relativ schnell fixen, das Display hat nicht mehr funktioniert.
00:22:14: Wenn man einen auseinandergeschraubt hat und eine Frontplatine rausgebaut hat, einmal durchgemessen, da war halt so eine SMD-Sicherung durch, die tauscht man einmal aus und hat die Sache erledigt, dann ging das Display wieder, aber leider hat er danach immer noch nicht funktioniert.
00:22:28: sondern hat leider weder Bild noch Ton irgendwie durchgeleitet, aber ansonsten sieht es so aus, als würde er komplett funktionieren, aber es kommt halt nichts raus.
00:22:37: Ich habe eine Vermutung, woran es noch liegen könnte, aber da wird es jetzt kompliziert und überschreitet wahrscheinlich auch meine Reparaturkompetenzen bei Weitem, aber ich werde es trotzdem probieren, weil sonst lernt man es ja nicht.
00:22:51: Stimmt, ja.
00:22:52: Und den reparierst du jetzt für den Hörer oder für dich?
00:22:55: Nee, nee, ich repariere nie etwas für andere Leute.
00:22:58: Oder so gut wie nie, weil ich nicht weiß, ob ich das hinbekomme.
00:23:02: Und ich will keine, also genau, ich will die Verantwortung nicht haben und ich will auch nichts kaputt reparieren und so.
00:23:08: Aber ich mag es so, also wie gesagt, der hatte den Keller stehen und hat gefragt, ich schmeiß den weg oder willst du den haben?
00:23:13: Da hab ich gesagt, oh ja, gib mal her, ich hab keinen, probier ich mal.
00:23:16: Und das Display zu reparieren.
00:23:19: Wie gesagt, hat so ein Viertelstunde gedauert, war ein ganz cooles Erfolgserlebnis, hat auch echt Spaß gemacht.
00:23:23: Als der Rest dann nicht lief, natürlich so ein bisschen, mäh, aber ja, wird ein längeres Projekt.
00:23:31: Wie näherste dich denn der Frage, also Display geht nicht, wie näherste dich denn dann der Problemlösung?
00:23:37: Also dann guckst du dir von hinten die Elektronik an und als Allererstes
00:23:40: schmeißt du Google an.
00:23:42: Okay, das heißt, das ist so wie Vibe Coding, Vibe Repairing oder?
00:23:47: Nee, also Chitchi Pity oder sowas tatsächlich nicht, sondern wirklich mal in Foren oder so lesen.
00:23:54: Und da stellt sich raus von diesem Receiver so ein Denon A, nee, Denon X-thausend, einhundert irgendwas.
00:24:04: Da kommt es häufiger vor, dass halt das Display nicht mehr funktioniert.
00:24:08: Und das liegt daran, dass vorne da ist eine Sicherung auf dem Board und die brennt häufiger mal durch.
00:24:13: Die kommt man relativ leicht dran.
00:24:14: So eine kleine Standardsicherung.
00:24:16: Zwei Hundertfünfzig Volt, Null Komma einen Ampere.
00:24:19: Die kann man halt entweder das ganze Board ausbauen und halt auswechseln oder.
00:24:26: Man löte von hinten einfach eine neue dran, da muss man das Board nicht mehr ausbauen.
00:24:29: Aber sowas zu messen ist halt relativ leicht.
00:24:31: Du nimmst dir, also wenn du weißt, es ist ein Fehler, der häufiger auftaucht, du nimmst dir deinen Multimeter, machst Durchgangsprüfung, hältst es in die Sicherung und wenn es nicht piept, ist die durch.
00:24:40: Ja, ja, okay.
00:24:41: Also Sicherungen, klar, da auf die, der werde ich noch gekommen, die zu prüfen und dann wüsste ich auch, wie ich die prüfe.
00:24:46: Aber wenn du jetzt hast so, da ist so ein Display und da sind verschiedene Anschlüsse, die da dran geführt werden, dann weiß ich ja erst mal nicht, wo
00:24:54: Wo muss welches
00:24:55: Signal draufliegen?
00:24:58: Also das allererste, was man so immer machen kann, wenn es keinen Standardfehler oder so gibt, ist erst mal sich alles genau angucken.
00:25:06: Manchmal sieht man dann Sachen, die... So geplatzte
00:25:09: Kondensatoren oder so was.
00:25:10: Genau, Klassiker.
00:25:11: Ausgetrockneter oder geplatzter Kondensator.
00:25:14: Dann fängt man an, irgendwie bei so SMB-Bau teilen, die Kondensatoren und die Widerstände eventuell einmal zu messen.
00:25:22: Es geht ja auch relativ schnell um zu gucken, ob davon einer kaputt ist nach den Sicherungen.
00:25:27: Und jetzt... Also ich habe bei dem jetzt, wie gesagt, das Problem, der geht an.
00:25:31: Ich kann alle Menüs einstellen und so weiter, aber egal, was ich anschließt an den HDMI-Port zum Beispiel, es kommt kein Ton raus und es kommt auch kein Bild raus.
00:25:40: Egal was ich wo wie anschließe und dann guckst mal was ist denn das nächste in der Nähe des HDMI-Ports?
00:25:46: und dann siehst du, das ist ein Panasonic Chip, der die HDMI-Steuerung macht.
00:25:50: Also das ist Management und HDMI macht ja auch ganz viel mit Handshakes und so weiter.
00:25:55: Wenn da irgendwas nicht funktioniert, dann kann es halt auch gut sein, dass das Ding kein Ton rausgibt.
00:26:01: Weil halt keine Quelle angeschlossen ist, weil nichts erkannt wird und so weiter.
00:26:05: Das heißt, das was ich jetzt als nächstes probiere und da sind wir an der Grenze von dem was ich kann, diesen HDMI Chip auszulöten und den zu ersetzen, der kostet fünfzehn Euro.
00:26:16: Beim China Händler deines Vertrauens und dann muss halt mit so einer mit so einem Heißluft Lötkolben dran, den versuchen, möglichst schonend rauszuholen und den neuen dann da drauf zu machen.
00:26:26: Aber das ist alles so friedlich und klein.
00:26:30: mal gucken ob ich das schaffe und am ende werde ich sehen ob es funktioniert oder nicht.
00:26:33: wenn es nicht funktioniert.
00:26:35: Weiß ich daran liegt es nicht.
00:26:37: wenn ich es nicht hinkriege weiß ich bin zu doof dafür.
00:26:40: also ich bin technisch nicht in der Lage und sollte das mal ein bisschen üben.
00:26:44: So kleine lötzsachen aber prinzipiell macht so eine fehler suche dann ja auch irgendwie
00:26:48: ein
00:26:48: bisschen spaß.
00:26:50: also irgendwann irgendwann frustriert es auch wenn du den fehler nicht findest.
00:26:54: Aber so, ich, also ich hab mir jetzt auch vorgenommen so, komm ich investiere in Summe vielleicht so an Bauteilen und so, so dreißig Euro oder so, wenn ich es damit hinkriege, ist gut.
00:27:03: Wenn nicht, dann halt nicht.
00:27:04: Dann habe ich es halt nicht hinbekommen.
00:27:05: Hab aber nicht viel Geld ausgegeben und trotzdem ein bisschen Spaß dabei gehabt.
00:27:11: Ja, ich muss manchmal ja auf der Arbeit, also an der Uni ... kaputte Geräte reparieren.
00:27:16: Wir haben so eine Aufdampfanlage, die immer mal wieder zickt.
00:27:19: Und das kann an allen möglichen Sachen liegen.
00:27:22: Wenn ich gerade die Zeit habe, macht mir das auch Spaß.
00:27:24: Insbesondere wenn man da nicht alleine dran frickelt, sondern irgendwie mit zwei Mann, zwei Personen da dran sitzt.
00:27:31: Da macht es mir eigentlich Spaß, weil das ist ein bisschen wie Direktivspielen dann immer.
00:27:34: Du versuchst so Hinweise zusammenzubasteln und sagst, der zeigt hier den Fehler.
00:27:39: Da macht da nix.
00:27:40: Hier sind fünf Volt.
00:27:42: Das kann dann eigentlich, könnte das und das sein.
00:27:44: Und dann du näherst dich dem Fehler immer weiter.
00:27:48: Und wenn du die Zeit hast, macht man das eigentlich auch Spaß.
00:27:51: Und dabei sind die Fehler, die am schlimmsten aussehen, eigentlich immer die, die im Einfachsten zu lösen sind.
00:27:56: So was wie Display geht nicht.
00:27:57: Also zeigt nichts an, hat höchstwahrscheinlich keinen Strom.
00:28:02: Das kann man halt relativ leicht messen.
00:28:04: Also ob da Strom anliegt oder nicht.
00:28:06: Wenn Strom anliegt und es funktioniert immer noch nicht, dann ist halt kacke.
00:28:09: Aber meistens, also in neunzig Prozent der Fälle ist halt kein Strom da, weil irgendeine Sicherung oder irgendwas durch ist.
00:28:15: Und solche Fehler sehen immer schlimm aus.
00:28:18: Aber wenn etwas nicht angeht, ist es meistens einfacher zu reparieren, als wenn alles funktioniert, nur es tut eine Sache nicht.
00:28:26: Das ist meistens kacke.
00:28:27: Ja, das kann ich mir vorstellen.
00:28:30: Ja, aber ich fand schön, dass ich dazu irgendwie zumindest mal einen Tag ein bisschen Energie und Zeit gefunden habe, das zu machen.
00:28:37: Das hat mir Freude bereitet an der Stelle.
00:28:39: Sehr gut.
00:28:40: Alles, was ihr Freude macht, ist gut.
00:28:44: Und freut mich.
00:28:46: Wir haben Kommentare gekriegt zu deiner Entrümpelungsaktion.
00:28:49: Wie weit ist ihr eigentlich?
00:28:51: Die ist abgeschlossen.
00:28:52: Hast du gemacht?
00:28:53: Nee, ich habe mitorganisiert.
00:28:56: Also ich habe zum Teil... Ich bin einmal durch, hab das quasi im Keller so Sperrmüllschrott, Altpapier usw.
00:29:05: sortiert mit meiner lieben Frau knapp zwei Stunden, also so in Haufen gepackt und mit meinem Schwager usw.
00:29:13: noch abgestimmt.
00:29:14: Der hat einen Hänger, also einen Hänger für seinen Kombi und die haben das dann, also mein Bruder und mein Schwager haben das dann an einem Wochenende leer gemacht, nachdem das alles sortiert war, weil das auch nicht mehr so... ... dann am Ende so schlimm, weil ... ... da hast du halt ein paar Müllsäcke, die ihr halt wegfährst, ... ... dann hast du Sperrmüll, ... ... irgendwie Altmetall oder so, ... ... fährst du zum Wertstoffhof und dann geht's.
00:29:34: Also die Arbeit war eigentlich am Anfang einmal das Sortieren ... ... und dann nochmal vielleicht ... ... also zwei Stunden sortieren, ... ... zwei Stunden leer machen.
00:29:43: War am Ende okay und irgendwie auch machbar, ... ... auf keinen Fall siehmonat Euro.
00:29:47: Da hat sich übrigens ... ... irgendjemand ...
00:29:48: Findest du, da sind keine siehmonat Euro, ... ... weil du sagst ja selber, ... ... wenn einer selbstständig tätig ist, ne?
00:29:53: Ja.
00:29:54: Dann musst du ja eine gewisse Summe aufrufen.
00:29:57: Für zwei Hundert.
00:29:58: Das kannst du das ja nicht machen.
00:29:59: Das stimmt.
00:30:00: Das stimmt.
00:30:00: Für zwei Hundert nicht.
00:30:02: Ich hätte gesagt, also wenn das fünfhundert kostet, wäre das okay.
00:30:04: Und jetzt immer noch einen Stundenlohn von knapp hundert Euro.
00:30:07: Die Stunde sogar ein bisschen mehr.
00:30:08: Ja, wenn du alleine arbeitest.
00:30:10: Genau,
00:30:10: wenn du alleine arbeitest.
00:30:11: Ja, wenn du zweit arbeitest, wird es halt ein Ticken weniger.
00:30:14: Aber
00:30:15: was hast du gesagt, vier?
00:30:17: Ne, du hast, also du und deine Frau, ihr habt vier.
00:30:20: vier Stunden investiert.
00:30:22: Also
00:30:23: jeweils
00:30:23: zwei
00:30:24: mit jeweils zwei Leuten.
00:30:26: Also habt ihr acht Stunden?
00:30:28: Acht Mann Stunden investiert?
00:30:30: Also ja, acht Mann Stunden, wenn du das so möchtest.
00:30:32: Genau.
00:30:32: Dann bist du schon beim Stundenlohn von ... Sagen wir mal, fünfzig Euro wärst du bei vierhundert Euro, aber musst ja noch versteuern.
00:30:39: Das heißt, packst noch mal ein bisschen mehr drauf.
00:30:41: Dann kratzt aber langsam an siehundert, oder?
00:30:44: Und dann musst du die Entsorgung da fahren, noch berichten?
00:30:46: Ja, ja, das kann gut sein.
00:30:48: Aber das ist ja auch dann ein bisschen die Frage, ob du das halt beruflich machst oder ob du irgendwie das zwischendurch mal machst.
00:30:57: So wie wir das jetzt hatten, wo du irgendwie nicht weiß was kommt wohin, wo muss ich was entsorgen.
00:31:02: Das hat am meisten Zeit gedauert, das irgendwie zu sortieren zu gucken.
00:31:05: Also ja, also der Preispunkt von fünfhundert zu siebenhundert ist jetzt ja auch nicht so riesig, wenn man tatsächlich das kalkulieren muss, geschäftlich.
00:31:15: Aber siebenhundert Euro ist einfach zu viel dafür.
00:31:18: Also ich gönne den Leuten ja das Geld, aber das ist, also mir war es das nicht wert und ich finde siebenhundert Euro dafür deutlich zu teuer.
00:31:27: Okay, ich hatte erwartet, wenn du das selber gemacht hast, dann sagst, hätt ich mal die siebenhundert Euro bezahlt, aber die Tatsache dazu sagst, du hast das auch noch gemacht und waren siebenhundert Euro nicht wert, dann wird das schon so.
00:31:41: Also der Meinung bin ich immer noch, fünfhundert, finde ich okay, hätte ich gemacht, finde ich auch passend, aber siebenhundert ist einfach zu viel.
00:31:49: Wir haben noch irgendwie den Tipp gekriegt, hat man das irgendwie, dass die AWO wohl auch so was macht, hat das das gelesen?
00:31:57: Bist du noch da?
00:32:02: Hallo?
00:32:03: Ja, kleinen Moment.
00:32:04: Warte ein Moment.
00:32:08: Ich bin sehr gespannt, was jetzt passiert.
00:32:15: Entschuldige, ich musste einmal ganz kurz aufstehen und auf Stopp drücken.
00:32:17: Mein Dreidedrucker hat sich im Hintergrund selbst zerlegt.
00:32:20: Okay.
00:32:22: Das lasse ich aber drin, weil das war jetzt so ein Stopp-Moment.
00:32:26: Ja, macht das gehen.
00:32:26: Der klagt so, als würde einer mit einer Waffe vor dir stehen oder so.
00:32:32: Ne, mein Dreidedrucker, der etwas drucken sollte, hat sich im Hintergrund selbst zerlegt und zwar ... Aus irgendeinem Grund hat sich die Druckbethöhe verstellt und die zwei Schrauben haben sich unten gelöst und ja, irgendwer hat ja nichts mehr gemacht.
00:32:45: Okay.
00:32:47: Mein Gott, was ist denn aufreger?
00:32:49: Ja, tut mir Leid, Entschuldigung.
00:32:51: Aber du bist jetzt wieder, du hast ihn angehalten, oder?
00:32:54: Was ist jetzt passiert?
00:32:54: Ja, ich habe den jetzt, ich habe gerade auf Stopp gedrückt, habe ihn angehalten, weil der Print wird nichts mehr, den kann ich wegschmeißen.
00:33:00: Zum Glück ist es jetzt passiert und nicht nach zehn Stunden.
00:33:03: Aber ich bin ganz erstaunt, im Hintergrund lief der Druck halt, den habe ich gar nicht gehört.
00:33:07: Nee, der ist auch relativ, also was heißt leise, ich höre den schon, aber das Noise Gate macht den komplett raus.
00:33:13: Erstaunlich, also meiner ist, glaube ich, noch ein bit takken lauter.
00:33:18: Ich glaube, wir haben den gleichen.
00:33:21: Oder ich habe, oder meiner ist eine Generation später, aber ich habe den gleichen, glaube ich, wie du.
00:33:26: Also vielleicht wird der Noise Gate den auch rausnehmen, aber ich hätte gedacht, selbst wenn du dann sprichst, ich weiß nicht, wie weit ist der denn weg von dir?
00:33:33: Der ist so drei Meter.
00:33:36: Drei, vier Meter.
00:33:36: Ich hätte nicht gedacht,
00:33:37: krass.
00:33:37: Okay.
00:33:38: Ja, cool.
00:33:39: Ist natürlich nicht schlecht, wenn du parallel drucken kannst.
00:33:43: Jetzt nicht mehr, weil jetzt gerade, als ich, wie gesagt, zerlegt, war es mich ein bisschen ärgert.
00:33:49: Wir hatten noch den Kommentar bekommen, dass wo die AWO auch irgendwie Entrüpplung macht.
00:33:55: Hat es mitgekriegt oder gesehen?
00:33:58: Nee, habe ich nicht.
00:33:58: Nehmen wir so als Information her.
00:34:00: Man könnte ja für den ein oder anderen auch mal interessant sein.
00:34:05: Genau, wir haben noch zwei weitere Kommentare, Audio-Kommentare, die hängen wir gerne hinten dran.
00:34:11: Florian zu Gary Mandarin in Deutschland und Sebastian zu Zivilium, Zivilafriedensdienst und dem Ziviliasstatement zu Gewalt.
00:34:24: Hängen wir hinten dran, weil es ein bisschen lang sind.
00:34:26: Die Kommentare waren total interessant.
00:34:28: Also genau, die kommen später.
00:34:30: Danke für eure Teilnahme hier.
00:34:33: Freuen wir uns halt immer.
00:34:35: Ja, genau.
00:34:37: Gut, dann können wir eigentlich durchstarten, oder?
00:34:41: Ja, ich glaube auch Thema Nummer eins.
00:34:44: Letztmal hatte ich dieses... Penis-Thema, da wurde mir vorgeworfen, man würde beobachten, dass ich häufiger Penis-Themen habe,
00:34:52: im Gegensatz zu dir.
00:34:54: Ist mir bis dahin auch noch nicht
00:34:55: aufgefallen.
00:34:56: Da hab ich gedacht, was?
00:34:57: Hallo, ich hab einen ganzen Podcast, der sich nur
00:34:59: darum dreht.
00:35:01: Der Esser hätte uns verwechselt.
00:35:03: Ich würde jetzt nicht unbedingt behaupten, ich hätte eine Fixierung auf männliche Geschlechtsteile.
00:35:09: Tja.
00:35:10: So täuscht man sich, man hinterfragt sich.
00:35:13: Super netter Austausch.
00:35:15: Er hat eine E-Mail geschrieben, ich habe eine zurückgezogen.
00:35:17: Alles cool.
00:35:18: Aber ich finde das immer interessant, wenn Leute so eine Wahrnehmung haben und hinterfragt man sich seine eigene Wahrnehmung.
00:35:26: Ich hätte jetzt gedacht, so tendenziell ist mir über Geschlechtsteile sprechen, eher peinlich.
00:35:34: Deswegen würde ich sagen, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich da besonders häufig und gerne hier tue.
00:35:40: Aber
00:35:42: ich habe mich auch etwas gewundert.
00:35:44: Es hat sich auch, falls ich jetzt noch mal jemand aufregen möchte, über meine Ausführungen zu dieser Kellerentrümplung aufgeregt.
00:35:55: Dass ich ja links bis in die Haarspitzen, finde ich auch interessant.
00:36:01: Und mich dann über den Lohn von Leuten aufrege.
00:36:04: Men,
00:36:05: men, men.
00:36:06: Moment, das ist doch fast konsequent.
00:36:09: Also Kapitalismuskritik.
00:36:11: Ja genau,
00:36:11: das leh'n ich ab.
00:36:15: Du willst ja Tausgeschäfte machen, du.
00:36:17: Du reparierst ihn dafür, ein Receiver und dafür entrümpelt jeden Keller.
00:36:24: Ja.
00:36:24: Warum findest du die Formulierung links bis in die Haare, findest du lustig, weil du keine Haare mehr hast?
00:36:30: Nein, also erst mal finde ich es erstaunlich, dass links in diesem Sprach auch ein Schimpfwort offensichtlich war.
00:36:42: Etwas entlarvend.
00:36:43: Und
00:36:44: zweitens finde ich das ein bisschen flach.
00:36:49: Aber jeder, wir möchte.
00:36:56: Interessante frage also.
00:36:58: ich würde ich prinzipiell schon als links einschätzen aber du bist ja auch ein geschäftsmann.
00:37:07: Du fühlst ja unser minkorrekt geschäft so business du läuft du du kümmerst dich auch mit laufende business so ne.
00:37:13: also von daher würde ich schon sagen das auch ein geschäftsmann in gewisser Weise.
00:37:18: Ja auch
00:37:18: so.
00:37:19: also.
00:37:19: mir haben wir schon Leute vorgeworfen ich wäre rechts also.
00:37:25: Wie war das so, wenn man weiß, wer der Feind ist, hat der Tag Struktur
00:37:30: oder so.
00:37:33: Okay, Thema eins, ein eins unserer, ich weiß nicht, so häufig hatten wir noch nicht, aber wir hatten es immer mal wieder.
00:37:40: Und das ist sicherlich ein Thema, was uns sehr, sehr fasziniert.
00:37:43: The Walking Caterpillar, habe ich es genannt.
00:37:45: Wir haben ja eine gewisse Morbide-Faszination für Dystopien.
00:37:50: Und insbesondere, fand ich, fanden wir, glaube ich, auch die grundsätzliche Idee hinter The Last of Us gut.
00:37:58: Also dem Computerspiel, was später eine Serie geworden ist.
00:38:03: Also viele Dystopien thematisieren ja Viren zum Beispiel oder irgendeinen Chemieunfall oder biologischen Unfall oder so.
00:38:12: Und weil The Last of Us ist es... Ja, kein Virus oder keine ominöse Krankheit, die über Bisse übertragen wird, sondern es ist ein Pilz.
00:38:23: Und es ist ein Pilz, der das tut, was Pilze seit Millionen Jahren tun, nämlich Wirte übernehmen.
00:38:30: Und das hat wir ja auch schon ein paar Mal im Podcast.
00:38:32: Also im Spiel ist es oder in der Serie ist es ja so, dass diese Idee des Pilzes der Wirte übernimmt.
00:38:42: Ein bisschen weitergesponnen wird, weil sie da einen Pilz erdacht haben, der lernt, den Menschen zu übernehmen oder den Menschen zu benutzen.
00:38:53: Und ich glaube, im Spiel wird das nie so richtig thematisiert oder vertue ich mich da gerade.
00:39:00: Das könnte etwas sein, was ich erst so richtig in der Serie dann verstanden habe.
00:39:04: Da ist, glaube ich, eine Szene in der ersten Episode der ersten Staffel, wo dann erklärt wird.
00:39:12: Dass der, dass es jetzt einen Pilz gibt, der eben Menschen steuert, weil der Pilz sich angepasst hat an die Körpertemperatur des Menschen, weil daran scheitert sich.
00:39:23: Durch den
00:39:23: Klimawandel.
00:39:24: Genau, ja.
00:39:25: Wird das in der Serie im Spiel, habe ich das auch nicht wahrgenommen.
00:39:30: Und das ist dann ja irgendwie total... Also heute sagt man einen Pilz in unserem Organismus schwierig, der uns dann übernimmt, eben wegen dieser relativ hohen Körpertemperatur.
00:39:43: Ich glaube, es gibt ja trotzdem Pilze, die uns befallen, so auf der Haut oder so.
00:39:48: Ja, Fußpilz.
00:39:49: Genau, zum Beispiel.
00:39:51: Aber so komplett übernehmen ist er ausgeschlossen, aber man könnte sagen so die Evolution kennt ja keine Grenzen, die wird eigentlich nur gesteuert von Selektionsdruck.
00:40:00: Und wenn sich jetzt die Umweltbedingungen ändern würden und es wird wärmer, dann steigt natürlich dieser Selektionsdruck und die Pilze setzen sich durch, die auch mit höheren Temperaturen klarkommen.
00:40:10: Da ist dann zumindest die Idee in der Serie oder in dem Spiel.
00:40:15: Da gibt es dann auf einmal wegen dem Klimawandel Pilze, die eben auch die Menschen befallen.
00:40:20: Aber das ist natürlich absolute Fiktion jetzt, aber nicht völlig ausgedacht, denn es basiert natürlich aus der Beobachtung, dass es durchaus Viren, aber auch Pilze gibt, die als Verbreitung, als Vermehrungsstrategie haben, dass sie sich andere Lebenslebewesen... dass sie die übernehmen und dann eben, wenn sie so willst, so viele losen Sklaven machen und dann eben irgendwie ausnutzen, dass die sich so verhalten, wie es für den Pilz oder für den Virus vorteilhaft ist.
00:41:01: Und was dann passiert ist, einfach die die Opfer verändern an ihr Verhalten, so wie es der Parasit dann braucht.
00:41:11: Und da gibt es verschiedene Beispiele in der Biologie.
00:41:15: Ich glaube eines der beeindruckendsten fand ich immer, also ist immer so eine Sache so Insekten.
00:41:21: okay, das gibt es ja auch.
00:41:24: Wir hatten, glaube ich mal, die Armeisen, die irgendwie befallen werden von so einem Pilz.
00:41:28: Genau, und dann irgendwie Richtung Sonne oder so, was eigentlich nicht ihre Natur
00:41:33: ist.
00:41:33: Genau, die gehen halt hoch auf irgendwelche Blätter.
00:41:36: Und beißen dann, krallen sich dann da sogar noch fest, dass die da oben bleiben und werden dann da weggefressen.
00:41:43: Und da ist ja irgendwie schon ganz krass.
00:41:44: Aber dann könnte man sagen so, na ja gut.
00:41:46: Also Ameisen ist eins, weil ich dann schon irgendwie so den nächsten Schritt fand, war diese Nummer mit den Mäusen, die ihre Angst vor Katzen verliert,
00:41:58: weil
00:41:58: sie den Toxoplasmose-Erreger haben.
00:42:02: Also Toxoplasmose wird... Erzeugt durch irgendeinem Erreger, Toxoplasmagondi, so ein einzelliger Parasit.
00:42:13: Und der hatten Lebenszyklus.
00:42:17: Der Entwirt ist die Katze.
00:42:18: Also er muss in die Katze rein und nur dort kann er sich vermehren.
00:42:22: Das Problem ist aber, er infiziert, also dieser Parasit infiziert häufig erst mal zwischen Werte wie Mäuse oder Ratten.
00:42:32: Und dann hat die Natur jetzt die Strategie entwickelt, dass diese infizierten Mäuse durch diesen Erreger ihre Angst vor Katzen verlieren.
00:42:42: Normalerweise haben diese Mäuse, also reagieren sensibel auf Katzenurinen und wenn sie Katzenurinen riechen, dann hauen sie ab.
00:42:54: Fluchtverhalten, was ja sehr, sehr sinnvoll ist, weil da wo Katzenurin ist, ist wahrscheinlich in der Nähe auch eine Katze.
00:43:00: Eine Katze, ja, kann ich bestätigen.
00:43:06: Bei Toxoplasma-infizierten Mäusen passiert aber der Gegenteil, die zeigende Neugier für Katzenurin halten sich dort auf.
00:43:19: und erhöhen damit natürlich massiv die Wahrscheinlichkeit auch von der Katze gefunden und gefressen zu werden.
00:43:25: Und damit ist dieser, wenn du so willst, Erlebenszyklus dieses Parasiten dann abgeschlossen, er ist wieder in einer Katze, um entwirt und kann sich da vermehren.
00:43:37: Der Parasit tötet die Maus nicht direkt, sondern ändert die Signalwege im Gehirn.
00:43:46: unter anderem wohl mit einem Dopaminstoffwechsel, der da irgendwie eingreift, manipuliert die Angstreaktion und die Maus verhält sich, also in Anführungsstrichen normal, kann sich noch bewegen, aber ihr Verhalten ändert sich und dient dann den Parasiten und wird dann halt gefressen.
00:44:04: Und das finde ich halt schon irgendwie völlig irre eigentlich.
00:44:08: Ja,
00:44:09: auf jeden Fall.
00:44:10: Man kann
00:44:10: sich irgendwie wieder vorstellen, dass die Evolution halt halt ja viel Zeit die Evolution.
00:44:15: Und dann stellt es halt fest, okay, wenn so ein Parasit im Körper den Schalter drückt, dann werden so häufiger gefressen, dass das natürlich ein evolutionärer Vorteil ist, kann man sich schon vorstellen.
00:44:29: Aber trotzdem absolut irre natürlich.
00:44:31: Ja, auf jeden Fall.
00:44:32: Man fragt sich dann, wenn du dich dann so umguckst.
00:44:37: Dann gibt es ja noch andere Beispiele.
00:44:39: Also, Ameisen hatten wir schon Spinnen, die auch irgendwie fremdgesteuert sind dann über Pilze.
00:44:44: Fragt man sich ja, verhalten wir Menschen uns eigentlich noch so, wie es mal ursprünglich gedacht war?
00:44:50: Oder sind wir auch schon...
00:44:50: Oder sind wir schon
00:44:52: voll irgendein Bakterium?
00:44:53: Also, wenn man jetzt so gerade in die Welt guckt, denkt man, das können wir alles nicht normal sein, oder?
00:44:58: Da werden wir doch irgendwie schon längst versklavt.
00:45:02: Genau, apropos Sklavung.
00:45:05: Hier gibt es einen neuen Fall von dieser Fremdsteuerung durch Neuroparasiten.
00:45:11: Das haben Forscher von der Landwirtschaftsuniversität Chinas in Peking untersucht.
00:45:19: Und die haben sich einen Virus angeguckt, ein Bakulovirus, der Raupen befällt.
00:45:32: Raupen verschiedener Schmetterlinge, darunter die Baumwoll-Eule.
00:45:38: Die wird davon befallen.
00:45:42: Wie werden die Raupen befallen oder wie stecken die sich überhaupt an?
00:45:45: Der Virus wird wohl einfach über die Luft übertragen, breitet sich dann über die Trachäen, also diese Luftleitungsröhren in den Insekten aus.
00:45:57: brauchen zum Atmen, also Insekten haben ja keine Lungen oder so, sondern die haben diese Luftleitungsröhren und da dringen diese Viren ein, einfach über die Atmung, über die Luft.
00:46:07: Und dann verändern diese Raupen ihr Verhalten, wieder so ähnlich wie bei den Ameisen, über die wir gerade gesprochen haben, die Klettern nämlich auch der Sonne entgegen, nämlich zu hoch gelegenen Positionen von Pflanzen.
00:46:24: Und dieses Verhalten kennt man auch schon relativ lange, nennt man im deutschen Wipfelkrankheit.
00:46:31: In dem Paper im Englischen wird das wohl Treetop-Disease genannt.
00:46:36: Also da verhalten das die nach oben Klettern auf Pflanzen, wo sie natürlich normalerweise nicht hingehen würden, weil sie völlig ungeschützt sind.
00:46:45: Da will ja keine Raupen sein.
00:46:49: Genau, zusätzlich sind die auch noch hyperaktiv, also sie bewegen sich einfach viel mehr, legen viel größere Strecken als normal zurück.
00:47:00: Also das hat man schon lange beobachtet und man wusste auch schon, dass es diese Viren sind, dieser Virenbefall, der dazu führt.
00:47:08: Aber was man noch nicht wusste ist, wie funktioniert das eigentlich mit den Viren?
00:47:12: Was machen die eigentlich in ihrem Opfer?
00:47:16: Und was passiert in der Raupel, im Organismus der Raupel?
00:47:20: Das war völlig unerklärt.
00:47:21: Und das haben die sich jetzt mal angeguckt.
00:47:23: Die Forscher haben dann ein Paper rausgebracht.
00:47:25: Baculoviruses hijack host mit gut derived tachy kinine to regulate phototactic climbing behavior and promote viral transmission.
00:47:36: Anzutitteln.
00:47:37: Ja.
00:47:37: Ja.
00:47:37: Ja.
00:47:37: Ja.
00:47:37: Ja.
00:47:37: Ja.
00:47:38: Ja.
00:47:38: Ja.
00:47:38: Ja.
00:47:38: Ja.
00:47:38: Ja.
00:47:38: Ja.
00:47:38: Ja.
00:47:38: Ja.
00:47:39: Ja.
00:47:39: Ja.
00:47:39: Ja.
00:47:39: Ja.
00:47:39: Ja.
00:47:39: Ja.
00:47:39: Ja.
00:47:39: Ja.
00:47:39: Ja.
00:47:39: Ja.
00:47:39: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:40: Ja.
00:47:41: Ja.
00:47:41: Ja.
00:47:42: Ja.
00:47:42: Ja.
00:47:43: Ja.
00:47:43: Ja.
00:47:43: Ja.
00:47:43: Ja.
00:47:45: Ja.
00:47:45: Ja.
00:47:45: Ja.
00:47:45: Ja.
00:47:45: Ja.
00:47:45: Ja.
00:47:45: Ja.
00:47:45: Ja.
00:47:45: Ja.
00:47:46: Ja.
00:47:46: Ja.
00:47:46: Ja.
00:47:46: Ja.
00:47:46: Ja.
00:47:46: Ja.
00:47:46: Ja.
00:47:47: Ja.
00:47:47: Ja.
00:47:47: Ja.
00:47:47: Ja.
00:47:47: Ja.
00:47:47: Ja.
00:47:47: Ja.
00:47:47: Ja.
00:47:48: Ja.
00:47:48: Die haben sich ja als erstes angeguckt, welchen Effekt denn eigentlich diese Wepfelkrankheit für die Raupenpopulation hat, wenn man so will.
00:47:58: Die haben nämlich gesunde Baumwoll-Eulen-Raupen in Testpflanzen gesetzt, entweder unterhalb oder oberhalb der infizierten Artgenossen.
00:48:10: Und haben gleichzeitig dann auch noch, also haben sich dann angeguckt, wer steckt sich mehr an, die die drüber sitzen, die die druntersetzen sitzen.
00:48:18: Und dann haben sie sich auch noch angeguckt, wie die Virenbelastung in der Luft ist.
00:48:22: Das haben sie unter anderem auch mit einer künstlichen Virenquelle überprüft.
00:48:26: Und da haben dann festgestellt, ich sage mal so, mäßig überraschend, dass die Freisetzung von Viren aus höheren Positionen dazu führt, dass die Reichweite der Infektion höher ist und dass mehr Raupen sterben durch diesen Befall.
00:48:47: Also wenn die infizierten Raupen höher sitzen, dann werden mehr Raupenbefallen, die tiefer sitzen und auch Raupenfallen, die weiter weg sind.
00:48:58: Find ich jetzt nicht so überraschend, denn man kann sich ja überlegen, was passiert da eigentlich.
00:49:02: Die infizierte Raubbe klettert nach oben, sitzt oben, stirbt.
00:49:07: Dann löst sich der Körper auf und dann werden Viruspartikel freigesetzt.
00:49:11: Genau tausende Millionen Viruspartikel regnen runter.
00:49:14: Apropos Regen, das hilft natürlich auch noch.
00:49:16: Wenn es dann von oben regnet, dann werden diese Viruspartikel auch nach unten gespült und infizieren auch noch die Rauben, die da drunter auf Blättern sitzen.
00:49:25: Also wieder ein Vorteil.
00:49:27: Je höher du sitzt, desto besser, wenn er irgendwo unten ... in der Erde sitzt, dann passiert halt nicht mehr viel.
00:49:34: Also, mit anderen Worten kann man schon irgendwie verstehen, dass sich das evolutionell durchgesetzt hat, dass die nach oben klettern und sich dann dieser Virus besser verbreiten kann.
00:49:47: Ja, auch noch die Beobachtung hatte ich aber gerade schon gesagt.
00:49:51: Hyperaktivität laufen einfach mehr durch die Gegend, kommen mit mehr Artgenossen in Verbindung oder in Kontakt und stecken die dann an.
00:50:01: natürlich auch irgendwie vorteilhaft, wenn die etwas mehr unterwegs sind.
00:50:05: So, also da würde ich jetzt sagen, okay, das ist jetzt noch nicht so ganz überraschend, aber weil ich ganz spannend fand, dass sie das so auf die Organismus-Ebene danach unterbrechen konnte zu sagen, was macht der Virus jetzt eigentlich in dem Körper?
00:50:19: Also warum klettern die Raupen nach oben?
00:50:23: Also was ist der Mechanismus?
00:50:26: Wenn ich jetzt den Grippe-Virus in mir hab, fange ich ja nicht an aufs Dach zu klettern.
00:50:33: Irgendwas muss da ja passieren.
00:50:36: Und das haben sie versucht herauszufinden mit floristierenden Biomarkern.
00:50:41: Sie konnten sich dann eben angucken, wie sind so die Signalwege oder die Wege der Viren beispielsweise im Körper der Raupen?
00:50:49: Und da haben sie sich als erstes mal angeguckt, wo geht der Virus dann eigentlich hin?
00:50:53: Und dann haben sie festgestellt, ich habe ja gerade gesagt, durch dieses Atemorgan erstmal prinzipiell in den Körper, in den Raupenkörper.
00:51:01: Und dann geht das Virus in den Mitteldarm der Raupen und dringt dort in die Darmwand ein.
00:51:10: Und jetzt wird es spannend, weil da bleibt das Virus eigentlich.
00:51:14: Also ist jetzt nicht so, dass der Virus irgendwie so in die Steuerzentrale der Raupen geht, sondern bleibt in der Darmwand.
00:51:21: Aber dort in der Darmwand bringen das Virus die Darmzellen dazu, ein Neuropeptid freizusetzen.
00:51:31: Tachikinin, das war es auch im Titelstand.
00:51:34: Und dieser Botenstoff gelangt dann in die Hämolümpfe.
00:51:39: der Raupen, das ist die Körperflüssigkeit von Insekten.
00:51:42: Also wenn er so will, das, was bei uns das Blut ist, aber funktional anders.
00:51:46: Also da wird kein Sauerstoff oder so transportiert.
00:51:50: Also der Glibber, der da so drin ist, würde ich sagen.
00:51:53: Und
00:51:53: über dieses Himolü, über dieses Glibberzeug da, Hemolümpfe, gelangt dieser Botenstoff, dieses Neuropeptid
00:52:07: in
00:52:07: das Gehirn der Raupen.
00:52:10: Das haben sie auch wieder mit Fluorescence Markierung gesehen.
00:52:14: Und dort wirken, also im Gehirn angekommen, verändern dann das Tachikinin bestimmte neuronale Prozesse und beeinflussen dann das Verhalten der Raupen, werden eben hyperaktiv und streben dem Licht entgegen.
00:52:30: Dann konnten sie dann auch nachprüfen, indem sie den Raupen künstlich Tachikinin.
00:52:35: verabreicht haben um zu gucken wie ist dann das verhalten?
00:52:38: und es hat gleiche passiert.
00:52:39: die sind auch schneller rum gerannt und wollten auch zum licht also haben sie quasi wirklich den diesen signalweg oder die.
00:52:51: Ja, das, was eigentlich im Körper passiert.
00:52:54: Warum verhält sich diese Raupel dann auf einmal anders?
00:52:57: Wie kann der Virus das erzeugen?
00:53:00: Haben Sie sehr, sehr schön in diesem Modellorganismus Schritt für Schritt dargestellt, was da passiert?
00:53:07: Dass es eben der Virus nicht direkt ist, sondern dass er selbst noch mal dieses Neuropeptid einsetzt, was im Körper gebildet wird, was dann eigentlich die Verhaltensänderungen bewirkt.
00:53:18: Biologie ist schon wirklich faszinierend.
00:53:23: In diesem Fall denke ich auch wieder, mein Gott, wir sind nur so chemische Labore.
00:53:30: Wenn irgendetwas in unserem Körper anders produziert wird, dann werden wir halt krank oder ändern unser Verhalten.
00:53:36: Sind fröhlicher, sind trauriger, das ist schon abgefahren.
00:53:40: Wir sind
00:53:41: am Ende nur Maschinen.
00:53:43: Du schmeißt oben ein bisschen anderen Cocktail rein und dann verhalten wir uns halt anders.
00:53:47: Sind wir aggressiver oder liebevoller?
00:53:51: Ist schon irgendwie so ein bisschen gruselig, weil du dich dann fragst, was ist eigentlich meine Persönlichkeit?
00:53:56: Was ist denn, wie war das nochmal hier mit freiem Willen und so?
00:54:00: Ja, genau, ja.
00:54:02: Schon einmal ein bisschen zu viel Drogen reingeworfen und bis dann noch Mensch, ne?
00:54:07: Ja,
00:54:08: genau.
00:54:11: Genau, ja, das war ... Das war das Paper, dass wir das so gezeigt haben, wie da so eine Kontrolle übernommen wird.
00:54:17: Und ja, habe ich so noch nie gesehen, wie diese Dynamik der der Übernahme eines Organismus in diesem Fall funktioniert.
00:54:27: Das sagt natürlich nichts über andere Beispiele, die wir heute genannt haben.
00:54:31: Aber hier fand ich es ganz spannend.
00:54:33: Ich finde die Varianten, dass es überhaupt möglich ist, immer wieder gruselig.
00:54:40: Also in jeglicher Form.
00:54:42: Ja, ist wirklich echt krass.
00:54:44: Ja.
00:54:45: Das ja auch, wenn man irgendwie, weiß ich nicht, so die Funktion von Drogen sich anguckt, ne.
00:54:54: Also ich hab ja demnächst wieder eine OP vor mir.
00:54:57: Und ich habe, ich weiß gar nicht, wie alt ich war, als ich meine erste Vollnerkose bekommen hab.
00:55:03: Da müsste ich... Ich überleg gerade, ich glaube, Ende dreißig, Anfang vierzig gewesen sein.
00:55:10: Das ist das erste Mal beim, ja, bei einer Darmspiegelung tatsächlich.
00:55:14: Also bei der Darmkrebsvorsorge.
00:55:16: Da hab ich das erste Mal und das war ja nicht mal eine richtige Tiefe, sondern das ist so Propofol zum Weg der Mann während der Darmspiegelung.
00:55:23: Und dann halt die erste richtige Narkose, dann halt bei der Hüft, also bei dem Bruch bei der Hüft OP.
00:55:29: Und beide Male ist mir wieder bewusst geworden.
00:55:34: Du kannst wollen, also eine Wille am Arsch.
00:55:37: Wenn man die entsprechenden Chemikalien in deine Blutbahn kippt, dann machst du gar nix.
00:55:44: Ja, das stimmt.
00:55:45: Ich hatte, als ich Blinter war, hatte ich noch mal Blinter einen Durchbruch.
00:55:49: Da mussten sie relativ schnell handeln und mich dann auch, ich weiß nicht, haben sie mir irgendeine Narkose gegeben.
00:55:58: Ich weiß aber gar nicht mehr, ob das über Maske war oder Spritze.
00:56:01: Ich weiß nicht mehr.
00:56:02: Und dann, da sagte der Narkusearzt auch irgendwie so was, zählen sie mal runter von zehn.
00:56:08: Und dann wollte ich schon so sagen, hey, aber fangt bitte nicht bei Nudel sofort an zu schneiden.
00:56:12: Wartet, bis ich wirklich weg bin.
00:56:14: Und dann hab ich angefangen zu zählen und ich hab wahrscheinlich nicht mal drei geschafft.
00:56:17: Also nicht mal drei Zahlen geschafft.
00:56:20: Weil du so krass schnell weg warst.
00:56:22: Also das ist wirklich ... Ist schon krass.
00:56:25: Ich wurde da als Kind einmal operiert.
00:56:27: Ich hatte hohen Hochstand.
00:56:29: Jetzt kriege ich wieder E-Mails.
00:56:31: Daher kommt das mit dieser Fixierung.
00:56:36: Da erinnere ich mich sehr, sehr lebhaft, dass ich nach der vollen Akkuse aufgewacht bin in so einem Aufwachzimmer und völlig weggeblasen noch war.
00:56:45: Ich sag jetzt mal so, wo man den Kopf und so ein pelzigen Geschmack auferzungen.
00:56:50: Heute denke ich, das war, glaube ich, der erste Kater meines Lebens irgendwie so.
00:56:56: Das ist so richtig.
00:56:56: die Nachwirkung hat es von dem Zeug.
00:57:01: Wie gesagt, bei mir war es die Darmspiegelung.
00:57:03: Und bis dahin hatte ich nie, also fand das faszinierend, aber auch gruselig.
00:57:08: Und ich finde das immer noch gruselig.
00:57:10: Ich hab manchmal, kommst du in so Situationen, wo Leute dich so fragen, was ist die tollste Erfindung, die ich je gab?
00:57:17: Und in der Zeit lang hab ich tatsächlich immer Narkose mitgebracht, weil ich einfach wahnsinnig... Ja, ja, also da bin ich immer noch mit dabei, ja.
00:57:29: Das hat eine der wichtigsten Sachen ist.
00:57:31: Also wenn ihr so vorstellt, wieder auf ein... Also vor ein paar Hundert Jahren schon die kleinsten Sachen, also ich habe... Also die Vorstellung, beim Zahnarzt ein Zahn rausgepallert zu kriegen, ohne Narkose ist ja schon schrecklich.
00:57:45: Oder hier Wilder Westen, eine halbe Pulle.
00:57:49: Ja, ja,
00:57:49: okay, in dem Fall ja.
00:57:51: Aber so Wilder Westen, so eine halbe Pulle-Wiske gesoffen, ohne Christian Arm abgeschnitten.
00:57:57: Ja, ich glaube auch, dass eine der größten Errungenschaften der modernen Medizin sind, ist die Narkose.
00:58:08: Ganz kurz nochmal hier zurück zur Raupel, weil das ist noch so eine Überlegung, die in dem Paper tatsächlich steht.
00:58:15: Wie gesagt, chinesische Gruppe, aber wahrscheinlich hätte auch jeder andere geschrieben.
00:58:20: Sie erwähnen noch, dass das natürlich möglicherweise eine neue Strategie der Schädlingsbekämpfung sein können.
00:58:25: Also wenn ihr jetzt weiß, du spritzt da dieses Neuropeptid aufs Feld und dann laufen die... Ich glaube, die haben sogar geschrieben, die wollen nicht den Neuropeptiter drauf werfen.
00:58:40: Aber diese Bakuloviren, von denen das ausgeht, die sind wohl sehr artspezifisch.
00:58:45: Also, wenn du die ausbreiten würdest,
00:58:46: noch.
00:58:47: Genau.
00:58:52: Die Idee ist dann, die gehen ja eh nur auf diese Wolleule da, dann passt das.
00:58:56: Und dann lässt sie die nach oben laufen und dann werden die weggeschnappt oder werden, sind halt irgendwann alle tot.
00:59:03: Ich habe auch gedacht, Weiß ich jetzt nicht, ob das so eine gute Idee ist.
00:59:07: Ja, und es ist, glaube ich, nie eine gute Idee in ein Ökosystem einzugreifen, also an einer Schraube zu drehen.
00:59:14: Ich weiß nicht, ob man alles auf dem Schirm hat, was das so nach sich zieht.
00:59:19: Ja, ja, das... Eigentlich eine sehr schöne Überleitung.
00:59:23: Ich nutze die mal gerade.
00:59:25: Ich hatte, ich weiß nicht, so ein klassischer Science-Snack, aber ich wollte das mal erwähnen, weil ich da in dieser Woche drüber... gestolpert bin.
00:59:34: Die Nachricht ging so ein bisschen rum.
00:59:36: Und ich hab da ein bisschen dazu gelesen und fand das eigentlich ganz interessant.
00:59:40: Du kennst die Doomsday Clock, ne?
00:59:42: Natürlich.
00:59:43: Die Welt.
00:59:43: Die hat ihre Hochzeit im Kalten Krieg, oder?
00:59:47: Würde ich sagen, also zumindest die Idee stammt so Ende des Zweiten Weltkriegs und dann war, glaube ich, so genau die Idee die Gefahr des... oder die globale Bedrohungslage der Menschheit, während des kalten Krieges abzubilden oder zu veranschaulichen.
01:00:06: Die ist nämlich keine klassische Uhr, die eine Uhrzeit anzeigt, sondern ist eher so ein Sinnbild.
01:00:11: Für die Frage, wie nah sind wir eigentlich an der selbstverschuldeten Katastrophe, also an Mitternacht, denn das ist der Punkt, der auf dieser Uhr angezeigt wird.
01:00:21: Wir gucken uns immer an, wie weit ist der Minutenzeiger noch von Mitternacht weg.
01:00:26: Man stellt sich dann vor, so Mitternacht ist der Punkt der globalen Zerstörung.
01:00:31: Was ich gerade schon gesagt hast, die Doomsday-Clock wurde in den ersten Jahren des Atomzeitalters erfunden.
01:00:40: Und natürlich basierend auf diesen Schrecken von Hiroshima und Nagasaki, wo den Menschen klar wurde, wir haben jetzt die Technologien, uns selber auszulöschen.
01:00:51: Dann kannst du dir natürlich überlegen, gut.
01:00:54: Wie weit sind wir denn davon entfernt, das zu tun?
01:01:00: Ist ja auch irgendwie interessant.
01:01:02: Davor eigentlich kein, vielleicht ist keine Möglichkeit,
01:01:05: alles
01:01:05: auszulöschen so, ne?
01:01:07: Ja, also das Bewusstsein, dass man jetzt die Technik hat, um die gesamte Menschheit auszurotten, wenn man es drauf anlegt.
01:01:15: Wird man auch jetzt gerade so klar, ist interessant, ne?
01:01:18: Da hatte so... Sag mal, du hast so global nichts passieren.
01:01:27: Klar, gab ja auch genug Kriege.
01:01:29: War schon klar, dass eine Bedrohungslage auch da sein konnte.
01:01:32: Aber du wusstest, du bist nicht in der nächsten Stunde platt.
01:01:35: Aber da war Krieg ja auch noch ein anderer.
01:01:37: Da war Krieg auf dem Schlachtfeld.
01:01:40: Nicht einfach überall.
01:01:42: Da wusstest du, es dauert Wochen, bis der Russe da ist.
01:01:46: Und dann kannst du halt auch noch fliehen irgendwie.
01:01:48: Und ich glaube, man hatte zu der Zeit, also jetzt nicht alle, aber so die Allgemeinheit, ein weniger Großbewusstsein für die Welt als Ganzes.
01:01:58: Und das wahrscheinlich auch, ja.
01:02:01: Aber krass, das heißt, wir beide sind zum Beispiel und wahrscheinlich alle, die uns hören, mit Sicherheit alle, die uns hören, sind groß geworden in einer Zeit, wo uns immer klar war, es kann in der nächsten Stunde vorbei sein, theoretisch.
01:02:18: Ja wobei ich glaube die Generation vor uns das noch deutlicher hatte weil wir sind ja im wesentlichen in den achtzigern groß geworden hätte ich gesagt und da war der kalte krieg ja schon auf einem level dass man tatsächlich diese gegenseitig zugesicherte vollkommene zerstörung hatte dieser overkill.
01:02:41: wo man quasi das kräfte gleichgewicht hatte und ich glaube in der zeit bis sich das aufgebaut hat war das noch nicht so sehr da war die angst glaube ich noch größer.
01:02:50: ja gut aber das gleichgewicht heißt ja trotzdem ein knopfdruck und auf beiden seiten geht alles hoch und vorbei.
01:02:58: also ja kann man sich vielleicht sagen die achtziger fühlen sich schon wieder etwas sicherer kann sein aber trotzdem wissen wir das Dinge installiert sind, die uns in kürze alle.
01:03:16: Ist schon krass irgendwie.
01:03:18: Und völlig absurd eigentlich, dass wir sowas installieren.
01:03:22: Aber gerade in den letzten fünf Jahren, zehn Jahren, vielleicht seit ... Ich weiß nicht, ob seit der Pandemie oder seit Trump das erste Mal Präsident war oder so, keine Ahnung.
01:03:34: Ich hab irgendwie das Gefühl, die letzten fünfzehn Jahre ist man vielleicht auch durch die Medien, also durch Berichterstattung und Social Media, in so einem Daueralarm.
01:03:44: Das ist eine... Ja.
01:03:46: Es ist gar nicht mehr, also wenn ich jetzt irgendwas lese von, weiß ich nicht, Trump überfällt irgendein Land oder will sich Grönland schranken, dann denk ich so, ja, was will da morgen?
01:03:59: Also nicht, dass
01:04:00: ich das nicht ernst nehme, aber es ist so, wenn du Nachrichten liest, also hat man das Gefühl, jeden Tag kann die Welt untergehen.
01:04:08: Ja, ist interessant, ja.
01:04:11: Also die Frage, was machst du damit?
01:04:14: Also wie gehst du mit psychologisch um?
01:04:15: Das kann natürlich wirklich so sein, so hast du jetzt gerade ein bisschen suggeriert, dass du sagst, man ist so übersättigt und dieser Alarmmechanismus in deinem Kopf ist so... so überreizt, dass du sagst, ach komm ist auch egal.
01:04:32: Ich
01:04:33: glaube, das passiert mit vielen von uns, zum Beispiel wenn es um den Klimawandel geht.
01:04:36: Wir hören jetzt seit seit zwanzig Jahren, hören wir, dass die Welt untergeht und sie geht ja auch.
01:04:41: Also es wird ja alles immer schlimmer, aber wir tun nichts.
01:04:44: Das ist eine Gefahr, nicht unmittelbar und dann kommt da wieder eine Katastrophe und da und die werden auch mehr, aber man sagt so, ja gut, aber... was wir schon tun, also ist egal, weil du so überreizt bist und dich nicht kümmern kannst und willst.
01:05:05: Oder ich glaube, du wirst verrückt, also oder ein Mittelwert dazwischen, also entweder ist ja alles völlig egal oder du wirst verrückt oder irgendwas dazwischen, ist immer halt immer die Frage, wie du damit umgehst.
01:05:18: Aber interessanter, du gerade sagst, wird schlimmer.
01:05:22: so die fünfzehn Jahre weil das ist eine interessante frage bildet das diese doomsday klok auch ab also diese weltuntergangs uhr.
01:05:31: Einmal ganz kurz zur historie die führte die dann erdacht und die erschienen am cover des magazines the bulletin of the atomic scientists.
01:05:41: Da waren verschiedene Wissenschaftler innen daran beteiligt, unter anderem auf welche die beim Manhattan-Projekt mitgearbeitet haben, also Oppenheimer zum Beispiel, der hat auch diese Atom oder diese Doomsday-Clock miterdacht, weil er ja auch wusste, welche Bedrohung davon seiner Waffe auf einmal ausgeht.
01:06:01: Einstein war auch daran beteiligt beispielsweise, also viele wichtige Menschen.
01:06:06: Und die haben den Zeiger der Uhr auf sieben Minuten vor zwölf gestellt, als sie das auf dem ...Cover dieses Magazins hatten.
01:06:16: Warum?
01:06:17: Also warum gerade ...
01:06:18: Ja, ich glaube, ehrlich gesagt, relativ viel kürlich.
01:06:21: Da
01:06:24: muss man gar einen Schluck trinken.
01:06:25: Ich habe irgendetwas im Hals.
01:06:28: Fünf vor zwölf hätte ich ja verstanden, aber ... Daher kommt auch dieser Ausspruch, oder?
01:06:33: Es ist fünf vor zwölf.
01:06:36: Ich weiß nicht.
01:06:37: Ja, gute Frage, ja.
01:06:39: Könntest du mal recherchieren, wo der Spruch herkommt.
01:06:40: Aber meinst du, er kommt von der Doomsday-Clock?
01:06:42: Das ist irgendwie interessant.
01:06:47: Okay.
01:06:49: Von Anfang an also als Warninstrument gedacht.
01:06:52: WissenschaftlerInnen waren die Politik und die Öffentlichkeit, wie es denn gerade um uns steht, um die Bedrohungslage.
01:06:59: Jetzt kann man sich noch eben schnell fragen, wer entscheidet heute über den Zeigerstand?
01:07:05: Das ist so ein relativ großes Expertengremium, glaube ich.
01:07:10: NaturwissenschaftlerInnen sitzen da drin, Klimaforschen, KI-Forscher, Sicherheitsexpertinnen.
01:07:18: Nobelpreisträgerinnen, also alles Mögliche.
01:07:22: Und die bewerten globale Risiken.
01:07:24: Denn wir haben natürlich gerade über Atomwaffen gesprochen, aber das ist ja nicht das Einzige, was das an großen Bedrohungen gibt, sondern Klimakrise beispielsweise auch.
01:07:33: Oder KI, die künstliche Intelligenz, was macht ihr gerade mit uns?
01:07:36: Biotechnologie, Biosicherheit.
01:07:39: Und auch so was wie Desinformation und geopolitische Instabilität.
01:07:43: Das hat wir jetzt gerade erleben.
01:07:45: Erbündete werden.
01:07:46: werden aufgebrochen so und das bewerten die halt auch.
01:07:51: Und wenn das reingeht, dann kann man sich jetzt mal angucken, okay, wo stehen wir denn jetzt gerade mit dieser Doomsday Clock?
01:08:00: Wo steht die denn gerade?
01:08:01: Und vor allem habe ich mich die Frage gestellt, ist die eigentlich von sieben Minuten vor zwölf immer nur näher an zwölf Uhr gerückt?
01:08:12: Das weiß ich, das ist sie nicht.
01:08:14: Ja, weiß auch wann nicht zum Beispiel.
01:08:17: Ja, das ging also immer mal so hin und her.
01:08:21: In den letzten Zeiten wurde ja immer um Sekunden verrückt, aber gelegentlich wurde die auch minutenweise vor und zurück.
01:08:28: Das also am Anfang ging es.
01:08:30: mittlerweile ist ja alles mögliche drin, aber am Anfang gibt es hauptsächlich um Atomwaffen.
01:08:35: Und dann waren so Sachen drin wie nicht die erste Wasserstoffbombe oder irgendwie die ersten russischen Atomwaffen oder so oder hier.
01:08:46: Wiedervereinigung.
01:08:47: Da wurde z.B.
01:08:48: zurückgestellt.
01:08:48: Genau.
01:08:50: Da ist genau die Zeit, wo massiv zurückgestellt wurde.
01:08:53: Anfang der Neunzig.
01:08:54: Du hast gerade schon gesagt, die Achtziger so kalter Krieg, das war natürlich immer noch große Bedrohung.
01:08:59: Aber Anfang der Neunziger Ende des Kalten Krieges, da wurde die massiv zurückgestellt.
01:09:03: In den Neunzig stand sie z.B.
01:09:05: über siebzehn Minuten vor zwölf.
01:09:07: Also soweit weg von Mitternacht, wie nie zuvor und auch seitdem nicht mehr.
01:09:12: Also seitdem geht es wieder in die andere Richtung.
01:09:15: Aber es könnte theoretisch auch in die andere Richtung gehen.
01:09:19: Wo stehen wir heute?
01:09:21: In den letzten Jahren ging es tatsächlich immer nur nach vorne, näher an zwölf Uhr ran, zwanzig, dreinzwanzig und zwanzig, vierenzwanzig standen wir bei neunzig Sekunden vor Mitternacht, zwanzig, fünfundzwanzig, bei neunachtzig Sekunden vor Mitternacht.
01:09:34: Und jetzt sind wir irgendwie bei fünfundachtzig, also das ist jetzt tatsächlich im Januar.
01:09:39: Haben sie die Uhr wieder neu justiert.
01:09:42: Sind wir bei eighty Sekunden vor zwölf.
01:09:44: So nah war die noch nie vor der Katastrophe.
01:09:48: Und dann geben die natürlich ein Statement ab und sagen woran liegt das?
01:09:52: Zum einen Geopolitik unter Turmwaffen.
01:09:55: Wenn wenn Großmächte jetzt wieder aufrüsten wollen.
01:09:59: Europa will aufrüsten.
01:10:02: Wir sehen ja immer mehr Staaten verlassen sich wieder aufs Militär auch große.
01:10:08: Bündnisse kommen in die Gefahr, so NATO die Sicherheit gegeben haben, das ist ein Problem.
01:10:16: Genau, das ist dann auch viele nationalistische, autoritäre Regime, die Einfluss gewinnen, ist ein Problem.
01:10:23: Diese internationale Kooperation lassen nach künstliche Intelligenz, bewerten sie kritisch.
01:10:31: Desinformation auch, das war ja ein großes Thema bei unserer letzten Show war.
01:10:36: finde ich interessant, dass jeder auch so sehen und sagen, das lässt auch so eine Weltuntergangshuhr nach vorne rücken, wenn, wenn er mit den Desinformationen immer schlimmer wird und wir uns nicht mehr auf Fakten einigen können.
01:10:51: Biotechnologie, du hattest mal über Spiegelorganismen gesprochen, wo mir auch so ein bisschen schlecht wurde, da sind diese künstlichen Lebensformen mit umgekehrter Skiralität.
01:11:00: Also Moleküle, die spiegelbildlich zu unsern aufgebaut sind und dann eben unsere Biologie total aus dem Takt bringen können, möglicherweise.
01:11:09: Und die Klimakrise wird natürlich auch wieder erwähnt.
01:11:12: Und alles in allem, alles zusammengenommen, sagen sie halt, ja, so schlimm war da eigentlich noch nie.
01:11:19: Schön.
01:11:20: Also.
01:11:20: Dann so wie es sich anfühlt.
01:11:22: Genau.
01:11:23: Ja, Disclaimer, ich finde das immer so ein bisschen schwierig, weil das ist ja jetzt keine Wissenschaft.
01:11:27: Du misst jetzt nix und sagst dann so, okay, das ist jetzt wirklich die schlimmste Situation, die wir hier hatten.
01:11:33: Aber sind trotzdem Leute, die sich in ihren Feldern ganz gut auskennen und sagen, kleben sie mal aufpassen.
01:11:39: Ja, ja.
01:11:42: Und dazu habe ich das passende Thema gleich noch.
01:11:44: Schon wieder eine Überleitung.
01:11:45: Geil.
01:11:45: Da bin ich gespannt.
01:11:46: Was hast du denn mitgebracht?
01:11:50: Mein Thema trägt den Titel.
01:11:51: jeder sagt das.
01:11:52: ich möchte vorher aber noch ganz kurz.
01:11:54: ich habe gerade mal.
01:11:56: Zumindest mal kurz gegoogelt und mal versucht.
01:12:00: Eine KI oder ähnliches zu befragen woher das Berichtwort kommt und es hat seinen Ursprung wohl in also es wohl älteren kommt aus dem Kirchen Kontext.
01:12:09: Also ich konnte da jetzt aber auf die schneller auch nichts genaueres zu finden.
01:12:13: Wenn man googelt findet man auch Erklärung kommt von der Domestay Clock aber das andere scheint älter zu sein.
01:12:19: Ähm, irgendwie, wo, wobei zwölf Uhr irgendwie die, der Wendepunkt am Tag war, um noch Sachen richtig zu machen und so.
01:12:26: Ja,
01:12:27: ich dachte, da war vielleicht das Mittagsgebet und dann musste man spätestens vor zwölf, musste man sich beeilen.
01:12:32: Ja, eventuell, also ich habe hier einen Beitrag von Antenne-Under gefunden.
01:12:36: Äh, da wird erklärt, wo die Redewendung herkommt, aber es ist kein Text, man muss es sich anhören und da habe ich jetzt weder Zeit noch Lust zu.
01:12:43: Ja, okay.
01:12:44: So, ich habe das Thema mitgebracht.
01:12:47: Jeder sagt das, habe ich es genannt.
01:12:49: Und es geht um Meinungsbildung und die Art, wie neue Technologie diese beeinflusst.
01:12:57: Man könnte meinen, wir hätten diese Sendung komplett designen.
01:13:01: Das kann man sich ja denken, da werden sie gerade schon angesprochen, so KI und so, dass das neues Thema ist, aber das stimmt so nicht ganz, wenn man sich mal die Historie anguckt und das tun die Leute auch in den Paper, um das es hier geht.
01:13:16: Ich sage zu dem Paper an sich gleich auch noch was.
01:13:18: Technologie hat Meinungsbildungen zu müssen in der breiten Masse schon immer beeinflusst und da gab es diverse, ich sage mal, Schritte in der Technik, die disruptiv oder revolutionär waren und auch die Gesellschaft umgekrempelt haben.
01:13:34: Beispiele dafür sind der Buchdruck, das Radio und Fernsehen, dann das Internet, gefolgt von Smartphone und Social Media.
01:13:43: Und jetzt, wenn man es so nimmt, ist der nächste Schritt oder einer, an dem wir gerade mittendrin sind, halt KI.
01:13:50: Und ich meine jetzt nicht irgendwie Kis im Sinne von LLMs oder so, dass wir irgendwie alle die falschen Sachen googeln, sondern das geht etwas tiefer.
01:14:00: Man würde ja sagen, mein Gott, was sollen so ein paar Latch Language Models schon anrichten und zu Tode Texten oder.
01:14:07: Und auch so Botnetze oder ähnliches, also irgendwelche Roboter im Netz kennt man auch schon seit Ende der neunziger Anfang der zweitausender, wo dann die ersten Botnetze aufgekommen sind, wenn ich.
01:14:18: Das richtig gelesen habe.
01:14:19: Es gab schon ähnliche Sachen wie Würmer und so weiter, die sie ausgebreitet haben früher, aber jetzt so klassisch das, was man heutzutage als Botnetz bezeichnet.
01:14:26: Also irgendeine Kommandstruktur drüber, die halt eine Reihe von Zombies irgendwas machen lässt, gibt es auch schon seit dreißig Jahren.
01:14:35: Kann man fragen, was ist denn jetzt anders?
01:14:38: Und wenn wir uns mal die Geschichte angucken, wie öffentliche Meinung durch Technik verändert wurde.
01:14:46: Dann hat zum Beispiel der Buchdruck ja die Grundlage dafür gelegt, dass wir Informationen vervielfältigen können und dadurch zugänglich machen, wobei man da aufsagen muss, das kam nicht instant mit dem Buchdruck, sondern.
01:14:59: Mit der Zeit dort auch, denn nur weil man plötzlich Bucher Bücher drucken konnte, heißt das erstens noch lange nicht, dass sie sich jeder leisten kann.
01:15:07: Zweitens heißt es noch lange nicht, dass zu der Zeit jeder lesen konnte.
01:15:11: Also.
01:15:12: Das hat auch eine gewisse Zeit gedauert, bis das die Gesellschaft verändert hat, aber irgendwann hat es die Gesellschaft verändert, weil es gab dann irgendwann die ersten Zeitungen, es gab Berichterstattungen, Nachrichten in dem Sinne von redaktionell aufbereitet.
01:15:30: Da können wir wahrscheinlich so vom Mittelalter bis in die, bis in die, weiß ich nicht, achtziger oder so gehen, wo dann irgendwann das Ganze elektronisch wurde.
01:15:41: Es war dort aber immer so oder so eine zeit in der wir auch noch groß geworden sind das berichterstattung und nachrichten die ja für die öffentliche meinungsbildung da waren in den händen weniger lagen sage ich mal in den händen am ende von medienunternehmen.
01:15:55: Die meinungen in anführungszeichen gemacht haben zum beispiel die bildzeitung.
01:16:01: die er durchaus Meinungen auch gemacht hat.
01:16:05: Und
01:16:05: natürlich ist eine Frage, also mit der Art der Berichterstattung bildet man auch Meinungen ab oder kann Meinungen beeinflussen?
01:16:13: und die Macht solcher Medienunternehmen war früher riesig, ist sie heute zum Großteil auch immer noch.
01:16:20: Also wenn man sich, weiß ich nicht,
01:16:23: die...
01:16:24: Ich würde jetzt nicht sagen die jüngere Politik, aber so die die Politik der achtziger neunziger zum Beispiel in Italien angucken mit Berlusconi.
01:16:32: Der ist halt groß geworden, weil er unter anderem halt
01:16:36: Medien
01:16:37: macht hatte.
01:16:38: und auch heute noch musst du dir als Politiker oder als Person des öffentlichen Lebens halt.
01:16:47: Überlegen, ob du dich mit gewissen Medienhäusern anlegen möchtest oder nicht oder dir das leisten kannst.
01:16:52: und auch die machen immer noch Politik.
01:16:57: Da ist es aber so, also seit, also es war schon immer so, dass wenige kommunizieren an viele.
01:17:05: Also wenige haben die Macht, die Meinung der, also die Meinung zu formen.
01:17:12: Gerade.
01:17:13: Also wird ja auch viel benutzt im politischen Wahlkampf, wie Meinung gemacht wird.
01:17:19: In den USA sieht man das ja ganz, ganz hart, weil dort der Wahlkampf ja noch härter von Wahlkampfspenden und ähnlichem abhängt.
01:17:27: Also wer das meiste Geld hat, kann die meiste Werbung machen und damit auch politische Meinungsbildung befeuern.
01:17:37: Das ist ein Grund.
01:17:38: Warum unter anderem öffentlich geförderte, also aus staatlichen Kassen oder von uns allen geförderte Rundfunk unglaublich wichtig ist.
01:17:48: Der muss natürlich, also der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss ordentlich gemacht sein.
01:17:53: Da kann man darüber streiten, ob der ordentlich gemacht ist oder nicht oder in jeder Ausführung ordentlich ist oder mal reformiert werden sollte, aber darum geht es hier nicht.
01:18:01: An sich ist öffentlicher Rundfunk aber unglaublich wichtig.
01:18:04: Ich finde auch nicht alles toll, wie es bei uns mit dem öffentlichen Rundfunk aussieht, aber ich finde gut, dass wir einen haben.
01:18:10: Ich bräuchte zum Beispiel keine kirchlichen Aufsichtsgremien in den Rundfunkreden.
01:18:15: Ich finde, die haben da nichts zu suchen.
01:18:20: Wenn wenn man das mit Interessenvertretungen irgendwie größere Interessengemeinschaften fragmentieren möchte, dann hätte ich auch gerne Interessenvertretungen der weiß ich nicht.
01:18:29: Hundezüchter auch in dem Aufsichtsrat sitzen und die Interessenvertretungen der Atheisten aber ist historisch so gewachsen so.
01:18:38: Diese generelle Struktur das Meinungen gebildet werden durch Medien hat sich mit dem Großwerden des Internets.
01:18:48: geändert.
01:18:51: Und zwar grundlegend.
01:18:53: Und das ist nicht nur gut, sondern teilweise auch schlecht gewesen.
01:18:59: Wir haben nämlich jetzt das Phänomen und deshalb gibt es ja diesen Podcast auch, dass jeder ein Sender sein kann.
01:19:05: Wenn er möchte, jeder kann sein Publikum finden.
01:19:08: Natürlich ist hier auch... Wie in jedem anderen Medium auch ist irgendwann Geld gleich Reichweite.
01:19:16: Wenn du als Medienhaus genug Geld hast, dass du zum Beispiel auf einem Podcast wirfst, dann wirst du Reichweite haben.
01:19:24: Aber es ist auch möglich Reichweite natürlich zu generieren mit der Zeit.
01:19:31: Das geht auch.
01:19:32: Aber generell hat sich Meinungsbildung im öffentlichen Raum durch das Aufkommen des Internets grundlegend geändert, vor allem durch Social Media.
01:19:41: Und in den letzten Jahren haben wir gesehen, dass das nicht zwingend immer gut ist, denn wir ertrinken in dessen Information.
01:19:48: Und wir erleben dadurch durch diese einzelnen Filterblasen und durch die Algorithmen der verschiedenen Netzwerke eine Fragmentierung der Gesellschaft beziehungsweise der Öffentlichkeit.
01:19:58: also es gibt Gruppen die oder.
01:20:01: Blasen die komplett in ihrer Echokammer liegen.
01:20:07: Und da nicht mehr rauskommen oder die den unabhängigen zum Beispiel öffentlich-rechtlichen Medien komplett misstrauen.
01:20:14: also die nur noch irgendwie auf eins und tiches einblick lesen oder was weiß ich nicht was und die halt sagen ist von der gez ist propaganda und eigentlich ist ja der öffentlich-rechtliche rundfunk gerade als gegengewicht zu politischer agitation oder meinungsbildung mit politischem einfluss und irgendwie gesellschaft also kommerziellen meinungsbildung oder kommerziellen medien.
01:20:43: Wie wichtig freier Journalismus ist.
01:20:44: Merkster halt in dem Moment, wo wir nicht mehr hassen und gleichgeschaltet bis komplett.
01:20:52: Aber diese Fragmentierung von Öffentlichkeit, die wir in Netzwerken, also gerade in sozialen Medien heutzutage haben, die machen sich Leute auch für politische Meinungsbildung zum Beispiel zu Nutze.
01:21:03: Also wenn man sich das mal auf TikTok oder ähnliches anguckt.
01:21:09: Wieder Informationen und auch dessen Formation verbreitet werden ist das teilweise unglaublich und wie viel wie viele Leute dort erreicht werden die das dann für für richtig halten also.
01:21:22: Das ist zum Beispiel was was die AfD sehr gut kann.
01:21:25: Und was die AfD leider auch sehr gut macht, wenn man sich zum Beispiel mal TikTok oder ähnliches anguckt.
01:21:31: Ich weiß gar nicht, ob die AfD mittlerweile einen eigenen TikTok-Account hat.
01:21:34: Also ganz, ganz lange war das so, dass es nicht ein Account gab, sondern ganz viele Accounts, teils von Unterstützern, teils von irgendwelchen Gruppen, teils Bots, die halt nicht als einzelne Personen, sondern dadurch als breite Masse aufgetreten sind.
01:21:51: Also das ist nicht ein Account, dem irgendwie hundert tausende folgen, sondern du hast hunderte Accounts, denen jeweils zehntausend folgen.
01:21:59: Und dadurch begegnest du dem mehr.
01:22:07: Die Veröffentlichung, die ich jetzt besprechen möchte oder die es eigentlich in diesem Thema geht, ist im Grunde keine Forschung an sich.
01:22:15: Es sind keine Forschungsergebnisse oder Messungen, die vorgestellt werden, sondern... Ist meiner Meinung nach sowas so ein bisschen wie der Brandbrief zu Zeiten der Atombombe.
01:22:26: Wo man also wo Forscher sich hinstellen sich den Status quo angucken.
01:22:30: Sagen was möglich ist und worauf wir achten müssen oder wie wir in Zukunft womit wir rechnen müssen.
01:22:40: Und zwar geht es also das.
01:22:42: das paper wurde veröffentlicht in science am zwanzigsten ersten diesen jahrs hat in summe zwanzig autoren und hat den titel hau melechius a i swarms can threaten democracy.
01:22:53: also wie bösartige a i also k i schwärme demokratie bedrohen können.
01:23:01: interessant
01:23:03: Das Ganze hat auch noch ein Untertitel, und zwar The Fusion of Agentic AI and LLMs Marks The New Frontier in Information Warfare.
01:23:13: Also die Fusion aus Agenten KI und Large Language Models zeigen eine neue Front, wenn man so möchte, in der Informationskriegsführung.
01:23:26: Klar.
01:23:27: Sprache.
01:23:28: Ja,
01:23:28: und das ist nicht zu hochgestapelt tatsächlich, denn es geht hier um eine neue Form der Desinformation bzw.
01:23:37: Desinformationsverbreitung.
01:23:40: Ich habe am Anfang gesagt, Botnetze kennt man schon seit dreißig Jahren.
01:23:46: Die sind bei Meinungsbildungen, aber nur beschränkt erfolgreich, möchte ich mal sagen.
01:23:52: In dem Paper wird auch eine Twitter-Bottnetz erwähnt von zwanzigsechzehn, als um die Wahl in den USA ging, dass sie zwar relativ erfolgreich waren, dass das angezeigt wurde, manchen Leuten, aber das hat nicht erkennbar zu einer Meinungsbildung beigetragen.
01:24:10: Liegt unter anderem daran, dass man solche Bots oder solche Botnetze ja auch relativ schnell erkennt als bots
01:24:17: weil die immer also weil die keine geschichte also der kennst das sind so user mit bei twitter damals zum vögelchen kryptischen nahmen und die schreiben halt immer das gleiche.
01:24:29: genau
01:24:30: ja genau die die oder zwanzig user die alle die gleiche den gleichen text schreiben.
01:24:39: also die hat man erkannt relativ gut erkannt.
01:24:43: Hier geht es jetzt um etwas deutlich bedrohlicheres als so ein Bot-Netzwerk.
01:24:48: Also ein Bot-Netz kann man ja für alles Mögliche benutzen, für Attacken, für Massenhaft und so weiter, aber auch um Meinungsbildung zu betreiben in sozialen Netzwerken.
01:24:56: Aber da sind sie relativ, also oder recht plump, selbst die etwas fortgeschritteneren, recht plump.
01:25:02: Hier geht es jetzt um Netzwerke oder wie der Titel eher sagt, Schwärme von KI-Agenten in Kombination mit large language Models.
01:25:09: Und das ist grundlegend anders.
01:25:12: Warum ist das anders?
01:25:14: Wir haben hier im Szenario eine beliebige Anzahl von Agenten.
01:25:19: Was sind Agenten?
01:25:20: Agenten sind Programme oder KIs, die halt selbstständig im Rahmen ihrer Möglichkeiten, also was ihnen zur Verfügung gestellt wird, handeln.
01:25:30: Also ein Programm, das autonom handelt.
01:25:35: Das heißt, das Programm, also der Agent, kann diverse Dinge tun, also irgendwo Nachrichten zum Beispiel hin posten, aber trotzdem noch gesteuert werden, also orchestriert werden sozusagen.
01:25:47: Aber er handelt ansonsten im weitesten Sinne selbstständig.
01:25:53: Ich glaube, ich hatte letztens ein Video gesehen von Chip oder von CT, was glaube ich.
01:26:00: Moldbot ist so ein Ding, war das Moldbot?
01:26:04: Ich glaube moldboard auf jeden fall so ein kei agent an den open claw heißt der glaube ich mittlerweile.
01:26:10: ich weiß nicht ob es der gleiche ist.
01:26:12: So ein kei agent den du dir auf dem rechner installieren kannst wenn du möchtest dem du.
01:26:19: Komplett freie hand über deinen rechner geben kannst wenn du möchtest.
01:26:24: Also im Grunde kannst du dir dein eigenes serie bauen.
01:26:28: Also deine eigene diener kei auf dein rechner oder auf irgendein rechner.
01:26:33: die prinzipiell komplett eigenständig handelt im Rahmen der Rechte, die du ihr gibst.
01:26:40: Und das kann alles sein.
01:26:41: Das kann Dateien verschicken, Dateien, also Sachen installieren, deinstallieren, Überweisungen machen, E-Mails beantworten, in soziale Medien schreiben.
01:26:51: Also, hundert Prozent Kontrolle über deinen Computer.
01:26:55: Im Extremstfall.
01:26:58: Jetzt kann man sich überlegen, warum will man das mit gewissen Einschränkungen, will man das eventuell, weil man dann einen Assistenten hat, genau.
01:27:07: Also du kannst dann rein theoretisch, wenn du den über, also du kannst den Steuern über WhatsApp Telegram oder über irgendein Messenger oder Discord oder so, dann hast du deinem Grunde, deinem Bot, den du sagen kannst, du bist grad irgendwie im Büro so, ah, ich hab noch irgendwie, auf meinem Rechner zu Hause liegt noch die Datei XY mit der Präsentation von gestern, schick mir die mal als Mail und zack schick dir die als Mail.
01:27:28: Klingt super, aber die Gefahren sind halt auch riesig.
01:27:32: Also unglaublich groß.
01:27:36: Also wir sind aber an einem Punkt angekommen, wo man solche Agenten bauen kann oder so kis bauen kann, die halt autonom handeln mit entsprechenden Rechten.
01:27:48: Das heißt, wir können.
01:27:49: Das heißt, diese Agenten sind im Grunde KI's.
01:27:53: dann, so wie man sie sich im Science Fiction Film vorstellt.
01:27:56: Also, die können im Rahmen ihrer Möglichkeiten oder im Rahmen ihres ja doch ihrer Möglichkeiten, also was mit denen zugesteht, was sie tun können oder sollen oder worauf sie Zugriff haben, können die komplett selbstständig handeln.
01:28:09: Und das bedeutet in Verbindung mit einem Large Language Model, also wenn man ein Agent als Tool noch ein Large Language Model mitgibt.
01:28:19: und das auf soziale Netzwerke loslässt mit gewissen Randbedingungen, dann kann man einen Agent haben, der am Ende eine persistente Persönlichkeit hat und eine persistente Geschichte und auch die Informationen, die er, also der Agent aus dem Netzwerk, aus Unterhaltungen gelernt hat oder aus dem Netz, behält, die nicht weg sind.
01:28:39: Also nicht, also es ist nicht wie so ein Zombie in einem Bot-Netzwerk, sondern es ist wie ein... Spezialagent der auch ein Leben führt wenn du ihn gerade nicht benutzt.
01:28:50: also du kannst ihn.
01:28:53: Also der kann quasi loslaufen.
01:28:55: der kann sich durchgehend an Diskussionen in verschiedenen Plattformen überall wo er Zugriff hat beteiligen und Meinungen vertreten oder sich eventuell sogar Meinungen bilden in Diskussionen.
01:29:08: Das heißt im Grunde haben wir sowas wie die wie die Simulation einer Person.
01:29:16: Ja, das heißt, wenn die jetzt millionenfach losgeschickt werden, können wir die Internet eigentlich zumachen.
01:29:23: Ja, genau, das ist die Frage.
01:29:26: Das ist ein Problem auf jeden Fall.
01:29:28: Und das ist ein unglaublich mächtiges Tool für die Manipulation öffentlicher Meinung.
01:29:36: Weil wenn du sonst so ein Bot-Netzwerk hattest, wo irgendwie weiß ich nicht, Zehntausend Bots die ganze Zeit irgendwie XY ist doof oder den Klimawandel gibt es nicht.
01:29:45: oder so gepostet haben, kannst du jetzt tausende Agenten zuschicken, die im Grunde wie Schlefer ein ganz normales Leben führen, ganz normale Accounts haben, mit Historie, mit Geschichte, mit allem drum und dran, die aber... gesteuert werden können am ende dass sie zum beispiel um ein gewisses datum rum oder so ein gewisses thema immer wieder aufgreifen und dort eine meinung vertreten soll.
01:30:12: und es muss nicht mal jeder agent immer die gleiche meinung vertreten sondern die können ja sogar unterschiedlich also in verschiedenen sachen unterschiedliche meinungen vertreten aber in der einen sache die dann beeinflusst werden soll die gleiche und das erzeugt am ende.
01:30:28: die Illusion einer Mehrheitsmeinung.
01:30:33: Und zwar, das kann richtig, richtig viel sein, dass man am Ende sagen würde, die Mehrheit scheint das und das zu sagen oder zu wollen.
01:30:42: Das ist aber eine Mehrheit, die nie existiert hat.
01:30:46: Sondern es sind Bots am Ende.
01:30:48: Also hochintelligente Bots, also KI-Agenten.
01:30:51: Das Problem ist, es wird unglaublich schwierig, die zu erkennen.
01:30:58: Weil es halt die die klassischen Merkmale von dem botnetz haben die halt nicht mehr.
01:31:04: Und wenn die wenn die halt lang genug aktiv sind sagen wir mal und halt auch durchgehend sich überall beteiligen und ja auch durchaus sinnvolle Sachen irgendwo beitragen bei Diskussion dann erkennt man sie nicht mehr.
01:31:17: Also die wirken als Personen wirklich authentisch.
01:31:22: Und können aber trotzdem auf einen Befehl hin, also auch von der Kontrollstruktur quasi, eine gewisse Meinung abgebilden oder eine gewisse Meinung.
01:31:33: Puschen in verschiedenste Netzwerken über verschiedenste Kanäle.
01:31:37: Und die natürlich auch noch ziemlich eloquent, weil sie einfach viel Wissen haben.
01:31:44: Und durchgehend, also nicht mal auf den einen Befehl hin, sondern man kann die quasi in den State versetzen, dass die diese Meinung jetzt in unrealmäßigen Abständen in denen und den Netzwerken mal pushen sollen, ohne dass man viel Maintenance betreiben muss.
01:31:58: Also man muss ja nicht mehr darum kümmern, sondern die agieren ja eigenständig.
01:32:02: Und die können sogar im Gegensatz zu so einem Bot.
01:32:05: der einfach nur eine Meinung vertritt, können die aus der Diskussion in den Netzwerken ja auch noch lernen.
01:32:11: Die können ja auch die Diskussion in den Netzwerken beobachten und entsprechend ihre Strategien anpassen, um eine gewisse Meinung zu bilden.
01:32:20: Oder sich an den argumentativen Gegner zu orientieren.
01:32:25: Also wenn du merkst, dein Diskussionspartner dem ist besonders, weil sie jetzt nicht Familienpolitik wichtig, dann ... Paxien halt genau da, wo es eben wichtig
01:32:34: ist und
01:32:34: liefert sie im Moment.
01:32:37: Im Paper sagen unter anderem auch, man kann im Grunde fünf Kernprobleme beziehungsweise Überlegenheiten benennen, die solche KI-Schwärme potentiell unglaublich gefährlich machen.
01:32:49: Geschwindigkeit wird wahrscheinlich eins sein, oder?
01:32:52: Die können tausende Diskussionen parallel führen.
01:32:55: Soviel kann es ja gar nicht tippen.
01:32:56: Richtig.
01:32:57: Aber das aber Nachrichten konnten Botnetzer halt auch in großen Mengen, irgendwohin kippen.
01:33:03: Was sich hier ändert ist, also die Koordination, also von der zentralen Steuerung verändert sich zu so einem flexiblen Heifbewusstsein oder so, das Bewusstsein ist vielleicht das falsche Wort, aber so Heifstrukturen, die eine Gruppendynamik auch haben.
01:33:21: wo man nicht mehr jedes einzelne Mitglied steuern muss, sondern nur eine Richtung vorgeben muss.
01:33:26: Und dieser Hive von KI-Agenten organisiert sich selbst in Richtung dieses Ziels.
01:33:35: Dann gerade schon erwähnt, die Agenten können soziale Netzwerke kartieren und gezielt verletzliche Communities suchen und infiltrieren oder auch Meinungsstarke.
01:33:46: Was du gerade gesagt hast, diese perfekte Imitation von Sprache und Verhalten, macht eine Entdeckung im Grunde fast unmöglich.
01:33:58: Die KI-Agenten können, wie du gerade auch gesagt hast, eine Million Diskussion gleichzeitig führen.
01:34:03: Also auch, wenn irgendwie Meinungen abgefragt worden, so ganz viele AB-Tests machen und sich selbst optimieren.
01:34:11: Und zwar einem extremen Maß für ihr Ziel.
01:34:14: Und?
01:34:15: Ähm, die sind halt vierundzwanzig sieben wach.
01:34:18: Ja, ja, ja.
01:34:21: Also, es ist wirklich ein düsteres Bild, wenn man sich das mal bewusst macht, was Diskussionskultur oder Meinungsbildung im Internet angeht, weil es irgendwann auch schwer wird, ähm, richtige Nachrichten zu erkennen.
01:34:36: Weil, äh, also klar, kannst du immer noch sagen, ja, okay, ich lese halt den Spiegel oder ich lese, äh, die Tagesschau oder ähnliches.
01:34:44: Also auf den Seiten und weiß, was meine Quellen sind, also Medienkompetenz.
01:34:49: Aber wenn die dort auch anfangen, mit Kis rumzubasteln, ist das hochgradig gefährlich?
01:34:57: Ja, das ist schon wirklich interessant.
01:34:59: Weil, also man beobachtet ja jetzt schon wirklich auf einem albernen und blöden Niveau, sagen wir mal so auf Instagram oder irgendwelchen anderen, wahrscheinlich auf YouTube und auf TikTok auch.
01:35:12: K.I.
01:35:13: Videos übernehmen und zwar einfach mit so absurden Sensationen.
01:35:19: Da bricht irgendwo ein Haus zusammen oder irgendein Gletscher oder irgendwie sowas Absurdes.
01:35:25: Und die sind im Moment zum Glück noch häufig so schlecht, dass du sofort erkennst oder sagst, okay, da läuft irgendein... In letzter Zeit krieg ich ständig irgendwelche Steiner auf den Mars gezeigt, die aussehen wie Roboter oder so.
01:35:40: Das klickste einmal drauf.
01:35:42: Ich habe natürlich den Algorithmus wahrscheinlich selbst gefüttert.
01:35:44: Ich habe einmal draufgeklickt.
01:35:46: War natürlich ein KI-Bild, aber jetzt gibt er mir das immer mehr, weil er denkt, der Typ geht auf jede Sensation vom Mars steil.
01:35:55: Das Problem wird aber ja sein, dass du bald nicht mehr so einfach unterscheiden kannst.
01:35:59: Ist das wirklich, also gibt es das?
01:36:05: Ja, ihr wurde das Video wirklich aufgenommen.
01:36:08: Du erkennst halt nicht mehr sofort da, ob das KI ist.
01:36:10: Und wenn das dann auch nicht bis ins Kafkaeske absurd gemacht wird, das Video, dann wird er ja glaubwürdig.
01:36:17: Und dann ist jetzt völlig abgesehen mal von diesen KI-Bots.
01:36:21: Ist die Frage halt, wie lange wird das Internet in seiner Form eigentlich nur nutzbar sein, wenn du wirklich ... Also, wenn achtzig Prozent der Informationen einfach scheiß sind.
01:36:30: Also, wir haben ja jetzt schon viel Scheiß.
01:36:32: Das Problem haben wir jetzt schon mit KI-Videos, die man nicht mehr erkennt.
01:36:36: Und dann
01:36:36: wird jetzt halt demnächst immer und immer mehr und schon in wenigen Jahren, also eher so ein, zwei, drei Jahre, glaube ich, ist halt Internet fast nicht mehr zu benutzen, weil halt nur noch schwachsinn da ist.
01:36:50: Und dann ist ja die Frage,
01:36:52: wie
01:36:52: garantieren wir ... Qualität im Internet und Originalität.
01:37:00: Das wird eine ganz wichtige Frage sein.
01:37:02: Das kann, glaube ich, auch eine Chance für den Journalismus sein, weil wir dann natürlich eigentlich wieder Quellen haben wollen, die zertifiziert echt sind.
01:37:10: Weil das einzige ist, worauf du dich noch verlassen kannst dann.
01:37:15: Aber da ist natürlich auch die Frage, wie ... Garantierst du erstmal dieser Echtheit?
01:37:19: Ist es das Comeback der Abo-Zeitung?
01:37:23: Ja irgendwie, also halte ich jetzt nicht für völlig unrealistisch.
01:37:27: Also hinter irgendwelchen Schranken, wo halt sicher nur das ist, zu finden ist.
01:37:34: Ich halte nicht für unwahrscheinlich, dass diese schöne Zeit des Internets wirklich vorbei geht, weil das Internet da völlig auch bei ist.
01:37:41: Da laufen dann nur noch Bots rum und beschimpfen sich gegenseitig und beantworten sich gegenseitig ihren Scheiß.
01:37:49: Und das war dann.
01:37:50: Also als Datenbank dann eigentlich kaum noch nutzen.
01:37:55: Ja, das beschreiben die Forscher übrigens auch, dass ein weiteres Problem abgesehen von der Meinungsbildung und so weiter eine Vergiftung der Datenlage für.
01:38:03: Neuere KI Modelle, weil die greifen ja dann auch wieder auf die Scheiße zu, die die Alten gemacht haben.
01:38:08: Das hat übrigens einen Namen, das heißt LLM Grooming.
01:38:14: Und man weiß, dass das schon gemacht wird.
01:38:18: Man weiß ja zum Beispiel, dass vor diesem ganzen KI-Hype, als die ersten KI's mit Internetdaten oder mit Trainingsdaten der Wikipedia oder Ähnlichem trainiert wurden, dass sich dort gesellschaftliche Stereotype in der KI wieder abbilden.
01:38:33: Also dadurch, dass sie halt in den Trainingsdaten schon vorhanden sind.
01:38:36: Und wenn jetzt in den Trainingsdaten zunehmend KI-Scheiße drin ist, also Fake News, irgendein Slop oder sonst was, dann wird das für die kommenden KI's... immer schwieriger, wenn die damit trainiert werden.
01:38:50: Und man findet jetzt schon im Netz Nachrichtenseiten, die definitiv von ihrem Aufbau nicht für Menschen gemacht sind, sondern für KI-Crawler optimiert sind und Nachrichten zu Hunderten dorthin gepostet werden, um halt das Trainingsmaterial für zukünftige KIs im Grunde zu vergiften oder zu manipulieren.
01:39:10: Gut, das könnte dann ja wieder die Hoffnung sein, wenn dann demnächst die KIs nicht mehr gebrauchbar sind, weil sie nur noch Also, mit Scheiß trainiert sind?
01:39:20: Ja, das ist die Frage.
01:39:23: Scheiß heißt ja nicht zwingend sinnloses Zeug.
01:39:25: Aber wenn jetzt irgendwie auf tausende Nachrichten, Kanälen oder tausenden Seiten, die irgendwie von der KI gekrollt wurden, zu lesen war, dass der Donbass ganz klar Russisch ist, dann nimmt die KI das halt auch an.
01:39:42: Also, da geht es ja wieder um Meinungshoheit, wenn man so möchte, was man dort ... zementiert.
01:39:50: Und die Forscher haben sich natürlich hier jetzt, also es ist nicht nur Weltuntergangsstimmen, sondern auch Gedanken darüber gemacht, wie man den begegnet.
01:39:57: Und natürlich, was wir jetzt auch schon gesagt haben, so dass die klassische Medien stärken, kommerzielle Anreize für KI's ... ... beseitigen, also zum Beispiel ... ... Netzwerke, die implementiert haben, dass KI-Inhalte, wenn sie erkannt werden, ... ... demonentarisiert werden.
01:40:18: digitale Wasserzeichen für in Anführungszeichen echte Nachrichten, also für vertrauenswürdige Medien, die man irgendwie, das würde die Frage, wer definiert das und wie.
01:40:28: Und die schlagen noch vor kollektive Abwehrmaßnahmen.
01:40:32: Ein Zitat mit die ersten Verteidigungslinie wären KI-Detektoren und Echtzeit-Überwachungssysteme, die auf allen Plattformen integriert und immer aktiv sind.
01:40:42: Finde ich persönlich schwierig, weil das klingt hart nach Massenüberwachung.
01:40:48: Ja, ja.
01:40:49: Also so, also klar, also wäre eine Möglichkeit, aber für mich klingt das ganz, ganz hart nach Massenüberwachung.
01:40:57: Eine andere Methode, die ich schon annehmbarer finde, wäre statistische Analysen, um halt solchen Content zu entdecken, der von von so KI-Agenten Schwärmen generiert wurde.
01:41:14: solange man es noch statistisch in irgendeiner Form als Auffälligkeit erkennen kann.
01:41:18: Auch das wird wahrscheinlich relativ schnell wegoptimiert.
01:41:22: Die schließen insgesamt, dass man noch Zeit hat zu reagieren und man eigentlich ein koordiniertes Vorgehen von Politik, Unternehmen, also Wirtschaft und Justiz braucht.
01:41:33: Das Ding ist gelaufen.
01:41:35: Wer wollte
01:41:35: ich gerade sagen und
01:41:36: das könnte
01:41:37: ein Problem sein.
01:41:38: Das
01:41:38: sind die naiv.
01:41:39: Also das Ding ist, die Katze ist ja aus dem Sack.
01:41:41: Ja,
01:41:42: das glaube ich auch.
01:41:43: Die Dose haben wir aufgemacht.
01:41:50: Also zumindest ist es nicht unspannend im Moment, weil das ist mal eine Technologie, die wir losgelassen haben und jetzt können wir eigentlich nur noch beobachten, was passiert.
01:41:58: Also ich weiß nicht, was ihr jetzt noch groß machen willst.
01:42:01: Man könnte es natürlich jetzt global verbieten, an KI zu arbeiten.
01:42:05: Aber jede Firma stürzt sich ja da drauf.
01:42:08: Ja, deshalb
01:42:09: sind die Rammpreise gerade unglaublich.
01:42:12: Also da kriegst du ja nicht zurück in die Box.
01:42:16: Also von daher, das Experiment läuft und wir können eigentlich nur noch staunt daneben stehen und gucken, was passiert und dann reagieren natürlich, aber agieren lange nicht mehr.
01:42:27: Ich habe letztens,
01:42:28: also jetzt mit OpenClaw habe ich tatsächlich auch schon übernacht, dass ich habe hier noch so ein Minirechner in der Ecke stehen, der nichts zu tun hat.
01:42:35: Vielleicht mache ich mir meinen eigenen kleinen Butler, der meine Arbeit übernimmt, aber vielleicht überweist er dann auch irgendwann Geld irgendwo hin, wo es nicht hin soll.
01:42:47: Also
01:42:49: mache alles mit Dingen, die mit dir privat zu tun haben.
01:42:52: Sobald es Firmen sind, bitte nicht.
01:42:57: Da ist halt die Frage.
01:42:59: Wenn man sich jetzt so eine Open-Claw-Instanz irgendwo auf dem Rechner haut, das ist jetzt ein Extrem.
01:43:05: Aber die Betriebssysteme werden ja auch in die Richtung gehen.
01:43:09: Apple wird auch in die Richtung rennen.
01:43:11: Irgendwann ein Siri zu haben, das für dich irgendwie E-Mails beantworten kann oder sonst was macht.
01:43:17: Wenn ich bitte extrapolieren darf, Siri wird das blödeste KI-Ding sein, was es jemals geben wird.
01:43:23: Da bin ich glaube ich, da sind wir noch auf Jahrzehnt.
01:43:26: sicher, glaube ich, wenn die Entwicklung weiter so rasant geht bei Apple.
01:43:29: Aber es wird bei Betriebssystemen ja auch irgendwann in die Richtung gehen.
01:43:33: Dann ist die Frage, welche Rechte räumst du dem ein?
01:43:37: Also wir sind auf einem idealen Weg Richtung Skynet.
01:43:43: Oh, da ist mir aufgefallen, hier OpenAI hat ein Tool vorgestellt, also eine Version von ChatchiBT für wissenschaftliches Schreiben jetzt.
01:43:55: Weißt du, wie die das Ding genannt haben?
01:43:57: Oh Gott.
01:43:59: Prism.
01:44:02: Schön.
01:44:03: Es ist ein Satire, komm zu überbieten.
01:44:05: Ja,
01:44:05: oh Gott.
01:44:08: Ja, auch ein Riesenproblem.
01:44:10: Im Moment kannst du ja angucken, wie viele Paper gerade geschrieben werden.
01:44:13: Es werden ja immer mehr und immer mehr, je nach Fachbereich, in der Physik gar nicht so viele, aber in anderen Fachbereichen natürlich schon mehr.
01:44:22: Fachbereiche, wo er mit Worten gearbeitet wird.
01:44:26: Da sind halt ein Haufen Paper, sind KI generiert.
01:44:30: Da kann man sich fragen, was das für einen Wert hat.
01:44:35: Wenn die reine Text-Erstellung ist und vielleicht nochmal drüber geguckt wird, dann kann das noch okay sein.
01:44:43: Aber Paper, die komplett von KI geschrieben werden, weiß man nicht.
01:44:54: Also ich bin nicht so kritisch wie andere Leute, die sagen, das kann ja keinen Wert haben, wenn der KI einen Paper schreibt, so weit würde ich nicht gehen.
01:45:04: Aber wie du gesagt hast, da liegt ja eine Gefahr drin.
01:45:08: Ich meine, wir haben ja selber schon gesehen, wie oft eine KI Fehler macht, also faktische Fehler.
01:45:14: Wenn ein wissenschaftliches Paper mit der Sorgfalt geschrieben wird, wie Chatchi Pity Informationen raushaut, wäre dann eine gute Nacht.
01:45:22: Und dann mit der Geschwindigkeit.
01:45:26: Das geht ja halt auch noch rasend schnell.
01:45:28: Du kannst ja gar nicht so viel peer-reviewen wie eine KI schreiben kann.
01:45:31: Du kannst ja gar nicht mehr hinterher.
01:45:33: Und dann verwässerst du das komplette, weil im Moment können wir ja noch einigermaßen davon ausgehen, dass publizierte Artikel das Wissen der Menschheit darstellt.
01:45:42: Also wenn das Internet gefallen ist, dann fällt als nächstes die Bastion wissenschaftliche Journale.
01:45:50: Scheiß publiziert wird.
01:45:52: Irgendwann mit dem menschlichen Wissen schwer hat.
01:45:54: Dann kannst du den Brockhaus wieder rausholen.
01:45:56: Die gedruckte Version wohl gemerkt.
01:45:59: Der ist übrigens, das hat mich so trauig.
01:46:01: Die Beerdigung meiner Eltern war schmunzeln lassen.
01:46:04: Das Grab daneben, da ist ein Grabstand, da steht Brockhaus drauf.
01:46:07: Oh echt?
01:46:08: Aber nicht der Brockhaus.
01:46:09: Nein, nein, das ist einfach.
01:46:10: Familie Brockhaus liegt halt neben meinen Eltern, liegt der Brockhaus begraben.
01:46:15: Ja, okay, das ist lustig.
01:46:18: Also dieses Tool hier von OpenAI Prism, das ist ein Latech-Editor, der halt für dich schreiben kann oder mit dir schreiben kann und so weiter.
01:46:27: Und da hatte ich schon einen Post gesehen, als es jemand ausprobiert hat.
01:46:31: Der sagte prinzipiell ganz gut, was ihm zu denken gab, als er in seinem Paper gesagt hat, hier die Methods-Section fehlt, wie die Daten entstanden sind, konnte das Tool, die einfach mal so schreiben, also kurz gesagt erfinden.
01:46:53: Ja gut.
01:46:54: Ein düster Ausblick.
01:46:55: Es ist noch nicht alles zu Ende, aber die Doomsday-Klock.
01:47:00: Bestellen wir noch mal, wo waren wir?
01:47:02: Neunundachtzig Sekunden, stellen wir jetzt noch mal zwei Sekündchen nach vorne.
01:47:04: Oder nee, wahrscheinlich ist das der Grund, warum sie die auf neunundachtzig Sekunden gestellt haben.
01:47:09: Also, nee, fünfmal achtzig Sekunden sogar, habe ich, neunundachtzig.
01:47:13: Rockaround the Doomsday-Klock.
01:47:19: Okay.
01:47:19: Ähm, dann haben wir noch eine Sache noch, den Schwurbel haben wir noch für heute.
01:47:26: Haben wir den, den du im Sendungsplan hattest oder haben wir den, der uns angeschrieben hat?
01:47:30: Nee, den, den wir im Sendungsplan hatten, oder?
01:47:32: Der, der uns angeschrieben hat, was heißt das denn?
01:47:34: Ja,
01:47:34: der, der, da hattest du auch heute Morgen noch die Mail, hier als Kristallmatten-Influencer.
01:47:41: Ah,
01:47:41: so, nee, aber da warten wir doch noch auf eine Reaktion, oder?
01:47:43: Da
01:47:43: warten wir noch, ja.
01:47:44: Ja, genau.
01:47:48: Genau, also wir haben einen Schwurbel der Woche von Sebastian bekommen.
01:47:53: Allerdings muss ich sagen, kriegen wir den relativ häufig in jedem Winter eigentlich.
01:47:58: Hatten wir den nicht sogar schon mal oder?
01:47:59: Ich
01:48:00: bin mir nicht ganz sicher, ehrlich gesagt.
01:48:02: Also ich glaube den jetzt im Speziellen nicht.
01:48:06: Also ich habe mich dann nochmal drauf gestürzt.
01:48:10: Das ist ein Produkt, was es unter anderem auch auf Amazon gibt.
01:48:15: Es verspricht irgendwas mit Mikrowellen und zwar fürs Auto.
01:48:19: Du kannst, das ist wie so ein kleiner Heizlüfter, den du ins Auto stellen sollst und der heizt dir dann das Auto bzw.
01:48:27: erheizt dir die Scheiben in einer Art, dass dort keine Vereisung stattfindet.
01:48:32: Also du kannst da morgens ins Auto steigen und die Scheiben sind nicht vereist.
01:48:37: Ich muss dazu einen kleinen Disklemer geben.
01:48:39: Ich hab das Gerät natürlich nicht.
01:48:41: Also ich kann es streng genommen nur theoretisch beurteilen.
01:48:44: bzw.
01:48:44: mich von Rezensionen leiten lassen.
01:48:47: Aber ich habe es noch nie in der Hand gehabt.
01:48:49: Aber wir schauen uns mal das Produkt an.
01:48:50: Was steht hier auf Amazon?
01:48:52: Wir haben den Link auch mal reingehauen.
01:48:54: Elektromagnetische Mikrowellenheizung.
01:48:57: Dieser elektromagnetische Autoenteiser nutzt Mikrowellenheizungstechnologie, verhindert Schneeverwähungen und Vereisungen an Fenstern, Lenkrad oder Karosserie.
01:49:08: Das finde ich super.
01:49:10: Schneeverwehungen am Lenkrad.
01:49:12: Wer kennt sie nicht?
01:49:13: Dann
01:49:13: würde ich dringend vorschlagen, dass du beim Cabrio das Dachmarsch schließt.
01:49:18: Schneeverwehungen, Vereisungen am Fenstern, Lenkrad und Karosserie.
01:49:21: Genießen Sie auf jeder Fahrt eine klare Windschutzschalbe und sichere Fahrbedingungen.
01:49:25: Und dann geht es weiter.
01:49:27: Jetzt werden wir ja mal langsam neugierig.
01:49:29: Wie funktioniert das eigentlich?
01:49:31: Gleiche Frequenzvibration.
01:49:33: Das Gerät imitiert Mikrowellen, die auch bei Gefriertemperaturen mit Wassermolekülen resonieren, ihre Aktivität aufrechterhalten und verhindern, dass sie einfrieren, was einer eisfreier Autooberfläche auch bei raunen Winterbedingungen ermöglicht.
01:49:49: Ja,
01:49:49: genau.
01:49:50: Also, es geht darum, also, irgendwas macht dieses Ding mit Mikrowellen und dadurch friert eure Scheibe nicht ein und euer Lenkrad nicht ein.
01:49:57: Und das ist irgendwie... klingt das zum einen technisch spannend, aber wenn man genauer hinguckt, lässt es einen relativ schnell zweifeln.
01:50:06: Also was heißt eigentlich Mikrowellenheizung?
01:50:09: Mikrowellen, elektromagnetische Wellen, Frequenzbereich dauernd megahertz bis drei hundert Gigahertz.
01:50:15: Kennen wir natürlich, benutzen wir alle den klassischen Mikrowellenherden und funktioniert so, wie es hier gerade im Prinzip schon angedeutet wurde, eigentlich ganz clever.
01:50:25: Wassermoleküle in Lebensmitteln zum Beispiel werden zum rotieren gebracht, also das Molekül fängt an sich zu bewegen im Prinzip und die Molekül reiben dann ein aneinander gegenseitig und diese Reibung erzeugt Wärme und das nennt man die elektrische Erwärmung, dadurch werden dann die Speisen warm, weil das Wasser erwärmt wird.
01:50:50: Genau, gibt es Mikrowellen härter, aber natürlich auch Industriell wird das auch benutzt, da gibt es auch die elektrische Mikrowellenheizung, um Materialien schnell und gleichmäßig zu erwärmen.
01:50:59: Manchmal sogar energieeffizient, aber da müssen wir uns gleich noch mal etwas genauer angucken, weil das gilt nicht immer, sagen wir mal so.
01:51:07: Denn gerade in der Industrie sind das eigentlich maßgeschneiderte Anlagen, hohe Leistung, präzise Steuerung.
01:51:13: Das ist nichts, was man mit einem Raumheizlüfter.
01:51:16: verwechseln könnte.
01:51:17: Ich wollte gerade sagen, ich würde auch hart bezweifeln, dass dieses Gerät, das so groß ist wie eine Zigarettenschachtel mit einem Mikro-USB-Port an der Seite, in irgendeiner Form Mikrowellen imitieren kann.
01:51:28: Ja,
01:51:28: das würde ich auch
01:51:31: hart anzweifeln.
01:51:32: Ja, hart anzweifeln.
01:51:32: Ich meine, das ist immer lustig.
01:51:36: Ich glaube, das redet jetzt nicht klassische Schwurbler, sondern eher so Leute, die nach technischen Geräten suchen, die ihr Leben leichter machen.
01:51:45: Aber wer will sich in ein Auto setzen, wo Mikrowellen frei rumwabern?
01:51:50: Ja, das
01:51:52: will man ja eigentlich nicht.
01:51:56: Genau, also mal angenommen, da würden wir wirklich Mikrowellen rauskommen.
01:52:00: Hätte da ein Vorteil, ganz klar nein, und zwar aus zweifüßigklarerischen Gründen.
01:52:10: Als allererstes ist die Erzeugung von Mikrowellen ineffizient.
01:52:14: Also so ein klassischer Mikrowellenherd, der in dem wandelt ein Magnetron, elektrische Energien Mikrowellen um, allerdings mit relativ hohen Verlusten, also eher so mit einem Wirkungsgrad von sechzig Prozent oder weniger, der Rest verpufft als Abwärme im Gerät.
01:52:32: Das heißt, wenn ich dir darum ging, Raumluft zu heizen, ist das effektivst da eigentlich immer noch ein Heizlüfter, weil da hast du einfach keine beweglichen Teile, nix, da wird einfach ein Drahtheiß gemacht
01:52:43: und alles
01:52:44: an elektrischer Energie geht in Wärme über.
01:52:47: Also, wenn ich dir darum ging, wirklich Luft zu erwärmen, zu heizen, genau.
01:52:55: machst du das einfach, erzeugst du einfach nur Wärme und dann wird es warm.
01:52:58: und das machst du nicht über Mikrowellen.
01:53:01: Insbesondere nicht, weil Luft auch nicht besonders gut erwärmt wird.
01:53:05: Das kennen wir aus den Mikrowellenherden.
01:53:07: Wasser wird erwärmt, weil das Molekül polar ist.
01:53:12: Also das hat eine positive und eine negative Seite und die Mikrowellen können dann überhaupt das Molekül so sinnbildlich packen und drehen.
01:53:23: weil es eben dem elektromagnetischen Feld folgen kann, weil es eben diese positive und negative geladene Seite hat.
01:53:28: Bei der Luft sieht es aber anders aus.
01:53:30: Die Luft besteht hauptsächlich aus Molekülen wie Stickstoff oder Sauerstoff.
01:53:35: Die haben nicht so eine Ladungsträhnung und deswegen machen die Mikrowellen überhaupt nichts mit den Luftmolekülen.
01:53:42: Deswegen wird die Luft auch nicht warm im Mikrowellen her.
01:53:47: Genau.
01:53:48: Das heißt, eigentlich macht das alles keinen Sinn.
01:53:52: Hier, also ich hatte gerade schon mal gesagt, in der Industrie gibt's zwar Mikrowellen Anwendungen, wo Materialien heiß gemacht werden, aber das sind dann spezielle Materialien oder die, die technisch sind, die so ausgelädelt, also Spezialanwendung, wo das dann passt, wo Material ist, das du eben auch anregen kannst.
01:54:09: Hier.
01:54:10: Aber eigentlich relativ großer Quatsch.
01:54:12: Und dann habe ich aber einmal noch kurz überlegt, aber Moment, vielleicht habe ich das falsch verstanden.
01:54:16: Vielleicht geht es gar nicht darum, die Luft zu erwärmen, sondern die sagen einfach, wir richten einfach die Mikrowellen direkt auf die Scheibe, da wo die Feuchtigkeit ist oder auf den Schnee, damit Wasser gar nicht zu Eis wird oder das Schnee schmilzt, was auf deiner Scheibe liegt.
01:54:34: Aus zwei Problemen auch schwierig.
01:54:35: Wenn das schon Schnee ist oder wenn das Eis ist, dann bringen die Mikrowellen auch nicht so viel, weil eigentlich basiert der Effekt darauf, dass sich die Wassermoleküle bewegen können und reiben können.
01:54:45: Wenn die erst mal in einem Eis-Gitarre sind, die Wassermoleküle, dann ist da nicht viel Bewegung, dann schmilzt Eis auch nicht besonders effizient im Mikrowellenherd.
01:54:54: Kann man mal zu Hause ausprobieren.
01:54:56: Das kann man selber mal ausprobieren.
01:54:57: Einfach mal zwei, drei Eiswürfel in die Mikrowelle legen, direkt aus dem Kühlschrank möglichst trocken, Mikrowelle anmachen.
01:55:03: Und da wird jetzt nicht so viel schmelzen.
01:55:04: Seitdem hat sie lang genug drin, dass ein bisschen was angeschmolzen ist, sondern das Wasser drumrum warm geworden
01:55:10: ist.
01:55:10: Ja, genau.
01:55:11: Dann geht es natürlich langsam schneller, wenn erst mal so ein Eisfilm da ist.
01:55:14: Wasserfilm da ist.
01:55:15: Ich glaube, da hatten wir mal als Experiment der Woche, glaube ich.
01:55:18: Ja, das kann gut sein.
01:55:19: Und dazu kommt die Leistung, die hast du gerade schon angesprochen, so eine Haushalts-Mikrowellenherd.
01:55:27: Der arbeitet mit mehreren und hundert Watt.
01:55:30: konzentriert in einem abgeschirmten Resonator.
01:55:33: Dieses Auto Gadget.
01:55:35: Ich weiß gar nicht, du hast Micro USB gesagt.
01:55:38: Ich hatte da wäre so ein zwölf Volt Anschluss fürs Auto oder so.
01:55:42: Auf jeden Fall.
01:55:42: Auf den Bildern ist es ein Micro USB Anschluss zu sehen.
01:55:45: Aber jedenfalls keine Zwei-undzwanzig Volt und viele hundert Watt wahrscheinlich.
01:55:48: Das ist eher schwierig, glaube ich.
01:55:52: Das heißt, die Leistung wird schon mal nicht da sein.
01:55:55: Die Leistung wird...
01:55:58: wird standardmäßig bis zu zehn watt höhere leistung bis fünfzehn watt.
01:56:03: Wahnsinn, okay, da kannst du ja mal probieren mit fünfzehn watt bei dir in einer mikrowelle irgendwas warm zu machen.
01:56:10: Und das habe ich gerade schon gesagt, so ein haushalts mikrowellenherd.
01:56:15: Das ist ein abgeschirmter Resonator.
01:56:17: Da stehen stehende Wellen drin, die dann an bestimmten Stellen in diese mikrowellenherd Dinge heiß machen.
01:56:24: In deinem auto.
01:56:26: würden die Mikrowellen irgendwo hingelenkt, die würden halt völlig ungleichmäßig irgendwelche feuchten Stellen im Auto heiß machen oder sogar Elektronik oder Dichtung angreifen, aber halt nicht gezielt deine Fensterscheibe aufheizen.
01:56:42: Also, das Teil kann nicht funktionieren und die Amazon-Bewertungen sehen auch so aus.
01:56:46: oder die Bewertungen, die ich sonst so im Netz gefunden habe, sehen auch so aus.
01:56:50: Also, es ist, glaube ich, ein Riesenscam hier, diese Nummer.
01:56:53: Wie kommst du da rauf?
01:56:56: Ich finde es erschreckend, dass du es zu missverlinkterst, überhaupt acht Bewertungen hat mit eins, neun Sternen.
01:57:02: Was
01:57:03: kostet die noch mal?
01:57:06: Hier steht derzeit nicht verfügbar, aber da wartet das noch andere, zwölf Euro, neunzehn Euro.
01:57:11: Weil wir haben
01:57:12: auf der anderen Seite
01:57:13: einen
01:57:14: Mikrowellen-Detektor und Messer.
01:57:17: Wir könnten ja tatsächlich mal messen, was da an Mikrowellen rauskommt.
01:57:21: Ich profiziere jetzt schon nichts.
01:57:25: Aber dann könnte man den dann nicht sagen, ihr habt uns hier beschissen, weil ihr überhauptet irgendetwas von Mikrowellen, aber in Wirklichkeit kommt da gar nichts raus.
01:57:32: Wahrscheinlich schon, aber da ist die Frage, na ja, recht haben, recht bekommen.
01:57:37: Ja,
01:57:37: das stimmt.
01:57:39: Also die Bewertungen sind ja auch alle Grotten schlecht von den Dingern.
01:57:44: Hast du dir die Bilder mal angeguckt von dem Produkt, das da noch vor, also das du verlinkt hast?
01:57:50: Vielleicht, auf was könntest du mich noch leiden?
01:57:53: Da ist noch ein bisschen Erklärung zur Funktion auf dem Bildantrag drauf und zwar das dritte Bild.
01:57:58: Active Electrons, use active electrons, in Anführungszeichen, to make the structure of water molecules less compact, so that steam is less likely to condense into ice under low temperature conditions.
01:58:14: Also
01:58:14: mit aktiven Elektronen wird die Struktur deiner Wassermoleküle weniger kompakt gemacht.
01:58:22: Das ist so super.
01:58:23: Und dadurch
01:58:24: kann warum auch immer Dampf weniger gut kondensieren.
01:58:29: Wir haben die Sendung angefangen mit faulen Arbeitnehmern.
01:58:32: Und jetzt haben wir faule Elektronen.
01:58:34: Die Schuld dran sind, dass unsere
01:58:36: Scheiben
01:58:38: veraisen.
01:58:39: Aber wir haben mir gerade schon gesagt, man will ja nicht in so einem Mikrowellenresonator sitzen, meistens.
01:58:45: Aber das letzte Bild sagt ihr kein Problem, denn da steht, also es ist auch ganz schlimm, glaube ich, übersetzt.
01:58:50: Placed with the car, easy to use.
01:58:54: Will not interfere with... or affect the electronic equipment and human brain in the car.
01:59:03: Da
01:59:04: ist er
01:59:06: gut.
01:59:07: Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster, aber wenn du das Ding im Auto hast, ist es gleichzeitig definitiv kein Gehirn anwesend.
01:59:13: Oh mein Gott.
01:59:14: Making
01:59:15: it less likely to freeze inside and outside the car, extending the service life of the car.
01:59:21: Oh mein
01:59:21: Gott.
01:59:23: Die versprechen aber einiges.
01:59:25: Wahnsinn, ne?
01:59:26: Ja, ja, ja, ja, ja, ja,
01:59:30: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
01:59:38: ja, ja, ja, ja, ja, ja,
01:59:38: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
01:59:46: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, Alles ein Sterne, aber das haben Menschen gekauft.
02:00:02: Reinst du dich da
02:00:03: nicht so ein Ding zu kaufen und da mal rein zu gucken, was da drin
02:00:06: ist?
02:00:07: So ein bisschen schon, aber...
02:00:09: Also man würde ja schon irgendwie gerne mal rein gucken, weil ich meine, da ist ja kein Magnetron drin.
02:00:15: Nee, also da wird ein Batteriefach oder ein Akku drin sein, wenn man es laden kann.
02:00:21: Und eine rote LED.
02:00:23: Ich glaube, das wartet.
02:00:25: Meinst du, der ist nicht mal eine Heizwände drin oder
02:00:27: ein bisschen?
02:00:28: Ich glaube, ich glaube, der wird nicht mal warm.
02:00:33: Aber der macht gar nichts, meinst du?
02:00:34: Nee, ich
02:00:35: glaube, das macht gar nichts.
02:00:39: Jetzt bin ich echt ein bisschen neugierig, finde ich auch schon.
02:00:42: Soll ich dir eins bestellen?
02:00:44: Komm, weißt du was?
02:00:45: Ich bestelle mal eins.
02:00:46: Ich muss nur kurz das Amazon-Konto wechseln.
02:00:49: Das ist eine Firmenausgabe.
02:00:50: Wir gucken uns das demnächst mal an.
02:00:52: Finde ich
02:00:53: geil.
02:00:54: Soll ich genau das bestellen, was du verlinkt hast?
02:00:57: Nee, das ging ja nicht.
02:01:00: Es gibt noch welche, die haben oben eine Solarzelle drauf.
02:01:02: Aber ich möchte auf jeden Fall so ein Mikrowellen liegen haben.
02:01:04: Ach sie hier.
02:01:07: Ja, ist die Frage welches davon.
02:01:09: Hier ist als eins Komma zwei Sterne.
02:01:13: Wo lau elektromagnetischer Scheiben enteiser Auto so lau und USB aufladbar.
02:01:18: Drei hundert zwei und fünfzig Bewertungen.
02:01:21: Mein
02:01:21: Gott.
02:01:24: Also, wenn du eins raussuchst mit, denkst du bestelle ich das.
02:01:29: Also, also
02:01:30: hier, da muss ich mit den drei Stücken.
02:01:32: Mit diesen drei Stücken.
02:01:33: Da steht ja drei Stück Auto enteiser.
02:01:36: Elektromagnetische Vorschutzgerät, tragbare kinetische Molekularheizung.
02:01:43: Autokinetische Molekularheizung in Eisung, drei Stück für
02:01:47: Mikrowellen Molekular Enteisung Instrument.
02:01:51: Also mir ist wichtig, dass das mit Mikrowellen ist.
02:01:53: Ich will auf jeden Fall mit Mikrowellen.
02:01:56: Ja, das ist die Frage.
02:01:58: Welches davon?
02:02:00: Meinst du, ihr habt Ihre Strategie geändert?
02:02:02: Elektromagnetik.
02:02:05: Du hattest eins gefunden mit Mikrowellen oder?
02:02:11: Ich hab hier eins.
02:02:11: dieses nicht magnetische elektrisch betriebene Gerät verfügt über eine interne Antennis erzeugt Mikrowellen und Wärme zu erzeugen.
02:02:19: Das klinkt doch gut, oder?
02:02:22: Sieben Euro neun neunzig drei Stück.
02:02:25: Ich bestelle mal eins, komm hier, zack, ab in den Einkaufswagen, ist eine Firmenausgabe.
02:02:30: Das ist schon, ich messe da auf jeden Fall in der Uni nach, ob da auch nur ein Stück Mikrofon rauskommt.
02:02:35: Ich glaub,
02:02:36: da ist nicht
02:02:36: viel zu messen.
02:02:38: Aber schön, wenn wir drei Stück haben, können wir eins belassen, wie es ist und eins auseinander nehmen und so.
02:02:41: Ne, eins
02:02:42: bei dir, genau.
02:02:43: Du nimmst eins auseinander in einer kleinen Werkstatt und eins nämlich mit in der Uni und messen das durch mit einem...
02:02:50: So, Linkrad GmbH wird am Dienstag geliefert.
02:02:58: Pack mal den auch in die Show-Notes.
02:03:00: Den
02:03:01: Link davon.
02:03:02: Von genau dem, den wir jetzt
02:03:04: bestellen
02:03:05: haben.
02:03:05: Damit wir das als Referenz haben, wenn wir in zwei Wochen aufklären, ob das Ding was taucht.
02:03:13: Jetzt ist er absoluter Cliffhanger hier.
02:03:16: Das ist ein neues Sendungskonzept.
02:03:17: Wir kaufen einfach Schwurbel und alles.
02:03:20: Wahnsinnig erstaunt, dass die Dinger gar nicht funktionieren.
02:03:23: Guck mal, ich kann da sogar noch ein Affiliate-Link rausmachen.
02:03:27: Nein, komm, wir wollen bitte kein Geld verdienen.
02:03:32: Soll ich dann nur das verlinken oder die oder beide?
02:03:35: Wobei ist ja das gleich, da reicht eins, oder?
02:03:37: Also das, was wir jetzt bestellt haben, oder?
02:03:39: Ich lasse mal für Referenz beides da, weil ich habe mich jetzt gerade auf den einen bezogen und die zweiten Link in den Show Notes ist dann dafür bestellt haben.
02:03:53: Okay, gut.
02:03:55: Während du dann noch im Hintergrund arbeitest, mache ich hier schon mal den Sack drauf.
02:04:01: Nee, so sagt man gar nicht.
02:04:02: Den Sack zu.
02:04:03: Sack zu, ja, ne?
02:04:05: Hausmeisterreiher wahrscheinlich diesmal nicht, oder?
02:04:07: Fältigen wir da ein?
02:04:11: Ja, eine Sache können wir kurz erwähnen, aber es ist nur nur einen kleinen Rand und Blitz.
02:04:15: Die Stirling-Motoren sind wieder ausverkauft.
02:04:17: Das tut mir leid.
02:04:18: Die haben eine Woche gehalten.
02:04:22: Wir haben es unterschätzt.
02:04:23: Wir haben zu wenige davon gekauft.
02:04:25: Aber wir haben noch mal welche nachgeworden.
02:04:26: Also die kommen irgendwann wieder.
02:04:28: Wer macht denn da den Einkauf in dieser Firma?
02:04:34: Weiß ich nicht.
02:04:37: Okay.
02:04:38: Ja, gut.
02:04:39: Sind wir durch?
02:04:44: Wir haben jetzt noch einen Autor, nämlich Introfolger, einhundert neun, besser unvorbereitet als gar nicht senden.
02:04:50: Da waren wir auch schon politisch unterwegs.
02:04:52: Ja, das war, äh, ich rieche, äh, ich rieche, äh, dornige Chancen dabei.
02:04:59: Aber krass, nehhundert neun, das ist wirklich schon.
02:05:01: Wie lang ist das her?
02:05:02: Ähm, aber ich hab gar nicht das Gefühl, äh, ja, man, man, man denkt irgendwie, das wäre doch erst gerade gewesen.
02:05:10: Ja.
02:05:11: Ja, ist das aber nicht.
02:05:15: Genau.
02:05:15: Und abgesehen davon von diesem schönen Outro haben wir noch Audio-Kommentare, wie ich gesagt habe, Florian zu Gary Mendoring in Deutschland und Sebastian zum Civilia Statements zugewaldet.
02:05:26: Genau.
02:05:28: Dann war das, methodisch inkorrekt, Folge threehundneinundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
02:05:43: Die Sondierungsgespräche der letzten zwei Wochen zwischen Rainer Trämpfort und der nationalen Podcast der Vereinigungen waren lang und nicht immer einfach.
02:05:56: Die Gespräche waren konstruktiv, respektvoll und erfolgreich.
02:06:02: Wir sind uns, das darf man sicherlich sagen, auch menschlich näher gekommen.
02:06:07: Auch in strittigen Fragen, wie beispielsweise der Sendungsvorbereitung konnten Kompromisse gefunden werden.
02:06:15: Wir werden unsere Hörerinnen und Hörer nicht im Stich lassen, indem wir nur noch hundert Prozent recherchierte Podcast produzieren.
02:06:22: Es ist besser, unvorbereitet zu senden als gar nicht zu senden.
02:06:27: Wir nehmen an dieser Stelle den Auftrag der Podcast-Hörer an.
02:06:31: Deutschland braucht jetzt einen handlungsfähigen Wissenschaftspodcast.
02:06:38: Hallo Nikolas, hallo Reini.
02:06:40: Ihr wart froh, dass es doch unser Verhältniswahlrecht in Deutschland kein Gary-Mendering gibt.
02:06:44: Da wir aber kein reines Verhältniswahlrecht haben, gibt es doch Gary-Mendering in Deutschland, z.B.
02:06:49: bei der Landtagswahl, durch die CSU.
02:06:52: Das Innenministerium hat die Anzahl der Stimmkreise in München von acht auf neun erhöht, soweit so gut, weil München deutlich gewachsen ist im Vergleich zu Bayern.
02:07:01: Die CSU hat die Wahlkreise dann aber so verteilt, dass sie alle grünen Hochburgen im Stadtzentrum in einen Wahlkreis gepackt hat, das sogenannte Packing.
02:07:10: Alle anderen keilförmig auf die Innenstadt zulaufenden Wahlkreise wollte sie gewinnen.
02:07:15: Es hat nicht funktioniert, weil die CSU nicht so stark war, wir wartet und die Grünen stärker als erwartet, aber in anderen Landesteilen, in anderen Regierungsbezirken hat es funktioniert.
02:07:24: So dass die CSU, obwohl sie bei siebenundreißig, zwei Prozent der Stimmen, wenn man die fünf Prozentwürde weglässt, Vierzig Komma sieben Prozent der Stimmen, die in den Landtag gekommen sind, einen Vierzig Komma fünf Prozent der Mandate hat, was fast zwei Abgeordnete mehr sind, dass sich der Landtag auch dadurch durch dieses Gary-Mendering von Hundert Achtzig auf Zweihundert Fünf Abgeordnete erhöht hat.
02:07:45: Die CSU hat also erreicht, dass sie erstens mehr Leute mit Mandaten und Posten versorgen kann und dass sie mehr Stimmen hat, als sie zustehen.
02:07:53: Dasselbe haben sie auch bei der Wahlrechtsreform im Jahr- und Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr- Jahr.
02:08:21: Welche Partei hat keine Ausgleichsmöglichkeit durch andere Bundesländer?
02:08:25: die CSU?
02:08:26: Richtig.
02:08:26: Deswegen durfte sie drei Überhangmandate behalten.
02:08:29: Und so hatten die Unionspartei mehr Sitze im Bundestag als ihnen eigentlich Zustand.
02:08:33: Tja, es ist nicht so schlimm wie in Amerika, aber trotzdem gibt es das auch bei uns.
02:08:39: Ciao und liebe Grüße Flo.
02:08:42: Lieber Raini, lieber Nikolas, ich habe ein paar Punkte, die ich heute anbringen möchte.
02:08:47: Mein Name ist Sebastian Nieser.
02:08:49: Ich grüße euch aus Bogota, Kolumbien.
02:08:52: Und als ersten Punkt möchte ich natürlich sagen, wie großartig ich euren Podcast finde.
02:08:56: Der hat mich auch dazu veranlasst, einen eigenen Podcast zu gründen.
02:09:01: Und zwar, als ich im Jahr zwei Tausend siebzehn auf euch gestoßen bin und zwar, als ich noch in Guatemala gearbeitet habe.
02:09:09: Ewiglange Staus, super perfekt für ewiglange Podcasts.
02:09:12: Also eure Zeiten damals waren den Malen durchaus angenehm.
02:09:18: Punkt zwei, ja, was habe ich da gemacht?
02:09:20: Wie waren die Umstände?
02:09:21: Was mache ich bis heute?
02:09:23: Ich bin beim Zivilen Friedensdienst.
02:09:25: Das ist ein sehr unbekanntes, aber unglaublich tolles Programm der Bundesregierung.
02:09:31: Und wie der Name schon sagt, widmet er sich eigentlich der, das heißt eigentlich, er widmet sich der Verminderung von Gewalteskalation.
02:09:42: Also im allerbesten Fall trägt es dazu bei Verständigung unter verfeindeten Gruppen durchzuführen oder einfach die... die Grundlagen dafür zu setzen, dass sich Leute besser verstehen.
02:09:55: Macht es auf verschiedenste Art und Weise.
02:09:57: Wer sich damit näher auseinandersetzen will, sucht einfach ziviler Friedensdienst im Netz und wird da fündig.
02:10:04: Da stehen acht Organisationen dahinter.
02:10:08: Wie gesagt, werden von der Bundesregierung bezahlt.
02:10:11: Mag man sich in diesen Zeiten ja gar nicht mehr vorstellen, aber es gibt auch Alternativen zu militärischer Aufrüstung.
02:10:17: Damit kommen wir zum dritten Punkt.
02:10:19: Wie ihr auch öfter ja anmerkt, die Zeiten sind gerade so, dass Frieden scheinbar nicht groß in Kurs sind.
02:10:26: Ich höre aber mit Vorlieben natürlich auch eure Paper, die sich irgendwie mit Wissenschaft und Gewalt auseinandersetzen.
02:10:33: Da jetzt nochmal der Rekurs auf eure Folge von MINCORRECT- Threehundert und Siebzig, wo Nicolas über organisierte Konflikte gesprochen hat.
02:10:42: Mega spannend, supergut.
02:10:44: Ein kleiner Hinweis.
02:10:46: Ganz zum Schluss kommt nochmal der Hinweis von Raini zu sagen, da sind wir uns ganz schön ähnlich.
02:10:52: Nachdem die Affengruppen scheinbar aus einer evolutionär, biologistisch determinierten Entwicklung eher zu Gewalt ausübt und diese dann erfolgreicher macht gegenüber anderen Gruppen.
02:11:10: Da möchte ich einen kleinen Verweis geben auf eine UNESCO-Konferenz von sixundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
02:11:40: Und die macht nämlich fünf sehr, sehr wesentliche Aussagen.
02:11:44: Also, wie gesagt, zum Beispiel wissenschaftlich inkorrekt ist, dass wir eine Tendenz von unseren tierischen Vorfahren vererbt haben, die zum Kriegtendieren.
02:12:01: Oder ist es auch wissenschaftlich inkorrekt, dass unser Verhalten irgendwie Gewalt behaftet schon genetisch vorprogrammiert ist oder in unserer menschlichen Natur legt.
02:12:15: Und das Dritte ist zum Beispiel, dass es ebenso wissenschaftlich inkorrekt ist, dass die Evolution einen besonderen Anreiz für aggressives Verhalten gegeben hat.
02:12:27: Also da kommen wir vielleicht nochmal genau auf diesen dann unseriösen Vergleich zurück zwischen Mensch und Tier, wie er sagt, immer in Mais.
02:12:36: Und es ist auch wissenschaftlich ungeregt, dass Menschen ein gewalttätiges, also ein ja, gewalttätiges Gehirn haben oder dass sie quasi schon davon so geprägt sind.
02:12:51: Und eine letzte Aussage ist, es ist wissenschaftlich unkorrekt, dass Kriege bei Instinkt oder durch eine einzige Motivation begründet sind.
02:13:07: Also, im Umkehrschluss kann man sagen, Gewalt und Kriege, als zerstörigste Form der Gewalt, ist erlernt und die gute Nachricht ist, man kann sie wieder verlernen.
02:13:22: Wie gesagt, gucken wir ein bisschen gerade auf die politischen Gegebenheiten unserer Zeit, dann scheint das fern, aber es geht, es ist möglich.
02:13:30: So, das ist mein wissenschaftlicher Beitrag.