Mi380 - "Löchriger Käse"
Shownotes
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Inhalt 00:00:00 Intro 00:08:07 Wordpress down 00:19:30 Misstrauensgemeinschaften 00:39:14 50 Sätze 00:52:32 Science Buster on Tour 00:54:41 Kommentar zu Enteiser von Marco 00:59:40 Thema 1: “Crashkurs Mond” 01:25:52 Experiment der Woche 01:32:06 Thema 2: “Man muss auch mal loben!” 02:07:34 Hausmeisterei 02:10:00 Outro
Methodisch inkorrekt Folge 380 vom 11.02.2026 direkt vom kuriosen Olympia der Wissenschaft. Mit mir heute wieder meine Druckluftkanonen Goldhoffnung "Reinhard Remfort" und ich bin der Preisrichter der Wissenschaft: „Nicolas Wöhrl“. Glück auf!
Einleitung & Privates
In der heutigen Folge blicken wir nach vorn – weg vom Sackhüpfen, hin zum Druckluftkanonen-Weitschuss. Außerdem geht es um:
- Misstrauensgemeinschaften: Ein kritischer Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen (Amazon-Link).
- „Ich muss es nur noch lernen!“: Nicolas spricht über die Einstellung zum Lernen, basierend auf dem Buch „50 Sätze, die das Leben leichter machen: Ein Kompass für mehr innere Souveränität“.
- Science Buster on Tour: Termine und Infos findet ihr unter sciencebusters.at/termine.
- Wordpress-Probleme: Reinhard berichtet über den Ausfall des Minkorrekt-Blogs.
Thema 1: “Crashkurs Mond”
Nicolas bespricht ein Szenario, in dem ein großer Asteroid den Mond trifft, und analysiert die daraus resultierenden astrophysikalischen Folgen.
Experiment der Woche: Bernoulli-Spaß mit leeren Getränkedosen und zwei Strohhalmen.
Thema 2: “Man muss auch mal loben!”
Reinhard stellt eine Studie vor, die der Frage nachgeht, wie man Menschen effektiv zu mehr Klimaschutz motivieren kann und welche Rolle Lob dabei spielt.
Hausmeisterei
In den Kommentaren geht es um Marco und den Einsatz von Enteiser im Unterricht. Dazu passend das Video von Zerobrain: YouTube-Link.
In der Hausmeisterei diskutieren wir über Alternativen zum Wordpressblog. Das Outro ist das Intro von Folge 110: “Krippenspiel der Wissenschaft”.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Eins, zwei, drei, vier, fünf.
00:00:06: Eins, zwei,
00:00:07: drei, vier.
00:00:09: Reini, was machst du da?
00:00:12: Eins,
00:00:13: zwei, ich pumpe, drei, vier.
00:00:17: Ja, das sehe ich.
00:00:18: Die Frage, die sich mir stellt, ist eher, warum?
00:00:22: Da ist ja nicht mal was angeschlossen an der Pumpe.
00:00:26: Eins,
00:00:27: zwei, Training.
00:00:30: Drei.
00:00:30: Training?
00:00:31: Für was zur Hölle?
00:00:34: Training.
00:00:36: Olympia.
00:00:37: Vier.
00:00:38: Fünf.
00:00:39: Olympia?
00:00:40: Druckluftkanonenweitschuss.
00:00:43: Okay.
00:00:44: Du hast offensichtlich zu lange in der Wintersonne gestanden.
00:00:46: Das wird nie olympisch.
00:00:50: Ja, ja, das haben die damals über Tabakweitspuckensack küpfen und Spazierstockfechten auch gesagt.
00:00:56: Das war doch vor
00:00:57: über hundert Jahren.
00:01:00: Nikolas, du musst
00:01:01: mehr
00:01:02: in die Zukunft schauen.
00:01:03: Nicht immer nur in die Vergangenheit.
00:01:25: Methodisch inkorrekt, Folge three hundred eighty, vom leicht verspäteten elften zweiten zwei tausend sechsund zwanzig direkt.
00:01:32: Vom kuriosen Olympia der Wissenschaft mit mir heute wieder meine Druckluftkanonen, Gold, Hoffnung, Reiner Trämmfort.
00:01:39: Hier wird der Druck noch handgemacht und emotional.
00:01:43: Ich bin der Preisrichter der Wissenschaft, Nikolas Wörl.
00:01:45: Glück auf.
00:01:47: Ja, Glück auf.
00:01:48: Disqualifiziert.
00:01:50: Was?
00:01:50: Warum?
00:01:52: Beitändig gepumpt, obwohl du in der einenhändigen Kategorie angetreten bist.
00:01:59: Ja.
00:01:59: Olympia.
00:02:00: Du hast mitgekriegt, dass Olympia ist, das ist ein Ding.
00:02:03: Ja, nur so halb, weil ich habe mitbekommen, dass es vor Olympia so ein Angebot von der Deutschen Bahn gab, dass, wenn man, ich glaube, irgendwie eine Bahnkarte oder so, hat eine bestimmte, für einen gewissen Betrag, man am Folgetag, wenn Deutschland Gold geholt hat, kostenlos Bahn fahren kann.
00:02:19: Was?
00:02:20: So wenig Goldmedaillen holen wir doch gar nicht, das ist doch relativ viel.
00:02:23: Ja, aber wer hat schon spontan morgen Zeit irgendwo hinzufahren?
00:02:27: Oh, das wird unserem Kanzler nicht gefallen, glaube ich.
00:02:29: Das können nur so Lifestyle-Menschen.
00:02:32: Teilzeit-Lifestyle.
00:02:35: Ja, aber stimmt, ne?
00:02:36: Da hab ich ja gar nix von.
00:02:37: Ich kann so spontan gar nicht Urlaub nehmen.
00:02:39: Und die ganzen Ärzten und Krankenschwestern auch nicht.
00:02:42: Sag mal, so deine Dienstreise kannst du umsonst machen.
00:02:44: Die Firma spart.
00:02:46: Und das sollte dich glücklich machen.
00:02:51: Ja, das war was.
00:02:51: Wir würden jetzt so, wir würden das als Tour benutzen.
00:02:55: Wir machen nur Auftritte an Tagen, wo Deutschland eine Goldmedaille oder am Tag da drauf, muss man dann.
00:03:00: Geil wäre auch, wenn du das tatsächlich für die Uni nutzen würdest.
00:03:03: Dann viel Spaß bei der Reisekostenabrichtung, wie sie haben kein Ticket gekauft.
00:03:07: Dann waren sie auch nicht weg.
00:03:08: Ja, ich konnte umsonst fahren.
00:03:09: Nein, das ist nicht vorgesehen.
00:03:12: Aber die Uni spart dadurch Geld.
00:03:14: Das ist nicht richtig.
00:03:16: Da tu es dir unrecht.
00:03:17: Das geht prinzipiell schon.
00:03:19: Ich habe auch Geeks, wo ich eingeladen bin.
00:03:21: Ja, ja.
00:03:22: Und dann bekomme ich Reise bezahlt, dann geht das schon.
00:03:26: Ich erinnere mich nur an damals, als wir versucht haben, Geld zu sparen und mit allen Doktorern zusammen ein Airbnb-Stadt-Hotelzimmer genommen haben.
00:03:33: Und das ein Riesenhickack war.
00:03:36: Ja, okay.
00:03:37: Aber da haben wir auch ein Ferienhaus gebucht.
00:03:39: Aus gutem Grund natürlich, weil es am Ende viel, viel billiger war.
00:03:43: Aber in der Reisekostenabteilung sah es erst mal so aus, als hätten wir ein Ferienhaus gebucht.
00:03:52: Aber das haben wir in guter Absicht gemacht, tatsächlich.
00:03:57: Was sind die eigentlich?
00:03:58: Okay, dann hoffen wir auf viele Goldmittel.
00:04:02: Ist das jetzt schon erledigt oder kann ich jetzt immer noch so ein Ticket kaufen theoretisch?
00:04:06: Nee,
00:04:07: ist glaube ich jetzt erledigt.
00:04:08: Du musst es dich vorher committen.
00:04:10: Da hättest du immer Feuerwatt gesagt hier.
00:04:13: Ja, aber wo ist dein Angebot eigentlich?
00:04:14: Was kostet?
00:04:15: Er ist ...
00:04:16: ... zwanzig Euro
00:04:17: waren.
00:04:17: Und dann darf ich ein Mal.
00:04:19: Also für zwanzig Euro.
00:04:19: darf ich dann einmal fahren.
00:04:21: Nee,
00:04:21: jedes Mal, wenn ein Gold ruht, wurde am nächsten Tag darfst du.
00:04:26: Wie viele Goldmedaillen holt denn Deutschland so bei den Winterspielen?
00:04:29: Da sind nicht so wenig.
00:04:31: Befragt mal schnell die KI Deines Vertrauens.
00:04:34: Das interessiert mich jetzt.
00:04:36: Weil ja, gut, offensichtlich.
00:04:40: Also, ich würde schon schätzen, dass wir zehn holen.
00:04:44: oder vertue ich mich da jetzt.
00:04:46: Ich bin gespannt, weil was da rauskommt jetzt gleich.
00:04:50: Ist ja auch immer die Frage der, wenn zwei oder drei an einem Tag geholt werden, hasse halt nichts davon, ne?
00:04:55: Ja, stimmt.
00:04:56: Ah ja, das habe ich natürlich nicht berücksichtigt, da hast du recht.
00:05:00: Ich habe jetzt festgestellt, ein Faktor des Erwachsenenwerdens ist, dass ich nicht mehr so viele Sportereignisse gucken kann.
00:05:08: Also früher ist das nie vorgekommen, dass ich beispielsweise den Super Bowl nicht geguckt hätte, der ja auch an diesem Wochenende stattgefunden hat.
00:05:17: Es ist immer so ein bisschen die Frage, wie der zählt.
00:05:22: Es fängt ja erst für uns montags morgens um
00:05:27: zero
00:05:29: Uhr dreißig an.
00:05:32: Deswegen ist die Frage, wo du jetzt vom Tag her einordnest.
00:05:38: Aber ja, früher immer geguckt als Jugendlicher und ich musste feststellen, das wird für mich immer schwieriger.
00:05:45: In diesem Jahr war für mich schwierig, weil ich einfach eine Erkältung hatte und genesen wollte.
00:05:50: Deswegen war das diesmal etwas schwierig für mich.
00:05:56: Aber auch so etwas wie Olympia, die Olympischen Spiele, die habe ich früher immer geguckt.
00:06:01: Alles.
00:06:02: Jeden Rots habe ich da geguckt, jede Sportart.
00:06:04: Selbst hier dann ... Deine Druckluft-Kanonen-Weitschuss, hätte ich mir angeguckt.
00:06:11: Und irgendwie fehlt mir dafür die Zeit.
00:06:14: Und irgendwie, es hat auch ein bisschen Schaden, oder?
00:06:17: Nicht so sinnlose Sport.
00:06:18: Nein, nicht sinnlose Sportarten.
00:06:20: Sportarten, mit denen ich eigentlich nichts zu tun habe, dass man sich dann dieser Faszination mal aussetzen kann.
00:06:25: Hast du rausgefunden, wie viel Gold man mit der Radio-Version
00:06:27: gewinnt?
00:06:28: Ja, hab ich.
00:06:29: Ich hab früher übrigens auch so Olympia, hab ich mir anguckt, aber eher Sommer als Winterspiele.
00:06:34: weil ich mit Winterspielen irgendwie nie so viel anfangen konnte.
00:06:37: Mein Vater hat immer gern Skispringen geguckt.
00:06:39: Warum auch immer diese Faszination für Skispringen?
00:06:41: Ich hatte immer das Gefühl, dass es betrug, weil die fallen eigentlich nur ein Berg runter.
00:06:46: Wäre das glatt und nicht so am Hang, dann würden die halt keine hundert Meter springen, sondern eher so zehn.
00:06:53: Die fallen halt nur sehr lang.
00:06:54: Naja, also, zwanzig achtzehn hat Deutschland vierzehn Goldmedaillen geholt und zwanzig zwanzig in Peking zwölf.
00:07:03: Allerdings nicht an zwölf verschiedenen Tagen, sondern acht verschiedenen Tagen.
00:07:06: Aber
00:07:06: immer noch krass, ne?
00:07:08: Ja, acht Tage.
00:07:09: Aber du musst halt auch die Zeit haben, dann spontan da irgendwie das sinnvoll nutzen zu können, ne?
00:07:16: Naja.
00:07:16: Also es lohnt sich ja eigentlich dann nur bei einer Fernreise.
00:07:19: Also es gilt dann auch nur für Fernreisezüge, also nicht für Regionalverkehr.
00:07:24: Da musst du halt irgendwie das sinnvoll nutzen können und
00:07:28: ist wahrscheinlich schon recht spezieller.
00:07:31: Ich gehe
00:07:32: davon aus, das hat irgendein BWL-Mensch sehr genau durchgerechnet, ob sich das lohnt oder nicht.
00:07:39: Ja,
00:07:39: ja, wahrscheinlich.
00:07:40: Und wie viel das als Mehrbemaßnahme kostet.
00:07:42: Es
00:07:42: klingt wie ein Wahnsinn, ne?
00:07:43: Ich flippe ja völlig aus, weil ich denke, was das ist, ein Riesenersparnis, die du da haben kannst.
00:07:48: Aber genau, die werden da kalkuliert haben und festgestellt haben, kann eh keiner nutzen.
00:07:52: Klingt aber super.
00:07:54: Ja, so in die Richtung wird's gehen.
00:07:59: Na gut.
00:08:03: Ich habe ein Buch gelesen, aber dann steigen wir schon tief in.
00:08:11: Dann fange ich mit einer anderen Kleinigkeit an.
00:08:14: Eine Kleinigkeit, die sich lange angekündigt hat und am Montagmorgen ist es dann passiert.
00:08:21: Unser Wort Preli ist tot.
00:08:22: Ich würde
00:08:23: gerade sagen, es klingt wie nach langer Krankheit verschieben.
00:08:27: Ja, passt auch ein bisschen.
00:08:29: Man muss da zu wissen.
00:08:31: Ähm,
00:08:31: unser WordPress, also unser Blog, minkorrekt.de, das war ganz, ganz früher das, worüber auch der Podcast ausgeliefert wurde.
00:08:39: Es hat mehrere Umzüge hinter sich, also die Installation ist, glaube ich, fast zwölf Jahre alt gewesen oder so, also so alt wie der Podcast.
00:08:47: Weder du noch ich sind irgendwie IT-Menschen und haben Ahnung von irgendwas.
00:08:52: Und genau so sah das nach zwölf Jahren dann auch aus.
00:08:54: Also mit diversen Abstechern über den Podcast Publisher, über den wir ja dann noch eine Zeit lang den... den Podcast Feed gemacht haben.
00:09:01: Wir haben das Hosting eine Zeit lang auf dem Server gemacht und das später auf Potsheet ausgelagert.
00:09:07: Dann sind wir wieder zurückgegangen, das nicht mehr über den Publisher zu machen, sondern sind dann irgendwann nach Podigy umgezogen zum Glück, weil dann war der Podcast Feed nicht mehr abhängig von unserem WordPress.
00:09:17: Weil so ein WordPress das muss man ja auch pflegen und sich kümmern.
00:09:20: Erstens braucht man dafür Zeit, zweitens zumindest ein bisschen Ahnung.
00:09:24: Der Holgi ist glaube ich mit seinem Podcast ja auch gerade umgezogen.
00:09:27: Wir haben das zumindest mit dem Feed und Alben drum und dran, schon vor, ich glaube mittlerweile, vier oder fünf Jahren gemacht, also schon vor längerer Zeit, dieser Zombie von WordPress.
00:09:37: Ich
00:09:38: darf mal ganz kurz, als du mir heute Mittag erzählt hast von dem Problem und ich, die ich dann telefoniert habe und ich gefragt habe, wie schlimm ist es denn?
00:09:49: Hast du gesagt?
00:09:50: Also, stell dir einen löchrigen Käse
00:09:53: vor.
00:09:57: Ja, also ganz ehrlich, das war nur eine Frage der Zeit.
00:10:00: Also vor, ich glaube, knapp zwei Monaten war schon so.
00:10:03: Also ich habe das immer geupdatet und so.
00:10:05: Also ne, das mindeste gemacht.
00:10:06: Und als ich das letzte mal ein Theme updaten wollte, ist das komplette Ding schon zusammengebrochen.
00:10:12: Und ich konnte es nur aus einem Backup wieder herstellen.
00:10:14: Hab wieder versucht, das zu updaten und es wieder zusammengeklappt.
00:10:17: Dann habe ich immer gedacht, ja, dann mache ich es halt und dann updatee ich es halt nicht mehr.
00:10:21: Sag mal, wie
00:10:22: redest du über die einzige Firma, die ich in meinem Leben gekostet
00:10:25: habe?
00:10:25: Nein, nein, nein.
00:10:26: Das ist ja nicht die Firma.
00:10:27: Das war ja ... Das ist das
00:10:29: Produkt der Firma.
00:10:30: Nee, ist es nicht.
00:10:31: Das Produkt ist der Podcast.
00:10:33: Ja, das ist der
00:10:34: Podcast.
00:10:34: Das Lagerhaus.
00:10:35: Nee,
00:10:36: auch das nicht.
00:10:37: Weil das Schaufenster.
00:10:38: Weil das Schaufenster schon lange nicht mehr da ist.
00:10:39: Ja, es ist ein Schaufenster, das
00:10:41: ist vielleicht am ehesten noch das.
00:10:43: Am ehesten noch das Schaufenster.
00:10:44: Das heißt, wir hatten
00:10:45: schon lange keine Scheibe mehr in diesem Schaufenster.
00:10:48: Das
00:10:48: könnte man so sagen, ja.
00:10:50: Die Tür stand weit offen.
00:10:52: Nee, also so lustig das ist.
00:10:54: Also man muss ja mit so was mal aufpassen.
00:10:56: Also da waren möglichst wenig wichtige Daten und so weiter.
00:10:59: Und wir haben dieses WordPress, also diese Seite eigentlich nur noch aufrecht erhalten, weil es halt doch eine nette und gute Kommentar-Community gab.
00:11:09: Also die zu den Folgen hier und da mal Kommentare geschrieben hat.
00:11:13: Eigentlich war die Homepage für nichts anderes mehr da.
00:11:15: Und wir haben ja, ich glaube vor zwei Jahren war das sogar schon mal rumgefragt, ob jemand Interesse hat oder Ahnung hat, uns eine neue Homepage zu bauen.
00:11:22: Und da war schon absehbar, dass das Ding irgendwann einfach zusammenklappt.
00:11:26: Was unter anderem durch einen der Umzüge und einen kleinen Fehler, ich glaube irgendwo in den Statistiken des Potluff Publishers oder so, hat dazu geführt, dass unsere SQL-Datenbank, die an der ganzen Scheiße dran hängt, ich glaube, zwei Gigabyte groß ist.
00:11:43: Also so groß, dass man die mit den üblichen Tools nicht mal mehr dampen konnte.
00:11:49: desas davon vorne bis hinten.
00:11:51: und heute morgen beziehungsweise nicht heute mal sondern am montagmorgen habe ich dann irgendwann eine mail von unserem host bekommen also wo das ganze gehostet war der halt diverse also in ordner in unserem worldpress gesperrt hat weil da mal war drin war die irgendwie unschöne sachen gemacht hat.
00:12:12: und jetzt haben wir zwei möglichkeiten entweder ich guck dass ich mich irgendwie einwähle gucke also mit dem ftp guck wo die ganze scheiße liegt was genau kaputt ist und den ganzen misst irgendwie wieder zusammenflicke oder wir lass uns endlich mal sterben.
00:12:28: Und ich glaube also so ein löchriges Ding wieder neu zu machen.
00:12:33: Die sauberste Variante wäre wahrscheinlich einmal Neues WordPress aufsetzen und irgendwie ein Backup einspielen zumindest von den Beiträgen und Kommentaren und so weiter.
00:12:42: Aber auch das ist nicht wenig Arbeit.
00:12:44: Ich habe da gerade weder Zeit noch Energie für mich da ernsthaft sauber drum zu kümmern und so als.
00:12:51: Übergangslösung.
00:12:52: gerade habe ich von unserem Hostor von Podgees und Standard Block aktiviert und die Domain dahin umgeleitet, damit die zumindest nicht ins Leere läuft, sondern irgendwie noch was Vernünftiges anzeigt.
00:13:04: Und wir sollten die Gelegenheit eigentlich nutzen, um das Ganze mal sauber wiederzumachen.
00:13:09: Und dann ist vielleicht nicht ein WordPress das, was wir wollen, sondern wir wollten ja eh schon lange mal die Homepage neu machen, weil sich ja auch unsere Ansprüche geändert haben, bzw.
00:13:20: die nichts, wie man so schön sagt.
00:13:23: Also, was wir wollen, was wir brauchen, wie das Ganze aussehen soll, hat sich in den letzten zehn Jahren auch das Internet massiv verändert.
00:13:30: Also, Mobile ist zum Beispiel deutlich wichtiger geworden als Desktop.
00:13:33: Also, dass es auch vernünftig in Mobile aussieht, geht natürlich mit dem WordPress auch.
00:13:37: Aber zum Beispiel, ganz viele Leute haben irgendwie nach links gefragt, die rechts in der Leiste sind, die gibt es in der Mobile-Ansicht auch.
00:13:43: Da musst du nur komplett für runter scrollen, weil die unter alles andere rutschen.
00:13:47: Das war alles nicht mehr gut und eigentlich ist es ein guter... Guter Ansatz, dass das Ding jetzt einmal zusammengeklappt ist und damit auch wahrscheinlich begraben bleiben wird.
00:13:57: Vielleicht kriegen wir es noch hin, die Kommentare zu den alten Folgen irgendwie zu exportieren und irgendwo noch verfügbar zu machen.
00:14:03: Aber das hat in der Priorität eher, also erst mal irgendwie ist das zweitrangig.
00:14:09: Wir müssen erst mal irgendwie wieder was vernünftiges aufbauen.
00:14:12: Und da würde ich sagen, bauen wir mal eine ordentliche Homepage und für so ein Austausch oder Kommentare zur Sendung.
00:14:20: Bin ich mir ehrlich gesagt noch gar nicht sicher, wie wir das machen wollen in Zukunft.
00:14:23: Weil Kommentare auf einer Homepage sind eine gute Sache.
00:14:27: Aber benötigen halt Betreuung.
00:14:29: Das ist nichts, was du so laufen lassen kannst.
00:14:31: Die benötigen Betreuung, das muss jemand warten und so.
00:14:36: Also wir können mal überlegen, wie wir das in Zukunft gestalten wollen, Austausch, ob wir das auf andere Kanäle verlagern oder doch über die Homepage machen.
00:14:44: Wenn
00:14:45: wir ein recht aktives Discord, da könnte man das ja auch machen.
00:14:47: Genau, da könnte man auch überlegen, ob man das dahin verlagert.
00:14:50: Also wir haben da noch nichts entschieden.
00:14:52: Es ist aber jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo wir sagen, das Ding ist gestorben, zu Recht etwa alt und dürfte endlich mal gehen.
00:14:59: Wenn wir jetzt das eh neu machen, können wir auch mal überlegen, ob wir unsere Grundstruktur nicht mal neu aufstellen wollen.
00:15:04: ... um das halt vernünftig zu machen und auch irgendwie ansprechen ... ... und vor allem auch irgendwie zeitgemäß.
00:15:11: Mit mehr Interaktion und so und dazu gehört wie zum beispiel eine neue homepage machen und da werden wir wahrscheinlich noch mal auf die leute zurückkommen die uns geschrieben haben beziehungsweise ihr könnt euch gerne mal bei uns melden wenn ihr sowas macht und damit meinen wir jetzt nicht dass sie irgendwie hobby mäßig oder nebenbei eine homepage macht oder so sondern wenn ihr sowas beruflich macht.
00:15:30: also wir wollen nichts geschenkt haben oder so.
00:15:32: wir möchten einen auftrag vergeben dafür auch.
00:15:35: vernünftiges Gehalt, also ein ordentliches Geld bezahlen.
00:15:38: Das Ganze hilft uns nicht, wenn es nur eine Homepage ist, die einmal gemacht wird und dann war es das, sondern eigentlich muss das so was sein, wo uns die Dienstleistung, dass sich jemand darum kümmert, mitverkauft wird.
00:15:51: Was natürlich auch Kosten verursacht, was uns bewusst ist und auch monatliche Kosten und so weiter und so weiter.
00:15:57: Aber wir möchten da tatsächlich etwas, also jemanden, der das beruflich macht.
00:16:02: Am besten und professionell macht sich drum kümmert und auch die Möglichkeit hat das weiter zu betreiben.
00:16:09: Also wenn ihr euch da angesprochen fühlt, dann meldet euch gerne mal.
00:16:13: Ja.
00:16:14: Ich hatte noch die oder habe immer noch die E-Mails, die ihr uns damals geschickt habt für die Webseiten, als wir schon mal danach gefragt haben, ob wir in der Community Leute haben, die das können.
00:16:25: Habe ich noch abgespeichert.
00:16:27: Wir würden euch trotzdem bitten ihr könnt im Prinzip gerne auch die gleiche e-mail noch mal copy paste noch mal schicken wenn ihr noch im business seid.
00:16:34: das ist der grund warum ich jetzt nicht einfach die leute noch mal anschreiben will weil das einfach zwei jahre her ist.
00:16:39: also wenn ihr die bedingungen erfüllt ihr macht das professionell.
00:16:45: Genau und jetzt könnte man natürlich auch sagen, wir suchen uns einfach selber jemanden, der professionell kann, aber es ist natürlich schon schön jemanden zu nehmen, der aus der Community kommt und uns auch kennt und unsere Website, dann hilft das natürlich nochmals, wenn wir jetzt irgendwie zu irgendeiner Bude gehen würde.
00:17:01: Also wenn ihr noch Interesse hättet, das zu machen und ihr könnt das auch, dann schickt gerne Arbeitsproben, also eine E-Mail mit ein paar Links, wo wir uns das angucken können, zu uns und wir würden uns dann Bei einem melden.
00:17:15: jetzt ist der also jetzt ist der Druck so groß wird machen müssen und wollen.
00:17:20: beim letzten mal wart er so Luxus und dann hatten wir ein bisschen andere Dinge zu tun.
00:17:24: wir waren halt permanent auf Tour.
00:17:26: Und naja es sind noch ein paar andere Sachen passiert.
00:17:31: Deswegen.
00:17:33: Haben wir damals damals nicht hingekriegt, aber jetzt glaube ich freut
00:17:38: mich,
00:17:39: dass
00:17:41: ich.
00:17:42: Ist jetzt auch alles nicht so schlimm, denn wie schon gesagt, dieses Block, also Mincorrect E, hat eigentlich keinerlei Funktion mehr, was den Portrast angeht, abgesehen von Kommentaren zu den einzelnen Sendungen.
00:17:54: Und wie gesagt, es ist jetzt auch die Domain ist umgeleitet auf so ein Standard Block.
00:17:58: Also wenn ihr die Folgen immer über die Homepage gehört habt, könnt ihr das immer noch machen.
00:18:03: Die Homepage ist jetzt halt mincorrect.podg.io und mincorrect.de leitet einfach dahin weiter.
00:18:09: Allerdings könntet ihr da aktuell eine kleine Fehlermeldung bekommen, weil das Zertifikat halt nicht für diese Domain ausgestellt ist, sondern für eine andere.
00:18:19: Das müssen wir auch noch ein bisschen ändern, aber das ist alles gerade so Schadensbegrenzung kurz geflickt, weil, wie Nikos gerade auch schon sagte, auch noch eine Menge andere Sachen gerade im Hintergrund anstehen und Zeit und Energie dafür fehlt.
00:18:33: Aber du sagst so, die Homepage hat sowieso nur irgendetwas mit den Kommentaren zu tun, aber da war ja auch eine schöne Landingpage, wenn es darum ging, Tickets zu verkaufen oder weiterzuleiten zu unserem Merchshop.
00:18:46: Keine Frage, die war für alles gut und die ist auch wichtig, auch immer noch und die wird auch für die Zukunft wichtig.
00:18:53: Bevor wir zu Portagee umgezogen sind und so weiter oder selbst, als wir bei Portagee eine Zeit lang noch waren.
00:18:58: Am Anfang war das so, dass unser Feed immer noch von unserem WordPress gemacht wurde und das ist nicht mehr so.
00:19:03: Wenn das noch so wäre,
00:19:04: würde
00:19:05: ihr diese Folge nicht hören, weil der ganze Scheiß-Eck einfach kaputt wäre.
00:19:09: Okay, ja, das ist natürlich noch mal eine andere Dringlichkeit.
00:19:12: Ja.
00:19:14: Na gut, dann gucken wir mal.
00:19:16: So viel zu meinem Drama,
00:19:18: wie wir das Beast wiederbelebt kriegen.
00:19:21: Nee, das ist tot.
00:19:22: Dass wir nicht wiederbelebt haben, ist ein neues.
00:19:24: Du
00:19:27: hast ja deutlich erzählt, dass du viel gelesen hast in diesem Jahr schon, ne?
00:19:33: Ja, ich bin gerade bei Buch Nummer vier.
00:19:36: Ich auch.
00:19:37: Ich bin auch bei Buch Nummer vier und ich genieße, glaube ich, genauso wie du, diese Entschleunigung und dieses... Ja, es fühlt sich einfach irgendwie ein bisschen nachhaltiger an, wenn man was liest anstatt, wenn man einen Abend nach dem anderen irgendwelche YouTube-Videos guckt oder so.
00:19:55: Das kann ja auch gut sein.
00:19:56: Ich gucke da ja meistens auch Sachen, die nicht nur unterhalten, sondern wo ich auch irgendwas lernen.
00:20:03: Aber lernen auf einem Sinn selber mal entspannten Niveau.
00:20:07: Also eher so gute Fotos machen, gute Videos drehen und solche Sachen.
00:20:13: Ja, aber jedenfalls ist Lesen nochmal irgendwie ein bisschen nachhaltiger, hat man das Gefühl.
00:20:19: Man geht irgendwie mit tieferen Gedanken dann irgendwie von so einem Buch weg, als von YouTube, würde ich sagen.
00:20:25: Ich habe das Gefühl Lesen ist vor allem aktiver.
00:20:30: Es ist ein aktiveres Medium, zumindest für mich, als irgendein Video gucken oder so.
00:20:34: Also da denke ich mehr beinahe, habe mehr Bilder vor Augen und bin dabei konzentrierter, als ein Video zu gucken.
00:20:43: Ich lese ja weniger Romane, sondern mehr so Sachbücher können wir wahrscheinlich sagen.
00:20:50: Ein Beispiel kommt jetzt gleich aus der, ich sag mal so, Sozialwissenschaft.
00:20:56: Und ich tendiere ja dann dazu immer mir Highlights, also Markierungen zu machen in den Büchern.
00:21:04: Also ich lese ja digital, mache mir dann Markierungen, exportiere die dann nachher und hab die dann noch in meinem Also in einem Dokument, wo ich die sammle sozusagen und da gucke ich ihm, also vor allem wenn ich das Buch durchgelesen habe, gucke ich nochmal über diese Notizen oder die Markierungen.
00:21:23: Das finde ich schon mal super, wenn man im Prinzip seine private Zusammenfassung von dem Buch nochmal sieht.
00:21:28: Und dadurch, dass ich mir die Abspeicher kann, ich halt auch Monate später, wenn ich denke, in dem Buch stand doch was, gucke ich dann da nochmal rein und finde dann Stellen relativ schnell.
00:21:38: Und warum erzähle ich das?
00:21:40: Weil natürlich genau das ist, was du gerade gesagt hast, man liest dann viel aktiver.
00:21:44: Wenn man sagt so, ich will die wesentlichen Aspekte, die ich behalten will, die will ich markieren.
00:21:50: Da lese ich ganz
00:21:51: anders, als wenn ich nur so, manchmal rauschehe, einfach mal so dreißig Seiten dahin, wenn man passiv liest, sage ich jetzt mal.
00:21:58: Und da passiert man da nicht so seit ich Markierung mache und die auch nachher exportiere und den Anspruch habt, dass ich da für mich das Buch einigermaßen zusammenfassen möchte.
00:22:07: Und er fühlt sich auch sofort besser an.
00:22:09: Ich hatte sonst immer so ein bisschen die große Sorge beim Lesen, dass ich Dinge gleich wieder vergesse, was auch tatsächlich passiert.
00:22:17: Und das beruhigt mich, wenn ich dann markiere und denke, okay, das habe ich mir festgehalten.
00:22:23: Das kann mir nicht mehr entfläuchen.
00:22:26: Ja,
00:22:27: ich lese tatsächlich häufiger Romane oder so, also eher die Entspannungsliteratur als Sachbücher.
00:22:35: Wobei ich jetzt vielleicht darüber nachdenke, ich habe dieses Jahr zwei Sachbücher gelesen und bin gerade bei meinem zweiten Roman.
00:22:43: Ich war ja ganz neidisch, als du von dem Astronauten gesprochen hast, dachte ich, da will ich auch mal wieder ausprobieren, Roman zu lesen.
00:22:51: Vielleicht ist der Astronaut etwas, womit ich auch da in dieses Genre immer wieder einsteige.
00:22:57: Ich könnte es dir leihen, ich habe es als Buch, also als haptisches Buch tatsächlich zu Hause liegen.
00:23:03: weiß ich gar nicht, wie man das bedient.
00:23:09: Es war auch tatsächlich nicht so schön zu lesen.
00:23:12: Zumindest fand ich es nicht so nett, weil du halt die ganze Zeit dieses... Fünfhundertfünfzig Seitenbuch in der Hand hast du.
00:23:17: Ja,
00:23:18: stimmt.
00:23:19: Für mich ist es ja wirklich gut, dass ich halt auch nachts lesen kann oder abends.
00:23:23: Wenn andere schon schlafen wollen, kann ich halt das E-Book auf ganz dunkel stellen und et stört an keinen.
00:23:30: Und wenn du ein echtes Buch hast, dann brauchst du irgendeine Art der Beleuchtung und die ist meistens deutlich heller.
00:23:38: Okay, aber ich wollte dir euch eigentlich etwas erzählen über das Buch, was ich gerade gelesen habe.
00:23:42: Das Buch heißt Misstrauensgemeinschaften.
00:23:45: Er ist von Aladdin El Maffalani, der ist Sozialwissenschaftler und Professor an einer Hochschule.
00:23:53: Er forscht vor allem über gesellschaftliche Ungleichheit, Bildung, Migration und solche Sachen.
00:24:00: Ich bin auch über Bildung eigentlich auf ihn aufmerksam gewesen, weil meine Frau hatte bei dem eine Fortbildung.
00:24:05: Eine Veranstaltung sage ich jetzt mal, ich glaube, der hat den Wesen im Vortrag gehalten.
00:24:10: Und da war sie schon total begeistert und ich habe dann Interviews von ihm gehört, unter anderem bei Tilo Jung, bei Jung und Naiv und solche Sachen.
00:24:19: Also bei Tilo war er, glaube ich, schon zweimal und da haben sich seine Gedanken schon sehr fasziniert.
00:24:26: Und da wollte ich auch mal was von ihm lesen und dann habe ich mich für Misstrauensgemeinschaften entschieden, also das Buch, weil das einen ganz interessanten Aspekt behandelt.
00:24:35: der uns beide auch schon immer interessiert hat, aus dem Gesichtspunkt der Wissenschaftskommunikation her.
00:24:42: Er in diesem Buch beschreibt er nämlich ein zentrales Paradox, könnte man sagen, von modernen Gesellschaften, nämlich, dass je offener und gebildeter und auch beteiligungsorientierter eine Gesellschaft wird, desto größer wird das Misstrauen.
00:25:02: Also je offener du bist, je gebildeter du bist, als Gesellschaft, desto größer ist das Misstrauen in deiner Bevölkerung.
00:25:10: Das Misstrauen wem gegenüber?
00:25:12: Also allem gegenüber,
00:25:13: oder?
00:25:14: Ja, genau.
00:25:14: Ist eine gute Frage.
00:25:16: Allem gegenüber.
00:25:17: Ich werde da gleich noch konkretisieren.
00:25:21: Warum ist das so?
00:25:23: Der Kern des Problems ist Komplexität.
00:25:25: mit Offenheit, mit hoher Bildung, mit... Beteiligungsorientiertheit, also Demokratie, werden moderne Gesellschaften immer komplexer und funktionieren eigentlich nur noch über hochspezialisierte Systeme.
00:25:41: Also Wissenschaft zum Beispiel wird natürlich immer spezieller, immer komplexer.
00:25:46: Aber Politik auch.
00:25:48: Politik wird auch immer komplexer, weil die Probleme, mit denen sich Politik beschäftigen muss, immer komplexer wird.
00:25:56: Also dem folgend wird zum Beispiel auch Verwaltung immer komplexer oder Wirtschaft wird immer komplexer.
00:26:01: Also wenn ich mich ja jetzt ein bisschen für Börse und so interessiert, das ist auch hoch komplexer eigentlich, bis man damals durchgestiegen ist, was da alles passiert.
00:26:13: Und auch Entscheidungen passieren dann in solchen Gesellschaften nicht mehr so intuitiv.
00:26:20: Also nicht.
00:26:20: Also der Höhlenmensch, wenn das Wetter schön ist, geht da raus und jagt oder keine Ahnung.
00:26:25: Also die Entscheidung waren früher etwas einfacher.
00:26:28: Entscheidungen sind jetzt aber nicht mehr intuitiv und gut nachvollziehbar, zwingend.
00:26:34: Sondern passieren auch nicht mal nicht nicht mehr sehr sichtbar, sondern häufig irgendwo in irgendwelchen Gremien oder auf Basis von Modellen.
00:26:45: Wir denken ans Klima.
00:26:47: Statistiken werden benötigt, um zu entscheiden, wo wir Geld brauchen.
00:26:52: Jetzt sind alles komplexe Verfahren, wo dann am Ende nicht irgendwie schwarz und weiß rausfällt und es ist eindeutig, wir müssen das machen, sondern
00:27:01: ja,
00:27:02: es sind so Wahrscheinlichkeiten.
00:27:03: und dann sagen wir, okay, dann lass mal in die Richtung laufen.
00:27:07: Und das führt dazu, dass Menschen, da das für viele Menschen diese Prozesse einfach nicht mehr nachvollziehbar sind, selbst wenn sie gut erklärt werden, Und jetzt kommt ein superinteressanter Aspekt, über den ich noch nicht nachgedacht hatte.
00:27:21: Diese Intransparenz, diese Komplexität führt dann bei den Menschen, bei vielen Menschen, nicht zu einem neutralen Nichtwissen und einer, ich sag mal, uninteressiertheit, verstehe ich nicht mehr, ist mir dann auch egal, sondern die führt zu einem Misstrauen.
00:27:44: Menschen werden misstrauisch.
00:27:45: weil sie Systeme nicht mehr verstehen.
00:27:49: Also,
00:27:50: wenn man glaubt, es muss doch eine einfache Antwort darauf geben und das kann doch nicht so schwer sein, oder?
00:27:56: Sehr
00:27:56: gut.
00:27:57: Da bist du eigentlich schon einen Schritt weiter, genau.
00:28:00: Darauf läuft sie hinaus, genau.
00:28:02: Der ist noch einen Zwischenschritt.
00:28:04: Wer Entscheidungen nicht mehr versteht, muss die entweder glauben oder sie ablehnen, also misstrauen.
00:28:11: Und jetzt hast du natürlich, bist du genau schon in die richtige Richtung gelaufen, wo wir dann sozusagen den Kreis schließen.
00:28:20: Es gibt zwei Interessengruppen, die spielen die Klaviatur des Misstrauens besonders gut.
00:28:26: Da sind einmal die Populisten und es sind die Verschwörungsmystiker.
00:28:33: Beide Gruppen haben nicht zwangsläufig was miteinander zu tun, kann sein, muss aber nicht.
00:28:38: Aber beide Gruppen befeuern dieses Misstrauen.
00:28:42: Beide setzen da an und du hast genau richtig gesagt, sie reduzieren Komplexität, bieten einfache Erklärung an.
00:28:51: Also die populisten klare Schuldige, die sind schuld, die müssen raus.
00:28:55: Oder bei den Verschwörungs-Mystikern-Erzählern gibt's halt eindeutige Narrative, Weltverschwörung oder was auch immer, böse Pharma-Lobby und solche Sachen.
00:29:08: Und damit sind die dann emotional natürliche Anschlussfähig, geben dann Orientierung, die Leute wissen oder haben das Gefühl, sie wissen weder wie die Welt funktioniert und haben eine Antwort gekriegt und sind nicht mehr so orientierungslos, so allein gelassen.
00:29:25: Und was der Autor, also El Mavalani dann sagt, und das finde ich auch gut, ist, dass Misstrauen nicht primitiv oder irrational ist.
00:29:35: Also man sollte sich jetzt nicht lachen über diese Menschen und sagen, ihr versteht das nicht, ihr seid alle doof, sondern da ist eine logische Reaktion auf Überforderung.
00:29:45: Die sitzen in einem System, weil sie nicht mehr verstehen und deswegen sind sie anfällig für Populismus oder eben Verschwörungserzählungen.
00:29:55: Das schlimme ist ich glaube du kannst den leuten nicht sagen also du kannst den menschen die überfordert sind das nicht sagen weil sich die leute ungern eingestehen dass sie überfordert sind.
00:30:04: Ja das wäre glaube ich auch nicht die strategie.
00:30:06: also du gehst jetzt nicht zu den leuten und sagst so ich verstehe du hast angst weil du weil du dieses
00:30:11: ist dumm bist.
00:30:12: Ja
00:30:12: genau das ist halt schwierig.
00:30:19: Ja ja.
00:30:20: Aber das ist genau das Problem.
00:30:22: Diese Leute finden sich dann in solchen Misstrauensgemeinschaften zusammen.
00:30:26: Also Gruppen, die sich nicht mehr über Lösungen definieren, sondern über gemeinsames Misstrauen.
00:30:33: Den Eliten gegenüber, der Wissenschaft gegenüber, den Medien gegenüber, dem System gegenüber.
00:30:39: Da haben wir alles gehört die letzten Jahre.
00:30:41: Das sind alles die Dinge, die die Populisten zum Beispiel befeuern.
00:30:48: Das haben wir alles gehört oder während Corona eben auch gehört.
00:30:54: Ja, und Verschwörungserzüllungen halt genauso, die liefern dann eben auch die passende Welterklärung.
00:30:59: Und jetzt natürlich die Frage, was ist die Lösung?
00:31:03: Der Autor sagt im Prinzip auch das, was du gerade gesagt hast.
00:31:07: Dieses Misstrauen lässt sich nicht einfach abbauen.
00:31:10: Also du kannst jetzt nicht mit mehr Informationen reichen, beispielsweise nicht.
00:31:15: Du kannst ja jetzt nicht hingehen und sagen, so jetzt erklär ich dir mal was und dann läuft das wieder.
00:31:20: Auch Transparenz kann schwierig sein.
00:31:22: Würde man ja sagen, so ja, dann machen wir halt, weiß ich nicht, die Wissenschaft offen, dann könnt ihr alle reinkommen und gucken oder wir erklären das alles.
00:31:31: Aber Transparenz ist auch,
00:31:33: schafft auch
00:31:33: nicht zwingend und automatisch vertrauen.
00:31:38: Also genau, das ist halt das Ding.
00:31:40: Wenn man sagt, man muss einfach alles öffentlich machen und alles frei.
00:31:45: Das sieht man ja schon irgendwie, weiß ich nicht, bei... Also, ist jetzt ein doofes Beispiel, aber zum Beispiel, ich rede als Selbständiger mit Leuten, die nicht selbstständig sind, selten über sowas wie Einkünfte oder so.
00:32:05: Selten bis gar nicht, weil... viele Leute, die selber nicht selbstständig sind oder nicht, also nicht mal selbstständig waren oder so, das drumherum nicht kennen und nicht wahrnehmen.
00:32:16: Damit meine ich das nicht böse oder so, sondern einfach verschiedene Sachen nicht im Kopf haben.
00:32:21: So was wie, wenn du jetzt alles rein fiktiv, du hältst einen Vortrag und bekommst für den Vortrag, musst du den Honorar sagen, was hättest du denn gern?
00:32:29: Dann sagst du, tausend Euro.
00:32:32: Und das klingt natürlich für jemanden, der jetzt irgendwie, weiß ich nicht, im Monat seine zweieinhalb tausend Euro netto oder so verdient, nach unglaublich viel, weil du bist, du hast ja nur einen Tag, du kriegst für eine Stunde Vortrag tausend Euro, klingt nach viel.
00:32:45: Wenn du aber selber selbstständig bist und weißt, was da noch alles dranhängt, weißt du, dass das irgendein gut bezahlter Vortrag ist, keine Frage, aber nicht so viel, wie es sich anhört im ersten Moment, weil von diesen tausend Euro, die sind nicht netto, die sind brutto, du musst davon Steuern zahlen, dann kannst du schon mal fast die Hälfte von... wegnehmen.
00:33:01: Dann musst du deine ganzen Sozialversicherungen davon zahlen, was du auf deinem Gehalt sonst, was nette auf deinem Konto landet, ja auch nicht siehst.
00:33:08: Plus eventuelle Versicherungen und so weiter und so weiter.
00:33:10: Also am Ende bleibt halt wenig über, aber das müsstest du halt jedes Mal erklären.
00:33:15: Und ich habe irgendwann aufgehört, da drüber generell irgendwie dieses Thema oder versuche, also ich habe dieses Thema vermieden, wenn ich nicht mit Leuten gerade mich unterhalte, die in der gleichen Peer-Group sich aufhalten.
00:33:30: Also die wissen, was da mit dran hängt.
00:33:33: Ein Beispiel aus der Naturwissenschaft wäre vielleicht die Klimaforschung und die Tatsache, dass die Modelle, die Klimamodelle zwar immer präziser werden und auch schon sehr, sehr gute Vorhersagen machen, aber natürlich immer noch viele Unsicherheiten haben.
00:33:51: Also das ist der laufendes Experiment mit unserem Klima.
00:33:54: Natürlich wissen wir nicht, wann wir genau die weil sie nicht acht Grad reißen oder so.
00:34:00: Dafür sind einfach Unsicherheiten im System.
00:34:03: Und wenn du jetzt volle Transparenz zeigst und dann sagst, hier sind Unsicherheiten im System und hier wissen wir noch nicht genau, wie sich das auswirkt und das hier haben wir noch nicht verstanden, dann kann natürlich die... diese Unsicherheiten aufzeigen, auch dazu führen, dass Leute noch mehr verunsichert sind oder noch mehr Vertrauen verlieren in Systeme wie die Wissenschaft.
00:34:30: Aber dennoch der Autor, also ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Buch, aber ich war schon so begeistert, dass ich ihm erzählen wollte schon mal.
00:34:37: Elm Maffalani sagt dann so, wir müssen uns daran gewöhnen, dass Misstrauen halt der normalen Zustand von modernen Gesellschaften ist, dass wir den Leuten trotzdem ermöglichen müssen, eine Beteiligung zu haben, also Beteiligung statt Belehrung, also Belehrung bringt gar nichts, die müssen sich schon beteiligen können.
00:34:57: Beteiligung ist... vielleicht noch mal etwas stärker als nur Transparenz.
00:35:01: Also wenn sie irgendwie tatsächlich auch mitmachen können, also sowas wie Citizen Science und dann sehen, wie wird mit den Daten umgegangen, wie arbeitet man da statistisch und so.
00:35:10: Das kann natürlich helfen.
00:35:11: Mir ist schon klar, das kannst du nicht auf der gesamten Gesellschaft die Breite durchführen.
00:35:16: Da sind natürlich schon wieder ein spezieller Kreis, der da auch Interesse dran hat.
00:35:22: Also ich glaube, man kann generell zu der Transparenz Geschichte sagen, also sei es jetzt irgendwie Gelder von Selbstständigen oder sonst was könnte man sagen.
00:35:29: Ich finde Transparenz super wichtig, aber sie muss im Kontext eingeordnet werden.
00:35:36: Weil Informationen, die einfach nur so dastehen, ohne Kontext, sehr schnell missverstanden oder auch bewusst falsch kommuniziert werden können.
00:35:44: Ja, das ist genau das, was wir auch immer bei der Wissenschaftskommunikation sagen.
00:35:48: Also Wissenschaftskommunikation darf halt nicht, ich sage jetzt mal Marketing für Forschung sein, so, wir erklären einfach nur, was wir rausgefunden haben, sondern wir machen zwar die Ergebnisse aussichtbar, aber viel, viel wichtiger ist zu erklären, was ist der Prozess dahin?
00:36:03: Wie sind die Experimente abgelaufen?
00:36:05: Wo liegen noch Unsicherheiten?
00:36:07: Wo ist vielleicht sogar das Grenzen von Wissen?
00:36:09: Was können wir gerade gar nicht wissen?
00:36:12: Und wo hört dann auf, Wo hört der Sachverhalt dann auf, Wissenschaft zu sein, weil das vielleicht nie herauszufinden ist?
00:36:21: Ja.
00:36:21: Das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig und eine wichtige Aufgabe der Wissenschaftskommunikation auch.
00:36:27: eben nicht nur versuchen zu überzeugen, sondern auch ein Verstehen zu ermöglichen.
00:36:33: Ohne dann auch einfache Wahrheiten zu versprechen, weil das können wir natürlich nicht machen.
00:36:37: Also ich weiß auch, dass das ein harter Kampf ist gegen Populisten.
00:36:42: Verschwörungsmystiker, weil die natürlich viel einfache Spiel haben.
00:36:45: Die können einfach sehr einfache Sachen versprechen.
00:36:48: Aber da kann natürlich vielleicht auch eine Chance drin sein, wenn man den Leuten sagt, die Welt ist aber komplexer.
00:36:56: Und ja, dann benutzt man zum Beispiel Wissenschaftskommunikation, um zu erklären vielleicht.
00:37:07: Also einen letzten Satz noch dazu, den habe ich jetzt glaube ich nicht so direkt aus dem Buch, aber aus meinen Notizen glaube ich, vielleicht ist auch aus dem Buch, ich weiß nicht mehr genau.
00:37:19: In einer komplexen Gesellschaft entsteht Vertrauen nicht durch Gewissheit, denn die wirst du nie haben, die Gewissheit.
00:37:25: Also in einer komplexen Gesellschaft entsteht Vertrauen nicht durch Gewissheit, sondern durch nachvollziehbare Unsicherheit.
00:37:31: Also du musst den Leuten erklären, warum es Unsicherheit gibt und wie die Zustande kommt und wie wir versuchen, die Unsicherheit möglicherweise auch kleiner zu machen.
00:37:40: Aber das ist sicherlich eine Aufgabe der Wissenschaftskommunikation.
00:37:45: Also, spannendes Buch.
00:37:46: irgendwie, fand ich irgendwie, fand ich interessant, wie diese Unsicherheit sowohl diesen Populismus treibt als auch diese Verschwörungsmythen.
00:38:04: Ganz interessant.
00:38:06: Und es gibt keinen Entkommen, weil die Gesellschaft so oder so komplexer wird.
00:38:10: Also wir müssen damit klar kommen.
00:38:12: Also wir kommen nicht mehr zurück zu einem einfachen Gesellschaft, wo alles klar ist und keiner zweifelt.
00:38:16: Das wird nie wieder passieren.
00:38:17: Gesellschaften werden immer komplexer.
00:38:20: Seitdem wir kriegen die Nazis, dann wird natürlich alles super einfach.
00:38:25: Ich glaube die Zeit, dass irgendwas wirklich simpel ist, ist vorbei.
00:38:30: Ja, stimmt.
00:38:30: Das wäre ja auch nur ein Verschließen der Augen.
00:38:33: Wenn jetzt irgendwelche Povolisten sagen, die faulen Ausländer sind schuld, dass die Welt so komplex ist, dann also, das fliegt ja früher oder später auf.
00:38:48: Die faulen Leute, die nicht arbeiten wollen, alle.
00:38:51: Ja, das stimmt.
00:38:52: Ja, genau.
00:39:01: Hatt ich diese Geschichte schon erzählt mit dem Satz, kannst du reiten?
00:39:05: Habe ich das hier erzählt?
00:39:07: Das ist
00:39:08: ein ganz kurze Anekdote, aber aus einem anderen Buch, was ich gelesen habe.
00:39:11: Fünfzig Sätze, die das Leben leichter machen.
00:39:15: Einer der Sätze war, da wurde ein Schauspieler, also es ist eine Anekdote, gefragt für eine Rolle, wurde er gecastet und er wurde gefragt, können sie denn reiten?
00:39:26: Also, der musste da irgendwie für die Rolle reiten können.
00:39:29: Und seiner Antwort da drauf war, ja, ich muss es nur noch lernen.
00:39:34: Und diesen Ansatz an die Welt fand ich so witzig, gut, dass ich mir vorgenommen habe, das ein bisschen in meiner Denke zu verankern.
00:39:45: Also, wenn dich einer
00:39:47: fragt,
00:39:47: genau, ja, du kannst alles.
00:39:49: Also, du musst es halt nur noch lernen.
00:39:51: Ist ja die Frage, wenn das wichtig ist, kann ich... Können wir alles lernen?
00:39:55: wahrscheinlich oder vieles sagen wir mal.
00:39:58: Und diese herangehensweise an die Welt finde ich irgendwie.
00:40:02: In dem Buch geht die Anekdote dann so zu Ende, dass die Autorin ihn dann irgendwie Jahre später nochmal trifft und der hatte dann mittlerweile mehrere Rollen, wo er reiten musste.
00:40:10: Also hat hat wohl funktioniert diese Aussage.
00:40:16: Aber ich glaube bei Schauspielern ist das ja häufig so, dass die für irgendwelche Rollen gekastet werden, genommen werden und da müssen so Schwertkampf lernen oder reiten oder schwimmen.
00:40:25: Und vielleicht müssen wir alle da so ein bisschen mehr verinnerlichen, dass man im Prinzip so eine... ... so eine Lernmentalität bis ins hohe Alter sich bewahren.
00:40:35: Das
00:40:35: kann aber auch richtig nach hinten losgehen, ne?
00:40:38: Wenn du bei einem sagst, ja, ja, kann ich, kann ich.
00:40:41: Ja, ja,
00:40:41: da ist natürlich nicht sagen, ja, ich kann WordPress reparieren, bis morgen, äh, das wird dann nix, ne?
00:40:47: Also, das
00:40:47: muss nur noch lernen.
00:40:49: Das muss dann natürlich realistisch sein.
00:40:51: Also dieser Nachsatz, ich muss es nur noch lernen, das ist glaube ich das Wichtige, ne?
00:40:55: Weil dann dein Gegenüber zumindest schon mal weiß.
00:40:58: da da sich jetzt noch nicht darauf verlassen kann, dass du da Flugzeuge landen kannst.
00:41:03: In welcher
00:41:04: Situation du auch immer gerade bist.
00:41:07: Na ja.
00:41:09: Gut.
00:41:10: Ja, warst du noch was sonst?
00:41:13: Ich überleg gerade, hatte ich noch was?
00:41:15: Ich glaube nicht.
00:41:16: Ich habe ein bisschen mit Wochenplänen rumgespielt, habe da aber noch nicht so richtig das Ding für mich gefunden.
00:41:21: Aber es wird besser.
00:41:24: Da bin ich ja immer interessiert.
00:41:25: Dann kannst du beim nächsten Mal oder wann auch immer du ein System gefunden hast, was bei dir funktioniert.
00:41:31: Bin ich immer interessiert.
00:41:33: Ja, ich habe jetzt, also in der letzten Woche habe ich die Sachen, die von denen ich weiß, dass ich sie die Woche noch machen muss, möglichst früh an den Anfang der Woche gepackt und das auch verteidigt, dort Zeit zu haben, sie dort zu erledigen.
00:41:46: Und das hat zumindest in der letzten Woche sehr gut geklappt.
00:41:48: Das ist gut, ja.
00:41:49: Ja, das ist für mich auch immer wichtig.
00:41:54: Alles, was ich schiebe, ist immer schlecht.
00:41:56: Ich hatte in den letzten zwei, drei Wochen, da war da sogar noch die, war da sogar noch in den Weihnachtsferien, könnte sogar sein, ich weiß nicht genau, da hatte ich nicht den, ich habe ja sonst normalerweise den Zwang, morgens Sport und Sport zu machen, weil in dem weiteren Verlauf des Tages habe ich einfach keine Zeit.
00:42:17: Ich hatte ein paar Mal die Gelegenheit, am Nachmittag schon Sport zu machen.
00:42:21: Oder ein, zweimal musste ich, glaube ich, sogar nach der Arbeit machen, weil wir morgens einfach nicht hingekriegt haben.
00:42:27: Und das ist so schlimm für mich.
00:42:28: Also Wahnsinn.
00:42:29: Wahrscheinlich ist das auch eine Gewöhnung bei mir jetzt.
00:42:32: Einfach, dass mein Körper sagt, morgens ist okay, aber auf gar keinen Fall nachmittags, wenn die Batterien leer gehen und du dich eigentlich nur noch um den Abendessen freust.
00:42:42: Also jeder Nachmittag war total scheiße.
00:42:44: Ich hab nach draußen geguckt, hab gesehen, es ist kalt.
00:42:47: Dann bin ich nach Hause gefahren, hab mich schon leidig gefühlt.
00:42:52: Nach dem Sport war dann gut.
00:42:53: Aber das ist überhaupt nichts für mich.
00:42:55: Ich muss sofort die... Ich muss mich auch wirklich abends eigentlich hinsetzen.
00:43:00: Das sind die guten Tage, wo ich abends mit dem Plan für den nächsten Tag mach.
00:43:04: Wenn ich morgens aufstehe und mir überlege, was möchte ich heute machen?
00:43:08: Desaster.
00:43:09: Also... Nicht, nicht Desaster.
00:43:13: Ist dann nicht, dass ich völlig aktionslos irgendwo rumsitze, dann schaffe ich das auch.
00:43:17: Aber dann geht einfach schon viel Energie für diese Planung verloren.
00:43:20: Und abends zu planen, was ich morgen machen muss.
00:43:22: Das ist wie jemandem anderen sagen, was er tun soll.
00:43:26: Weil das ist ja erstmal ein morgiges Ich so.
00:43:28: Da bin ich mutig und dann sage ich ihm auch große Herausforderungen, setze ich ihm vor.
00:43:37: Und mein morgiges ich, was dann aufsteht und dann den Plan sieht und sieht, ich muss heute das und das machen, was ich gerne so gerne mache, machte dann aber, weil ich halt auch ein guter Arbeitnehmer bin.
00:43:48: Bei mir ist es immer noch so, dass ich Sachen, von denen ich weiß, ich muss die zwar noch machen, aber ich habe noch Zeit dafür, dass die keine hohe Priorität bei mir selbst hatten.
00:43:59: Beispielsweise, wir nehmen ja normalerweise Anfang der Woche auf.
00:44:03: Und wenn ich irgendwie weiß, die Folge ist jetzt aufgenommen.
00:44:06: Ich habe jetzt noch die ganze Woche Zeit, das vorzubereiten.
00:44:09: Ich gucke mal, ob ich das morgen mache.
00:44:10: Dann ist der Tag, wo ich das machen könnte, dann ist aber irgendwas anderes.
00:44:14: Ich habe dafür ja noch Zeit.
00:44:15: Ich kann das ja auch morgen noch machen.
00:44:17: Dann mag ich heute erst mal das, was jetzt gerade ansteht, was gerade so aufgeplöppt ist oder so.
00:44:22: Und in der letzten Woche habe ich mir zum Beispiel für die Vorbereitung vom Podcast einen Tag eingetragen gesagt, ich mache das an dem Tag, egal was passiert.
00:44:31: Und das hat funktioniert.
00:44:33: Da sind zwar auch Sachen dazwischen gekommen, aber die habe ich dann zur Seite geschoben.
00:44:36: Und an dem Tag tatsächlich die Vorbereitung für die Folge fertig gemacht und so.
00:44:41: Und habe gemerkt, wie gut mir das tut, das nicht mehr auf der Uhr zu haben, das muss noch gemacht werden.
00:44:46: Wahnsinn,
00:44:48: nach dreihundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
00:45:09: Weil ich immer dazu neige andere Sachen dann irgendwie, wenn mich irgendwann fragt, ob ich ihm helfen kann oder so, dass ich das mache.
00:45:18: Und mir selber da keine hohe Priorität einräume und weiß nicht, wenn eigentlich nämlich mit Bas, die auch immer Anfang der Woche irgendwann auf und wenn der dann sagt so, ja, ich kann an dem Tag nicht, dann sagen wir, ja, ist kein Problem, machen wir das am Folgetag und dann verschiebe ich halt sowas wie Vorbereitung für die Folge hier.
00:45:38: Und dieses, den Sachen, nicht genug Priorität einräumen, ist natürlich auch bequem, weil du musst es nicht heute machen, sondern du kannst es morgen machen.
00:45:48: Also bei dem Beispiel, Basti sagt die Aufnahme ab, dann könntest du natürlich deine Vorbereitung auf heute schieben, sozusagen.
00:45:55: Also du tauschst sozusagen die Termine und dann machst du noch früher.
00:45:58: Also dieses nach hinten schieben ist natürlich ein Problem, aber da ist ja dann zeitfrei geworden.
00:46:02: Du könntest dann eigentlich auch sagen, okay, Klasse.
00:46:06: Er hat abgesagt, dann kann ich auch heute schon die Sendung vorbereiten.
00:46:09: Wenn er alles dadurch nur nach hinten schiebt, wird das natürlich problematisch nach hinten.
00:46:13: Ja, das war jetzt ein schlechtes Beispiel.
00:46:15: Es ist irgendwie, weiß ich nicht, wenn ich mir, wenn ich jetzt irgendwie mir vorgenommen habe, was weiß ich?
00:46:23: von zehn bis zwölf, setze ich mich dran und mache mir mal Notizen dafür.
00:46:27: Und plötzlich schmiert unser WordPress ab und ist nicht mehr erreichbar.
00:46:31: Dann sage ich nicht, kann ich jetzt gerade nicht ändern, kann ich in zwei Stunden ändern, sondern das mache ich dann.
00:46:35: jetzt und kümmere mich um die Umleitung und so und such Sachen raus und sagt dann ja die Vorbereitung kann ich ja danach
00:46:42: machen.
00:46:42: Das ist richtig.
00:46:43: Ja und das ist nicht gut.
00:46:45: Also das ist für mich ein Problem, weil ich schlechterin bin die Sachen wie ich sie geplant habe auch zu priorisieren.
00:46:53: Ja, das ist nicht gut.
00:46:54: Mein Problem ist
00:46:55: nicht der Plan, sondern das dran halten.
00:46:58: Ja, und das sollte man sein.
00:47:00: Man sollte verlässlich für sich selber sein.
00:47:03: Das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig.
00:47:07: Wenn du weißt, dass du dich auf dich verlassen kannst, dann helfen halt auch erst so Pläne.
00:47:13: Dann kannst du halt gucken oder hin.
00:47:14: Also sagen wir mal, ich habe im nächsten Monat wahnsinnig viel zu tun und ich kriege dann Schüß, dass ich nicht alles unterkriege.
00:47:19: Dann nehme ich mir ein Kalender und trage Tage ein, wo ich das vorbereite und schätze Zeiten ein.
00:47:24: Und dann werde ich halt sehr, sehr ruhig, weil ich weiß, solange das in meinem Kalender ist und da reinpasst, werde ich abliefern.
00:47:30: Aber ich blicke auch auf.
00:47:34: Jahrzehnte zurück, die ich mich auf mich verlassen kann.
00:47:39: Ja, das tue ich nicht.
00:47:43: Ich habe jetzt einen Diener, drei großes Whiteboard, links neben mir auf meinem Schreibtisch liegen, wo ich Anfang der Woche meine Woche halbwegs plane und das schreibt mich immer an, wenn ich was anderes tun will.
00:47:53: Also die... Es ist ja auch eine schöne Charakterzucht von dir, da du sagst, du hilfst jedem.
00:47:59: Aber wenn du darunter selbst leidest und deine eigenen Sachen nicht hinkriegst, dann ist das halt ein Problem, ne?
00:48:04: Ja, ja,
00:48:04: das ist umfangs ein.
00:48:05: zunehmend wird das ein Problem und das habe ich in den letzten, also nicht im letzten Jahr dort doch deutlich gemerkt und gemerkt, dass ich das ändern muss für mich.
00:48:14: Sonst wird das ein immer größeres Problem.
00:48:19: Ja, ist interessant.
00:48:20: Ich habe noch ein Buch gelesen, wo es um Arten der Liebe geht, also wie man Liebe ausdrückt.
00:48:25: Das kann zum Beispiel sein über Worte, über Geschenke, über Körperlichkeit und auch über Handlungen.
00:48:32: Und dann habe ich so überlegt, also für diese Stereotype habe ich dann so Menschen mir vorgestellt und also ohne das jetzt psychologisch abschließend geklärt zu haben und behaupten möchte, durchdrungen habe, glaube ich, zum Beispiel meiner Frau und bei dir weiß, hätte ich gesagt, ihr zeigt Liebe, viel Überhandlung, er tut Dinge für Menschen, finde ich ganz toll, sind ganz tolle Menschen.
00:49:08: Und das ist deine, deine Liebessprache sozusagen.
00:49:12: Und das schätzt natürlich Menschen auch sehr.
00:49:14: Blöd ist halt nur, wenn das A nicht als Liebe wahrgenommen wird als kostbar, sondern einfach nur gebraucht wird, benutzt wird, dann ist es halt total bescheuert.
00:49:26: Aber da habe ich verstanden, warum dir, also warum da so eine, so eine tiefe Charaktereigenschaft von dir ist.
00:49:33: Weil du so Zuneigung zeigst, glaube ich.
00:49:35: Mir fällt es teilweise auch schwer, Leuten nicht zu helfen, selbst wenn sie sagen, ne, ist gerade kein Problem, ich habe überhaupt keinen Stress.
00:49:43: Ist nicht so wichtig, selbst dann fällt mir schwer.
00:49:46: das nicht
00:49:47: zu tun.
00:49:48: Also
00:49:48: ich arbeite daran, ich weiß, dass es ein Problem ist auf Dauer, aber ja, ist halt so.
00:49:57: Das gewissen, das schlechte Gewissen plagt, warum auch immer.
00:50:00: Ja, ja, ist schon interessant, dass wir da irgendwie so geprimed sind.
00:50:05: Heißt nicht, dass du die anderen Arten der Liebe nicht auch spielen würdest, du kannst auch Worte sicherlich, also war da auch immer.
00:50:15: Deine Frau ist ja eine Meisterin zum Beispiel in Geschenke machen.
00:50:18: Da habe ich gedacht so.
00:50:19: Pakete packen.
00:50:19: Ja, das ist so die, das ist so ihre Love language.
00:50:23: Nicht nur natürlich, also hast du nicht immer nur einen Punkt.
00:50:27: Und bei mir sind es glaube ich Worte.
00:50:29: Also ich mache gerne Komplimente so.
00:50:31: Also es war ein Aspekt, den ich mir noch nie, wo ich mir noch nie Gedanken zu gemacht habe.
00:50:37: Der ist auch wichtig, sich dem dann bewusst zu sein.
00:50:39: Wenn du jetzt so sagst, ich erwarte von meiner Partnerin genau dasselbe.
00:50:42: Warum sagt die mir nie, dass sie mich liebt?
00:50:44: So.
00:50:45: Ja, weil das möglicherweise ihre Sprache gar nicht ist.
00:50:47: Die zeigt ihre Liebe anders.
00:50:48: Da hat mich irgendwie total umgehauen, dass ich so alt werden musste, um zu verstehen, dass Menschen halt unterschiedlich Zuneigung zeigen auch.
00:50:58: Und wenn man dafür sensibel ist, dass man dann halt auch zu schätzen weiß, wenn Leute anders ihre Liebe zeigen.
00:51:05: möglicherweise auch etwas weniger fordernd ist, dass Leute es so zeigen, wie du es gerne hittest.
00:51:12: Ich habe ehrlich gesagt relativ lange gebraucht und ich musste relativ alt werden, zu verstehen, dass nicht alle Leute gleich denken.
00:51:19: Also das ist was grundlegend anderes.
00:51:22: Also dass Leute grundlegend anders über Sachen, also nicht nur über Sachen denken können, sondern auch grundlegend, also wirklich absolut grundlegend andere Wertevorstellungen haben.
00:51:34: Und damit nicht richtiger oder falscher liegen.
00:51:36: Einfach nur anders.
00:51:38: Genau.
00:51:38: Einfach nur andere Wertvorstellungen, andere Glaubensgrundsätze und so.
00:51:43: Das konnte ich mir früher schwer vorstellen, weil ich immer so dachte, das findet doch jeder doof.
00:51:50: Oder das...
00:51:51: Und
00:51:52: dann
00:51:53: tragt die Erbschaftssteuer in der Leben.
00:51:57: Nein, aber sowas wie... Dieses zu denken, Menschen sind im Grunde gut und eigentlich will doch niemand was Böses.
00:52:06: Das würde ich immer noch so sehen, aber nicht uneingeschränkt.
00:52:12: Ja, ja, ja.
00:52:15: Also aus einem anderen Blick gucken auf Sachen.
00:52:19: Oder ihnen andere Dinge wichtig sind.
00:52:25: Der Mensch ist schon komplex.
00:52:27: Aber uns lieber was Einfaches an.
00:52:31: Eine Sache habe ich doch, eine Verkündung.
00:52:33: Unsere Freunde, die Science Buster sind immer wieder in Deutschland.
00:52:37: Wo denn?
00:52:38: Im Moment noch recht eingeschränkt, aber sie arbeiten noch an weiteren Terminen.
00:52:42: Sie sind leider nicht bei uns in der Nähe.
00:52:43: Dreiundzwanzigster Dritter in Berlin in den von uns sehr geliebten Wühlmäusen.
00:52:48: Sechstenzwanzigster Dritter Dresden, siebenzwanzigster Dritter Leipzig und achtundzwanzigster Dritter Erfurt.
00:52:53: Also falls ihr da irgendwo in der Nähe seid und Lust habt, Wissenschaft auf der Bühne zu sehen.
00:53:00: Dann geht man zu einem Science-Bustern.
00:53:03: Wir sind ja gerade nicht untergegelt.
00:53:04: Steht dabei mit welcher Zusammensetzung jeweils?
00:53:07: Auf der Webseite, die wir verlinkt haben, könnt ihr das gucken, ja.
00:53:11: Ja, weil die wechseln ja zwischendurch mal durch.
00:53:15: Also, dass mal der Martin dabei ist, mal der Florian und so.
00:53:21: Genau.
00:53:22: Okay.
00:53:24: an der stelle können wir noch unsere freunde wo wir gerade bei freundensinn von nerds at work zurück grüßen.
00:53:29: wir haben uns in ihrer letzten folge gegrüßt.
00:53:31: ich hab es noch nicht gehört.
00:53:32: was haben sie gesagt.
00:53:34: Das war nur kurz, die haben über Klingeltöne von Handys gesprochen und dieses eine Handy hatte früher den Ton irgendwie dieses, also so ein Piep-Geräusch, was, wenn man es als Morsecode auf fast SMS ist.
00:53:52: Und in dem Fall haben sie auch noch über die Titelmusik von Mission Impossible gesprochen, die ist dim, dim, dim, dim, dim.
00:53:59: Das ist, wenn man sich anguckt, der Morsecode für M.I Also für mich schon impossible.
00:54:05: Ist das ein Zufall oder ist das ... Nee,
00:54:06: das ist gewollt.
00:54:07: Das ist gewollt, wohl.
00:54:09: Ja, fand ich auch
00:54:10: zu nicht blown.
00:54:12: Okay, das ist krass.
00:54:14: Das heißt, es könnte auch unser Podcast-Intro werden.
00:54:19: Da war unsere ... Die Erwähnung, dann?
00:54:21: Ja, da war M.I.
00:54:22: halt.
00:54:23: Ich dachte, Sie belobigen mal unsere Kompetenz oder so was, aber nein.
00:54:30: Er ist doch schön, wenn wir, wenn wir top of mind sind bei M.I.
00:54:33: Stimmt das, stimmt das.
00:54:34: Wie man in
00:54:35: der Werbesprache
00:54:36: so schön sagt.
00:54:37: Ich merke gar nicht erreichen, genau.
00:54:41: Ein Kommentar noch.
00:54:43: Sind eigentlich unsere Auto Entizer angekommen?
00:54:46: Noch nicht, nein.
00:54:48: Was?
00:54:48: Jetzt lief er nicht mal schnell.
00:54:52: Warte mal, ich kann mal kurz gucken, was die Sendungsverfolgung sagt.
00:54:56: Vielleicht sind sie auch irgendwo... Erpannen gekommen oder so, weil leider ist tatsächlich mal was, was ich bestellt habe.
00:55:04: Vor meiner Hosttür apannen gekommen.
00:55:07: Ja, das war sehr unschön.
00:55:10: Nee, die sind noch sind noch unterwegs.
00:55:12: Na ja, ganz viele von uns haben uns auf ein Video aufmerksam gebracht von Zero Brain.
00:55:18: Da könnte man auch schon mal schauen in das Gerät.
00:55:22: Also Zero Brain, die haben es auch geöffnet und da mal reingeguckt.
00:55:28: Genau.
00:55:29: Ich habe mir das Video jetzt noch nicht angeguckt.
00:55:30: Die wollten mich noch nicht spoilern lassen.
00:55:32: Aber ich habe durch eure vielen E-Mails schon mehr als genug erfahren, was sich dahinter wohl verbirgt.
00:55:38: Aber wer weiß?
00:55:39: Wir wissen ja nicht, ob es nur einen Exemplar gibt oder ob es mehrere Varianten gibt.
00:55:47: Ich bin neugierig immer noch.
00:55:49: Wir gucken da auch mal rein.
00:55:50: Natürlich auf jeden Fall.
00:55:52: Aber was ich noch erzählen wollte, weil das fand ich richtig gut.
00:55:54: Marco hat uns noch geschrieben.
00:55:56: Marco hat sich auch so ein Enteiser gekauft.
00:56:00: Und zwar nicht einfach nur so, sondern weil er es einsetzt und zwar im Physikunterricht.
00:56:09: Und das fand ich richtig gut.
00:56:11: Er setzt es nämlich ein, um die Bewertungskompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu schärfen, die Schülerinnen und Schüler kriegen dieses Gerät und dürfen dann erst mal über Reverse Engineering, also mit anderen Worten, sie machen das Ding offen und gucken dann mal rein und gucken sie an welche Bauteile da drin sind und dann sollen die Schülerinnen und Schüler halt Vermutungen anstellen.
00:56:33: Wofür sind die Bauteile da drin?
00:56:35: Was könnte das sein?
00:56:36: Was könnte das machen?
00:56:37: Ja,
00:56:38: witzig.
00:56:40: Dann gucken Sie sich dieses Werbevideo von dem Ding an und sehen dann, aha, ist ein Enteisungsgerät.
00:56:45: Schauen Sie sich an, da da im PKW liegen soll und nur wenige Minuten braucht, um ein Auto komplett zu enteisen.
00:56:51: Und dann gibt Marco in die Aufgabe, dass sie doch mal so eine klassische Fermi-Abschätzung machen sollen, wie wir es ja auch in der letzten Show hatten.
00:56:59: Die Schülerinnen und Schüler sollen nämlich abschätzen, wie viel Energie eigentlich benötigt wird, um... eine gewisse Schneemenge, eine realistische Schnee- und Eismenge abzuschmelzen.
00:57:09: Und dann sollen sie sich überlegen, ob die identifizierten Komponenten im Gerät überhaupt ausreichend sind, um diese Aufgabe zu erledigen.
00:57:21: Da fand ich total super, also die... Schülerinnen und Schüler, selber zu ermächtigen, nachzugucken und sich zu überlegen, ob das Gerät irgendein Sinn haben kann.
00:57:32: Also zumindest den Sinn, der hier versprochen wird.
00:57:37: Weil ich glaube, wir verraten nicht zu viel, dass die Komponenten, so wie sie aussehen, eigentlich eher darauf hindeuten, dass das so eine Fake-Alarm-Anlage sein kann.
00:57:47: Was?
00:57:50: Da sind halt LEDs drin, die dann blinken gelegentlich.
00:57:53: Und da hätte es dann einen gewissen Nutzen, aber sicherlich nicht zum Auftauen deines Autos.
00:57:59: Aber ist das nicht eine geile Idee, das mal mit Schülern zu machen?
00:58:04: Ist auf jeden Fall eine witzige Idee.
00:58:05: Ja, finde ich, finde ich sehr gelungen.
00:58:09: Ja, da finde ich, also fand ich total super.
00:58:11: Auch ein bisschen, also überhaupt mal da in sowas rein zu gucken, ist ja schon, ich glaube ... Da ist jetzt eine Vermutung irgendwie, dass die Generation, das kann nicht mehr so auf dem Schirm hat, dass man Dinge einfach mal aufmachen kann und reingucken kann und sich überlegen kann, wofür das gut ist.
00:58:27: Man muss auch tatsächlich sagen, dann ist nicht immer gut, das zu machen.
00:58:32: Also prinzipiell, nee, prinzipiell schon.
00:58:35: Aber alles, wo mal ein Netzstecker dran steckt.
00:58:38: Also nicht, wo so ein Netzteil mit fünf Volt oder so gar kein Ding macht, alles auf und guckt da rein.
00:58:43: Wenn ihr wollt, aber alles, wo ein Netzstecker dran ist, sollte man das, wenn man nicht weiß, was man tut, tunlichst unterlassen.
00:58:52: Wenn da irgendwo ein Netzteil drin ist, wo auf der einen Seite Nettspannung anliegt, selbst wenn man den Stecker gezogen hat, können da immer noch dicke Kondensatoren drin sein.
00:59:01: Ich sage das, weil ich letztens ein Verstärker aufgeschraubt habe, wo das genau der Fall ist, wo dicke Kondensatoren drin sind, die eine sehr hohe Spannung noch eine ganze Zeit halten können.
00:59:12: Und wenn man dann unglücklich an die Kontakte kommt, selbst wenn man den Stecker gerade gezogen hat oder vor ein paar Minuten gezogen hat, kann man da noch lebensgefährlich eine gezogen kriegen.
00:59:21: Und deshalb, also ich würde das unterschreiben, macht alles auf, nur wenn da Netzspannung dran ist oder dran war, dann seid verdammt vorsichtig mit dem, was ihr da
00:59:31: tut.
00:59:31: Ja.
00:59:32: Ja.
00:59:34: Gut.
00:59:36: Okay, dann können wir eigentlich mit dem ersten Thema anfangen, oder?
00:59:40: Ja, bitte.
00:59:42: Ich habe mir mal wieder etwas rausgesucht, was nicht so ein klassisches, ja, ist schon Paper.
00:59:48: Ich sage sofort, was das Paper heißt.
00:59:50: Observation timelines for the potential lunar impact of asteroid, twenty-twenty-four YR four.
01:00:00: Ist veröffentlicht worden in Archives am fünften Januar.
01:00:02: zwanzig, sechsundzwanzig?
01:00:05: Das klingt wie so ein Zeitreisepaper.
01:00:07: Timelines.
01:00:09: Stimmt ein bisschen.
01:00:11: Sind tatsächlich potentielle.
01:00:14: Timelines, also was könnte passieren, könnte man so übersetzen.
01:00:18: Ich habe das Thema über das Crashkurs Mond genannt.
01:00:22: Sehr schön, doppelneutig.
01:00:25: Das Paper ist nicht peer reviewed, weil Archivs, wird aber jetzt natürlich gelesen und da wird auch kommentiert.
01:00:33: Aber das sollte man als Warnung vorweggeschicken, ist nicht ein klassisches Peer Review.
01:00:39: Ist aber in dem Fall jetzt auch nicht so schlimm, weil sowieso... mehr spekuliert wird, was in der Zukunft passieren wird.
01:00:45: Und ich fand das Szenario so schön, dass ich, dass ich, als ich darüber gelesen habe und das wollte ich mit euch teilen.
01:00:51: Also es geht um einen Asteroiden, zwanzig, vierundzwanzig YR IV.
01:00:57: Und der ist auch Anfang zwanzig, fünfzwanzig so ein bisschen durch die Presse gegangen, der Asteroid, weil es nämlich eine ganze Zeit so aussah, als könnte der potenziell mit der Erde kollidieren.
01:01:10: Nicht so unmittelbar, sondern am zwanzigsten Dezember zwanzig, zwanzig, dreißig.
01:01:15: Also ein paar Jahre haben wir noch.
01:01:17: Aber immerhin hat es insofern Besorgnis ausgelöst, dass wir dann mal angefangen haben, uns den etwas genauer anzugucken.
01:01:28: Und was machen wir dann?
01:01:29: Wir richten da unsere besten Teleskope drauf, unter anderem das James Webb Weltraumteleskop, wurde auf diesen Asteroiden ausgerichtet, im März zwanzig, fünfzwanzig.
01:01:38: Dann müssen wir uns erst mal angucken, was ist das eigentlich für ein Lümmel?
01:01:41: Wie sieht der aus?
01:01:43: Und da hat man rausgefunden, okay, der scheint so um die Sechzig Meter Durchmesser zu haben.
01:01:48: Also man schätzt sechzig plus minus sieben Meter.
01:01:51: Da hat man schon eine Abschätzung, wie groß der ist.
01:01:54: Und bei der Zusammensetzung geht man davon aus, dass der wahrscheinlich aus Felsen, Felsen und Steine besteht.
01:02:01: Also so ein so ein loses Agglomerat aus Felsen und Steinen.
01:02:08: Damals hat man dann
01:02:10: sich
01:02:11: die Bewegungsrichtung angeguckt und hat dann die Auftreff-Wahrscheinlichkeit berechnet und kam zu dem Ergebnis, dass die bei drei Prozent liegt.
01:02:19: Drei Prozent.
01:02:21: Das war hoch genug,
01:02:24: um
01:02:25: der erste Asteroid zu sein, der internationale Gremien zu planetaren Abwehr aktiviert.
01:02:33: Wie hoch
01:02:34: war das?
01:02:34: Drei Prozent.
01:02:36: Drei Prozent Wahrscheinlichkeit war diese erste Abschätzung.
01:02:40: Drei Prozent Wahrscheinlichkeit in was vom Zeitrahmen war das?
01:02:42: Äh, zwanzig, zwein, dreißig.
01:02:44: Kurz vor Weihnachten.
01:02:45: Zweiundzwanzig sind Dezember.
01:02:46: Also zwanzig, zwein, dreißig.
01:02:48: Keine Geschenke mehr kaufen.
01:02:52: Das ist ja auch ein Aspekt.
01:02:53: Die Trefferwahrscheinlichkeit hängt ja auch ganz hart mit der Entfernung und der Zeit zusammen, wie wahrscheinlich, also wie genau, oder sagen wir so, wie groß der Fehlerbalken
01:03:01: ist.
01:03:01: Die Unsicherheit hängt natürlich, wenn der übermorgen einschlagen würde, dann hätten wir eine ziemlich hohe Sicherheit oder für eine Abschätzung, ob er trifft oder nicht.
01:03:13: Aber wenn das halt in vielen, vielen Jahren ist, dann ist der Fehlerbalken genau, wie du sagst, etwas größer.
01:03:20: Deshalb haben wir diese Gremien drauf geworfen und dann habe ich mal angeguckt, was sind das eigentlich für Gremien?
01:03:26: Als erstes wird da das International Asteroid Warning Network aktiv.
01:03:33: Das ist ein Frühwarnsystem aus verschiedenen Observatorien und Raumfahrtagenturen tatsächlich.
01:03:39: Die beobachten Asteroiden, Erdner Asteroiden insbesondere, berechnen dann die Bahnen und schätzen dann die Risiken ab.
01:03:49: Nutzen oder Grund ist natürlich klar oder Aufgabe, müssen wir sagen ist natürlich klar.
01:03:55: Möglichst früh Bescheid sagen, wenn ein Asteroid problematisch werden könnte.
01:04:00: Ist genau wie du gesagt hast, je mehr Zeit wir haben, desto besser.
01:04:04: Wenn sich dann wirklich ein ernsthaftes Risiko abzeichnet, kommt der zweite Gremium ins Spiel, die Space Mission Planning Advisory Group.
01:04:14: Das ist
01:04:14: ein so geiler Name.
01:04:17: Da ist ein technisches Beratungsgremium, die setzen sich dann zusammen mit den Raumfahrtagenturen, also NASA, ESA und so und klären dann ganz praktisch, können wir hier was tun, müssen wir handeln, welche Mission wäre überhaupt realistisch, also können wir da was reinballern, Waffen, was auch immer.
01:04:35: Und jetzt kommt mein Liebstesgremium, weil die ganzen Gremien werden koordiniert.
01:04:44: Politisch von den Vereinten Nationen, aber genauer gesagt vom United Nations Office for Outer Space Affairs.
01:04:53: Wenn da mal eine Stelle frei wird, meldet euch bitte, da würde ich sofort anfangen, damit das auf meiner Visitenkarte steht.
01:05:02: Also United Nations Office for Outer Space Affairs.
01:05:07: Also, was machen die den ganzen Tag?
01:05:10: Ganz viele Outer Space Affairs haben wir doch im Moment noch nicht, oder?
01:05:15: Ah, weiß ich nicht.
01:05:16: Also, ja, wenn es um Außerirdische geht nicht, aber was ist mit... Geht's da auch um so was wie Kriegsführungen im All?
01:05:27: Vielleicht ja.
01:05:29: Parking Spaces für Satelliten oder könnte sein.
01:05:32: Oder wenn einer auf dem Mond landen will, was macht man damit, spricht man sich da ab.
01:05:36: Ja, vielleicht hast du recht, vielleicht machen die mehr, als man denkt.
01:05:40: Aber da würde ich wahnsinnig gerne arbeiten.
01:05:42: Also was machst du so?
01:05:43: Ja, Outer Space Affairs ist so mein.
01:05:45: Ich muss im Outer Space muss ich, da bin ich Diplomat.
01:05:48: Diplomat für Outer Space Affairs, das wäre mein...
01:05:55: unser gemeinsamer bekannter oder freunde der gute loffi der also adres love hat ja so mit k i zeug rum gebastelt unsere sachen gemacht und hat da tatsächlich mal für irgendeinen ich weiß mir für irgendeinen konferenz oder in briefing oder so hatte der für so weltraum mission so bilder gezeug erzeugt unseren workshop gemacht und so und hatte dann tatsächlich irgendwie was für die nato gemacht.
01:06:21: das war auch da ja Das ist nett.
01:06:27: Noch mal ganz kurz, warum die Vereinten Nationen, wenn es wirklich um Asteroiden Ablenkung geht, dann ist das nicht nur Technik, sondern auch sofort Geopolitik.
01:06:36: Denn wenn du die Bahn eines Objekts veränderst, dann verschiebst du ja im Zweifel auch das Risiko für bestimmte Regionen der Erde.
01:06:44: Also, es könnte ja sein, dass du in den Ablenkungs- und sagst so, okay, der will jetzt hier gerade auf, weiß ich nicht, auf New York landen.
01:06:52: Lass mal ablenken, damit steigt allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass er in die Nase, in in die Sahara rein ballert oder so, dann müsste man das ja, das kann man ja nicht die USA entscheiden.
01:07:04: Wobei, im Moment wahrscheinlich schon.
01:07:08: Das ist ja das Ding.
01:07:09: Das ist ja auch so ein Grund, warum wir eigentlich so internationale Gremien brauchen, warum das wichtig ist.
01:07:16: Weil, also mal abgesehen jetzt von irgendwelchen Planetaren irgendwas, das irgendwo reindonnert, ist ja auch der Punkt, dass wir nicht mehr in einer Welt leben, wo du in einem Land was machst und das keine Auswirkungen auf andere Länder hat.
01:07:31: Ist richtig, ja, genau.
01:07:32: Und deswegen darf man da eigentlich keine Einzelentscheidung sein, sondern müssen eigentlich
01:07:37: in Gremien.
01:07:38: Also deshalb ist es ja auch so unglaublich tragisch, wenn sich irgendwie die USA, weil da irgendein komischer Typ an der Macht ist, aus allen möglichen internationalen Gremien zurückziehen.
01:07:52: Vorsicht, Watte, sag's.
01:07:53: Demnächst müssen wir bei der Einreise unsere Social Media Accounts offenlegen.
01:07:58: Ohne Scheiß, das ist für mich einer der Hauptgründe, warum ich sage, ich werde höchstwahrscheinlich so schnell jetzt nicht mehr in die USA.
01:08:07: Ich würde das auch nicht machen.
01:08:09: Also wenn das in Kraft tritt, ist das für mich gestorben.
01:08:13: Da fahre ich dann nicht
01:08:14: hin.
01:08:14: Ja, für mich auch.
01:08:15: Also ich bin in Ländern gewesen, wo man das erwartet hätte und da wurde dann nicht gemacht.
01:08:21: Zumindest haben sie es mir nicht erzählt.
01:08:24: Aber das ist ja wirklich die Höhe.
01:08:26: Also das kannst du nicht mehr machen, die musst du eigentlich... ... darfst du touristisch nicht mehr hinfahren, ... ... auch beruflich nicht mehr.
01:08:32: Damit sind alle Konferenzen eigentlich erledigt, ... ... kannst du nicht machen, ... ... also das darf man sich nicht
01:08:37: gefallen.
01:08:37: Ich hätte, ... ... obwohl ich mir jetzt nichts vorzuwerfen hätte, ... ... hätte ich trotzdem Sorge, ... ... dass irgendetwas irgendwo ... ... bei irgendeinem Tweet oder was auch immer ... ... den Leuten nicht gepasst hat ... ... oder was wir hier im Podcast gesagt haben, ... ... was irgendwie transkribiert ist, ... ... was Leuten nicht passt und ... Und am Ende, weiß ich nicht, reiste nicht mehr aus.
01:09:01: Und das klingt jetzt maßlos übertrieben.
01:09:04: Aber ich glaube, das ist es leider nicht.
01:09:06: Ja, das denke ich
01:09:08: auch.
01:09:09: Na ja, zurück zur Asteroid, ... vielleicht haben wir ja bald keine Probleme mehr mit Trump, weil hier das Licht eh ausgeht.
01:09:20: Nee, diese Gremien haben beraten, haben sich Daten angeguckt und kamen.
01:09:24: zu dem Ergebnis und konnten entwahnen, der Asteroid wird die Erde verfehlen.
01:09:29: Gute Nachricht, schlechte Nachricht, könnte aber den Mond treffen.
01:09:34: Und die Wahrscheinlichkeit, dass er den Mond trifft, liegt bei vier Komma drei Prozent, also schon ein bisschen höher als bei der Erde.
01:09:43: Und dann kann man sich natürlich mal angucken, was passiert da eigentlich?
01:09:45: Und darum geht es jetzt eigentlich, was passiert, wenn der den Mond trifft?
01:09:50: Als.
01:09:50: Allererst wird dann natürlich relativ viel Energie übertragen, kinetische Energie, aber die kannst du natürlich umrechnen in Equivalent für TNT.
01:09:58: Wenn dieser Asteroid da rein hemmert in den Mond, dann würden sechs Komma fünf Megatonnen TNT Equivalent freigesetzt werden.
01:10:07: Das ist so viel wie eine Wasserstoffbombe.
01:10:10: oder kannst du mal umrechnen auf die klassischen Atombomben, die auf Hiroshima und Nagasaki gefallen sind.
01:10:16: Äh, sechs Komma fünf Megaton sind vierhundertdreißig Mal Hiroshima oder dreihundertzwanzig Mal Nalkazaki.
01:10:23: Also, das ist schon nicht wenig.
01:10:26: Wie viel, wie viel hatte die Zahrbombe?
01:10:29: Weißt du das?
01:10:29: Nee, weiß ich nie.
01:10:31: Die dickste, ne?
01:10:32: Ja, genau.
01:10:33: Die größte von Menschen gemachte Explosion.
01:10:35: Das war fünfzig Megaton TNT.
01:10:39: Und wie viel hatten wir jetzt bei dem Mond?
01:10:41: Sechs Komma fünf.
01:10:42: Allerdings muss man ja sagen, bei Aufprall wird ja komplett auf dem Mond geballert.
01:10:48: Die Izzabombe wurde ja irgendwie hoch in der Atmosphäre, glaube ich, gezündet.
01:10:51: Ja,
01:10:51: richtig.
01:10:55: Weil er auch toll ist.
01:10:56: Ja, ich habe mal, das haben wir hier glaube ich auch mal thematisiert.
01:10:59: Es gab so eine Seite, wo du sehen konntest.
01:11:03: Also man hat ja keine Vorstellungen davon.
01:11:05: Was sind fünfzig Megaton?
01:11:06: Was bedeutet das überhaupt?
01:11:08: Und da gab es so eine Grafik, wo das mal, also wo der?
01:11:13: Ach genau, ich finde mir eine Wikipedia, der die Zerstörungswirkung der der ZA-Bombe und zwar der Punkt, wo einfach nur alles verdampft und der Punkt totaler Zerstörung der also der Totaler Zerstörung hätte ein Radius von fünf dreißig Kilometern.
01:11:29: das wäre Paris weg inklusive Vororte weg komplett
01:11:38: Apropos da sind wir fast wieder bei dieser Geschichte mit dem.
01:11:43: Wir hatten euch drüber gesprochen, dass das ja irgendwie was mit uns gemacht hat, dass wir in einer Welt groß geworden sind, wo mit Knopfdruck alles vorbei sein konnte.
01:11:53: Erinnerst du dich also die Welt?
01:11:57: durch die Entwicklung der Atombom.
01:11:58: Da hatte man einen interessanten Kommentar, da hatte ich nicht darüber nachgedacht.
01:12:03: Die Kommentatorin meinte, im Prinzip war das nicht das erste Mal in der Menschheitsgeschichte, da das so war.
01:12:12: Denn früher haben die Menschen natürlich noch viel mehr an Religion und Götter geglaubt und die hat natürlich auch die Macht, mit einem Schlag alles auszulöschen.
01:12:21: Gehst du da mit?
01:12:23: Ah, die Götter quasi.
01:12:25: Ja, ja, der liebe Gotthal.
01:12:26: Also wenn der sauer wird, kann er ja mit einem Handstreich, kann er ja alles auslöschen.
01:12:32: Meinst du, das ist ein ähnliches Gefühl gewesen?
01:12:35: Ah, gute Frage.
01:12:37: Ist interessant.
01:12:37: Weil ich hätte jetzt gesagt... Also ja, ja, vielleicht schon.
01:12:44: Also, ich sag mal so, als damals, wenn du damals schon ateistische Züge gehabt hättest und sagst, ich glaub an den ganzen Kram nicht, dann ist es halt nicht real und nicht da.
01:12:54: Die Atombomben sind da, egal ob du drin glaubst oder nicht.
01:12:59: Ja, ja, okay.
01:12:59: Also funktioniert natürlich nur für die, die auch an Gott glauben.
01:13:02: Aber was ja vermutlich ein relativ hoher Prozentsatz war.
01:13:06: Also ich weiß nicht wie viel.
01:13:08: Kann
01:13:08: gut sein, ja.
01:13:10: Da fand ich einen interessanten Gedanken.
01:13:12: Ja, aber es ist ein guter Punkt.
01:13:14: Habe ich nicht dran nachgedacht.
01:13:16: Ist ein guter Punkt auf jeden Fall.
01:13:18: So, zurück zum Mond.
01:13:20: Ja bitte.
01:13:21: Wer hemmert da jetzt mit dem Asteroiden rein?
01:13:23: Was passiert dann?
01:13:23: Erst mal unmittelbar durch die sechs Komma fünf Megatonen TNT.
01:13:28: Als erstes reißen wir da mal einen Kilometer großen Krater auf dem Mond rein.
01:13:34: Das wäre dann auch der energiereichste lunarer Einschlag der Menschheitsgeschichte.
01:13:38: Da sind natürlich schon mal größere Brocken reingehemmert, aber das haben wir
01:13:42: nicht zu Menschheit.
01:13:43: Genau, haben wir nicht beobachtet, genau.
01:13:46: Jetzt guckt sich das Paper genau das an.
01:13:48: Was passiert dann?
01:13:49: Wie geht es dann weiter?
01:13:51: Was würden wir zum Beispiel mitbekommen auf der Erde von diesem Einschlag?
01:13:56: Dafür haben sie dann die Daten von diesem Asteroiden sich angeguckt, also Flugbahn, Geschwindigkeit, Winkel auch, Masse natürlich.
01:14:04: Das erste Resultat ist, dass sie schon relativ genau sagen können, wann der einschlagen würde im Mond, wenn es denn dann passiert, mit diesen Vier-Kommer-Drei-Prozent-Wahrscheinlichkeit.
01:14:13: Zwei-Zwanzig-Dezember-Zwanzig-Zwei-Dreißig bleibt natürlich dabei.
01:14:16: Sechzehn Uhr, Mitteleuropäischer Zeit.
01:14:19: Also, ähm, Sechzehn-Tags.
01:14:21: Also, Nachmittags.
01:14:22: Nachmittags, genau.
01:14:24: Dieser Sechzig Meter Brocken wird dann die Südhalbkugel treffen, etwa auf der Höhe des dreißigsten südlichen Breitengrades.
01:14:33: Wahrscheinlich auf der...
01:14:35: Ich wollte gerade fragen, auf welcher Seite denn?
01:14:36: Die, die wir sehen oder die, die wir nicht sehen?
01:14:38: Ähm,
01:14:39: die,
01:14:39: die wir sehen wahrscheinlich, obwohl ich, da bin ich mir gar nicht so sicher, naja, da tanke ich noch ein bisschen davon ab.
01:14:45: Das sage ich gleich nochmal, was dazu.
01:14:48: Wahrscheinlich auf der führenden Seite, also auf der Seite des Mondes, die in Bewegungsrichtung zeigt, das wäre, wenn du jetzt in Deutschland auf den Mond blickst, ist die führende Seite, glaube ich, die linke Mondhälfte.
01:15:01: Aber vielleicht habe ich mich... Bin mir nicht so ganz sicher, aber das müsste eigentlich die führende sein.
01:15:08: Je nach Einschlag Winkel, und jetzt komme ich zurück auf deine Frage, liegt der Krater dann auf einem rund dreitausend Kilometer langen Streifen, der sich quer über die untere Hälfte des Mondes zieht, also der kann auf der sichtbaren Seite liegen, glaube ich, kann aber glaube ich auch auf der abgewandten Seite liegen.
01:15:31: Die Unsicherheit merkt man da ist noch relativ groß mit diesen dreitausend Kilometer breiten Streifen oder langen Streifen, wo der landen kann.
01:15:39: Wenn mal angenommen er würde auf unserer Seite landen, wo wir es theoretisch sehen können, dann erzeugt so oder so einen hellen Blitz oder einen hellen Einschlag Impact, den man sehen kann.
01:15:52: Für fünf bis dreinig Minuten, also das ist halt Gas, was im Prinzip ionisiert und hell aufleuchtet.
01:16:03: Dieser Blitz, wenn wir ihn sehen, wenn er in unsere Richtung geht, hat auch beim Erreichen der Erde noch eine Lichtintensität von einer bis zehn Millionen Watt pro Quadratmeter.
01:16:17: Das bedeutet eine scheinbare Magnitude von Minus zwei, fünf bis drei, da habe ich mal nachgeguckt, was heißt das?
01:16:24: Ich kann mit diesen Magnituden, kann ich nichts anfangen.
01:16:27: Minus zwei, fünf bis minus drei, Magnitude.
01:16:31: Magnitude ist ein Referenzwert, null ist, bezieht sich auf sehr helle Sterne und alles was negativ ist, ist noch heller als der Referenzwert, null.
01:16:42: Also eine scheinbare Magnitude von minus zwei, fünf bis minus drei ist ungefähr zehnmal heller.
01:16:50: als Magnitude null und damit heller als jeder normale Stern.
01:16:54: Der Einschlag wäre dann so hell wie die Venus, wenn die am Himmel steht und heller erläuchtet
01:17:01: ist.
01:17:02: Das heißt aber nur, wir würden einen hellen Punkt am Tageshimmel sehen.
01:17:07: genau vorausgesetzt, der Mond, also das Problem an dem, dass der Mond dann drei Viertel voll ist, also siebzig Prozent ist hell beleuchtet und dann wird es sich mit bloßem Auge schwer tun, diesen Punkt zu sehen.
01:17:27: Wenn der aber auf dem Bereich Einschläge der Dunkel ist, dann wird es mit bloßem Auge auch sehen können, da da noch ein Pünktchen ist, der heller aufgeleuchtet.
01:17:37: Übrigens in Europa schwierig, weil ist ja tachsüber, sechzehn Uhr.
01:17:41: Ja, deshalb besser wäre, wenn er dann irgendwo in den USA bis.
01:17:45: Da wollen wir nicht sein, oder in Osterasien.
01:17:47: Obwohl, zweiunddreißig.
01:17:48: Aber den,
01:17:50: aber den Mond kann man ja auch tagsüber, manchmal ganz gut sehen noch.
01:17:52: Das
01:17:53: stimmt ja, aber dann würde es halt den, also dann siehst du natürlich den, das, das Aufleuchten nicht.
01:18:00: mit bloß maugen nicht aber mit dem hobby telescope schreiben.
01:18:02: sie kannst du da wohl auch selbst dann sehen wenn er wenn er auf der tagseite ist und ja dann also dieser blitz ist dann ja irgendwann wieder weg.
01:18:13: aber es bleibt dann noch ein nachgelühen denn sie gehen davon aus dass sich dann einen rund hundertmeter großer pool bildet aus geschmolzenem mondgestein und er bleibt noch über tage da.
01:18:25: kannst du diesen diesen diesen pool aus glüh nem Stein, Gestein noch sehen, weil er dann halt tausend achthundert Grad ist, Lava im Prinzip, diesen Lava-See, der also tausend achthundert Grad, schon heiß, das wäre Weißkulut, aber der kühlt dann natürlich mit der Zeit ab und wird dann röter und weniger intensiv, aber die Infrarotstrahlung kannst du natürlich bequem von der Erde aus mit Teleskopen sehen, aber dann irgendwann natürlich nicht mehr mit bloßem Auge.
01:18:56: Hätte ... Hätte das ganze weitere Auswirkungen auf die Gezeiten oder so?
01:19:01: oder ist das dafür alles viel
01:19:02: zu
01:19:02: viel zu usselig zu klein?
01:19:04: Das ist alles zu klein, ja.
01:19:06: Sonst keinerlei Auswirkungen, außer dass wir so einen hellen Punkt sehen würden?
01:19:10: Also was eine Auswirkung wäre, wäre, dass dieser Asteroid dann natürlich Gesteinströmer los schlägt und in die Mondumlaufbahn befördert.
01:19:23: und die da dann erstmal bleiben, aber von dort natürlich auch wieder abregnen, und zwar mehrere Meter große Brocken können das sein.
01:19:31: Und die fallen dann immer mal wieder auf die Mondoberfläche.
01:19:34: Und diese sekundären Einschläge, die könntest du dann ebenfalls mit Teleskopen natürlich von der Erde aus beobachten.
01:19:41: Die schätzen da ab, wenn jetzt wirklich der Asteroid auf der führenden Mondseite für uns sichtbar einschlägt, dann dürften das so zweihundert bis tausend zweihundert weitere Einschläge sein, die danach folgen über Tage, Wochen, Monate und Jahre.
01:20:00: Wenn er hinten einschlägt auf der hinteren Mondzeit, dann sind es scheinbar sogar noch ein paar mehr, dann sind es irgendwie so zweitausend im ersten Jahr, die dann dann noch weiter runterhemmern.
01:20:12: die Gesteinsbrocken, die dann losgeschlagen worden sind.
01:20:15: Das bedeutet, wenn der Einschlag wahrscheinlicher wird, lohnt es sich, sich ein Teleskop zu kaufen, oder?
01:20:23: Ja, gute Frage.
01:20:25: Ich habe mich tatsächlich gefragt, wir planen ja jetzt Mondlandung und auch so eine Mondstation, diesen Mondhub, der da rumfliegt, auf so einer elliptischen Umlaufbahn um den Mond.
01:20:36: Da haben wir ja auch gefragt.
01:20:38: Da ist dann doch irgendwie, also wenn das wahrscheinlich wird, dann willst du doch da keinen Raumschiff haben oder, oder dieses,
01:20:45: da hätte ich gesagt, da kann man ja dann ganz gut ausweichen, wenn man sieht, wo der kommt und so weiter.
01:20:53: Der Einschlag wäre wahrscheinlich auch gar nicht so schlimm, weil du hast ja keine Atmosphäre oder wenig, also sehr, sehr dünn nur.
01:21:00: Also
01:21:03: wenn da mehrere tausend oder.
01:21:04: Sagen wir mal tausend Trümmer dann in die.
01:21:08: Das könnte
01:21:08: ein Problem sein.
01:21:09: Aber die werden schon ein bisschen was zu da tun.
01:21:15: Genau.
01:21:15: Mondbeben auch noch.
01:21:17: Magnitude fünf.
01:21:19: Stärkste seismische Ereignis der modernen Geschichte hat man noch nie gesehen, weil der Mond wohl auch relativ wenig dämpft und streut.
01:21:26: Halten die Mondbeben dann auch mehrere Minuten an.
01:21:31: Und es könnte auch aus seiner Trumastücke dann sogar bis.
01:21:35: bis zur Erde fliegen.
01:21:37: In diesem Paper gehen sie dann voraus, dass für die nächsten hundert Jahre, wir dann so einen lunaren Meteor-Sturm haben.
01:21:44: Wir haben ja auch immer so Ereignisse, wo wir durch so Meteor-Wolken fliegen, Playjaden oder so was.
01:21:53: Wo du genau weißt, an dem Tag fliegen wir dann wieder durch diese Trümmer da durch und dann siehst du mehr Sternschnuppen.
01:22:02: So wird das auch sein.
01:22:03: Die meisten verglühen dann in der Atmosphäre.
01:22:05: Sie gehen im Moment davon aus, dass Nullkomma ein bis drei Prozent den Absturz auch überleben könnten.
01:22:12: Aber das sind dann natürlich auch beliebig Klein, denke ich mal.
01:22:15: Das wenigste wird problematisch sein.
01:22:17: Aber gut, kommt ein bisschen darauf an, wie das Szenario dann wirklich aussieht.
01:22:22: Das ist natürlich nichts, was ihr dir wünscht.
01:22:24: Insbesondere für Satelliten könnte das natürlich schwierig sein, weil die kriegen natürlich erst mal alles ab und könnten daraus gehauen werden.
01:22:31: Würden dann übrigens, also diese Mon-Meteoriden, also auch schon ausgerechnet, dann in den niedrigen und gemäßigten Breiten auf die Erde treffen, also so Equator-Regionen und bis hoch nach Europa, also im Wesentlichen da, wo Menschen leben, hätte ich jetzt mal gesagt.
01:22:49: Ja, genau, das war dieses Szenario für die, wie total spannend.
01:22:54: Ob jetzt der Asteroid dann wirklich im Mond trifft in knapp sieben Jahren ist natürlich noch völlig unklar.
01:23:01: Vier Komma drei Prozent ist im Moment die Wahrscheinlichkeit.
01:23:03: Die Beobachten sind natürlich weiter.
01:23:06: Ob das wahrscheinlicher wird oder weniger wahrscheinlich.
01:23:10: Ja, schauen wir mal.
01:23:12: Wir bleiben dran.
01:23:14: Spannend finde ich irgendwie.
01:23:16: Ja, es ist irgendwie gutes Gefühl auch, dass wir dafür mittlerweile die technischen Möglichkeiten haben, da überhaupt zu beobachten.
01:23:22: Also bisher war man da ja völlig schutzlos.
01:23:25: Jetzt können wir zumindest Jahre vorher schon abschätzen.
01:23:30: Da könnte was kommen.
01:23:31: Das ist ja irgendwie dann schon ganz gut, weil ich meine, wenn das jetzt so ein Brocken wäre, der sich da irgendwie näher hat, dann könnte man sich vorstellen, dass das ja auch eine Mission wird, die man dann als Menschheit gemeinsam angeht, um den abzuwehren.
01:23:47: Ja, wäre eine interessante Frage, was also kriegen wir das als Menschheit hin so was abzuwerden, wenn denn da was kommt.
01:23:54: Ja, das wäre eine Tat spannend, ja.
01:23:59: Ob das ginge, ja.
01:24:02: Naja, das war das Thema, genau.
01:24:06: Crash Course Mond.
01:24:08: Sehr schön.
01:24:09: Also tatsächlich ein entspannendes Thema, weil ich genau zu dem Thema tatsächlich letztens auch ein Buch gelesen habe.
01:24:17: Also das ist ein Teil, also ein Kapitel in dem Buch gewesen, das ich gelesen habe.
01:24:24: Wo es auch um so Planetar Killer und so ging.
01:24:28: Hatten wir ja auch in unserer Show.
01:24:30: Stimmt, ja.
01:24:30: Also
01:24:31: in der vorletzten.
01:24:32: Welches Buch hast du da gelesen?
01:24:34: Kannst du das noch?
01:24:35: Auf ein Café im All.
01:24:37: Das sind nur so ...
01:24:39: Das sind nette Gespräche über Weltraum.
01:24:44: Von drei Autorinnen.
01:24:46: Also nicht nur Untergangsszenarien?
01:24:48: Nee, nicht nur Untergangsszenarien.
01:24:49: So generell, wie funktionieren Sonnen- und Planetensysteme?
01:24:53: Wie gucken wir ins All?
01:24:54: Was können wir überhaupt sehen?
01:24:55: Was nicht?
01:24:57: Und wie hat sich das geschichtlich entwickelt?
01:24:59: Welche Rolle haben Frauen dabei gespielt bei den Entdeckungen und so?
01:25:03: Also einen Buch, das mir sehr gut gefallen hat, das kann man vorbestellen, aber man kann es vielleicht auch, wenn es erschienen ist, in unserem kleinen Shop kaufen.
01:25:11: Oh, sehr gut.
01:25:14: Ist noch nicht erschienen, erscheint eben, ich glaube, April.
01:25:17: Cool.
01:25:20: Okay, dann kommen wir jetzt zu einem Experiment.
01:25:25: Du hast ein Experiment mitgemacht.
01:25:26: Genau.
01:25:27: Ja, ich habe nichts Großes.
01:25:28: Ich habe so ein, zwei kleine Experimente wieder auf Halde liegen, weil ich das irgendwie doch auch wieder ganz schön fand, wieder Experimente in der Show, also in der Show sei schon im Podcast zu haben.
01:25:37: Und ich bin mir bei dem nicht sicher, ob wir das in den zehn Jahren, die wir das hier machen, schon hatten oder nicht.
01:25:42: Aber ich fand es trotzdem erwähnenswert und man könnte es mal machen.
01:25:46: Man braucht für dieses Experiment zwei leere Getränkedosen am besten und zwei Strohhalme.
01:25:57: Wenn man sie zur Hand hat.
01:25:59: Ich habe beides tatsächlich hier.
01:26:01: Und wir machen zwei Experimente.
01:26:03: Und zwar, du hast, wie ich gehört habe, keine Getränke Dosen zur Hand.
01:26:07: Das heißt, du musst meine Beschreibung glauben.
01:26:11: Ich lege beide Getränke Dosen vor mich hin nebeneinander.
01:26:16: In einem Abstand von, weiß ich nicht, drei, vier Zentimetern auf eine glatte Fläche.
01:26:23: sodass in der Mitte eine Lücke entsteht.
01:26:25: Was passiert, wenn ich jetzt von oben zwischen diese beiden Dosen puste?
01:26:34: Zwei bis drei Zentimeter sind die weg.
01:26:37: Genau,
01:26:39: die liegen nebeneinander und sind zwei bis drei Zentimeter auseinander.
01:26:43: Und du pustest
01:26:43: von oben auf den Tisch, wo die Dosen liegen.
01:26:46: Genau, also die Dosen liegen seitlich drauf und ich puste von oben dagegen.
01:26:51: Und parallel,
01:26:52: die liegen parallel entlang ihrer langen Seite quasi.
01:26:55: Genau, die liegen parallel entlang ihrer langen Seite.
01:26:57: Sie können entweder aufeinander zurollen oder voneinander wegrollen, wenn du so willst.
01:27:01: Ja, oder beide nach rechts und beide nach links.
01:27:03: Also die könnten irgendwie genau.
01:27:05: Also genau.
01:27:06: Aber das naheliegendste ist ja, ich puste von oben da drauf.
01:27:10: Das heißt, die werden höchstwahrscheinlich auseinanderrollen.
01:27:13: Die sind leer, ne?
01:27:14: Also leicht.
01:27:14: Genau, die sind leer und
01:27:16: damit leicht.
01:27:17: Würde man erwarten, wenn man die... Ich probiere
01:27:19: das mal.
01:27:24: Ja.
01:27:24: Die Rollen auseinander ist auch nicht besonders erstaunlich, weil durchs in die Mitte Pusten von oben pustet man halt mehr Luft zwischen die Dosen als außen.
01:27:39: Das heißt, wir haben einen erhöhten Druck zwischen den Dosen und der erhöhte Luftdruck zwischen den Dosen drückt die Dosen nach außen und die Rollen voneinander weg.
01:27:48: Jetzt ändern wir das Experiment.
01:27:50: nur ein klitzkleines Stückchen und zwar ... nehme ich die beiden Dosen.
01:27:54: Jetzt legt die wieder genauso hin wie sie vorher waren ... ... mit dem kleinen Unterschied, dass ich die jetzt nicht direkt auf den Tisch lege, ... ... sondern ich lege die auf ... ... zwei Strohhalme.
01:28:05: Okay.
01:28:06: Auf zwei Strohhalme.
01:28:08: Genau, also ich habe jetzt ... ... zwei Strohhalme horizontal untereinander gelegt ... ... und um neunzig Grad gedreht darauf die beiden Dosen.
01:28:16: Also die beiden Dosen liegen genauso wie vorher auch ... ... mit der flachen Seite vor mir, ... ... aber die liegen quasi wie auf so einer Schiene.
01:28:22: auf zwei Strohhalm.
01:28:25: Irgendwas anderes sein, aber so, als ob man die auf eine Schiene legen würde.
01:28:30: Und jetzt mach ich das Experiment noch mal genau so.
01:28:31: Ich puste wieder von oben zwischen die Dosen.
01:28:35: Und die liegen wieder zwei, drei Zentimeter auseinander?
01:28:38: Genau,
01:28:38: die liegen wieder zwei, drei Zentimeter auseinander.
01:28:40: Ich kann ... Er weiß nicht, also ein Foto davon machen ist jetzt ... Wir sind halt ein Audio-Podcast.
01:28:45: Ihr müsst euch das vorstellen.
01:28:47: Oder selbst
01:28:47: machen, viel besser noch.
01:28:49: oder selber machen.
01:28:50: Also ihr legt zwei Strohhalme vor euch mit einem gewissen Abstand, so wie Schieben, von rechts nach links und legt dann senkrecht dazu liegend die Dosen da drauf, mit einem Abstand von zwei bis drei Zentimetern.
01:29:01: Und jetzt puste ich von oben zwischen die Dosen.
01:29:04: Ich mach das mal und die Dosen rollen, wenn man das vorsichtig macht, aufeinander zu und nicht mehr voneinander weg.
01:29:16: Ich glaube, wir haben sogar das Klacken gehört, wie ihr aneinander gestoßen sind.
01:29:20: Ja.
01:29:22: Okay, krass.
01:29:23: Also nur eine minimale Änderung eigentlich beim experimentellen Setup, aber ein völlig anderer Ausgang.
01:29:30: Genau.
01:29:31: Also es ist im Grunde das gleiche Experiment.
01:29:33: Einmal liegen die auf den Strohhalm und einmal nicht.
01:29:36: Einmal rollen sie nach außen und einmal rollen sie nach innen.
01:29:39: Also aufeinander zu.
01:29:39: Warum ist das so?
01:29:41: Beim nach außenrollen haben wir gerade schon erklärt, wir pusten von oben auf die Dosen, die direkt auf der Tischplatte liegen.
01:29:46: Dadurch entsteht ein höherer Druck zwischen den Dosen, weil wir Luft da rein pressen.
01:29:52: Und das drückt nach außen.
01:29:55: Wenn die Dosen aber auf den Strohhalm liegen, dann kann die Luft entweichen.
01:30:00: Die ist nicht zwischen den Dosen gefangen, sondern kann unter den Dosen wegströmen.
01:30:05: Weil die ja auf den Strohhalm liegen, die Dosen.
01:30:07: Und der Spalt unten ist relativ klein.
01:30:10: Das heißt, da ist die Luft bei erhöhtem Druck halt beschleunigt.
01:30:15: Also die strömt halt schnell unten weg.
01:30:18: Und das führt dazu dank dem Bernoulli-Prinzip, dass wir zwischen den Dosen einen Unterdruck haben.
01:30:24: Weil dort die Luft schneller strömt als am Rand.
01:30:29: Luft, die von oben zwischen die Dosen geht und dann unter den Dosen zur Seite weg und das führt zwischen den Dosen zu einem leichten Unterdruck.
01:30:37: Wenn man keine Strohhalmer hat, kann man das Experiment auch anders machen.
01:30:40: Das funktioniert sogar deutlich besser.
01:30:41: Ist nur nicht so schön, wenn man ein bisschen mehr am Experimentaufbau verändert beziehungsweise, wobei man ändert am Ende auch nur eine Kleinigkeit.
01:30:48: Wenn ihr die Dosen wieder vor euch legt, ohne die Strohhalmer einfach in einem gewissen Abstand und nicht von oben dazwischen pustet, sondern von der Seite zwischen den Dosen.
01:30:58: entlang pustet.
01:31:06: Das geht besonders gut mit dem Strohhalm.
01:31:08: Dann tatschen die auch zusammen, weil dann habt ihr den gleichen Effekt, dann habt ihr einen Luftstrom zwischen den Dosen, der auch wieder für eine schneller bewegte Luft sorgt und damit für einen leichten Unterdruck und auch die Dosen aufeinander zu rollen lässt.
01:31:23: Sehr cooles Experiment.
01:31:24: Also ich kann mich auch nicht erinnern, das wird schon mal hatten.
01:31:28: Wir hatten glaube ich ein ähnliches mal ganz ganz am Anfang einer der ersten Sendungen zum benulli Effekt und zwar mit nem Blatt Papier.
01:31:35: Über das von drüber bewusstet und dann hebt das das Blatt Papier an.
01:31:39: Das im Grunde der gleiche Effekt hier.
01:31:41: Aber ein schönes Experiment, dass man mit Kindern auch sehr gut machen kann.
01:31:45: Das sagen wir immer zu den Experimenten.
01:31:47: Ja, die meisten kann man auch gut mit Kindern machen, wenn kein Starkstrom dabei beteiligt ist.
01:31:52: Das
01:31:52: stimmt ja.
01:31:56: Gut.
01:32:01: Für mehr Wissenschaft.
01:32:02: Deshalb machen wir auch direkt mit Wissenschaft weiter.
01:32:04: Wir kommen zum zweiten Thema.
01:32:07: Ich habe das genannt.
01:32:09: Man muss auch mal loben.
01:32:13: Das hat mein Rohrgebiet.
01:32:15: Nicht gemäckert ist gelobt genug.
01:32:19: Man muss auch mal loben.
01:32:21: Ja, man muss auch mal loben.
01:32:23: Denn Lob kann Probleme lösen oder zumindest einen Ansatz dafür sein, Probleme zu lösen.
01:32:30: Und wenn man sich das mal anguckt, es gibt Probleme, die sind nämlich relativ diffus.
01:32:35: Also eines der größten Probleme der Menschheit, würde ich sagen, aktuell ist leider recht diffus, und zwar der menschengemachte Klimawandel.
01:32:42: Der wird uns alle betreffen, der betrifft uns jetzt schon, aber für viele ist das Betroffensein noch recht aushaltbar.
01:32:50: Okay, das meinst du mit den Fuß.
01:32:52: Ich habe mich gerade gefragt, was du mit den Fuß meinst.
01:32:56: Es ist ein Problem, das ist irgendwo in der Zukunft, aber das ist nicht akut.
01:33:01: Also es ist akut eigentlich, aber du kannst es verdammt gut wegignorieren, gerade wenn du in einer gemäßigten breiten
01:33:09: lebst.
01:33:10: Ja, genau.
01:33:11: Und in einer der Industrienationen, gerade den es halt gut geht und die auch im Zweifelsfall Geld haben, etwas gegen die, zumindest in den Anfängen gegen die Folgen des Klimawandels zu machen.
01:33:22: Also, wenn irgendwie der Meeresspiegel steigt, dann bauen wir halt die Deiche höher.
01:33:27: Erst mal.
01:33:28: Das ist halt so ein Ding.
01:33:31: Oder wir bauen uns Klimaanlagen ein, wenn das warm wird.
01:33:33: Richtig,
01:33:34: richtig, genau.
01:33:36: Und dazu kommt ja noch abgesehen davon, dass wir es uns leisten können, die ersten Sachen davon auszunehmen.
01:33:41: Sind wir nicht die ersten, die es zu spüren bekommen.
01:33:43: Also die Extremwetterlagen hier sind nicht die, die als erstes irgendwie Menschen betreffen.
01:33:51: Also je weiter im globalen Süden, sag ich mal, oder je näher du am Equator wohnst, desto unschöner wird die Sache.
01:33:59: Daher ist es relativ schwierig in vielen Nationen, also gerade in den Industrienationen, wo es halt einen großen Hebel geben würde oder wo man halt Sachen tun müsste, ist es schwierig dafür zu sensibilisieren und zu mobilisieren.
01:34:13: Also ich würde sogar sagen, es gab mal eine Zeit, da war die Sensibilisierung für Klimawandel und ähnliches deutlich leichter oder besser zu bewerkstelligen und der ist also die Zeit.
01:34:26: ... hat sich ein bisschen geändert.
01:34:28: Also ... ... ich habe das Gefühl, wenn du Klimaschutz ... ... oder so als Thema politisch einbringst, ... ... siehst du schneller Leute, die mit den Augen rollen ... ... oder die sagen, ah, nicht schon wieder.
01:34:41: So.
01:34:45: Oder so was wie, wir haben gerade andere Probleme.
01:34:50: Oder akutere Probleme.
01:34:51: Ist ja teilweise, würde ich sagen, wichtigere nicht, aber akutere ja kann sein.
01:34:57: Aber es ist halt schwierig.
01:34:58: Es ist schwierig dafür zu sensibilisieren, dass der Klimawandel immer noch eine reale Gefahr ist und auch ein reales Problem und dafür zu mobilisieren.
01:35:09: Also das ist auch generell nicht so leicht, weil irgendwie zu sagen, hier du darfst nicht mehr xy.
01:35:16: Ist halt auch schwierig, weil du persönlich kannst so viel tun wie du willst, das wird am Ende keinen oder wenig Effekt haben.
01:35:24: Klar Vorbildcharakter und so weiter, alles geschenkt.
01:35:27: Aber am Ende, um mit den Folgen oder auch dem Klimawandel an sich umzugehen, brauchen wir nicht irgendwie Änderungen mit individuellen Verhalten, sondern wir brauchen.
01:35:38: Also schon im individuellen Verhalten, aber auf großer Skala.
01:35:42: Also am Ende brauchen wir eine kollektive Verhaltensänderung.
01:35:45: Und das funktioniert am Ende nur über eine kollektive politische und gesellschaftliche Bewegung.
01:35:50: Nicht darüber, dass wir dem Einzelnen mit dem erhobenen moralischen Zeigefinger irgendwie vorbeten, was er zu tun und zu lassen hat, sondern wir müssen das landgesellschaftlich als Problem erkennen und auch politische Konsequenzen daraus ziehen.
01:36:05: Also, es bringt nichts, wenn du sagst irgendwie, du reduzierst deinen persönlichen Fußabdruck oder du, was weiß ich, fliegst nicht mehr oder so.
01:36:14: Klar ist das ein gutes Vorbild und so weiter.
01:36:16: Aber das hilft am Ende nicht, wenn wir politisch und gesellschaftlich nicht etwas, also wenn Fliegen zum Beispiel immer noch billiger ist, als mit der Bahn zu fahren.
01:36:27: Ja, das ist ein Problem.
01:36:29: Genau, das ist ein Problem und deshalb brauchen wir irgendwie eine Möglichkeit.
01:36:33: oder wir müssen gucken, wie kriegen wir es hin?
01:36:35: Also die Leitfrage, die man sich stellen muss, ist eigentlich, wie kriegen wir Menschen dazu, aktiv zu werden?
01:36:42: Also welche Botschaften oder wie müssen wir Menschen ansprechen, damit wir genau diese kollektive politische gesellschaftliche Bewegung bekommen, die wir brauchen?
01:36:54: Da habe ich gerade daran gedacht, als du gesagt hast, wenn du irgendwo im politischen Kontext oder in einem Diskurs im Klimawandel ansprichst, dann siehst du Augenrollen.
01:37:03: Und dann habe ich so überlegt, warum ist das eigentlich so?
01:37:05: Du willst den Leuten ja nichts Böses, du willst ja eigentlich was Gutes machen.
01:37:07: Aber wahrscheinlich ist das genau... Also häufig oder lange lief die Diskussion halt immer so, dass die Menschen das Gefühl wegnehmen.
01:37:18: Du darfst kein Fleisch essen, du darfst nicht
01:37:21: fliegen.
01:37:21: Oder Bestrafung.
01:37:22: Wir müssen jetzt was machen, sonst wird alles ganz schlimm.
01:37:25: Ja, wenn du in den Urlaub fliegen willst, hast du ein schlechtes Gewissen oder eigentlich solltest du das gar nicht machen.
01:37:32: Fahr kein Auto, fahr mit Bus und Bahn oder Lauf oder fahr mit dem Fahrrad.
01:37:37: Was am Ende ja in der Einzelsache auch ein Stück weit stimmt.
01:37:41: Aber die Frage ist, ist das die richtige Botschaft, um eine kollektive gesellschaftliche Änderung herbeizuführen?
01:37:49: Also, kriegt man die Leute damit?
01:37:52: Ja, ja.
01:37:53: Die Narrative sind halt schwierig.
01:37:56: Also, wenn du sagst so, du darfst keinen Fleisch essen oder Fleisch soll teurer werden oder ich will dir deinen Steak wegnehmen, ist das eine Sache.
01:38:05: die die der narrativ könntest du auch anders setzen.
01:38:08: sagen wir wollen uns alle gesünder ernähren und fleisch ist jetzt vielleicht nicht.
01:38:13: also wir gemüse wir sollten uns ausgewogener ernähren oder wie auch immer.
01:38:19: Auto fahren ist halt scheiße weil du sitzt im auto und bewegst dich nicht.
01:38:23: guck mal wohnst ja gar nicht so weit weg kannst auch mit dem fahrrad fahren und tust was für deine gesundheit.
01:38:28: das wären jetzt etwas positiv.
01:38:32: formuliertere Maßnahmen, also die gleichen Maßnahmen eigentlich, aber
01:38:37: für
01:38:37: dich positiv formuliert.
01:38:39: Genau, es ist eine Frage der Kommunikation und genau darum geht es in dem Thema.
01:38:44: Wie bekommen wir Menschen dazu, ihr Verhalten oder ihre Einstellungen so anzupassen, dass sie Klimaschutz als Bereicherung empfinden oder das?
01:38:59: also wie müssen wir kommunizieren, damit wir dem Klimawandel vernünftig begegnen.
01:39:06: Also welche Formen gibt es und was bringen die?
01:39:09: Also bringt es was, wenn ich den Leuten sage, wir müssen jetzt alle aufs Autofahren verzichten, weil sonst ist in zwanzig Jahren XY.
01:39:17: oder kommuniziere ich lieber hier, wir sollten alternative Transportwege finden, weil sie positive Effekte haben.
01:39:25: Gesundheit zum Beispiel.
01:39:27: Oder weil es für dich günstiger ist, finanzieller Anreize oder so.
01:39:33: Was sind die richtigen Kommunikationswege oder die richtigen Schritte, um kollektiv eine politische und gesellschaftliche Bewegung zu erzeugen, die wirklich was bewirkt?
01:39:45: Und das ist eine schwierige Frage.
01:39:47: Weil die Frage ist wie testet man sowas.
01:39:52: Ja, ja.
01:39:54: Und wie vergleicht man sowas?
01:39:55: Also genau diese Fragen wurden hier in einer Studie angegangen.
01:40:01: Und zwar hat die Studie den Titel Mega Study of Behavioral Interventions to Catalyze Public Political and Financial Climate Advocacy.
01:40:12: Erschien in den Proceedings of the National Academy of Science Nexus am siebenzwanzig ersten ist Open Access.
01:40:19: Könnt ihr gerne mal reinlesen.
01:40:20: Es ist eine also das mega study.
01:40:23: was hier am Anfang des paper steht ist wörtlich zu nehmen.
01:40:26: Es ist nämlich ein sogenanntes mega study experiment und auch paper.
01:40:30: also das paper hat zwei fünfzig autoren aus zwölf länder.
01:40:35: Warum?
01:40:36: Weil hier eine riesige studie gemacht wurde mit einem experiment.
01:40:41: mit einunddreißigtausend dreihundertvierundzwanzig Teilnehmern.
01:40:45: Okay,
01:40:45: das ist schon mal eine interessante Studienlage.
01:40:49: Ja.
01:40:50: Und zwar sind es nicht irgendwelche Menschen, sondern es sind ein dreißigtausenddreihundertvierundzwanzig US-Bürger und zwar Erwachsene, die in ihrer Stichprobe so zusammengesetzt wurden, dass sie die Bevölkerung repräsentieren im Sinne von Alter, Ethnir und Geschlecht.
01:41:08: Also nicht nicht random Leute, sondern also schon random aber in gewissen Kategorien.
01:41:14: So zusammengesetzt, dass sie die Gesamtbevölkerung widerspiegeln.
01:41:20: Und warum hat man das gemacht?
01:41:23: Warum so ein Aufwand?
01:41:24: Das Problem bei solchen Studien, also bei solchen Interventionen, wo man Meinungen abfragt oder wenn man guckt, welche Intervention bringt, denn gewisse Ziele ist, dass solche Studien.
01:41:37: sehr, sehr schwer vergleichbar sind im Allgemeinen.
01:41:41: Denn wenn ich jetzt ein Studie mache, wo ich zum Beispiel als Intervention ein Framing mache im Sinne von Drohnen.
01:41:51: Also ich erzähle allen Leuten, wie schlimm es wird, wenn wir nichts ändern.
01:41:54: Und das mit einer Studievergleiche, die ich von einem Jahr gemacht habe oder nächstes Jahr, wo ich den Leuten gesagt habe, was der positive Benefit ist.
01:42:01: Also genau das Gleiche nur einmal gedroht und einmal positive Benefit.
01:42:04: Sind die nicht vergleichbar?
01:42:07: Weil die Zeit, also allein schon, weil die Rahmenbedingungen nicht mehr gleich sind.
01:42:11: Der zeitliche Rahmen ist nicht mehr das Gleiche.
01:42:14: Die Politik hat sich geändert.
01:42:16: Die Lebensumstände haben sich geändert.
01:42:19: Also, siehe sowas wie Fridays for Future, wenn du dazune Umfrage vor, weiß ich nicht, acht Jahren gemacht hättest oder so, wenn wir das komplett anderes rauskommen als heute.
01:42:28: Und es wäre nicht vergleichbar.
01:42:30: Und das Problem hat man generell bei dieser Art von Studie.
01:42:34: Und deshalb ... Haben die hier siebzehn Interventionen getestet also siebzehn verschiedene mögliche.
01:42:46: Maßnahmen um halt die politische Einstellung abzufragen oder zu ändern um die direkt vergleichen zu können.
01:42:53: Deshalb sind auch so viele Leute an der Studie beteiligt weil im Grunde sind es siebzehn Studien in einer.
01:42:59: Also, siebzehn, ja, psychologische Interventionen, also Intervention klingt immer so schlimm wie irgendwie eine Party, wo jemand reinkommt und alle so einen Interventionschild in der Hand haben.
01:43:10: Intervention heißt die einfach nur vier bis fünf Minuten wurde den Leuten was erklärt.
01:43:18: Also wurde den Leuten gesagt, so hier Klimaschutz ist wichtig, weil und ein Beispiel wäre so was wie.
01:43:27: Also ich kann mal ein Beispiel aus dem Paper nehmen, eine Sache wäre Zusatznutzen von Klimaschutz.
01:43:32: Dann wird den Leuten erklärt, ja Klimaschutz ist wichtig, weil wenn wir das Klima schützen, dann ist das für dich positiv, also für dich als Person positiv, weil du zum Beispiel nur mit dem Fahrrad fährst, gesünder wir es.
01:43:47: Also wenn wir das Klima schützen, dann werden wir unabhängiger politisch.
01:43:53: Wenn wir erneuerbare Energien haben, werden wir als Landpolitisch
01:43:56: ...
01:43:57: was die Energieversorgung angeht, unabhängiger.
01:43:59: Und dieser einer Aspekt ist dann eine neue Studie sozusagen?
01:44:03: Ja genau, das ist eine der psychologischen Interventionen von den Sechzern.
01:44:07: Also Co Benefits ist einer oder ... ... weiß ich nicht, eine andere wäre ... ... jetzt habe ich hier noch ... ... bindende moralische Grundlagen, ... ... also dass man an die Moral appelliert.
01:44:21: Also an die Reinheit der Natur und die, dass die Natur ja was Wichtiges, also quasi was Heiliges ist sozusagen oder kollektive Schuld und Verantwortung für Emissionen, dass man das kommuniziert, wäre wieder eine andere Intervention.
01:44:37: Also man testet verschiedene Sachen raus.
01:44:40: Diese sechzehn psychologischen Interventionen, die hier stattgefunden haben, also die verglichen werden, wurden tatsächlich in einer offenen Fragerunde.
01:44:50: Also man hat einen offenen Call an Expertin gemacht und hat gesagt, was wären denn Inventionen, die man testen soll?
01:44:56: und aus allen Einsendungen quasi von den Experten, die da halt Vorschläge gemacht haben, hat man am Ende sechzehn Stück ausgewählt, um die miteinander zu vergleichen.
01:45:05: Da ist, wie gesagt, so was bei wie eine bindende moralische Grundlagen, Klimawandel als globale Gesundheitsbedrohung, also als Auslöser oder Begünstigung für Pandemien, kollektive Wirksamkeit und emotionale Vorteile.
01:45:22: Also das, wenn wir alle zusammen in einem Strang ziehen, dann können wir was ändern, das wäre so kollektive Wirksamkeit, dass man das an Beispiel noch zeigt.
01:45:33: Das hat hier noch klimapolitische Grundbildung, dass man deutlich macht, wie wie Politik und wie Klimapolitik generell überhaupt funktioniert, also dass da nicht irgendjemand bestimmt, sondern dass man auf wissenschaftlicher Grundlage Entscheidungen trifft, also Aufklärung in der Richtung oder auch ein bisschen Plumper oder plakativer vielleicht patriotisches Framing.
01:46:06: Klimaschutz ist wichtig für unser Land.
01:46:09: Das habe ich mich
01:46:09: ja schon ganz häufig gedacht.
01:46:11: Also warum ausgerechnet die Patrioten und Nationalparteien so geil da drauf sind den Scheichs, das Öl abzukaufen.
01:46:21: Die müssten doch eigentlich am allermeisten Patriotisch hinter Wind
01:46:26: und Solar
01:46:27: Energie stehen, weil sie sagen
01:46:28: können, wir wären unabhängig
01:46:30: und machen unseren, unsere, das geht überhaupt nicht in meinen Kopf rein.
01:46:36: Ist halt wie gesagt die Frage, also es ist eine Frage des Framings der Kommunikation.
01:46:41: Und wie gesagt, das war auch eine Intervention, die hier auch ausprobiert wurde.
01:46:46: Also den Leuten wurde, also den Testpersonen wurde gesagt, Klimawandel ist wichtig, weil es für unser Land wichtig ist, wir als Amerikaner und so weiter und so weiter.
01:46:55: Und die Schönheit unserer Natur, bla, bla, bla.
01:46:58: So, wie geht's denn dann weiter?
01:47:01: Also in der Studie wurde den Leuten vier bis fünf Minuten diese psychologische Kurzintervention angedacht, also je nachdem, in welche Gruppe sie gefallen sind von denen.
01:47:11: von den sechzehn, also es gab insgesamt siebzehn, weil es gab auch noch eine Kontrollgruppe natürlich und so weiter.
01:47:18: Da ist die Frage, was sollten die Leute denn danach tun?
01:47:20: Was wurde denn danach?
01:47:22: Erfolgskontrolle,
01:47:23: wie geht das?
01:47:23: Genau,
01:47:24: also wie kann man gucken, hat das jetzt was gebracht oder nicht?
01:47:27: Nach der Intervention konnten die Leute echte oder intenzionale, also Absichtshandlungen ausführen, die in drei verschiedene Kategorien fallen, und zwar Public Advocacy, ...political oder finanzie.
01:47:43: Und unter die Public-Kategorie fällt sowas wie ... ... sie konnten Newsletter abonnieren, ... ... Klimavideoteilen ... ... oder sagen, ich würde so Gesprächen gerne mal hin ... ... oder an Demos teilnehmen.
01:47:57: Also politisch aktiv werden.
01:47:59: Aber
01:47:59: dann sind jetzt fiktive Szenarien, die werden danach gefragt, hättest du jetzt, nachdem ich dir gesagt habe, dass...
01:48:06: Ja, zum Teil, manche davon wurden dann auch real gemacht.
01:48:11: Also zum Beispiel in der, also in dem Politikteil, die wurden alle nacheinander gemacht.
01:48:18: Also erst die Public, dann Political, dann Financial und die konnten halt jeweils sagen, ja, will ich machen oder nicht machen.
01:48:26: In dem Political Teil kam sowas wie sie konnte Petition unterschreiben oder einen Brief an ihren Abgeordneten schreiben.
01:48:35: Der dann auch real weitergeleitet wurde der Brief oder sie konnten sich entscheiden etwas zu spenden oder halt nicht zu spenden und dann das Geld halt mitzunehmen.
01:48:47: Also einen echten Bonus mitzunehmen.
01:48:49: Also eine wirklich tatsächliche Spende.
01:48:52: Oder sie konnten sagen, ich wechseln meine Bank.
01:48:54: Also die Westman nennt man das, dass man sagt, ich nehme mein Geld aus diesem Ding raus und pack das in ein klimafreundliche Bank.
01:49:03: Diese Punkte hier, also diese drei Kategorien, Public, Political und Vernünschte, jeweils mit ihren Unterpunkten, waren dann am Ende auch die im Grunde, die die Messlatte an der Wirksamkeit gemessen wurde.
01:49:14: Also.
01:49:15: hat die Intervention hier irgendwas begünstigt.
01:49:18: Also haben Leute mit Intervention A häufiger Newsletter abonniert oder haben die häufiger eine Petition unterschrieben oder so.
01:49:25: Kann man irgendwie was sehen und verglichen wird das natürlich mit der Baseline, die Leute, die keine Intervention hatten mit der Gruppe.
01:49:32: Und bei der Baseline muss man sagen, es gibt da etwas, das ist eine Psychologie auch bekannt, das nennt sich Intention Action Gap.
01:49:42: Intention Action also du willst eigentlich was tun aber es gibt eine Lücke zu dem Moment wo du es tun kannst.
01:49:51: Ja das ist also man könnte auch böse sagen viel reden wenig handeln.
01:50:00: Also, man möchte immer viel, aber wirklich tun tun's dann doch auch.
01:50:03: Ja,
01:50:04: ja, genau.
01:50:04: Wir regen uns im Internet auf, aber den Arsch hoch, um auf zu einer Demo zu gehen oder so, dafür reicht's dann nicht.
01:50:11: Ja,
01:50:11: genau.
01:50:12: Also, sehr, sehr viele Leute geben an, dass sie gerne klimafreundlich handeln wollen.
01:50:16: Aber in den Aktionen, die hier zur Verfügung standen, hat sich dann gezeigt, nur zwanzig Prozent waren bereit, ein Newsletter zu abonnieren, neunzehnt Prozent waren bereit, eine Petition zu unterschreiben und sechzehn Prozent waren bereit, ein Video zu teilen.
01:50:30: zum Thema Klima.
01:50:32: Also das so grob als Baseline.
01:50:34: Also, es ist auch relativ egal, wie viel da am Ende in der einzelnen Kategorie rausgekommen ist.
01:50:39: Es musste nur irgendwie natürlich eine Baseline gezogen werden, um zu gucken, ob die Intervention irgendwas ändern.
01:50:45: Und in der Baseline weiß man halt vorher schon, dass es jetzt keine neue Erkenntnisse, dass es halt so ein Intention-Action-Gap gibt, dass die Leute halt tatsächlich weniger tun, als sie sagen, was sie gerne tun würden.
01:50:58: Und wir gehen jetzt nicht jede einzelne Intervention durch, weil wie gesagt, es waren wenige, sondern wir gucken mal, welche haben denn was gebracht.
01:51:13: Und sehr erfolgreich war Collective Efficiency, also kollektive Wirksamkeit.
01:51:22: und zwar kollektive wirksamkeit kombination mit emotionalen vorteilen.
01:51:26: das war die top intervention tatsächlich die am meisten.
01:51:29: Änderung gebracht was ist das genau was?
01:51:32: was heißt das.
01:51:34: Also kollektive Wirksamkeit ist, wenn
01:51:36: wir
01:51:38: die Botschaft ausdrücken, dass wir gemeinsam etwas ändern können.
01:51:42: Also gemeinsam sind wir stark und nicht einfach nur so als Botschaft, sondern mit dem expliziten Hinweis auf vergangene wirksame Aktionen, wo Menschen für irgendetwas auf die Straße gegangen sind und sich dadurch wirklich auch was geändert hat, weil sie als Gemeinschaft eine Stimme hatten, die laut genug war.
01:52:04: Also, dass man irgendwie zum Beispiel den Atomausstieg.
01:52:08: Damals, dass die Leute gesagt haben, Atomkraft, nein, danke, wir sind auf die Straße gegangen, wir haben dagegen demonstriert.
01:52:13: Und das hat was gebracht und hat funktioniert.
01:52:15: Oder, weiß ich nicht, die Proteste damals in der DDR, wo die Leute auf die Straße gegangen sind und so, dass man an sowas... Appelliert jetzt nur dann im Klimakontext, wo man Beispiele aufzeigt, wo das etwas gebracht hat, wo irgendwie genug Leute an ihren Abgeordneten geschrieben haben und man gesehen hat, das hat eine Änderung hervorgebracht.
01:52:35: Also das Appellieren
01:52:37: an
01:52:38: das Gemeinschaftsgefühl und der Hinweis auf vergangene wirksame Aktionen.
01:52:44: Und das erzeugt nämlich Hoffnung bei den Leuten, Verbundenheit als Gruppe und daraus resultieren Motivation wirklich aktiv zu werden.
01:52:53: Und diese Intervention, also dieses Appellieren an die kollektive Wirksamkeit und emotionale Vorteile, also Verbundenheit, hatte einen Effekt von plus zehn Prozentpunkten in dieser Publik, in dieser Publik-Kategorie, also mit dem Newsletter, dem Video und den Gesprächen und den Demos.
01:53:12: Und plus sechs Prozentpunkte in dem politischen Bereich.
01:53:16: Also an Abgeordnete schreiben
01:53:18: und Abgeordnete schreiben.
01:53:19: Genau.
01:53:20: Das war die Top-Intervention, die am meisten Änderungen gebracht hat.
01:53:24: Also die das Appellieren an das Gemeinschaftsgefühl und der Hinweis darauf, dass es Wirkung hat.
01:53:31: Also im Grunde eine Stärkung der Selbstwirksamkeit.
01:53:36: Dass man etwas bewegen kann.
01:53:42: Also, man fragt sich ein bisschen, wie diese Studie abgelaufen ist.
01:53:45: Also, die kommen da rein und sitzen dann in so einem Raum und dann sagen wir, hier damals haben wir auch den Atomaufstieg geschafft und jetzt als Team schaffen wir auch den Klimawandel.
01:53:54: Ja, es ist eher so, du kommst da rein in den Raum, dann wird erklärt hier, der Klimawandel ist eine reale Bedrohung und es ist wichtig, dass wir etwas tun.
01:54:03: und wir können etwas tun, denn man sieht an folgenden Beispielen, dass hier die Stimme des einzelnen ist, wenn man als Gruppe für etwa steht und hier Beispiel XY hat gezeigt, da haben wir das und das geändert.
01:54:17: Also das kann man ja ganz gut... Ach
01:54:18: übrigens, wollen Sie diesen Newsletter hier abonnieren?
01:54:23: Ja, also das ist also vier bis sechs Minuten diese Intervention halt gut verpackt und dann halt im Grunde so ein bisschen multiple choice.
01:54:32: Also du machst nach und nach Sachen oder wirst gefragt, würdest du das machen?
01:54:35: Ja oder nein?
01:54:36: Und dann wird halt geguckt, wozu du neidst, was man als Schwäch... welche in der Studie, was am Ende auch erwähnt wird, ist natürlich, dass du so eine Fatigue entwickelst.
01:54:45: Je später die Aktionen in der Studie vorkommst, desto weniger Bock hast du, da überhaupt noch was zu tun.
01:54:52: Das muss man mit berücksichtigen dabei und eigentlich auch korrigieren.
01:54:55: Wenn
01:54:55: du schon Geld gespendet hast und den Newsletter abonniert hast, dann sagst du, dann brauch ich ... Zumindest nicht auch für Demo zu gehen, oder?
01:55:02: Ja, oder auch generell dieses, man kennt das ja selber, man nimmt eine Umfrage bei Teil, wenn man bei einer Studie helfen möchte und irgendwie auf Seite zehn, wenn man schon eine Viertelstunde dabei ist, ist man nicht mehr so genau, ob man das Kreuzchen jetzt bei Stimme voll zu oder Stimme gar nicht zu oder Stimme halb zu setzt, sondern man macht irgendwo so, ja, grob da.
01:55:21: Das muss man berücksichtigen.
01:55:24: Was auch funktioniert hat, ganz gut,
01:55:27: war
01:55:29: das Appellieren an Reinheit und Heiligkeit der Natur.
01:55:34: Die bindenden moralischen Grundlagen.
01:55:37: Dass man sagt, hier ist es wichtig, was für die Natur zu tun, dass die Natur erhalten bleibt.
01:55:44: Das war besonders wirksam in dem Bereich von Geldspenden.
01:55:48: Also da hat sich ein deutlicher Effekt oder der deutliches Effekt beim Geld spenden also gezeigt und das.
01:55:56: Das ist das Interessante.
01:55:57: man hat die Leute ja vorher auch so ein bisschen befragene welche Gruppen die sich zugehörig fühlen und gerade in den USA kann man ja politisch sehr schön unterscheiden.
01:56:06: in Demokraten und Republikanern und dieses Appellieren an die Reinheit der Natur.
01:56:14: Also diese verbinde moralische Grundlagen hat besonders gut bei konservativen Republikanern funktioniert.
01:56:20: Genauso wie das Patriotismus Framing.
01:56:24: Das hat auch sehr gut funktioniert, auch vor allem bei den konservativen Republikanern.
01:56:30: Und da hat diese Intervention, also System Justification, also zu sagen, das ist für uns als patriotische Amerikaner wichtig, das Klima zu schützen, weil das am Ende unseren amerikanischen Lebensstil schützt.
01:56:45: Das hatte den höchsten Effekt in dieser Gruppe oder generell für dieses Letterwriting, also für die Briefanabgeordnete, hat aber auch vor allem bei den konservativen Republikanern, also bei den konservativen Leuten.
01:57:01: gefruchtet.
01:57:02: Diese Top-Intervention, dieses am Anfang, dieses kollektive, diese kollektive Wirtsamkeit und emotionale Vorteile hat vor allem bei den Demokraten am besten funktioniert.
01:57:14: Also bei den Leuten, die sich eher im demokratischen Spektrum sehen.
01:57:22: dieses, also dass wir persönlich unser Verhalten ändern, dass wir zum Beispiel bereit sind auf Sachen zu verzichten und so.
01:57:30: Das konnte am besten dadurch hervorgerufen werden, dass wir, also dass bei den Leuten Risikokorrekturen vorgenommen wurden, also dass den Leuten bewusst gemacht wurde, also jetzt nicht drohend, aber bewusst gemacht wurde, wie schädlich zum Beispiel Fliegen wirklich ist.
01:57:52: Dieser einzelne Flug, den du da machst.
01:57:54: Das konnte am ehesten dann ein Verzicht erzeugen, aber kein kollektives politisches Engagement.
01:58:00: Nur so einen...
01:58:02: Aus schlechten Gewissen macht es natürlich.
01:58:03: Genau, aus schlechten Gewissen,
01:58:05: genau.
01:58:05: Also insgesamt kann man aber bei allen Interventionen das, was man jetzt schon rausgehört hat, eine... für die USA wohl typische sehr tiefe politische Spaltung sehen.
01:58:15: Also Demokraten reagieren auf generell diese kollektiven Interventionen eher während die Republikaner fast nur auf dieses moralische Framing und Patriotismus reagieren.
01:58:26: Krass.
01:58:27: Ein
01:58:27: bisschen zu erwarten, aber ja.
01:58:30: Einschränkungen der Studie, wie schon gesagt, diese Fatigue, dass man Aufgaben, die er am Ende stattfinden, halt seltener macht, weil man weniger Bock drauf hat.
01:58:40: Und es gab hier kein Follow-up nach zwei Wochen, weil der Rücklauf der Leute zu schwach war.
01:58:47: Also die Leute hatten wohl kein Bock, nochmal wiederzukommen.
01:58:49: Die Rücklaufquote lag bei twenty-fünf Prozent.
01:58:52: Also nur ein Viertel der Leute.
01:58:54: Aber trotzdem lernen wir was aus der Studie und zwar was, was wir am Anfang nicht erwartet haben.
01:59:01: Man dachte am Anfang, dass die beste Möglichkeit, Leute zu Klimaschutz oder kollektiven Klimaschutzmaßnahmen zu bewegen, die Kommunikation von Co-Benefits wäre.
01:59:14: Also, dass Leuten Schuld einzureden, nicht funktioniert, da war man sich schon ganz klar, weil man dachte, dass die beste Möglichkeit tatsächlich das wäre, was du auch am Anfang gesagt hast, dieses Fahr mit dem Fahrrad ist auch gesünder, also so ein Co-Benefit.
01:59:30: Scheint nicht so zu sein.
01:59:31: Scheint nicht so zu sein.
01:59:33: Genau.
01:59:33: Also aus der Studie ist das nicht belegbar.
01:59:36: Also die Studie spiegelt das nicht wieder, sondern die besten Möglichkeiten wären je nach Weltbild oder auch politische Ansicht.
01:59:42: Zumindest jetzt hier bei einem Querschnitt der amerikanischen Bevölkerung wäre das Appellieren an kollektive Wirksamkeit und positive Emotionen oder für das andere politische Lager das Appellieren an moralische Werte und Patriotismus.
02:00:00: Krass, da hat er noch tiefer sitzt als ... Da hat jemand gesagt, du lebst dann auch gesünder.
02:00:08: Da ist er eigentlich ... Nee, ja, kannst du dir ja eigentlich nicht sein, würde ich sagen.
02:00:11: Nein, genau.
02:00:12: Es könnte dir ja eigentlich wichtiger sein.
02:00:14: Aber diese moralischen Standards sind dir dann noch mal wichtiger.
02:00:19: Man darf hier nicht vergessen, dass es hier nicht um den Klimaschutz aus Sicht der einzelnen Person ging, sondern um die Bereitschaft politisch etwas dafür
02:00:26: zu tun.
02:00:27: Also kollektiv etwas dafür
02:00:29: zu tun.
02:00:29: Genau, das ist ein Unterschied.
02:00:33: Ich fand die trotzdem sehr spannend, irgendwie die Studie.
02:00:35: Ja krass auch, wenn du sagst, du hättest da irgendwie ... Effekt von zehn Prozent, also eine Steigerung irgendwo mitzumachen von zehn Prozent ist da wirklich auch viel.
02:00:47: eigentlich nach einer kurzen Intervention paar Minuten hat drüber geredet.
02:00:54: Da haben wir ja eigentlich bessere Möglichkeiten noch.
02:00:57: oder man könnte den Leuten ja, wenn er weiß, welche, was die Triggerpunkte sind oder die Knoppe, die du drücken musst, kannst du das ja auch in Erwerbung.
02:01:07: Eine Tranta machen würde ich jetzt sagen.
02:01:13: Aber genau darum ging es ja.
02:01:15: also darum geht es ja am Ende in der Studie.
02:01:17: wenn du jetzt eine also wenn du zum Beispiel eine Partei bist die sich für Klimawandel einsetzen möchte hättest du jetzt.
02:01:24: die Möglichkeit, anhand dieser Studie zu sagen, wir müssen in unserer Kommunikation nicht darauf hinweisen, dass es dringend nötig ist, aus verschiedenen Energien und so auszusteigen, sondern dass du eher kommunizierst zum Beispiel.
02:01:37: Und das finde ich wurde auch im Wahlkampf und so relativ wenig gezeigt, dass du irgendwie deutlicher sagst, hier, wir haben schon so und so viel erneuerbare Energien und wir haben das geschafft, von da hier hinzukommen und es funktioniert.
02:01:54: Also ich finde, das wurde relativ wenig kommuniziert zu zeigen, was man schon geschafft hat und was funktioniert und von wo man gekommen ist.
02:02:02: Und im Grunde klingt jetzt ein bisschen blöd, aber ein bisschen dafür zu feiern, wie weit man denn schon ist und dass es eine Erfolgsgeschichte
02:02:11: ist, die
02:02:11: man weiter bringen möchte.
02:02:14: Ja, das ist ein guter Punkt.
02:02:16: Es gibt ja andere Länder, die kriegen das viel besser hin, zum Beispiel zu demonstrieren.
02:02:25: Wir sind eine moderne Gesellschaft, die im Wandel ist, die natürlich verabschieden sich von Verbrennern.
02:02:31: Das ist eine Technologie, die alt ist so, die wahrscheinlich in der Nische noch gebraucht wird, aber alt ist und andere freuen sich dann eher auf neue Technologien zu gehen.
02:02:45: Naja, dieses Abfeiern.
02:02:48: Der deutsche fährt durch die Lande und sagt, da steht noch so ein Windrad, wie schrecklich.
02:02:53: Wie wir immer aus Gäck gemacht haben, wenn wir über die Autobahn gefahren sind, wenn wir zu unseren Tourterminen gefahren sind oder immer so aus Gäck gesagt haben, guck mal, schon wieder verschandelt an ein Windrad oder hier sind schon wieder so Larfelder, schrecklich.
02:03:09: Ja, das ist also, ich finde das immer so faszinierend, wenn man sich, wenn man sich mal anguckt, was wir, also was sich, also was in China zum Beispiel, an Solarleistung installiert ist.
02:03:21: Also, wenn ich das richtig, also richtig recherchiert hatte, waren das zwanzig, vierundzwanzig um die achthundert Gigawatt.
02:03:30: die die an solarleistung investieren also hatten und irgendwie fünfundzwanzig haben die am terra watt gekratzt oder oder oder nicht nur gekratzt sind glaube ich sogar drüber gegangen.
02:03:40: also tausend gigawatt leistung an solar also an solarstrom während wir in deutschland.
02:03:50: Ne, der wird ja immer von manchen Gruppen irgendwie die Atomkraft ist weg.
02:03:54: Alles wird schlimm und so.
02:03:56: Die höchste installierte Leistung an Atomkraft, die wir hatten, war ein Dreiundzwanzig Gigawatt.
02:04:02: Also wir reden da in China gerade von Solarenergie, von einem Faktor.
02:04:08: Was ist das?
02:04:09: Fünfzig.
02:04:11: Jetzt würde die Kritiker natürlich sagen, ja, aber keine
02:04:14: Grundlast und Bla.
02:04:16: Und ja, ja, ja, weil die Sonne hört, morgen aufzuscheinen.
02:04:20: Aber mit diesen Erfolgsgeschichten ist es wirklich gut.
02:04:24: Da hatten wir beide ja auch schon mal drüber gesprochen, dass wir an diesen Solarfeldern beispielsweise auf einen Autobahn vorbeifahren und uns immer fragen.
02:04:33: Wie fließen da da eigentlich?
02:04:34: Was steht da eigentlich?
02:04:35: Warum stehen da nicht große Schilder dran, wo entweder steht, wie viel Sonnenenergie da gerade geerntet wird oder besser noch, hier könnten auch zwei Braunkohlekraftwerke stehen.
02:04:49: Also du fährst dann nur vorbei und denkst, oh schräglich, schon wieder hier so ein Windrad oder so ein Solar fällt.
02:04:55: Aber die Frage ist ja, was ist die Alternative?
02:04:57: Weg ist nicht die Alternative.
02:04:59: Wir müssen ja irgendwo die Energie herholen und wir wollen sie auch irgendwo haben.
02:05:03: Dann sagt mir doch womit, also?
02:05:05: und dann deinen Schild hinzustellen und sagen so und da könnten auch zwei Braunkohlekraftwerke stehen oder ein Atomeiler oder weiß ich nicht.
02:05:14: Dann wäre eine positive Erfolgsgeschichte, würde ich sagen.
02:05:18: Ja.
02:05:19: Und wenn man sich das mal in Deutschland anguckt, also die gerade in den, also gerade in Bayern und Baden-Württemberg, da stehen die meisten Solaranlagen rum.
02:05:33: Wie gesagt, ich finde auch, wir müssten viel, viel mehr, also auch aus dieser, um aus dieser negativen Stimmung, also das klingt jetzt nur wie Stimmung, aber am Ende bestimmt Stimmung, Politik, also auch aus diesem negativen, alles ist kacke raus, kommen viel mehr kommunizieren.
02:05:47: Was denn?
02:05:48: ... an der Energiewende positiv ist und wie viel positiv funktioniert hat schon.
02:05:54: Und es ist, also ... ... ich hab jetzt noch keinen, also ... ... wie lang sind die AKWs jetzt aus?
02:06:00: Und es funktioniert trotzdem noch.
02:06:03: Ja.
02:06:03: Glück gehabt.
02:06:05: Ja.
02:06:07: Da würden Kritiker jetzt sagen, das ist alles wegen dem Atomstrom, ... ... den wir aus Frankreich bekommen.
02:06:13: Ja, jetzt kriegen wir wieder so viele E-Mails, Mist.
02:06:15: Aber das ist die AKW.
02:06:18: Aber da glaube ich auch, also wir zerreden als Deutsche schon wahnsinnig viel.
02:06:21: Und wenn er dann so anguckt, wie Politik gemacht wird, dann wird halt auch viel.
02:06:24: Also wir haben heute schon mal über Demagogen gesprochen, die müssen natürlich per se immer sagen, dass die Welt untergeht und dass alles kurz vorm Ende ist.
02:06:35: Aber das ist wirklich, dass wir immer, ich meine, das ist im Moment, sind das die Geschichten, die auf... deren Basis für Politik machen ist immer die Frage, wer ist gerade schuld?
02:06:46: Sind das gerade die faulen Arbeiter, die zu wenig arbeiten?
02:06:49: Sind die die Ausländer?
02:06:52: Wir reden immer nur darüber, warum es mit uns so schlecht geht.
02:06:55: Aber diese Erfolgsgeschichte, dass es uns eigentlich verhältnismäßig gut geht.
02:06:58: Natürlich kann man immer Dinge noch besser machen und gibt natürlich auch viele Herausforderungen.
02:07:02: Überhaupt keine Frage.
02:07:03: Aber die Welt geht ja gerade nicht unter.
02:07:05: Okay, jetzt, wo ich sage, stell ich gerade fest, vielleicht doch.
02:07:10: Aber es gibt ja auch unglaublich viele Sachen, die gut laufen.
02:07:16: Na gut, sehr interessant.
02:07:18: Ja, so weit ist natürlich wirklich hochinteressant.
02:07:20: Wie muss Kommunikation laufen, damit wir eine Verhaltenzeränderung sehen?
02:07:25: Super spannend.
02:07:26: Krass.
02:07:28: Wertvolle Studie.
02:07:30: Okay, dann sind wir am Ende angekommen, würde ich sagen.
02:07:33: Haben wir eigentlich noch Hausmeisterei oder?
02:07:38: Ja, wir haben am Anfang schon darüber gesprochen.
02:07:44: Ich hatte überlegt zu fragen, ob Leute einen Vorschlag haben, was eine gute Alternative wäre, zu einem Block of WordPress oder so, um diese Kommentarfunktion oder Kultur weiter zu benutzen.
02:07:56: Also, was ist da für Alternativen gäbe?
02:07:59: Ich habe nur die Befürchtung, dann ersticken wir in E-Mails.
02:08:02: Ja, ich glaube, so eine Nummer wie Discord, auf der wir dann leiten, finde ich als Idee gar nicht so schlecht, weil wenn man mal ehrlich ist, wir schaffen da zeitlicher auch gar nicht wirklich qualifiziert auf die meisten... Kommentare zu antworten.
02:08:19: Und das ist ja eine Sache, die über die Community eigentlich auch viel besser geleistet werden kann, weil wir haben ja zu jedem Thema auch Expertinnen und Experten in unserer Community.
02:08:30: Wir sind ja zum Glück sehr, sehr groß.
02:08:32: Und da könnten sich, glaube ich, wirklich schöne Diskussionen dann entspinnen.
02:08:36: Das passiert aber nicht auf so einer WordPress-Seite, sondern das müsste dann, also das gibt, glaube ich, bessere Plattformen dafür.
02:08:44: Ja richtig.
02:08:45: Ich hatte auch schon über irgendwie Reddit nachgedacht, aber dass man auch wieder auf einer Ami-Plattform, dann habe ich überlegt so ein Forum ein Klassisches, aber das muss dann auch wieder jemand pflegen und da muss sich jemand drum kümmern.
02:08:59: Also es muss ja auch sicher sein, irgendwo gehostet und so.
02:09:03: so richtig zum Schluss bin ich noch nicht gekommen, aber da müssen wir beide mal überlegen.
02:09:06: Ich glaube, es bringt nichts, da in die Community zu fragen, weil da, ich glaube da, das ist wahrscheinlich von allen lieb gemeint, aber da erstickt man in einzelne Lösungen und wahrscheinlich treibt man noch drei Glaubenskriegel los dabei.
02:09:21: Dann wollen wir nicht, davon haben wir schon genug, würde ich sagen.
02:09:24: Okay, dann sind wir durch.
02:09:26: Wir haben natürlich noch ein Outro.
02:09:28: Nämlich das Intro zur Folge.
02:09:29: Einhundertzehn.
02:09:30: Krippenspiel der Wissenschaft scheint eine Weihnachtsfolge gewesen zu sein.
02:09:34: Ja, es ist
02:09:35: vermutlich.
02:09:36: Ich bin ziemlich sicher, weil ich weiß, was das Intro von der nächsten Folge ist.
02:09:39: Also von der von hundertelf.
02:09:42: Keine Spoiler.
02:09:43: Ich habe noch nicht geguckt.
02:09:44: Bin gespannt.
02:09:45: Gut,
02:09:46: gut.
02:09:46: Dann war das methodisch korrekt.
02:09:47: Folge dreihundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund Tschüss.
02:10:04: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Prittlove ausging, das alle Welt podcasten sollte.
02:10:13: Und die Podcasts waren noch vor Spotify.
02:10:16: und es geschah zu der Zeit, da Reinhard Remford Student in Duisburg war.
02:10:20: Und jedermann ging, dass er Podcasts hörte, ein jeder in seine Stadt.
02:10:26: Da machte sich auf auch Nikolas aus Schalke, aus der Stadt Gelsenkirchen in das industrielle Land zur Stadt Tüssen, die da heißt Duisburg auf, weil er aus dem Hause und geschlechte World war, damit er Podcasten könne mit Reinhard, seinem vertrauten Padawan, der war schwanger mit einem Buche.
02:10:47: Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie Podcasten sollten.
02:10:51: Und sie gebaren ihren ersten Podcast, unveröffentlichen ihn und legten ihn in die Podcastscher.
02:10:58: Denn es gab sonst keinen Raum im Internet.
02:11:01: Und es waren Hörer in derselben Gegend auf dem Felde bei der Uni.
02:11:06: Und der Fied der Herren trat zu ihnen und die Klarheit der Stimmen klang um sie und sie fürchteten sich sehr.
02:11:14: Und der Fieb des Herrn sprach zu ihnen, fürchtet euch nicht, siehe, ich verkünde euch große Freude, die allem Volk wieder fahren wird, denn euch ist heute ein Wissenschaftspodcast geboren, welcher ist methodisch inkorrekt in der Stadt Duisburg.
02:11:30: Und als bald war da bei dem Engel die Menge der irdischen Hörer, sie lobten inkorrekt und sprachen, Ehre
02:11:39: sei Wissenschaft
02:11:40: in den Podcasts
02:11:42: und Experimenten
02:11:43: auf den Bühnen,
02:11:44: bei den Menschen seines Wohlgefallens.